[go: up one dir, main page]

DE29903742U1 - Vorrichtung zum Zusammenstellen von Stapelbildern - Google Patents

Vorrichtung zum Zusammenstellen von Stapelbildern

Info

Publication number
DE29903742U1
DE29903742U1 DE29903742U DE29903742U DE29903742U1 DE 29903742 U1 DE29903742 U1 DE 29903742U1 DE 29903742 U DE29903742 U DE 29903742U DE 29903742 U DE29903742 U DE 29903742U DE 29903742 U1 DE29903742 U1 DE 29903742U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
format
stacking
transport
stack
assembling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE29903742U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siempelkamp Handling Systeme GmbH
Original Assignee
Siempelkamp Handling Systeme GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siempelkamp Handling Systeme GmbH filed Critical Siempelkamp Handling Systeme GmbH
Priority to DE29903742U priority Critical patent/DE29903742U1/de
Publication of DE29903742U1 publication Critical patent/DE29903742U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G65/00Loading or unloading

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forming Counted Batches (AREA)

Description

Vorrichtung zum Zusammenstellen von Stapelbildern
Diese Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Zusammenstellen von Stapelbildern aus Formatzuschnitten von Plattenmaterialien.
Der Begriff Plattenmaterialien bezieht sich dabei auf OSB-Platten, MDF- und andere Faserplatten, Gipsplatten, Mineralplatten, und allgemein auf Platten aus
&iacgr;&ogr; Holz, Kunststoff, Metall usw. Solche Plattenmaterialien werden in der Regel in Großformaten, die deutlich größer als die später tatsächlich zu verarbeitenden Formate sind, oder als Endlosstrang hergestellt. Dementsprechend müssen Aufteilanlagen eingesetzt werden, die nach bestimmten geometrischen Schnittplänen mit Scheren, Sägen oder anderen Aufteileinrichtungen aus den Großformaten der Herstellung oder aus dem Endlosstrangformat Zuschnitte schneiden. Der Schnittplan der Aufteilanlage wird im allgemeinen computerberechnet, und zwar in Abhängigkeit von durch bestimmte Bestellungen vorgegebenen Formatzuschnitten und ihrer Zahl oder auch mit Standardformaten. Der Schnittplan ist dahingehend optimiert, aus den herzustellenden Formaten unter Berücksichtigung der erforderliehen Zahl eine geometrische Kombination zu erstellen, die unter Beachtung einer möglichst großen Aufteilleistung den Verschnitt minimiert.
Zur Auslieferung werden die Formatzuschnitte zu Stapeln übereinander gelegt, wobei die Stapel vielfach übereinander liegenden, im übrigen gleichen Formatzuschnittlagen entsprechen. Eine solche einzelne Formatzuschnittlage, gewissermaßen der Grundriß des Stapels, wird als Stapelbild bezeichnet und muß aus den Formatzuschnitten aus dem Schnittplan in geeigneter Weise zusammengestellt werden, bevor abgestapelt werden kann. Ein Stapelbild besteht hierbei im allgemeinen, jedoch nicht notwendigerweise, aus gleichartigen Formatzuschnitten, die mehrfach nebeneinander liegen können. Dabei liegen die Formatzuschnitte oder -gruppen im allgemeinen in mehreren Lagen identisch übereinander und werden so verarbeitet.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zusammenstellen solcher Stapelbilder aus Formatzuschnitten und ferner eine Anlage, die zum einen Stapelbilder zusammenstellt und zum zweiten aus den Stapelbildern Stapel abgestapelt. Solche Vorrichtungen und Anlagen sind an sich bekannt. Bei ihrer Konstruktion und ihrem Betrieb ist vor allem entscheidend, daß sie wegen des mit ihnen verbundenen technischen Aufwands aus Kostengründen mit möglichst hohem Durchsatz arbeiten müssen.
Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine neue Vorrichtung zum &iacgr;&ogr; Zusammenstellen von Stapelbildern sowie eine neue Anlage zum Zusammenstellen von Stapelbildern und Abstapeln der Stapelbilder zu Stapeln anzugeben, die eine besonders effiziente Betriebsweise gestatten.
Erfindungsgemäß wird dieses Problem gelöst durch eine Vorrichtung zum Zusammenstellen von Stapelbildern aus Formatzuschnitten von Platten mit mehreren übereinander angeordneten Stockwerken, in denen jeweils Formatzuschnitte positioniert und gelagert werden können und die durch eine Vertikalverschiebung in eine Transportbahn geschaltet werden können,
sowie durch eine Anlage zum Zusammenstellen und Abstapeln von Stapelbildern aus Formatzuschnitten von Platten mit einer Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche und einer nachgeschalteten Stapelvorrichtung zum Abstapeln fertiger Stapelbilder zu Stapeln mit einer der Zahl von Lagerstockwerken der Zusammenstellvorrichtung entsprechenden Zahl von selbständig arbeitenden Stapelplätzen.
Dabei können die Stapelbilder aus einzelnen Formatzuschnitten oder auch aus Gruppen von Formatzuschnitten zusammengestellt werden. Die Vereinzelung des Schnittplanes muß nämlich nicht so weit gehen, daß die Formatzuschnitte grundsätzlich vollständig vereinzelt werden. Vielmehr können in einem der Stapelbilder wiederauftretende Gruppen von Formatzuschnitten als solche belassen werden.
Der wesentliche Grundgedanke der Erfindung besteht zunächst darin, beim Zusammenstellen der Stapelbilder mit mehreren Stockwerken einer Zusammenstell-
• ♦
Vorrichtung zu arbeiten, die jeweils in eine die Zuschnitte transportierende Transportbahn schaltbar sind. Jedes der Stockwerke dient zum Positionieren einer Mehrzahl von Formatzuschnitten (oder Gruppen davon), um ein Stapelbild zusammenzustellen. Darüber hinaus dienen die Stockwerke jedoch auch zur Lagerung von Formatzuschnitten, die noch kein fertiges Stapelbild ergeben. Damit ist die Zusammenstellvorrichtung insgesamt in der Lage, der Zahl der Stockwerke entsprechend mehrere, auch unterschiedliche, Stapelbilder in zeitlich verschränkter Weise zusammenzustellen. Dies hat den Vorteil, daß ein je nach Art des Schnittplans und nach Vereinzelung der Formatzuschnitte aus dem Schnittplan
&iacgr;&ogr; ankommender bestimmter Formatzuschnitt (oder eine Gruppe) demjenigen der in den Stockwerken zur Verfügung stehenden „begonnenen" Stapelbilder zugeführt werden kann, in dem er gerade „paßt", oder als Beginn eines neuen Stapelbildes in einem freien Stockwerk positioniert und dort gelagert werden kann. Die Zusammenstellvorrichtung wählt also aus einer Auswahl von Stockwerken und damit aus einer Auswahl von möglicherweise in unterschiedlichem Zustand befindlichen oder an sich unterschiedlichen Stapelbildern und freien Stockwerken das gerade passende aus.
