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DE2910006C2 - Photochromes Alkali-Bor-Aluminium-Silikatglas - Google Patents

Photochromes Alkali-Bor-Aluminium-Silikatglas

Info

Publication number
DE2910006C2
DE2910006C2 DE2910006A DE2910006A DE2910006C2 DE 2910006 C2 DE2910006 C2 DE 2910006C2 DE 2910006 A DE2910006 A DE 2910006A DE 2910006 A DE2910006 A DE 2910006A DE 2910006 C2 DE2910006 C2 DE 2910006C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glass
photochromic
temperature
sio
irradiation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2910006A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2910006A1 (de
Inventor
George Bigelow Hares
David Lathrop Morse
Thomas Philip Seward Iii
Dennis Wayne Corning N.Y. Smith
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Corning Glass Works
Original Assignee
Corning Glass Works
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Corning Glass Works filed Critical Corning Glass Works
Publication of DE2910006A1 publication Critical patent/DE2910006A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2910006C2 publication Critical patent/DE2910006C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C4/00Compositions for glass with special properties
    • C03C4/04Compositions for glass with special properties for photosensitive glass
    • C03C4/06Compositions for glass with special properties for photosensitive glass for phototropic or photochromic glass
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S501/00Compositions: ceramic
    • Y10S501/90Optical glass, e.g. silent on refractive index and/or ABBE number
    • Y10S501/903Optical glass, e.g. silent on refractive index and/or ABBE number having refractive index less than 1.8 and ABBE number less than 70

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)
  • Eyeglasses (AREA)
  • Surface Treatment Of Glass (AREA)

Description

O bis 2,5% Li2O
O bis 9% Na2O
O bis 17% K2O
O bis 6% Cs2O
8 bis 20% Li2O + Na2O + K2O + Cs2O 14 bis 23% B2O3
5 bis 25% Al2O3
O bis 25% P2OS
20 bis 65% SiO2
0,004 bis 0,02% CuO
0,15 bis 0,3% Ag
0,1 bis 0,25% Cl und
0,1 bis 0,2% Br
enthält, wobei das Molverhältnis Alkalimetalloxid: B2O3 = 0,55 bis 0,85 beträgt, wenn die Zusammensetzung frei von zweiwertigen Metalloxiden außer CuO ist, und das Gewichtsverhältnis Ag:(Cl + Br) = 0,65 bis 0,95 beträgt.
2. Glas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der P2O5-Gehalt nicht mehr als 5%, der SiO2-Gehalt 45 bis 63% und das Molverhältnis (Alkalimetalloxid - Al1O3): B2Oj = 0,25 ois 0,4 beträgt.
3. Glas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es ferner bis zu insgesamt 10 -"iew.-% eines oder mehrerer der Bestandteile
Fähigkeit zur chemischen Verfestigung besitzt, die Grundglaszusammensetzung, in Gew,-%
10
15
20
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
bis zu
6% ZrO2
3% TiO2
0,5% PbO
7% BaO
4% CaO
3% MgO
6% Nb2O5
4% La2O3
2% F
40
45
enthält.
4. Glas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anteile CuO, Ag, Cl, Br
0,005 bis 0,011% CuO
0,175 bis 0,225% Ag
0,12 bis 0,225% Cl
0,1 bis 0,15% Br
50
5, Glas nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es ferner bis zu 6% ZrO2 und/oder bis zu 6% Nb2O5 enthält und das Molverhältnis (Alkalimetalloxid - Al2O3 - ZrO2 und/oder Nb2O5): B2O3 = 0,25 bis 0,4 beträgt.
6, Glas nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es einen für ophthalmische Anwendungen geeigneten Brechungsindex aufweist, wenigstens 4 Kationen-% L12O und/oder Na2O enthält, und die Fähigkeit zur chemischen Härtung besitzt.
7, Glas nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Brechungsindex von 1,523 aufweist, die
55
60
65
SiO2 56,46 0,006
Al2O3 6,19 0,207
B2O3 18,15 0,166
Li2O 1,81 0,137
Na2O 4,08
K2O 5,72
ZrO2 4,99
TiO2 2,07
und an photochromen Komponenten, analytisch in
Gew.-%,
CuO
Ag
Cl
Br
enthält.
8. Glas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es ferner bis zu insgesamt 1% Übergangsmetalloxide und/oder bis zu insgesamt 5% Metalloxide seltener Erden als Farbgeber enthält
9. Glas nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Glas frei von Li2O und/oder Na2O ist.
Aus der grundlegenden US-PS 32 08 860 ist photochromes Glas bekannt, welches unter dem Einfluß aktinider Strahlen, meist im ultravioletten Bereich, dunkler wird oder eine Farbänderung erfahrt, aber nach Strahlungsentzug wieder aufhellt. Nach der Lehre dieser Patentschrift enthält das Glas Kristalle eines Silberhalids, insbesondere Silberchlorid, -bromid oder -jodid, die als Ursache für den photochromen Effekt verwendet werden. Als geeignete Gläser werden Silikatgläser bezeichnet, vorzugsweise des Alkalimetalloxid-Al2O3-B2O3-SiO2 Systems, insbesondere 4-26% R2O, 4-26% Al2O3, 4-26% B2O3, 40-76% SiO2, worin R2O 2-8% Li2O, 4-15% Na2O, 6-20% KiO, 8-25% Rb2O, 10-30% Cs2O ist und die Summe der Grundglasbestandteile wenigstens 85% der Gesamtzusammensetzung ausmachen soll. Als günstig werden ferner geringe Mengen bei niedrigen Temperaturen wirksamer Reduziermittel zur Verbesserung der photochromen Eigenschaften angesehen, wie SnO, FeO, CuO, As2O3, Sb2O3. Wesentlich für den photochromen Effekt ist wenigstens ein Halid in der jeweiligen Mindestmenge 0,2% Cl, 0,1% Br, 0,08% I und Silber in der Menge von 0,2% wenn das Halid Cl, 0,05% wenn es Br und 0,03%wenn es I ist. Wenn das photochrome Glas durchsichtig sein soll ist die Höchstmenge Silber 0,7% und die Höchstmenge aller Haiide 0,6%.
Ein wichtiges Anwendungsgebiet ist die Verwendung als Brillenglas, sowohl mit Korrektur, als auch für einfache Sonnenbrillen, wobei die Zusammensetzung häufig die der US-PS 32 08 860 ist:
SiO2 55,6%
B2O3 16,4
8,9
2,65
1,85
0,01
6,7
0,2
5,0
2,2
Al2O3
Li2O
Na2O
K2O
BaO
CaO
PbO
ZrO
Ag
CuO
Ol
Br
0,16
0,035
0,24
0,145
0,19
Angestrebte Eigenschaften sind gute photochrome und ophthalmische Eigenschaften, die Fähigkeit zur £ chemischen Härtung, gute Schmelz- und Formfähig-I keit, wobei oft Kompromisse hinsichtlich all dieser
j Eigenschaften erforderlich werden, wie das auch bei \ dem Glas der US-PS 32 08 860 der Fall ist
^ Zu beachten ist die Abhängigkeit des photochromen
1J? Verhaltens von der Glastemperatur und der Intensität 1 der einfallenden aktinidcn Bestrahlung. Unter sonst
v gleichen Verhältnissen wird ein bei niedriger Temperatur bestrahltes Glas dunkler, weniger durchlässig als bei t, höheren Temperaturen. Auch ist zu bedenken, daß die g,- Intensität der Bestrahlung mit natürlichem Sonnenlicht jl* sehr unterschiedlich ist, je nach der Jahreszeit, der geo-'· graphischen Breite (Deklimationswinkel), der Bewölkung, Schneedecke, Luftmasse u. s. f.
j; Einige photochrome Gläser dunkeln in D«;ken von
\ 2 mm durch Sonnenbestrahlung bei niedrigen Tempe- [', raturen, z.B. -18°C, auf eine Durchlässigkeit von ' weniger als 1%. Diese Durchlässigkeit ist geringer, als [ die von gewöhnlichen Sonnenbrillen aus eingefarbtem Glas, deren Durchlässigkeit noch 15% beträgt. Eine '_, derart starke Dunklung kann den Brillenträger gefähr- f den.
Die Durchlässigkeit ist auch zum Teil von der Glasdicke abhängig. Die bekannten photochromen Gläser folgen streng genommen nicht Bouguer's Gesetz, weil die photochromen Partikel aktinide Strahlen absorbieren. Das ist von Bedeutung, weil ophthalmische Glasteile bisweilen dicker als die üblichen 2—3 mm sein müssen.
Würde Bouguer's Gesetz gelten, so müßten dicke Linsen, z. B. 4 mm oder mehr, im gedunkelten Zustand , sehr niedrige optische Durchlässigkeiten zeigen, besonders bei niedrigen Temperaturen. Obwohl Bouguer's Gesetz nicht streng gilt, werden dickere Gläser noch dunkler als dünne Gläser. Aus diesem Grunde wurde es ; als ratsam angesehen, die Mindestdurchlässigkeit 2 mm ':' dicker Gläser im gedunkelten Zustand bei niedrigeren ; Temperaturen auf etwa 15% zu begrenzen.
- Aufgabe der Erfindung sind photochrome und poten- : tiell photochrome Gläser, welche ohne Beeinträchtigung der fur ophthalmische Zwecke erforderlichen physikalischen Eigenschaften für diese Anwendung günstigere Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich der Dunklung und Aufhellung in einem breiten Temperaturbereich Oieten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das eingangs erwähnte Glas in Gewichtsprozent auf Oxidbasis
0 bis 2,5% Li2O
0 bis 9% Na2O
0 bis 17% K2O
0 bis 6% Cs2O
8 bis 20% Li2O + Na2O + K2O + Cs2O
14 bis 23% B2O3
5 bis 25% Al2O5
20 bis 65% SiO2
0,004 bis 0,02% CuO
0,15 bis 0,3% Ag
0,1 bis 0,25% Cl und
0,1 bis 0,2% Br
enthält, wobei das Molverbältnis Alkalimetall» oxid: B?O3 = 0,55 bis 0,85 beträgt, wenn die Zusammensetzung frei von zweiwertigen Metalloxfden außer CuO ist, und das GewicbtsverbäUnis Ag: (Cl + Br) = 0,65 bis 0,95 beträgt.
Die in dem vorstehenden erfindungsgemäßen °las enthaltenen Komponenten sind erforderlich und wesentlich. Nichtsdestoweniger können geringere Mengen anderer Bestandteile, die die wesentlichen chemischen und physikalischen Eigenschaften des Glases nicht verändern, enthalten sein.
Weitere günstige Ausgestaltungen ergeben.sich" aus der Beschreibung und den Ansprüchen. Insbesondere ist z. B. eine solche günstige Eigenschaft die Fähigkeit zur chemischen Härtung.
Diese Gläser sind gegenüber dem im folgenden kurz umrissenen Stand der Technik technisch fortschrittlich und werden durch ihn auch nicht nahegelegt
Die US-PS 38 34 912 behandelt photochromes Glas aus 14,2-43% B2O3,29-73% PbO, 0-15% Erdalkalioxiden, 0-8% Alkalioxiden, sowie 0-23% ZrO2, Al2O3, und/oder ZnO. AgCl, AgBr, und/oder A^I Kristalle verleihen photochrome Eigenschaften, als Sensibilisatoren werden 0,8%CuO und/oder bis zu 0,05%Cr2O3 erwähnt.
