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DE2905652A1 - Beizmittel enthaltende empfangsschichten fuer transferierende farbstoffe - Google Patents

Beizmittel enthaltende empfangsschichten fuer transferierende farbstoffe

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Publication number
DE2905652A1
DE2905652A1 DE19792905652 DE2905652A DE2905652A1 DE 2905652 A1 DE2905652 A1 DE 2905652A1 DE 19792905652 DE19792905652 DE 19792905652 DE 2905652 A DE2905652 A DE 2905652A DE 2905652 A1 DE2905652 A1 DE 2905652A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
receiving element
polymer
element according
acid
latex
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19792905652
Other languages
English (en)
Inventor
Geoffrey Michael Dodwell
Glenn Peter Wood
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE2905652A1 publication Critical patent/DE2905652A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C8/00Diffusion transfer processes or agents therefor; Photosensitive materials for such processes
    • G03C8/42Structural details
    • G03C8/52Bases or auxiliary layers; Substances therefor
    • G03C8/56Mordant layers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Thermal Transfer Or Thermal Recording In General (AREA)

Description

DR. BERG DIPL-ING STAPF DIPL-ING. SCHWABE DR. DR. SANDMAIR
PATENTANWÄLTE
Postfach 86 02 45-8000 München
Arvraltsakte: 29 p^p 1''. Februar 1979
ΟΙΡΛ-ΟΕΤΓτΥ
Pel Tritte] ertbaltppdp F.nrfanrsscbichten f'"r transfprlererrip Farbstoffe
Case 9-11*9?/UP Ulf/ +
BAD ORIGINAL
909835/0623 f
• (019)988272 Telegrunme: Bankkonten: Hypo-B«nk MQncheo4410122850
988273 BERGSTAPFPATENT München (BLZ 70020011) Swift Code: HYPO DE MM
988274 TELEX: Bayec Vemnsbmk München 453100 (BLZ 70020270) 983310 052456OBERGd Postscheck München 6S343-8O8 (BLZ 70010080)
8-11598/ILF 1176/+
Beizmittel enthaltende Empfangsschichten für transferierte Farbstoffe.
Die vorliegende Erfindung betrifft Empfangsschichten (Empfangselemente) für transferierte Farbstoffe und ihre Verwendung in photographischen Materialien oder Verfahren.
Empfangselemente für transferierte Farbstoffe werden in der Photographie für das Farbstoffdiffusionstransferverfahren verwendet, wobei Farbstoffe in einer Schicht des photographischen Materials gebildet werden und in eine Farbstoffempfangsschicht diffundieren, wo sie gebeizt werden und ein Farbstoffbild entsteht. Bei einem solchen Verfahren kann das Empfangselement zunächst mit dem photographischen Material verbunden und gegebenenfalls nach Entstehung des Farbstoffbilds abtrennbar sein. Ebenfalls ist es möglich, dass das Empfangselement nicht Teil des photographischen Materials ist, sondern bei Gebrauch in Kontakt mit diesem gebracht wird, so dass der diffundierende Farbstoff aus dem photographischen
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Material in das Empfangselement diffundieren kann. Anschliessend wird das Empfangselement wieder von dem photographischen Material getrennt.
Die Empfangseiemente sind auch für Farbstoffeinsaugeverfahren verwendbar, in denen ein Farbstoff bildweise auf ein Empfangselement übertragen wird, beispielsweise über eine Bildschablone oder aus einer Gelatinebildmatrix. Derartige Einsaugeverfahren sind zur Anfertigung von positiven Farbfilmkopieduplikaten verwendbar.
