DE29901868U1 - Einsatzteil zur Führung eines stiftförmigen Befestigungselements - Google Patents
Einsatzteil zur Führung eines stiftförmigen BefestigungselementsInfo
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Description
DURM & DUIRM. :'V: :"s:":
PATENTANWÄLTE &Ggr; *..*,:.. ..' .,·
FELIX-MOTTL-STRASSE 1A D-76185 KARLSRUHE
S 5110/98-Gbm
1. Februar 1999
1. Februar 1999
Schroff GmbH
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Einsatzteil zur Führung eines stiftförmigen Befestigungselements,
insbesondere einer Halsschraube, in einem Befestigungsloch eines Bauteils, wobei das Einsatzteil einen der Form des Befestigungslochs angepaßten,
in dieses einsetzbaren Paßabschnitt, einen auf die Umgebung des Befestigungslochs
aufsetzbaren, topf- oder tellerförmigen Blendenabschnitt und einen koaxial innerhalb des Blendenabschnitts angeordneten Führungs ab schnitt für das
stiftförmige Befestigungselement aufweist.
Insbesondere für die Montage von Frontplatten auf Baugruppenträgern für die
Elektronik und Elektrotechnik oder bei entsprechenden Gehäusen werden Einsatzteile
zur Führung eines stiftförmigen Befestigungselements verwendet: Die Frontplatten sind im allgemeinen mit Formlöchern versehen, in welche Nippel
aus Kunststoff oder Metall zur Führung von Halsschrauben oder Schnellverschlüssen
eingesetzt werden.
Solche als Nippel ausgebildete, bekannte Einsatzteile für die Gehäuse- und Einschubtechnik
sind zum Teil mit Schnapphaken versehen, die durch das Formloch hindurchgeführt und aufgrund elastischer Rückstellkraft hinter diesem an der
Frontplatte einrasten. Dies gibt dem Nippel ausreichenden Halt im Formloch, da
er auf der Vorderseite des Formlochs mit einem über dieses überstehenden Blendenabschnitt
versehen ist.
Alternativ sind Einsatz teile der eingangs genannten Art bekannt, die im allgemeinen
aus relativ hartem Metall bestehen und in Einpreßtechnik in das Formloch der Frontplatte fest eingesetzt werden: Ein solcher Nippel, der beispielsweise
in der Druckschrift: Hoffman-Schroff "Katalog für die Elektronik 96/97", Seiten
37.25 und 37.26 beschrieben ist, weist einen topfförmigen Blendenabschnitt
auf, der auf die Umgebung des Befestigungslochs aufsetzbar ist und in seinem Inneren einen Führungsabschnitt für eine Halsschraube, zum Teil mit einem Gewinde
versehen, aufweist. Zum Einsetzen in das Befestigungsloch setzt sich der Nippel in einem Paßabschnitt fort, welcher aus zwei hinterschnittenen Paßstücken
besteht, wobei an den Blendenabschnitt angrenzend eine Einpreßwulst übersteht. Wird der Nippel in das Befestigungsloch eingesetzt, trifft die Einpreßwulst
auf die Außenkante des Befestigungslochs auf. Das Material des Nippels ist so gewählt, daß es wesentlich härter ist, als das Material der üblicherweise aus
Aluminium bestehenden Frontplatte. Deshalb verformt die Einpreßwulst die Kante des Befestigungslochs beim Einpressen irreversibel derart, daß Material in
den Hinterschnittraum des Paßabschnittes hineingedrängt wird. Im Ergebnis sitzt der fertig montierte Nippel fest und stabil im Befestigungsloch.
Diese bekannte Lösung kann in mehrfacher Hinsicht verbessert werden, da die
Wahl des Materials für den Einpreßnippel aufgrund der Anforderungen an seine Härte sehr begrenzt ist. Im allgemeinen ist es nötig, einen solchen Nippel durch
Drehen und Fräsen herzustellen; die für wesentlich kostengünstiger herstellbare Druckgußteile geeigneten Materialien sind bezüglich der Anforderungen an die
Härte des Einpreßteils problematisch.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Einsatzteil
der eingangs genannten Art derart zu verbessern, daß es bei gleichbleibend einfacher
Montage und gleichbleibend sicherem Halt einfacher und kostengünstiger herzustellen ist.
