DE2911572C2 - - Google Patents
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- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Formwerkzeug zum Her
stellen von Formteilen aus Kunststoff oder Gummi, mit einem zen
tralen Zuführkanal für die Formmasse und mit einem Verteiler
element, das sich im wesentlichen in der Längsrichtung des Zu
führkanals in diesen hinein erstreckt.
Bei einem derartigen bekannten Formwerkzeug (DE-GM
19 54 553) erstreckt sich der zentrale Zuführkanal koaxial zu
einem einzigen ringförmigen Formnest, in dessen inneren Ring
raum ein vollzylindrischer Kern eingesetzt ist. Das eine Ende
dieses Kerns erstreckt sich axial über die eine radiale Stirn
seite des ringförmigen Formnestes in der Gestalt eines Kegels
oder einer Kuppel hinaus und bildet damit das Verteilerelement,
das in eine dazu komplementär geformte Erweiterung des zen
tralen Zuführkanals hineinragt. Zwischen diesem Verteiler
element und der zentralen Erweiterung des Zuführkanals ist
im Bereich der radialen Stirnfläche des Formnestes ein ring
förmiger Spalt gebildet, durch den die vom zentralen Zuführ
kanal gegen das Verteilerelement strömende Formmasse in das
ringförmige Volumen des Formnestes geleitet wird.
Während es sich bei dem bekannten Formwerkzeug um
ein Einfachwerkzeug mit nur einem einzigen Formnest handelt, ent
steht bei Mehrfachwerkzeugen mit mehreren Formnestern die
Schwierigkeit, daß Unterschiede in der Qualität der in den
einzelnen Formnestern gebildeten Formkörper auftreten können.
Die Ursache hierfür liegt darin, daß die einzelnen Form
nester durch Verteilkanäle mit dem zentralen Zuführkanal ver
bunden werden müssen, wobei einerseits durch unterschiedliche
Rauhigkeit der Wände der Verteilkanäle und andererseits durch
unterschiedliche Querschnitte der Verteilkanäle die Qualitäts
unterschiede hervorgerufen werden. So führen die Rauhigkeits
unterschiede zu unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten der
Formmasse, was eine ungleiche Massenerwärmung zur Folge hat.
Dies bewirkt einen ungleichen Aushärtungs- bzw. Erstarrungs
grad in den einzelnen Formnestern. Die ungleichen Querschnitte
der Verteilkanäle bewirken eine ungleiche Aufteilung der durch
den Zuführkanal zugeführten Formmasse auf die Formnester sowie
unterschiedliche Füllgeschwindigkeiten, was zu Lufteinschlüs
sen und Verbrennungsschäden führt. Ein unvollständiges Füllen
der Formnester zieht eine größere Gratbildung nach sich. Die
Formteile erleiden daher eine ungleichmäßige Verdichtung und
weisen aus den obigen Gründen erhebliche Unterschiede in der
Maßhaltigkeit, der Festigkeit und der Oberflächenbeschaffen
heit auf. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Form
masse in den Verteilkanälen frühzeitig aushärten bzw. erstar
ren kann.
Es ist zwar bekannt (Gastrow "Der Spritzgieß-Werkzeug
bau in Beispielen" 1957, Seite 150 bis 151, Beispiel 58 und
Seite 204 und 205, Beispiel 83), ein Formwerkzeug mit mehreren
Formnestern, bei dem die Formnester durch Verteilkanäle mit
einem zentralen Zuführkanal verbunden sind, mit einem Anguß
halter zu versehen, der sich mit seinem zum Festhalten des
Angusses dienenden, pfeilspitzenartig ausgebildeten einen
Ende in den Bereich des Zuführkanals hinein erstreckt, von
dem die Verteilkanäle abzweigen. Damit der Anguß beim Öffnen
der Form durch dieses pfeilspitzenartig ausgebildete Ende
sicher festgehalten wird, ist dieses in der Form eines Spitz
kegels mit einem an die Basis des Spitzkegels anschließenden
zylindrischen Bund von gegenüber der Basis des Spitzkegels
verringertem Durchmesser ausgebildet. Dabei ist der Spitz
kegel mit seiner Mantelfläche von der Wand des Zuführkanals
allseitig beabstandet, so daß die durch den Zuführkanal zuge
führte Formmasse den Spitzkegel allseitig umströmt und bei
einer Verlangsamung der Fließgeschwindigkeit in einem der Ver
teilkanäle ohne weiteres in azimutaler Richtung des Spitz
kegels zu den anderen Verteilkanälen ausweichen kann. Somit
kann durch den bei dem bekannten Formwerkzeug vorgesehenen
Angußhalter keine einem ungleichmäßigen Durchfluß durch die
Verteilkanäle entgegengerichtete Verteilerwirkung erzielt werden.
