DE29805722U1 - Haltevorrichtung für einen Kraftsensor zum Messen von Schließkräften und damit versehene Kraftmeßvorrichtung - Google Patents
Haltevorrichtung für einen Kraftsensor zum Messen von Schließkräften und damit versehene KraftmeßvorrichtungInfo
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Description
Hörmann KG Antriebstechnik
Carl-Bosch-Str. 1
33790 Halle i. Westfalen
F 14.711 G-DE sk/sk
Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für einen Kraftsensor zum Messen von Schließkräften von kraftbetätigten
Gebäudeverschlüssen, insbesondere von kraftbetätigten Toren. Außerdem betrifft die Erfindung eine Kraftmeßvorrichtung
zum Messen von Schließkräften von kraftbetätigten Toren, insbesondere von kraftbetätigten Kippoder
Schwenktoren mit einem Kraftsensor, die mit einer solchen Haltevorrichtung versehen ist.
Eine solche Haltevorrichtung ist als „Adapter zur mechanischen
Fixierung" eines Kraftmeßgeräts aus der Produktbeschreibung „KMG W-2000(SC)" der Gesellschaft für phys.
Technologie und Elektronik mbH bekannt.
Aus Sicherheitsgründen sollen die Schließkräfte von kraftbetätigten Gebäudeverschlüssen wie angetriebene Türen
oder Tore bestimmte Schließkräfte nicht überschreiten. Nach dem Willen der Europäischen Union sollen solche
Schließkräfte normiert werden, und die Hersteller sollen nachweisen, daß ihre Systeme den Sicherheitsanforderungen
genügen. Hierzu stehen zur Zeit die Europäischen Normen
prEN 12 604 „Mechanische Aspekte Tore - Anforderungen",
prEN 12 605 „Mechanische Aspekte Tore - Prüfverfahren",
prEN 12 445 „Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore -
prEN 12 604 „Mechanische Aspekte Tore - Anforderungen",
prEN 12 605 „Mechanische Aspekte Tore - Prüfverfahren",
prEN 12 445 „Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore -
Testmethoden" und
prEN 12 453 „Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore -
prEN 12 453 „Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore -
Anforderungen"
kurz vor dem Inkrafttreten. In den Normen sind Prüfverfahren vorgesehen, die ein Messen der Schließkraft der
Tore in bestimmten Höhen vorsehen.
Zum Durchführen dieser Messungen ist eine Meßvorrichtung mit einem Kraftsensor in Form eines aus der eingangs erwähnten
Druckschrift bekannten Handmeßgeräts entwickelt worden. Das Handmeßgerät weist einen Handgriff auf, mit
dem das Handmeßgerät in einer Stellung zwischen dem Torblatt und einer unteren Berandungskante der Toröffnung
gehalten werden kann. Mittels des bekannten Handgeräts läßt sich bei Auftreffen einer Schließkante des Torblattes
auf einen auf einer Druckfläche angeordneten Meßpunkt die Schließkraft sowie die Zeit, zu der die Schließkraft
ausgeübt worden ist, bestimmen. Über eine serielle Schnittstelle lassen sich die entsprechenden Daten mit
Hilfe eines PC oder dergleichen auslesen und analysieren. Dabei ist auch eine Haltevorrichtung zur mechanischen Fixierung
des Handmeßgeräts vorgesehen, so daß man nicht während der gesamten Meßdauer unbedingt die Hand am Handgriff
behalten muß.
Das Gerät ist zwar recht handlich ausgeführt, einige von den angesprochenen Normen verlangte Messungen lassen sich
aber nicht oder nur sehr ungenau durchführen. Problematisch ist, daß einige Tore wie Kipp- oder Schwenktore
nicht nur senkrechte Schließkräfte ausüben. Außerdem ist mit der bekannten Meßvorrichtung - auch unter Zuhilfenahme
ihrer Haltevorrichtung - nur eine Messung am unteren Schließpunkt zuverlässig durchführbar, wo die untere
Berandungskante, gegen die sich das Tor schließt, als Gegenlager wirkt. Zum Durchführen von Messungen bei den
verschiedensten kraftbetätigten Gebäudeverschlüssen, natürlich auch bei Kipp- oder Schwenktoren oder auch bei
anderen durch Verschwenkbewegung verschließbaren Gebäudeverschlüssen, auch an anderen Meßstellen, beispielsweise
in anderen Höhen - wie von den EU-Normen vorgesehen -, ist die bekannte Meßvorrichtung nicht universell genug
einsetzbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Haltevorrichtung sowie eine eine solche Haltevorrichtung aufweisende Meßvorrichtung
derart zu verbessern, daß genaue Messungen von Schließkräften von verschiedenen kraftbetätigten Gebäudeverschlüssen
an verschiedenen vorbestimmten Meßstellen durchführbar sind.