Die US-PS 38 76 436 beschreibt Gläser aus wenigstens 17% P2O5,9-34% Al2O3, nicht mehr als 40% SiO2, nicht mehr als 19% B2O3, und wenigstens 10% Alkalioxiden, sowie AgCI, AgBr, AgI.
Nachteilig ist die schwierige Schmelz- und Formbarkeit und geringe Beständigkeit der Bleiboratgläser. Die Phosphatgläser leiden ebenfalls an geringer Beständigkeit und zeigen zwar schnelle Aufhellung, dunkeln aber bei -18° C in 2 mm Dicken bis unter 5% Durchlässigkeit.
In der Literatur behandelt werden auch die wegen i hrer sonstigen physikalischen Eigenschaften (Schmelz- und Formbarkeit) günstigen Aluminiumborsilikate, mit dem Bestreben auch ihre photochromen Eigenschaften zu verbessern und andere Zusätze als Silberhalide zu versuchen, z. B. Kupfer- und/oder Cadmiumhalid, US-PS 33 25 299, die jedoch nicht praktisch geworden sind, sodaß man wieder zu den Silberhaliden auch in diesem Glassystem zurückkehrte, vgl. die FR-PS 23 20 913, die sich mit Augenlinsenglas für Kraftfahrer bei Nachtfahrt befaßt. Die dort beschriebenen Gläser haben in 2 mm Dicke für sichtbares Licht Sättigungsdurchlässigkeiten von 40—45% und sollen bei 200C vom gedunkelten Zustand nach höchstens 30 Minuten auf eine sichtbare Durchlässigkeit von mindestens 80% aufhellen.
Ihre Zusammensetzung in Gew.-% ist:
SiO2
B2Oj
AI7O3
ZrO2
MgO
BaO
Li2O
Na2O
K2O
45-62%
9-22%
4-14%
0-4,2%
0-2,8%
3-10,5%
0,8-4,6%
0,3-10%
0-10%
0-1%
Als besonders kritisch wird die Einhaltung der Komponenten in den Grenzen bezeichnet.
Ag2O 0,195-0,265%
CuO 0,026-0,0^8%
PbO 2,76-5,50%
Cl 0,220-0,450%
Br 0.080-0.200%
Ferner wird zum Halidgehalt bemerkt: gesteigerte Anteile Brcmid und/oder Chlorid erhöhen die Aufhellungsgeschwindigkeit nicht und wirken verschlechternd auf die Dunklungsfähigkeit, d. h. ihre Durchlässigkeit sinkt weniger stark.
Die US-PS 40 18 965 behandelt Gläser, die zurchemischen Verfestigung und zum Ziehen zu Glasbahnen geeignet sein sollen. Sie enthalten:
SiO2 54-66%
Al2O3 7-15%
B2O3 10-25%
Li2O 0,5-4%
Na2O 3,5-15%
K2O 0-10%
PbO 0-3%
Ag 0,1-1%
Cl 0,1-1%
Br 0-3%
P n_2 5%
CuO 0.00*8-0.16%
Li2O + Na2O+ K2O 6-16%
Wahlweise werden noch bis zu insgesamt 1% Übergangsmetalloxide und bis zu 5% Oxide seltener Erden als Farbgeber zugesetzt. Verbesserungsbedürftig ist die Aufhellungsgeschwindigkeit.
Bekannt ist auch ein photochromes Borsilikatglas für ophthalmische Korrekturlinsen der Zusammensetzung:
SiO2
B2O3
Al2O
Li2O
K2O
iMgO
BaO
PbO
ZrO2
Ag
Cl
Br
CuO
54.0%
16.5%
8,9%
2.37%
1.88%
2.42%
9.7%
0.6%
1.9%
0.14%
0.19%
0,59%
0.18%
0.015%
Keines der Ausfuhrungsbeispiele der DE-OS 27 03 884 fällt genau in den Bereich der erfindungsgemäßen Glaszusammensetzungen.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß alle bekannten photochromen Gläser nicht die erfindungsgemäße Aufgabe lösen können.
Bei den zur Lösung dargestellten Aufgabe durchgeführten Versuchen waren einige besonders empfindliche Versuchsgeräte von Nutzen. Anstelle der bisher
ίο weitgehend üblichen ultravioletten Bestrahlung wurde eine realistischere, dem Sonnenspektrum genauer entsprechende Strahlungsquelle (»Sonnensimulator«) nach US Ser.-No. 83 > 496 eingesetzt.
Eine 150 Watt Xenon-Bogenlampe mit einem Filter erzeugt eine gute Annäherung an das Sonnenspektrum, besonders im ultravioletten, blauen und roten Bereich. Das Infrarotband wird mit einer Wasserschicht so gedämpft, daß es nach Intensität und Spektrum weitgehend der Sonnenstrahlung entspricht. Die Intensität dieser Lichtquelle wurde so eingestellt, daß die Dunklung identisch mit der Dunklung einiger bekannter photochromer Gläser, US-PS 32 08 860, siehe oben, an einem wolkenfreien Frühsommertag in Corning, N.Y., USA (Luftmasse ca. 1,06), war. An zahlreichen weiteren photochromen Gläsern wurde die gute Übereinstimmung bestätigt. Zur kontinuierlichen Messung der gedunkelten Durchlässigkeit der Glasproben diente der zerhackte Lichtstrahl von einer Wolfram-Halogenlampe mit einer PIN-Silizium-Photodiode als Detektor und einem Demodulator. Durch Einsetzen geeigneter Farbfilter in den Strahlengang wurden der Spektralbereich der Strahlenquelle, die Empfindlichkeit des Detektors und der Filterübertragung an den spektralen Empfindlichkeitsbereich des menschlichen Auges angepaßt. Die Vorrichtung wurde mit einem Rechner gekoppelt, sodaß der gesamte Versuch weitgehend automatisch ablief.
Zwei Beispiele zeigen Versuchsergebnisse für bekannte Gläser(A und B) in 2 mm Dicke, wobei T^die gedunkelte Durchlässigkeit und T^ die Durchlässigkeit 5 Minuten nach Strahlungsentzug bezeichnet.
Dieses Glas zeigt gute Dunklung und Aufhellung bei Zimmertemperatur, aber dunkelt nicht genug bei höherer Temperatur.
Aus der DE-OS 27 03 884 sind schließlich durchsichtige, photochrome Alkali-Bor-Aluminium-Silikatgläser bekannt, in denen Silberhalogenidkristalle enthalten sind. Die erfindungsgemäßen Gläser weisen mit den Gläsern dieser Vorveröffentlichung eine gewisse Überlappung auf. Verschiedene Merkmale unterscheiden jedoch den Anmeldungsgegenstand grundlegend von der Vorveröffentlichung:
Zur Erzielung der optimalen photochromen Eigenschaften einschließlich weitgehender Temperaturunabhängigkeit muß eine komplexe Verhältniskombination von Glaszusammensetzung und photochromen Komponenten und zwischen den einzelnen photochromen Komponenten untereinander eingehalten werden. Die DE-OS 27 03 884 enthält weder einen diesbezüglichen Hinweis auf die Aufgabenstellung noch viel weniger einen Hinweis auf das Molverhältnis Alkalimetalloxid: B2O3 und das Gewichtsverhältnis Ag : (Cl + Br).
Die Gläser gemäß der DE-OS 27 03 884 müssen nicht notwendigerweise Br oder CuO enthalten. Demgegenüber sind Br und CuO unabdingbare Bestandteile der ·:· rfindungsgemäßen Glaszusammensetzung.
Glas A Be T0 Tf5 Glas B Be Min. T0 T*
45 Be- Strah Be- strah- 20
strah- lungs- strah- lungs- 20
lungs- dauer lungs- tempe- dauer 20
tempe- ratur 20
ratur Min. % % in-C % %
50 in= C 20 62 86 40 58.5 76,5
40 30 41 70 20 47 61
20 30 23.5 46.5 0 37.5 47,5
0 60 13 22 -18 31.5 37,5
55 -18
Hieraus ist zu entnehmen: Beide Gläser dunkeln stärker bei niedriger Temperatur. Das Glas A dunkelt bei hoher Temperaur nicht sehr, aber sehr stark bei niedriger Temperatur. Es hellt schneller auf als Glas B. Beide Gläser hellen bei niedrigen Temperaturen nur langsam auf, wenn auch ein gewisser Ausgleich durch meist gleichzeitige Erwärmung erfolgt, z. B. beim Eintritt in einen geheizten Raum von kalter Außentemperatur kommend.
Die Tabelle I enthält verschiedene Ansätze, weiche die erfindungsgemäßen Bedingungen, insbesondere die Bedeutung des molaren Verhältnisses Aikalimetalloxi-
de : B2O3 und das Verhältnis des Alkaligehaltes zu den photochromen Komponenten erläutern. Die Ansätze sind in Gew.-% auf Oxidbasis nach dem Ansatz errechnet, bis auf die a'.s Halide berichteten Anteile, deren Kationenpartner unbekannt sind. Silber ist wie üblich als Metall, Ag berichtet. Da die Summe aller Bestandteile annähernd 100 ergibt, können die Angaben als in Gew.-1Vi angegebene betrachtet werden.
Die Ansatzbestandteile können aus beliebigen, beim Schmelzen die Oxide in den angegebenen Anteilen ergebenden Stoffen bestehen. Der Einfachheit halber wurden die Halide in Form von Alkalihaliden, Silber ais AgNO3 oder Ag2O zugesetzt.
Die Ansatzbestandteile wurden zur Erzielung einer homogenen Schmelze in der Kugelmühle gemahlen und in Platintiegel gegeben, diese abgedeckt und in einen Laborofen der Temperatur 1450° C gegeben und während drei Stunden unter Rühren geschmolzen. Es wurden Ansätze von 0.9 und von 9.0 kg geschmolzen.
Tabelle I
ίο
Die Schmelzen wurden auf Stahlplatten zu 10,2 X 20,3 x 0,8 cm großen Stücken gegossen und diese in einen Anlaßofen bei 375° C gelegt. Da Anteile verdampfen, wurden zahlreiche Analysen der Halide und des Silbergehaltes vorgenommen.
Größere Ansätze können ohne weiteres in kontinuierlichen Schmelzwannen und dergleichen geschmolzen und, wenn ophthalmische Linsen hergestellt werden sollen, in bekannter Weise zu Linsenrohlingen gepreßt werden. Die Verflüchtigung von Silber und Haliden beim Schmelzen in großen Mengen kann unter 20%, und mit einiger Sorgfalt unter 10% gehalten werden.
Zur Erläuterung möglicher Abwandlungen sind die Grundglasbestandteile (ohne die photochromen Komponenten Ag, Cl, Br, CuO) in der Tabelle IA in Kationen und in der Tabelle IB in Mol. angegeben. Die Tabelle IB verzeichnet auch das Molverhältnis der Alkalimetalloxide (R2O) : B2Oj und das Molverhältnis : B,O,.
