DE2906012A1 - Garnfuehrung fuer eine garnheizung und verfahren zu deren herstellung - Google Patents
Garnfuehrung fuer eine garnheizung und verfahren zu deren herstellungInfo
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Description
HOFFMANX · TSLTZ1 -R & PARTNER
P AT E N TAN WALT E
DR. ING. E. HOFFMANN (1930-1976) . D I PL.-I N G. W.EITLE - D R. RER. NAT. K. HOFFMAN N · D I PL.-ING. W. LEH N
DlPL.-ING. K. FOCHSLE · DR. RER. NAT. B. HANSEN
ARABELLASTRASSE 4 (STERN HAUS) . D-8000 MD NCH EN 81 · TELEFON (089) 911087 . TELEX 05-29619 (PATHE)
31 778 o/fi
MONITOR COATINGS LIMITED
Wallsend, Tyne & Wear
Großbritannien
Großbritannien
Garnführung für eine Garnheizung und Verfahren zu deren Herstellung
Die Erfindung betrifft eine Garnführung für eine Garnheizung.
Zahlreiche Garne können auf Streck-Texturier-Vorrichtungen
bearbeitet werden, um den Fäden eine verbesserte Qualität hinsichtlich des Griffes zu geben. Beim Streckverzwirnen
wird das Garn über eine Faden- bzw. Garnführung gezogen und dabei gleichzeitig gezwirnt. Dabei wirken starke Abriebkräfte
auf die Garnführung ein und zwar als Ergebnis der Bewegung des Garnes durch die Führung unter erheblicher
Spannung und weil das Garn als Ergebnis der im Garn vorhandenen Verzwirnung an der Oberfläche hämmert. Elektrische
Faden- bzw. Garnheizer werden in solchen Vorrichtungen verwendet, um die Fäden zu erhitzen, während sie gezwirnt
werden. Diese Heizvorrichtungen bestehen im allgemeinen aus
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einer Fadenführung aus Stahl oder Messing einer Länge von einem halben bis 3 m, in denen Kerben für die Fäden enthalten
sind, durch welche die Fäden passieren. Hohe Geschwindigkeiten kann man bei Verwendung von Dampfphasenerhitzern
erzielen, bei denen die Garnkorben im Inneren eines hohlen, hauptsächlich mit Dampf gefüllten röhrenähnlichen
Teil gebildet werden, und wobei der Querschnitt dieses Teiles so geformt ist, daß er die Garnkerben bildet. Die Fäden
können erheblichen Abrieb erleiden, wobei der Grad des Abriebs von der Geschwindigkeit abhängt, mit welcher die Fäden
in der Führung laufen, dem Grad des Verzwirnens, der Temperatur und der Art des Fadens. Auch Korrosion tritt auf, weil
die Fäden häufig mit einer Vielzahl von Chemikalien, die sehr aggressiv sein können, geschmiert sind.
Fadenführungen sind bisher elektrobeschichtet worden mit einer Schicht aus Nickel und einer anschließenden Schicht
aus Chrom, um ihnen eine verbesserte Abrieb- und Korrosionsbeständigkeit zu verleihen. Die stromlose Abscheidung
von Nickel ergibt Nickelschichten, die nach einer Wärmebehandlung eine Härte ergeben, die praktisch der von elektroabgeschiedenem
Chrom entspricht, und seit etwa 10 Jahren ist es bekannt, Fadenführungen mit Nickel, das stromlos
abgeschieden wurde, zu beschichten. Die Verarbeitungsgeschwindigkeiten haben sich jedoch durch die fortgeschrittenen
Technologien erhöht und seit etwa 5 Jahren ist bekannt, daß der Abrieb von derartigen Abscheidungen nicht tolerierbar ist.
Die Führungen wurden daraufhin mit Chromoxyd oder Mischungen aus Aluminiumoxyd und Titanoxyd beschichtet. Da solche
Keramiken sehr viel härter sind als Chrom oder Nickel, war zu erwarten, daß die Abriebbeständigkeit der Führungen bis
zu einem Faktor erhöht würde. Vor zwei oder drei Jahren wurde aber festgestellt, daß ein großer Teil der keramikbeschichteten
Führungen versagte. Die Fehler bestanden im allgemeinen in einem "Abblättern" der Keramikbeschichtung aber es ist
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bisher nicht genau bekannt, wodurch dieses Abblättern erfolgt.
Seit wenigstens zwei Jahren stehen die Hersteller von Fadenführern vor dem Problem, die Führungen gegen Abrieb
und Korrosion zu schützen, und es wurde allgemein angenommen, daß dieses Problem weder durch Nickelbeschichtungen
noch durch Keramikbeschichtungen gelöst werden könnte.
