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DE2900279A1 - Verfahren zur herstellung von methylethern - Google Patents

Verfahren zur herstellung von methylethern

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DE2900279A1
DE2900279A1 DE19792900279 DE2900279A DE2900279A1 DE 2900279 A1 DE2900279 A1 DE 2900279A1 DE 19792900279 DE19792900279 DE 19792900279 DE 2900279 A DE2900279 A DE 2900279A DE 2900279 A1 DE2900279 A1 DE 2900279A1
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DE
Germany
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glycol
ethylene glycol
ethers
catalyst
palladium
Prior art date
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Withdrawn
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DE19792900279
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English (en)
Inventor
Hansjoerg Dipl Chem Dr Hey
Karl Ernst Dipl Chem Dr Mack
Werner H Dipl Chem Dr Mueller
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Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
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Publication of DE2900279A1 publication Critical patent/DE2900279A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C41/00Preparation of ethers; Preparation of compounds having groups, groups or groups
    • C07C41/01Preparation of ethers
    • C07C41/18Preparation of ethers by reactions not forming ether-oxygen bonds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C43/00Ethers; Compounds having groups, groups or groups
    • C07C43/02Ethers
    • C07C43/18Ethers having an ether-oxygen atom bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring
    • C07C43/184Ethers having an ether-oxygen atom bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring to a carbon atom of a non-condensed ring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Methylethern
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Dimethylethern, Methylalkylethern oder Methylarylethern aus Diethylenglykol oder dessen höheren Homologen, oder aus Monoalkyl- bzw. Monoaryl-Ethern des Monoethylenglykols oder dessen Homologen. Bei dieser katalytisch durchgeführten Umsetzung werden B-Hydroxyethylgruppen der Ausgangsverbindung unter Freisetzung von Kohlenmonoxid und Wasserstoff in Methylgruppen überführt. Die in Diethylenglykol und dessen höheren Homologen vorhandenen beiden ß-Hydroxyethylgruppen werden somit in zwei Methylgruppen überführt, daher entstehen Dimethylether. Für Diethylenglykol lautet die entsprechende Reaktionsgleichung: HO-CH2-CH2-O-CH2-CH2-OH CH3 -O-CH3 + 2CO + 2H2 Die allgemeine Gleichung für die Umsetzung von Tri-, Tetra-, ...., Deka-Ethylenglykol lautet: HO-CH2-CH2-[-O-CH2-CH2-]n-O-CH2-CH2OH CH3-[-O-CH2-CH2-]n -OCH3 + 2CO + 2H2 mit n=1, 2,..., 8, d.h. aus Tri-, Tetra-, ..., Deka-Ethylenglykol entsteht der Dimethylether des Mono-, Di-,..., Octa-Ethylenglykols.
  • In Monoalkyl- bzw. Monoarylethern des Ethylenglykols oder dessen Homologen ist nur eine ß-Hydroxyethylgruppe vorhanden, daher entstehen Methyl-Alkyl-Ether bzw. Methyl-Aryl-Ether. Für die Monoether des Monoethylenglykols lautet die entsprechende Reaktionsgleichung: HO-CH2-CH2-O-R # CH3-O-R + CO + H2 Die allgemeine Gleichung für die Umsetzung der Monoether des Di-, Tri-,..., Deka-Ethylenglykols lautet: HO-CH2 -CH2 O-CH2 -CH2O-R CH3 + O-CH2-CH2 inO~R + CO + H2 mit n=1, 2,..., 9, d.h. aus einem Monoalkyl- bzw.
  • Monoaryl-Ether des Di-, Tri-,..., Deka-Ethylenglykols entsteht ein Methyl-Alkyl- bzw. ein Methyl-Aryl-Ether des Mono-, Di-,..., Nona-Ethylenglykols.
  • Die genannten Ether, insbesondere die Diether der Ethylenglykole sind begehrte Lösungsmittel. Gemische von Dimethylethern der Ethylenglykole werden außerdem in großer Menge zur Reinigung von Erdgas eingesetzt. Methylalkylether der Ethylenglykole finden weiterhin z.B. als Schleppmittel bei vielen Destillationsprozessen Verwendung. Methylarylether wie Anisol schließlich sind aufgrund der enthaltenen reaktionsfähigen Aromaten Ausgangsverbindungen vieler Synthesen.
