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Beschreibung
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Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung
von Tri-(allylisocyanurat) durch Umsetzung eines Allylhalogenids mit einem Alkalicyanat.
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Tri-(allylisocyanuarat) ist als Ausgangsstoff und als Zwischenprodukt
in der Industrie für die Herstellung von synthetischen Harzen, synthetischem Kautschuk
und anderen organischen Chemikalien brauchbar.
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Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von Tri-(allylisocyanurat)
durch Umsetzung eines Alkalicyanats mit einem Allylhalogenid in einem aprotischen
polaren Lösungsmittel bekannt.
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Dieses Verfahren ist in der veröffentlichten japanischen Patentanmeldung
Nr. 3985/1961 beschrieben.
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Bei diesem Verfahren entsteht Allylisocyanat als Zwischenprodukt,
das dann im gleichen Reaktionssystem unter Bildung von Tri-(allylisocyanurat) trimerisiert
wird, wie in den Gleichungen (1) und (2) gezeigt ist: CH2=CHCH2X + MeOCN e CH2=CHCH2NCO
+ MeX (1) 3CH2=CHCH2NCO # (CH2=CHCH2NCO)3 .............. (2).
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In diesen bedeutet X ein Halogenatom und Me ein Alkalimetall.
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Die bekannten Verfahren zur Herstellung von Tri-(allylisocyanurat)
wie z.B. das in der japanischen Patentanmeldung beschriebene, haben verschiedene
Nachteile.
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Wenn Wasser im Reaktionssystem vorhanden ist, treten Nebenreaktionen
auf, wie sie in den Gleichungen (3), (4) und (5) dargestellt sind. Sie verringern
die Ausbeute an Tri-(allylisocyanurat) wesentlich.
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2CH2=CHCH2NCO + 1120 # CH2=CHCH2NHCONHCH2CH=CH2 + Co2 ... (3) C112=Cl1CII2X
+ H20 -+ CH2=CHCH20H + HX ................ (4) CH2=C1lCII2NCO + CH2=CHCH2OH # CH2=CH2=CHCH2NHCOOCH2CH=CH2
.(5) In diesen bedeutet X wiederum ein Halogenatom und Me ein Alkalimetall. Der
Wassergehalt im Reaktionssystem behindert die Bildung des Tri-(allylisocyanurats)
wesentlich, z.B. durch die Hydrolyse der als Lösungsmittel verwendeten aprotischen
polaren Verbindung, zusätzlich zu den oben aufgeführten Nebenreaktionen (3), (4)
und (5). Die Gegenwart von Wasser im Reaktionssystem sollte daher so weit wie möglich
vermieden werden. Die als Reaktionslösungsmittel verwendeten aprotischen polaren
Verbindungen, wie Dimethylformamid und Dimethylsulfoxid und das als Ausgangs stoff
verwendete Alkalicyanat sind jedoch stark hygroskopisch und ihre technischen Produkte
enthalten viel Wasser. Die Entfernung des Wassers ist
jedoch nicht
leicht.
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Hinzukommt, daß der Siedepunkt des Allylhalogenids (die meisten Allylhalogenide
sieden unter 1030 C) niedriger liegt als die Reaktionstemperatur (über etwa 1100
C), so daß sowohl das als Ausgangsstoff zugeführte Allylhalogenid als auch das durch
Rückfluß in die Reaktionszone zurückgeführte Allylhalogenid an der Oberfläche der
Reaktionszone verdampfen, Bei den bekannten Verfahren wird das Allylhalogenid an
der Oberfläche der Reaktionszone zugeführt, entweder auf einmal oder tropfenweise,
wobei man das während des Fortschreitens der Umsetzung verdampfte Allylhalogenid
zurückführt.
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Da bei dieser Umsetzung das Allylhaloenid an der Oberfläche der Reaktionszone
verdampft, wird die Konzentration an Allylhaloqenid in der Reaktionszone wesentlich
verrinqert und erfordert einen Rückflußkühler hoher Kapazität, ferner einen wiederholten
Rückfluß über lange Zeit. Diese langen Reaktionszeiten bewirken gedoch eine Zersetzung
des Allylhalogenids mit begleitenden Nebenreaktionen.
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Es ist zwar auch noch ein Verfahren zur Durchführung der Umsetzung
unter Druck bekannt, um die Konzentration des Allylhalogenids
in
der Reaktionszone zu erhöhen. Diese Verfahrensweise führt jedoch zu einer vermehrten
Bildung harzartiger Nebenprodukte und einer Verringerung der Ausbeute an Tri-(allylisocyanurat),
obwohl der Grund hierfür nicht klar ist.
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Ein weiterer Nachteil der bekannten Verfahren besteht darin, daß die
Reaktionsprodukte und das Lösungsmittel nicht getrennt aus dem Reaktionssystem gewonnen
werden können, nachdem die Umsetzung beendet ist.
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Das Allylhalogenid-Alkaiicyanat Reaktionssystem bildet aufgrund der
Gegenwart von Salzen als Nebenprodukten eine Aufschlämmung.