Empfangselement für sowohl Farbstoffdiffusionstransferverfahren als auch Einsaugeverfahren bestehen üblicherweise aus einem Träger, auf den ein Farbstoffbeizmittel in einem Bindemittel gegossen ist. Die Mehrzahl der bisher verwendeten Beizmittel sind in Wasser oder
organischen Lösungsmitteln lösliche polymere Substanzen und werden üblicherweise als Lösung mit dem Bindemittel gegossen. Bei solchen Polymeren verlässt man sich zur Bildung eines stabilen Farbstoff/Beizmittelkomplexes auf eine elektrostatische und hydrophobe Bindung, und dabei handelt es sich üblicherweise um als Lösungspolymere hergestellte, ionisch geladene Polymere komplizierter Struktur. Das Polymer darf in der Farbstoffempfangsschicht des Empfangselements nicht diffundieren, und es hat sich als schwierig erwiesen, geeignete Lösungspolymere von ausreichend hohem Molekulargewicht herzustellen, damit das gesamte polymere Material genügend hochmolekular ist, um in der Empfangsschicht nicht zu
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diffundieren. Wird das polymere Material unter ein höheres Molekulargewicht erzwingenden Bedingungen hergestellt, so vernetzt das Polymer in vielen Fällen und kann dann keine zum dessen auf den Träger des Empfangselements geeignete echte Lösung bilden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, diffusionsechte Polymere als Beizmittel für Farbstoffempfangsschichten bereitzustellen, wobei von Lösungspolymeren als Beizmittel jedoch kein Gebrauch mehr gemacht wird.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist somit ein Empfangselement für transferierte (übertragene) Farbstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass es auf einem Träger eine Schicht aus einem wasserdurchlässigen Bindemittel enthält, in dem in dispergierter Form ein anionisch geladenes, aus einem wässrigen Latex hergestelltes Polymer vorhanden ist.
Die erfindungsgemässen Empfangselemente sind insbesondere zum Beizen kationischer Farbstoffe geeignet, aber es wurde überraschenderweise auch gefunden, dass eine Beizung anionischer Farbstoffe ebenfalls in gewissem Umfang eintritt.
Vorzugsweise liegt das Polymer in Form diskreter Teilchen im Bindemittel dispergiert vor, jedoch kann es auch als eine ganz- oder teilweise kontinuierliche Phase vorhanden sein.
Die erfindungsgemäss verwendeten, sich von einem wässrigen Latex ableitenden Polymeren werden weiter unten als Latexpolymere bezeichnet, um sie von Lösungspolymeren zu unterscheiden.
909835/0623
Zur Verwendung als Beizmittel weisen Latexpolymere gegenüber Lösungspolymeren eine Anzahl Vorteile auf, beispielsweise sind Latexpolymere üblicherweise leichter herzustellen und besitzen ganz allgemein ein höheres Molekulargewicht als Lösungspolymere. Wegen ihres hohen Molekulargewichts und ihrer Unlöslichkeit in Wasser neigen Latexpolymere daher zu hoher Substantivität mit den Schichten, in denen sie gegossen sind. Ferner sind sie leichter zu giessen als Lösungspolymere, da sie wässrige Lösungen nicht in merklichem Ausmass verdicken.
Zur Herstellung der erfindungsgemäss verwendeten Latexpolymeren lassen sich beliebige Verfahren zur Herstellung anionisch geladener Latexpolymeren anwenden. Das Einbringen einer anionischen Ladung in das Latexpolymer kann vom verwendeten Polymerisationsinitiator abhängen, und ein in dieser Hinsicht besonders geeigneter Initiator ist Persulfat, entweder für sich allein oder in Kombination mit Metabisulfit.
Das so hergestellte Polymer besitzt Reste einer schwefelhaltigen Säure als Kettenendgruppen, wobei diese je nach den jeweils verwendeten Initiatoren Sulfat- oder Sulfonatanionen sein können. Werden derartige Anionen enthaltende Latexpolymere in einer Empfangsschicht verwendet, so neigen die Anionen dazu, sich an der Polymer/ Wassergrenzfläche anzuordnen, und können somit den übertragenen Farbstoff elektrostatisch anziehen.
Auch kann man Initiatoren verwenden, welche zu Polymerketten mit Carboxylatanionenendgruppen führen, beispielsweise Ν,Ν-Azo-bis-cyanvaleriansäure. Derartige
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/Iv
Polymere können ebenfalls Farbstoffmoleküle binden, doch in geringerem Ausmass.