Das Zusammenstellen von Stapelbildern ist dabei nicht so zu verstehen, daß durch das Zusammenstellen nicht mehr als ein Stapelbild erzeugt werden darf. Vielmehr kann es von Vorteil sein, auch Stapelbilder in über das Stapelbild hinausgehenden Zuschnittgruppen zusammenzustellen, also zumindest ein vollständiges Stapelbild enthaltende Gruppen. In diesem Sinne sind die obigen Ausführungen zum Zusammenstellen zu verstehen. Dabei können die über das vollständige Stapelbild hinausgehenden Anteile der Gruppe beispielsweise beim Ausfahren aus der erfindungsgemäßen Zusammenstellvorrichtung von dem Stapelbild abgeteilt werden und entweder in dem entsprechenden Stockwerk der Zusammenstellvorrichtung für einen weiteren Zusammenstellvorgang verbleiben oder auch selbst ausgefahren werden, beispielsweise weil sie selbst wiederum ein eigenes Stapelbild ergeben.
Man kann sich leicht verdeutlichen, daß die Erfindung bereits von Vorteil ist, wenn überhaupt nur ein Stapelbildtyp auftritt, z. B. soweit dieser als inhomogenes Stapelbild dabei aus verschiedenen Formatzuschnitten zusammengestellt werden
muß. Dabei kann es vorkommen, daß wegen des Schnittplans eine gewisse Zahl von gleichartigen Formatzuschnitten direkt nacheinander an der Zusammenstellvorrichtung ankommt. Hier bietet die erfindungsgemäße Zusammenstellvorrichtung den Vorteil, daß bei ausreichender Zahl von Stockwerken diese gleichartigen Formatzuschnitte auf mehrere gleichartige Stapelbilder verteilt werden können.
Um so mehr bewährt sich die Erfindung bei verschiedenen Stapelbildern, die mit der Zusammenstellvorrichtung zeitlich verschränkt zusammengestellt werden können.
Die vertikale Anordnung der Stockwerke übereinander ermöglicht das zeitlich parallele Bestehen teilfertiger Stapelbilder, ohne daß dadurch eine große Baulänge der Vorrichtung erforderlich wäre. Es ist vor allem nicht mehr notwendig, die Zusammenstellung der verschiedenen auftretenden Stapelbilder an jeweils horizontal voneinander beabstandeten und jeweils eigenen Stapelvorrichtungen zugeordneten Zusammenstellvorrichtungen vorzunehmen. Demgegenüber erzielt die Erfindung Vorteile sowohl hinsichtlich des Bauvolumens als auch der Kosten. Darüber hinaus sind bei dem skizzierten Stand der Technik bei ungünstiger Reihenfolge des Eintreffens der Formatzuschnitte im Einzelfall lange Transportwege und damit im Mittelwert unnötig lange Transportwege zu den jeweils richtigen Stellen entstanden. Demgegenüber kann die erfindungsgemäße Vorrichtung durch einfaches vertikales Verschieben und damit in die Transportbahn Schalten der Stockwerke einen Zeitgewinn erzielen, der in diesem technischen Bereich, wie eingangs erwähnt, von erheblicher Bedeutung ist.
Für den besonderen Fall eines sich aus dem Schnittplan ergebenden vollständigen Stapelbildes sieht die Erfindung in einer besonderen Ausgestaltung vor, ein weiteres Stockwerk nicht der Positionierung von Formatzuschnitten oder Formatzuschnittgruppen und Lagerung bis zur Fertigstellung von Stapelbildern zuzuweisen, sondern grundsätzlich als „Durchfahrebene" freizuhalten. Dann können einfahrende vollständige Stapelbilder praktisch ohne Zeitverzögerung direkt durch die Zusammenstellvorrichtung hindurchgeschleust werden. In einem Sonderfall gilt dies für 1x1-Stapelbilder, die nur aus einem einzigen Formatzuschnitt bestehen.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist jedes der Stockwerke eine eigene separate Transporteinrichtung für den horizontalen Transport der Formatzuschnitte entlang des Wegs der Transportbahn innerhalb der Zusammenstellvorrichtung auf. Damit entfallen die bei einer für alle Stockwerke gemeinsamen Transportvorrichtungen in irgendeiner Weise erforderlichen Aus- und Einkopplungsvorgänge beim Verschieben und damit Umschalten der Stockwerke in und aus der Transportbahn. Somit kann das Umschalten zwischen verschiedenen Stockwerken möglichst schnell und einfach vonstatten gehen.
&iacgr;&ogr; Bewährt hat sich hierfür eine Rollenbahn in jedem der Stockwerke, wobei quer zur Transportrichtung nebeneinanderliegende Rollen eine gemeinsame Antriebsachse aufweisen können und die Antriebsachsen in einem Stockwerk von einer gemeinsamen Triebstockkette angetrieben sein können. Eine Rollenbahn arbeitet materialschonend, reibungs- und wartungsarm. Sie läßt sich außerdem auf relativ großen Flächen bei relativ geringem Gewicht realisieren, so daß der technische Aufwand für die die Vertikalverschiebung der Stockwerke bewirkende Hubvorrichtung begrenzt bleibt.
Vorzugsweise sind die Rollen der Rollenbahnen sogenannte Freilauf rollen, die bei Anliegen eines bestimmten Drehmoments zwischen ihrer Antriebsachse und ihrem mit den Formatzuschnitten in Berührung stehenden Umfang gegenüber der Antriebsachse drehbar sind, also „durchrutschen". Damit können Formatzuschnitte und Formatzuschnittgruppen transportiert und dabei ohne punktgenaues Anhalten des Rollenantriebs einfach durch Gegenfahren der Formatzuschnitte gegen einen Anschlag positioniert werden.
Dieser Anschlag kann als einheitlicher Anschlag der gesamten Zusammenstellvorrichtung für alle Stockwerke gemeinsam in der Ebene der Transportbahn angeordnet sein und stockwerkunabhängig zur Justage beim Positionieren und zum in Transportrichtung gegeneinander Fahren der Formatzuschnitte und -gruppen und damit Zusammenstellen von Schnittbildern verwendet werden.
Die Hubeinrichtung zum vertikal Verschieben der Stockwerke ist vorzugsweise durch eine Arretiervorrichtung unterstützt, die das jeweils in der Transportbahn-
ebene befindliche Stockwerk arretiert und auf die Transportbahnebene justiert. Vorzugsweise ist diese Arretiervorrichtung pneumatisch angetrieben.
Im Prinzip kann das Zusammenstellen von Stapelbildern, wenngleich unter Einschränkungen, bereits durch die beschriebene Transporteinrichtung und den Anschlag für die Transportrichtung der Transportbahn oder, allgemeiner gesagt, eindimensional erfolgen. Bevorzugt ist jedoch eine Zusammenstellvorrichtung, die Formatzuschnitte und -gruppen zweidimensional zu Stapelbildern zusammenstellen kann. Dazu muß eine Positionierung der einlaufenden Formatzuschnitte und