Zum Lösen dieser Aufgabe umfaßt eine Haltevorrichtung der eingangs erwähnten Art eine Halteeinrichtung zum Festhalten
des Kraftsensors an einer in der Anordnung relativ zu einer die Gebäudeöffnung, welche durch den kraftbetätigten
Gebäudeabschluß zu verschließen ist, begrenzenden Berandungskante - insbesondere zur unteren Schließ- oder
Berandungskante einer Toröffnung - vorbestimmt festgeleg-
ten Meßstelle und eine Winkeleinstelleinrichtung, die ein Einstellen eines Befestigungswinkel, unter dem der
Kraftsensor an der Meßstelle festgehalten wird, zum Anpassen des Befestigungswinkel an eine Schließbewegungsrichtung
eines kraftbetätigten Gebäudeflügels, insbesondere eines Torblatts, an der vorbestimmten Meßstelle erlaubt.
Die Halteeinrichtung hält den Kraftsensor, der in Form des eingangs erwähnten Handmeßgeräts oder auch in der
Haltevorrichtung integriert vorliegen kann, an einer gewünschten vorbestimmten Meßstelle und wirkt dort als Gegenlager,
so daß auch an weiter von der Berandungskante entfernten Meßstellen gemessen werden kann. Solche Meßstellen
können wie bei nach vorne aus der Toröffnung hinaus schwingenden Garagentoren auch im freien Raum vor der
Toröffnung liegen. Als Fixpunkt, von der aus die Position der Meßstelle festgelegt wird, so daß diese Position in
Meßprotokollen angegeben werden kann, dient dabei die Berandungskante, zu der hin sich das Tor oder dergleichen
schließt, also bei normalen Garagentoren die untere Berandungskante oder Schließkante der Toröffnung. Selbstverständlich
ist die so erfindungsgemäß ausgebildete Haltevorrichtung auch zum Messen von Schließkräften an seitlich
kraftbetätigt schwenkbaren Türen, Toren oder dergleichen Gebäudeverschlüssen verwendbar, wobei dann die
seitliche Berandungskante oder Schließkante, zu der sich das Torblatt oder dergleichen hin schließt, als Fixpunkt
dienen kann.
Die erfindungsgemäße Haltevorrichtung weist weiter eine Winkeleinstelleinrichtung auf, mittels der der Kraftsen-
sor an der Meßstelle entsprechend der Schließbewegung an dieser Meßstelle ausgerichtet werden kann. Der Winkel, um.
den der Kraftsensor zum Anpassen eingestellt wird, liegt bevorzugt in einer senkrecht zum Torblatt oder dergleichen
verlaufenden Bewegungsebene. Bei Schwingtoren wird der Kraftsensor bei Meßstellen nahe am Schließpunkt steiler
und bei Meßstellen, die der Mitte der Schließbewegung entsprechen, flacher eingestellt. Bei solchen von oben
nach unten schwenkenden Toren ist also der Befestigungswinkel in einer senkrechten (lotrechten) Ebene einstellbar.
Bei seitlich schwenkenden Toren wäre der Befestigungswinkel in einer horizontalen Ebene einzustellen, also
je nach Schließbewegungsrichtung des Torblattes oder dergleichen Gebäudeverschlußflügeis.
Vorzugsweise umfaßt die Halteeinrichtung ein Tragelement, an welchem der Kraftsensor befestigt oder befestigbar
ist, und eine vorzugsweise an der Berandungskante oder einer daran anschließenden Wandung abstützbare Stützeinrichtung,
an welcher das Tragelement derart befestigt oder befestigbar ist, daß der Meßpunkt des Kraftsensors
an der vorbestimmten Meßstelle zu liegen kommt. Um beispielsweise Handmeßgeräte wie das eingangs erwähnte oder
sonstige bereits bestehende Meßgeräte oder Sensorteile von Meßgeräten als Kraftsensor verwenden zu können, ist
bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß das Tragelement ein Sensorbefestigungselement
zum lösbaren Befestigen des Kraftsensors - insbesondere durch Verklemmen - aufweist. Mittels des Sensorbefestigungselement
wird eine schnelle sowie sichere, unverrückbare Aufnahme des eingangs erwähnten „Meßknochens"
(Handmeßgeräts) KMG W-2000 (SC) oder von vergleichbaren
Meßgeräten oder Kraftsensoren gewährleistet.