Diese Aufgabe wird durch ein Einsatzteil mit den Merkmalen des beigefügten
Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Ansprüchen 2 bis 8.
Eine bevorzugte Verwendung des erfindungsgemäßen Einsatzteils ist im Anspruch
9 enthalten.
Ein Einsatzteil zur Führung eines stiftförmigen Befestigungselements in einem
Befestigungsloch eines Bauteils, das neben einem der Form des Befestigungslochs angepaßten, in dieses einsetzbaren Paßabschnitt auch einen auf die Umgebung
des Befestigungslochs aufsetzbaren, topf- oder tellerförmigen Blendenabschnitt und einen koaxial innerhalb des Blendenabschnitts angeordneten Führungsabschnitt
für das stiftförmige Befestigungselement umfaßt, ist erfindungsgemäß also so ausgebildet, daß der Führungsabschnitt nicht mehr direkt im Blendenabschnitt
sitzt, sondern über den Paßabschnitt mit diesem verbunden ist und unter plastischer Verformung des Paßabschnitts koaxial gegenüber dem Blendenabschnitt
verschiebbar ist. Die plastische Verformung des Paßabschnitts bewirkt dabei einen klemmenden Sitz des Einsatzteils im Befestigungsloch, ohne Material
des mit dem Befestigungsloch versehenen Bauteils verdrängen zu müssen. Das Härteverhältnis zwischen der Umgebung des Befestigungslochs und dem Einsatzteil
ist dadurch also unbeachtlich geworden. Das Einsatzteil kann beispielsweise aus Zink gefertigt sein, was ermöglicht, es als Druckgußteil kostengünstig
herzustellen. Dies eröffnet auch völlig neue Möglichkeiten zur Oberflächengestaltung
des Einsatzteils.
Das Prinzip des erfindungsgemäßen Einsatzteils beruht auf der "weichen" Verbindung
eines Außentopfs, nämlich dem Blendenabschnitt, und eines Innentopfs, nämlich dem Führungsabschnitt, wobei die weiche Verbindung, also der Paßabschnitt,
geometrisch so dimensioniert ist, daß er sich bei einer Relativbewegung des Innen- und Außentopfs derart verformt, daß ein klemmender Sitz im Befestigungsloch
hergestellt wird. Die Anpreßkraft für den klemmenden Sitz kann leicht durch Materialwahl, Materialdicke und Form des Paßabschnitts voreingestellt
werden. Ebenso hängt die für die Montage des erfindungsgemäßen Einsatzteils nötige Kraft von diesen vorwählbaren Parametern ab.
Ein Montageanschlag des Führungsabschnitts, der sich bei der Montage des Einsatzteils
auf die Begrenzungsfläche des Befestigungslochs aufsetzt, ermöglicht ei-
&eegr;"·
ne definierte Begrenzung der Relativbewegung zwischen Führungsabschnitt und
Blendenabschnitt: Sobald der Montageanschlag auf die Begrenzungsfläche des Befestigungslochs aufsetzt, ist die Montage für die Bedienperson spürbar beendet,
eine weitere, unkontrollierte Verformung des Paßabschnitts ist dann nicht mehr möglich.
Für die Verwendung des erfindungsgemäßen Einsatzteils zur Führung von Halsschrauben
ist es zweckmäßig, wenn der Führungsabschnitt ein Gewinde aufweist. Die Halsschraube wird dadurch nicht nur geführt, sondern auch gegen
Herausfallen gehalten.
Bei der Montage des erfindungsgemäßen Einsatzteils kann entweder der Blendenabschnitt
auf die Umgebung des Befestigungslochs aufgesetzt und dann der Führungsabschnitt unter Verformung des Paßabschnitts weiter in das Befestigungsloch
hineingetrieben werden, oder aber der Führungsabschnitt wird mittels eines Montageanschlags auf die Begrenzungsfläche des Befestigungslochs aufgesetzt
und der Blendenabschnitt anschließend unter plastischer Verformung des Paßabschnitts weiter verschoben, bis er auf der Umgebung des Befestigungslochs
aufsitzt. Die Relativbewegung zwischen dem Blendenabschnitt und dem Führungsabschnitt
bei der Montage ist bei den beiden eben beschriebenen Ausführungsformen also verschieden.
