DE3247000C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung von
Kunststoff-Formkörpern gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Aus dem DE-Gm 34 352 ist eine Vorrichtung zur Herstellung von Kunst
stoff-Formkörpern mit einer kompakten Außenhaut aus treibmittelfreiem
Kunststoff und einem porigen Kern aus treibmittelhaltigem Kunststoff
bekannt. Diese Vorrichtung besteht aus einem Spritzkopf, der einer
seits gegen eine Form zum Anliegen bringbar ist und dem andererseits
zwei getrennte Spritzeinheiten zugeordnet sind. Die beiden Spritzein
heiten, die beispielsweise als Extruder ausgebildet sind, liefern die
unterschiedlichen Kunststoffmassen, d. h. die eine Spritzeinheit fördert
die plastifizierte, kompakte, also treibmittelfreie Kunststoffmasse, wäh
rend die andere Spritzeinheit plastifizierte, treibmittelhaltige Kunst
stoffmasse abgibt. Der Spritzkopf besitzt einen in eine Ausspritzöffnung
übergehender Kanal, in den mit axialem Abstand von der Ausspritzöffnung und
voneinander zwei Zuführkanäle münden, die mit den beiden Spritzeinheiten
verbunden sind. In dem Kanal ist eine axial verschiebbare Schließnadel
angeordnet, mit der die beiden Zuführkanäle vom Kanal abtrennbar und die
Ausspritzöffnung durch ein kegelförmiges Endstück absperrbar ist. Diese
Spritzkopfausbildung gestattet es, beide Zuführkanäle und die Ausspritz
öffnung gleichzeitig abzusperren, die Ausspritzöffnung und den derselben
am nächsten liegenden Zuführkanal freizugeben sowie die Ausspritzöffnung
und beide Zuführkanäle gleichzeitig freizugeben. Mit einer solchen Spritz
kopfausbildung ist es jedoch nicht möglich, die Ausspritzöffnung und den
am weitesten von derselben entfernten Zuführkanal freizugeben und gleich
zeitig den der Ausspritzöffnung benachbarten Zuführkanal geschlossen zu
halten. Dadurch ist es nicht möglich, einen kontinuierlichen Übergang von
der kompakten Kunststoffmasse auf die treibmittelhaltige Kunststoff
masse und umgekehrt zu erzielen. Um dies zu erreichen, müssen in die Zu
führkanäle dieses Spritzkopfes besondere Absperreinrichtungen eingesetzt
werden, durch die sich der Herstellungsaufwand erheblich erhöht.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur
Herstellung von Kunststoff-Formkörpern mit einer kompakten Außenhaut
aus treibmittelfreiem Kunststoff und mit einem porigen Kern aus treib
mittelhaltigem Kunststoff so auszubilden, daß unter gleichzeitiger Ver
ringerung des Herstellungsaufwandes beim Spritzvorgang ein kontinuierlicher
Übergang von der einen Kunststoffmasse auf die andere Kunststoffmasse und
umgekehrt möglich ist.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Durch diese Ausbildung der Vorrichtung ist
ein kontinuierlicher Übergang von kompakter Kunststoffmasse zu treibmittel
haltiger Kunststoffmasse ohne Anordnung von besonderen Absperrvorrichtungen
möglich. Zusätzlich wird hier erreicht, daß ohne besondere Absperrvorrich
tungen sowohl treibmittelfreie Kunststoffmasse als auch treibmittelhaltige
Kunststoffmasse getrennt in die Form eingespritzt werden können.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung an einem
Ausführungsbeispiel erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Vorrichtung,
Fig. 2 bis 4 den die Schließnadel aufnehmenden Kanal mit der Schließnadel
in unterschiedlichen Stellungen.