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Für die Gewinnung des Tri-(allylcyanurats) als Reaktionsprodukt sind
verschiedene Salzentfernungsmethoden bekannt, wie das Absaugen, die Druckfiltration,
die Zentrifugaltrennung u.dgl.
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Diese Salzentfernungsmethoden führen jedoch zu einem großen Verlust
an Reaktionsprodukten und an Lösungsmittel, da die in den Salzen enthaltenen Reaktionsprodukte
und Lösungsmittel zusammen mit diesen abgetrennt und entfernt werden. Um diesen
Verlust zu vermeiden, müssen die Salze mit einem Lösungsmittel gewaschen und das
in den Salzen enthaltene Lösungsmittel muß gewonnen werden u.dl., was oft zu technischen
Nachteilen fübrt. Ein anderes bekanntes Verfahren zur Entfernung der Salze besteht
in einem Waschprozeß mit Wasser, bei dem die Salze durch die direkte
Zugabe
von Wasser zu der Aufschlämmung nach der Beendigung der Umsetzung gelöst werden.
Aber auch dieses Verfahren bedingt einen großen Verlust an Reaktionsprodukten, die
im Wasser-Lösungsmittel System gelöst sind und wirft das schwierige Problem der
Trennung der wäßrigen Phase von den Reaktionsprodukten auf, wofür ein zusätzliches
Extraktionslösungsmittel erforderlich ist. Die Filtration der Aufschlämmung nach
Beendigung der Umsetzung erfordert ein aprotisches polares Lösungsmittel für das
Waschen des Filterkuchens (Salze), und da sich die Salze in diesem Lösungsmittel
wesentlich lösen, müssen auch die Salze, die sich nach der Gewinnung des Lösungsmittels
abgesetzt haben, entfernt werden. Die bloße fraktionierte Destillation der Aufschlämmung
nach Beendigung der Umsetzung und die Reinigung des Tri-(allylisocyanurats) ist
schwierig, da 1,3-Diallylharnstoff, Diallylcarbonat, Allyl-N-allylcarbmat und dergleichen
als Nebenprodukte der Umsetzung gebildet werden und in der Tri-(allylisocyanurat)
Fraktion enthalten sind.
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Die bekannten Verfahren zur Herstellung von Tri-(allylisocyanurat)
sind somit weder hinsichtlich der Reinheit noch der Ausbeute an gewünschtem Produkt
zufriedenstellend.
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Die Erfindung betrifft entsprechend ein verbessertes Verfahren zur
Herstellung von Tri-(allylisocyanurat) und insbesondere die
Entfernung
von Wasser, das sich nachteilig auf die Umsetzung zur herstellung von Tri-(allylisocyanurat)
auswirkt.
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Gegenstand der Erfindung ist ferner die Herstellung von Tri-(allylisocyanurat)
in kurzer Zeit und in guter Ausbeute durch Erhöhung der Allylhalogenidkonzentration
in der flüssigen Phase der Reaktionszone.
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Ferner werden erfindungsgemäß die Reaktionsprodukte und das aprotische
polare Lösungsmittel getrennt in guten Ausbeuten gewonnen, nachdem die Umsetzung
zur Herstellung des Tri-(allylisocyanurats) beendet ist.
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Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Tri-(allylisocyanurat)
durch Umsetzung eines Allylhalogenids mit einem Alkalicyanat in einem aprotischen
polaren Lösungsmittel ist dadurch gekennzeichnet, daß man das Lösungsmittel und
das Alkalicyanat in ein Reaktionsgefäß einführt, sie unter Destillation entwässert
und danach ein Allylhalogenid zugibt. Das Allylhalogenid wird in die flüssige Phase
der Reaktionszone eingeführt, ferner wird nach Beendigung der Umsetzung das Lösungsmittel
durch Destillation entfernt, Wasser oder eine wäßrige Chlorwasserstofflösung zu
der Reaktionsmischung gegeben und die gebildete, das
Tri-(allylisocyanurat)
enthaltende Schicht von der wäßrigen Schicht getrennt.
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Die erste Verbesserung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin,
daß das aprotische polare Lösungsmittel und das Alkalicyanat durch Destillation
entwässert werden, entweder dadurch, daß das Lösungsmittel und das Alkalicyanat
in das Reaktionsyefäß gegeben und dann das Lösungsmittel partiell unter atmosphärischem
oder verringertem Druck abdestilliert wird, um hierdurch das Wasser zusammen mit
dem Lösungsmittel zu entfernen, oder, indem man ein organisches Lösungsmittel, wie
Benzol, Toluol Xylol, das gegenüber dem Reaktionslösungsmittel, den Ausgangsstoffen
und den Zwischenprodukten der Umsetzung inert ist und mit dem Wasser ein azeotropes
Gemisch bildet, zufügt, um so das im Reaktionslösungsmittel und im Alkalicyanat
enthaltene Wasser zusammen mit dem organischen Lösungsmittel durch azeotrope Destillation
zu entfernen.
