DE2908037A1 - Verfahren zur herstellung von 3-trihalogenmethyl-5-nieder-alkoxy- 1,2,4-thiadiazolen - Google Patents
Verfahren zur herstellung von 3-trihalogenmethyl-5-nieder-alkoxy- 1,2,4-thiadiazolenInfo
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- C07D285/00—Heterocyclic compounds containing rings having nitrogen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by groups C07D275/00 - C07D283/00
- C07D285/01—Five-membered rings
- C07D285/02—Thiadiazoles; Hydrogenated thiadiazoles
- C07D285/04—Thiadiazoles; Hydrogenated thiadiazoles not condensed with other rings
- C07D285/08—1,2,4-Thiadiazoles; Hydrogenated 1,2,4-thiadiazoles
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Description
"Verfahren zur Herstellung von S-Trihalogenmethyl-S-niederalkoxy-1,2,4-thiad.iazo3.en"
beanspruchte 5>
Apri3 1978i v,St.A.f Nr. 893 550
Prioritäti
S-Trichlormethyl-S-nieder-alkoxy-I^2,4-thiadiazole sind als
Boden-Fungizide bekannt (vgl. US-PS 3 260 588 und 3 260 725)/
Zur Herstellung dieser Verbindungen wird zuerst ein Trichloracetamidin
oder dessen Hydrochlorid mit Trichlormethan-sulfe-
Verbindung nylchlorid ixi Gegenvmrb einer alkalischen / zu 3~Trichlorme-
thyX-5-chlor-l ,2,4-thictaia2,ol urayesetzt. Diese S-Chlorverbin-
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dung wird dann mit einem Alkalimetall in· einem Überschuß eines
niederen Alkohols umgesetzt (vgl, US-PS 3 890 338 und 3 890 339). Dieses Verfahren ist wegen gewisser Eigenschaften wirtschaftlich
interessant.
Aufgabe der Erfindung war es, ein neues und einfaches Verfahren zur Herstellung von 3-Trichlormethyl-5-nieder-alkoxy-■1,2,4-thiadiazolen
zur Verfugung zu stellen, in dem diese Verbindungen direkt durch Ringschluß ohne Herstellung der
Zwischenverbindung 3-Trichlormethyl-5-chlor-l,2,4-thiadiazol
hergestellt werden können.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung
von S-Trihalogenmethyl-S-nieder-alkoxy-1,2,4-thiadiazolen,
in denen die Trihalogenmethylgruppe eine Trichlormethyl-
oder Tri fluorine thy lgruppe ist und der Alkoxyrest 1 bis 4 Kohlenstoffatome hat, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
ein N-Halogen-trihalogenacetamidin, in dem das N-Halogen ein
Chlor-,. Brom- oder Jodatom ist, mit einem Alkalimetall-niederalkylxanthogenat umset2t.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann anhand folgender Gleichung
dargestellt werden:
-H5S, -MX" CXi - C - NX" +M-S-C-O-R —- >CXi - C - N
3I il 3II
NH0 S N C - OR
2 \/
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in der X1 ein Chlor- oder Fluoratom, X" ein Chlor-, Bromoder
Jodatom ist, M Natrium oder Kalium bedeutet und R ein Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird Natrium- oder Kaliumäthylxanthogenat mit N-Chlor- oder N-Brom-trichloracetamidin zu 3-Trichlormethyl-5-äthoxy-l,2,4-thiadiazol
umgesetzt. Diese Verbindung ist ein sehr brauchbares Fungizid mit Breitbandspektrum.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten N-Halogentrihalogenacetamidine
können in herkömmlicher Weise durch selektive Halogenierung des entsprechenden Trihalogenacetamidins
hergestellt werden (vgl. US-PS 3 428 681).
Die Alkalimetall-alky!xanthogenate werden leicht durch Umsetzen
des entsprechenden Alkaliraetallhydroxids und eines niederen Alkohols mit Schwefelkohlenstoff hergestellt (vgl. S.R. Rau,
"Xanthates and Related Compounds", Marcel Dekkler, New York, 1971).