Für beide Fälle wird das erfindungsgemäße Einsatzteil vorzugsweise so ausgebildet,
daß der Paßabschnitt aus einem an der Innenwandung des Befestigungslochs anliegenden, mit dem Blendenabschnitt verbundenen Passungsbereich sowie einem
mit dem Führungsabschnitt verbundenen Verformungsbereich besteht. Im ersteren Fall schließen der Passungsbereich und der Verformungsbereich des
Paßabschnitts einen Winkel ein, der kleiner als 90 Grad ist, so daß sich der Winkel
beim weiteren Einschieben des Führungsabschnitts 90 Grad annähert, wodurch der Verformungsbereich des Paßabschnitts gestaucht wird. Diese Stauchung
erzeugt die klemmende Anpreßkraft gegen die Innenwandung des Befestigungslochs. Im zweiten Ausführungsfall ist der Winkel zwischen dem Passungsbereich
und dem Verformungsbereich des Paßabschnitts vorzugsweise größer als 90 Grad, aber kleiner als 180 Grad. Da hier die Relativbewegung zwischen dem
Führungsabschnitt und dem Blendenabschnitt entgegengesetzt zum erstbeschriebenen
Fall gerichtet ist, bewegt sich auch hier der Winkel beim Montieren des
Einsatzteils gegen 90 Grad und bewirkt eine Stauchung des Paßabschnitts zur Erzeugung
der klemmenden Anpreßkraft.
Der Führungsabschnitt des Einsatzteils kann eine Anlagefläche für einen Schraubenkopf
aufweisen, was beispielsweise ermöglicht, daß die Montage der im Anspruch 4 beschriebenen Ausführungsform bei eingesetzter Schraube ganz einfach
dadurch erfolgen kann, daß auf den Schraubenkopf gedrückt wird oder die Schraube erstmals eingedreht wird, wobei die Zugkräfte dann eine Verformung
des Paßabschnitts des Einsatzteils bewirken. Vorteilhaft ist dabei, wenn der Blendenabschnitt
des Einsatzteils so weit über die Anlagefläche des Führungsabschnitts übersteht, daß der Schraubenkopf im wesentlichen bündig mit dem Blendenabschnitt
abschließt. Ein breites Montagewerkzeug, das auf den Schraubenkopf einwirkt, um eine Verformung des Paßabschnitts des Einsatzteils zu bewirken,
sitzt also dann auf dem Blendenabschnitt auf, wenn die Verformung des Paßabschnitts ihren vorgewählten Endpunkt erreicht hat. Eine definierte Verformung
des Einsatzteils kann also auch durch diese Maßnahme gewährleistet werden.
Weitere Vorteile ergeben sich, wenn in den Führungsabschnitt des erfindungsgemäßen
Einsatzteils eine Zylinderfeder einsetzbar ist. Da der Führungsabschnitt des Einsatzteils relativ tief in das Formloch eingeführt werden kann, taucht auch
die im Führungsabschnitt geführte Zylinderfeder in das Formloch ab, wodurch sie eine ausreichende Einbautiefe zwischen dem Führungsabschnitt und der
Oberkante des Blendenabschnitts bzw. innerhalb eines rohrförmig ausgebildeten Führungsabschnitts erhalten kann. Eine Halsschraube kann mit solch einer Zylinderfeder
nach ihrem Lösen in eine definierte Ruhelage verbracht werden, wodurch die Schraubenführung verbessert und das Lösen der Schraube für die Bedienperson
eindeutig erkennbar wird.
Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der beigefügten
Zeichnungen beschrieben und näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Ein
satzteils;
-« Üjt
Figur 2 eine andere perspektivische Ansicht des Einsatzteils gemäß
Figur 1;
Figur 3 einen Schnitt durch ein Einsatzteil gemäß Figur 1, nach dem
ersten Montageschritt;
Figur 4 einen Schnitt wie Figur 3, im fertig montierten Zustand;
Figur 5 eine Schnittdarstellung des Einsatzteils gemäß Figur 4 im
fertig montierten Zustand, um 90 Grad gedreht;
Figur 6 eine Darstellung wie Figur 5, mit eingesetzter Halsschraube;
Figur 7 eine bevorzugte Verwendung eines erfindungsgemäßen Ein
satzteils, in perspektivischer Ansicht;
Figur 8 eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungs
form des erfindungsgemäßen Einsatzteils;
Figur 9 eine weitere perspektivische Ansicht des Einsatzteils gemäß
Figur 8;
Figur 10 eine Schnittdarstellung des Einsatzteils gemäß Figur 8, vor
der Montage;
Figur 11 eine Schnittdarstellung wie Figur 10, jedoch im fertig mon
tierten Zustand des Einsatzteils;
Figur 12 eine schematische Schnittdarstellung einer dritten Ausfüh
rungsform des erfindungsgemäßen Einsatzteils.