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Da erfindunsgemäß der für die Bildung des Tri-(allylisocyanurats)
nachteilige Gehalt an Wasser vor der Umsetzung entfernt wird, können nachteilige
Nebenreaktionen und die Hydrolyse des Lösungsmittels verhindert werden. Die zweite
Verbesserung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß das Allylhalogenid
direkt in die flüssige Phase der Reaktionszone eingeführt wird, um so die
Allylhalogenidkonzentration
in der flüssigen Phase zu erhöhen.
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Die Einführung des AiJylhalogenids kann dadurch bewirkt werden, daß
man zuvor das Alkalicyanat mit dem aprotischen polaren Lösungsmittel vcrmischt,
die Temperatur der gebildeten Mischung auf die Reaktionstemperatur erhöht und dann
das Allylhalogenid durch ein geeignetes in die flüssige Phase reichendes Rohr oder
durch einen Einlaß an der Seitenwandung des Reaktionsgefäßes einführt. Das gesamte
während der Umsetzung verdampfende Allylhalogenid wird durch einen Rückflußkühler
gekühlt und kondensiert und dann wieder durch das Einleitunysrohr oder durch den
Einlaß eingeführt. Ilierfür eignet sich jedes Rohr und jeder Einlaß, sofern er die
direkte Einführung des gasförmigen Allylhalogenids in die flüssige Phase der Reaktionszone
ermöglicht.
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Das Aliylhalogenid kann in beliebiger Weise eingeführt werden, z.B.
mit Knopfdruck, durch Einführung zusammen mit einem inerten Gas, z.B. Stickstoff,
durch Einpumpen u.dgl.
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Die direkte Einführung des Ausgangsallylhalogenids oder des zurückgeführten
Allylhalogenids in die flüssige Phase der Reaktionszone führt zu einer beträchtlichen
Verringerung der Reaktionszeit, zu einer Erhöhung der Ausbeute an Tri-(allylisocyanurat)
und einer wesentlichen Steuerung des Auftretens von Nebenreaktionen im Vergleich
zu den bekannten Verfahren, bei denen das
Allylhalogenid auf die
Oberfläche der flüssigen Phase getropft wird.
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Gemäß der dritten Verbesserung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
nach der Beendigung der Umsetzung das Lösungsmittel aus der Lösung durch Destillation
entfernt, um die Reaktionsprodukte und das Lösungsmittel getrennt zu gewinnen.
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Die Destillation des Lösungmittels kann unter atmosphärischem Druck
oder unter verringertem Druck erfolgen, wobei ein Rührvorgang oder ein sonstiges
Vermischen berücksichtigt werden muß, da das System eine Aufschlämmung bildet und
die Viskosität der Aufschlämmung gegen Ende der Destillation zunimmt.
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Dann wird Wasser oder eine wäßrige Salzsäurelösung zugegeben, um eine
Tri-(allylisocyanurat)-Schicht und eine wäßrige Schicht zu bilden.
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Die Bildung der Tri-(allylisocyanurat)-Schicht und der wäßrigen Schicht
erfordert eine Temperatur, bei der das Tri-(allylisocyanurat) zu einer Lösungsform
geschmolzen wird. Diese Temperatur kann verhältnismäßig niedrig sein, wenn eine
große Menge des aprotischen polaren Lösungmittels zurückgeblieben ist. Sie sollte
jedoch relativ hoch sein, wenn die zurückgebliebene Menge dieses
Lösungsmitt
(il S gering ist. Die Temperatur liegt gewöhnlich über etwa 15°C, vorzugsweise über
20°C und insbesondere über 30°C.
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Die für die Bildung des wäßrigen Schicht notwendige Menge Wasser oder
der wäßrigen Chlorwasserstofflösungen muß ausreichen, um die bei der umsetzung gebildeten
Salze zu lösen.
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Es ist ijekannt, ein Salz eines Metalles, das der Gruppe II des Periodensystems
angehört, zu verwenden, wcnn viel Alkalicarbonat im Ausgangsalkalicyanat enthalten
ist, vergleiche veröffentliche japanische E'atentanmeldung Nr. 26766/1967. Da das
Carbonat des Metalls der Gruppe II außer den zuvor genannten Salzen zurückbleibt,
bewirkt in diesem Fall die Verwendung der wäßrigen Salzsäurelösung die Lösung. Während
die Salzlösung im Wasser basisch und die in der wäßrigen Salzsäurelösung sauer reagiert,
ist das Tri-(allylisocyanurat) sowohl unter basischen wie auch unter sauren Bedingungeii
beständig.
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Die Temperatur des im erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Wassers
oder der wäßrigen Salzsäurelösung liegt vorzugsweise über 23° C und insbesondere
über 300 C bis zur Siedetemperatur, damit keine Auskristallisation des Tri-(allylisocyanurats)
auf tritt. Eine höhere Temperatur ist wirksam, wenn Nebenprodukte in großer Menge
vorhanden sind, die gelöst werden sollen. Dementsprechend ist die verwendete Menge
Wasser oder der wäßrigen
Chlorwasserstofflösung ausreichend, wenn
die Salze gelöst werden.
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Die Anzahl der Waschvorgänge unterliegt keiner besonderen Beschränkung.