Schließlich ist ein Formwerkzeug mit einem einzigen
Formnest und einem einzigen Zuführkanal bekannt (DE-PS 23 06 366),
bei dem in den Zuführkanal ein richtungsveränderliches Lenk
element für den zugeführten Materialstrom eingefügt ist. Eine
verteilende Wirkung auf mehrere Formnester ist hierdurch jedoch
nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Formwerk
zeug der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß
mehrere Formnester vorgesehen sein können, ohne nennenswerte
Ungleichmäßigkeiten in deren Befüllung hervorzurufen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß der Zuführkanal sich in zu Formnestern führende Ver
teilkanäle verzweigt, daß das Verteilerelement im Verzwei
gungsbereich angeordnet ist und mit der Wand des Zuführ
kanals zu den Verteilkanälen führende Durchlässe bildet.
Sobald bei dem erfindungsgemäßen Formwerkzeug eine
Differenz in der Fließgeschwindigkeit der Massen in den einzel
nen Verteilkanälen auftritt, übt infolge der erfindungsgemäßen
Ausbildung des Verteilerelementes die den Zuführkanal durch
strömende Masse einen zusätzlichen Druck auf den mit geringerer
Geschwindigkeit fließenden Massestrom aus, was zu einer Erhöhung
der Fließgeschwindigkeit führt. Sofern sich ein Verteilkanal
verstopft, bewirkt diese zusätzliche Druckkraft eine Weiterbe
wegung der stillstehenden Masse zum Formnest hin.
Vorzugsweise ist die Lage des Verteilerelementes in
eine
quer zu seiner Längsrichtung verlaufenden Richtung ver
änderbar, wozu das Verteilerelement durch seitliche
Druckeinwirkung aus einer Ruhelage elastisch auslenkbar,
um eine etwa rechtwinklig zu seiner Längsachse verlaufende
Drehachse schwenkbar oder quer zu seiner Längsrichtung
verschiebbar sein kann. Damit ist es möglich, die lichte
Weite der Durchlässe zu verändern, wodurch auf die Auf
teilung des durch den Zuführkanal zugeführten Masse
stromes auf die einzelnen Verteilkanäle Einfluß ge
nommen werden kann.
Es ist ferner von Vorteil, wenn in Strömungsrichtung der
Formmasse gesehen dem Verteilerelement eine Ablenkein
richtung zum wahlweisen Lenken des Massestromes auf be
stimmte Durchlässe vorgeschaltet ist. Dabei weist die
Ablenkeinrichtung zweckmäßigerweise ein im Zuführkanal
angeordnetes, quer zur Strömungsrichtung der Masse ver
schiebbares oder verschwenkbares Ablenkorgan auf, das
mit einem sich in Strömungsrichtung der Masse verengenden
Durchflußkanal versehen ist, der durch Bewegen des Ab
lenkorganes mit einer Mündung gegen die Durchlässe
gerichtet werden kann. Es ist auch möglich, daß die
Ablenkeinrichtung wenigstens ein in den Zuführkanal ein
fahrbares Ablenkelement aufweist, das in eingefahrener
Stellung einen Teil des Durchflußquerschnittes versperrt.
Wird in einem Verteilkanal der Massefluß verzögert oder
kommt letzterer gar zum Stillstand, so kann mittels
dieser Ablenkeinrichtung der Massestrom gegen diesen
Verteilkanal gerichtet und auf diese Weise das Fließen
der Masse zum Formnest hin beschleunigt bzw. wieder in
Gang gesetzt werden.
Im folgenden werden anhand der Zeichnung Ausführungsbei
spiele des Erfindungsgegenstandes näher erläutert.
Die verschiedene Ausführungsformen betreffenden Fig.
1 bis 9 zeigen im Schnitt und rein schematisch einen
Teil eines Formwerkzeuges mit einem sich in Verteilkanäle
verzweigenden Zuführkanal und einem in letzteren hin
einragenden Verteilerelement.