1 2 3 4 5 6 7 8 9
SiO2 62,76 62,74 62,71 62,69 62,66 62,84 62,92 63,00 63,08
Al2O3 9,49 9,49 9,48 9,48 9,48 9,50 9.51 9,53 9,54
Li2O 1,85 1,85 1,85 1,85 1,85 1,86 1,86 1,86 1,86
Na2O 3,85 3,52 3,20 2,88 2,56 3,85 3,86 3,86 3,86
K2O 5,84 5,84 5,84 5,84 5,84 5,36 4,88 4,40 3,92
B2O3 16,20 16,55 16,91 17,26 17,61 16,58 16,96 17,35 17,73
CuO 0.012 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012
Ag 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3
Cl 0,18 0,18 0.18 0,18 0,18 0,18 0,18 0,18 0,18
Br 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2
Tabelle IA
1 2 3 4 5 6 7 8 9
SiO2 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5
AI2O3 9,0 9,0 9,0 9,0 9,0 9,0 9.0 9,0 9,0
Li2O 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0
Na2O 6,0 5,5 5,0 4,5 4,0 6,0 6,0 6,0 6,0
K2O 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 5,5 5,0 4,5 4,0
B2O3 22,5 23,0 23,5 24,0 24,5 23,0 23,5 24,0 24,5
Tabelle IB
1 2 3 4 5 6 7 8 9
SiO2
AI2O3
Li2O
Na2O
K2O
B2O3
R2O:
B2O3
(R2O-
Al2O3):
B2O3
67,1
6,0
4,0
4,0
4,0
14,9
0,80
67,1 6t0 4,0 3,6 4,0
15,3 0,76
67,1 6,0 4,0 3,3 4,0
15,6 0,72
0,37 0,34
67,1 6,0 4,0 3,0 4,0
67,1
6,0
4,0
2,6
4,0
67,1
6,0
4,0
4,0
3,6
15,3
0,76
67,1
6,0
4,0
4,0
3,3
15,6
0,72
67,1
6,0
4,0
4,0
3,0
15,9
0,69
0,28 0,37
67,1 6,0 4,0 4,0 2,6
16,3 0,65
0,31 0,28
Zur genauen Regelung des Wachstums der ausgefällten Silberhalidphase zwecks möglichst gleichförmiger photochromer Eigenschaften werden die Gläser meist einer Wärmebehandlung unterworfen. Das photochrome Verhalten eines Glases hängt von seiner Wärmegeschichte ab. Meist erfolgt sie in einem zwischen der Transformationstemperatur und der Erweichungstemperatur des Glases liegenden Bereich. Die Geschwindigkeit des Ausfällungswachstums hängt von der Temperatur ab. Sie ist, soweit die Löslichkeitstemperatur nicht überschritten wird bei höheren Temperaturen größer. Jedoch muß darauf geachtet werden, daß die Partikel nicht zu einer Trübung oder nur durchscheinenden Aussehen verursachenden Größe wachsen. Bisweilen wird eine kernbildende Vorbehandlung bei niedrigerer Temperatur einer Ausfällungsbehandlung bei höherer Temperatur vorausgeschickt. Eine solche zweistufige Behandlung ergibt meist eine gleichmäßigere Kristallbildung. Wahrscheinlich werden die Partikel ak flüssig? Tropfen ausgefällt, die dann bei Temperaturen unter 450° C auskristallisieren, während das Glas nach der Wärmebehandlung auf Zimmertemperatur abkühlt.
Die Glaszusammensetzung der Tabelle I wurde derart zweistufig behandelt, Die Proben wurden auf 5500C erhitzt, etwa 30 Min. gehalten, dann auf 650° C erhitzt und etwa 30 Min. gehalten. Die Tabelle IC berichtet die photochromen Eigenschaften für 2 mm dicke, geschliffene und polierte Platten der Beispiele nach Tabelle I nach Bestrahlung mit dem Sonnensimulator bei Temperaturen von etwa 27 und 38° C. In der Tabelle IC bezeichnet Τβ,0 die gedunkelte Durchlässigkeit des Glases nach 10 Min. Bestrahlung, TR die Durchlässigkeit 5 Min. nach Bestrahlungsende, und Τη—Tßio die Aufhellung nach 5 Min. (5-Minutenaufhellung, ein oft gebrachter Wert Tür die Aufhellungsgeschwindigkeit).
Fortsetzung 1 2 3 4 5 6 7 8 9
38° C Bestrahlungf»- % % % % % % % % %
temperatur 51 51 53 64 74 53 51 58 71
5 Tßio 63 77 83 88 91 77 83 86 90
17 26 30 24 17 24 32 28 19
Tn-T0IO 1 2 3 4 5 6 7 8 9
IO -18° C Bestrahlungs % % % % % % % % %
temperatur
Eine weitere Gruppe Zusammensetzungen der Tabelle 1 wurde nur einstufig wärmebehandelt. Die Tabelle ID zeigt die photochromen Eigenschaften die ser Körper, die auf 660° C erhitzt, 30 Min. gehalten und dann schnell auf Zimmertemperatur abgekühlt wurden. Die MeSSU
geführt.
wurden
bei 27 38
nd —18° C durch
Tabelle ID
25 27° C Bestrahlungs 1 1 2 3 4 5 6 7 8 9
temperatur % % % % % % % % % %
Tßio 54 54 42 50 59 43 38 43 58
Tn 60 64 72 83 88 63 70 77 87
in τ τ
Ir—Ißlo
6 19 30 33 29 20 32 34 29
38° C Bestrahlungs 2 3 4 5 6 7 8 9
temperatur % % % % % % % %
57 51 52 64 71 48 47 56 69 67 75 81 88 91 73 79 84 90 10 24 29 24 20 25 32 28 21
Tabelle IC
27° C Bestrahlungs- 1 temperatur ot.
Tdio
TFS
23456789
48 43 38 48 62 45 38 44 60
57 65 76 83 88 66 75 79 87
9 22 38 35 26 21 37 35 27 -18° C Bestrahlungs-1 2 3 temperatur oA % oA
5 6 7 8 9
TD/0 55 42 32 23 18 41 33 29 19
Die Tabelle IE zeigt die Zusammensetzung in Gew.-% nach Fluorescenzanalyse mit Röntgenstrahlen und das Gewichtsverhältnis Ag: (Cl+Br).
Tabelle IE
CuO 0,011 0,009 0,009 0,010 0,009 0,008 0,011 0,009 0,009
Ag 0,194 0,193 0,187 0,184 0,184 0,192 0,189 0,186 0,186
Cl 0,122 0,126 0,111 0,119 0,112 0,117 0,123 0,113 0,127
Br 0,115 0,108 0,104 0,102 0,100 0,111 0,109 0,106 0,109
Ag: (Cl + Br) 0,82 0,82 0,87 0,83 0,86 0,84 0,81 0,815 0,79
Die Tabellen zeigen, daß bei sonst gleicher Glaszusammensetzung und gleichem Gehalt der photochromen Komponenten das Verhältnis Alkalimetalloxid : B2O3 (Molverhältnis) einen sehr großen Einfluß auf die photochromen Eigenschaften hat. Gläser mit hohem Alkalimetalloxidgehalt (Beispiel 1) zeigen niedrige Aufhellungsgeschwindigkeit, während Gläser mit niedrigem Alkaligehalt (Beispiele 5 und 9) schnell auf-
hellen aber nicht sehr stark dunkeln. Die Tabelle ID zeigt den Einfluß des Alkaligehaltes auf das Glasverhalten bei niedriger Temperatur und hoher Temperatur, d. h. Gläser mit niedrigem Alkalimetalloxidgehalt zeigen gewöhnlich eine starke Temperaturabhängigkeit. Der optimale Gesamtgehalt an Alkalimetalloxiden der Gläser nach Tabelle I liegt offenbar bei 17 Kationen-% bei einem Molverhältnis Alkalimetalloxide : B2O3 von
etsva 0,7-0,75. Gleichermaßen liegt das optimale Mol- Tabelle HB
verhältnis von Alkalimetalloxid-AI2O3: B2O3 bei etwa
0,31-0,35.
Die F i g. 1 und 2 erläutern ebenfalls den Einfluß des Alkaligehalts auf die photochromen Eigenschaften. Die an der Abszisse der F i g. 1 abgetragenen Beispiele 1-5 belegen die Wirkung von Veränderungen des Gesamtgehalts an Alkalimetalloxiden, R2O, insbesondere von Na2O. Eine entsprechende Wirkung zeigen die Beispiele 1 und 6—9 in der Fig. 2 für K2O. Hier bezeichnet T0 die Anfangsdurchlässigkeit des Glases, TO|0 die Durchlässigkeit nach 10 Min. mit dem Sonnensimulator bei 27° C. Tr bezeichnet die Durchlässigkeit bei 27° C 5 Min. nach Strahlungsentzug.
Die Einhaltung des Molverhältnisses R2O : B2O3 von 0,55-0,85 bei sonst gleicher Glaszusammensetzung ist für die Erzielung der erfindungsgemäß angestrebten Wirkungen wesentlich. Dieses Verhältnis übt seine Wirkung wahrscheinlich über eine Änderung der Borkoordination nach Wärmebehandlung aus. welche die Ausscheidung des Silberhalids in den Tür die optimale Ag : (Cl+Br). Dunklung ur,.i Aufhellung benötigten Mengen auslöst.
Wie oben erwähnt ist das Molverhältnis R2O-AI2O3 : B2O3 auch nützlich für die Einstellung der opti- Tabelle HC
malen Photochromizität. Wie die Erfahrung lehrte, ent- 25
stehen die günstigsten Dunklungs- und Aufhellungs-
eigenschaften bei einem Verhältnis von etwa 0,31—0,35. In den Beispielen 3 und 7 der Tabelle I beträgt dieses Verhältnis etwa 0,34.
Ein sehr wichtiger Gesichtsounkt ist die überrasehende Feststellung, daß die Temperaturabhängigkeit der Dunklung ohne Abnahme der Aufhellungsgeschwindigkeit durch Senken des Halidgehalts im Verhältnis zum Silbergehalt verringert werden kann.
Die Tabelle II zeigt verschiedene Ansätze in Gew.-%, die Tabelle HA die Grundzusammensetzung in Kationen-% und die Tabelle IIB dieselben in Mol.-%. Die Beispiele zeigen diesen Einfluß eines geringeren Halidgehalts auf die Temperaturabhängigkeit. Die Ansätze wurden wie in Beispiel I behandelt.
