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DE19909001A1 - Vorrichtung zum Zusammenstellen von Stapelbildern - Google Patents

Vorrichtung zum Zusammenstellen von Stapelbildern

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DE19909001A1
DE19909001A1 DE1999109001 DE19909001A DE19909001A1 DE 19909001 A1 DE19909001 A1 DE 19909001A1 DE 1999109001 DE1999109001 DE 1999109001 DE 19909001 A DE19909001 A DE 19909001A DE 19909001 A1 DE19909001 A1 DE 19909001A1
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transport
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Withdrawn
Application number
DE1999109001
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Siempelkamp Maschinen und Anlagenbau GmbH and Co KG
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Siempelkamp Handling Systeme GmbH
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Abstract

Beschrieben wird eine neue Vorrichtung zum Zusammenstellen von Stapelbildern aus Formatzuschnitten von Plattenmaterialien. Dabei werden mehrere übereinander angeordnete Stockwerke zum Positionieren und Lagern verwendet, die durch eine Hubeinrichtung in eine Transportbahn geschaltet werden können. In einfacher Weise wird dadurch eine beschleunigte Verarbeitung der Formatzuschnitte erreicht, auch wenn nebeneinander mehrere Stapelplätze beliefert werden.

Description

Diese Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Zusammenstellen von Sta­ pelbildern aus Formatzuschnitten von Plattenmaterialien.
Der Begriff Plattenmaterialien bezieht sich dabei auf OSB-Platten, MDF- und an­ dere Faserplatten, Gipsplatten, Mineralplatten, und allgemein auf Platten aus Holz, Kunststoff, Metall usw. Solche Plattenmaterialien werden in der Regel in Großformaten, die deutlich größer als die später tatsächlich zu verarbeitenden Formate sind, oder als Endlosstrang hergestellt. Dementsprechend müssen Auf­ teilanlagen eingesetzt werden, die nach bestimmten geometrischen Schnittplänen mit Scheren, Sägen oder anderen Aufteileinrichtungen aus den Großformaten der Herstellung oder aus dem Endlosstrangformat Zuschnitte schneiden. Der Schnitt­ plan der Aufteilanlage wird im allgemeinen computerberechnet, und zwar in Ab­ hängigkeit von durch bestimmte Bestellungen vorgegebenen Formatzuschnitten und ihrer Zahl oder auch mit Standardformaten. Der Schnittplan ist dahingehend optimiert, aus den herzustellenden Formaten unter Berücksichtigung der erforder­ lichen Zahl eine geometrische Kombination zu erstellen, die unter Beachtung ei­ ner möglichst großen Aufteilleistung den Verschnitt minimiert.
Zur Auslieferung werden die Formatzuschnitte zu Stapeln übereinander gelegt, wobei die Stapel vielfach übereinander liegenden, im übrigen gleichen Formatzu­ schnittlagen entsprechen. Eine solche einzelne Formatzuschnittlage, gewisser­ maßen der Grundriß des Stapels, wird als Stapelbild bezeichnet und muß aus den Formatzuschnitten aus dem Schnittplan in geeigneter Weise zusammengestellt werden, bevor abgestapelt werden kann. Ein Stapelbild besteht hierbei im allge­ meinen, jedoch nicht notwendigerweise, aus gleichartigen Formatzuschnitten, die mehrfach nebeneinander liegen können. Dabei liegen die Formatzuschnitte oder -gruppen im allgemeinen in mehreren Lagen identisch übereinander und werden so verarbeitet.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zusammenstellen solcher Stapelbilder aus Formatzuschnitten und ferner eine Anlage, die zum einen Stapelbilder zu­ sammenstellt und zum zweiten aus den Stapelbildern Stapel abgestapelt. Solche Vorrichtungen und Anlagen sind an sich bekannt. Bei ihrer Konstruktion und ihrem Betrieb ist vor allem entscheidend, daß sie wegen des mit ihnen verbundenen technischen Aufwands aus Kostengründen mit möglichst hohem Durchsatz arbei­ ten müssen.
Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine neue Vorrichtung zum Zusammenstellen von Stapelbildern sowie eine neue Anlage zum Zusammenstel­ len von Stapelbildern und Abstapeln der Stapelbilder zu Stapeln anzugeben, die eine besonders effiziente Betriebsweise gestatten.
Erfindungsgemäß wird dieses Problem gelöst durch eine Vorrichtung zum Zu­ sammenstellen von Stapelbildern aus Formatzuschnitten von Platten mit mehre­ ren übereinander angeordneten Stockwerken, in denen jeweils Formatzuschnitte positioniert und gelagert werden können und die durch eine Vertikalverschiebung in eine Transportbahn geschaltet werden können,
sowie durch eine Anlage zum Zusammenstellen und Abstapeln von Stapelbildern aus Formatzuschnitten von Platten mit einer Vorrichtung nach einem der vorste­ henden Ansprüche und einer nachgeschalteten Stapelvorrichtung zum Abstapeln fertiger Stapelbilder zu Stapeln mit einer der Zahl von Lagerstockwerken der Zu­ sammenstellvorrichtung entsprechenden Zahl von selbständig arbeitenden Sta­ pelplätzen.
Dabei können die Stapelbilder aus einzelnen Formatzuschnitten oder auch aus Gruppen von Formatzuschnitten zusammengestellt werden. Die Vereinzelung des Schnittplanes muß nämlich nicht so weit gehen, daß die Formatzuschnitte grund­ sätzlich vollständig vereinzelt werden. Vielmehr können in einem der Stapelbilder wiederauftretende Gruppen von Formatzuschnitten als solche belassen werden.