In den Figuren ist jeweils nur ein Teil eines Mehr
fachwerkzeuges gezeigt, das im übrigen bekannter Bauart
ist. Solche Formwerkzeuge werden zum Spritzpressen,
Spritzgießen bzw. Pressen von Formteilen aus thermo
plastischen und duoplastischen Kunststoffen sowie aus
Kautschuk verwendet.
Das mit 1 bezeichnete Formwerkzeug weist bei allen Aus
führungsbeispielen einen zentralen Zuführkanal 2 auf,
der sich in einzelne Verteilkanäle 3 und 4 verzweigt,
die zu nicht gezeigten Formnestern führen. Im Ver
zweigungsbereich 5 des Zuführkanales 2 ist ein Verteiler
element 6 angeordnet, das koaxial zum Zuführkanal 2 ver
läuft und sich in Längsrichtung dieses Zuführkanales 2
in diesen hineinerstreckt. Das Verteilerelement 6 ver
jüngt sich zu seinem im Zuführkanal 2 liegenden Ende 6 a
hin. Das Verteilerelement 6 ist vorteilhafterweise
keilförmig ausgebildet und läuft an seinem Ende 6 a in
eine Spitze aus. Mit der Wand 7 des Zuführkanales 2
bildet das Verteilerelement 6 Durchlässe 8 und 9, die
den Übergang vom Zuführkanal 2 zu den einzelnen Ver
teilkanälen 3 und 4 bilden. Die in Richtung des Pfeiles
A durch den Zuführkanal 2 strömende Formmasse wird auf
die verschiedenen Verteilkanäle 3 und 4 aufgeteilt und
fließt in Richtung der Pfeile B bzw. C zu den einzelnen
Formnestern.
Anhand der Fig. 1 wird nun die Wirkungsweise des Ver
teilerelementes erläutert.
Für die folgenden Überlegungen wird angenommen, daß
durch vorzeitiges Verstopfen des Verteilkanales 3 der
Massefluß in diesem Kanal zum Stillstand gekommen sei.
Die im Zuführkanal 2 fließende Masse gelangt, wie das
durch die Pfeile dargestellt ist, über den Durchlaß 9
zum Verteilkanal 4, da sich ja im Verteilkanal 3 und im
Durchlaß 8 ein feststehender Pfropfen gebildet hat.
Die fließende Masse bewegt sich entlang der strich
punktiert dargestellten Grenzfläche 10 am feststehenden
Massepfropfen vorbei. Die dabei auftretende Reibungs
kraft R hat eine entgegengerichtete Kraft K zur Folge,
deren Vertikalkomponente K v auf die feststehende Masse
einen zusätzlichen Druck ausübt. Durch diesen zu
sätzlichen Druck kann die Masse im Verteilkanal 3 wieder
in Bewegung gesetzt werden, was ein Nachfließen der
Formmasse durch den Durchlaß 8 in den Verteilkanal 3 und
zum Formnest zur Folge hat. Eine ähnliche Wirkung tritt
auch dann auf, wenn der Massestrom im Verteilkanal 3
nicht stillsteht sondern mit einer Geschwindigkeit fließt,
die geringer ist als die Fließgeschwindigkeit der Masse
im Verteilkanal 4. Auch in diesem Fall bewegen sich die
unterschiedlich schnell fließenden Masseströme entlang
einer Grenzfläche 10′ aneinander vorbei. Dabei entsteht
wie bereits erwähnt eine Reibungskraft R, die eine Gegen
kraft K zur Folge hat, die mit ihrer Vertikalkomponente
K v , d. h. ihrer Komponente in Längsrichtung des Zuführ
kanales 2, auf den langsamer fließenden Massestrom im
Verteilkanal 3 einwirkt und eine Erhöhung der Fließge
schwindigkeit dieses Massestromes zur Folge hat. Wie aus
der Fig. 1 hervorgeht, verläuft die Grenzfläche 10′
steiler als die Grenzfläche 10 bei stillstehendem Masse
strom im Verteilkanal 3. Das Verteilerelement 6 bewirkt
somit eine selbsttätige Regelung der Fließgeschwindigkeiten
der Masse in den Verteilerkanälen 3, 4, falls diese Fließ
geschwindigkeiten nicht zumindest annähernd gleich sind.