Tabelle II
10
12
13
SiO2 67,1 67,1 67,1 67,1
Al2Oi 6,0 6,0 6,0 6,0
B2O3 15,6 15,6 15,6 15,6
Li2O 4,0 4,0 4,0 4,0
Na2O 4,0 4,0 4,0 4,0
K2O 3,3 3,3 3,3 3,3
R2O : B2O3 0,72 0,72 0,72 0,72
R2O-Al2O2): 0,34 0,34 0,34 0,34
B2O3
Die Tabelle HC berichtet durch Röntgenanaljse ermittelte Zusammensetzungen der photochromen Komponenten in Gew.-% für die Beispiele 10—13.
ist dss Gewichtsvsrhältrjis
10
12
13
CuO 0,006 0,010 0,010 0,008
Ag 0,185 0,179 0,170 0,160
Cl 0,113 0,168 0,194 0,239
Br 0,107 0,102 0,093 0,084
Ag: (Cl+ Br) 0,84 0,66 0,59 0,50
10 11 12 13
SiO2 62,92 62,92 62,92 62,92
Al2O3 9,51 9,51 9,51 9,51
B2O3 16,96 16,96 16,96 16,96
Li2O 1,86 1,86 1,86 1,86
Na2O 3,86 3,86 3,86 3,86
K2O 4,88 4,88 4,88 4,88
CuO 0,012 0,012 0,012 0,012
Ag 0,3 0,3 0,3 0,3
Cl 0,18 0,24 0,30 0,42
Br 0,2 0,2 0,2 0,2
Tabelle ΠΑ
10 11 12 13
Die Glasplatten der Tabelle II wurden zur Entwicklung der photochromen Eigenschaften zweistufig warmbehandelt, nämlich erst auf 550° C erhitzt, 30 Min. gehalten, dann auf 675° C erhitzt und ebenfalls 30 Min. gehalten. Die Tabelle HD zeigt die photochromen Eigenschaften einer auf 2 mm geschliffenen und polierten Platte entsprechend den Beispielen 10—13 nach Bestrahlung mit dem Sonnensimulator bei 26, 37 und — 18° C. Του bezeichnet die gedunkelte Durchlässigkeit nach 15 Minuten Bestrahlung.
Tabelle HD 10 11 12 13
26° C Bestrahlungstemperatur 37%
72%
35%
42%
80%
38%
44%
78%
34%
50%
82%
32%
Tdio
Tr
Tr- Tdio
37° C Bestrahlungstemperatur 10 11
12
13
SiO2 50,5 50,5 50,5 50,5
Al2O3 9,0 9,0 9,0 9,0
B2O3 23,5 23,5 23,5 23,5
Li2O 6,0 6,0 6,0 6,0
Na2O 6,0 6,0 6,0 6,0
K2O 5,0 5,0 5,0 5,0
Tdio Tr Tr-Tdio 46% 58% 58% 61% 80% 87% 86% 86% 34% 29% 28% 25%
-180C BestrahlungstemperaturlO 11 12 13
33% 20,5% 18,5% 16,5%
Wie die Tabelle zeigt, fuhren höhere Halidanteile zu einer geringeren Dunklung bei hohen Temperaturen und geringerer gedunkelter Durchlässigkeit bei kalten Temperaturen, beides unerwünschte Ergebnisse.
Wie oben erwähnt, muß zur Erzielung der optimalen photochromen Eigenschaften einschließlich weitgehender Temperaturunabhängigkeit eine komplexe Verhältniskombination von Glaszusammensetzung und photochromen Komponenten und zwischen den einzelnen photochromen Komponenten untereinander, eingehalten werden. So besteht für eine bestimmte Konzentration photochromer Komponenten ein optimales Verhältnis R2O : B2O3 und Oi2O-Al2O3): B2O3, welches die günstigste Kombination photochromer Eigenschaften ergibt. So dunkeln mehr R2O enthaltende Gläser stärker, aber hellen langsamer auf. Umgekehrt helleu Gläser mit niedrigerem R2O-Gehalt
Tabelle ΠΙ
rascher auf, aber dunkeln weniger stark. Die Tabellen weiter unten erläutern dies anhand von Beispielen, Die Tabelle ΠΙ zeigt Ansätze in Gew,-% auf Oxidbasis, die Tabelle ΠΙΑ die Grundbestandteile hierfür in Kationen-% und die Tabelle ΙΠΒ in Mol-%, und die Tabelle inC Fluoreszenzanalysen mit Röntgenstrahlen die photochromen Komponenten und das Gewichtsverhältnis Ag : (CB-Br). Da die Gesamtsumme annähernd 100 ergibt, können die Angaben der Tabelle DJ als Gew.-% betrachtet werden. Die Ansätze wurden gemischt, geschmolzen und geformt, wie für die Tabelle I beschrieben, aber beim Gießen zu Platten diese vor Einbringung in den Anlaßofen kurze Zeit auf Umgebungstemperatur gehalten, damit die Temperatur in der Platte im Ofen nicht zu stark anstieg und keine beginnende Wärmebehandlung eintrat.
14 15 16 17 18 19 20 21 22
SiO2 62,8 62,7 62,7 62,7 62,7 62,7 62,7 62,7 62,7
B2O3 16a 164 16,9 173 16,5 16,9 17,3 17,6 16,9
Al2O3 9,5 9,5 9,5 9,5 9,5 94 94 94 94
Na2O 3,8 34 3,2 2,9 3,5 3,2 2,9 2,6 3,2
Li2O 1,8 1,8 1,8 1,8 1,8 1,8 1,8 1,8 1,8
K2O 5,8 5,8 5,8 5,8 5,8 5,8 58 5,8 5,8
CuO 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012
Ag 0,3 03 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 03 0,3
Cl 0,26 0,26 0,26 0,26 0,1 0,1 0,1 0,1 0,18
Br 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2
Tabelle HIA
14 15 16 17 18 19 20 21 22
SiO2 50,5 50,5 504 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5
B2O3 22,5 23,0 23,5 24,0 23,0 23,5 24,0 24,5 23,5
Al2O3 9,0 9,0 9,0 9,0 9,0 9,0 9,0 9,0 9,0
Na2O 6,0 5,5 5.0 4,5 5,5 5,0 4,5 4,0 5,0
Li2O 6,0 6,0 6.0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0
K2O 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0
Tabelle HIB
14 15 16 17 18 19 20 21 22
SiO2 67,1 67,1 67,1 67,1 67,1 67,1 67,1 67,1 67,1
B2O3 15,0 15,3 15,6 16,0 15.3 15,6 16,0 16,3 15,6
Al2O3 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0
Na2O 4,0 3,6 3,3 3,0 3,6 3,3 3,0 2,7 3,3
Li2O 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0
K2O 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0
R2O : B2O3 0,80 0,76 0,72 0,69 0,76 0,72 0,69 0,66 0,72
(R2O-AI2O3)
B2O3
: 0,4 0,37 0,34 0,31 0,37 0,34 0,31 0,29 0,34
Tabelle IHC
14 15 16 17 18 19 20 21 22
CuO 0,009 0,010 0,010 0,010 0,009 0,009 0,009 0,009 0,010
Ag 0,170 0,171 0,174 0,173 0,191 0,195 0,195 0,189 0,190
Cl 0,171 0,170 0,155 0,158 0,067 0,067 0,066 0,071 0,116
Br 0,124 0,120 0,103 0,101 0,126 0,127 0,120 0,115 0,114
Ag: (Cl +·
Br)
0,58 0,59 0,67 0,67 0,99 1,005 1,05 1.02 0,83
2$ 1O0Ö6
16
[Die Proben der Beispiele 14-22 wurden auf 660° C erhitzt, 30 Min· gehalten und schnell auf Zinjmertempeiratur abgekühlt. Die Tabelle ΠΙΟ enthält die photochreinen Eigenschaften für 2 mm dicke, geschliffene
Tabelle HID
und polierte Platten nach. Bestrahlung mit dem Sonnensimulator bei 26, 37 und -18° C, Die Abkürzungen haben die gleiche Bedeutung wie zuvor.
Τοι ο Tß—Tdio
26° C Bestrahlungstemperatur 14 15 16 17
18
20
21
22
31 38 44 55 65 52 46 45 35
68 75 81 85 67 60 61 70 71
37 37 37 30 2 8 15 25 36
37° C Bestrahlungstemperatur
14 15 16 17 18
20
—18° C Bestrahlungstemperatur 14 15 16 17
18
20
14
15
15
62
43
21
21
36
22
47 54 59 67 67 56 50 55 48
78 83 86 89 70 69 72 79 81
31 29 27 22 3 13 22 24 33
22
22
Die Beispiele 14—22 zeigen annehmbare Verhältnisse 30 Tabelle IVA R2O : B2O3 und (R2O-Al2Oa): B2O3, wobei aber diese Verhältnisse bei geändertem Silberhalid-Verhältnis geändert werden müssen, um die optimale Zusammensetzung fur die photochromen Eigenschaften zu bekommen. Das hier angestrebte richtige photochrome Verhalten wird bei einem Gewichtsverhältnis Ag-Halid kleiner als 0,7 oder größer als 0,95 erhalten. Beispiel 22 zeigt wie kritisch dieses Verhältnis ist, denn dieses Glas ist besser als die Gläser der Beispiele 16-19, obwohl die Zusammensetzung im übrigen gleich ist.
Die Beispiele 23-26 der Tabelle IV zeigen ein für günstige photochrome Eigenschaften bevorzugtes Gewichtsverhältnis Ag-Halid größer als 0,95. Die Tabelle IV erhält die Ansatzbestandteile in Gew.-%auf Oxidbasis, die Tabelle IVA diese in Kationen-%, die Tabelle IVB die Grundbestandteile in MoL-%, die Tabelle IVC die Fluoreszenzanalyse der photochromen Komponenten und das Gewichtsverhältnis Ag: (Cl+Br). Da die Summe annähernd 100 ist, können die Angaben der Tabelle IV als in Gew.*%gegeben betrachtet werden. Die Ansätze wurden wie die Gläser der Tabelle III gemischt, geschmolzen, geformt und angelassen.
Tabelle IV Tabelle IVB
23
23
25
26
SiO2
B2O3
Al2O3
Na2O
Li2O
K2O
R2O: B2O3
(R2O-Al2O3)
B2O3 67,1 15,3 6,0 3,6 4,0 4,0 0,76 0,37
24
24
67,1
15,6
6,0
3,3
4,0
4,0
0,72
0,34
62,7 16,5
9,5
3,5
1,8
5,8
0,012
0,3
0,18
0,1
62,7 62,7
16,9 9,5 3,2 1,8 5,8 0,012 0,3 0,18
0,1
17,3 9,5 2,9 1,8 5,8 0,012 0,3 0,18 0,1
62,7 17,6
9,5
2,6
1,8
5,8
0,012
0,3
0,18
0,1
Tabelle IVC
23
24
25
25
67,1
16,0
6,0
3,0
4,0
4,0
0,69
0,31
25
CuO
Ag
Cl
Br Ag : (Cl+B r)
0,009 0,206 0,129 0,070 1,04
0,010 0,200 0,126 0,064 1.05
0,010 0,199 0,121 0,063 1.08
26
SiO2 50,5 50,5 50,5 50,5
B2O3 23,0 23,5 24,0 24,5
Al2O3 9,0 9,0 9,0 9,0
Na2O 5,5 5,0 4,5 4,0
Li2O 6.0 6,0 6,0 6,0
K2O 6,0 6,0 6,0 6,0
26
67,1
16,3
6,0
2,7
4,0
4,0
0,66
0,29
26
0,009 0,196 0,118 0,061 1.10
Die Proben der Beispiele 23—26 wurden auf 660° C erhitzt, 30 Min. ^halten und dann rasch auf Zimmertemperatur abgekühlt Die Tabelle IVD verzeichnet die photochromen Eigenschaften 2 mm dicker geschliffener und polierter Platten nach Bestrahlung mit dem Sonnensimulator bei 27,40 und—18° C, Die Abkürzungen haben die gleiche Bedeutung wie zuvor.
