DE29818500U1 - Spritzengestell mit Aspirationsmechanismus - Google Patents
Spritzengestell mit AspirationsmechanismusInfo
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Description
Spritzengestell mit Aspirationsmechanismus
Ein Spritzengestell mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen ist aus WO 96/17640 bekannt. Dieses Spritzengestell weist in seinem vorderen Teil eine Kammer zum Einlegen einer Ampulle auf, die typischerweise an ihrem vorderen Ende mit einer Membran und an ihrem hinteren Ende mit einem verschiebbaren Stopfen verschlossen ist.
Beim Gebrauch wird am vorderen Ende des Spritzengestells eine Injektionsnadel angebracht, die die Membran der Ampulle durchsetzt. Der Stopfen weist ein nach hinten offenes Sackloch auf, in das sich ein an der Spitze der Kolbenstange vorgesehenes Koppelelement einführen läßt. Das Koppelelement hat einen von der Kolbenstange abgesetzten kegelförmigen Kopf, der an seiner Basisfläche etwas größer dimensioniert ist als der Durchmesser des in dem Stopfen vorhandenen Lochs.
Beim Vorschieben der Kolbenstange tritt der Kopf des Koppelelements in das Sackloch des Stopfens ein, wobei sich die an der Grundfläche des Kegels vorhandene Kante in das elastische Material des Stopfens eindrückt, so daß der Stopfen auch bei einer Rückwärtsbewegung der Kolbenstange mitgenommen und dadurch ein Aspirieren ermöglicht wird.
Ein Nachteil der bekannten Anordnung besteht darin, daß die Kegelform des Koppe!elements auf den Durchmesser des in dem Stopfen vorhandenen Lochs verhältnismäßig genau abgestimmt sein muß, um zu gewährleisten, daß das Koppelelement einerseits in das Loch eindringen kann und andererseits beim Aspirieren den Stopfen mitnimmt. Je nach Hersteller der Ampullen sind aber die in den jeweiligen Stopfen vorhandenen Löcher unterschiedlich dimensioniert, so daß das bekannte Spritzengestell nur bedingt ein Aspirieren ermöglicht.
Zur Vermeidung dieser Schwierigkeit ist bei dem bekannten Spritzengestell ein Satz unterschiedlich gestalteter Koppelelemente ("Aspirationselemente") vorgesehen, wobei das für den jeweiligen Ampullenstopfen am besten geeignete auszuwählen ist. Dies bedeutet nicht nur erhöhte Fertigungskosten sondern auch vermehrten Arbeitsaufwand bei der Vorbereitung einer Injektionsspritze.
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Bei einer anderen, in dem genannten Dokument beschriebenen Ausführungsform ist an der Spitze der Kolbenstange ein im wesentlichen U-förmiges Koppelelement vorgesehen, das mit zwei angelhakenartigen Spitzen versehen ist. Diese Ausführungsform ist für Stopfen ohne Sackloch bestimmt. Beim ersten Vorschieben der Kolbenstange treten die Spitzen in das elastische Material des Stopfens ein und verhaken sich dort, so daß der Stopfen beim Aspirieren sicher mitgenommen wird. Eine Schwierigkeit bei dieser Ausführungsform besteht darin, daß sich der Stopfen relativ schwer von dem Koppelelement lösen läßt.
Aus SU 1 816 220 A3 sind weitere Spritzengestelle bekannt, deren Kolbenstangen mit Koppelelementen versehen sind, die nicht nur ein Vorschieben sondern auch ein Zurückziehen eines Stopfens gestatten. Die in dieser Schrift offenbarten Gestaltungen arbeiten mit am vorderen Ende der Kolbenstange vorgesehenen elastischen Elementen, die beim Zurückziehen der Kolbenstange Anformungen im Innern des Kolbens hintergreifen. Dabei ist nicht nur das Koppelelement selbst verhältnismäßig aufwendig gestaltet; die bekannten Geräte erfordern auch eine spezielle Gestaltung des Stopfens, so daß sie sich nicht für solche Ampullen eignen, deren Stopfen mit dem üblicherweise einfachen zylindrischen Sackloch versehen ist.
Bei einem weiteren bekannten Spritzengestell ist die Kolbenstange an ihrem vorderen Ende mit beweglichen "Aspirationshaken" ausgerüstet, die über eine in der Kolbenstange laufende Mechanik geöffnet und geschlossen werden. Diese Ausführung ist nicht nur in der Herstellung und Montage teuer, sondern vom hygienischen Standpunkt problematisch, da sie insbesondere von Ablagerungen an den Öffnungsstellen in der Kolbenstange nur schwer zu reinigen ist. Zudem besteht die Gefahr, daß die Haken nach der Verwendung von Desinfektionsmitteln verklemmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine in der Herstellung und Handhabung möglichst unaufwendige Gestaltung anzugeben, die einen flexiblen Einsatz bezüglich unterschiedlich gestalteter Ampullenstopfen gestattet.