Die erwähnte Vertikalkomponente K v bzw. die in Längs
richtung des Zuführkanales 2 wirkende Komponente der
Kraft K wird, wie das aus Fig. 2 ohne weiteres ersichtlich
ist, größer, je steiler die Grenzfläche 10, 10′ ist,
d. h. je mehr sich diese Grenzfläche der Längsrichtung
des Zuführkanales 2 annähert. Wie Fig. 2 zeigt, kann die
Steilheit der Grenzfläche 10 durch eine in den Zuführ
kanal 2 vorspringende Kante 11 in der Wand 7 des Zuführ
kanales 2 im Sinne einer größeren Steilheit beeinflußt
werden.
Um den vorstehend erwähnten Effekt des Ver
teilerelementes 6 vergrößern zu können, wird im Zuführ
kanal 2 in Strömungsrichtung A der Formmasse gesehen vor
dem Verteilerelement 6 eine Verengung 12 vorgesehen, wie
das in Fig. 3 dargestellt ist. Damit der Massendurchsatz
trotz dieser Verengung 12 konstant bleibt, ist der Druck
im Zuführkanal 2 entsprechend zu erhöhen. Aus dieser
Fig. 3 geht weiter hervor, daß es von Vorteil ist, die
Querschnitte der Verteilkanäle 3 und 4 gegenüber den Quer
schnitten der Durchlässe 8 und 9 größer zu wählen, damit
keine zu großen Reibungsverluste auftreten.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 besteht das ein
kegelförmiges Ende 6 a aufweisende Verteilerelement 6 aus
einem elastischen Material und ist mit einem Basisteil
13 einstückig ausgebildet, der in die Formwandung einge
setzt ist. Durch seitliche Druckeinwirkung wird das Ver
teilerelement 6 aus seiner in ausgezogenen Linien darge
stellten Ruhelage in Richtung gegen die Wand 7 des Zu
führkanales 2 ausgelenkt. Tritt beispielsweise im Ver
teilkanal 3 eine Verstopfung auf, so baut sich in diesem
Verteilkanal 3 und im Durchlaß 8 ein Druck auf, der
größer ist als der Druck im Verteilkanal 4 und im Durch
laß 9. Dies ist durch die mit P bzw. P′ bezeichneten
Pfeile dargestellt. Da wie erwähnt P größer ist als P′
wird das Verteilerelement 6 in die gestrichelt darge
stellte Lage ausgelenkt. Dadurch wird der Durchlaß 8
zu Lasten des Durchlasses 9 vergrößert. Durch diese Ver
größerung des Durchlasses 8 wird die auf die Masse im
Verteilkanal 3 wirkende Druckkraft erhöht, was wie bereits
anhand der Fig. 1 beschrieben zur Folge hat, daß die
stillstehende Masse im Verteilkanal 3 in Bewegung gesetzt
wird bzw. die Fließgeschwindigkeit der Masse in diesem
Verteilkanal 3 erhöht wird. Dank seiner elastischen
Eigenschaften kehrt das Verteilerelement 6 wieder in
seine Ruhelage zurück, sobald die Druckverhältnisse in den
beiden Verteilkanälen 3 und 4 wieder gleich sind.
Anstelle eines vollständig aus elastischem Material be
stehenden Verteilelementes kann auch ein solches ver
wendet werden, das nur ein Zwischenstück aus elastischem
Material aufweist, das auf die beschriebene Weise eben
falls ein elastisches Auslenken des Verteilerelementes 6
erlaubt.
In den Fig. 5 und 6 sind noch andere Möglichkeiten zur
Veränderung der lichten Weite der Durchlässe 8 und 9 dar
gestellt. Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 ist das
Verteilerelement 6 an einem schieberartigen Basisteil 14
befestigt, welcher in Richtung des Pfeiles D in einer
Ausnehmung 15 im Formwerkzeug 1 hin und her verschiebbar
geführt ist. Die Verschiebungsrichtung D des Verteiler
elementes 6 verläuft etwa rechtwinklig zur Längsrichtung
des Zuführkanales 2 bzw. zur Strömungsrichtung A der
Formmasse. Durch Verschieben des Verteilerelementes 6
kann der Durchlaß 8 zu Lasten des Durchlasses 9 ver
größert werden und umgekehrt. Das Vergrößern, bzw. Ver
kleinern der Durchlässe 8, 9 hat die bereits anhand der
Fig. 4 beschriebene Wirkung.