Tabelle IVD
27° C Bestrahlungstemperatur
23 24 25 26
53
57
39 67 28
42
74
32
40° C Bestrahlungstemperatur 23 24 25
26
54
62
50 66 16
48 78 30
56 82 26
—18° C Bestrahlungstemperatur 23 24 25 26
1010
52
32
29
Ein Vergleich eier Beispiele 18—21 mit den Beispielen 23—26 zeigt ähnliche pfotochi mc Eigenschaften, wenngleich die Änderucg der Molverhältnisse RjO : B2Oj die Glaseigenschaften ;-dert, werden die angestrebten Eigenschaften nicht erhalten, wenn das Gewichtsverhältnis Ag: Halid größer als 0,95 ist, gleichgültig ob das überwiegende Halid Cl~ oder Brist. Die kritische Bedeutung dieses Verhältnisses wird durch Beispiel 22 belegt. Bei einem Verhältnis kleiner als 0,95 ist das photochrome Verhalten sehr gut. Die Beispiele 27—29 belegen den Einfluß einer Änderung des Bromidgehalts bei sonst gleicher Zusammensetzung. Die Tabelle V zeigt die Ansätze auf Oxidbasis in Gew.-% und die photochromen Komponenten nach Fluoreszenzanalyse und das Gewichtsverhältnis Ag: (Cl+Br). Die Tabelle VA verzeichnet die Grundglasbestandteile in Kationen-% und die Tabelle VB diese in Mol.-%, wobei das Molverhältnis R2O : B2O3 annähernd 0,72 ist. Enthält das Glas ZrO2, so wird das Molverhältnis (R2O3-ZrO2): B2O3 im Bereich 0,25-0,4 gehalten, optimal 0,32-0,35. In den Beispielen 27-29 ist dieses Verhältnis etwa 0,33. Da die Ansatzbestandteile insgesamt etwa 100 ergeben, können die Angaben der Tabelle V als in Gew.-% angesehen werden. Die Ansätze wurden zur Erzielung einer homogenen Schmelze in der Kugelmühle gemahlen. Ansatzmengen von etwa 18 kg wurden in einem kontinuierlichen Laborofen mit etwa 36 kg Kapazität geschmolzen. Der Ofen war mit Platin ausgekleidet und hatte ein Vorschmelz- und ein Rühr-Läuterungsabteil. Die Schmelz· temperaturen lagen bei etwa 1375-14000C.
Die Verweilzeit des geschmolzenen Ansatzes im Ofen betrug etwa 3—3,5 Std., bei einem Durchsatz von etwa 9 kg/Std. Etwa 20 gekrümmte Linsenrohlinge mit einem Durchmesser von 65 mm wurden während 6 Std. in einer Graphitform alle 30 Min. gepreßt und in einen auf 450° C erhitzten Anlaßofen gegeben.
Tabelle V
SiO2 B2O3 Al2O3 Na2O
Li2O ' K2O ZrO2 TiO2
CuO ;Ag
AG: (Cl+Br)
Tabelle VA
SiO2 B2O3 Al2O3 Na2O Li2O K2O ZrO2 TiO2
Tabelle VB
SiO2 B2O3 Al2O3 Na2O Li2O K2O ZrO2 TiO2
18
27
56,3 18,2
4,1
1,8
5,7
5,0
2,3
0,011
0,202
0,136
0,084
0,92
27
46,3 25,8 6,0 6,5 6,0 6,0 2,0 1,0
27
62,2 17,3 4,0 4,4 4,0 4,0 2,7 1,3
28
56,3
18,2 6,2 4,1 1,8 5,7 5,0 2,3 0,011 0,209 0,136 0,128 0,79
28
46,3
25,8
6,0
64 6,0 6,0 2,0 1,0
28
61,2 17,3 4,0 4,4 4,0 4,0 2,7 1,3
29
56,3
18,2 6,2 4,1 1,8 5,7 5,0 2,3 0,011 0,208 0,138 0,141 0,75
29
46,3 25,8 6,0 6,5 6,0 6,0 2,0 1,0
29
62,2 17,3 4,0 4,4 4,0 4,0 2,7 1,3
so Proben der Beispiele 27—29 wurden in einem Laborofen auf 550° C erhitzt, 20 Min. gehalten, weiter auf 660° C erhitzt, 30 Min. gehalten, mit 600° C/Std. auf 500° C gekühlt, mit 200° C/Std. auf 450° C gekühlt und dann über Nacht im Ofen auf Zimmertemperatur gekühlt. Die Tabelle VC berichtet die photochromen Eigenschaften 2 mm dicker, geschliffener und polierter Platten nach Bestrahlung mit dem Sonnensimulator bei 26, 37 und —18° C. Die Abkürzungen bedeuten dasselbe wie weiter oben.
Tabelle VC
26° C Bestrahlungstemperatur 27 28
41 32 34
63 75 77
22 43 43
10 OQ6
t9 20
Wie die Tabellen zeigen, haben Bromidanteile unter etwa 0,1 Gew.-% eine ungünstige Herabsetzung 4er Dunklungafähigkeit und der Aufhellungsgeschwindigkeit des Giases zur Folge, Andererseits ist Vorsicht bei größeren Bromidanteilen angezeigt, weil das eine ungünstige Wirkung auf die Temperaturunabhängigkeit haben kann, vgU hierzu das Beispiel 29,
Die Folge einer Änderung des CuOGehalts bei sonst gleicher Zusammensetzung geht aus einem Vergleich der Beispiele 30—35 mit den Beispielen 2—4 hervor;,Im einzelnen gilt für die Angabensystematik das oben zu den vorigen Tabellen Gesagte. Die Ansätze wurden 19 13 nach Tabelle Π behandelt
Fortsetzung 37° C BestraWungstemperatur 28 29 28 29
27 46 50
46 83 85
78 37 35
T/5 32 —18° C Bestrahlungstempenitur
27
Tabelle VI 30 2 31 32 3 33 34 4 3S
62,7 62,74 62,7 62,7 62,71 62,7 62,7 62,9 62,7
SiO2 16,5 16,55 16,5 16,9 16,91 16,9 17,3 17,26 17,3
B2O3 9,5 9,49 9,5 9,5 9,48 9,5 9,5 9,48 9,5
Al2O3 3,5 3,52 3,5 3,2 3,20 3,2 2,9 2,88 2,9
Na2O 1,8 1,85 1,8 1,8 1,85 1,8 1,8 1,85 1,8
Li2O 5,8 5,84 5,8 5,8 5,84 5,8 5,8 5,84 5,8
K2O 0,004 0,009 0,013 0,003 0,009 0,012 0,004 0,010 0,013
CuO 0,187 0,193 0,184 0,188 0,187 0,189 0,194 0,184 0,189
Ag 0,119 0,126 0,113 OJ 08 0,111 0,115 0,116 0,119 0,104
Cl 0,117 0,108 0,117 0,117 0,104 0,117 0,117 0,102 0,117
Br 0,79 0,82 0,84 0,84 0,87 0,81 0,83 0,33 0,86
Ag: (Cl+Br)
Tabelle VIA 30 2 31 32 3 33 34 4 35
50,5 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5
SiO2 23,0 23,0 23,0 23,5 23,5 23,5 24,0 24,0 24,0
B2O3 9,0 9,0 9,0 9,0 9,0 9,0 9,0 9,0 9,0
Al2O3 5,5 5,5 5,5 5,0 5,0 5,0 4,5 4,5 4,5
Na2O 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0
Li2O 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0
K2O
Tabelle VIB 30 2 31 32 3 33 34 4 35
67,1 67,1 67,1 67,1 67,1 67,1 67,1 67,1 67,1
SiO2 15,3 15,3 15,3 15,6 15,6 15,6 15,9 15,9 15,9
B2O3 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0
Al2O3 3,6 3,6 3,6 3,3 3,3 3,3 3,0 3,0 3,0
Na2O 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0
Li2O 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0
K2O 0,76 0,76 0,76 0,72 0,72 0,72 0,69 0,69 0,69
R2O: B2O3 0,37 0,37 0,37 0,34 0,34 0,34 0,33 0,33 0,33
(R2O - AI2O3)
:B2O3
Die Proben der Beispiele 30-35 und 2-4 wurden auf 660° C erhitzt, 30 Min. gehalten und auf Zimmertemperatur abgekühlt. Die Tabelle VIC zeigt die photochromen Eigenschaften für 2 mm dicke geschliffene und
polierte Platten nach Bestrahlung mit dem Sonnensimulator bei 26, 37 und -18° C. Die Abkürzungen haben die gleiche Bedeutung wie zuvor. Die Angaben für die Beispiele 2-4 sind der Tabelle ID entnommen.
Tabelle VIC
26° C Bestrahlungstemperatur 31 32 31 32 31 32 3 33 34 4 35
30 2 36 38 49 48 42 44 4') 50 51
Tdio 54 45 68 77 79 86 72 80 80 83 82
Tr 64 64 32 39 20 28 30 36 40 33 31
Tr-T010 10 19 Bestrahlungstemperatur Z Bestrahlungstemporatur
37° C 2 2 3 33 34 4 % S
30 51 52 61 53 64 64
Tom 56 75 81 87 86 84 87
Tr 74 24 29 26 33 24 23
Tr-T010 18
-18°< 3 33 34 4 35
30
Tf)! 0
44
29
34
16
32
23 17
Eine Steigerung des CuO-Gehalts führt offenbar zu einer geringeren Dunklungsfähigkeit des Giases bei Zimmertemperaturen und höher, während die Dunklung bei niedriger Temperatur steigt. Beide Erscheinungen werden bei abnehmendem Alkalimetalloxidgehalt noch verstärkt, was die Temperaturunabhängigkeit verschlechtert. Dies unterstreicht nochmals nötige Vorsieht bei Zusammenstellung der Glaszusammensetzungen mit zufriedenstellenden photochromen Eigenschaften. Die Tabellen erläutern auch die Zusammenhänge zwischen den photochromen Komponenten untereinander und mit den Grundglasbestandteilen. Innerhalb der beanspruchten Grenzen lassen sich nochmals engere Grenzen erkennen, welche zur Erzielung der allergunstigsten Eigenschaftskombination einzuhalten waren. Ist beispielsweise das Molverhältnis (R2O-Al2O3): B2O3 oder das Molverhältnis (R2O-AI2O3-ZrO2)B2O3 etwa 0 33-0,35 und das Gewichtsverhältnis Ag : (Cl+Br) im unteren Teil des Bereichs, dann wird die CuO-Konzentration vorzugsweise in der unteren Hälfte ihres allgemeinen Bereichs gehalten.
Die Anwesenheit von Alkalimetalloxiden in den Grundglasziisammensetzungen wurde als wesentlich für die erfindungsgemäß angestrebten Eigenschaften erkannt. Andererseits ist zu bemerken, daß die obigen Beispiele zwar LhO-I-Na2O-I-K2O enthielten, diese Kombination ausweislich der Beispiele 36 und 37 aber nicht unbedingt erforderlich ist.
Die Tabelle VII enthält die Zusammensetzung der Beispiele 36 und 37 auf Oxidbasis in Gew.-%, die Tabelle VIIA die Grundglasbestandteile in Kationen-%. die Tabelle VIIB diese in Mol.-%. Da die Angaben der Tabelle VII zusammen annähernd 100 betragen, können sie als in Gew.-% angegeben betrachtet werden. Die Ansätze wurden wie nach Tabelle III behandelt.
