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GERHARD GALITZKI
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Dorfstraße 4 Hamburg-Schenefeld und AUTOVERWERTUNG ARNO WIEBEN Donnerstrasse
10 2000 Hamburg 50 VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM SCHUTZ FÜR IM FREIEN LIEGENDE FLÄCHEN
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schutz für im Freien liegende Flächen,
wie Sportplätze, Fußballplätze, Tennisplätze,
Aschenbahnen oder
auch Flächen für landwirtschaftliche oder gärtnerische Nutzung und eine hierfür
geeignete Vorrichtung.
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Bei starkem Schnee, Frost, Regen oder Tauwetter sind Sportplätze nicht
bespielbar, was Spielausfälle zur Folge hat. Dies bedeutet für die betroffenen Vereine
eine erhebliche finanzielle Einbuße. Für Fußballplätze ist bisher nur eine Rasenheizung
bekannt, die sehr teuer in der Anschaffung und im Betrieb ist, und ausserdem bei
starken Regenfällen trotzdem eine Bespielbarkeit der Rasenfläche nicht gewährleisten
kann, weil der Boden dann aufgeweicht und matschig ist.
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Die Aufgabe, die durch die vorliegende Erfindung gelöst wird, besteht
darin, eine Schutzeinrichtung zum zeitweiligen Abdekken solcher im Freien liegenden
Flächen zu schaffen, die es ermöglicht, die Plätze derart zu schützen, daß trotz
widriger Witterungseinflüsse eine Benutzung jederzeit möglich bleibt.
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Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Fläche
bei Nichtgebrauch und entsprechenden Witterungsverhältnissen mit Kunststoffplanen
abgedeckt wird, die in der Mitte des Platzes durch ein oder mehrere Spannseile angehoben
sind, so daß eine dachförmige, flache Abdeckung vorliegt. Je nach den Platzverhältnissen
kann das Spannseil in beliebiger Höhe angebracht werden. Für Fußballplätze hat sich
ein Abstand von etwa 3 m über dem Erdboden als zweckmäßig erwiesen. Vorteilhaft
ist die Abdeckung aus einer Anzahl von X;unststoffbahnen
zusammengesetzt,
die in der Querrichtung des Planes nebeneinander gelegt und an den Platzseiten verankert
werden. An ihren Kanten werden die Planen mit Hilfe von Klebebändern oder sonstigen
Befestigungsmitteln wasserdicht miteinander verbunden, indessen derart, daß die
Verbindung bei Nichtgebrauch der Planen wieder lösbar ist. Die Planen können aus
beliebigem Kunststoff, wie Polyterephthalat, Nglon oder Polyacrylat bestehen. Eine
zu starke Dehnbarkeit der Planen ist nicht erwünscht. Die Planen sind vorzugsweise
lichtdurchlässig, um das Wachstum des darunter befindlichen Rasens nicht zu gefährden.
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Die Spannseile bestehen vorteilhaft aus einem unmantelten Stahlseil,
das durch eine Anzahl Stützen auf seiner ganzen Länge auf annähernd gleicher Höhe
gehalten werden kann. Am oberen und unteren Platzende ist das Seil zweckmäßig an
Stützpfeilern befestigt, die eine in der Höhe verstellbare Befestigung für das Spannseil
ermöglichen. Die Pfeiler ruhen vorteilhaft auf Kugel- oder Kardangelenken, um einer
Beanspruchung in gewissem Maße nachgeben zu können, und sind ihrerseits durch im
Beton verankerte Halteseite gehaltert. Diese Halteseile können nach Bedarf etwa
durch Spannwinden nachgespannt werden.
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Sofern die Planen nicht aus besonders reißfestem Kunststoff wie z.B.
Nylon bestehen, empfiehlt es sich, die Bahnen mit reißfesten Einlagen z.B. aus Nylon
oder Leinenfäden, Stahlseilen oder dergleichen zu versehen. Diese Einlagen verhindern
auch
eine zu starke Dehnung der Folien, so daß unter Umständen auch billige Polyäthylenfolien
Verwendung finden können.
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An der Vorder- und Rückseite der Bespannung kann zum Schutz gegen
das Eindringen von Schnee und Regen unter die Planen eine Dreiecksplane in senkrechter
Richtung eingebracht werden, die in ihrer Borm der seitlichen Neigung der Bespannungsplanen
angepasst ist. Gleichzeitig wird damit die Möglichkeit geschaffen, unter der Plane
einen gewissen Luftüberdruck herzustellen.