Das Tragelement weist bevorzugt eine Tragplatte auf, die den Kraftsensor oder ein den Kraftsensor aufweisendes
Meßgerät oder dergleichen und insbesondere das eingangs erwähnte Handmeßgerät unterstützt. Damit sich der
Kraftsensor oder das Meßgerät auf der Tragplatte nicht Verschieben kann, ist weiter bevorzugt, daß an der Tragplatte
eine Verschiebeverhinderungseinrichtung vorgesehen ist, die ein Verschieben oder ein Verrücken des auf der
Tragplatte aufliegend anzuordnenden Kraftsensors bzw. des auf der Tragplatte aufliegend anzuordnenden den Kraftsensor
aufweisenden Meßgeräts oder dergleichen auf der Tragplatte verhindert.
Die Winkeleinstelleinrichtung könnte auf verschiedene Weisen aufgebaut sein. Denkbar wäre zum Beispiel ein
feststellbares Kugelgelenk. Bevorzugt ist aber, daß die Winkeleinstelleinrichtung ein einstellbar festlegbares
Achsgelenk mit vorzugsweise parallel zu der Berandungskante anordenbarer Drehachse an dem Tragelement umfaßt,
wobei der freie Achsgelenkschenkel an der Stützeinrichtung feststellbar oder befestigt ist. Die Stützeinrichtung
sorgt dabei also für ein Gegenlager an der vorbestimmten Meßstelle. Der Winkel, unter dem gemessen werden
soll, wird dann durch Einstellen des Befestigungswinkels an dem Achsgelenk justiert, so daß das den Kraftsensor
haltende Tragelement unter dem gewünschten Befestigungswinkel oder einem dem gewünschten Winkel entsprechenden
Befestigungswinkel relativ zu der Stützeinrichtung abgewinkelt ist.
Weiter ist bevorzugt, daß die Halteeinrichtung zum Justieren oder wählbaren Vorbestimmen der Meßstelle relativ
zu der Berandungskante einstellbar ist, um so mehrere Meßstellen mit der gleichen Halteeinrichtung, beispielsweise
mit dergleichen Stützeinrichtung ausmessen zu können, wobei die Halteeinrichtung nur entsprechend eingestellt
werden muß. Bevorzugt umfaßt die Halteeinrichtung hierzu eine Längeneinstelleinrichtung zum Einstellen eines
Längsabstandes der Meßstelle von der Berandungskante in Richtung senkrecht zur Ebene der zu verschließenden
Gebäudeöffnung von dieser weg. Soll zusätzlich die Halteeinrichtung in der Meßhöhe einstellbar sein, ist auch bevorzugt,
daß die Halteeinrichtung eine Höheneinstelleinrichtung umfaßt zum Einstellen eines HöhenabStandes der
Meßstelle von der Berandungskante oder vom Boden. Bevorzugt ist die Halteeinrichtung so einstellbar, daß Meßstellen,
die gemeinsam in der Bewegungsebene des zu vermessenden Gebäudeverschlußflügels liegen, bedient werden
können. Der Höhenabstand gibt dabei an, wie hoch die Meßstelle über der Berandungskante oder über dem Boden angeordnet
ist. Der Längsabstand gibt die hierzu senkrechte Koordinate an, nämlich wie weit die Meßstelle von der Gebäudeöffnung
entfernt angeordnet ist mit der Berandungs- oder Schließkante der Gebäudeöffnung als bevorzugtem Bezugspunkt.
Anstatt oder zusätzlich zu der Höhen- oder der Längeneinstellung wäre auch eine Seitenabstandseinstelleinrichtung
denkbar, mittels der ein seitlicher Abstand der Meßstelle zu einer seitlichen Berandungskante einstellbar
ist. Dies ist insbesondere wünschenswert, wenn seitlich schwenkenden Tore oder dergleichen vermessen
werden sollen, so daß für stets nachvollziehbare Messun-
gen eine definiert seitlich einstellbare Halteeinrichtung, beispielsweise mit der seitlichen Berandungs- oder
Schließkante als Fix- oder Bezugspunkt, wünschenswert ist.
Es ist weiter bevorzugt, daß die Längeneinstelleinrichtung an der Stützeinrichtung ausgebildet ist und eine
senkrecht zur Ebene der zu verschließenden Gebäudeöffnung verlaufend und sich an der Berandungskante oder der daran
anschließenden Wandung abstützend anordenbare erste Schiene umfaßt, an welcher ein das Tragelement tragendes
Zwischenelement verschiebbar festlegbar ist. Diese erste
Schiene ist also - zumindest in der horizontalen Richtung - an der Berandungskante abgestützt. Sie kann dabei auf
dem vor der Öffnung liegenden Boden aufliegend ausgebildet sein. Da dieser meist nicht so eben ist, wie das für
Messungen erwünscht ist, ist eine einstellbare Bodenabstützeinrichtung oder Nivelliereinrichtung vorteilhaft.