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Die auf diese Weise erhaltene Tri-(allylisocyanurat) Schicht ist von
hoher Reinheit und kann als solche für die Herstellung von Endprodukten verwendet
oder weiter gereinigt werden, z.B. durch Destillation unter verringertem Druck.
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Die im erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Allylhalogenide umfassen
z.B. Allylchlorid (CH2=CHCH2Cl) , Allylbromid (CH2=CHCll2Br), Allyliodid (C112=C11C112I)
und dergleichen.
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Die Alkalicyanate umfassen.z.B. Lithiumcyanat (LiOCN), Natriumcyanat
(NaOCN), Kaliumcyanat (KOCN), Calciumcyanat (Ca(OCN)2), allein oder als Gemische
von zwei oder mehreren dieser Cyanate.
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Die aprotischen polaren Lösungsmittel umfassen z.B. Dimethylformamid,
Dimethylsulfoxid, Acetonitril, Hexamethylphosphamid, N-Methylacetamid, Tetramethylharnstoff
und dergleichen.
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Bei der Herstellung des Tri-(allylisocyanurats) kann Alkaliiodid und
Alkalibromid als Promotor, ferner ein Salz eines Metalles der Gruppe II, wie Calciumbenzoat
und Calciumacetat als
Cokatalysator für die Unterdrückung von Nebenreaktionen
verwendet werden.
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Das bevorzugte Verhältnis zwischen diesen Reaktionsteilnehmern, Allylhalogenid
und Alkalicyanat, liegt im Bereich von 0,8 bis 5,0 Mol Alkalicyanat je Mol Allylhalogenid.
Die Reaktionsteilnehmer können in etwa äguimolaren Mengen verwendet werden, wenn
beide von guter Reinheit sind. Wenn es jedoch erwünscht ist, die Umsetzung schneller
zu beenden, bevorzugt man einen leichten Überschuß an Alkalicyanat über die theoretische
Menge. Die Reaktion geht bei Verwendung des oben beschriebenen Lösungsmittels glatt
bei einer Temperatur zwischen 50 bis 2500 C vor sich und im allgemeinen bei einer
Temperatur zwischen 70 und 1500 C. Die Reaktionszeit hängt von der Menge und der
Art des Allylhalogenids und des Alkalicyanats ab und kann nicht generell vorbestimmt
werden. Gewöhnlich beträgt sie zwischen 1 und 20 Stunden. Die verwendete Menge Lösungsmittel
ist keinen besonderen Beschränkungen unterworfen und hängt davon ab, ob mit größerer
oder geringerer Menge Lösungsmittel das Verfahren schwierig oder leicht verläuft
und die Reaktionszeit verringert oder verlängert wird. Vorzugsweise beträgt sie
das etwa ein- bis zehnfache der Gewichtsmenge des Alkalicyanats.
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Beispiel 1 In ein 5 1 Reaktionsgefäß, das mit einem Rührer, einem
Thermometer,
einem Rohr für die Einleitung des Allylhalogenids, dessen offenes Ende sich am Boden
des Reaktionsgefäßes befand, und einem Rückflußkühler mit einem Rohr für die Rückführung
der kondensierten Flüssigkeit ausgestattet war, dessen offenes Ende sich ebenfalls
am Boden des Reaktionsgefäßes befand, wurden 2,0 kg Dimethylsulfoxid und 1,0 kg
Kaliumcyanat mit einer Reinheit von 98,5 % gegeben. Der Inhalt wurde unter Rühren
auf 1300 C erhitzt. Anschließend wurden 1,2 kg AJlybromid kontinuierlich ininnerhalb
von 1,5 Stunden unter ihrem ei(J(nen Druck unter die Flüssigkeitsoberfläche eingeführt.
Während der Einleitung des Allylbromids wurde die Reaktionstemperatur auf 120 bis
1300 C gehalten. Die Bildung von Rückflußflüssigkeit hörte 15 Min. nach der Einleitung
des Allylbromids auf. Danach wurde 1 Stunde bei 1300 C gerührt, gekühlt und anschließend
zentrifugiert. Das erhaltene feste Material wurde mit Dimethylsulfoxid gewaschen,
die Waschflüssigkeit zusammen mit dem beim Zentrifugieren erhaltenen Filtrat gewonnen
und unter vermindertem Druck destilliert. Nach der Zugabe von Wasser zum Destillationsrückstand
und dem Rühren der Mischung wurde die abgeschiedene wäßrige Schicht verworfen.
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Der Rückstand wurde unter verringertem Druck (123 bis 1250 C/ 1 mm
llg) destilliert. Man erhielt 0,79 kg Tri-(allylisocyanurat) in einer Ausbeute von
etwa 95 %, bezogen auf das Allylbromid.
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Zum Vergleich wurde ein Versuch in einem 5 1 Reaktionsgefäß durchgeführt,
bei dem das Allylbromid und die Rückflußflüssigkeit nicht unter die Flüssigkeitsoberfläche
eingeführt, sondern vom oberen Teil des Reaktionsgefäßes eingetropft wurden. Das
Dimethylsulfoxid und das Kaliumcyanat wurden unter Rühren auf 1300 C erhitzt, worauf
man tropfenweise das Allylbromid zugab. In diesem Fall war die Menge an gebildeter
Rückflußflüssigkeit größer und es war schwierig, die Reaktionstemperatur über 1200
C zu halten.