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Um den Rasenwuchs unter der Abdeckung nicht zu ersticken, könnten
in diesen seitlichen Abdeckplanen Luftzuführungsöffnungen vorgesehen sein, in die
zum Beispiel mit Heizlüftern in Verbindung stehende Luftschläuche münden. Bei starkem
Schneefall kann so durch Einleiten von Warmluft für ein rasches Abtauen des auf
der Plane liegenden Niederschlages gesorgt werden. Sollte dies nicht ausreichen,
können auch unter der Abdeckung selbst weitere mit den notwendigen Stromanschlüssen
versehene Heizlüfter angeordnet werden, die nach Bedarf von aussen in Betrieb gesetzt
werden können. Die Temperatur dieser Lüfter kann durch einen Thermostat geregelt
werden, so daß die Lüfter sich nach Erreichen der notwendigen Temperatur selbsttätig
ausschalten und eine Beschädigung der Abdeckung sicher vermieden wird.
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Um die Auf- und Abdeckung zu erleichtern, sind die Schmalkanten der
Planen, aus denen sich die gesamte Abdeckung zusammensetzt, seitlich auf Rollen
oder Rohren befestigt, auf die die Planen
bei Nichtgebrauch am
besten maschinell aufgewickelt werden können. Diese Rollen oder Rohre sitzen ihrerseits
vorteilhaft in im Boden eingelassenen Betonklötzen oder Kunststoff-Formteilen, die
unter den Rollen eine zusammenhängende Rinne aufweisen, in der Regen- oder Schneewasser
abzulaufen vermag. Die Rollen können durch Zeile, Sperrklinken oder dergleichen
in der Rinne festgeklemmt werden. Um das Abfließen des Wassers nicht zu hindern,
können die Keile oder dergleichen eine Mittelöffnung besitzen, durch die das Wasser
hindurchzutreten vermag. Die Rinne und die übrigen Fundamente sind zweckmäßig abdeckbar,
um bei Gebrauch des Spielfeldes Verletzungen zu vermeiden.
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Dort, wo die Plastikbahn an der Beton- bzw. Kunststoffrinne anliegt,
ist vorteilhaft eine Gummileiste angebracht, die aLs Abdichtung dient, um ein Entweichen
der unter der Abdeckbahn vorhandenen Luft zu verhindern. Um ein Gefrieren des in
die Rinne ablaufenden Wassers zu vermeiden, kann durch ein am Boden der Rinne angebrachtes
Rohr Heißluft geleitet werden, die wieder als Druckluft unter die Plastikabaeckung
zurückgeführt werden kann. Das Auslegen und Einholen der einzelnen Planenabschnitte
geschieht zweckmäßig mit Hilfe eines Spezialwagens, auf dem das Rohr oder die Rolle,
die den aufgewickelten Planenabschnitt trägt, drehbar befestigt werden kann. Wahrend
das auf der einen Seite des Planenabschnittes befestigte Rohr in der Seitenrinne
festgeklemmt wird, fährt der Wagen in Querrichtung über den abzudeckenden Platz
und rollt dabei die
Plane ab. Das Spannseil bleibt zunächst ungespannt
auf dem Boden liegen, so daß die Plane sich flach auf den Boden legt.
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Gegebenenfalls kann sie durch eine nachfolgende Rolle angedrückt werden.
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Auf der Oberseite der Kante, an welcher die Nachbarplane anstoßen
soll, befindet sich ein Klebeband. Die benachbarte Plane wird nun derart ausgerollt,
daß sie mit ihrer an der Unterseite ein Klebeband tragenden Kante die erste Plane
überdeckt. Auf diese Weise kommt die Verbindung der beiden Planenkanten zustande.
Erforderlichenfalls kann die Verbindung durch eine beim Ausrollen der Plane nachfolgende
Druckrolle gesichert werden.
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Die zweite Plane trägt an der Oberseite der gegenüberliegenden Kante
wieder ein Klebeband, das zur Befestigung der folgenden Plane dient, usw.
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Die Klebebänder können aus beliebigem Material, beispielsweise filzartigem
Kunststoff, bestehen, der sich ohne Klebstoff ineinanderhakt. Um sicher zu stellen,
daß auch bei nicht genau paralleler Verlegung der Bahnen die genannte Verbindung
stets mit der genügenden Festigkeit erfolgt, wird zweckmäßig das unten liegende
Klebeband breiter als das von oben eingreifende Klebeband der nächsten Bahn ausgestaltet.
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Nachdem der Wagen an der gegenüberliegenden Platzseite angekommen
ist, wird die Rolle oder das Rohr vom Wagen heruntergenommen und in der an dieser
Platzseite befindlichen Rinne
verankert. Beim Abbau der Abdeckung
wird entsprechend umgekehrt verfahren. Hierfür wird zunächst das Spannseil entspannt,
die Rolle oder das Rohr aus der Verankerung in der Rinne herausgenommen und in das
Fahrzeug eingesetzt. Gleichzeitig mit der Vorwärtsbewegung des Fahrzeuges wird das
Rohr oder die Rolle in Drehung versetzt, um die Plane aufzuwickeln. ZweckmäBig läuft
die Plane vorher durch ein auf dem Fahrzeug vorhandenes Bürstenpaar, das die Plane
beiderseits reinigt und von etwaigen Falten befreit.