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Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist in Anspruch 1 gekennzeichnet.
Die danach vorgesehene, von der Kreisform verschiedene Querschnittsform des Kopfes des am vorderen Ende der Kolbenstange vorgesehenen Koppelelements bewirkt, daß sich der Kopf in Stopfenlöchern unterschiedlicher Durchmesser gut verankert. Der jeweilige Stopfen wird nämlich beim Eindringen des Koppelelementes nur an den Stellen größten Durchmessers des Kopfes gedehnt, so daß ein Koppelelement, das zur Verankerung eines verhältnismäßig großen Stopfenlochs dimensioniert ist, auch in ein erheblich kleineres Loch noch eindringen kann, weil sich dieses nicht über seinen gesamten Umfang, sondern nur an einigen Stellen dehnen muß.
Auf diese Weise wird es möglich, mit einem einfach gestalteten, starren Koppelelement ohne bewegliche Teile verhältnismäßig stark unterschiedliche Ampullenstopfen so anzukoppeln, daß ein Aspirieren gewährleistet ist.
Als besonders zweckmäßig hat sich die in den Ansprüchen 2 und 3 angegebene Pyramidenstumpfform des Kopfes mit quadratischem Querschnitt erwiesen.
Anspruch 4 bezieht sich auf Abmessungen, wie sie für handelsübliche Ampullenstopfen besonders geeignet sind.
Die Maßnahmen der Ansprüche 5 und 6 sind vom Standpunkt
einer sicheren Verankerung des Stopfens am Koppelelement sowie der leichten Einführbarkeit des Koppelelementes in dem Stopfen und entsprechend leichten Abnehmbarkeit des Stopfens von der Kolbenstange von Bedeutung.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigt
Figur la ein Spritzengestell,
Figur Ib eine in das Spritzengestell nach Figur la ein-
legbare handelsübliche Ampulle,
Figur 2a eine vergrößerte Seitenansicht des Koppelelementes am vorderen Ende der Kolbenstange des
Spritzengestells nach Figur la, und
Figur 2b eine Stirnansicht des Koppelelementes nach Figur 2a.
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Das in Figur la gezeigte Spritzengestell besteht aus einem generell zylindrischen Hauptteil 10, der über einen Teil seines Umfangs offen ist, so daß sich die in Figur Ib gezeigte Ampulle 11 seitlich einlegen läßt. Eine durch das hintere Ende in den Hauptteil 10 eingeführte Kolbenstange 12 ist an ihrem vorderen Ende mit einem Koppelelement 13 und an ihrem hinteren Ende mit einem Daumenring 14 versehen. Ferner ist am hinteren Ende des Hauptteils 10 ein nach zwei gegenüberliegenden Seiten herausragender Flansch 15 zur Anlage von Zeigefinger und Mittelfinger der Bedienungsperson vorgesehen.
Die Ampulle 11 weist an ihrem vorderen Ende eine mit einer (nicht gezeigten) Membran versehene Kappe 16 auf, die im Gebrauch von einer Injektionsnadel durchstochen wird. Der die Injektionsflüssigkeit aufnehmende Raum der Ampulle 11 wird hinten von einem elastischen Stopfen 17 begrenzt, der ein nach hinten offenes kreiszylindrisches Sackloch 18 aufweist.
Die Ampulle 11 wird bei zurückgezogener Kolbenstange 12 in den Hauptteil 10 eingelegt. Beim Vorschieben der Kolbenstange 12 tritt das an ihrem vorderen Ende vorgesehene Koppelelement 13 in das Sackloch 18 des Ampullenstopfens 17 ein. Beim weiteren Vorschieben der Kolbenstange 11 wird der Stopfen 17 in der Ampulle 11 nach vorne geschoben, so daß die Flüssigkeit durch die am vorderen Ende vorgesehene Membran und die sie durchsetzende (nicht gezeigte) Injektionsnadel austritt.
Gemäß Figur 2a ist das Koppelelement 13 an seinem vorderen Ende mit einem von einem Fußbereich abgesetzten, sich nach vorne verjüngenden, pyramidenstumpfförmigen Kopf 20 versehen. Wie aus Figur 2b ersichtlich, ist der Kopf 20 im Querschnitt quadratisch, wobei die Kantenlänge des kleinsten Querschnitts des Pyramidenstumpfes 3,0 bis 3,4 mm und die Kantenlänge des größten Querschnitts 3,6 bis 4,0 mm beträgt.