&iacgr;&ogr; -gruppen in der Richtung senkrecht zur Transportrichtung der Transportbahn erfolgen. Dazu sieht die Erfindung ein Verfahren der Stockwerke relativ zur Transportbahn, vorzugsweise zusammen mit der gesamten Hubeinrichtung, vor. Dies hat sich als einfacher und im Betrieb schneller herausgestellt als ein in der Richtung quer zur Transportrichtung der Transportbahn Hin- und Herbewegen des stromaufwärts anschließenden Teils der Transportbahn selbst. Bei hinreichender Präzision dieser Verstellmöglichkeit ist damit die Funktion des Zusammenstellens in der Richtung senkrecht zur Transportrichtung der Transportbahn bereits erfüllt. Dabei ist zu beachten, daß die Formatzuschnitte in den hier betrachteten Anlagen im allgemeinen mit einer Kante auf eine transportrichtungsparaliele Referenzlinie justiert worden sind. Dies kann z. B. durch eine Anschlagkante erfolgt sein.
Wie weiter oben bereits festgestellt, bezieht sich die Erfindung nicht nur auf die beschriebene Zusammenstellvorrichtung an sich, sondern vielmehr auch auf eine Anlage zum Zusammenstellen und Abstapeln von Stapelbildern. Diese Anlage enthält neben der bereits beschriebenen Zusammenstellvorrichtung eine nachgeschaltete Stapelvorrichtung, die die fertigen Stapelbilder zu Stapeln aufschichtet. Erfindungsgemäß ist hierbei vorgesehen, in der Stapelvorrichtung mehrere selbständig arbeitende Stapelplätze vorzusehen, die also ohne Rücksicht auf den Betriebszustand des anderen Stapelplatzes ihren Betrieb ausführen können. Dabei sollte die Zahl der Stapelplätze möglichst der Zahl der Stockwerke der Zusammenstellvorrichtung entsprechen, wobei jedoch die Durchfahrebene nicht mitzurechnen ist. Dies ist von Vorteil für den Fall, daß jedes der Stockwerke der Zusammenstellvorrichtung einem bestimmten Stapelbildtyp entspricht, der dann in einem ihm zugeordneten Stapelplatz abgestapelt wird. Diese Zuordnungen müs-
• s ,»&ngr;
sen nicht zeitlich konstant sein. Sie können zum Optimieren des Verfahrens, auch im Betrieb, geändert werden. Das gilt auch für die Funktion eines Stockwerks als Durchfahrebene. Dieses Durchfahrstockwerk muß sich konstruktiv nicht von den Lagerstockwerken unterscheiden und kann, auch während des Betriebs, gewechseit werden.
Ist hingegen die Zahl der Stapelplätze größer als die Zahl der Lagerstockwerke der Zusammenstellvorrichtung, so macht dies nur dann Sinn, wenn das Zusammenstellen und auch der gesamte restliche Ablauf der Anlage entsprechend &iacgr;&ogr; schneller abläuft als das Abstapeln in dem Stapelplatz. Dann können sinnvollerweise zwei oder mehr Stapelplätze mit gleichartigen Stapelbildern parallel betrieben werden. Im allgemeinen ist dies jedoch nicht von Interesse.
Umgekehrt könnte die Zahl der Lagerstockwerke in der Zusammenstellvorrichtung größer als die Zahl der selbständigen Stapelplätze in der Stapelvorrichtung sein.
Dann macht ein Betrieb der Stapelvorrichtung mit unterschiedlichen Stapelbildern in jedem Stockwerk insoweit wenig Sinn, als ein Teil der zusammengestellten Stapelbilder keinen dem betreffenden Stapelbild einzeln zugeordneten Stapelplatz vorfindet. Es kann jedoch Fälle geben, in denen die Stapelplätze so schnell arbeiten, daß sie gleichzeitig, etwa zu zwei Seiten, zwei oder mehr Stapel bedienen.
Die Erfindung geht jedoch davon aus, daß der Gesamtdurchsatz der Anlage im allgemeinen höher ist, wenn jeder der Stapel einen eigenen Stapelplatz hat.
Jedoch kann der weiter oben bereits beschriebene Fall, daß bei in zwei oder mehr der Stockwerke vorliegenden gleichartigen inhomogenen Stapelbildern aus unterschiedlichen Formatzuschnitten eine Zahl von gleichartigen nacheinander einlaufenden Formatzuschnitten oder -gruppen auf diese gleichartigen Stapelbilder verteilt werden kann, auch von Interesse sein, wenn die Zusammenstellvorrichtung über mehr Stockwerke verfügt, als Stapelplätze und Stapel vorhanden sind. Da, wie eingangs erwähnt, im allgemeinen jedoch Stapel aus einem Formatzuschnittyp vorkommen, ist auch dieser Fall von untergeordnetem Interesse.
Eine konkrete Möglichkeit für die Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Stapelplatzes liegt in einem Hubtisch, beispielsweise einer hydraulischen Scherenhe-
bebiihne, der von einem die Stapelbilder tragenden Rechen bedient wird. Dazu kann der Rechen die Stapelbilder z. B. von einer Rollentransportbahn abheben, indem er mit seinen Zinken zwischen den Rollen hochgefahren wird, in der das Stapelbild tragenden angehobenen Stellung zu dem Hubtisch verfahren wird, und dort wiederum in Schlitzen des Hubtisches versenkt wird. Der Hubtisch wiederum kann ebenfalls eine Transporteinrichtung aufweisen, um den fertigen Stapel günstig abnehmen zu können.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist in Anspruch 11 angegeben. Bei dieser Ausgestaltung kommt eine Drehvorrichtung hinzu, die für eine normgerechte Ausrichtung der Formatzuschnitte innerhalb der Ebene der Formatzuschnitte sorgt. Dabei ist vorgesehen, daß die Drehvorrichtung zum Drehen von Formatzuschnittgruppen ausgelegt ist, die über ein Stapelbild hinausgehen. Dementsprechend muß eine Vereinzeleinrichtung nachgeschaltet sein, die aus den über ein Stapelbild hinausgehenden Formatzuschnittgruppen Stapelbildelemente für die weiter oben beschriebene Zusammenstellvorrichtung bzw. auch ganze Stapelbilder erzeugt.
Dieser Ausgestaltung liegt dabei die Erkenntnis zugrunde, daß der Betrieb der Drehvorrichtung innerhalb der Gesamtanlage - auch unter Berücksichtigung der Aufteilanlage - häufig ein zeitbegrenzendes bzw. durchsatzbegrenzendes Element bildet. Es kann insoweit insgesamt ökonomisch sein, zugunsten einer schnelleren Betriebsweise der Drehvorrichtung an anderer Stelle eine geringfügige Verkomplizierung des Anlagenbetriebs in Kauf zu nehmen. Dementsprechend ist eine Anlage bevorzugt, bei der die Drehvorrichtung mit Formatzuschnittgruppen betrieben werden kann, die größer als ein Stapelbild sind. Dies bedeutet nicht, daß im Betrieb alle gedrehten Gruppen tatsächlich größer als das jeweilige Stapelbild sein müssen. Vielmehr ergibt sich ein Vorteil bereits dann, wenn die Drehvorrichtung zum einen im Hinblick auf ihre geometrische Kapazität, d. h. auf die maximal zulässigen Abmessungen der gesamten Gruppe, in zumindest einer Richtung über ein Stapelbild hinausgeht.
Dabei kann die Drehvorrichtung pneumatische, in und aus dem Höhenbereich des Transports der Gruppen klappbare Kniehebelbacken aufweisen.
Ferner kann die Drehvorrichtung ein über einem Drehtisch gelegenes Drehgelenk und einen Kurbeltrieb aufweisen.
Schließlich kann die Drehvorrichtung einen Tisch mit einem einstückigen Transportriemen aufweisen und dazu ausgelegt sein, die Gruppen auf dem Transportriemen gleitend zu drehen.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf eine Anlage, bei der die Drehvorrichtung zum Drehen von in der Transportrichtung des Ausfahrens aus der Drehvorrichtung über ein Stapelbild hinausgehenden Gruppen ausgelegt ist und die Vereinzelvorrichtung diese Gruppen beim Ausfahren aus der Drehvorrichtung vereinzelt.