Der wesentliche Grundgedanke der Erfindung besteht zunächst darin, beim Zu­ sammenstellen der Stapelbilder mit mehreren Stockwerken einer Zusammenstell­ vorrichtung zu arbeiten, die jeweils in eine die Zuschnitte transportierende Trans­ portbahn schaltbar sind. Jedes der Stockwerke dient zum Positionieren einer Mehrzahl von Formatzuschnitten (oder Gruppen davon), um ein Stapelbild zu­ sammenzustellen. Darüber hinaus dienen die Stockwerke jedoch auch zur Lage­ rung von Formatzuschnitten, die noch kein fertiges Stapelbild ergeben. Damit ist die Zusammenstellvorrichtung insgesamt in der Lage, der Zahl der Stockwerke entsprechend mehrere, auch unterschiedliche, Stapelbilder in zeitlich verschränk­ ter Weise zusammenzustellen. Dies hat den Vorteil, daß ein je nach Art des Schnittplans und nach Vereinzelung der Formatzuschnitte aus dem Schnittplan ankommender bestimmter Formatzuschnitt (oder eine Gruppe) demjenigen der in den Stockwerken zur Verfügung stehenden "begonnenen" Stapelbilder zugeführt werden kann, in dem er gerade "paßt", oder als Beginn eines neuen Stapelbildes in einem freien Stockwerk positioniert und dort gelagert werden kann. Die Zu­ sammenstellvorrichtung wählt also aus einer Auswahl von Stockwerken und damit aus einer Auswahl von möglicherweise in unterschiedlichem Zustand befindlichen oder an sich unterschiedlichen Stapelbildern und freien Stockwerken das gerade passende aus.
Das Zusammenstellen von Stapelbildern ist dabei nicht so zu verstehen, daß durch das Zusammenstellen nicht mehr als ein Stapelbild erzeugt werden darf. Vielmehr kann es von Vorteil sein, auch Stapelbilder in über das Stapelbild hin­ ausgehenden Zuschnittgruppen zusammenzustellen, also zumindest ein vollstän­ diges Stapelbild enthaltende Gruppen. In diesem Sinne sind die obigen Ausfüh­ rungen zum Zusammenstellen zu verstehen. Dabei können die über das vollstän­ dige Stapelbild hinausgehenden Anteile der Gruppe beispielsweise beim Ausfah­ ren aus der erfindungsgemäßen Zusammenstellvorrichtung von dem Stapelbild abgeteilt werden und entweder in dem entsprechenden Stockwerk der Zusam­ menstellvorrichtung für einen weiteren Zusammenstellvorgang verbleiben oder auch selbst ausgefahren werden, beispielsweise weil sie selbst wiederum ein ei­ genes Stapelbild ergeben.
Man kann sich leicht verdeutlichen, daß die Erfindung bereits von Vorteil ist, wenn überhaupt nur ein Stapelbildtyp auftritt, z. B. soweit dieser als inhomogenes Sta­ pelbild dabei aus verschiedenen Formatzuschnitten zusammengestellt werden muß. Dabei kann es vorkommen, daß wegen des Schnittplans eine gewisse Zahl von gleichartigen Formatzuschnitten direkt nacheinander an der Zusammenstell­ vorrichtung ankommt. Hier bietet die erfindungsgemäße Zusammenstellvorrich­ tung den Vorteil, daß bei ausreichender Zahl von Stockwerken diese gleichartigen Formatzuschnitte auf mehrere gleichartige Stapelbilder verteilt werden können.
Um so mehr bewährt sich die Erfindung bei verschiedenen Stapelbildern, die mit der Zusammenstellvorrichtung zeitlich verschränkt zusammengestellt werden können.
Die vertikale Anordnung der Stockwerke übereinander ermöglicht das zeitlich pa­ rallele Bestehen teilfertiger Stapelbilder, ohne daß dadurch eine große Baulänge der Vorrichtung erforderlich wäre. Es ist vor allem nicht mehr notwendig, die Zu­ sammenstellung der verschiedenen auftretenden Stapelbilder an jeweils horizon­ tal voneinander beabstandeten und jeweils eigenen Stapelvorrichtungen zugeord­ neten Zusammenstellvorrichtungen vorzunehmen. Demgegenüber erzielt die Er­ findung Vorteile sowohl hinsichtlich des Bauvolumens als auch der Kosten. Dar­ über hinaus sind bei dem skizzierten Stand der Technik bei ungünstiger Reihen­ folge des Eintreffens der Formatzuschnitte im Einzelfall lange Transportwege und damit im Mittelwert unnötig lange Transportwege zu den jeweils richtigen Stellen entstanden. Demgegenüber kann die erfindungsgemäße Vorrichtung durch einfa­ ches vertikales Verschieben und damit in die Transportbahn Schalten der Stock­ werke einen Zeitgewinn erzielen, der in diesem technischen Bereich, wie eingangs erwähnt, von erheblicher Bedeutung ist.
Für den besonderen Fall eines sich aus dem Schnittplan ergebenden vollständi­ gen Stapelbildes sieht die Erfindung in einer besonderen Ausgestaltung vor, ein weiteres Stockwerk nicht der Positionierung von Formatzuschnitten oder Format­ zuschnittgruppen und Lagerung bis zur Fertigstellung von Stapelbildern zuzuwei­ sen, sondern grundsätzlich als "Durchfahrebene" freizuhalten. Dann können ein­ fahrende vollständige Stapelbilder praktisch ohne Zeitverzögerung direkt durch die Zusammenstellvorrichtung hindurchgeschleust werden. In einem Sonderfall gilt dies für 1 × 1-Stapelbilder, die nur aus einem einzigen Formatzuschnitt bestehen.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist jedes der Stockwerke eine eigene separate Transporteinrichtung für den horizontalen Transport der Format­ zuschnitte entlang des Wegs der Transportbahn innerhalb der Zusammenstellvor­ richtung auf. Damit entfallen die bei einer für alle Stockwerke gemeinsamen Transportvorrichtungen in irgendeiner Weise erforderlichen Aus- und Einkopp­ lungsvorgänge beim Verschieben und damit Umschalten der Stockwerke in und aus der Transportbahn. Somit kann das Umschalten zwischen verschiedenen Stockwerken möglichst schnell und einfach vonstatten gehen.
Bewährt hat sich hierfür eine Rollenbahn in jedem der Stockwerke, wobei quer zur Transportrichtung nebeneinanderliegende Rollen eine gemeinsame Antriebsachse aufweisen können und die Antriebsachsen in einem Stockwerk von einer gemein­ samen Triebstockkette angetrieben sein können. Eine Rollenbahn arbeitet mate­ rialschonend, reibungs- und wartungsarm. Sie läßt sich außerdem auf relativ gro­ ßen Flächen bei relativ geringem Gewicht realisieren, so daß der technische Auf­ wand für die die Vertikalverschiebung der Stockwerke bewirkende Hubvorrichtung begrenzt bleibt.