In Fig. 6 ist das Verteilerelement 6 an einem Basisteil
16 befestigt, der um eine Schwenkachse 17 in Richtung
des Pfeiles E schwenkbar im Formwerkzeug 1 gelagert ist.
Die Schwenkachse 17 verläuft etwa rechtwinklig zur Längs
richtung des Zuführkanales 2 bzw. zur Strömungsrichtung
A der Formmasse. Ein Verschwenken des Verteilerelementes
hat ebenfalls ein Vergrößern des einen Durchlasses 8, 9
zu Lasten des andern Durchlasses zur Folge, wie das bereits
anhand der Fig. 4 und 5 erläutert worden ist.
Bei den in den Fig. 7 bis 9 gezeigten Ausführungsbei
spielen ist vor dem Verteilerelement 6 eine Ablenkein
richtung vorhanden, mittels welcher der durch den Zuführ
kanal 2 zufließende Massestrom wahlweise auf einen der
Durchlässe gelenkt werden kann.
In Fig. 7 ist als Ablenkorgan ein Schieber 18 vorhanden,
der in Richtung des Pfeiles F und quer zur Strömungs
richtung A der Masse verschiebbar ist. In diesem Schieber
18 ist ein Durchflußkanal 19 vorhanden, der sich in
Strömungsrichtung A stetig verengt. Durch Verschieben des
Schiebers 18 kann die Mündung 19 a des Durchflußkanales
19, die einen kleineren Querschnitt hat als die Eintritts
öffnung 19 b, entweder mehr gegen den Durchlaß 8 oder
mehr gegen den Durchlaß 9 gerichtet werden.
Der Schieber 18 wird so verschoben, daß der aus dem
Durchflußkanal 19 austretende Massestrom gegen denjenigen
Durchlaß 8, 9 gelenkt wird, in dem der Massestrom eine
kleinere Fließgeschwindigkeit hat oder gar stillsteht.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 ist anstelle des
Schiebers 18 ein um eine Schwenkachse 22 verschwenkbares
Ablenkorgan 20 vorhanden. Dieses weist ebenfalls einen
sich in Strömungsrichtung A der Masse stetig verengenden
Durchflußkanal 21 auf, dessen Mündung 21 a einen kleineren
Querschnitt hat als die Einlaßöffnung 21 b. Da die Schwenk
achse 22 rechtwinklig zur Strömungsrichtung A verläuft,
kann die Mündung 21 a quer zu dieser Strömungsrichtung A
verschoben werden. Damit ist es gleich wie bei der Aus
führungsform gemäß Fig. 7 möglich, den Massestrom wahl
weise zu einem der Durchlässe 8, 9 zu lenken.
Fig. 9 zeigt eine andere Möglichkeit zum Lenken des Masse
stromes. Bei dieser Ausführungsvariante sind zwei Schieber
23 und 24 vorhanden, die wahlweise in Richtung der Pfeile
G bzw. H in den Zuführkanal 2 einfahrbar sind. In einge
fahrener Stellung versperren die Schieber 23, 24 einen
Teil des Durchflußquerschnittes, wodurch eine
Lenkung des Massestromes möglich ist. So bewirkt bei
spielsweise der Schieber 24 in seiner in Fig. 9 gezeigten
eingefahrenen Stellung ein Lenken des Massestromes zum
Durchlaß 8. Anstelle von zwei wie gezeigt sich gegen
überliegenden Schiebern ist es auch möglich, nur einen
einzigen Schieber 23 oder 24 vorzusehen. Anstelle von
Schiebern, die quer zur Strömungsrichtung A in den Zu
führkanal 2 einfahrbar sind, können auch Klappen vorge
sehen werden, die um eine rechtwinklig zur Strömungs
richtung A verlaufende Achse schwenkbar sind und in den
Zuführkanal 2 eingeschwenkt werden können, um gleich wie
die Schieber 23, 24 einen Teil des Durchflußquerschnittes
zu verschließen und eine Lenkung des Massestromes auf
einen der Durchlässe 8 und 9 zu bewirken.