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Die tropfenweise Zugabe des Allylbromids mußte daher häufig unterbrochen
werden, so daß seine Zugabe etwa 3 Stunden in Anspruch nahm. überdies dauerte es
etwa 1,5 Stunden nach Beendigung der Allylbromidzugabe, bis der Rückfluß aufhörte.
Die gleiche Behandlung wie in Beispiel 1 ergab nach einstündigem Rühren bei 1300
C 0,69 kg Tri-(allylisocyanur.at) in einer Ausbeute von etwa 83 %, bezogen auf das
Allylbromid.
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Beispiel 2 In einen 1 000 1 Reaktor, der in gleicher Weise ausgestattet
war, wie der des Beispiels 1, wurden 400 kg Dimethylformamid, 200 kg Natriumcyanat
mit einer Reinheit von 93 %, 8 kg wasserfreies Calciumchlorid und 1 kg Kaliumbromid
gegeben. Die Temperatur des Reaktorinhaltes wurde unter Rühren auf 1300 C erhitzt.
Dann wurden innerhalb von 2 Stunden 200 kg Allylchlorid
kontinuierlich
unter ihrem Eigendruck in den Reaktor eingeführt.
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Während dieser Zeit wurde die Reaktionstemperatur auf 120 bis 1400
C gehalten. Etwa 30 Min. nach der Einleitung des Allylchlorids hörte der Rückfluß,
im wesentlichen auf. Es wurde dann noch 1,5 Stunden bei 1300 C gerührt und anschließend
gekühlt. Die Reaktionsflüssigkeit wurde zentrifugiert, das abgetrennte feste Material
mit Dimethylformamid gewaschen und die Waschflüssigkeit zusammen mit dem Filtrat,
das beim Zentrifugieren erhalten wurde, unter verringertem Druck destilliert, um
das Dimethylformamid zurückzugewinnen. Zu dem Destillationsrückstand wurden 100
kg n-Hexan gegeben. Dann wurde filtriert und aus dem Filtrat das n-Hexan durch Destillation
unter vermindertem Druck entfernt.
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Man erhielt durch Destillation unter vermindertem Druck (123 bis 1250
C/ 1mm Hg) 203,1 kg Tri-(allylisocyanurat) in einer Ausbeute von etwa 93 % bezogen
auf das Allylchlorid.
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Zum Vergleich wurde der gleiche Versuch in einem 1 000 1 Reaktor durchgeführt,
wobei das Allylchlorid und die Rückflußflüssigkeit jedoch nicht unter die Flüssigkeitsoberfläche,
sondern vom oberen Teil des Reaktors eingetropft wurden. Es wurden die gleichen
Mengen an Ausgangsstoffen wie oben verwendet. Der Reaktorinhalt wurde unter Rühren
auf 1300 C erhitzt. Dann wurde die gleiche Menge Allylchlorid tropfenweise zugefügt.
In diesem Fall war die Menge an Rückflußflüssigkeit größer und die Zugabe des
Allylchlorids
nahm etwa 4,5 Stunden in Anspruch, um die Reaktionstemperatur über 120°C zu halten.
Außerdem dauerte es etwa 1,5 Stunden nach der Zugabe des Allylchlorids, bis der
Rückfluß aufhörte. Durch 1,5 stündiges Erhitzen auf 1300 C unter Rühren und weiterer
Bearbeitung wie oben beschrieben, wurden 183,4 kg Tri-(allylisocyanurat) in einer
Ausbeute von etwa 84 %, bezogen auf das Allylchlorid erhalten.
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Beispiel 3 In ein 30 1 Reaktionsgefäß wurden 10 kg Diethylformamid
mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 0,12 %, 4,5 kg Kaliumcyanat mit einer Reinheit
von 94 % und einem Feuchtigkeitsgehalt von 0,3 % sowie 0,3 kg Toluol eingeführt.
Der Reaktorinhalt wurde unter Rühren auf 1100 C erhitzt, dann wurden 0,15 kg Toluol
durch einfache Destillation entfernt, worauf die Restfeuchtigkeit im System 0,02
% betrug. Anschließend wurde der Rückstand im Reaktor auf 1200 C erhitzt,und innerhalb
von 3 Stunden wurden 4,32 kg Methyliodid eingeführt. Die Reaktionsteilnehmer wurden
weitere 3 Stunden bei 100 bis 1200 C gerührt. Dann wurde gekühlt, das Reaktionsgemisch
zentrifugiert, das abgeschiedene feste Material mit Diethylformamid gewaschen und
die Waschflüssigkeiten wurden zusammen mit dem Filtrat, das beim Zentrifugieren
erhalten wurde, unter vermindertem Druck (67 bis 690 C/15 mm Hg) zur Rückgewinnung
des Diethylformamids destilliert. Die Kristalle, die
sich abschieden,
wenn man den Destillationsrückstand in Wasser gab, wurden abfiltriert und aus Methanol
umkristallisiert. Man erhielt 1,54 kg Tri-(methylisocyanurat) mit einem Schmelzpunkt
von 176 bis 1770 C. Ein ohne Toluol unter den gleichen Bedingungen durchgeführter
Vergleichsversuch ergab 1,13 kg Tri-(methylisocyanurat) in einer Ausbeute von etwa
65 %.