Vorzugsweise sind die Rollen der Rollenbahnen sogenannte Freilaufrollen, die bei Anliegen eines bestimmten Drehmoments zwischen ihrer Antriebsachse und ih­ rem mit den Formatzuschnitten in Berührung stehenden Umfang gegenüber der Antriebsachse drehbar sind, also "durchrutschen". Damit können Formatzuschnit­ te und Formatzuschnittgruppen transportiert und dabei ohne punktgenaues An­ halten des Rollenantriebs einfach durch Gegenfahren der Formatzuschnitte gegen einen Anschlag positioniert werden.
Dieser Anschlag kann als einheitlicher Anschlag der gesamten Zusammenstell­ vorrichtung für alle Stockwerke gemeinsam in der Ebene der Transportbahn an­ geordnet sein und stockwerkunabhängig zur Justage beim Positionieren und zum in Transportrichtung gegeneinander Fahren der Formatzuschnitte und -gruppen und damit Zusammenstellen von Schnittbildern verwendet werden.
Die Hubeinrichtung zum vertikal Verschieben der Stockwerke ist vorzugsweise durch eine Arretiervorrichtung unterstützt, die das jeweils in der Transportbahn­ ebene befindliche Stockwerk arretiert und auf die Transportbahnebene justiert. Vorzugsweise ist diese Arretiervorrichtung pneumatisch angetrieben.
Im Prinzip kann das Zusammenstellen von Stapelbildern, wenngleich unter Ein­ schränkungen, bereits durch die beschriebene Transporteinrichtung und den An­ schlag für die Transportrichtung der Transportbahn oder, allgemeiner gesagt, eindimensional erfolgen. Bevorzugt ist jedoch eine Zusammenstellvorrichtung, die Formatzuschnitte und -gruppen zweidimensional zu Stapelbildern zusammenstel­ len kann. Dazu muß eine Positionierung der einlaufenden Formatzuschnitte und -gruppen in der Richtung senkrecht zur Transportrichtung der Transportbahn er­ folgen. Dazu sieht die Erfindung ein Verfahren der Stockwerke relativ zur Trans­ portbahn, vorzugsweise zusammen mit der gesamten Hubeinrichtung, vor. Dies hat sich als einfacher und im Betrieb schneller herausgestellt als ein in der Rich­ tung quer zur Transportrichtung der Transportbahn Hin- und Herbewegen des stromaufwärts anschließenden Teils der Transportbahn selbst. Bei hinreichender Präzision dieser Verstellmöglichkeit ist damit die Funktion des Zusammenstellens in der Richtung senkrecht zur Transportrichtung der Transportbahn bereits erfüllt. Dabei ist zu beachten, daß die Formatzuschnitte in den hier betrachteten Anlagen im allgemeinen mit einer Kante auf eine transportrichtungsparallele Referenzlinie justiert worden sind. Dies kann z. B. durch eine Anschlagkante erfolgt sein. Wie weiter oben bereits festgestellt, bezieht sich die Erfindung nicht nur auf die beschriebene Zusammenstellvorrichtung an sich, sondern vielmehr auch auf eine Anlage zum Zusammenstellen und Abstapeln von Stapelbildern. Diese Anlage enthält neben der bereits beschriebenen Zusammenstellvorrichtung eine nachge­ schaltete Stapelvorrichtung, die die fertigen Stapelbilder zu Stapeln aufschichtet. Erfindungsgemäß ist hierbei vorgesehen, in der Stapelvorrichtung mehrere selb­ ständig arbeitende Stapelplätze vorzusehen, die also ohne Rücksicht auf den Be­ triebszustand des anderen Stapelplatzes ihren Betrieb ausführen können. Dabei sollte die Zahl der Stapelplätze möglichst der Zahl der Stockwerke der Zusam­ menstellvorrichtung entsprechen, wobei jedoch die Durchfahrebene nicht mitzu­ rechnen ist. Dies ist von Vorteil für den Fall, daß jedes der Stockwerke der Zu­ sammenstellvorrichtung einem bestimmten Stapelbildtyp entspricht, der dann in einem ihm zugeordneten Stapelplatz abgestapelt wird. Diese Zuordnungen müs­ sen nicht zeitlich konstant sein. Sie können zum Optimieren des Verfahrens, auch im Betrieb, geändert werden. Das gilt auch für die Funktion eines Stockwerks als Durchfahrebene. Dieses Durchfahrstockwerk muß sich konstruktiv nicht von den Lagerstockwerken unterscheiden und kann, auch während des Betriebs, gewech­ selt werden.
Ist hingegen die Zahl der Stapelplätze größer als die Zahl der Lagerstockwerke der Zusammenstellvorrichtung, so macht dies nur dann Sinn, wenn das Zusam­ menstellen und auch der gesamte restliche Ablauf der Anlage entsprechend schneller abläuft als das Abstapeln in dem Stapelplatz. Dann können sinnvoller­ weise zwei oder mehr Stapelplätze mit gleichartigen Stapelbildern parallel betrie­ ben werden. Im allgemeinen ist dies jedoch nicht von Interesse.
Umgekehrt könnte die Zahl der Lagerstockwerke in der Zusammenstellvorrichtung größer als die Zahl der selbständigen Stapelplätze in der Stapelvorrichtung sein. Dann macht ein Betrieb der Stapelvorrichtung mit unterschiedlichen Stapelbildern in jedem Stockwerk insoweit wenig Sinn, als ein Teil der zusammengestellten Stapelbilder keinen dem betreffenden Stapelbild einzeln zugeordneten Stapelplatz vorfindet. Es kann jedoch Fälle geben, in denen die Stapelplätze so schnell arbei­ ten, daß sie gleichzeitig, etwa zu zwei Seiten, zwei oder mehr Stapel bedienen. Die Erfindung geht jedoch davon aus, daß der Gesamtdurchsatz der Anlage im allgemeinen höher ist, wenn jeder der Stapel einen eigenen Stapelplatz hat.
Jedoch kann der weiter oben bereits beschriebene Fall, daß bei in zwei oder mehr der Stockwerke vorliegenden gleichartigen inhomogenen Stapelbildern aus unter­ schiedlichen Formatzuschnitten eine Zahl von gleichartigen nacheinander einlau­ fenden Formatzuschnitten oder -gruppen auf diese gleichartigen Stapelbilder ver­ teilt werden kann, auch von Interesse sein, wenn die Zusammenstellvorrichtung über mehr Stockwerke verfügt, als Stapelplätze und Stapel vorhanden sind. Da, wie eingangs erwähnt, im allgemeinen jedoch Stapel aus einem Formatzuschnit­ typ vorkommen, ist auch dieser Fall von untergeordnetem Interesse.