Die bei der Latexherstellung verwendeten Monomeren können beliebig ausgewählt werden, da sie nur als Träger für die Oberflächenladung vorhanden sein müssen. Jedoch lässt sich eine verbesserte Kinetik der Farbstoffaufnahme (Beizung) erzielen, wenn man Monomere mit geladenen anionischen Gruppen (wie Natrium-äthylensulfonat) in die Polymeren einbaut, die die Ladungsdichte auf der Oberfläche wirksam erhöhen. Es gibt weiterhin auch einen dynamischen Effekt für die Farbstoffaufnahme, der auf der Solvatation der Farbstoffmoleküle durch das Polymer sowie allgemein auf hydrophoben Wechselwirkungen beruht, und die Wahl von hydrophoben Monomeren, insbesondere Styrol, bringt daher in manchen Fällen Vorteile.
Vorzugsweise verleiht man der das geladene Latexpolymer enthaltenden Empfangsschicht eine hohe Durchlässigkeit, damit dem Farbstoff eine grosse Fläche zu Verfügung steht. Der Polymerlatex wird deshalb in Gelatine oder anderen wasserdurchlässigen Bindemitteln, beispielsweise Casein oder Polyvinylpyrrolidon, gegossen.
Vorzugsweise wird die Bindung eines durchgehenden Netzwerks aus Latexpolymer dadurch vermieden, dass man entweder in der Giesslösung eine gegenüber dem Bindemittel niedrige Polymerkonzentration (z.B. unter 60% Polymer) einhält oder Latexpolymere mit einer hohen Glasumwandlungstemperatur, zum Beispiel Polystyrol, einsetzt.
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Polymerlatices werden häufig mit anionaktiven Tensiden hergestellt, und ein Teil dieser Tensidmoleküle kann durch den hydrophoben Anteil mehr oder weniger an die Polymeroberfläche gebunden werden. Der anionische Anteil steht dann alp weitere Bindungsstelle für den Farbstoff zur Verfügung. Wird jedoch ein üeberschuss an anionaktiven Tensid verwendet und liegt soviel davon vor, dass Micellen Salze mit dem Farbstoff bilden, so kann dies eine wirksame Bindung des Farbstoffs verhindern. Dieser Effekt lässt sich durch Anwendung nur geringer Mengen anionaktiver Tenside (z.B. bis 15% Tensid) oder durch Verwendung nicht-ionogener Tenside auf ein Mindestmass reduzieren.
Die Teilchengrösse des Latex ist nicht kritisch, jedoch ist es zwecks grösster Oberfläche und geringster optischer Effekte wünschenswert, dass die Teilchengrösse so klein ist, wie man sie ohne Schwierigkeiten durch Anwendung hoher Initiator- und Tensidkonzentrationen oder sogar durch Anwendung erhöhter Drucke Während des Polymerisationsvorgangs herstellen kann. Geeignete Teilchengrössen liegen beispielsweise bei 0,001 bis 1,0 jam.
Die zur Bildung von erfindungsgemäss verwendeten Latexpolymeren in Frage kommenden Monomeren sind unter anderem Vinylester wie Vinylacetat, Acryl- und Methacrylsäureester, Styrol, Butadien, Aethylen sowie Vinyl- und Vinylidenchlorid. Auch kann man geladene Monomere in geringen Mengen, z.B. 2-25 Gew.-96 des Monomergemischs, einsetzen, jedoch vorzugsweise 2-10 Gew.-%, ausser wenn das wasserlösliche Polymer amphoter ist. Als geladene Monomere eignen sich unter anderem Alkali- oder Ammoniumsalze der Aethylensulfonsäure, Allylsulfonsäure, Allyloxyalkylsulfonsäure, Styrolsulfonsäure, Methacryloylcxyalkylsulfonsäure sowie Acryl- und Methacrylsäure.
909835/06?*
Als Initiatoren kommen unter anderem Persulfatsalze, Ν,Ν-Azo-bis-cyanvaleriansäure, Perbromat oder Methyläthylketon/Natriumforaaldehydsul£>xylat in Frage.
Als Tenside zur Latexbildung eignen sich unter anderem Natriumlaurylsulfat, Natriumdialkylsulfosuccinat, Natriumalkylnaphthalinsulfonat, Natriumalkylbenzolsulfonat, Alkylarylpolyäthylenoxydverbindungen und deren Sulfate und Phosphate, Aethylenoxyd/Propylenoxyd-blockcopolymerverbindungen sowie Alkylarylpolyglycidolkondensate.