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Beispiel 4 In ein Reaktionsgefäß wie in Beispiel 3 wurden 10 kg Dimethylacetamid
mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 0,1 %, 2,83 kg Kaliumcyanat mit einer Reinheit
von 94,5 % und einem Feuchtigkeitsgehalt von 0,2 % und 0,1 kg m-Xylol gegeben. Der
Inhalt des Reaktionsgefäßes wurde unter Rühren auf 1200 C erhitzt. Dann wurden 0,07
kg m-Xylol durch einfache Destillation entfernt. Die Restfeuchtigkeit im System
betrug darauf 0,03 %. Der Inhalt des Reaktionsgefäßes wurde anschließend auf 1300
C erhitzt, dann wurden 3,7 kg n-Propylbromid innerhalb von 4 Stunden zugegeben.
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Es wurde noch zwei Stunden bei der gleichen Temperatur gerührt und
dann gekühlt. Anschließend wurde das Reaktionsgemisch zentrifugiert, das durch Zentrifugieren
erhaltene feste Material mit Dimethylacetamid gewaschen und die Waschflüssigkeiten
wurden zusammen mit dem beim Zentrifugieren erhaltenen Filtrat unter verringertem
Druck (83 bis 840 C/32 mm Hg) zur Rückgewinnung des Dimethylacetamids destilliert.
Zum Destillationsrückstand
wurden Wasser und Benzol gegeben, und
das Reaktionsprodukt wurde mit Benzol extrahiert. Nach dem Abdestillieren des Benzols
aus dem Extrakt erhielt man durch Destillation unter verringertem Druck (116 bis
1180 C/2 mm Hg) 2,4 kg Tri-(n-propylisocyanurat) in einer Ausbeute von etwa 94 %,
bezogen auf das n-Propylbromid.
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Beispiel 5 In einem 8m³ Reaktor, der mit einer Fraktionierkolone mit
10 perforierten Böden ausgestattet war, wurden 4 000 kg Dimethylformamid mit einem
Feuchtigkeitsgehalt von 0,6 %, 2 000 kg Natriumcyanat mit einer Reinheit von 85
% und einem Feuchtigkeitsgehalt von 0,36 %, 200 kg wasserfreies Calciumchlorid und
10 kg Kaliumbromid eingeführt. Der Reaktorinhalt wurde unter Rühren auf 90 bis 950
C erhitzt, dann wurden 294 kg Dimethylformamid bei einem Druck von 125 mm Hg und
einem Rückflußverhältnis von 5 bei 90 bis 950 C abdestilliert. Der Restfeuchtigkeitsgehalt
im System betrug darauf 0,05 %. Anschließend wurde die Temperatur des Reaktorinhaltes
auf 1300 C erhöht, und innerhalb von 2,5 Stunden wurden 2 050 kg Allylchlorid zugefügt.
Danach hielt man die Temperatur des Reaktionsgemisches noch 1,5 Stunden auf 1300
C.
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Das gekühlte Reaktionsgemisch wurde zentrifugiert und das abgeschiedene
feste Material mit Dimethylformamid gewaschen. Die
Waschflüssigkeiten
wurden zusammen mit dem beim Zentrifugieren erhaltenen Filtrat zur Rückgewinnung
des Dimethylformamids unter verringertem Druck destilliert. Nach der Zugabe von
Toluol zum Destillationsrückstand und dem Filtrieren des Gemisches wurde Toluol
abdestilliert und der Destillationsrückstand unter verringertem Druck (123 bis 124°C/1
mm Hg) destilliert. Man erhielt 2 104 kg Tri-(allylcyanurat) in einer Ausbeute von
etwa 94 %, bezogen auf das Allylchlorid.
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Ein Vergleichsversuch wurde ohne Abdestillieren von Dimethylformamid
durchgeführt. Man erhielt 1 455 kg Tri-(allylisocyanurat) in einer Ausbeute von
etwa 65 %.
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Beispiel 6 In ein 1 1 Reaktionsgefäß, das mit einem Rührer und einem
Thermometer ausgestattet war, wurden 600 g Tetramethylharnstoff mit einem Feuchtigkeitsgehalt
von 0,5 %, 85 g Kaliumcyanat mit einer Reinheit von 98,5 % und einem Feuchtigkeitsgehalt
von 0,2 % und 30 g Benzol gegeben Der Inhalt des Reaktionsgefäßes wurde unter Rühren
auf 800 C erhitzt1 dann wurden 15 g Benzol durch einfache Destillation entfernt,
worauf der Restfeuchtigkeitsgehalt im System 0,02 % betrug. Der Rückstand wurde
mit 137 g sek. Butylbromid versetzt und die Temperatur der Mischung auf 130 ° C
erhöht.