Eine konkrete Möglichkeit für die Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Sta­ pelplatzes liegt in einem Hubtisch, beispielsweise einer hydraulischen Scherenhe­ bebühne, der von einem die Stapelbilder tragenden Rechen bedient wird. Dazu kann der Rechen die Stapelbilder z. B. von einer Rollentransportbahn abheben, indem er mit seinen Zinken zwischen den Rollen hochgefahren wird, in der das Stapelbild tragenden angehobenen Stellung zu dem Hubtisch verfahren wird, und dort wiederum in Schlitzen des Hubtisches versenkt wird. Der Hubtisch wiederum kann ebenfalls eine Transporteinrichtung aufweisen, um den fertigen Stapel gün­ stig abnehmen zu können.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist in Anspruch 11 angegeben. Bei die­ ser Ausgestaltung kommt eine Drehvorrichtung hinzu, die für eine normgerechte Ausrichtung der Formatzuschnitte innerhalb der Ebene der Formatzuschnitte sorgt. Dabei ist vorgesehen, daß die Drehvorrichtung zum Drehen von Formatzu­ schnittgruppen ausgelegt ist, die über ein Stapelbild hinausgehen. Dementspre­ chend muß eine Vereinzeleinrichtung nachgeschaltet sein, die aus den über ein Stapelbild hinausgehenden Formatzuschnittgruppen Stapelbildelemente für die weiter oben beschriebene Zusammenstellvorrichtung bzw. auch ganze Stapelbil­ der erzeugt.
Dieser Ausgestaltung liegt dabei die Erkenntnis zugrunde, daß der Betrieb der Drehvorrichtung innerhalb der Gesamtanlage - auch unter Berücksichtigung der Aufteilanlage - häufig ein zeitbegrenzendes bzw. durchsatzbegrenzendes Element bildet. Es kann insoweit insgesamt ökonomisch sein, zugunsten einer schnelleren Betriebsweise der Drehvorrichtung an anderer Stelle eine geringfügige Verkom­ plizierung des Anlagenbetriebs in Kauf zu nehmen. Dementsprechend ist eine Anlage bevorzugt, bei der die Drehvorrichtung mit Formatzuschnittgruppen betrie­ ben werden kann, die größer als ein Stapelbild sind. Dies bedeutet nicht, daß im Betrieb alle gedrehten Gruppen tatsächlich größer als das jeweilige Stapelbild sein müssen. Vielmehr ergibt sich ein Vorteil bereits dann, wenn die Drehvorrichtung zum einen im Hinblick auf ihre geometrische Kapazität, d. h. auf die maximal zu­ lässigen Abmessungen der gesamten Gruppe, in zumindest einer Richtung über ein Stapelbild hinausgeht.
Dabei kann die Drehvorrichtung pneumatische, in und aus dem Höhenbereich des Transports der Gruppen klappbare Kniehebelbacken aufweisen.
Ferner kann die Drehvorrichtung ein über einem Drehtisch gelegenes Drehgelenk und einen Kurbeltrieb aufweisen.
Schließlich kann die Drehvorrichtung einen Tisch mit einem einstückigen Trans­ portriemen aufweisen und dazu ausgelegt sein, die Gruppen auf dem Transport­ riemen gleitend zu drehen.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf eine Anlage, bei der die Drehvorrich­ tung zum Drehen von in der Transportrichtung des Ausfahrens aus der Drehvor­ richtung über ein Stapelbild hinausgehenden Gruppen ausgelegt ist und die Ver­ einzelvorrichtung diese Gruppen beim Ausfahren aus der Drehvorrichtung verein­ zelt.
Hierbei kann auch vorgesehen sein, daß die Vereinzelvorrichtung zwei in der ge­ nannten Transportrichtung transportierende Längstransportvorrichtungen auf­ weist, die zum Transport von Formatzuschnitten bis zu einer bzw. ab einer senk­ recht zu der genannten Transportrichtung verlaufenden Referenzlinie ausgelegt sind, an der die Gruppen vereinzelt werden, wobei eine der beiden Längstrans­ portvorrichtungen Bestandteil der Drehvorrichtung ist.
Zu den vorstehend skizzierten Ausführungsformen mit einer Drehvorrichtung und weiteren Vorteilen und Merkmalen dieses Aspektes der Erfindung wird auf eine speziell hierauf gerichtete Parallelanmeldung derselben Anmelderin vom selben Anmeldetag mit dem Titel: "Anlage zum Zusammenstellen und Abstapeln von Stapelbildern mit Drehvorrichtung" verwiesen. Der Offenbarungsgehalt dieser An­ meldung ist hiermit ausdrücklich in Bezug genommen.
Zu weiteren Einzelheiten der vorstehend erläuterten Aspekte der Erfindung wird weiterhin auf das folgende konkrete Ausführungsbeispiel verwiesen. Dabei im ein­ zelnen offenbarte Merkmale können auch in anderen als den dargestellten Kom­ binationen erfindungswesentlich sein.
Im einzelnen zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Anlage in einem ersten Be­ triebszustand;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Anlage in dem ersten Betriebszustand;
Fig. 3 eine Seitenansicht der Anlage in einem zweiten Betriebszustand;
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Anlage in dem zweiten Betriebszustand; und
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Anlage in einem dritten Betriebszustand.
Fig. 1 zeigt in einer Seitenansicht eine erfindungsgemäße Anlage zum Zusam­ menstellen und Abstapeln von Stapelbildern aus Formatzuschnitten mit einer ei­ ner Zusammenstellvorrichtung vorgeschalteten Drehvorrichtung. Mit 1 ist die Drehvorrichtung bezeichnet, mit 2 die Zusammenstellvorrichtung und mit 3 die Stapelvorrichtung. Die Transportrichtung läuft in allen Figuren von rechts nach links und wird mit X-Richtung bezeichnet. Der Drehvorrichtung 1 vorgeschaltet ist ein Stück einer Transportbahn 4, nämlich einer über einen Keilriemen 5 angetrie­ benen Bahn mit Transportriemen 6, die parallel nebeneinander und jeweils in der Transportrichtung angeordnet sind. Die Transportbahn 4 definiert eine Trans­ porthöhe auf der sich in Transportrichtung ein durchgehender einstückiger Trans­ portgurt 7 der Drehvorrichtung 1 anschließt. Die Höhen der Transportbahn 4 und des Gurtes 7 der Dreheinrichtung sind durch geeignete Tragsäulen, die in Fun­ damenten gehalten sind, vorgegeben, wodurch jeweils von den Riemen 6 bzw. dem Gurt 7 bedeckte Transporttische gebildet sind.