Im erfindungsgemäßen Verfahren ist das Molverhältnis der beiden Reaktionsteilnehmer nicht kritisch. Im allgemeinen ist
es zweckmäßig, einen zu großen molaren Überschuß von N-HaIogen-trihalogenacetamidin
zu vermeiden, da diese Verbindungen ,-Oxidationsmittel sind und im Überschuß das gewünschte Produkt
zersetzen können. Vorzugsweise beträgt das Molverhältnis von N-Halogen-trihalogenacetamidin zu Xanthogenat etwa 1,25 : 1,0
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- tr -
bis etwa 1,0 ; 1,5,.insbesondere etwa 1,0 : 1,0 bis etwa
1,0 : 1,1. Auf-·diese Weise wird ein Verlust an überschüssigem
Reagens vermieden.
Die erfindungsgemäße Reaktion erfolgt vorzugsweise in Gegenwart
eines geeigneten organischen Lösungsmittels oder eines Gemisches eines organischen Lösungsmittels und Wasser. Geeignete
Lösungsmittel sind Acetonitril, Tetrahydrofuran oder Methylenchlorid, wobei Methylenchlorid mit Wasser bevorzugt
leicht
ist, da es relativ/zu handhaben ist und weniger zu Toxizitätsproblemen
Anlaß gibt als die meisten anderen handelsüblichen Lösungsmittel. Das Molverhältnis des Lösungsmittels zu den
Reaktionsteilnehmern ist nicht kritisch, jede geeignete Menge an Lösungsmittel(n) ist geeignet.
Auch die anderen Reaktionsparameter, wie Temperatur, Druck oder Zeit, sind im allgemeinen nicht kritisch. Die Reaktion
kann bei jeder geeigneten Temperatur, die eine wirtschaftlich interessante Ausbeute gibt, durchgeführt werden. Vorzugsweise
liegt die Temperatur bei etwa 0 bis 50°C, vorzugsweise etwa 5 bis 300C. Atmosphärischer Druck ist bevorzugt, da dafür
keine Spezialapparaturen notwendig sind. Die Reaktion erfolgt praktisch augenblicklich. Allerdings werden normalerweise die
Reaktionsteilnehmer im Reaktionsgefäß nur langsam miteinander vermischt, um eine unkontrollierte,exotherme, explosionsartige
Reaktionzu vermeiden. Im allgemeinen beträgt die Zugabezeit etwa 30 Minuten bis 3 Stunden,
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-κ-
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Nach beendeter Reaktion wird das Produkt in herkömmlicher Weise
gewonnen, z.B. durch Extraktion, Destillation, Abstreifen mit einem Lösungsmittel, Filtrieren oder Kristallisieren. Besonders
geeignet ist die Extraktion des gewünschten Produktes aus dem Reaktionsgemisch mit einem Kohlenwasserstoff, wie Ligroin, und
die Destillation dieses Extrakts,um niedrigsiedende Verunreinigungen
zu entfernen. Das isolierte Produkt wird dann als Fungizid verwendet oder in ein herkömmliches fungizides Präparat
einverleibt.
Die Beispiele erläufeern die Erfindung. Alle Prozent- und Teilangaben
-beziehen sich, wenn nicht anders angegeben, auf das Gewicht.
20 g (0,1 Mol) N-Chlor-trichloracetamidin und 16 g (0,1 Mol)
Kalium-äthylxanthogenat werden in 300 ml Tetrahydrofuran vermischt. Die spontane exotherme Reaktion macht das Kühlen
mit Eis notwendig. Das Gemisch wird über Nacht gerührt, die Feststoffe werden dann abfiltriert, das Lösungsmittel wird
unter vermindertem Druck entfernt. Das Produkt wird bei einem Druck von 1,3 mbar bei 95°C destilliert. Man erhält 10 g
eines Produkts, das 85 Gewichtsprozent S-Trichlormethyl-S-äthoxy-l,2,4-thiadiazol
enthält.