Tabelle VII 36 37
56,5 58,8
SiO2 21.0 15,7
B2O3 Q,6 9,0
Al2O3 7,1
Na2O 5.9 16,6
K2O 0.012 0,012
CuO 0,3 0,28
Ag 0.2 0,18
Cl 0,18 0,17
Br
Tabelle VIIA Tabelle VIIB
37
SiO2 45 50
B2O3 29 23
AI2O3 9 9
Na2O 11
K2O 6 18
37
SiO2 62,1 66,7
B2O3 20,0 15,3
Al2O3 6,2 6,0
Na2O 7,6
K2O 4.1 12,0
R2O : B2O3 0,58 0,78
(R2O-Al2O3): B2O3 0.28 0,39
38
Proben des Beispiels 36 wurden auf 700° C erhitzt Tabelle VIII und 30 Min. gehalten, die Proben nach Beispiel 37 auf 660° C erhitzt, 30 Min. gehalten, auf Zimmertemperatur gekühlt, wiedor auf 425° C während 16 Std. erhitzt und auf Zimmertemperatur abgekühlt, Die Tabelle VIIC verzeichnet die photochromen Eigenschaften 2 mm dicker, geschliffener und polierter Platten der Beispiele "·6 und 37 nach Bestrahlung mit dem Sonnensimulator bei 27, 37 und -18° C. Die Abkürzungen bedeuten das gleiche wie zuvor.
Tabelle VIlC
27° C Beslrahlungstemperatur 36 37
39
41
42
43
om
35 68 33
28 59
31
37° C Bestrahlungstemperatur 36 37
44 79 25
38
72 34
-18° C Bestrahlungstemperatur 36 37
20
Die Tabelle VIIC zeigt klar die Möglichkeit Gläser mi t den angestrebten photochromen Eigenschaften herzustellen, welche als Alkalioxid lediglich K2O enthalten. Die Erfahrung lehrte, daß wenigstens 8 Gew.-% Alkalimetalloxide bestehend aus 0—2,5% Li2O, 0-9% Na2O, 0-17% K2O und 0-6% Cs2O vorhanden sein müssen. Aus praktisch wichtigen Gründen des Schmelz-und Formverhaltens, sowie zur Erzielung der gewünschten physikalischen Eigenschaften und chemischen Beständigkeit des Glases werden die einzelnen Alkalimetalloxide in den angegebenen Grenzen gehalten. Die günstigste Kombination dieser Eigenschaften wird gewöhnlich durch Zugabe von zwei und vorzugsweise drei Alkalioxiden zusammen erhalten. Wenn das photochrome Glas für ophthalmische Zwecke verwendbar sein soll, werden zur Einstellung des Brechungsindex auf 1,523 oder höher Metalloxide wie ZrO2, Nb2O5, TiO2, BaO, La2O3, MgO zugegeben. Zwecks Erhaltung der gewünschten photochromen Eigenschaften können entsprechende Änderungen im Alkalimetalloxidgehalt und/oder im Gehalt anderer Grundglasbestandteile erforderlich werden.
Die Tabelle VIII verzeichnet verschiedene Ansätze in Gew.-%, die Tabelle VIIIA die Grundglasbestandteile in Kationen-%, die Tabelle VIIIB diese in Mol.-% zur Erläuterung dieser Anpassungen für ophthalmische Anwendung. Die Ansätze wurden nach Tabelle I behandelt.
SiO2 59,03 57,97 57,83 56,66 56,68 61,60
Al2O3 9,69 9,52 9,50 9,30 9,31 9,31
B2O3 19,49 18,06 18,37 17,65 17,30 17,66
Li2O 1,89 1,89 1,86 1,82 1,82 1,82
Na2O 3,93 4,18 3,85 3,46 3,77 3,14
K2O 5,97 5,86 5,85 5,73 5,73 3,35
CuO 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012
Ag 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3
Cl 0,18 0,18 0,18 0,18 0,18 0,18
Br 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2
ZrO2 2,56 _
Nb2O5 2,75 5,39 5,39
BaO - - - 3,11
Tabelle VIIIA
38
41
42
43
SiO2 46,5 46,5 46,5 46,5 46,5 50,5
Al2O3 9.0 °,0 9,0 9,0 9,0 9,0
B2O3 26,5 25,0 25,5 25,0 24,5 25,0
Li2O 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0
Na2O 6,0 6,5 6,0 5,5 6.0 5,0
K2O 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 3,5
ZrO2 - 1,0
Nb2O5 1,0 2,0 2,0
BaO KO
Tabelle VIIIB
38
39
41
42
43
SiO2 63,5 63,5 63,5 63,5 63,5
Al2O3 6,1 6,1 6,1 6,1 6,1 5,9
B2O3 18,1 16,9 17,4 17,1 16,7 16,5
Li2O 4,1 4,1 4,1 4,1 4,1 4,0
Na2O 4,1 4,4 4,1 3,7 4,1 3,3
K2O 4,1 4,1 4,1 4,1 4,1 2,3
ZrO2 - 1,4
Nb2O5 0,7 1,4 1,4 _
BaO _ _ 1,3
R2O : B2O3 0,68 0,74 0,71 0,70 0,73 0,58
(R2O-Al2O3- 0,34 0,38 0,36 0,34 0,37 0,22
Nb^O5-ZrO2):
B2O3
45
50
55 Die Glasplatten der Tabelle VIII wurden zur Entwicklung der photochromen Eigenschaften einer zweistufigen Wärmebehandlung unterzogen, und hierzu zunächst auf 550° C erhitzt, 30 Min. gehalten, dann auf 650° C erhitzt, 45 Min. gehalten und dann rasch auf Zimmertemperatur abgekühlt. Die Tabelle VIIIC verzeichnet die photochromen Eigenschaften 2 mm dicker geschliffener und polierter Platten der Beispiele 38—43 nach Bestrahlung mit dem Sonnensimulator bei etwa 26 und 38° C. Die Abkürzungen bezeichnen das Gleiche wie zuvor.
Tabelle VIIIC
26° C Bestrahlungstemperatur 40 41 40 41 in« 43
38 39 38 47 52 61 42 46
Τϋΐο 39 39 75 83 84 87 36 77
τβ 70 70 37 36 32 26 71 31
Tn-T010 35 31 Bestrahlungstemperatur Rptnirhtiino ti 35
38° C 39 in % 43
38 50 42 58
Τοιο 52 79 48 83
Tr 81 29 81 25
Tr-Τοιο 29 33 VTlI Δ iinrl
Pi ηρ αρ. naiip lor Tahplion
10
15 Komponenten, um die photochromen Eigenschaften zu erhalten. Wird BaO zugesetzt, so werden die gewünschten photochrornen Eigenschaften durch geringeren Alkaiimetalloxidgehalt und erhöhten B2O3-Gehalt erhalten.
Ein Vergleich des Beispiels 3 mit dem Beispiel 38 zeigt, daß erhöhter SiO2-GehaIt durch eine Verringerung des Gehalts an Alkalimetalloxiden und B2O3 im Kationenverhältnis von etwa 1 Alkalimetalloxid und 3 B2O3 Tür je 4 Kationen-% SiO2 ausgeglichen werden kann.
Die Verwendung von ZrO2 und/oder TiO2 zur Einstellung des Brechungsindex wird gegenüber den sonst hierzu gebräuchlichen BaO und PbO bevorzugt. BaO verschlechtert die Dunklungsfähigkeit, während PbO die Aufhellungsgeschwindigkeit verringert. Der Zusatz von ZrO2 und/oder TiO2 verbessert gleichzeitig dl·' chemische Beständigkeit und erhöht die mechanische Festigkeit nach einer chemischen Härtung. Ungeregelte
VIIIC zeigt, daß sich das photochrome Verhalten ZrO2 enthaltender Gläser regelmäßig durch erhöhten Alkaligehalt und verringerte B2O3-Anteile erhalten läßt. In Nb2Os enthaltenden Gläsern können die photochromen Eigenschaften durch Verringerung des B2O3-Gehalts ziemlich konstant gehalten werden. Ein Vergleich der Nb2Os enthaltenden Gläser der Beispiele 41 und 42 zeigt, daß eine leichte Abnahme des Alkaligehalts schädlich für das Dunklungsverhalten des Glases sein kann, sodaß andere Zusammensetzungsänderungen erforderlich sind, z. B. solche der photochromen gen zeitigen. So erhöht ZrO2 die Liquidustemperatur und erhöht die Entglasungsgefahr. Übermäßige Anteile TiO2 ergeben eine gelbe Färbung und können das Glas opalisieren. Die Tabelle IX zeigt verschiedene ZrO2 enthaltende Ansätze in Gew.-%auf Oxidbasis. Die Tabelle IXA die Grundglasbestandteile in Kationen-%, die Tabelle IXB diese in Mol.-%. Auch hier können die Angaben der Tabelle IX als Gew.-% angesehen werden, weil die Bestandteile etwa 100 ergeben. Die Ansätze wurden wie nach Tabelle III behandelt. Zum Vergleich wurde das Beispiel 3 aufgenommen.