Stromaufwärts (bezüglich der Transportrichtung) von der Eingangstransportbahn 4 der dargestellten Anlage, d. h. in den Figuren rechts anschließend, befindet sich eine weitere Anlage, die mehrlagige Produktionsformate des Plattenmaterials, hier Möbelbauplatten, aus einer Presse, mit einer Aufteilsäge gemäß einem Schnitt­ plan in mehrlagige Formatzuschnitte aufteilt, mit Besäumeinrichtungen die For­ matzuschnitte besäumt und über an sich bekannte Vereinzelvorrichtungen die Schnittpläne in geeigneter Weise in Formatzuschnittgruppen vereinzelt, die an der Transportbahn 4 der hier beschriebenen Anlage ankommen.
Der Vergleich der Fig. 1 und 2 zeigt, daß der Transporttisch der Drehvorrich­ tung 1 von einer Brückenkonstruktion 8 überspannt ist. In etwa über der Mitte des Transporttisches der Drehvorrichtung 1 weist die Brückenkonstruktion 8 ein nach unten weisendes Drehgelenk 9 auf, das einen Drehteil 10 der Drehvorrichtung 1 parallel zu der Transportebene drehbar hält. Der Drehteil 10 weist Halterungen 11 mit Kniehebelbacken 12 auf. Dabei erstrecken sich die Kniebhebelbacken 12, wie Fig. 2 zeigt, quer zur Transportrichtung über den größten Teil der Breite des Transporttisches der Drehvorrichtung 1. In gestrichelten Linien ist angedeutet, daß die in den Figuren linke Kniehebelbacke 12 mit Halterung in Transportrichtung verschiebbar und somit auf verschiedene Abstände von der gegenüberliegenden Kniehebelbacke einstellbar ist.
Die Kniehebelbacken sind pneumatisch klappbar, wobei Fig. 1 den herunterge­ klappten Zustand zeigt und Fig. 3 den zurückgeklappten Zustand zeigt. In dem in Fig. 1 dargestellten heruntergeklappten Zustand halten die Kniehebelbacken 12 eine Formatzuschnittgruppe zwischen sich, die in Fig. 2 in der Draufsicht darge­ stellt ist. In diesem Zustand bewirkt eine Drehung des Drehteils 10 um das Gelenk 9 eine über den Transportgurt 7 gleitende Drehung der Formatzuschnittgruppe 13, und zwar um 90°. Die spezielle Konstruktion der Kniehebelbacken 12 sorgt dafür, daß in dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Zustand von den Kniehebel­ backen 12 relativ große Kräfte aufgenommen werden können, ohne daß der pneu­ matische Antrieb deswegen besonders stark (und damit schwer) ausgeführt sein müßte.
Die Verstellbewegung der linken Halterung 11 mit der linken Kniehebelbacke 12 erfolgt über einen Servomotor, dessen größtes Drehmoment im Stillstand anliegt, so daß auch dieser Antrieb entsprechende Kräfte aufnehmen kann. Dies hat ins­ gesamt den Vorteil, daß infolge Plattenstärke, Format und/oder Mehrlagigkeit große und schwere Formatzuschnittgruppen gedreht werden können, die einer­ seits hinsichtlich der zu beschleunigenden und zu verzögernden Masse und ande­ rerseits hinsichtlich der Reibung mit dem Gurt 7 große Kräfte erzeugen.
Die Drehbewegung des Drehteils ist über einen Kurbeltrieb 13 an einen frequenz­ geregelten Drehstrommotor 14 gekoppelt, der den Kurbeltrieb 13 zwischen den beiden Wendepunkten hin und her bewegt. Durch die geometrischen Verhältnisse des Kurbeltriebs ergibt sich eine über den Verlauf der Drehbewegung veränderli­ che Übersetzung zwischen dem Drehstrommotor 14 und dem Drehteil 10, wobei am Anfang und am Ende der Bewegung automatisch ein Abbremsen in geringere Geschwindigkeiten erfolgt.
An die Drehvorrichtung 1 schließt die Zusammenstellvorrichtung 2 an. Fig. 1 zeigt, daß diese Zusammenstellvorrichtung 2 mehrere jeweils eine Rollenbahn mit Freilaufrollen bildende Stockwerke 15 aufweist. Die Freilaufrollenbahnen jedes der Stockwerke 15 weisen quer zur Transportrichtung durchgehende Achsen mit An­ triebsritzeln auf, die über eine Triebstockkette von einem Servomotor antreibbar sind. Dabei sind in der Figur der Übersichtlichkeit halber nur drei Stockwerke 15a, 15b, 15c eingezeichnet, wobei jedoch tatsächlich auch erheblich größere Zahlen von Stockwerken verwendet werden können, etwa 5, 6 oder 7 Stockwerke.
Der Zusammenstellvorrichtung 2 nachgeschaltet ist eine Stapelvorrichtung 3 mit zwei Stapelplätzen 16a und 16b. Die beiden Stapelplätze 16a und 16b entspre­ chen jeweils einem der Stockwerke 15a und 15b, wobei das verbleibende Stock­ werk 15c, wie bereits ausgeführt, als Durchfahrebene für fertige Stapelbilder dient. Beispielsweise ist dies das oberste der drei Stockwerke. Diese Zuordnungen müssen, auch während des Betriebs, nicht zeitlich konstant sein.
Die Stockwerke 15 sind in einem Gestell 23 gehalten, indem sie miteinander und in festem Abstand zueinander über einen Servomotor oder einen hochpoligen Drehstrommotor und damit geschwindigkeitsregelbar mit einem Kettenantrieb in der Höhe verfahrbar sind. Diese Höhenverstellung wird im Folgenden mit Z- Verstellung bezeichnet. Gleichzeitig ist das Gestell 23 quer zur Transportrichtung, jedoch in der Transportebene, über eine in Fig. 2 angedeutete Zahnstangen- und Schienenkonstruktion mit einem Ritzelantrieb von einem lagegeregelten Ser­ vomotor verstellbar. Diese Verstellrichtung wird im Folgenden als Y-Richtung be­ zeichnet.