32 g (0,2 Mol) Kalium-äthylxanthogenat werden in 175 ml
Wasser gelöst und mater starkem Rühren mit einer Lösung von
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"^" 2808037
48 g (0,2 Mol) N-Brom-trlchloracetamidln in 1-50 ml Methylenchlorid
im Verlauf von 15 Minuten versetzt. Das Gemisch wird eine Stunde bei Raumtemperatur gerührt. Die dunkle Methylenchlorid-Phase
wird abgetrennt, die wässrige Phase wird mit 1OO ml Methylenchlorid extrahiert. Die vereinigten, organischen
Fraktionen werden über Magnesiumsulfat getrocknet und filtriert. Das Lösungsmittel wird abgedampft, das Rohprodukt wird bei
75°C und bei einem Druck von 0/86 mbar destilliert. Man erhält
26 g 3-Trichlormethyl-5~äthoxy-l,2,4-thiadiazol.
17,6 g (0,11 Mol) Kalium-äthylxanthogenat werden in 300 ml Acetonitril gelöst, auf 5°C abgekühlt und mit einer Lösung
von 20 g (0,1 Mol) N-Brom-trifluor-acetamidin in Acetonitril
im Verlauf von 45 Minuten versetzt, Die Temperatur des Gemi-
10°C sches wird durch Eiskühlung unterhalb / gehalten. Das Gemisch
wird dann eine Stunde bei Raumtemperatur gerührt und filtriert. Das Lösungsmittel wird unter vermindertem Druck entfernt, das
Rohprodukt wird bei 85 bis 90 C und einem Druck von 3,5 mbar
destilliert. Man erhält 11 g eines Produkts, das 45% 3-Trifluormethyl-5-äthoxy-l,2,4-thiadiazol
enthält.
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Claims (9)
- Patentanspruch· e. 1. Verfahren zur Herstellung von S-Trihalogenmethyl-S-nieder-alkoxy-l,2,4-thiadiazolen, in denen die Trihaiogenmethylgruppe eira Trichlormethyl- oder Trifluormethylgruppe ist und der Alkoxyrest 1 bis 4 Kohlenstoffatome hat, dadurch gekennzeichnet , daß man ein N-Halogen-trihalogenacetamidin, in dem das N-Halogen ein Chlor-, Brom- oder Jodatom ist, mit einem Alkalimetall-niede£~alkylxanthogenat umsetzt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Alkalimetall-alkylxanthogenat ein Natrium- oder Kaliumalkylxanthogenat verwendet.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als N-Halogen-trihalogenacetamidin N-Halogen-trichloracetamidin verwendet.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Alkalimetall-alkylxanthogenat ein Alkalimetalläthylxanthogenat verwendet.
- 5.· Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,und dasdaß man das N-Halogen-trihalogenacetamidin/ Alkalimetallalkylxanthogenat in einem molaren Verhältnis von etwa 1,25 : 1,0 bis etwa λ,O : 1,5 verwendet.909843/0628INSPECTeD- XT-
- 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,und das
daß man das N-Halogen-trihalogenacetamidin / Alkalimetall-alkylxanthogenat in einem molaren Verhältnis von etwa 1,0 : 1,0 bis etwa 1,0 ": 1,1 verwendet. - 7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart eines organischen Lösungs-Methylenchlorid
mittels, wie Acetonitril1, Tetrahydrofuran/oder einem Gemischvon Methylenchlorid und Wasser, durchführt. - 8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung bei. einer Temperatur von etwa 0 bis 50°C, insbesondere etwa 5 bis 300C, durchführt.
- 9. Verfahren nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß man ein N-Halogen-trihalogenacetamidin verwendet, in dem
das N-Halogen ein Chlor- oder Bromatom ist.$09843/0628
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Also Published As
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Legal Events
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Owner name: UNIROYAL CHEMICAL CO., INC., MIDDLEBURY, CONN., US |
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Representative=s name: JUNG, E., DIPL.-CHEM. DR.PHIL. SCHIRDEWAHN, J., DI |
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