Hierbei kann auch vorgesehen sein, daß die Vereinzelvorrichtung zwei in der genannten Transportrichtung transportierende Längstransportvorrichtungen aufweist, die zum Transport von Formatzuschnitten bis zu einer bzw. ab einer senkrecht zu der genannten Transportrichtung verlaufenden Referenzlinie ausgelegt sind, an der die Gruppen vereinzelt werden, wobei eine der beiden Längstransportvorrichtungen Bestandteil der Drehvorrichtung ist.
Zu den vorstehend skizzierten Ausführungsformen mit einer Drehvorrichtung und weiteren Vorteilen und Merkmalen dieses Aspektes der Erfindung wird auf eine speziell hierauf gerichtete Parallelanmeldung derselben Anmelderin vom selben Anmeldetag mit dem Titel: „Anlage zum Zusammenstellen und Abstapeln von Stapelbildern mit Drehvorrichtung" verwiesen. Der Offenbarungsgehalt dieser Anmeldung ist hiermit ausdrücklich in Bezug genommen.
Zu weiteren Einzelheiten der vorstehend erläuterten Aspekte der Erfindung wird weiterhin auf das folgende konkrete Ausführungsbeispiel verwiesen. Dabei im einzelnen offenbarte Merkmale können auch in anderen als den dargestellten Kombinationen erfindungswesentlich sein.
Im einzelnen zeigt:
Figur 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Anlage in einem ersten Betriebszustand;
Figur 2 eine Draufsicht auf die Anlage in dem ersten Betriebszustand;
Figur 3 eine Seitenansicht der Anlage in einem zweiten Betriebszustand;
Figur 4 eine Draufsicht auf die Anlage in dem zweiten Betriebszustand; und
Figur 5 eine Draufsicht auf die Anlage in einem dritten Betriebszustand.
Figur 1 zeigt in einer Seitenansicht eine erfindungsgemäße Anlage zum Zusammenstellen und Abstapeln von Stapelbildern aus Formatzuschnitten mit einer einer Zusammenstellvorrichtung vorgeschalteten Drehvorrichtung. Mit 1 ist die Drehvorrichtung bezeichnet, mit 2 die Zusammenstellvorrichtung und mit 3 die Stapelvorrichtung. Die Transportrichtung läuft in allen Figuren von rechts nach links und wird mit X-Richtung bezeichnet. Der Drehvorrichtung 1 vorgeschaltet ist ein Stück einer Transportbahn 4, nämlich einer über einen Keilriemen 5 angetriebenen Bahn mit Transportriemen 6, die parallel nebeneinander und jeweils in der Transportrichtung angeordnet sind. Die Transportbahn 4 definiert eine Transporthöhe auf der sich in Transportrichtung ein durchgehender einstückiger Transportgurt 7 der Drehvorrichtung 1 anschließt. Die Höhen der Transportbahn 4 und des Gurtes 7 der Dreheinrichtung sind durch geeignete Tragsäulen, die in Fundamenten gehalten sind, vorgegeben, wodurch jeweils von den Riemen 6 bzw. dem Gurt 7 bedeckte Transporttische gebildet sind.
Stromaufwärts (bezüglich der Transportrichtung) von der Eingangstransportbahn 4 der dargestellten Anlage, d. h. in den Figuren rechts anschließend, befindet sich eine weitere Anlage, die mehrlagige Produktionsformate des Plattenmaterials, hier Möbelbauplatten, aus einer Presse, mit einer Aufteilsäge gemäß einem Schnittplan in mehrlagige Formatzuschnitte aufteilt, mit Besäumeinrichtungen die Formatzuschnitte besäumt und über an sich bekannte Vereinzelvorrichtungen die
Schnittpläne in geeigneter Weise in Formatzuschnittgruppen vereinzelt, die an der Transportbahn 4 der hier beschriebenen Anlage ankommen.
Der Vergleich der Figuren 1 und 2 zeigt, daß der Transporttisch der Drehvorrichtung 1 von einer Brückenkonstruktion 8 überspannt ist. In etwa über der Mitte des Transporttisches der Drehvorrichtung 1 weist die Brückenkonstruktion 8 ein nach unten weisendes Drehgelenk 9 auf, das einen Drehteil 10 der Drehvorrichtung 1 parallel zu der Transportebene drehbar hält. Der Drehteil 10 weist Halterungen 11 mit Kniehebelbacken 12 auf. Dabei erstrecken sich die Kniebhebelbacken 12, wie &iacgr;&ogr; Figur 2 zeigt, quer zur Transportrichtung über den größten Teil der Breite des Transporttisches der Drehvorrichtung 1. In gestrichelten Linien ist angedeutet, daß die in den Figuren linke Kniehebelbacke 12 mit Halterung in Transportrichtung verschiebbar und somit auf verschiedene Abstände von der gegenüberliegenden Kniehebelbacke einstellbar ist.
Die Kniehebelbacken sind pneumatisch klappbar, wobei Figur 1 den heruntergeklappten Zustand zeigt und Figur 3 den zurückgeklappten Zustand zeigt. In dem in Figur 1 dargestellten heruntergeklappten Zustand halten die Kniehebelbacken 12 eine Formatzuschnittgruppe zwischen sich, die in Figur 2 in der Draufsicht dargestellt ist. In diesem Zustand bewirkt eine Drehung des Drehteils 10 um das Gelenk 9 eine über den Transportgurt 7 gleitende Drehung der Formatzuschnittgruppe 13, und zwar um 90°. Die spezielle Konstruktion der Kniehebelbacken 12 sorgt dafür, daß in dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Zustand von den Kniehebelbakken 12 relativ große Kräfte aufgenommen werden können, ohne daß der pneumatische Antrieb deswegen besonders stark (und damit schwer) ausgeführt sein müßte.
Die Verstellbewegung der linken Halterung 11 mit der linken Kniehebelbacke 12 erfolgt über einen Servomotor, dessen größtes Drehmoment im Stillstand anliegt, so daß auch dieser Antrieb entsprechende Kräfte aufnehmen kann. Dies hat insgesamt den Vorteil, daß infolge Plattenstärke, Format und/oder Mehrlagigkeit große und schwere Formatzuschnittgruppen gedreht werden können, die einerseits hinsichtlich der zu beschleunigenden und zu verzögernden Masse und andererseits hinsichtlich der Reibung mit dem Gurt 7 große Kräfte erzeugen.
AL· tt _-.__ · ·
Die Drehbewegung des Drehteils ist über einen Kurbeltrieb 13 an einen frequenzgeregelten Drehstrommotor 14 gekoppelt, der den Kurbeltrieb 13 zwischen den beiden Wendepunkten hin und her bewegt. Durch die geometrischen Verhältnisse des Kurbeltriebs ergibt sich eine über den Verlauf der Drehbewegung veränderliche Übersetzung zwischen dem Drehstrommotor 14 und dem Drehteil 10, wobei am Anfang und am Ende der Bewegung automatisch ein Abbremsen in geringere Geschwindigkeiten erfolgt.