Mit Vorteil kann man ebenfalls Verbindungen, welche die Ladungsdichte auf den Polymerteilchen erhöhen und damit die Bindeeigenschaften verbessern, entweder als Lösung im Monomergemisch vor dem Polymerisationsvorgang oder während diesem einbauen. Derartige Verbindungen besitzen häufig die allgemeine Struktur:
Hydrophobe Gruppe - Brückenglied - anionische Gruppe
Anionische Gruppen sind beispielsweise Sulfat, SuIfonat und Phosphat. Als hydrophobe Gruppen eignen sich z.B. langkettige Alky1gruppen. Darunter versteht man Alkylgruppen mit mindestens acht Kohlenstoffatomen, z.B. 8 bis 22 Kohlenstoffatomen.
Ein Beispiel für eine Verbindung der obigen allgemeinen Struktur ist der Farbkuppler der Formel
909835/0629
23Ü5652
OH
(1)
CONH
Weitere Verbindungen besitzen die allgemeine Struktur
Hydrophobe Gruppe -!mindestens einen anionischen}-Hydrophobe
\Rest enthaltende Gruppe ' Gruppe
Ein Beispiel für eine derartige Verbindung ist der optische Aufheller der Formel
(2)
N(CH2CH2OH)
NH-
N(CH2CH2OH)
Geeignete Empfangselemente enthalten eine Schicht eines in Gelatine gegossenen Latexpolymeren, auf einem Träger wobei diese 2 bis 95Gew.-% Latexpolymer, vorzugsweise 25-60% Latexpolymer enthält.
Als Träger für das Empfangselement kann ein Filmmaterial, auf das die den geladenen Polymerlatex enthaltende Empfangsschicht gegossen ist, oder ein Papier vorliegen, das mit der Empfangsschicht beschichtet
909835/0623
ist. Jedoch kann auch jedes andere normalerweise als photographischer Träger verwendbare Material, beispielsweise Glas, in Betracht kommen. Soll das Empfangselement bei einem Einsaugeverfahren verwendet werden, um eine künstlerische Wirkung zu erzielen, so kann jegliche Art von starrer Unterlage wie z.B. eine Metallplatte oder sogar Holz verwendet werden. Es versteht sich, dass zwischen der Empfangsschicht und der Unterlage, worauf sie gegossen ist, eine oder mehrere weitere Schichten vorliegen können. Dies können beispielsweise Substrierschichten,Neutralisierschichten oder Zeitkontrollschichten sein.
Das erfindungsgemässe Empfangselement lässt sich bei einem photographischen Farbdiffusionstransferverfahren einsetzen. In diesem Fall kann das Empfangselement einen integralen Teil eines photographischen Materials darstellen, welcher mindestens eine lichtempfindliche Schicht enthält. Ueblicherweise wird das photographische Material belichtet, gegebenenfalls durch den Träger des Empfangselements hindurch, falls dieser transparent ist. Danach wird Verarbeitungsflüssigkeit auf das Material gebracht, welche das photoempfindliche Material entwickelt und gleichzeitig zur bildweisen Uebertragung mindestens eines diffundierbaren Farbstoffs führt, der im Material freigesetzt wird. Der diffundierbare Farbstoff wandert zum Empfangselement, wo er durch das geladene Latexpolymer gebeizt wird. Bei einigen Verfahren, in denen ein solches photographisches Material verwendet wird, bleibt die Empfangsschicht integral mit dem Material verbunden; bei anderen Verfahren wird jedoch nach der Beizung des Farbstoffs in der Empfangsschicht diese vom Rest des photographischen Materials abgezogen. Bei weiteren Verfahren ist die Empfangsschicht nicht integral
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mit dem photographischen Material verbunden, obwohl sie beispielsweise entlang einer Kante daran angebracht sein kann. Nach bildweiser Belichtung des photographischen Materials wird das Empfangselement flächenhaft mit dem Rest des Materials in Berührung gebracht, wobei gleichzeitig Verarbeitungsflüssigkeit zwischen beiden vorhanden ist. Es findet die Uebertragung mindestens eines Farbstoffs aus dem photoempfindlichen Teil des Materials in das Empfangselement statt. Nach Beendigung der Farbstoffübertragung kann der Kontakt zwischen dem Empfangselement und dem Rest des photographischen Materials wieder aufgehoben werden.