Die in Figur 1 gezeigte Ausführungsform eines Einsatzteils 1 nach der vorliegenden
Erfindung besteht im wesentlichen aus einem Blendenabschnitt 2, einem Führungsabschnitt 3 und einem Paßabschnitt 4. Dieses Einsatzteil 1 ist zum Einsetzen
in ein Langloch vorgesehen, so daß es keine runde Grundform besitzt, sondern an zwei Seiten des Vollkreises abgeflacht ist. Dementsprechend ist der
-7-1 IM··! IV
Blendenabschnitt 2 geformt. Der Führungsabschnitt 3 ist zwar kreisrund ausgebildet,
jedoch ist der Paßabschnitt 4, der den Führungsabschnitt 3 mit dem Blendenabschnitt 2 verbindet, nicht umlaufend, sondern nur an zwei Seiten an
den Führungsabschnitt 3 angeformt.
Das in Figur 1 dargestellte Einsatzteil 1 ist zur Führung einer Halsschraube vorgesehen.
Deshalb ist der Führungsabschnitt 3 mit einem Gewinde 5 versehen. Der Führungsabschnitt 3 und der Paßabschnitt 4 können nahezu passend in ein
Langloch eingesetzt werden; eine Auflagefläche 6 des Blendenabschnitts 2 liegt dann auf der Umgebung des Langlochs auf. Der Paßabschnitt 4 setzt sich aus einem
Passungsbereich 7 und einem Verformungsbereich 8 zusammen, deren Funktion später beschrieben wird.
Figur 2 zeigt dasselbe Einsatzteil 1 wie Figur 1, und zwar ebenfalls in einer perspektivischen
Ansicht, aber von einer anderen Seite. Die drei Hauptbestandteile des Einsatzteils 1, der Blendenabschnitt 2, der Führungsabschnitt 3 und der
Paßabschnitt 4 sind deutlich erkennbar. Wegen der plastischen Verformbarkeit des Paßabschnitts 4 ist der Führungsabschnitt 3 als "Innentopf" koaxial gegenüber
dem Blendenabschnitt 2 als "Außentopf" verschiebbar.
Figur 3 zeigt das Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 in einer Schnittdarstellung.
Hier ist deutlich erkennbar, daß der Paßabschnitt 4 dieses Ausführungsbeispiels aus einem Passungsbereich 7 und einem Verformungsbereich 8 besteht,
welche einen Winkel kleiner als 90 Grad einschließen. Durch Druck auf eine Anlagefläche 9 des Führungsabschnitts 3 wird dieser Winkel in Richtung 90 Grad
verändert.
Das Einsatzteil 1 in Figur 3 ist bereits in ein Befestigungsloch 11 einer
Frontplatte 10 eines (nicht dargestellten) Baugruppenträgers eingesetzt, aber noch nicht fertig montiert. Die Auflagefläche 6 des Blendenabschnitts 2 sitzt bereits
auf der Frontplatte 10; durch Druck auf die Anlagefläche 9 des Führungsabschnitts 3 wird dieser in das Befestigungsloch 11 hinein verschoben,
wodurch der Winkel zwischen dem Passungsbereich 7 und dem Verformungsbereich 8 des Paßabschnitts 4 vergrößert und der Passungsbereich 7 gegen die Innenwandung
des Befestigungslochs 11 gedrückt wird. Der Verformungsbereich 8 des Paßabschnitts 4 wird gestaucht, so daß ein dauerhafter klemmender Sitz des
si I
Einsatzteils 1 im Befestigungsloch 11 erzielt wird. Der hierdurch hergestellte, fertig
montierte Zustand des Einsatzteils 1 ist in Figur 4 dargestellt.