Von einer Vorrichtung zur Herstellung von Kunststoff-Formkörpern mit einer
kompakten Außenhaut aus treibmittelfreiem Kunststoff und mit einem porigen
Kern aus treibmittelhaltigem Kunststoff ist in der Fig. 1 der Zeichnung nur
ein Spritzkopf 1 in vereinfachter Weise dargestellt, der über ein Mundstück
2 an einer Angußbuchse 3 einer vereinfacht gezeichneten Form 4 mit Formhohl
raum 5 anliegt. Von dem Mundstück 2 erstreckt sich ein Kanal 6 durch den
Spritzkopf 1 der eine axial verschiebbare Schließnadel 7 aufnimmt. An ihrem
dem Mundstück 2 abgewandten Ende ist die Schließnadel 7 mit einem nur an
gedeuteten, bspw. hydraulisch beaufschlagbaren Verschiebeantrieb 8
verbunden. Mit Abstand vom Mundstück 2, das eine Ausspritzöffnung 9
besitzt, mündet unter einem Winkel von etwa 50° ein Zuführkanal 10 in
den Kanal 6, wobei der Zuführkanal 10 an seinem aus dem Spritzkopf 1
herausgeführten Ende mit einer nicht gezeichneten Spritzeinheit ver
bunden ist. Über den Zuführkanal 10 wird treibmittelhaltiger Kunst
stoff "B" dem Spritzkopf 1 zugeführt. Mit axialem Abstand von dem Zu
führkanal 10 mündet ein weiterer Zuführkanal 11, ebenfalls unter einem
Winkel von etwa 45°, in den Kanal 6. Im gezeichneten Ausführungsbeispiel
ist der Zuführkanal 11 um 180° gegenüber dem Zuführkanal 10 versetzt an
geordnet. An den Zuführkanal 11 ist ebenfalls eine nicht gezeichnete
Spritzeinheit angeschlossen, über die treibmittelfreier Kunststoff "A"
in den Spritzkopf 1 gelangt.
In die Schließnadel 7 ist ein Verbindungskanal 12 eingearbeitet, der in
diesem Ausführungsbeispiel über zwei winklig zueinander angeordnete Öff
nungen 13 derart in der freien kegelförmigen Stirnfläche 14 der Schließ
nadel 7 mündet, daß die Öffnungen 13 in der Stellung der Schließnadel 7
gemäß Fig. 1 durch eine entsprechende schräge Fläche des Mundstücks 2
geschlossen sind. Über diesen Verbindungskanal 12 kann der Zuführkanal 11
mit der Ausspritzöffnung 9 des Mundstückes 2 verbunden werden. Dazu
weist der im wesentlichen in axialer Richtung verlaufende Verbindungs
kanal 12 eine radial gerichtete Austrittsöffnung 15 auf, die sich bis zur
Mantelfläche des Kanales 6 erstreckt. In der Schließstellung der Schließ
nadel 7 gemäß Fig. 1 ist die radiale Austrittsöffnung 15 so in der Schließ
nadel 7 eingearbeitet, daß sich deren vordere, der freien Stirnfläche 14 der
Schließnadel 7 zugewandte Kante 16 im Bereich der Wandung des Kanales 6
zwischen dem Mundstück 2 und dem Zuführkanal 11 befindet. Während die
hintere der Stirnfläche 14 abgewandte Kante 17 der radialen Austritts
öffnung 15 hinter der Vorderkante 18 des Zuführkanales 11 angeordnet ist,
so daß sich in dieser Stellung der Schließnadel 7 die radiale Austrittsöff
nung 15 zumindest geringfügig mit dem Zuführkanal 11 überdeckt. Der axiale
Abstand der vorderen Kante 16 der radialen Austrittsöffnung 15 von der freien
Stirnfläche 14 der Schließnadel 7 ist größer als der kleinste axiale Abstand
zwischen der Vorderkante 20 des Zuführkanales 10 und der Vorderkante 18 des
Zuführkanales 11 aber kleiner als der größte axiale Abstand zwischen der Vor
derkante 20 des Zuführkanales 10 und der Hinterkante 21 des Zuführkanales
11 ausgebildet. Dadurch ist es, wie weiter unten erläutert,
möglich, die beiden Zuführkanäle 10, 11 sowohl getrennt als auch ge
meinsam mit der Ausspritzöffnung 9 in Strömungsverbindung zu bringen.