&iacgr;&ogr; An die Drehvorrichtung 1 schließt die Zusammenstellvorrichtung 2 an. Figur 1 zeigt, daß diese Zusammenstellvorrichtung 2 mehrere jeweils eine Rollenbahn mit Freilaufrollen bildende Stockwerke 15 aufweist. Die Freilaufrollenbahnen jedes der Stockwerke 15 weisen quer zur Transportrichtung durchgehende Achsen mit Antriebsritzeln auf, die über eine Triebstockkette von einem Servomotor antreibbar sind. Dabei sind in der Figur der Übersichtlichkeit halber nur drei Stockwerke 15a, 15b, 15c eingezeichnet, wobei jedoch tatsächlich auch erheblich größere Zahlen von Stockwerken verwendet werden können, etwa 5, 6 oder 7 Stockwerke.
Der Zusammenstellvorrichtung 2 nachgeschaltet ist eine Stapelvorrichtung 3 mit zwei Stapelplätzen 16a und 16b. Die beiden Stapelplätze 16a und 16b entsprechen jeweils einem der Stockwerke 15a und 15b, wobei das verbleibende Stockwerk 15c, wie bereits ausgeführt, als Durchfahrebene für fertige Stapelbilder dient. Beispielsweise ist dies das oberste der drei Stockwerke. Diese Zuordnungen müssen, auch während des Betriebs, nicht zeitlich konstant sein.
Die Stockwerke 15 sind in einem Gestell 23 gehalten, indem sie miteinander und in festem Abstand zueinander über einen Servomotor oder einen hochpoligen Drehstrommotor und damit geschwindigkeitsregelbar mit einem Kettenantrieb in der Höhe verfahrbar sind. Diese Höhenverstellung wird im Folgenden mit Z-Verstellung bezeichnet. Gleichzeitig ist das Gestell 23 quer zur Transportrichtung, jedoch in der Transportebene, über eine in Figur 2 angedeutete Zahnstangen- und Schienenkonstruktion mit einem Ritzelantrieb von einem lagegeregelten Servomotor verstellbar. Diese Verstellrichtung wird im Folgenden als Y-Richtung bezeichnet.
Die Stapelplätze 16 weisen jeweils einen nicht im einzelnen eingezeichneten, jedoch zwischen den Rollenbahnen der Transportbahn (in der Transportrichtung) auf der Höhe der Stapelplätze versenk- und hebbaren Rechen auf, der Formatzuschnittgruppen von der Transportbahn abheben und auf hydraulische Scherenhebebühnen 17 ablegen kann, die jeweils eine nicht eingezeichnete Vorrichtung zum Weitertransport der Stapel aufweisen. Dabei können die Höhenniveaus der Hebebühnen 17 gerade so eingestellt werden, daß der Transportrechen ein Stapelbild auf den Stapel legen bzw. darauf abstreifen kann. Hierzu ist ein bewegbarer Anschlag vorgesehen und sind die Zinken des Rechens so beschichtet, daß beim Abstreifen keine Beschädigungen auftreten.
Die Figuren 1 und 2 sowie die Figuren 3 und 4 zeigen jeweils einen unterschiedlichen Betriebszustand der erfindungsgemäßen Anlage. Die Figuren 1 und 2 zeigen ein Beispiel mit einem im linken Bereich der Figur 2 bereits auf der Hebebühne 17b des Stapelplatzes 16b erkennbaren sogenannten 2x2-Stapelbild aus vier gleichformatigen Formatzuschnitten. Im rechten Bereich in Figur 2 sowie auch in der Seitenansicht in Figur 1 ist zu erkennen, daß eine 3x2-Formatzuschnittgruppe über die Transportbahn 4 in die Drehvorrichtung 1 eingefahren ist und dort an den langen, drei Formatzuschnittkanten aufweisenden Seitenkanten der Gruppe von den Kniehebelbacken 12 der Drehvorrichtung 1 gefaßt ist. Dabei wird in Y-Richtung praktisch das gesamte zur Verfügung stehende drehbare Maß der Drehvorrichtung 1 ausgeschöpft.
Im Vergleich des bereits abgestapelten Stapelbildes und der Formatzuschnittgruppe in der Drehvorrichtung 1 erkennt man, daß die Darstellung in den Figuren 1 und 2 der Situation vor dem Drehvorgang entspricht. Durch den noch nicht dargestellten Drehvorgang, der jedoch durch den in Figur 2 angedeuteten Ausschnitt aus der Kreisbahn der äußersten Ecken und durch die gestrichelte Darstellung der Formatzuschnittgruppe nach der Drehung angedeutet ist, ergibt sich eine Ausrichtung der längeren Seiten der einzelnen Formatzuschnitte entlang der Transportrichtung X. Dabei ist die Drehvorrichtung 1 so eingestellt, daß die in den Figuren rechts dargestellte Kniehebelbacke nach dem Drehvorgang auf der Y-Höhe der in Figur 2 rechts unten erkennbaren, gestrichelt eingezeichneten Referenzlinie
18 des Einlaufe der Formatzuschnittgruppen entspricht. Diese Referenzlinie 18 ist durch einen nicht dargestellten Anschlag in dem bezüglich der Drehvorrichtung 1 stromaufwärtigen Bereich der Transportbahn 4 realisiert und gilt für sämtliche in die erfindungsgemäße Anlage einlaufenden Formatzuschnitte und Formatzuschnittgruppen.
Nach der Drehung, also in der in Figur 2 gestrichelt dargestellten Position der Formatzuschnittgruppe, kann diese aus der Drehvorrichtung 1 über den Gurt 7 soweit ausgefahren werden, bis das in Figur 2 links liegende 2x2-Stapelbild innerhalb der 3x2-Formatzuschnittgruppe stromabwärts von einer die Drehvorrichtung 1 und die Zusammenstellvorrichtung 2 trennenden Bezugslinie 19 liegt. In dieser Situation wird der Gurtantrieb 7 angehalten, während die Rollenbahnen 15 der Zusammenstellvorrichtung 2 weiterlaufen. Damit läuft ein komplettes 2x2-Stapelbild durch das oberste Stockwerk 15c der Zusammenstellvorrichtung 2 durch, welches (momentan) als Durchfahrebene für fertige Stapelbilder dient. Dieses Stapelbild kann dann von dem nicht im einzelnen dargestellten Rechen in dem Stapelplatz 16 abgehoben und auf das bereits eingezeichnete Stapelbild abgelegt werden. In dieser Situation spielt die Zusammenstellvorrichtung 2 lediglich die Rolle eines Transportbahnstückes.
Wesentlich ist jedoch, daß die Drehvorrichtung bei diesem Beispiel das 1 1/2fache des Stapelbildes in einem Drehvorgang gedreht hat, weswegen nach dem fertigen Stapelbild ein weiteres halbes (1x2-)Stapelbild in die Zusammenstellvorrichtung 2 einläuft. Das halbe Stapelbild läuft ein und kann „geparkt" werden, bis ein ergänzender Formatzuschnitt bzw. die fehlende einem halben Stapelbild entsprechende Formatzuschnittgruppe aus der Drehvorrichtung zur Verfügung gestellt wird. Für den Fall, daß als nächstes wiederum eine 3x2-Formatzuschnittgruppe in die Drehvorrichtung 1 einläuft, würden sich dabei wiederum ein vollständiges 2x2-Stapelbild und ein halbes (1x2-)Stapelbild zur Ergänzung des bereits geparkten halben Stapelbildes ergeben, so daß insgesamt mit zwei Drehvorgängen der Drehvorrichtung 1 drei 2x2-Stapelbilder gedreht worden sind.
Entsprechend verfährt die Anlage mit einem in den Figuren 1 und 2 nicht näher dargestellten Stapelbild für den zweiten, in den Figuren linken Stapelplatz 16a,
dem dementsprechend das verbleibende dritte Stockwerk 15a zugeordnet ist. Bei diesem Beispiel geht die gedrehte Formatzuschnittgruppe (nach der Drehung) in X-Richtung über das Stapelbild hinaus, weswegen lediglich eine X-Vereinzelung notwendig ist, die an der Grenzlinie 19 zwischen der Drehvorrichtung 1 und der Zusammenstellvorrichtung 2 durch die getrennte Steuerbarkeit der jeweiligen Transporteinrichtungen realisiert wird. Im weiteren Verlauf wird anhand der Figur 5 noch ein Beispiel erklärt, das über diesen „eindimensionalen" Fall hinausgeht.