Die Erfindung betrifft eine Garnführung für einen Garnerhitzer aus einem länglichen Körper mit wenigstens einer
langgestreckten Kerbe für das Garn, wobei die Oberflächenschicht des Körpers in und anliegend an die Kerbe oder die
Kerben im wesentlichen aus Nickel und/oder Chrom besteht, und eine Keramikbeschichtung an der Oberflächenschicht
am Boden des oder der Kerbe(n) vorliegt.
Die Oberflächenschicht besteht hauptsächlich aus stromlos
abgeschiedenem Nickel. Das stromlosabgeschiedene Nickel gibt eine Schicht niedriger Porosität sowie mit niedrigem
Korrosions- und Reibungswiderstand und niedriger Wärmeleitfähigkeit,
jedoch mit guter Haftung an dem länglichen Körper, insbesondere wenn dieser aus Stahl besteht, wie dies bei
den meisten Dampfphasen-Fadenheizungen der Fall ist.
Die keramische Beschichtung ist vorzugsweise schwarz oder im wesentlichen schwarz und das stromlos abgeschiedene
Nickel wird vorzugsweise auf das gesamte Äußere der dampfenthaltenden,
längsgestreckten hohlen Teile des Dampfphascnerhitzers
abgeschieden.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung
einer Garnführung für Garnerhitzer, bei dem man in aufein-
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anderfolgenden Stufen einen langgestreckten Körper wenigstens mit einer längsgestreckten Kerbe versieht , bei dem die Oberflächenschicht
im wesentlichen aus Nickel und/oder Chrom in und benachbart zu der oder den Kerbe(n) besteht und
eine Keramikbeschichtung an der Oberflächenschicht am Boden
der Kerbe(n) gebildet wird.
Das Verfahren kann vorteilhaft durchgeführt werden durch nacheinanderfolgende Stufen, indem man eine Oberflächenschicht
aufträgt, die im wesentlichen aus stromlos abgeschiedenem Nickel besteht, und die an jeder Kerbe anliegt,
worauf man dann die stromlos abgeschiedene Nickeloberfläche in der Kerbe sandbläst und dabei die Dicke des stromlos
abgeschiedenen Nickels vermindert, aber dabei die Oberflächenbeschichtung des länglichen Körpers in den Kerben und anliegend an die
Kerben im wesentlichen mit einer dünnen Schicht von stromlos abgeschiedenen Nickel beibehält, worauf man dann eine
Keramikbeschichtung über die sandgeblasene stromlos abgeschiedene Nickeloberfläche am Boden einer jeden Kerbe bildet.
Vorzugsweise ist die Keramikbeschichtung dünner als die Dicken, die bei den bekannten, nur aus Keramik bestehenden Beschichtungen
vorlagen. Es ist vorteilhaft, wenn die Durchschnittsdicke der Keramikbeschichtung im Bereich von 0,1 mm bis
0,002 mm liegt. Die Härtung der stromlos abgeschiedenen Nickelbeschichtung findet automatisch bei Anwendung des
Fadenheizers statt, wenn dieser bei erhöhten Temperaturen betrieben wird. Vorzugsweise wird das Sandblasen in einer
Richtung mit dem Verlauf der Kerben durchgeführt, um die Wirkung des Sandblasens am Boden der Kerben zu konzentrieren
und dadurch in den Kerben eine Keramikbeschichtung zu bilden, die vorwiegend U-förmig im Querschnitt ist und sich in der
Höhe der Kerben verjüngt.
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Versuche haben überraschenderweise gezeigt, daß solche
Führungen abrieb- und korrosionsbeständiger sind und zwar in weit höherem Maße als die bekannten nickelbeschichteten
und keraraikbesehichteten Führungen. Dies gilt besonders
für lange (z.B. 2 in) mit hohen Geschwindigkeiten gefahrenen
Führungen in Fadenheizungen, die mit Heizmitteln in der Dampfphase erhitzt werden. Außerdem läßt sich die Führung
besser reinigen.
Das bevorzugte Verfahren zur Herstellung einer Garnführung wird anschließend näher beschrieben. Dabei geht man von
einem langgestreckten Körper aus Stahl oder Nickel aus, der zwei symmetrisch angeordnete Längskerben mit im wesentlichen
U-förmigem Querschnitt aufweist, wobei der langgestreckte Körper durch Extrudieren oder Walzen und anschließende
Bearbeitung gebildet wurde.