Die Stapelplätze 16 weisen jeweils einen nicht im einzelnen eingezeichneten, je­ doch zwischen den Rollenbahnen der Transportbahn (in der Transportrichtung) auf der Höhe der Stapelplätze versenk- und hebbaren Rechen auf, der Formatzu­ schnittgruppen von der Transportbahn abheben und auf hydraulische Scherenhe­ bebühnen 17 ablegen kann, die jeweils eine nicht eingezeichnete Vorrichtung zum Weitertransport der Stapel aufweisen. Dabei können die Höhenniveaus der Hebe­ bühnen 17 gerade so eingestellt werden, daß der Transportrechen ein Stapelbild auf den Stapel legen bzw. darauf abstreifen kann. Hierzu ist ein bewegbarer An­ schlag vorgesehen und sind die Zinken des Rechens so beschichtet, daß beim Abstreifen keine Beschädigungen auftreten.
Die Fig. 1 und 2 sowie die Fig. 3 und 4 zeigen jeweils einen unterschiedli­ chen Betriebszustand der erfindungsgemäßen Anlage. Die Fig. 1 und 2 zeigen ein Beispiel mit einem im linken Bereich der Fig. 2 bereits auf der Hebebühne 17b des Stapelplatzes 16b erkennbaren sogenannten 2 × 2-Stapelbild aus vier gleichformatigen Formatzuschnitten. Im rechten Bereich in Fig. 2 sowie auch in der Seitenansicht in Fig. 1 ist zu erkennen, daß eine 3 × 2-Formatzuschnittgruppe über die Transportbahn 4 in die Drehvorrichtung 1 eingefahren ist und dort an den langen, drei Formatzuschnittkanten aufweisenden Seitenkanten der Gruppe von den Kniehebelbacken 12 der Drehvorrichtung 1 gefaßt ist. Dabei wird in Y- Richtung praktisch das gesamte zur Verfügung stehende drehbare Maß der Dreh­ vorrichtung 1 ausgeschöpft.
Im Vergleich des bereits abgestapelten Stapelbildes und der Formatzuschnitt­ gruppe in der Drehvorrichtung 1 erkennt man, daß die Darstellung in den Fig. 1 und 2 der Situation vor dem Drehvorgang entspricht. Durch den noch nicht dar­ gestellten Drehvorgang, der jedoch durch den in Fig. 2 angedeuteten Ausschnitt aus der Kreisbahn der äußersten Ecken und durch die gestrichelte Darstellung der Formatzuschnittgruppe nach der Drehung angedeutet ist, ergibt sich eine Ausrich­ tung der längeren Seiten der einzelnen Formatzuschnitte entlang der Trans­ portrichtung X. Dabei ist die Drehvorrichtung 1 so eingestellt, daß die in den Figu­ ren rechts dargestellte Kniehebelbacke nach dem Drehvorgang auf der Y-Höhe der in Fig. 2 rechts unten erkennbaren, gestrichelt eingezeichneten Referenzlinie 18 des Einlaufs der Formatzuschnittgruppen entspricht. Diese Referenzlinie 18 ist durch einen nicht dargestellten Anschlag in dem bezüglich der Drehvorrichtung 1 stromaufwärtigen Bereich der Transportbahn 4 realisiert und gilt für sämtliche in die erfindungsgemäße Anlage einlaufenden Formatzuschnitte und Formatzu­ schnittgruppen.
Nach der Drehung, also in der in Fig. 2 gestrichelt dargestellten Position der Formatzuschnittgruppe, kann diese aus der Drehvorrichtung 1 über den Gurt 7 soweit ausgefahren werden, bis das in Fig. 2 links liegende 2 × 2-Stapelbild inner­ halb der 3 × 2-Formatzuschnittgruppe stromabwärts von einer die Drehvorrichtung 1 und die Zusammenstellvorrichtung 2 trennenden Bezugslinie 19 liegt. In dieser Situation wird der Gurtantrieb 7 angehalten, während die Rollenbahnen 15 der Zusammenstellvorrichtung 2 weiterlaufen. Damit läuft ein komplettes 2 × 2- Stapelbild durch das oberste Stockwerk 15c der Zusammenstellvorrichtung 2 durch, welches (momentan) als Durchfahrebene für fertige Stapelbilder dient. Die­ ses Stapelbild kann dann von dem nicht im einzelnen dargestellten Rechen in dem Stapelplatz 16 abgehoben und auf das bereits eingezeichnete Stapelbild ab­ gelegt werden. In dieser Situation spielt die Zusammenstellvorrichtung 2 lediglich die Rolle eines Transportbahnstückes.
Wesentlich ist jedoch, daß die Drehvorrichtung bei diesem Beispiel das 1 1/2fache des Stapelbildes in einem Drehvorgang gedreht hat, weswegen nach dem fertigen Stapelbild ein weiteres halbes (1 × 2-)Stapelbild in die Zusammenstellvorrichtung 2 einläuft. Das halbe Stapelbild läuft ein und kann "geparkt" werden, bis ein ergän­ zender Formatzuschnitt bzw. die fehlende einem halben Stapelbild entsprechende Formatzuschnittgruppe aus der Drehvorrichtung zur Verfügung gestellt wird. Für den Fall, daß als nächstes wiederum eine 3 × 2-Formatzuschnittgruppe in die Dreh­ vorrichtung 1 einläuft, würden sich dabei wiederum ein vollständiges 2 × 2- Stapelbild und ein halbes (1 × 2-)Stapelbild zur Ergänzung des bereits geparkten halben Stapelbildes ergeben, so daß insgesamt mit zwei Drehvorgängen der Drehvorrichtung 1 drei 2 × 2-Stapelbilder gedreht worden sind.
Entsprechend verfährt die Anlage mit einem in den Fig. 1 und 2 nicht näher dargestellten Stapelbild für den zweiten, in den Figuren linken Stapelplatz 16a, dem dementsprechend das verbleibende dritte Stockwerk 15a zugeordnet ist. Bei diesem Beispiel geht die gedrehte Formatzuschnittgruppe (nach der Drehung) in X-Richtung über das Stapelbild hinaus, weswegen lediglich eine X-Vereinzelung notwendig ist, die an der Grenzlinie 19 zwischen der Drehvorrichtung 1 und der Zusammenstellvorrichtung 2 durch die getrennte Steuerbarkeit der jeweiligen Transporteinrichtungen realisiert wird. Im weiteren Verlauf wird anhand der Fig. 5 noch ein Beispiel erklärt, das über diesen "eindimensionalen" Fall hinausgeht.