Figur 3 und Figur 4 zeigen ein Einsatzteil 1, bei dem der Winkel zwischen dem
Passungsbereich 7 und dem Verformungsbereich 8 des Paßabschnitts 4 vor der
Montage etwa 50 Grad und nach der Montage etwa 90 Grad beträgt. Durch Einstellung
dieser Winkeldifferenz vor und nach der Montage und durch Änderung der Materialstärke des Paßabschnitts 4 können die Kräfte, die auf die Innenwandung
des Befestigungslochs 11 einwirken, definiert eingestellt werden.
Um zu verhindern, daß der Führungsabschnitt 3 weiter als in Figur 4 gezeigt in
das Befestigungsloch 11 hineingedrückt wird, wodurch sich die Anpreßkraft wieder
verringern würde, ist der Führungsabschnitt 3 mit einem Montageanschlag 12 versehen. Dieser ist in Figur 5 zu sehen, welche eine Darstellung des
Einsatzteils 1 wie in Figur 4 enthält, gegenüber der Figur 4 jedoch um 90 Grad gedreht. Da das vorliegende Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Einsatzteils 1 für ein Langloch vorgesehen und daher nicht rotationssymetrisch ist, sind die Montageanschläge 12 des Führungsabschnitts 3 nur dort angeordnet,
wo der Paßabschnitt 4 Durchbrechungen aufweist.
Figur 6 zeigt dasselbe Einsatzteil 1 wie Figur 5 in gleicher Darstellung. Hier ist jedoch
eine Halsschraube 13 in das Einsatzteil 1 eingesetzt. Der Schraubenkopf 14 der Halsschraube 13 liegt auf der Anlagefläche 9 des Führungsabschnitts 3 auf.
Im hier gezeigten, endmontierten Zustand des Einsatzteils 1 schließt die Oberkante
des Blendenabschnitts 2 mit der Oberfläche des Schraubenkopfs 14 bündig ab. Diese Ausführungsform ist in ihren Dimensionen also der dargestellten
Halsschraube 13 so angepaßt, daß eine Montage des Einsatzteils 1 durch ein großflächiges Werkzeug möglich ist: Dieses drückt auf den Schraubenkopf 14, solange
dieser über den Blendenabschnitt 2 übersteht. Sofern die zur Montage des Einsatzteils 1 nötigen Kräfte nicht allzu groß sind, kann der Schraubenkopf 14
den Führungsabschnitt 3 auch beim ersten Eindrehen der Halsschraube 13 in die klemmende Endposition bringen. Ein Montagewerkzeug wird dann vollkommen
überflüssig.
Figur 7 zeigt eine bevorzugte Anwendung des Einsatzteils 1 nach der Erfindung:
In ein genormtes Befestigungsloch 11 einer Frontplatte 10 eines (nicht dargestell-
ten) Baugruppenträgers wird das Einsatzteil 1 eingesetzt und verklemmt, um eine
Halsschraube 13 zu führen und bei abgenommener Frontplatte 10 so zu halten, daß sie nicht herausfällt.
Die Figuren 8, 9,10 und 11 zeigen eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Einsatzteils 1. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der in den Figuren 1 bis 6 gezeigten dadurch, daß der Winkel zwischen dem
Passungsbereich 7 und dem Verformungsbereich 8 des Paßabschnitts 4 größer als 90 Grad ist, was bedeutet, daß der Führungsabschnitt 3 und der Blendenabschnitt
2 in entgegengesetzter Richtung gegeneinander verschoben werden müssen, um die klemmende Passung im Befestigungsloch 11 herzustellen.