Zunächst wird jedoch anhand der Figuren 3 und 4 ein weiterer Betriebszustand &iacgr;&ogr; derselben Anlage dargestellt. Zunächst erkennt man in Figur 3, daß die Kniehebelbacken 12 aus der Transporthöhe der Formatzuschnittgruppen herausgeklappt sind, weil in der dargestellten Situation ein Formatzuschnitt B durch die Drehvorrichtung 1 durchfährt, dessen längere Kante bereits richtig orientiert und im übrigen auf die Referenzlinie 18 justiert ist.
Die Figuren 3 und 4 zeigen ferner, daß durch die Durchfahrebene, nämlich das Stockwerk 15c der Zusammenstellvorrichtung 2, ein vollständiges 2x2-Stapelbild aus Formatzuschnitten A durchfährt, um in dem rechten Stapelplatz 16b abgestapelt zu werden. Zuvor ist bereits ein dem Formatzuschnitt B in der Drehvorrichtung 1 entsprechender Formatzuschnitt B durch die Durchfahrebene durchgefahren worden und läuft den linken Stapelplatz 16b an, um dort abgestapelt zu werden. Hier entspricht also ein einzelner Formatzuschnitt einem vollständigen 1x1-Stapelbild. Dementsprechend wird auch der Formatzuschnitt B in der Drehvorrichtung 1 direkt durch die Durchfahrebene 15c der Zusammenstellvorrichtung 2 durchgefahren.
Figur 3 zeigt weiterhin in dem mittleren Stockwerk 15b der Zusammenstellvorrichtung 2 ein halbes (1x2-)Stapelbild aus den Formatzuschnitten A, das dort „geparkt" ist und durch die stromaufwärts von der Drehvorrichtung 1 wartende zweite Stapelbildhälfte ergänzt werden kann. Hierbei dient die Zusammenstellvorrichtung 2 zum X-Zusammenstellen, also zum zu einer Gruppe bzw. einem Stapelbild Verbinden zuvor in X-Richtung vereinzelter Formatzuschnitte oder Formatzuschnittgruppen. Es ist jedoch erkennbar, daß durch entsprechendes Verfahren des Haltegestells 23 der Zusammenstellvorrichtung 2 in Y-Richtung auch eine Y-
I ■ · · &phgr; ·
Zusammenstellung möglich ist. Dazu muß die Kante der bereits in der Zusammenstellvorrichtung 2 positionierten Formatzuschnittgruppe, an die „angebaut" werden soll, auf die Referenzlinie 18 justiert werden, so daß eine passende Formatzuschnittgruppe oder ein einzelner Formatzuschnitt entsprechend Y-justiert in die richtige X-Position an die bereits vorhandene Formatzuschnittgruppe herangebracht werden kann.
Auch die stromaufwärts von der Drehvorrichtung 1 eingezeichnete 1x2-Formatzuschnittgruppe A, A hat bereits die richtige Längskantenausrichtung, kann &iacgr;&ogr; also durch die Drehvorrichtung 1 einfach hindurchgefahren werden. Es könnten jedoch in einem Schnittplan durchaus auch weitere Formatzuschnitte A auftreten, die demgegenüber um 90° verdreht sind, so daß sie wiederum in der Drehvorrichtung 1 gedreht werden müßten. Eine Gleichorientierung gleichartiger Formatzuschnitte in einem Schnittplan ist also nicht notwendig.
Genauso wenig notwendig ist der hier dargestellte einfache Fall der Zusammenstellung von Stapelbildern aus Hälften. Es können auch andere Verhältnisse auftreten, etwa die Ergänzung eines %-Stapelbildes durch ein fehlendes Viertel, oder auch die Zusammenstellung eines Stapelbildes durch mehr als zwei Zusammen-Stellvorgänge.
Figur 5 zeigt eine weitere Variante des ersten Ausführungsbeispiels und entspricht den Draufsichten in den Figuren 2 und 4. In diesem Fall liegt als sogenanntes Kopfstück des Schnittplanes eine rechts in der Figur unmittelbar stromaufwärts von der Drehvorrichtung 1 eingezeichnete 1x3-Formatzuschnittgruppe aus Formatzuschnitten A vor. Dieses Kopfstück wird sinnvollerweise nach dem Aufteilen gemäß dem Schnittplan nicht weiter vereinzelt, obwohl das zugehörige Stapelbild, in der Stapelvorrichtung 16b eingezeichnet, ein 2x2-Stapelbild ist. Die erfindungsgemäße Drehvorrichtung 1 dreht die 1x3-Formatzuschnittgruppe um 90°, macht sie also gewissermaßen zu einer 3x1-Formatzuschnittgruppe. Diese könnte nun beim Übergang von der Drehvorrichtung 1 in die Zusammenstellvorrichtung 2 in eine 2x1- und in eine 1x1-Formatzuschnittgruppe vereinzelt werden, wobei die Zusammenstellvorrichtung 2 die 2x1-Formatzuschnittgruppe mit einer weiteren in Y-Richtung zu einem 2x2-Stapelbild zusammenstellen könnte, die 1x1-Format-
zuschnittgruppe mit einer weiteren 1x1-Formatzuschnittgruppe in Y-Richtung zu einer 1x2-Formatzuschnittgruppe und diese wiederum mit zwei weiteren 1x1-Formatzuschnittgruppen in entsprechender Weise zu einem 2x2-Stapelbild zusammenstellen könnte.
Zeitökonomischer ist jedoch die eingezeichnete Vorgehensweise, bei der die bereits gedrehte 3x1-Formatzuschnittgruppe komplett in die Zusammenstellvorrichtung 2 eingefahren und mit einer weiteren 3x1-Formatzuschnittgruppe in Y-Richtung zu einer 3x2-Formatzuschnittgruppe zusammengestellt wird. Dabei enthält die in der Zusammenstellvorrichtung 2 zusammengestellte Formatzuschnittgruppe also ein vollständiges 2x2-Stapelbild, geht jedoch darüber hinaus. Nun kann beim Ausfahren aus der Zusammenstellvorrichtung 2 im Übergang von der Transporteinrichtung des entsprechenden Stockwerks 15 der Zusammenstellvorrichtung 2 zu der nachfolgenden Transportbahn des Stapelplatzes 16b eine X-Vereinzelung durchgeführt werden, mit der ein 2x2-Stapelbild und eine weitere 1x2-Formatzuschnittgruppe entstehen. Das Stapelbild kann, wie eingezeichnet, abgestapelt werden, während der „Rest" als halbes Stapelbild (bei diesem Beispiel) in dem Stockwerk der Zusammenstellvorrichtung 2 verbleibt.
Wenn aus der Drehvorrichtung 1 die nächste 3x2-Formatzuschnittgruppe geliefert wird, stellt die Zusammenstellvorrichtung 2 aus dieser und der zwischengelagerten 1x2-Formatzuschnittgruppe eine 4x2-Formatzuschnittgruppe zusammen, die beim Ausfahren aus der Zusammenstellvorrichtung 2 in den Stapelplatz 16b in zwei vollständige 2x2-Stapelbilder vereinzelt werden kann.
Man erkennt im Vergleich leicht, daß die Möglichkeit, in der Zusammenstellvorrichtung 2 auch über vollständige Stapelbilder hinausgehende Gruppen zusammenzustellen, die Anzahl der einzelnen Zusammenstellvorgänge erheblich reduzieren kann. Dies gilt im vorliegenden Fall für in X-Richtung über ein Stapelbild hinausgehende Gruppen, könnte jedoch auch analog für die Y-Richtung gelten, wenn nach der Zusammenstellvorrichtung 2 eine weitere Vereinzelungsmöglichkeit in der Y-Richtung besteht. Es versteht sich, daß jeweils in entsprechender Weise über die Abmessung eines Stapelbildes hinausgehende Abmessungen der Zusammenstellvorrichtung 2 vorliegen müssen.