Zunächst wird jedoch anhand der Fig. 3 und 4 ein weiterer Betriebszustand derselben Anlage dargestellt. Zunächst erkennt man in Fig. 3, daß die Kniehe­ belbacken 12 aus der Transporthöhe der Formatzuschnittgruppen herausgeklappt sind, weil in der dargestellten Situation ein Formatzuschnitt B durch die Drehvor­ richtung 1 durchfährt, dessen längere Kante bereits richtig orientiert und im übri­ gen auf die Referenzlinie 18 justiert ist.
Die Fig. 3 und 4 zeigen ferner, daß durch die Durchfahrebene, nämlich das Stockwerk 15c der Zusammenstellvorrichtung 2, ein vollständiges 2 × 2-Stapelbild aus Formatzuschnitten A durchfährt, um in dem rechten Stapelplatz 16b abgesta­ pelt zu werden. Zuvor ist bereits ein dem Formatzuschnitt B in der Drehvorrichtung 1 entsprechender Formatzuschnitt B durch die Durchfahrebene durchgefahren worden und läuft den linken Stapelplatz 16b an, um dort abgestapelt zu werden. Hier entspricht also ein einzelner Formatzuschnitt einem vollständigen 1 × 1- Stapelbild. Dementsprechend wird auch der Formatzuschnitt B in der Drehvorrich­ tung 1 direkt durch die Durchfahrebene 15c der Zusammenstellvorrichtung 2 durchgefahren.
Fig. 3 zeigt weiterhin in dem mittleren Stockwerk 15b der Zusammenstellvorrich­ tung 2 ein halbes (1 × 2-)Stapelbild aus den Formatzuschnitten A, das dort "geparkt" ist und durch die stromaufwärts von der Drehvorrichtung 1 wartende zweite Stapelbildhälfte ergänzt werden kann. Hierbei dient die Zusammenstellvor­ richtung 2 zum X-Zusammensteilen, also zum zu einer Gruppe bzw. einem Sta­ pelbild Verbinden zuvor in X-Richtung vereinzelter Formatzuschnitte oder Format­ zuschnittgruppen. Es ist jedoch erkennbar, daß durch entsprechendes Verfahren des Haltegestells 23 der Zusammenstellvorrichtung 2 in Y-Richtung auch eine Y- Zusammenstellung möglich ist. Dazu muß die Kante der bereits in der Zusam­ menstellvorrichtung 2 positionierten Formatzuschnittgruppe, an die "angebaut" werden soll, auf die Referenzlinie 18 justiert werden, so daß eine passende For­ matzuschnittgruppe oder ein einzelner Formatzuschnitt entsprechend Y-justiert in die richtige X-Position an die bereits vorhandene Formatzuschnittgruppe herange­ bracht werden kann.
Auch die stromaufwärts von der Drehvorrichtung 1 eingezeichnete 1 × 2- Formatzuschnittgruppe A, A hat bereits die richtige Längskantenausrichtung, kann also durch die Drehvorrichtung 1 einfach hindurchgefahren werden. Es könnten jedoch in einem Schnittplan durchaus auch weitere Formatzuschnitte A auftreten, die demgegenüber um 90° verdreht sind, so daß sie wiederum in der Drehvorrich­ tung 1 gedreht werden müßten. Eine Gleichorientierung gleichartiger Formatzu­ schnitte in einem Schnittplan ist also nicht notwendig.
Genauso wenig notwendig ist der hier dargestellte einfache Fall der Zusammen­ stellung von Stapelbildern aus Hälften. Es können auch andere Verhältnisse auf­ treten, etwa die Ergänzung eines ¾-Stapelbildes durch ein fehlendes Viertel, oder auch die Zusammenstellung eines Stapelbildes durch mehr als zwei Zusammen­ stellvorgänge.
Fig. 5 zeigt eine weitere Variante des ersten Ausführungsbeispiels und entspricht den Draufsichten in den Fig. 2 und 4. In diesem Fall liegt als sogenanntes Kopfstück des Schnittplanes eine rechts in der Figur unmittelbar stromaufwärts von der Drehvorrichtung 1 eingezeichnete 1 × 3-Formatzuschnittgruppe aus For­ matzuschnitten A vor. Dieses Kopfstück wird sinnvollerweise nach dem Aufteilen gemäß dem Schnittplan nicht weiter vereinzelt, obwohl das zugehörige Stapelbild, in der Stapelvorrichtung 16b eingezeichnet, ein 2 × 2-Stapelbild ist. Die erfindungs­ gemäße Drehvorrichtung 1 dreht die 1 × 3-Formatzuschnittgruppe um 90°, macht sie also gewissermaßen zu einer 3 × 1-Formatzuschnittgruppe. Diese könnte nun beim Übergang von der Drehvorrichtung 1 in die Zusammenstellvorrichtung 2 in eine 2 × 1- und in eine 1 × 1-Formatzuschnittgruppe vereinzelt werden, wobei die Zusammenstellvorrichtung 2 die 2 × 1-Formatzuschnittgruppe mit einer weiteren in Y-Richtung zu einem 2 × 2-Stapelbild zusammenstellen könnte, die 1 × 1-Format­ zuschnittgruppe mit einer weiteren 1 × 1-Formatzuschnittgruppe in Y-Richtung zu einer 1 × 2-Formatzuschnittgruppe und diese wiederum mit zwei weiteren 1 × 1- Formatzuschnittgruppen in entsprechender Weise zu einem 2 × 2-Stapelbild zu­ sammenstellen könnte.
Zeitökonomischer ist jedoch die eingezeichnete Vorgehensweise, bei der die be­ reits gedrehte 3 × 1-Formatzuschnittgruppe komplett in die Zusammenstellvorrich­ tung 2 eingefahren und mit einer weiteren 3 × 1-Formatzuschnittgruppe in Y- Richtung zu einer 3 × 2-Formatzuschnittgruppe zusammengestellt wird. Dabei ent­ hält die in der Zusammenstellvorrichtung 2 zusammengestellte Formatzuschnitt­ gruppe also ein vollständiges 2 × 2-Stapelbild, geht jedoch darüber hinaus. Nun kann beim Ausfahren aus der Zusammenstellvorrichtung 2 im Übergang von der Transporteinrichtung des entsprechenden Stockwerks 15 der Zusammenstellvor­ richtung 2 zu der nachfolgenden Transportbahn des Stapelplatzes 16b eine X- Vereinzelung durchgeführt werden, mit der ein 2 × 2-Stapelbild und eine weitere 1 × 2-Formatzuschnittgruppe entstehen. Das Stapelbild kann, wie eingezeichnet, abgestapelt werden, während der "Rest" als halbes Stapelbild (bei diesem Bei­ spiel) in dem Stockwerk der Zusammenstellvorrichtung 2 verbleibt.