Zur Bewirkung der Umsetzung hielt man die Temperatur 5 Stunden unverändert auf diesem
Wert. Nach dem Kühlen des Reaktionsgemisches wurde filtriert und der abgeschiedene
Feststoff mit Tetramethylharnstoff gewaschen, der durch ein Molekularsieb 4A entwässert
worden war. Die Waschflüssigkeiten wurden zusammen mit dem Filtrat fraktioniert
destilliert, worauf man 72,3 g Tri-(sek.-butylisocyanurat) vom Schmelzpunkt 100
bis 1020 C in einer Ausbeute von etwa 73 %, bezogen auf das sek.-Butylbromid erhielt.
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Ein Vergleichsversuch wurde unter den gleichen Bedingungen, jedoch
ohne Zugabe von Benzol durchgeführt. Man erhielt 42,5 g Tri-(sek.-butylisocyanurat)
in einer Ausbeute von etwa 43 %.
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Beispiel 7 In ein Reaktionsgefäß wie in Beispiel 6 wurden 500 g Dimethylsulfoxid
mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 0,2 % und 100 g Natriumcyanat mit einer Reinheit
von 94 % und einem Feuchtigkeitsgehalt von 0,1 % gegeben, wobei man rührte. Unter
verringertem Druck (85 bis 870 C/25 mm Hg) wurden 100 g Dimethylsulfoxid abdestilliert.
Der Restfeuchtigkeitsgehalt im Reaktionssystem betrug darauf 0,01 %. Dann wurden
151 g Isoamylbromid zugefügt, und das Reaktionssystem wurde 20 Stunden unter verringertem
Druck von 700 mm Hg auf 900 C gehalten. Nach dem Kühlen wurde filtriert
und
der erhaltene Feststoff mit Dimethylsulfoxid gewaschen, der durch ein Molekularsieb
4A entwässert worden war. Die Waschflüssigkeiten und das Filtrat wurden fraktioniert
destilliert, worauf man 72,3 g Tri-(isoamylisocyanurat) in einer Ausbeute von etwa
64 %, bezogen auf das Isoamylbromid, erhielt.
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Zum Vergleich führte man den vorstehenden Versuch nochmals durch,
jedoch ohne Dimethylsulfoxid abzudestillieren. In diesem Fall erhielt man 40,7 g
Tri-(isoamylisocyanurat) in einer Ausbeute von etwa 36 %.
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Beispiel 8 In einen 500 1 Reaktor wurden 150 kg Dimethylformamid,
80 kg Natriumcyanat mit 5 Gew.% Natriumcarbonat Verunreinigung und 1 kg Kaliumbromid
eingeführt, worauf man unter Erhitzen auf 130°C und unter Rühren 76,5 kg Allylchlorid
innerhalb von 3 Stunden zugab. Nach weiterem 3 stündigem Rühren bei 130 bis 1350
C wurde Dimethylformamid durch Destillation unter vermindertem Druck zurückgewonnen.
Zum Destillationsrückstand wurden 250 1 Wasser gegeben. Anschließend wurde auf 400
C erwärmt und 30 Min. gerührt. Die wäßrige Schicht, die sich beim Stehen abschied,
wurde entfernt, und die das Tri-(allylisocyanurat) enthaltende Schicht wurde zweimal
mit jeweils 100 1 Wasser von
300 C gewaschen. Nach dem Abtrennen
der Wasserschicht wurde die Schicht aus Tri-(allylisocyanurat) durch Erhitzen entwässert
und bei 113 bis 1150 C / 1 mm lig destilliert.
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Beispiel 9 In einen Reaktor wie in Beispiel 1 wurden 150 kg Dimethylformamid,
85 kg Natriumcyanat mit 10 Gew.% Natriumcarbonat als Verunreinigung, 5 ky wasserfreies
Calciumchlorid und 1 kg Kaliumbromid eingeführt.
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Den Reaktorinhalt ließ man wie in Beispiel 1 reagieren, worauf man
Dimethylformamid zurückgewann. Zum Reaktionsgemisch wurden dann 250 1 Wasser von
300 C gegeben, und dann langsam unter Rührer konzentrierte Chlorwasserstoffsäure
zur Einstellung des pH-Wertes der Wasserschicht auf 4,0. Nach dem Stehen des Reaktionsgemisches
wurde die gebildete wäßrige Schicht entfernt und die Schicht aus Tri-(allylisocyanurat)
zweimal mit jeweils 100 1 Wasser von 300 C gewaschen. Nach dem zweiten Waschen wurde
durch Zugabe von 1 n wäßriger Natriumhydroxidlösung neutralisiert, so daß der I
-Wert der wässrigen Schicht 7 betrug. Die wässrige Schicht wurde entfernt und die
Schicht aus Tri-(allylisocyanurat) wie in Beispiel 1 zur Gewinnung des Tri-(allylisocyanurats)
destilliert.