Vorzugsweise betragen die beiden Kantenlängen 3,2 und 3,8 mm.
Die Dimensionierung ist so gewählt, daß der größte Umkreisdurchmesser, d.h. bei dem gezeigten quadratischen Querschnitt die größte Diagonale, des pyramidenstumpfförmigen Kopfes 20 größer ist als der Durchmesser des größten, in handelsüblichen Stopfen vorhandenen Sacklochs 18, während der
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größte Umfang des Kopfes 20 kleiner ist als der Umfang des kleinsten, in derartigen Stopfen 17 vorhandenen Sacklochs 18.
Bei dieser Gestaltung und Dimensionierung können sich
die Ecken des pyramidenstumpfförmigen Kopfes 20 in dem größten angenommenen Sacklochs 18 des elastischen Stopfens 17 noch verankern; gleichzeitig ist gewährleistet, daß der Kopf 20 auch in das kleinste angenommene Sachkoch 18 (bei dessen entsprechend stärkerer Verformung) noch eintreten kann.
Die geschilderte Verankerung bewirkt, daß dann, wenn die Bedienungsperson die Kolbenstange 12 mit Hilfe des Daumenrings 14 zum Aspirieren etwas zurückzieht, der Stopfen 17 mitgenommen wird und dadurch in der Ampulle 11 den zum Aspirieren erforderlichen Unterdruck erzeugt.
Statt der in Figur 2a und 2b gezeigten quadratischen Querschnittsform sind auch dreieckige, sternförmige, lanzettförmige oder sonstige, von der Kreisform verschiedene Querschnittsgestaltungen möglich. Für eine gute Verankerung des Kopfes 20 in dem Stopfen-Sackloch 18 ist eine Querschnittsform besonders geeignet, die drei bis fünf mehr oder weniger ausgeprägte Ecken aufweist.
Eine Spritzengestell weist einen zylindrischen Hauptteil 10 und eine Kolbenstange 12 auf, die an ihrem vorderen Ende ein Koppelelement 13 trägt. Beim Gebrauch wird in den Hauptteil 10 eine Ampulle 11 eingelegt, die am hinteren Ende mit einem Stopfen 17 versehen ist. Zur Verankerung zwischen Kolbenstange 12 und Stopfen 17 ist das Koppelelement 13 mit einem von einem Fußbereich abgesetzten, sich nach vorne verjüngenden, pyramidenstumpfförmigen Kopf 20 mit quadratischem Querschnitt versehen, der in ein im Stopfen 17 vorhandenes Sackloch 18 eingreift. Diese Verankerung ist für Aspirationsvorgänge von Bedeutung.
Claims (6)
1. Spritzengestell mit einer Kolbenstange (12), die an ihrem vorderen Ende ein Koppelelement (13) mit einem Kopf (20) zum lösbaren Eingriff in eine Vertiefung (18) des Stopfens (17) einer mittels des Spritze zu entleerenden Ampulle (11) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf (20) eine von einem Kreis verschiedene Querschnittsform hat.
2. Spritzengestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf (20) pyramidenstumpfförmig ist.
3. Spritzengestell nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf (20) quadratischen Querschnitt hat.
4. Spritzengestell nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die kleinste Querschnitts-Kantenlänge des Pyramidenstumpfes 2,6 bis 3,0 mm, vorzugsweise 2,8 mm, und die größte 3,3 bis 4,0 mm, vorzugsweise 3,6 mm, mißt.
5. Spritzengestell nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Umkreisdurchmesser des größten Kopfquerschnittes größer ist als der Öffnungsdurchmesser der größten in handelsüblichen Stopfen (17) vorhandenen Vertiefung (18).
6. Spritzengestell nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfang des größten Kopfquerschnittes kleiner ist als der Öffnungsumfang der kleinsten in handelsüblichen Stopfen (17) vorhandenen Vertiefung (18).
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Citations (6)
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| GB1492783A (en) * | 1975-02-04 | 1977-11-23 | Cuthbert H | Syringe assemblies |
| EP0080793A1 (de) * | 1981-11-12 | 1983-06-08 | John Joseph Jacklich | Zahnspritze |
| EP0345159A1 (de) * | 1988-06-03 | 1989-12-06 | Clotteau, Jean-Edouard | Spritze zur einmaligen Injektion |
| US5135511A (en) * | 1990-08-22 | 1992-08-04 | Becton, Dickinson And Company | Assembly for aspirating tissue, including adapter for syringe |
| DE4219502A1 (de) * | 1992-05-21 | 1993-12-02 | Wilhelm Waskoenig | Spritze |
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1998
- 1998-10-16 DE DE29818500U patent/DE29818500U1/de not_active Expired - Lifetime
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