Die Figuren 8, 9, 10 und 11 entsprechen den Figuren 1, 2, 3 und 4. In Figur 8 ist
der Montageanschlag 12 des Führungsabschnitts 3 deutlich zu sehen - im Gegensatz
zur Figur 1, wo der Montageanschlag 12 durch den Blendenabschnitt 2 verdeckt ist. Figur 9 verdeutlicht, daß die Bauhöhe dieses Ausführungsbeispiels des
Einsatzteils 1 im Ausgangszustand größer ist als diejenige des ersten Ausführungsbeispiels:
Beim ersten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 werden der Blendenabschnitt 2 und der Führungsabschnitt 3 zur Montage auseinandergedrückt,
wohingegen im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 9 der Blendenabschnitt 2 und der Führungsabschnitt 3 ineinandergedrückt werden. Anhand der
Figuren 10 und 11 wird dieser Vorgang deutlich:
Das Einsatzteil 1 in Figur 10 ist so weit in das Befestigungsloch 11 der
Frontplatte 10 eingeführt, bis der Montageanschlag 12 des Führungsabschnitts 3 (hier nicht sichtbar) auf der Kante des Befestigungslochs 11 aufliegt. Wie in
Figur 10 erkennbar, bleibt zwischen der Auflagefläche 6 des Blendenabschnitts 2 und der Oberfläche der Frontplatte 10 zunächst ein Spalt. Durch Druck auf den
oberen Rand des Blendenabschnitts 2 (wofür kein abgesetztes, sondern lediglich ein flaches Montagewerkzeug notwendig ist) wird der Blendenabschnitt 2 in
Richtung des Befestigungslochs 11 gedrückt, während der Führungsabschnitt 3, von seinen Montageanschlägen 12 gehalten, ortsfest bleibt. Hierdurch wird der
Winkel zwischen dem Passungsbereich 7 und dem Verformungsbereich 8 des Paßabschnitts 4 in Richtung 90 Grad verkleinert, wodurch eine Stauchung des
Verformungsbereichs 8 und eine Kraft gegen die Innenwandung des Befestigungslochs 11 zur klemmenden Halterung des Einsatzteils 1 erzeugt wird.
&iacgr;&ogr;-: :&EEgr;·; I
Die Verformung des Paßabschnitts 4 endet, wenn die Auflagefläche 6 des
Blendenabschnitts 2 auf die Oberfläche der Frontplatte 10 aufsetzt. Dies stellt wiederum sicher, daß der Winkel zwischen dem Passungsbereich 7 und dem
Verformungsbereich 8 nicht kleiner als 90 Grad wird, was die Klemmkraft wieder verringern würde. Die endmontierte Lage des Einsatzteils 1 ist in Figur 11
dargestellt.
Anhand der Figuren 10 und 11 wird deutlich, daß nach diesem zweiten Ausführungsbeispiels
des Einsatzteils 1 von außen sofort erkennbar ist, ob das Einsatzteil 1 nur locker in das Befestigungsloch 11 eingesetzt oder dort bereits
klemmend montiert ist: Im ersteren Fall bleibt ein Spalt zwischen dem Blendenabschnitt
2 und der Frontplatte 10.
Figur 12 zeigt schließlich ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Einsatzteils 1 in einer schematischen Schnittdarstellung. Der Führungsabschnitt 3 hat hier eine relativ große Bauhöhe, ist jedoch nur mit einem Restgewinde
5 ausgestattet, so daß zwischen der Halsschraube 13 und dem köcherförmig
ausgebildeten Führungsabschnitt 3 Einbauraum für eine Zylinderfeder 15 verbleibt. Das Einsatzteil 1 ist dabei so dimensioniert, daß für die
Zylinderfeder 15 auch dann noch genügend Einbauraum bleibt, wenn die Halsschraube 13 ganz eingedreht ist: Denn der Schraubenkopf 14 läuft auf die
Anlagefläche 9 des Führungsabschnitts 3 auf und stützt sich auf diesem, und nicht auf der Zylinderfeder 15 ab.
S 5110/98-Gbm 1. Februar 1999
Zusammenstellung der Bezugszeichen
| 1 | Einsatz teil |
| 2 | Blendenabschnitt |
| 3 | Führungsabschnitt |
| 4 | Paßabschnitt |
| 5 | Gewinde |
| 6 | Auflagefläche (von 2) |
| 7 | Passungsbereich (von 4) |
| 8 | Verformungsbereich (von 4) |
| 9 | Anlagefläche (von 3) |
| 10 | Frontplatte |
| 11 | Befestigungsloch |
| 12 | Montageanschlag (von 3) |
| 13 | Halsschraube |
| 14 | Schraubenkopf (von 13) |
| 15 | Zylinderfeder |
Claims (9)
1. Einsatzteil zur Führung eines stiftförmigen Befestigungselements, insbesondere
einer Halsschraube (13), in einem Befestigungsloch (11) eines Bauteils,
- mit einem der Form des Befestigungslochs (11) angepaßten, in dieses einsetzbaren
Paßabschnitt (4),
- mit einem auf die Umgebung des Befestigungslochs (11) aufsetzbaren, topfförmigen
oder tellerförmigen Blendenabschnitt (2)
- und mit einem koaxial innerhalb des Blendenabschnitts (2) angeordneten
Führungsabschnitt (3) für das stiftförmige Befestigungselement,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungsabschnitt (3) über den Paßabschnitt (4) mit dem Blendenabschnitt
(2) verbunden ist, und daß der Führungsabschnitt (3), unter plastischer Verformung des Paßabschnitts (4) zur Herstellung einer klemmenden Passung
im Befestigungsloch (11), gegenüber dem Blendenabschnitt (2) koaxial verschiebbar
ist.
2. Einsatzteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Führungsabschnitt (3) einen auf die Begrenzungsfläche des Befestigungslochs (11) aufsetzbaren Montageanschlag (12) aufweist.
3. Einsatzteil nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungsabschnitt (3) ein Gewinde (5) zur Aufnahme einer Halsschraube (13) aufweist.
4. Einsatzteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Paßabschnitt (4) aus einem an der Innenwandung des Befestigungslochs (11) anliegenden, mit dem Blendenabschnitt (2) verbundenen Passungsbereich
(7) und einem mit dem Führungsabschnitt (3) verbundenen Verformungsbereich (8) besteht, wobei der Passungsbereich (7) und der Verformungsbereich
(8) einen Winkel kleiner als 90 Grad einschließen.
5. Einsatzteil nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Paßabschnitt (4) aus einem an der Innenwandung des Befestigungslochs (11) anliegenden, mit dem Blendenabschnitt (2) verbundenen Passungsbereich
(7) und einem mit dem Führungsabschnitt (3) verbundenen Verformungsbereich (8) besteht, wobei der Passungsbereich (7) und der Verformungsbereich
(8) einen Winkel größer als 90 Grad und kleiner als 180 Grad einschließen.
6. Einsatzteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungsabschnitt (3) eine Anlagefläche (9) für einen Schraubenkopf (14) aufweist.
7. Einsatzteil nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Blendenabschnitt (2) so weit über die Anlagefläche (9) des Führungsabschnitts
(3) übersteht, daß der Schraubenkopf (14) einer in den fertig montierten Führungabschnitt (3) eingesetzten Halsschraube (13) im wesentlichen bündig
mit dem Blendenabschnitt (2) abschließt.
8. Einsatzteil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Führungsabschnitt (3) eine Zylinderfeder (15) einsetzbar ist.
9. Verwendung des Einsatzteils nach einem der Ansprüche 1 bis 8 zur Führung
von stiftförmigen Befestigungselementen in Befestigungslöchern (11) von Frontplatten
(10) eines Baugruppenträgers.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29901868U DE29901868U1 (de) | 1999-02-04 | 1999-02-04 | Einsatzteil zur Führung eines stiftförmigen Befestigungselements |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29901868U DE29901868U1 (de) | 1999-02-04 | 1999-02-04 | Einsatzteil zur Führung eines stiftförmigen Befestigungselements |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29901868U1 true DE29901868U1 (de) | 1999-04-22 |
Family
ID=8068879
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29901868U Expired - Lifetime DE29901868U1 (de) | 1999-02-04 | 1999-02-04 | Einsatzteil zur Führung eines stiftförmigen Befestigungselements |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29901868U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10147932A1 (de) * | 2001-09-28 | 2003-04-24 | Eldon N V | Schaltschrank zur Wandbefestigung mit einer Befestigungslöcher aufweisenden Rückwand |
-
1999
- 1999-02-04 DE DE29901868U patent/DE29901868U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10147932A1 (de) * | 2001-09-28 | 2003-04-24 | Eldon N V | Schaltschrank zur Wandbefestigung mit einer Befestigungslöcher aufweisenden Rückwand |
| DE10147932B4 (de) * | 2001-09-28 | 2004-05-06 | Eldon Holding Ab | Schaltschrank zur Wandbefestigung mit einer Befestigungslöcher aufweisenden Rückwand |
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| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19990602 |
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| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
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