Tabelle IX 3 44 45 46 47 48 49 50 51
62,61 62,28 62,28 62,28 62,28 62,28 62,28 62,23 62,28
SiO2 16,91 16,79 16,79 16,79 16,79 16,79 16,79 16,79 16,79
B2O3 9,43 9,25 8,25 7,75 5,15 8,1 7,12 6,12 4,14
Al2O3 3,20 2,5 3,14 3,46 3,76 2,46 3,09 3,72 4,4
Na2O 1,85 1,84 1,84 1,84 1,84 1,84 1,84 1,84 1,84
Li2O 5,84 5,80 5,80 5,80 5,80 5,80 5,80 5,80 5,80
K2O 2,48 2,49 2,49 2,51 4,87 4,89 4,91 4,98
ZrO2 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012
CuO 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3
Ag 0,18 0,18 0,18 0,18 0,18 0,18 0,18 0,18 0,18
Cl 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2
Br
Tabelle IXA
44
45
46
48
49
51
SiO2 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5 50,5
B2O3 23,5 23,5 23,5 23,5 23,5 23,5 23,5 23,5 23,5
Al2O3 9,0 9,0 8,0 7,5 6,5 8,0 7,0 6,0 5,0
Na2O 5.0 4,0 5,0 5,5 6,5 4,0 5,0 6,0 7,0
Li3O 6.0 6.0 6.0 6.0 6.0 6.0 6.0 6.0 6,0
K2O 6,0 6,0 •5,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0 6,0
ZrO2 1,0 1,0 1,0 1,0 2,0 2,0 2,0 2,0
27 3 44 29 45 10 006 4.8 49 28 51
67,1 66,7 6C,7 66,2 66,2 62,2
Tabelle IXB 15,6 15,5 15,5 15,4 15,4 50 15,4
6,0 5,9 5,3 46 47 5,25 4,6 62,2 3,3
SiO2 3,3 2,6 3,3 66,7 66,7 2,6 3,3 15,4 4,6
B2O3 4,0 4,0 4,0 15,5 15,5 3,9 3,9 3,9 3,9
Al2C3 4,0 4,0 4,0 5,0 4,3 3,9 3,9 3,9 3,9
Na2O 1,3 1,3 3,6 4,3 2,6 2,6 3,9 2,6
Li2O 0,72 0,68 0,73 4,0 4,0 0,68 0,72 3,9 0,81
K2O 0.34 0,22 0,30 4,0 4,0 0,17 0,25 2,6 0,38
ZrO2 1,3 1,3 0,76
R2OiB2O3 0,75 0,79 0,34
(R2O-AI2Or 0,34 0,43
ZrO2):B2O3
Die Glasplatten der Tabelle IX wurden einer zweistufigen Wärmebehandlung zur Entwicklung der photochromen Eigenschaften unterzogen, nämlich erst auf 5600C erhitzt, 30. Min. gehalten, dann auf 675° C erhitzt, 30 Min. gehalten, und hierauf rasch auf Zimmertemperatur abgekühlt. Die Tabelle IXC berichtet die photochromen Eigenschaften 2 mm dicker, geschliffener und polierter Platten der Beispiele 44—51 nach Rfts'rahlung mit dem Sonnensimulator bsi 27 38 und — 18° C. Die Abkürzungen haben die gleiche Bedeutung wie in der verigen Tabelle IC. (T020 bedeutet die gedunkelte Durchlässigkeit nach 20 Min. Bestrahlung.) Die Angaben Tür Beispiel 3 sind der Tabelle IC entnommen
Tabelle IXC
27° C Bestrahlung 45 45 45 46 47 48 49 50 51
3 44 53 66 38 27 76 59 35 45
Τρίο 38 78 85 88 80 52 91 89 74 49
Tß 76 92 32 22 42 25 15 30 39 4
TfS""Toio 38 Ii 4 Bestrahlung C Bestrahlung
38° C 44 44 46 47 48 49 50 51
3 84 53 34 84 73 46 47
Toio 53 91 85 65 91 91 83 55
τ« 83 7 32 31 7 18 37 8
Tr- Τρίο 30
-18° 46 47 48 49 50 51
3
Diese beiden Beispiele zeigen die Möglichkeit, die gewünschten photochromen Eigenschaften einschließlich weitgehender Temperaturunalbhängigkeit bei veränderter Grundglaszusammensetzung zu erreichen; wird der Al2O3-Antei! erniedrigt und durch gesteigerten Na2O-Gehalt ausgeglichen, so werden die photochromen Eigenschaften nach Zusatz von ZrO2 erhalten (Beispiele 3, 46 und 50). Andere Ersetzungen sind offenbar schädlich. Die Änderungen in den photochromen Eigenschaften sind denen für die Beispiele 38 und 39 der Tabelle VIII bei verändertem Verhältnis R2O : B2O3 ähnlich. Die gleichzeitige Verringerung von Al2O3 und Erhöhung im Na2O-Gehalt wird bevorzugt, weil dies die Glasschmelze verbessert.
Andererseits erhöht ein Zusatz von ZrO2 den Liquidus und/oder verringert die Glasviskosität bei der Liquidustemperatur. Es wurde für jeden Prozent-ZrO2-Zusatz eine Steigerang des Brechungsindex von etwa 0,003 beobachtet. Für größere Schmelzen bedeutet etwa 5% ZrO2 wegen der Schmelz- und Formschwierigkeiten eine praktische Grenze. Diese Menge (etwa 2 Kationen-%) genügt aber, um den Brechungsindex im Beispiel 3 von 1,497 auf 1,503 im Beispiel 46 und auf 1,511 im Beispiel 50 zu erhöhen.
Die Tabelle X verzeichnet Ansätze auf Oxidbasis in Gew.-% mit TiO2 und mit oder ohne ZrO2, sowie die Brechungsindices no- Die Tabelle XA zeigt die Grandglasbestandteile in Kationen-%, die Tabelle XB diese in Mol.-%. Auch hier können die Angaben der Tabelle X als in Gew.-% gegeben betrachtet werden, weil die Bestandteile annähernd 100 ergeben. Die Ansätze wurden wie nach Tabelle III behandelt. Das Beispiel 5 ist zum Vergleich mit aufgenommen.
29 3 52 Sl 52 29 53 10 006 55 56 30 58
50,5 61,7 40 54 61,49 59,24 59,74 57,86
Tabelle X 3 23,5 15,93 75 82 16^8 16,79 15,92 57 16,24
62,71 9 9,33 35 28 7,75 54 6,12 6,08 58,83 6,07
SiO2 16,91 5 3,15 38° C Bestrahlung 3,46 60,03 3,72 3,70 16,70 3,69
B2O3 9,48 6 1,82 3 1,82 16,79 1,80 1,78 6,11 1,78
Al2O3 3,20 6 5,75 53 5,73 6,72 5,66 5,62 3,72 5,61
Na2O 1,85 1,62 83 3,44 149 148 1,79 3,17
Li,0 5,84 30 2,49 1,84 4,93 4,90 5,65 4,89
K2O 0,012 0,012 5,80 0,012 0,012 149 0,012
TiO2 3 0.3 0,3 1,48 0,3 0,3 4,92 0,3
ZrO2 0,012 67,1 0,18 0,18 2,51 0,18 0,18 0,012 0,18
CuO 0,3 15,6 0,2 (U 0,012 0,2 0,2 03 0,2
Ag 0,18 6,0 1403 1,504 0,3 1,520 1420 0,18 1,528
α QJ- 3,3 0,18 0,2
Br 1,497 4,0 52 53 0,2 55 56 1,520 58
4,0 50,5 50,5 1410 49,5 50 48,5
Tabelle XA 22,5 23,5 23,5 23 57 23,5
9,0 74 54 6 6 49 6
SiO2 0,72 5 54 494 6 6 24 6
B2O3 0,34 6 6 23,5 6 6 6 6
Al2O3 6 6 74 6 6 6 6
Na2O 1 54 1 1 6 1
Li2O 1 6 2 2 6 2
K2O 6 1
TiO2 52 53 1 55 56 2 58
ZrO2 66,7 66,7 2 64,5 65,4 63,3
Tabelle XB 14,8 15,5 15,4 15,0 57 15,4
5,9 5,0 54 3,9 3,9 684 3,9
SiO2 3,3 3,6 65,8 3,9 3,9 15,8 3,9
B2O3 4,0 4,0 15,6 3,9 3,9 3,9 3,9
AI2O3 4,0 4,0 5,0 3,9 3,9 3,9 3,9
Na2O 1,3 3,0 1,3 1,3 3,9 1,3
Li2O 1,3 4,0 2,6 2,6 3,9 2,6
K2O 0,76 0,75 4,0 0,76 0,78 1,3 0.76
TiO2 0,36 0,34 1,3 0,34 0,35 2,6 0,34
ZrO2 1,3 0,74
R2O: B2O3 0,7 0,33
(R2O-Al2O3- 27° C Bestrahlung 0,30
ZrO2): B2O3 3 53 55 56 58
Tabelle XC 38 43 37 36 Opal
76 78 71 71 57 Opal
38 35 54 34 35 37 Opal
Τρίο 43 72
Tn 53 77 55 56 35 58
T/j—Tdio 57 34 51 49 Opal
84 80 79 57 Opal
27 54 29 30 52 Opal
Tpio 56 80
82 28
Trt~Tß!O 26
31
Die Glasprobeader Tabelle X wurden in zweistufiger Fortsetzung Behandlung zunächst auf 575° C erhitzt, 30 Min, gebalten, weiter auf 675° C erhitzt und wieder 30 Min, gebalten. Die Tabelle XC zeigt die photochromen Eigenschaften 2 mm dicker, geschliffener und polierter Platten nach den Beispielen 52—58, die mit dem Sonnensimulator bei 27 und 38° C bestrahlt wurden. Die Abkürzungen bedeuten das Gleiche wie in der TabeUe IC.
Wie ein Vergleich des Beispiels 3 mit dem Beispiel 52 und des Beispiels 53 mit Beispiel 54 zeigt, kann in dem erfindungsgemäßen Glassystem TiO2 auf molarer Basis mit gleichem Erfolg SiO2 und/oder B2O3 ersetzen, und dies im Gegensatz zu ZrO2-ohne Anpassung des Verhältnisses R2O : B2O3. TiO2 ist somit ein wirksames, 15 xatjeije xja index-korrigierendes Oxid, das wie ZrO2 die photochromen Eigenschaften einschließlich der Temperaturunabhängigkeit nicht verschlechtert. Die Wirkung auf den Brechungsindex beträgt etwa +0,005 für jeden Gew.-%TiO2 oder +0,008 für jeden Kationen-%. Dabei 20 B2O3 mußte allerdings RIrTiO2 Zusätze über Kationen-%eine gelbe Färbung festgestellt werden. Wie auch das Beispiel 58 zeigt, entsteht bei 2 Kationen-% TiO2 nach Wärmebehandlung eine Opalisierung des Glases. Infolgedessen kann ein Zusatz von etwa 14 Kationen-% 2s (2,4 Gew.-%) TiO2 für das Schmelzen und Formen im großen Maßstab als praktische Höchstgrenze angesehen werden.
Zusammenfassend wird TiO2 und ZrO2 als überwiegender oder sogar ausschließlicher Korrekturzusatz fur den Brechungsindex bevorzugt. In den in Frage korn- SiO2 56,1 54,0 34,6 29,1 40 34,7 menden Glaszusammensetzungen haben diese Zusätze B2O3 184 18,5 19,6 23,7 19,4 19,8 keine Verschlechterung der photochromen Eigenschaf- Al2Oj 9,4 10^2 18^2 18$ 16^0 18^2 ten zui Folge. Na20 4J5 4,8 6,9 l\\ 62
Im glasigen Zustand hat Al2Oj-P2O5 die gleiche Struk- 35 y Q 43 4 4 ^q 5 γ ^g ^n
tür wie Kieselsäureglas, nur daß die Mittelpunkte der K n Λ .\ -\ -\ ,'R -'n
Tetraeder abwechselnd durch Aluminium und Phos- Z1Z *'i A .'- „'{ *', ,„'"
phor besetzt sind. Es besteht also eine große Ähnlich- i2"5 %t *'' w'' n'1 ··? 1^ keit des kristallinen Aluminiumorthophosphats mit RjOiB1Q, 0,71 0,74 0,86 0,92 0,81 0,84 Quarz. Dies eröffnet die Möglichkeit eines Phosphatzu satzes zu den Alkali-AIuminiumborsilikatgläsern der Wie aus der Tabelle XIA ersichtlich, wurde Phosphat Erfindung. Es wurden als mögliche Zusätze bis zu etwa und Al2Oj 1:1 zugesetzt, derart, daß anstelle von 20% P2O5 unter Erhaltung zufriedenstellender photo- Kationen-% SiO2 1 Kationen-% Phosphat und 1 Katiochromer Eigenschaften befunden. Ähnlich wie bei den nen-% Al2Oj zugesetzt wurde. Die Glasplatten wurden oben erläuterten Zusätzen zur Einstellung des Bre- 45 der Wärmebehandlung gem. Tabelle XIC unterworfen, chungsindex müssen die Molverhältnisse R2O: B2Oj die abgekürzt verzeichnet ist. So bedeutet 66.0° C den Phosphatzusätzen angepaßt werden. - 30' C und 580° C -30', daß die Platten auf 660 bzw.