Die Erfindung umfasst somit auch photographische Materialien, welche ein(e) wie zuvor definierte (s) Empfangselement(Empfangsschicht) enthalten.
Das erfindungsgemässe Empfangselement ist auch bei einem Einsaugübertragungsverfahren verwendbar, beispielsweise einem solchen, bei dem ein Gelatinereliefbild auf einer Matrix gebildet wird. Dieses Reliefbild wird mit einem kationischen Farbstoff gefärbt und die Matrix dann an das Empfangselement angedrückt, so dass sich die gefärbte Gelatine in flächenhafter Berührung mit der Empfangsschicht befindet. Der Farbstoff wird dann in die Empfangsschicht übertragen und dort gebeizt.
Verschiedene weitere Farbstoffeinsaugeverfahren, wobei das erfindungsgemässe Empfangselement verwendbar ist, sind bekannt, einschliesslich eines Verfahrens, wobei der Farbstoff durch eine Schablone oder einen Seidenraster mit Abbildung hindurch auf die Empfangsschicht übertragen wird.
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Die erfindungsgemässen Empfangselemente lassen sich bei jedem Uebertragungsverfahren für kationische Farbstoffe verwenden, sogar zur Gesamteinfärbung der Empfangsschicht. Ein solches Gesamtfärbeverfahren wird im nachfolgenden Beispiel 1 angewandt. Dieses einfache Verfahren wird dazu benutzt, eine grosse Anzahl in der Empfangsschicht verwendbarer geladener Latexpolymerer zu erläutern.
Die Erfindung sei durch die nachfolgendenBeispiele veranschaulicht:
Beispiel 1
Geeignete kationische Farbstoffe, die dafür benutzt werden können,das Beizvermögen der empfindungsgemässen Empfangselemente zu demonstrieren, entsprechen z.B. den folgenden Formeln:
(101)
Pheno s afranin
(102)
C-N-N-/ \_ N
C2H
2H5
CH2CH2OH
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Pa
C-N=N-N (/ \UNO
N i
NaCl2 ©
(103)
(104)
ίί ©JL N-N-
CH3SO4
(105)
NH
1L
CH
— N -CH,
CH0
CH3SO4
(106)
C2H5
C2H5
NaCl,
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Um die Beizeigenschaften der verwendeten Latexpolymeren aufzuzeigen, wendet man eine Routineprüfmethode an, wobei das Empfangselement zehn Minuten in eine Farbstofflösung eingetaucht und dann gewässert wird. Prüfverfahren
Man vermischt einen Latex mit Gelatine in Mengen von 10 bis 6096, giesst auf eine Papierunterlage mit einem konstanten Gesamtgiessgewicht von 20 mg/dm und lässt dann trocknen und erhärten. Das Element wird zehn Minuten in eine 0,05<X>ige Pheno saf raninlö sung eingetaucht und dann in Wasser und verdünnter Säure gewaschen. Man trocknet die Schicht und misst die optische Dichte. Man stellt eine Reihe Latexpolymere her und prüft sie dann nach der obigen Methode. Die Gelatine allein ohne Polymer ergibt eine Farbstoffdichte von 0.05·
Die Polymeren werden sämtlich nach einer Standardpolymerisationstechnikwie folgt hergestellt:
In einem 2 Liter-Reaktionsgefäss erhitzt man 600 ml sauerstofffreies Wasser auf 50°C und gibt 0,8 g Initiator dazu. Nach einigen Minuten versetzt man mit 400 g Monomer sowie 20 g Tensid und rührt im Gefäss durchgehend vier Stunden lang. Der fertige Latex wird dann abgegossen.
Man stellt die folgenden Latexpolymeren her. Teile sind dabei stets Gewichtsteile.
Die folgenden Tenside werden für die Präparate verwendet.