In der Fig. 1 befindet sich die Schließnadel 7 in ihrer Schließstellung,
in der sie mit ihrer kegelförmigen Stirnfläche 14 am Mundstück 2 anliegt.
Die Öffnungen 13 sind geschlossen. Die Form 4 ist leer und für einen neuen
Spritzvorgang bereit. In dem Zuführkanal 10 befindet sich treibmittelhal
tiger Kunststoff "B", und der Zuführkanal 11 ist mit treibmittelfreiem
Kunststoff "A" gefüllt, wobei der treibmittelfreie Kunststoff "A" durch
die geringfügige Überdeckung des Zuführkanales 11 mit dem Verbindungs
kanal 12 auch denselben ausfüllt.
Zur Einleitung des Spritzvorganges wird die Schließnadel 7 durch den Ver
schiebeantrieb 8 aus ihrer Stellung gemäß Fig. 1 in die Stellung der
Fig. 2 bewegt. Dadurch werden die Öffnungen 13 freigegeben und der Ver
bindungskanal 12 ist vollflächig an den Zuführkanal 11 angeschlossen,
so daß treibmittelfreier Kunststoff "A" über den Verbindungskanal 12
und die Öffnungen 13 in den Kanal 6 und von hier über die Ausspritzöff
nung 9 in den Formhohlraum 5 der Form 4 gelangen kann. Nach der Einspritzung
einer vorgegebenen Menge des Kunststoffes "A" in den Formhohlraum 5 wird
die Schließnadel 7 allmählich in die Stellung gemäß Fig. 3 bewegt.
Unter gleichzeitiger Einspritzung von kompaktem Kunststoff "A" dringt
nun treibmittelhaltiger Kunststoff "B" aus dem Zuführkanal 10 in das
Zentrum des kompakten Kunststoffes "A" und strömt mit diesem aus dem
Kanal 6 über die Ausspritzöffnung 9 in den Formhohlraum 5 der Form 4.
Da in dieser Stellung der Schließnadel 7 der Zuführkanal 11 den Ver
bindungskanal 12 nur teilweise überdeckt, ist der Anteil an kompaktem
Kunststoff "A" gering. Mit der weiteren Bewegung der Schließnadel 7 wird
der Zuführkanal 11 vollständig geschlossen, so daß jetzt nur treib
mittelhaltiger Kunststoff "B" in den Formhohlraum 5 strömt, wobei sich
an der Wandung des Formhohlraumes 5 eine dünne Schicht aus kompaktem
Kunststoff "A" ausbildet. Dies wird dadurch erreicht, daß sich im nor
malerweise drucklosen Formhohlraum 5 der treibmittelhaltige Kunststoff
"B" ausdehnen bzw. aufschäumen kann.
Sobald sich eine vorgegebene Menge des Kunststoffes "B" im Formhohl
raum 5 befindet, wird die Schließnadel wieder allmählich über die
Stellungen der Fig. 3 und 2 in die Stellung gemäß Fig. 1 bewegt. Dabei
nimmt der Anteil an treibmittelhaltigem Kunststoff "B" ab, während die
Menge des treibmittelfreien Kunststoffes "A" zunimmt. In der Stellung
der Schließnadel 7 gemäß Fig. 1 sind die Öffnungen 13 und damit der Kanal
12 wieder verschlossen. Nach dem Erkalten und Entfernen des im Form
hohlraum 5 gebildeten Formkörpers kann die Form 4 entleert werden, die
danach wieder zur Bildung eines neuen Formkörpers in der beschriebenen
Weise zur Verfügung steht. Die einzelnen Stellungen der Schließnadel
7 gemäß den Fig. 1 bis 4 können in an sich bekannter Weise durch den
hydraulischen Verschiebeantrieb 8 vorgegeben werden. In Abänderung des
gezeichneten Ausführungsbeispieles ist es möglich, den Kanal 12 zen
trisch im kegelförmigen Endstück der Schließnadel 7 münden zu lassen,
wobei jedoch in der Stellung der Schließnadel 7 gemäß Fig. 1 keine
Überdeckung zwischen dem Zuführkanal 11 und dem Verbindungskanal 12 vor
handen sein darf. Der Kanal 12 ist im Bereich der kegelförmigen Stirn
fläche 14 dann entweder offen ausgebildet oder mit einem Rückschlagventil
versehen.