Eine Oberflächenschicht aus Nickel mit einer im wesentlichen
gleichmäßigen Dicke von 20 bis 80 um(0,001 bis 0,003 inch), vorzugsweise ungefähr 50-um (ungefähr 0,002 inch) wird in
und anliegend an die Kerben über die gesamte Körperfläche, welche die Kerben enthält, durch stromlose Abscheidung aufgebracht.
Es ist möglich, daß eine Schicht aus Chrom oder Nickel und Chrom ebenso befriedigend bei der überzogenen
Führung arbeitet, aber zur Zeit kann man Chrom nicht stromlos abscheiden und gleichmäßige Überzüge der Kerben sind
durch Elektroabscheidung sehr schwer zu erhalten; außerdem ist es nicht möglich, vorauszusagen, daß eine Chromschicht
so erfolgreich wie eine Nickelschicht die Keramikbeschichtung binden kann.
Die Nickelschicht an der Oberfläche wird durch übliche
stromlose Nickel/Phosphid-Überzugsverfahren aufgebracht.
Der Körper wird in spezielle Lösungen für jeweils bestimmte Zeiten eingetaucht. Die Nickel in ionischer Form enthaltende
Lösung in einem Tank wird mittels eines Wassermantels erhitzt. Die Temperatur der Lösung wird genau eingestellt und
die Dicke der Nickelabscheidung wird durch die Eintauch-
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zeit bestimmt. Eine Dicke von weniger als 20,Um (0,001 inch) ,
die bei sorgfältiger Handhabung ausreichen könnte, birgt das Risiko in sich, daß sie in zu starkem Maße bei der
anschließenden Behandlung abgetragen wird, umgekehrt ist
eine Dicke von mehr als 80 um .(0,003 inch) unwirtschaftlich,
obwohl sie in praktischer Hinsicht befriedigend wäre.
Die Oberflächeribeschichtung aus Nickel kann auf im wesentlichen
1000 VXckers durch «ine übliche Wärmebehandlung, die
ein Tempern bei einer Temperatur von annähernd 400°C während 1 Stunde einschließt, gehärtet werden. Dann werden die Teile
der Oberflächenschicht ^, die mit der Keramik beschichtet
wird, durch Sandblasen aufgerauht. Andere Teile der Oberflächenschicht
werden auch durch das Sandblasen angegriffen, aber dies ist nicht besonders nachteilig. Dagegen ist es
wichtig, daß die Nickelschicht nicht abgetragen wird, und deshalb wird das Sandblasverfahren so eingestellt, daß eine
Schichtdicke von wenigstens 20 um (0,001 inch) zurück bleibt. Unmittelbar nach (oder nicht mehr als 2 Stunden nach) dem
Sandblasen wird der Keramiküberzug aufgetragen.
Prüfungen, einschließlich Biegeversuche, haben gezeigt, daß die beste Bindungsfestigkeit einer Keramikbeschichtung
am Boden der Garnkerben entwickelt wird, d.h. dort, wo der Abrieb der unbeschichteten Fadenführungen tatsächlich stattfindet.
Deshalb wird die Keramikbeschichtung vorzugsweise nur am Boden der Fadenkerben aufgetragen, und die oberen
Teile der Seitenwandungen der Kerben (ebenso wie der Rest der Nickelschicht) bleiben unbeschichtet. Ein Ausdehnen
der Beschichtung bis zu den Ecken der Kerben oder darüber hinaus ist nicht bevorzugt, jedoch möglich, aber dies
birgt das Risiko in sich, daß die Beschichtung zu früh versagt und dadurch die Fäden schädigt, oder das Arbeiten
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-fides Fadenerhitzers stört.
Um sicherzustellen, daß die Keramikbeschichtung nur am
Boden der Kerben abgeschieden wird, werden die übrigen Teile der Oberflächenschicht vor der Anwendung der Beschichtung
maskiert. Die Maskierung kann durch eine mechanische Maske erfolgen, die die nicht zu beschichtenden
Flächen abdeckt, aber vorzugsweise wird eine Maskierungssubstand in Form eines organischen Filmes mit einer Filzrolle
aufgetragen, die so geformt ist, daß nur die Teile der Oberflächenschicht berührt werden, an denen die Keramikbeschichtung
nicht haften soll. Nach der Beschichtung wird der Film durch ein organisches oder wäßriges Lösungsmittel
entfernt.