Tensid I
(OCH2CH2)85OSO3Na (107)
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Tensid II (108)
(OCH2CH CH2)100H OH
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Polymer 1 Monomer A Monomer B Initiator Tensid Optische
Nr. ,(Teile) (+ C) (Teile) (Teile) (Teile) Dichte
Methylacrylat 2-Aethylhexyl- Persulfat/ I (7) 0,4
2 (90) acrylat (10) Metabisulfit
3/1
3 Styrol (50) Butylacrylat Il I (7) 1,3
(50)
CD 4 Styrol (50) Butylacrylat Il II (5) 0,40
O
CD
5 (50)
OO
Ca>
cn
Styrol (50) Methylacrylat
(50)
Il II (5)" 1,1
Styrol Butylacrylat Il I (7) 1,2
σ> (47,5) (47,5)
W 6 * Acrylsäure
(5)
Methylacrylat 2-Aethylhexyl- Il I (7) 0,9
(86) acrylat (9)
Na-äthylen-
sulfonat (5)
cn σ> cn
Polymer
Nr.
Monomer A
(Teile)
Monomer B
(+ C) (Teile)
Initiator Tensid
(Teile)
Optische
Dichte
1,3 J
7 Methylacrylat 2-Aethylhexyl- Persulfat/ I (7) 0,7
(86) acrylat (9) + Metabisulfit
Na-allylsulfonat 3/1 1,3
(5)
8 Styrol (47,5) Butylacrylat ti II (10)
(47,5) + 0,9
O Oxypropan-
9835; 9 Butylacrylat sulfonat (5)
Na-methacryloyl-
Il II (10) 0,9
ο (95) oxypropan- 2905652
σ>
κ>
sulfonat (5)
W 10 Styrol (50) Butylacrylat NiN'-Azo-bis- I (5)
(50) cyanvaleriansäure
11 Styrol (50) Butylacrylat Butanonperoxyd/ I (5)
(50) Na-formaldehyd-
sulfoxylat
Polymer
Nr.
Monomer A
(Teile)
Monomer B
(Teile)
Initiator Tensid
(Teile)
Optische
Dichte
12 N-Isopropyl-
acrylamid (80)
Methacryloyloxy-
propansulfonat
(20)
PersulfaV
Bisulfit
Ohne 0,9
13 Styrol (50) Butylacrylat
(50)
Persulfat/
Bisulfit
I (5) 1,3
14 Styrol (75) Isopren (25) Il Na-lauryl-
sulfat (7)
1,32
15 Vinylacetat
(85)
Aethylen (15) Il Na*-dioctyl-
sulfο sue c inat
(10)
1,15
16 Styrol (50) Butylacrylat
(50)
Il OH
^ Γ CO.HH.C16R,
1,6
3
I
SO3Na
O cn O)
A3
BEISPIEL 2
Ein Empfangselement wird dadurch hergestellt, dass man auf einen 100 |im dicken klaren farblosen Phototräger ein Latexpolymer Nr. 2 aus Beispiel 1 (18 gm ) und Gelatine (6 gm~ ) enthaltende Schicht giesst.
Eine Gelatinerelief matrix eines Strichdiagramms mit Linienfrequenzen über den Bereich von 0,1 bis 5»0 Linienpaaren mm"" wird dadurch hergestellt, dass man das Diagramm auf Kodakmatrixfilm (RTM) abbildet und in einem Gerbentwickler (Kodak Tanning Developer) entwickelt.
Die Matrix wird 5 Minuten in einer wässrigen, 0,03% (Gew./Vol.) Phenosafranin enthaltenden sauren Lösung getränkt. Der pH der Lösung beträgt 1,0.
Ueberschtissige Farbstofflösung wird von der Gelatinereliefmatrix abgewischt, und diese wird dann mit dem Empfangselement in Berührung gebracht. Man hält die beiden Filme 5 Minuten in flächenhafter Berührung und trennt sie dann, wobei eine klare purpurne Abbildung des Strichdiagramms auf dem Empfangselement erscheint, welche man in Durchsicht betrachten kann. Die im Empfangselement erhaltene Abbildung ist durchaus stabil und nicht mit Wasser auswaschbar.
Die gleichen Ergebnisse erhält man bei Verwendung irgendeines der Farbstoffe der Formeln (102) bis (106) bzw. der Latexpolymeren Nummer (1) und (3) bis (16).