Claims (12)

1. Vorrichtung (2) zum Zusammenstellen von Stapelbildern aus Formatzuschnitten von Platten mit mehreren übereinander angeordneten Stockwerken (15a, 15b), in denen jeweils Formatzuschnitte positioniert und gelagert werden können und die durch eine Hubeinrichtung vertikal verschoben und in eine Transportbahn (4) geschaltet werden können.
2. Vorrichtung (2) nach Anspruch 1, die dazu ausgelegt ist, über die Transportbahn (4) einfahrende vollständige Stapelbilder durch ein eigens hierfür vorgesehenes zusätzliches Stockwerk (15c) durchfahren zu lassen.
3. Vorrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2, bei der jedes der Stockwerke (15) eine separate Transporteinrichtung für den horizontalen Transport der Formatzuschnitte aufweist.
4. Vorrichtung (2) nach Anspruch 3, bei der die Transporteinrichtungen Rollenbahnen sind.
5. Vorrichtung (2) nach Anspruch 4, bei der die Rollenbahnen mit Freilaufrollen aufgebaut sind.
6. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 3, 4 und 5 mit einem stockwerkunabhängigen, hebbaren und senkbaren Anschlag zur Justage und zum in Transportrichtung (X) Zusammenstellen von Formatzuschnitten.
7. Vorrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit einer Arretiervorrichtung zur vertikalen Justage eines jeweiligen Stockwerks auf die Transportbahn.
8. Vorrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit einer Einrichtung zum horizontalen und senkrecht zur Transportrichtung Verfahren der Stockwerke (15) relativ zu der Transportbahn zur Justage und zum Zusammenstellen von Formatzuschnitten senkrecht zu der Transportrichtung (X).
9. Anlage zum Zusammenstellen und Abstapeln von Stapelbildern aus Formatzuschnitten von Platten
mit einer Vorrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche
und einer nachgeschalteten Stapelvorrichtung (3) zum Abstapeln fertiger Stapelbilder zu Stapeln mit einer der Zahl von Lagerstockwerken (15) der Zusammenstellvorrichtung (2) entsprechenden Zahl von selbständig arbeitenden Stapelplätzen (16).
10. Anlage nach Anspruch 9, bei der die Stapelplätze (16) jeweils eine Hebebühne (17) und einen zwischen Rollen einer Rollentransportbahn heb- und senkbaren, in einer angehobenen Stellung verfahrbaren, in Schlitzen der Hebebühne (17) versenkbaren und in der versenkten Position wieder zurückfahrbaren Rechen aufweisen.
11. Anlage zum Zusammenstellen und Abstapeln von Stapelbildern aus Formatzuschnitten von Platten
mit einer Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1-8,
und einer vorgeschalteten Vorrichtung (1) zum Drehen einer Gruppe der Formatzuschnitte in der Ebene der Formatzuschnitte, wobei die Drehvorrichtung (1) dazu ausgelegt ist, die Gruppe zu drehen, wenn die Gruppe nicht einer normierten Ausrichtung (X) in der Ebene der Formatzuschnitte entspricht,
und einer der Zusammenstellvorrichtung (2) nachgeschalteten Vorrichtung (3) zum Abstapeln von Stapelbildern zu Stapeln,
wobei die Drehvorrichtung (1) dazu ausgelegt ist, Gruppen von Formatzuschnitten zu drehen, die in zumindest einer Richtung über ein Stapelbild hinausgehen,
und die Anlage eine Einrichtung (15, 16) zum Vereinzeln der Gruppen in der zumindest einen Richtung (X) zur Erzeugung von Stapelbildern oder Stapelbildelementen aus den über ein Stapelbild hinausgehenden Gruppen aufweist.
12. Anlage nach Anspruch 11 in Verbindung mit Anspruch 9 oder 10.
DE29903742U 1999-03-02 1999-03-02 Vorrichtung zum Zusammenstellen von Stapelbildern Expired - Lifetime DE29903742U1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE29903742U DE29903742U1 (de) 1999-03-02 1999-03-02 Vorrichtung zum Zusammenstellen von Stapelbildern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE29903742U DE29903742U1 (de) 1999-03-02 1999-03-02 Vorrichtung zum Zusammenstellen von Stapelbildern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE29903742U1 true DE29903742U1 (de) 1999-09-02