Die Keramikbeschichtung kann z.B. aus Chromoxyd und/oder Aluminiumoxyd und/oder Titanoxyd bestehen, wobei Chromoxyd
wegen seiner hohen Abriebbeständigkeit bevorzugt wird. Die Chromoxydbeschichtung wird durch übliche Plasmabeschichtungstechnik
unter Verwendung einer Plasmapistole aufgetragen, deren Kopf eine Kammer enthält mit einem Gaseinlaß
und einem Gasauslaß und die im Inneren Elektroden enthält. Der Gasauslaß aus der Pistolenkammer ist auch
eine Elektrode und die gewünschte Gasmischung strömt durch die Kammer und durch einen inneren erzwungenen Wechselstrombogen
zwischen den Elektroden. Die Gasmischung wird beim Passieren durch den elektrischen Bogen ionisiert und das
ionisierte Gas (Plasma) nimmt schnell Temperaturen in der Größenordnung von 18 0000C bis 20 0000C an. Wegen der
schnellen Temperaturerhöhung dehnt sich das Gas mit Überschallgeschwindigkeit aus und strömt aus der Kammer. Das
Chromoxyd wird zu dem Hochtemperaturstrom als feines Pulver in genau kontrollierten Fließmengen zugegeben. Jedes
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einzelne Teilchen wird in einen geschmolzenen Tropfen überführt und mit hoher Geschwindigkeit auf das Substrat
geschleudert. Die Beschichtung wird durch die Teilchen gebildet, die sich abplatten und um die Unregelmäßigkeiten
der sandgeblasenen Oberflächenschicht fließen und die Bindefestigkeit ist eine Funktion der Teilchentemperatur und
der Geschwindigkeit.
Die "Keramikbeschichtung wird dann oberflächenbehandelt,
um die erforderliche Glätte zu erzielen. Die Dicke der Beschichtung beträgt vorzugsweise wenigstens 20 um (0,001 inch)
Die maximal zulässige Dicke hängt von der Tiefe der Kerben ab, aber es scheint nicht erforderlich zu sein, die Dicke
auf mehr als 100 um (0,004 inch) zu erhöhen. Deshalb wird eine Dicke von ungefähr 50 um (0,002 inch) bevorzugt.
Nachfolgend werden zwei Ausführungsformen der Fadenführungen beschrieben, wobei diese nur Beispiele sind. Dabei wird
auf die Figuren Bezug genommen.
Fig. 1 ist ein Querschnitt durch eine Garnführung;
Fig. 2 zeigt im einzelnen der Querschnitt einer Garnkerbe der Führung gemäß Fig. 1 im vergrößerten
Maßstab;
Fig. 3 ist ein Querschnitt durch eine andere Garnführung; und
Fig. 4 zeigt im Detail den Querschnitt einer Garn- \ kerbe der Führung gemäß Fig. 3 im vergrößerten
Maßstab.
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Die in Pig. 1 gezeigte Führung hat einen Stahlkörper 1, der zur Zeichenebene länglich ist, und der zwei längsgestreckte
Garnkerben 2 mit U-förmigem. Querschnitt hat. Die Oberflächenschicht 3 (Fig. 2) aus Nickel ist in einer
Dicke von annähernd 50 um (0,002 inch) in und benachbart
zu den Kerben 2 vorgesehen und über die ganze Fläche 4 des die Kerben enthaltenden Körpers. Eine Chromoxydbeschichtung
5 in einer Dicke von ungefähr 50 um {0,002 inch) ist auf der
Nickelschicht 3 nur am Boden jeder Kerbe 2 vorgesehen. Die in Fig. 3 und 4 gezeigte Führung ist ähnlich der oben beschriebenen
mit der Ausnahme, daß die Kerben 2 V-förmigen Querschnitt mit einem runden Boden haben.
Bei Anwendung der Faden- bzw. Garnführungen der obenbeschriebenen
Art ist es möglich, Dampfphasenfadenheizer herzustellen, die sehr korrosionsbeständig sind, und die man verhältnismäßig
leicht reinigen kann, überraschenderweise wurde auch
festgestellt, daß, obwohl nur ein sehr kleiner Teil der Oberfläche des Dampfphasengarnerhitzers mit Keramik beschichtet
ist (ungefähr 30 % der äußeren, nichtisolierten Oberfläche), dennoch bis zu 8 % Energieeinsparung erzielt werden kann.