Wenn die beiden Zuführkanäle 10, 11 nicht oder nicht ausreichend win
kelversetzt gegeneinander angeordnet sind, muß der kleinste axiale Ab
stand zwischen den Kanten 18, 19 derselben größer als die axiale Aus
dehnung der radialen Austrittsöffnung 15 ausgebildet sein.
Durch Wahl einer entsprechenden Querschnittsform der Austrittsöffnung 15
und/oder des Zuführkanales 11 kann die Zunahme oder Abnahme des freien
Strömungsquerschnitts beim Öffnen oder beim Schließen des Zuführkanales 11
beeinflußt werden. Dies kann sich vorteilhaft beim Übergang von treibmit
telfreiem Kunststoff "A" auf treibmittelhaltigen Kunststoff "B" auswirken.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Herstellung von Kunststoff-Formkörpern mit einer
kompakten Außenhaut aus treibmittelfreiem Kunststoff und mit einem
porigen Kern aus treibmittelhaltigem Kunststoff, bestehend aus einem
an eine Form zum Anliegen bringbaren Spritzkopf mit einem in eine
Ausspritzöffnung übergehenden Kanal, zwei mit axialem Abstand von
der Auspritzöffnung und voneinander in den Kanal mündenden Zuführkanälen
für die beiden Kunststoffe sowie einer axial im Kanal verschiebbaren
Schließnadel, mit der die beiden Zuführkanäle vom Kanal abtrennbar
und die Ausspritzöffnung durch eine Stirnfläche absperrbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Schließnadel (7) ein im wesentlichen in axialer Richtung
verlaufender Verbindungskanal (12) angeordnet ist, der einerseits
aus der Stirnfläche (14) und andererseits - in Schließstellung
der Schließnadel (7) in axialer Richtung von der Aus
spritzöffnung (9) aus radial vor dem entfernteren Zuführ
kanal (11) aus der Schließnadel (7) austritt und daß die vordere Kante
(16) der inneren radialen Austrittsöffnung (15) des Verbindungskanals
(12) von der freien Stirnfläche (14) der Schließnadel (7) einen Abstand
aufweist, der einerseits größer als der kleinste axiale Abstand zwischen
der Vorderkante (20) des Zuführkanales (10) und der Vorderkante (18) des
Zuführkanales (11) und andererseits kleiner als der größte axiale Abstand
zwischen der Vorderkante (20) des Zuführkanales (10) und der Hinter
kante (21) des Zuführkanales (11) ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Zuführkanäle (10 und 11) winkelversetzt gegeneinander
angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die axiale Ausdehnung der Austrittsöffnung (15) kleiner als
der kleinste Abstand zwischen den Kanten (18, 19) der beiden
Zuführkanäle (10 und 11) ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die hintere Kante (17) der inneren radialen Austrittsöffnung (15)
des Verbindungskanales (12) in der geschlossenen Stellung der Schließ
nadel (7) einen Abstand von der freien Stirnfläche (14) der Schließ
nadel (7) aufweist, der größer als der Abstand der Vorderkante (18)
des Zuführkanales (11) von der freien Stirnfläche (14) der Schließ
nadel (7) ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verbindungskanal (12) über mindestens zwei Öffnungen (13)
in der freien Stirnfläche (14) der Schließnadel (7) mündet.
Priority Applications (1)
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| DE19823247000 DE3247000A1 (de) | 1982-12-18 | 1982-12-18 | Vorrichtung zur herstellung von kunststoff-formkoerpern |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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Family Applications (1)
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- 1982-12-18 DE DE19823247000 patent/DE3247000A1/de active Granted
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