  • Bisher werden die technisch besonders wichtigen Diether der Ethylenglykole i.allg. dadurch hergestellt, daß zunächst die leicht zugänglichen Monoether der Ethylenglykole durch Umsetzung mit stöchiometrischen Mengen an Alkalihydroxid und Entfernen des entstandenen Reaktionswassers in die entsprechenden Alkoholate überführt werden. Durch Zugabe stöchiometrischer Mengen an Alkylchlorid oder Dialkylsulfat werden die Alkoholate anschließend verethert. Hierbei fallen beträchtliche Mengen Alkalichlorid oder Alkalisulfat an.
  • In der japanischen Patentschrift 763 521 wird beschrieben, daß B-Hydroxyethylgruppen von Ethylenglykolen in der Gasphase z.B. an Nickel- oder Palladium-Katalysatoren durch hydrierende Zersetzung in Methylgruppen übergeführt werden können. Die Reaktionstemperaturen betragen i.allg. 100 -3000C, vorzugsweise 150 - 2500C. Nach diesem Verfahren werden Ethylenglykole zwar mit bis zu 80 %iger Ausbeute in Monomethylether von Ethylenglykolen übergeführt, die entsprechenden Dimethylether werden jedoch dabei praktisch garnicht gebildet. Monomethylether von Ethylenglykolen werden nur mit Ausbeuten von maximal 25 % in die entsprechenden Dimethylether überführt. Bei Einsatz eines Ethylenglykols reagiert also im wesentlichen nur eine B-Hydroxyethylgruppe. Die B-Hydroxyethylgruppe in einem Monomethylether eines Ethylenglykols reagiert nur in beschränktem Umfang.
  • Eine sinnvolle, technische Anwendung der Umwandlung von B-Hydroxyethylgruppen in Methylgruppen zur Herstellung beispielsweise von Dimethylethern von Ethylenglykolen ist aber erst dann gegeben, wenn entweder die au-s Ethylenoxid und Methanol leicht zugänglichen Monomethylether von Ethylenglykolen in hoher Ausbeute oder die aus Ethylenoxid und Wasser leicht zugänglichen Ethylenglykole in sehr hoher Ausbeute in die korrespondierenden Dimethylether übergeführt werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Methylethern der allgemeinen Formel I CH3 5 O-CH2-CH2 -CH2O-R durch Umsetzung von Diethylenglykol oder seinen höheren Homologen der allgemeinen Formel II HO-CH2-CH2-[-O-CH2-CH2-]n-O-CH2-CH2-OH mit n=0, 1, 2,..., 8 oder von Ethern des Monoethylenglvkols oder seiner Homologen der allgemeinen Formel III HO-CH2 -CH2 -[-O-CH2 -CH2O-R mit n=0, 1, 2,..., 9 und R=Alkyl, Cycloalkyl oder Aryl mit n'iinal 12-n C-Atomen in der Gasphase in Gegenwart von Wasserstoff an einem Katalysator, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionstemperatur 250 - 5000C beträgt und der Katalysator aus einem Trägermaterial besteht, auf das mindestens eines der Elemente Palladium, Platin, Ruthenium, Rhodium oder Iridium in Form einer Verbindung aufgebracht ist.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren verläuft sehr selektiv. Es eignet sich besonders zur Herstellung der technisch sehr wichtigen Dimethylether von Ethylenglykolen (Dimethylethylenglykol, Dimethylpolyethylenglykole} Die Ausbeuten sind wesentlich höher als beim Verfahren gemäß der obengenannten japanischen Patentschrift. Ein weiterer Vorteil ist die lange Lebensdaucr der erfindungsgemäßen Katalysatoren.
  • Der Reaktionsdruck ist beim erfindungsgemäßen Verfahren nicht kritisch; im allgemeinen arbeitet man bei Normaldruck, jedoch sind auch über oder Unterdruck geeignet. Ein besonders geeigneter Druckbereich ist 0.1 bis 5 bar. Die Reaktionstemperatur beträgt vorzugsweise 270 - 4000C.
  • Unter den Ethylenglykolen der Formel II sind besonders geeignet: Tri-, Tetra-, Penta- und Hexaethylenglykol. Dabei entsteht der Dimethylether des Mono-, Di-, Tri-, bzw. Tetraethylenglykols.