Die Verwendung von schwarzen Keramikbeschichtungen nur in den Böden der Kerben kann erheblich die Wärmestrahlung zu
dem Garn erhöhen, ohne die Strahlung in der Umgebung zu erhöhen. Die Abriebeigenschaften sind derartig, daß die Fadenheizer
mit stromlos abgeschiedenen Nickelbeschichtungen und Keramikbeschichtungen, die sich bis zu den Garnabnahme- und
-aufnahmestellen erstrecken, verwendet werden können, also an den Stellen, an denen der Abrieb viel stärker auftritt
als an den Zwischenstellen längs der Garnkerben. Man muß keine besonderen abriebfesten Elemente an den Aufnahme- und
Abgabepunkten verwenden, und dennoch kann der Garnheizer 2 oder 3 m lang gemacht werden und kann Garne verarbeiten,
die mit sehr hohen Geschwindigkeiten verlaufen und gezwirnt werden.
t € e r s e 11 e
Claims (20)
1. Garnführung für eine Garnheizung aus einem langgestreckten
Körper mit wenigstens einer sich in der Länge erstreckenden Fadenkerbe, dadurch gekennzeichnet , daß die Oberflächenschicht (3) des
Körpers in und anliegend an die Kerbe oder die Kerben
(2) im wesentliehen aus Nickel und/oder Chrom bestehen,
und eine Keranikbeschichtung (5) an der Oberflächenschicht
(3) am Boden des oder der Kerben (2) vorhanden ist.
2. Garnführung gemäß Anspruch 1 , dadurch ge kennzeichnet
, daß die Oberflächenschicht (3) eine Dicke von 20 bis 80 ,urn hat.
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— 2 ™
3. Garnführung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenschicht
(3) eine Vickers-Härte von im wesentlichen 1OOO hat.
4. Garnführung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Keramikbeschichtung
(5) im wesentlichen am Boden des oder der Kerben (2) vorliegt und der Rest der Oberflächenschicht
(3) unbeschichtet ist.
5. Garnführung gemäß Anspruch 1, dadurch gekenn.zeichnet
, daß die Oberflächenbeschichtung im wesentlichen aus stromlos abgeschiedenem Nickel besteht
.
6. Garnführung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
, daß die Keramikbeschichtung im wesentlichen schwarz ist.
7. Garnführung gemäß Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet , daß die Keramikbeschichtung (5) 20 bis 100,Um dick ist.
8. Garnführung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Keramikbeschichtung (5) im wesentlichen aus Chromoxyd besteht.
9. Verfahren zur Herstellung einer Garnführung für
einen Garnheizer, dadurch ge kennzeichnet, daß man einen länglichen Körper (1) mit wenigstens einer
sich längs erstreckenden Kerbe (2) mit einer Oberflächenschicht (3) in und anliegend an die Kerbe oder Kerben
versieht, wobei die Schicht (3) im wesentlichen aus Nickel
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und/oder Chrom besteht, und daß man auf der Oberflächenschicht (3) am Boden des oder der Kerben (2) eine keramische
Beschichtung (5) bildet.
10. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet
/ daß die Oberflächenschicht
(3) durch stromlose Nickelabscheidung gebildet wird.
11. Verfahren gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet
, daß die Nickelabscheidung durch
Wärmebehandlung gehärtet wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch ge kennzeichnet, daß wenigstens
ein Teil der Oberflächenschicht (3), die zu beschichten ist, aufgerauht wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet
, daß man das Aufrauhen durch Sandblasen bewirkt.
14. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet
, daß die Oberflächenschicht (3) eine Dicke von 20 bis 80 ,um hat.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Keramikbeschichtung
(5) durch Flammbeschjchtung gebildet wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die
Flächen der Oberflächenschicht (3), die an der oder den
Kerben (2) anliegt, vor der Bildung der Keramikbeschichtung (5) eine Maskierungssubstanz aufträgt und die Maskierungssubstanz
nach der Bildung der Keramikbeschichtung (5) durch ein Lösungsmittel entfernt.
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17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche
9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Keramikbeschichtung (5) im wesentlichen aus
Chromoxyd besteht.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Keramikbeschichtung
20 bis 100,um dick ist.
19. Garnheizer, dadurch gekennzeichnet,
daß er eine Garnführung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 hat.
20. Garnheizer gemäß Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet , daß er Dampfphasenheizmittel
hat.
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| US3660051A (en) * | 1966-03-22 | 1972-05-02 | Scragg & Sons | Contact body |
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| US5311650A (en) * | 1990-12-24 | 1994-05-17 | Milliken Research Corporation | Texturizing system and apparatus |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| HK56283A (en) | 1983-11-25 |
| DE2906012C2 (de) | 1986-12-18 |
| CH636137A5 (en) | 1983-05-13 |
| GB1597645A (en) | 1981-09-09 |
| FR2417563B1 (de) | 1983-01-07 |
| FR2417563A1 (fr) | 1979-09-14 |
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