Wenn aus der Drehvorrichtung 1 die nächste 3 × 2-Formatzuschnittgruppe geliefert wird, stellt die Zusammenstellvorrichtung 2 aus dieser und der zwischengelager­ ten 1 × 2-Formatzuschnittgruppe eine 4 × 2-Formatzuschnittgruppe zusammen, die beim Ausfahren aus der Zusammenstellvorrichtung 2 in den Stapelplatz 16b in zwei vollständige 2 × 2-Stapelbilder vereinzelt werden kann.
Man erkennt im Vergleich leicht, daß die Möglichkeit, in der Zusammenstellvorrich­ tung 2 auch über vollständige Stapelbilder hinausgehende Gruppen zusammen­ zustellen, die Anzahl der einzelnen Zusammenstellvorgänge erheblich reduzieren kann. Dies gilt im vorliegenden Fall für in X-Richtung über ein Stapelbild hinaus­ gehende Gruppen, könnte jedoch auch analog für die Y-Richtung gelten, wenn nach der Zusammenstellvorrichtung 2 eine weitere Vereinzelungsmöglichkeit in der Y-Richtung besteht. Es versteht sich, daß jeweils in entsprechender Weise über die Abmessung eines Stapelbildes hinausgehende Abmessungen der Zu­ sammenstellvorrichtung 2 vorliegen müssen.

Claims (12)

1. Vorrichtung (2) zum Zusammenstellen von Stapelbildern aus Formatzu­ schnitten von Platten mit mehreren übereinander angeordneten Stockwer­ ken (15a, 15b), in denen jeweils Formatzuschnitte positioniert und gelagert werden können und die durch eine Hubeinrichtung vertikal verschoben und in eine Transportbahn (4) geschaltet werden können.
2. Vorrichtung (2) nach Anspruch 1, die dazu ausgelegt ist, über die Trans­ portbahn (4) einfahrende vollständige Stapelbilder durch ein eigens hierfür vorgesehenes zusätzliches Stockwerk (15c) durchfahren zu lassen.
3. Vorrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2, bei der jedes der Stockwerke (15) eine separate Transporteinrichtung für den horizontalen Transport der For­ matzuschnitte aufweist.
4. Vorrichtung (2) nach Anspruch 3, bei der die Transporteinrichtungen Rol­ lenbahnen sind.
5. Vorrichtung (2) nach Anspruch 4, bei der die Rollenbahnen mit Freilaufrol­ len aufgebaut sind.
6. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 3, 4 und 5 mit einem stock­ werkunabhängigen, hebbaren und senkbaren Anschlag zur Justage und zum in Transportrichtung (X) Zusammenstellen von Formatzuschnitten.
7. Vorrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit einer Arretier­ vorrichtung zur vertikalen Justage eines jeweiligen Stockwerks auf die Transportbahn.
8. Vorrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit einer Einrich­ tung zum horizontalen und senkrecht zur Transportrichtung Verfahren der Stockwerke (15) relativ zu der Transportbahn zur Justage und zum Zu­ sammenstellen von Formatzuschnitten senkrecht zu der Transportrichtung (X).
9. Anlage zum Zusammenstellen und Abstapeln von Stapelbildern aus For­ matzuschnitten von Platten
mit einer Vorrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche
und einer nachgeschalteten Stapelvorrichtung (3) zum Abstapeln fertiger Stapelbilder zu Stapeln mit einer der Zahl von Lagerstockwerken (15) der Zusammenstellvorrichtung (2) entsprechenden Zahl von selbständig arbei­ tenden Stapelplätzen (16).
10. Anlage nach Anspruch 9, bei der die Stapelplätze (16) jeweils eine Hebe­ bühne (17) und einen zwischen Rollen einer Rollentransportbahn heb- und senkbaren, in einer angehobenen Stellung verfahrbaren, in Schlitzen der Hebebühne (17) versenkbaren und in der versenkten Position wieder zu­ rückfahrbaren Rechen aufweisen.
11. Anlage zum Zusammenstellen und Abstapeln von Stapelbildern aus For­ matzuschnitten von Platten
mit einer Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1-8,
und einer vorgeschalteten Vorrichtung (1) zum Drehen einer Gruppe der Formatzuschnitte in der Ebene der Formatzuschnitte, wobei die Drehvor­ richtung (1) dazu ausgelegt ist, die Gruppe zu drehen, wenn die Gruppe nicht einer normierten Ausrichtung (X) in der Ebene der Formatzuschnitte entspricht,
und einer der Zusammenstellvorrichtung (2) nachgeschalteten Vorrichtung (3) zum Abstapeln von Stapelbildern zu Stapeln,
wobei die Drehvorrichtung (1) dazu ausgelegt ist, Gruppen von Formatzu­ schnitten zu drehen, die in zumindest einer Richtung über ein Stapelbild hinausgehen,
und die Anlage eine Einrichtung (15, 16) zum Vereinzeln der Gruppen in der zumindest einen Richtung (X) zur Erzeugung von Stapelbildern oder Stapelbildelementen aus den über ein Stapelbild hinausgehenden Gruppen aufweist.
12. Anlage nach Anspruch 11 in Verbindung mit Anspruch 9 oder 10.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP1332991A1 (de) 2001-12-19 2003-08-06 Siempelkamp Handling Systeme GmbH & Co. Vorrichtung zum Zusammenstellen von vorgegebenen Stapelbildern aus Formatzuschnitten
EP1426315A1 (de) * 2002-12-02 2004-06-09 Gesellschaft für Forschung und Entwicklung wirtschaftlicher Produktionssysteme mbH -GFE- Vorrichtung für die Stapelbildung flächiger Fixmasse
CN119774293A (zh) * 2025-01-02 2025-04-08 江苏宝姿实业有限公司 一种纸尿裤自动堆叠设备

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