  • Der Rest R in Formel I und III ist ein Alkyl-, Cycloalkyl-oder Arylrest mit maximal 12-n C-Atomen. wobei n=0, 1, 2, ...., 9 , vorzugsweise mit maximal 9-n C-Atomen,wobei n=0, 1, 2,...., 6. Als Arylreste sind die Naphthyl- oder die Phenylgruppe, sowie alkyl substituierte Phenylgruppen, wie beispielsweise Tolyl, Ethylphenyl, Butylphenyl, Diethylphenyl oder Trimethylphenyl geeignet. Weiterhin eignen sich arylsubstituierte Alkylgruppen, beispielsweise Benzyl, Methylbenzyl, Dimethylbenzyl, Phenylethyl.
  • Der beim erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte Katalysator besteht aus einem Trägermaterial, auf das mindestens eines der Elemente Palladium, Platin, Rhodium, Iridium oder Ruthenium aufgebracht ist. Vorzugsweise verwendet man eine der Zweierkombinationen Pd/Pt, Pd/Ru, Pd/Ir.
  • Außer mit den Elementen Platin, Ruthenium und Iridium kann Palladium aber auch mit Nickel, Kupfer, Silber oder Gold kombiniert werden und zeigt gelegentlich katalytische Wirkung.
  • Der Anteil der Elemente Palladium, Platin, Rhodium, Iridium bzw. Ruthenium, der auf das Trägermaterial aufgebracht wird, beträgt - gleichgültig ob ein oder mehrere Elemente aufgebracht werden - i.allg. 0.05 bis 10 %, vorzugsweise 0.1 bis 4 % des Katalysatorgewichts (Edelmetall plus Träger).
  • Werden zwei der genannten Elemente auf das Trägermaterial aufgebracht, so ist deren Gewichtsverhältnis zu einander i.allg. 10 : 1 bis 1 : 10. Ist eines dieser beiden Elemente Palladium, so beträgt das Gewichtsverhältnis von Palladium zu anderem Element vorzugsweise 10 : 1 bis 10 : 5.
  • Geeignete Trägermaterialien sind Kohle, SiliciumSioxid, K.ieselsäure oder deren Gele, Tone, Silikate, Schamott, Tonerde, Chromoxid, Zinkoxid, Magnesiumoxid, Zirko.ndioxid, Borsäure, Aluminiumoxid sowie dessen Mischoxide, Alumosilikate, Spi- neue und Zeolithe. Bevorzugt werden Kohle, Aluminiumoxid und Siliciumdioxid. Besonders bevorzugt ist Kohle.
  • Bevorzugte Katalysatoren sind somit: KatalysatortrAger Element(e) Kohle Palladium Kohle Palladium und Platin Siliciumdioxid Palladium und Iridium Aluminiumoxid Palladium Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren gelingt es, bei jeweils vollständigem Umsatz der Ausgangsverbindungen beispielsweise die folgenden Umwandlungen vorzunehmen: Monomethyltriethylenglykol zu Dimethyldiethylenglykol mit 87 % Ausbeute, Monoethyldiethylenglykol zu Methylethylethylenglykol mit 86 % Ausbeute, Tetraethylenglykol zu Dimethyldiethylenglykol mit 68 % Ausbeute, Monophenylethylenglykol zu Anisol mit 82 % Ausbeute, Monobutylethylenglykol zu Methylbutylether mit 84 % Ausbeute.
  • Die llerstellung des Katalysators erfolgt durch Aufbringen mindestens einer Verbindung der Elemente Palladium, Platin, Rhodium, Iridium oder Ruthenium auf das Trägermaterial nach einem der üblichen Tränkverfahren, Das Aufbringen mehrerer Verbindungen mehrerer Elemente auf das Trägermaterial kann gleichzeitig oder nacheinander erfolgen. Schwerlöslich Verbindungen können in einem Uberschuß an Lösungsmittel gelöst werden; das Trägermaterial wird dann in der Lösung suspendiort und das überschüssige Lösungsmittel wieder abgedampft, oder aber der Tränkvorgang wird mehrmals wiederholt. Weiterhin können in Wasser schwerlösliche Verbindungen durch Zusätze - wie beispielsweise Natriumchlorid zu Palladiumchlorid - in eine wasserlösliche Form gebracht werden.
  • Solche Zusätze müssen nach dem Tränkvorgang nicht unbedingt entfernt werden.
  • Vor Beginn der Umsetzung ist es i.allg. zweckmäßig, die aufgebrachten Edelmetallverbindungen durch Überleiten von Wasserstoff oder Wasserstoff/Stickstoff bei 250 - 5000cd zu reduzieren.