B09835/0623

Claims (17)

  1. Ansprüche
    1/ Empfangselement für übertragene Farbstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass es auf einem Träger eine Schicht aus einem wasserdurchlässigen Bindemittel enthält, in dem ein anionisch geladenes, aus einem wässrigen Latex hergestelltes Polymer in dispergierter Form vorhanden ist.
  2. 2. Empfangselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymer im Bindemittel als diskrete Teilchen vorliegt.
  3. 3. Empfangselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Grosse der Polymerteilchen 0,001 bis 1,0 /um beträgt.
  4. 4. Empfangselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Gelatine als Bindemittel für das Polymer vorliegt.
  5. 5. Empfangselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Latexpolymer in einer Menge von 25-60 Gew.-% des Polymer/Gelatinegemischs vorliegt.
  6. 6. Empfangselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymer unter Verwendung einer Verbindung, die zu einem Polymeren mit Resten einer schwefelhaltigen Säure als Kettenendgruppen führt, als Initiator für die Polymerisationsreaktion hergestellt wurde.
    909835/0625
    ORIGINAL INSPECTED
    -/ο- 2005652
  7. 7. Empfangselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man als Initiator Persulfat, entweder für sich allein oder in Kombination mit Metabisulfit, verwendet.
  8. 8. Empfangselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymer unter Verwendung einer Verbindung, die zu einem Polymeren mit Carbonsäureresten als Kettenendgruppen führt, als Initiator für
    die Polymerisationsreaktion hergestellt wurde.
  9. 9. Empfangselement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man als Initiator Ν,Ν-Azo-bis-eyanvaleriansäure verwendet.
  10. 10. Empfangselement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymer wiederkehrende Einheiten enthält, die sich von Vinylestern, Acryl- und Methacrylsaureestern, Styrol, Butadien, Aethylen sowie Vinyl- und Vinylidenchlorid und deren Gemischen ableiten.
  11. 11. Empfangselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymer ferner 2-10% wiederkehrende Einheiten enthält, die sich von geladenen Monomeren ableiten.
  12. 12. Empfangselement nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die geladenaiMonomeren Alkali- oder Ammoniumsalze der Aethylensulfonsäure, Allylsulfonsäure, Allyloxyalkylsulfonsäure, Styrolsulfonsäure, Methacryloyloxyalkylsulfonsäure, Acrylsäure oder Methacrylsäure oder deren Gemische sind.
    _
  13. 13. Empfangselement nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
    909835/0623
    dadurch gekennzeichnet, dass der Polymerlatex in Gegenwert von Natriumlaurysulfat, Natriumdialkylsulfosuccinat, Natriumalkylnaphthalinsulfonat, Natriumalkylbenzolsulfonat, Alkylarylpolyäthylenoxydverbindungen und deren Sulfaten und Phosphaten, Aethylenoxyd/Propylenoxydblockcopolymerverbindungen, Alkylarylpolyglycidolkondensaten oder deren Gemischen als Tensid erhalten wurde.
  14. 14. Empfangselement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass darin ein Farbkuppler der Forme1
    CONH
    oder ein optischer Aufheller der Formel
    SO.Na 3
    N(CH2CH2OH)
    NH-
    SCf3Na
    909835/0823
    als eine die Ladungsdichte auf den Polymerteilchen erhöhende Verbindung eingebaut ist.
  15. 15. Empfangselement nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger ein Filmmaterial oder Papier vorliegt.
  16. 16. Empfangselement nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass es einen auf das Polymer gebeizten übertragenen Farbstoff enthält.
  17. 17. Photographisches Material, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens eine lichtempfindliche Schicht und ein Empfangselement nach einem der Ansprüche 1 bis 16 enthält.
    909835/0629
DE19792905652 1978-02-16 1979-02-14 Beizmittel enthaltende empfangsschichten fuer transferierende farbstoffe Withdrawn DE2905652A1 (de)

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GB608878 1978-02-16

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DE2905652A1 true DE2905652A1 (de) 1979-08-30

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JP (1) JPS54115228A (de)
BE (1) BE874182A (de)
DE (1) DE2905652A1 (de)
GB (1) GB2018452A (de)

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