Die Tabelle XI verzeichnet Ansätze in Gew.-% auf 580° C erhitzt, 30 Min. gehalten und rasch abgekühlt Oxidbasis, die Tabelle XIA die Grundglasbestandteile wurden. Die Tabelle XIC verzeichnet die photochroin Kationen-%, die Tabelle XIB diese in Mol.-% Bei 50 men Eigenschaften 2 mm dicker, geschliffener und P2Os-Zusätzen von 5% oder mehr ist die Einstellung der polierter Platten nach Bestrahlung mit dem Sonnengewünschten photochromen Eigenschaften über das simulator, und zwar bei 27,40 und -18° C in den Bei-Molverhältnis (R2O-Al2Oj): B2Oj nicht anwendbar. spielen 61 und 62, bei nur 27° C in den Beispielen 59,60,
Da die Bestandteile der Tabelle XI annähernd 100 63,64. Die Abkürzungen haben die gleiche Bedeutung ergeben, können sie als in Gew.-% wiedergegeben 55 wie in der Tabelle IC. betrachtet werden. Die Ansätze wurden in abgedeckten Platintiegeln während 4 Std. bei 1450° C geschmolzen.
Die Schmelze wurde zu Platten gegossen, diese bei Tabelle XIC Umgebungstemperatur bis unter Rothitze abgekühlt, ~
bevor sie in den Anlaßofen gebracht wurden. Dort w 27° C Bestrahlung
wurden sie bei etwa 325-350° C angelassen. 59 60 61 62 63
59 60 61 62 63 64
AI2O3 13,2 14,0 24,6 24,0 21,4 23,5
Na2O 3,87 4,0 5,4 5,0 5,3
Li2O 1,78 1,76 1,88 1,92 1,88 1,88
K2O 5,61 5,53 5,94 6,05 5,92 5,92
P2O5 5,63 6,95 19,4 19,8 16,4 19,3
CuO 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012 0,012
Ag 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3
α 0,24 0,24 0,24 0,24 0,24 0,24
Br 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2
Tabelle XIA
59 60 61 62 63 64
SiO2 39 37 21 17 25 21
B2O3 25,7 25,4 23,7 27,7 24,3 23,9
Al2O3 13 14 22 22 20 22
Na2O 6,3 6,6 8,3 8,3 7,7 8,1
Li2O 6 6 6 6 6 6
K2O 6 6 6 6 6 6
P2O5 4 5 13 13 11 13
Tabelle XIB
59 60 61 62 63 64
Tabelle XI TDI0 35 36 34 38 34
Tn 73 72 66 73 74
59 60 61 62 63 64 ω Tr-T010 38 36 32 35 40
Wärme- (660° (580° (580° (580° (600° (600°
SiO2 46,5 43,5 25,2 21,9 31,5 26,4 behänd- -30') -30') -15) -15') -20') -20')
B2O3 17,8 17,3 17,3 20,6 17,7 17,4 lung
Fortsetzung
40° C Bestrahlung 62 62
61 50
I/no 44 82
80 32
Tß-Fflio 36 —18° C Bestrahlung
61
25
Wie die Tabelle XIC zeigt, wurden in bis zu 20 Gew.-% P2O5 enthaltenden Gläsern ausgezeichnete photochrome Eigenschaften erzielt Dabei muß beim Schmelzen und Formen eine Opalisierung verhütet werden, besonders wenn der Brechungsindex mit TiO2 und/oder ZrO2 eingestellt wird. Auch ist die chemische Beständigkeit stark phosphathaltiger Gläser weniger gut Daher werden 25 Gew.-% P2O5 als praktische Höchstgrenze angesehen. Die Ersetzung von SiO2 durch Al2Os · P2O5 verlangt zur Erzielung der gewünschten photochromen Eigenschaften eine Verringerung des Gesamtgehalts au SiO2. Für ophthalmische Anwendungen mit einem Brechungsindex von 1,523 und gleichzeitig guten photochromen Eigenschaften wird im folgenden eine besonders günstige Glaszusammensetzung nach Analyse mirch Röntgenstrahlen-Fluoreszenz in Gew.-% angegeben.
Ansatz analy
SiO2 56,46
Al2O3 6,19
B2O3 18,15
Li2O 1,81
Na2O 4,08
K2O 5,72
ZrO2 4,99
TiO2 2,07
CuO 0,006 0,006
Ag 0,252 0,207
Cl 0,195 0,166
Br 0,155 0,137
Der Ansatz wurde in einem fur die Herstellung ophthalmischen Glases üblichen kontinuierlichen Schmelzofen bei etwa 1300-1400° C im Durchlauf geschmolzen. Nach Wärmebehandlung im kontinuierlichen Lehrofen bei 650° C während 20 Min. Haltezeit zeigten auf 2 mm Dicke geschliffene und polierte Platten bei Bestrahlung mit dem Sonnensimulator bei 40, 27, 20, 0 und -18° C die in der folgenden Tabelle verzeichneten photochromen Eigenschaften. Die Abkürzungen haben die gleiche Bedeutung wie in der Tabelle IC. Td60 bezeichnet die gedunkelte Durchlässigkeit nach 60 Min. Bestrahlung.
400C 270C 2O0C O0C -18° C
47 28 22,5 19,5 20
81 67,5 55 24,5 21,5
34 39,5 32,5 5 1,5
Diese Angaben belegen die gedunkelte Temperaturabhängigkeit eines erfindungsgemäßen ophthalmischen Olases im Temperaturbereich -18° bis -20° C,
da ja die Durchlässigkeit nach 60 Min, Belichtung im wesentlichen gleich bleibt
Für ophthalmische Gläser wird gute Festigkeit verlangt, in USA Z, B, eine Festigkeit, welche den Aufprall einer 1,6 cm im Durchmesser betragenden Stahlkugel aus einer Fallhöhe von 127 cm übersteht Die Verfestigung erfolgt meist durch Lufttempern und chemische Verfestigung, Letztere durch Eintauchen inain Ionenaustauschbad. Als Erfordernis ergibt sich dabd die Erhaltung der gewünschten photochromen Eigenschaften auch nach der beim Tempern oder beim Eintauchen in die Ioneuaustauschschmelze unvermeidlichen Erhitzung des Glases. Bei der chemischen Härtung durch Ionenaustausch werden gewöhnlich kleinere Alkalimetallionen im Glas durch größere Alkalimetallionen ersetzt, z. B. Li+ und/oder Na+ durch Na und/ oder K+ Ionen.
Für ophthalmische Zwecke soll ein Glas mit entsprechendem Brechungsindex wenigstens 4 Kationen-% Li2O und/oder Na2O enthalten, um die gewünschte Festigkeit zu erreichen. Den Ionenaustausch hemmende Ionen wie Ca+2 sollen möglichst fehlen, obwohl sie anwesend sein können, wenn sie für andere Glaseigenschaften gebraucht werden. Zur Erläuterung der Erhaltung der erfindungsgemäßen pbotochromen Eigenschaften auch nach einer chemischen Härtung wurden Proben besonders günstiger Zusammensetzung (vorletzte Tabelle) in eine Schmelze aus 40% NaNO3 + 60% KNO3 bei 400° C während 16 Std. nach Entwicklung der photochromen Eigenschaften durch die oben erläuterte Wärmebehandlung eingetaucht. Messungen mit Vergleichsstäben ergaben einen durchschnittlichen Bruchmodulwert von 2250 kg/cm2. Die Bruchhöhe für 2 mm dicke, geschliffene und polierte runde 50 mm im Durchmesser betragende Platten betrug im Durchschnitt über 6 m.
Zum Nachweis der Erhaltung der photochromen Eigenschaften wurden die so verfestigten Platten dem natürlichen Sonnenlicht vom 9. Mär?. 1978 in Corning N.Y., USA, einem klären Tag mit Schneedecke und einer Temperatur von etwa 13° C während einer Stunde von 13,15 bis 14,15 Uhr ausgesetzt.
Ebenso bestrahlt wurde zum Nachweis der Erhaltung des Kupfereffektes nach Tabelle VI eine Probe gleicher Zusammensetzung, aber mit einem Kupferanteil im Ansatz von 0,012 Gewichtsteilen anstatt 0,006 Gewichtsteilen. Die Schmelzbedingungen, die Wärmebehandlung und die chemische Härtung waren ebenfalls die gleichen. Die Tabelle berichtet die gedunktelte Durchlässigkeit nach verschiedener Betrachtungsdauer, die in Minuten angegeben ist (D 5 = Fünf Minuten, D 10 + zehn Minuten u. s. f.).
Dunklung bei 13° C
0,006 CuO
0,012 CuO
22,4 18,7
21,6 18,0
21 17,4
20,3 16,5
19,1 15,6
Tftsn
Die gedunkelten Platten wurden dann hereingenommen (Zimmertemperatur von etwa 22° C) und die Durchlässigkeit nach verschiedener Aufhellungsdauer, in Minuten neben dem Buchstaben »F« angegeben, gemessen.
Aufhellung bei 22° C
0,012 CuO
0,006 CuO
0,012 CuO
54,4 61,0
65,3 68,8
69,8 72,0
78,2 78,8
79,7 80,4
to
Zum Vergleich mit deu Meßwerten der natürlichen Sonnenbestrahlung wurden auch die folgenden Meßwerte nach Bestrahlung mit dem Sonnensimulator ermittelt (jeweils 60 Min. Dunklung und Aufhellung). 15
0,006 CuO
400C 27° C 200C 00C -18° C
20
48 304 24 5 20,5 20,5
89,5 84 81* 58 22,5
41,5 53,5 56,5 37,5 2,5
400C 27° C 200C O0C -180C
Tm 52,5 32,5 24 13 12,5
T«o 89 84,5 81,5 57 14,5
TV60-T060 36,5 52 57,5 46 2
Diese Angaben erhärten die Notwendigkeit einer Einstellung des CuO Gehaltes in sehr engen Grenzen, bei sonst gleicher Zusammensetzung der Grundglasbestandteile und der Komponenten Ag, Cl, Br. Während das 0,012 CuO enthaltende Glas meist auf eine geringere Durchlässigkeit dunkelt und rascher aufhellt, als das Glas mit einem Gehalt von 0,006 CuO, wird es bei niedrigen Temperaturen zu dunkel.
Ein Vergleich der Meßwerte für die Bestrahlung mit natürlichem Sonnenlicht mit den fü/ die Bestrahlung mit dem Sonnensimulator zeigt eine gute Übereinstimmung. Von großer praktischer Bedeutung ist auch die flache Dunklungskurve der Durchl?"dgkeit des 0,006 CuO enthaltenden Glases bei Temperaturen von 20 bis —18° C. Die Durchlässigkeit nach einer dunkelnden Bestrahlung von 60 Min. ist in diesem Temperaturbereich im wesentlichen gleich.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

Patentansprüche;
1. Durchsichtiges, photochromes Alkali-Bor-Aluminium-Silikatglas, das dispergierte Siberhalogenidkristalle und SiO2, B2O3, Al2O3, Ag, Cl, Br und CuO sowie gegebenenfalls Li2O, Na2O, Cs2O, K2O, CaO, MgO, BaO, P2O5, ZrO2, TiO2, PbO, Nb2O5, La2O3 und F enthält, dadurch gekennzeichnet, daß es in Gew.-% auf Oxidbasis
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