  • Geeignete Verbindungen der genannten Edelmetalle sind beispielsweise solche,.die sich von sauerstoffenthaltenden Säuren ableiten (wie Nitrate oder Sulfate), komplexe Verbindungen mit stickstoffenthaltenden Liganden (wie Ammoniak oder Cyanid), Halogenide, Halogen enthaltende Komplexvcrbindungen, Carboxylate (wie Acetate und Oxalate), oder von C - H aciden, organischen Verbindungen <wie Acetylaceton) abgeleitete Verbindungen. Bevorzugte Verbindungen sind Palladiumdinitrat, Kaliumhexacyanoplatinat, Kaliumtetracyanoplatinat, Tetramminpalladiumdichlorid, Palladiumdichlorid, Palladiumsulfat, Natriumtetrachloropalladat, Hexachlorplatinsäure, Hexachloriridiumsäure, Kaliumhexachloroplatinat, Palladiumdiacetat, Platindiacetat, Platinacetylacetonat.
  • Besonders bevorzugt sind Natriumtetrachloropalladat, Hexachlorplatinsäure, Kaliumtetracyanoplatinat, Hexachloriridiumsäure, Palladiumdiacetat und Platindiacetat.
  • Für den Tränkvorgang können Wasser oder polare, organische Lösungsmittel wie Alkohole, Ketone, Nitrile und Halogenkohlenwasserstoffe verwendet werden. Bevorzugt werden Aceton, Methanol, Methylenchlorid, Chloroform oder deren Gemische, Wasser, Wasser/Aceton oder Wasser/Methanol verwendet.
  • Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt durch überleiten der gasförmigen Ausgangsverbindung im Gemisch mit Wasserstoff über den Katalysator. Das molare Verhältnis von Wasserstoff : Ausgangsverbindung st i.allg.
  • 0.1 : 1 bis 20 : 1, vorzugsweise 0.5 : 1 bis 5 : 1, insbesondere 0.5 : 1 bis 1.5 : 1.
  • Außer dem Wasserstoff können zusätzlich verdünnende Gase wie Stickstoff, Edelgas, Kohlendioxid oder Wasserdampf anwesend sein. Als zusätzliches Gas wird bevorzugt Stickstoff verwendet, wobei man ein Gemisch der Zusammensetzung H2 : N2 = 5 : 1 bis 1 : 5 einsetzt.
  • Nach Auswaschen des Kohlenmonoxids aus dem bei der Umsetzung entstandenen Wasserstoff kann dieser als Kreisgas zurückgeführt werden.
  • Folgende Arbeitsweise hat sich zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens als besonders günstig erwiesen: Die Umsetzung erfolgt in einem senkrecht stehenden Reaktor; der Katalysator befindet sich in dessen mittlerem Teil. Die Ausgangsverbindung wird in einen Verdampfer gegeben, dann mit Wasserstoff und Stickstoff gemischt und von oben her über den Katalysator geleitet. Da der Druck für die Reaktion nicht kritisch ist, wird bei Normaldruck gearbeitet. Das Reaktionsgemisch wird am Reaktorende kondensiert. Die Reinicguny der Produkte erfolgt durch Destillation.
  • Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern: Beispiel 1 Es werden vier Katalysatoren hergestellt, wobei als Trägermaterial gekörnte Kohle (1100 m2/g), Aluminiumoxid (250 m2/g) in Kugelform oder Siliciumdioxid (160 m2/g) als Granulat verwendet wird. Die Herstellung erfolgt, indem das Trägermaterial mit einer Lösung einer Edelmetallverbindung (siehe Tabelle 1) getränkt wird. Anschließend wird das imprägnierte Trägermaterial 8 Stunden lang bei 0.1 bar und 1400C getrocknet.