Mit den beschriebenen Formwerkzeugen ist es möglich,
die eingangs erwähnten Nachteile zu verhindern, die da
durch entstehen können, daß aus herstellungstechnischen
Gründen die Wände der Verteilkanäle 3 und 4 unter
schiedliche Rauhigkeit aufweisen oder die Querschnitte
dieser Verteilkanäle 3, 4 ungleich groß sind. Un
gleichen Fließgeschwindigkeiten in den Verteilkanälen
3 und 4 oder gar einer Verstopfung eines Verteilkanales
kann mit den vorgesehenen Mitteln auf die erwähnte Weise
entgegengetreten werden.
Claims (13)
1. Formwerkzeug zum Herstellen von Formteilen aus
Kunststoff oder Gummi, mit einem zentralen Zuführkanal für
die Formmasse und mit einem Verteilerelement, das sich im
wesentlichen in der Längsrichtung des Zuführkanals in
diesen hinein erstreckt, dadurch gekenzeichnet, daß der Zu
führkanal (2) sich in zu Formnestern führende Verteilkanäle (3, 4)
verzweigt, daß das Verteilerelement (6) im Verzweigungsbereich
angeordnet ist und mit der Wand (7) des Zuführkanals (2) zu
den Verteilkanälen (3, 4) führende Durchlässe (8, 9) bildet.
2. Formwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verteilerelement (6) koaxial zum Zuführ
kanal (2) verläuft.
3. Formwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß sich das Verteilerelement (6)
zu seinem im Zuführkanal (2) liegenden Ende (6 a)
hin verjüngt.
4. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß zur Veränderung der
lichten Weite der Durchlässe (8, 9) die Lage des
Verteilerelementes (6) in einer quer zu seiner
Längsrichtung verlaufenden Richtung veränderbar ist.
5. Formwerkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verteilerelement (6) durch seitliche
Druckeinwirkung (P) aus einer Ruhelage elastisch
auslenkbar ist.
6. Formwerkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verteilerelement (6) um eine etwa recht
winklig zu seiner Längsachse verlaufende Schwenkachse
(17) schwenkbar ist.
7. Formwerkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verteilerelement (6) quer zu seiner Längs
richtung verschiebbar ist.
8. Formwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß in Strömungsrichtung (A)
der Formmasse gesehen dem Verteilerelement (6) eine
Ablenkeinrichtung (18, 20, 23, 24) zum wahlweisen
Lenken des Massestromes auf bestimmte Durchlässe
(8, 9) vorgeschaltet ist.
9. Formwerkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ablenkeinrichtung ein im Zuführkanal (2)
angeordnetes, quer zur Strömungsrichtung (A) der
Masse verschiebbares oder verschwenkbares Ablenk
organ (18, 20) aufweist, das mit einem sich in
Strömungsrichtung (A) der Masse verengenden Durch
flußkanal (19, 21) versehen ist, der durch Bewegen
des Ablenkorganes (18, 20) mit seiner Mündung (19 a,
21 a) gegen die Durchlässe (8, 9) richtbar ist.
10. Formwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ablenkeinrichtung wenigstens ein in den
Zuführkanal (2) einfahrbares Ablenkelement (23, 24)
aufweist, das in eingefahrener Stellung einen Teil
des Durchflußquerschnittes versperrt.
11. Formwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zuführkanal (2) in Strömungsrichtung (A)
der Masse gesehen vor dem Verteilerelement (6) eine
Verengung (12) aufweist.
12. Formwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wand (7) des Zuführkanales (2) in Strömungs
richtung (A) der Masse gesehen vor demVerteiler
element (6) eine in den Zuführkanal (2) vorspringende
Kante (11) aufweist.
13. Formwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verteilkanäle (3, 4) gegenüber den Durch
lässen (8, 9) einen größeren Querschnitt aufweisen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH526478A CH627684A5 (de) | 1978-05-16 | 1978-05-16 | Formwerkzeug zum herstellen von formteilen aus kunststoff oder gummi. |
Publications (2)
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|---|---|
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ID=4290684
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19792911572 Granted DE2911572A1 (de) | 1978-05-16 | 1979-03-23 | Formwerkzeug zum herstellen von formteilen aus kunststoff oder gummi |
Country Status (4)
| Country | Link |
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|---|---|---|---|---|
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| FR1330440A (fr) * | 1962-08-01 | 1963-06-21 | Honda Motor Co Ltd | Perfectionnement aux machines de moulage par injection pour matières thermoplastiques |
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| DE2911572A1 (de) | 1979-11-29 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
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