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Um die Trennung der nebeneinander liegenden Planenabschnitte zu erleichtern,
kann während des Aufwickelns der einen Plane auf der Nachbarplane eine am Fahrzeug
seitlich befestigte Druckrolle mitlaufen, die verhindert, daß die Nachbarplane mithochgehoben
wird.
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Um bei starkem Wind ein Flattern der Abdeckung nach Möglichkeit zu
verhindern, kann über die Planen notfalls ein Netz z.B. aus Nylon, dünnen Stahlseilen
oder dergleichen gespannt werden.
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Das Netz wird ebenso wie die Planen an den Seiten des Feldes verankert.
Bei sehr starkem Sturm kann das Spannseil seinerseits flach auf den Boden gelegt
werden, so daß dann die ganze Abdeckung auf dem Boden liegt und in diesem Zustand
von dem darüber gespannten Netz fest und sicher gehalten wird.
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Die beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen eine Ausführungsform
der Neuerung:
Fig. 1 zeigt die Anlage von oben gesehen.
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Fig. 2 ist eine Seitenansicht in der Längsrichtung.
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Fig. 3 ist eine Seitenansicht in der Querrichtung.
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Fig. 4 zeigt im einzelnen die Spannvorrichtung für die einzelnen Planen.
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Die aus einzelnen Planen 1, 1a, 1b, usw. zusammengesetzte Abdeckung
wird durch das Spannseil 2, das durch Stützen 3, 3a, 3b, usw. annähernd waagerecht
gehalten wird, in der Mitte so angehoben, daß eine flache, dachförmige Struktur
der ganzen Abdeckung entsteht. (Siehe Fig.3). Das Spannseil 2 ist an Stützböcken
4 befestigt, wobei die Höhe der Befestigung 5 beliebig verstellbar ist. Die Stützen
4 ruhen auf Kugel- oder Kardangelenken 6 und sind ihrerseits durch Halteseile 7
gehaltert, die mit ihren äusseren Enden in Betonklötzen 8 verankert sind und beliebig
gespannt werden können.
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Die einzelnen Planen 1 sind in Betonklötzen 9, 9a, 9b, usw.
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an der Seite des Feldes verankert, die im einzelnen noch näher beschrieben
werden. Die Planen werden nach dem tberspannen des Beldes an ihren Kanten miteinander
verbunden. An der Verankerungsstelle der Planen befindet sich ein am Betonklotz
9 angebrachte Gummilippe 18, die es ermöglicht, daß unter den Planen stets ein gewisser
Luftüberdruck erhalten bleibt.
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An den Schmalseiten des Feldes ist die Abdeckung durch eine Dreiecksfolie
10 verschlossen, die eine oder mehrere Lufteintrittsöffnungen
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aufweist. Hier kann mit Hilfe eines Schlauches 12 ein Heizlüfter 13 auf jeder Seite
angeschlossen sein.
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Weitere Heizlüfter 13a, 13b, usw. befinden sich unter der Abdecken
1, wo sie nach Bedarf eingeschaltet werden können.
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Über der Abdeckung ist der Vollständigkeit wegen ein Teil des Netzes
14 dargestellt, das gegebenenfalls über die Abdeckung bei starkem Sturm hinübergespannt
werden kann.
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Die Betonklötze 9 nehmen die zum Auf- und Abwinden der Planen notwendigen
Rollen oder Rohre 15 auf, die durch Keile 16 oder andere Sperrvorrichtungen arretiert
werden. Unter den Rollen 15 läuft eine Rinne 17 zum Auffangen des Regen- oder Schneewassers
entlang, die mit entsprechendem seitlichem Gefälle ausgestattet ist Durch die Erfindung
ist eine Schutzanlage geschaffen worden, mit der auch größere Flächen über die ganze
Jahreszeit hin wirksam gegen Regen und Schneefall oder Frost schützbar sind.
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Durch die Anwendung der Heizlüfter kann auch eine entsprechende Temperatur
geschaffen werden, die eine Nebelbildung über dem Spielfeld ausschließt. Wenn die
entsprechenden Vorrichtungen zum Auf- und Abwinden der Planen einmal vorhanden sind,
ist sowohl die Montage als auch die Demontage rasch und einfach durchzuführen. Bedenkt
man, welche Verluste beispielsweise durch den Ausfall von Fußballspielen für den
Verein, dem das Spielfeld gehört entstehen, leucht-et ein, daß sich die Kosten
der
Anlage bereits dann lohnen, wenn hierdurch nur die Durchführung einiger Spiele sichergestellt
ist. übrigens kann die Abdeckung vorteilhaft auch zu Werbezwecken verwendet werden.
L
e e r s e i t e