  • über jeweils 50 ml der Katalysatoren, die unmittelbar vor Gebrauch 3 Stunden lang bei 3200C mit einem Gasgemisch aus 20 Nl H2/h und 14 Nl N2/h behandelt worden sind, wird in einem senkrecht stehenden, elektrisch beheizten Reaktionsrohr bei Temperaturen von 320 bis 360"C von oben her pro Stunde ein Gemisch aus 7 Nl Wasserstoff, 14 Nl Stickstoff und 2 Nl Monomethyldiethylenglykol (MDG) geleitet. Das Reaktionsprodukt wird kondensiert und durch Gaschromatographie analysiert. In Tabelle 1 sind die Selektivitäten der Bildung von Dimethylethylenglykol (DMG) in Abhängigkeit vom Katalysator anyegeben. Die Versuchsdauer beträgt jeweils 120 Stunden Tabelle 1
    Trägermaterial $Edelmetall- Lösungs- Gew.% Edelmetall Reaktions- Umsatz % Selek-
    verbindung(en) mittel im Katalysator temperatur MDG tivität
    (°C) % DMG
    gekörnte
    Pd(OCOCH3)2 CHCl3 2.3 % Pd 340 98 78
    Kohle
    Al2O3 Na2PdCl4 H2O 2.3 % Pd 320 97 84
    SiO2 Na2PdCl4 H2O 2.3 % Pd 330 100 88
    H2I4Cl6 0.9 % Ir
    gekörnte Na2PdCl4 H2O 2.3 % Pd 360 100 95
    Kohle
    H2PtCl6 0.5 % Pt
    1 Beispiel 2 Es wird ein Katalysator hergestellt, der 1.2 Gew.-% Palladium und 0.6 Gew.-% Iridium enthält, indem Siliciumdioxid (120 m2/g) in Kugelform mit einer entsprechenden Menge einer wäßrigen Lösung von Natriumtetrachloropalladat und Hexachloriridiumsäure getränkt und anschließend 8 Stunden lang bei 0.1 bar und 1400C getrocknet wird.
  • Jeweils 50 ml des Katalysators werden in ein Reaktionsrohr (s. Beispiel 1) gegeben und unmittelbar vor Gebrauch 3 Stunden lang bei 3200C mit einem Gasgemisch aus 20 Nl H2/h und 14 Nl N2/h behandelt.
  • Danach werden stündlich 7 Nl Wasserstoff, 14 Nl Stickstoff und 2 Nl Ausgangsverbindung über den Katalysator geleitet.
  • Ausgangsverbindung und Produkte sind Monomethyltriethylenglykol (MTrG) Dimethyldiethylenglykol (DMDG) Monoethyldiethylenglykol (EDG) Methylethylethylenglykol (MEG) Monomethyltetraethylenglykol (MTG) Dimethyltriethylenglykol (DMTrG) Monobutyltriethylenglykol (BTrG) Methylbutyldiethylenglykol (MBDG) Monobutylethylenglykol (BG) Methylbutylether (MBEt) Monophenylethylenglykol (PhG) Anisol.
  • Die Versuchsdauer beträgt für jede Umsetzung 120 Stunden; der Umsatz an Ausgangsverbindung jeweils 100 %.
  • Tabelle 2 enthält die Reaktionstemperaturen und die Selektivitäten der Produktbildung.
  • Tabelle 2 Ausgangsver- Temperatur Produkte % Selektivität bindung (°C) MTrG 330 DMDG 87 EDG 310 MEG 86 MTG 325 DMTrG 88 BTrG 310 MBDG 88 BG 320 MBEt 84 PhG 280 Anisol 82.
  • Beispiel 3 Es wird ein Katalysator hergestellt, der 1.4 Gew.-% Palladium und 0.3 Gew.-% Iridium enthält, indem gekörnte Kohle (1 000 m2/g) mit einer entsprechenden Menge einer wäßrigen Lösung von Natriumtetrachloropälladat und Hexachloriridiumsäure getränkt und anschließend 8 Stunden lang bei 0.1 bar und 1400C getrocknet wird.
  • Der Katalysator wird wie in Beispiel 1 vorbehandelt und zur Umsetzung von Triethylenglykol oder Tetraethylenglykol bei 3750C eingesetzt. Bei Umsätzen von jeweils 100 % werden die Produkte Dimethylethylenglykol (Selektivität 77 %) bzw. Dimethyldiethylenglykol (Selektivität 68 %) erhalten.
  • Beispiel 4 Durch Tränken gekörnter Kohle ( 1 000 m2/g) mit einer wäßrigen Lösung von Natriumtetrachloropalladat und Hexachlorplatin säure und anschließendes 8-stündiges Trocknen bei 0.1 bar und 1400C wird ein Katalysator hergestellt, der 2.3 Gew.-% Palladium und 0.5 Gew.-% Platin enthält. Er wird wie in Beispiel 1 vorbehandelt und zur Umsetzung von Monomethyltriethylenglykol einmal bei 3700C und einmal bei 3300C eingesetzt. Bei jeweils vollständigem Umsatz der Ausgangsverbindung wird bei 3700C neben wenig Dimethyldiethylenglykol (Selektivität 17 %) hauptsächlich Methylethylethylenglykol (Selektivität 76 %)gebildet, bei 330°C dagegen viel Dimethyldiethylenglykol (Selektivität 87 %) und nur wenig Methylethylethylenglykol (Selektivität 5 %).