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Vergleichsbeispiel 1 Das wie in Beispiel 1 auf Raumtemperatur gekühlte
Reaktionsgemisch 3 wurde in einen 3 m Behälter übergeführt, worauf man 2 500 1
Wasser
von 400 C zufügte, ohne daß Dimethylformamid abdestilliert worden war. Die Mischung
wurde dann gerührt. Nachdem sie stehengelassen worden war und sich die Flüssigkeit
nur schwer abschied, wurden 200 1 Toluol als Extraktionslösungsmittel zu der Mischung
gegeben. Die Mischung wurde gerührt und dann zur Abtrennung der wässrigen Schicht
stehengelassen, aus der das Dimethylformamid durch Destillation gewonnen wurde.
Nach dem Abdestillieren des Toluols aus der Toluolschicht erhielt man durch Destillation
Tri-(allylisocyanurat). Die erhaltenen Ergebnisse sind zusammen mit denen der Beispiele
1 und 2 und denen der Vergleichsbeispiele 1 und 2 in der Tabelle 1 zusammengestellt.
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Vergleichsbeispiel 2 Das wie in Beispiel 2 erhaltene und auf Raumtemperatur
gekühlte Reaktionsgemisch wurde zur Entfernung der festen Salze zentrifugiert. Dann
wurde das Dimethylformamid durch Destillation der abgetrennten Flüssigkeit gewonnen.
Mit dem Abdestillieren des Dimethylformamids traten Salze, die sich in der Flüssigkeit
gelöst hatten, wieder aus und machten die Flüssigkeit zu einer viskosen Aufschlämmung,
die die Abtrennung der Salze durch Filtrieren schwierig machte. Zur Verdünnung wurden
100 1 Toluol Zllgegeben und nach dem Filtrieren der verdünnten Aufschlämmung unter
Druck wurde Toluol abdestilliert. Man erhielt Tri-(allylisocyanurat).
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TABELLE 1 Beispiel Rückgewinnung von Di- Ausbeute an Tri- + Reinheit
des methylformamid, % (allylisocyanurat) Tri- (allyl-% isocyanurats) , % Beispiel
1 98,5 92,0 99,1 Beispiel 2 98,0 93,3 99,3 Vergleichsbeispiel 1 72,3 91,5 97,8 Vergleichsbeispiel
2 87,1 83,0 97,2 bezogen auf Allylchlorid durch Gaschromatografie Beispiel 10 In
ein 20 1 Reaktionsgefäß, das mit einem Rührer, einem Thermometer, einem Allylhalogenid-Einleitungsrohr,
dessen Ende im Boden des Reaktionsgefäßes angeordnet ist, einem Kühler mit einem
Rohr für die Rückflußflüssigkeit, dessen Ende ebenfalls im Boden des Reaktionsgefäßes
angeordnet ist, und mit einer 10-Stufen Fraktionierkolone ausgestattet war, wurden
4 300 g Dimethylformamid mit einem Wassergehalt von 0,1 %, 2 000 g Natriumcyanat
mit einer Reinheit von 92 % und einem Wassergehalt von 0,2 %, 75 g wasserfreies
Kaliumchlorid und 7 g Kaliumbromid gegeben. Nach dem
Schließen
des Ailylhalogenid-Zuleitungsrohres und der Leitung für die Rückflußlösung wurde
der Inhalt des Reaktors unter Rühren auf etwa 900 C erhitzt, und 450 mg Formamid
wurden unter verringertem Druck von 95 bis 100 mm Ein und einem Rückflußverhältnis
von 5,0 abdestilliert. Der Wassergehalt im System betrug dann noch 0,03 %. Dann
wurde die Temperatur im Reaktor auf 1300 C erhöht und 2 080 g Allylchlorid wurden
unter ihrem eigenen Druck innerhalb von 3 Stunden durch das Allylhalogenid-Zuleitungsrohr
eingeführt, wobei dieses Zuleitungsrohr und die Leitung für die Rückflußlösung offen
waren und der Einlaß zur Fraktionierkolone geschlossen war. Dann wurde das Allylhalogenid-Zuleitungsrohr
verschlossen und die Reaktionslösung 2 Stunden unter Rühren auf 130 bis 1350 C gehalten.
Anschließend wurde die Reaktionslösung auf 600 C gekühlt und Dimethylformamid unter
verringertem Druck von 25 mm Hg destilliert und durch das Seitenrohr der Leitung
für die Rückflußlösung aus dem System abgezogen.
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Zu dem Rückstand aus rohem Tri-(allylisocyanurat) und anorganischen
Salzen wurden 9 500 1 Wasser und 550 g 35%ige wäßrige Chlorwasserstofflösung gegeben.
Zur vollständigen Lösung der anorganischen Salze wurde gerührt, dann wurde stehengelassen
und die abgeschiedene untere wäßrige Schicht wurde verworfen. Zu dem verbliebenen
rohen Tri-(allylisocyanurat) wurden 5 000 1 Wasser gegeben, worauf man rührte und
dann stehenließ. Die untere Schicht aus rohem
Tri-(allylisocyanurat)
wurde in die Destillationsvorrichtung übergeführt, unter Vakuum unter 1000 C entwässert
und dann bei 1130 C/0,5 mm Hg destilliert. Man erhielt 2 016,5 g Tri-(allylisocyanurat).
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sch : ek