Family

ID=8070185

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE29903742U Expired - Lifetime DE29903742U1 (de) 1999-03-02 1999-03-02 Vorrichtung zum Zusammenstellen von Stapelbildern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE29903742U1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69805763T2 (de) Plattensägeverfahren und -maschine mit in seitlicher richtung bewegbarem plattenschieber
EP0247408B1 (de) Plattenaufteil- und -sortieranlage
DE2756422C2 (de) Fertigungsanlage für in mehreren Schritten herzustellende Bauteile
EP0860253A2 (de) Verfahren zur Herstellung von mehrlagigen Türrohlingen und Anlage zur Durchführung des Verfahrens
WO2015014423A1 (de) Verfahren zum zersägen von werkstücks
DE2745693A1 (de) Stapelvorrichtung
DE2007183A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von maßgerechten Platten
DE1761067A1 (de) Maschine zum Herstellen von Pappkartonschachteln
DE102012102208B4 (de) Automatische Presse zum Querleimen massiver lamellenartiger Elemente
AT405821B (de) Einrichtung zum sortieren und stapeln
DE19547193C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einschneiden eines Baumstammes
DE2518359A1 (de) Holzbearbeitungs-maschine
DE4209952C2 (de) Einrichtung bei Buntaufteilanlagen
AT398746B (de) Einrichtung zum zusammenstellen von auf einer plattenaufteilanlage durch längs- und querschnitte aus plattenförmigen werkstücken gewonnenen formatzuschnitten zu stapelbildern
DE29903742U1 (de) Vorrichtung zum Zusammenstellen von Stapelbildern
EP1334930B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Stapeln von Formatzuschnitten
DE19909001A1 (de) Vorrichtung zum Zusammenstellen von Stapelbildern
EP1332991B1 (de) Vorrichtung zum Zusammenstellen von vorgegebenen Stapelbildern aus Formatzuschnitten
DE69217781T2 (de) Automatisch arbeitende Stapelvorrichtung für Platten oder Plattenpakete verschiedener Dimensionen
EP1749627B1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung furnierter Platten
DE19908983A1 (de) Anlage zum Zusammenstellen und Abstapeln von Stapelbildern mit Drehvorrichtung
DE29903736U1 (de) Anlage zum Zusammenstellen und Abstapeln von Stapelbildern mit Drehvorrichtung
AT398745B (de) Einrichtung zum sortieren von unterschiedlichen, auf buntaufteilanlagen aus plattenförmigen werkstücken durch längs- und querschnitte gewonnene formatzuschnitte
AT395404B (de) Einrichtung bei einer buntaufteilanlage
AT405508B (de) Sortier- und stapeleinrichtung für plattenaufteilanlagen

Legal Events

Date Code Title Description
R207 Utility model specification

Effective date: 19991007

R150 Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years

Effective date: 20020710

R151 Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years

Effective date: 20050415

R158 Lapse of ip right after 8 years

Effective date: 20071002