  • Dieses Beispiel zeigt die Beeinflussung der Produktbildung durch die Temperatur.
  • Beispiel 5 Ein wie in Beispiel 3 hergestellter Katalysator (1.4 Gew.-% Pd, 0.3 Gew.-% Ir , gekörnte Kohle) wird wie in Beispiel 1 vorbehandelt und zur Umsetzung von zwei Gemischen A und B eingesetzt, wie sie bei der technischen Herstellung von Monobutyldiethylenglykol (Gemisch A) bzw. Monomethylethylenglykol (Gemisch B) anfallen.
  • Gemisch A: 75 Gew.-% Monobutyltriethylenglykol 20 Gew.-% Monobutyltetraethylenglykol 5 Gew.-% Monobutylpentaethylenglykol Gemisch B: 78 Gew. -% Monomethyldiethylenglykol 20 Gew.-% Monomethyltriethylenglykol 2 Gew.-% Monomethyltetraethylenglykol Bei vollständigem Umsatz der Ausgangsverbindungen und 3100C Reaktionstemperatur geht Gemisch A in Gemisch C, und Gemisch B in Gemisch D über: Gemisch C: 66 Gew.-% Methylbutyldiethylenglykol (Selektivität 90 %) 19 Gew.-% Methylbutyltriethylenglykol (Selektivität 94 %) 5 Gew.-% Methylbutyltetraethylenglykol (Selektivität 92 %) Gemisch D: 69 Gew.-% Dimethylethylenglykol (Selektivität 89 %) 18 Gew.-% Dimethyldiethylenglykol (Selektivität 91 %) 2 Gew.-% Dimethyltriethylenglykol (Selektivität 86 %) Beispiel 6 1.5 1 eines wie in Beispiel 4 hergestellten Katalysators (2.3 Gew.-% Pd, 0.5 Gew.-% Pt auf Kohle) werden 3 Stunden lang bei 3200C mit einem Gasgemisch aus 300 Nl H2/h und 210 Nl N2/h im Reaktionsrohr behandelt. Danach wird bei 3150C stündlich ein Gemisch aus 150 Nl N2, 30 Nl H2 und 30 Nl eines Gemisches aus 75 Gew.-% Monobutyltriethylenglykol, 20 Gew.-% Monobutyltetraethylenglykol und 5 Gew.-% Monobutylpentaethylenglykol über den Katalysator geleitet.
  • Während 1500 Stunden Betriebsdauer wird bei vollständigem Umsatz des Ausgangsgemisches ein Gemisch aus 64 Gew.-% Methylbutyldiethylenglykol (Selektivität 88 %), 19 Gew.-% Methylbutyltriethylenglykol (Selektivität 92 %) und 4 Gew.-% Methylbutyltetraethylenglykol (Selektivität 89 %) erhalten.

Claims (5)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Herstellung von Methylethern der allgemeinen Formel I CH3-[-O-CH2-CH2-]n-O-R durch Umsetzung von Diethylenglykol oder seinen höheren Homoldgen der allgemeinen Formel III HO-CH2-CH2-[-O-CH2-CH2-]n-O-CH2-CH2-OH mit n = 0, 1, 2 ...., 8 oder von Ethern des Monoethylenglykols oder seiner Homologen der allgemeinen Formel III HO-CH2-CH2-[-O-CH2-CH2-]n-O-R mit n = 0, 1, 2 ...., 9 und R = Alkyl, Cycloalkyl oder Aryl mit maximal 12-n C-Atomen in der Gasphase in Gegenwart von Wasserstoff an einem Katalysator, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionstemperatur 250 bis 5000C beträgt und der Katalysator aus einem Trägermaterial besteht, auf das mindestens eines der Elemente Palladium, Platin, Ruthenium, Rhodium oder Iridium in Form einer Verbindung aufgebracht ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Trägermaterial eine Palladiumverbindung und zusätzlich eine Verbindung von Platin, Iridium oder Ruthenium aufgebracht ist.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansrüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewichtsanteil der auf das Trägermaterial aufgebrachten Elemente 0.05 bis 10 % des Katalysatorgewichts beträgt.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägermaterial Siliciumdioxid, Aluminiumoxid oder Kohle verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägermaterial Kohle verwendet wird.
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