Insbesondere wenn die erste Schiene sehr lang ist, könnte sie sich durch die bei der Messung auftretenden Schließkraft
nach unten durchbiegen, was die Messung fehlerhaft machen könnte. Um dies zu verhindern ist bei einer weiteren
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wenigstens ein vorzugsweise verschiebbares Zusatzstützelement zum
Abstützen der ersten Schiene während des Meßvorganges am Boden vorgesehen. Wird es verschiebbar gehalten, so kann
es immer in der Nähe des Angriffspunkts des Zusatzelements angeordnet werden. Bevorzugt ist die erste Schiene
so lang, daß individuell Längeneinstellungen bis zu 750 mm von der Schließkante der Gebäudeöffnung entfernt einstellbar
sind, so daß die Zusatzstützeinrichtung schon sehr hilfreich sein kann.
Bei einer bevorzugten Ausführung umfaßt das Zwischenelement zum Schaffen der Höheneinstelleinrichtung eine senkrecht
zu der ersten Schiene verlaufende zweite Schiene oder ist als eine solche ausgebildet, an welcher zweiten
Schiene das Tragelement verschiebbar festlegbar ist. Durch eine solche zweite Schiene ist die Höheneinstelleinrichtung
in einfacher Weise realisierbar. Bevorzugt ist die zweite Schiene so ausgebildet, daß Meßhöhen in
einem Bereich von etwa 50 bis 300 mm individuell einstellbar sind. Es ist darüber hinaus auch denkbar, mittels
einer dritten Schiene, die zwischen dem Tragelement und der zweiten Schiene oder zwischen der ersten Schiene
und der zweiten Schiene mit entsprechenden verschiebbaren Halterungen dazwischen ausgebildet sein könnte, die oben
erwähnte Seitenabstandseinstelleinrichtung zu realisieren.
Eine noch größere Einstellmöglichkeit an ganz individuelle Gebäudeverschlußgestaltungen wird wie bei einer weiteren
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, ermöglicht durch eine Verdreheinrichtung zum Verdrehen
der Ausrichtung des Kraftsensors um eine senkrecht zu der Gebäudeöffnung anzuordnenden Verdrehachse. Die Verdreheinrichtung
erlaubt gemäß einer Weiterbildung von ihr eine Verdrehung des Zwischenelements um eine die senkrecht zur Gebäudeöffnung anzuordnende Verdrehachse bildende
Mittelachse der ersten Schiene und Feststellen des Zwischenelements
in einer gewünschten verdrehten Ausrichtung.
Hierzu ist die erste Schiene gemäß noch einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung zum Bilden der Verdreheinrichtung im Querschnitt kreisförmig und
der Ausrichtung des Kraftsensors um eine senkrecht zu der Gebäudeöffnung anzuordnenden Verdrehachse. Die Verdreheinrichtung
erlaubt gemäß einer Weiterbildung von ihr eine Verdrehung des Zwischenelements um eine die senkrecht zur Gebäudeöffnung anzuordnende Verdrehachse bildende
Mittelachse der ersten Schiene und Feststellen des Zwischenelements
in einer gewünschten verdrehten Ausrichtung.
Hierzu ist die erste Schiene gemäß noch einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung zum Bilden der Verdreheinrichtung im Querschnitt kreisförmig und
insbesondere als Zylinderrohr oder Zylinderstab ausgebildet.
Das Zwischenelement ist dabei mittels einer vorzugsweise
eine Klemmschraube aufweisenden Verschiebbefestigungseinrichtung
gegen Längsverschiebung und Verdrehung
um die Mittelachse lösbar festlegbar.
gegen Längsverschiebung und Verdrehung
um die Mittelachse lösbar festlegbar.
Wird eine Kraftmeßvorrichtung zum Messen von Schließkräften von kraftbetätigten Toren, insbesondere von kraftbetätigten
Kipp- oder Schwenktoren, die einen Kraftsensor hat, mit einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung ausgestattet,
so ist damit ein Meßgerät zum genauen Messen von Schließkräften an verschiedenen Meßstellen bei verschieden
ausgeführten kraftbetätigten Gebäudeverschlüssen also z.B. bei Kipptoren, Schwenktoren, Rolltoren, Fenstern,
Türen und dergleichen mehr - geschaffen. Mit einer solchen Meßvorrichtung können auch die eingangs erwähnten
EU-Normen bei verschiedensten Toren erfüllt werden. Alles in allem ist eine solche Kraftmeßvorrichtung für alle bekannten
Torarten zur Messung von Schließkräften zu gebrauchen.
Die Haltevorrichtung oder die eine solche aufweisende Kraftmeßvorrichtung sind bevorzugt transportabel ausgeführt,
so daß sie problemlos bei jedem Bauvorhaben zum Einsatz kommen können.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Darin
zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht, die eine Haltevorrichtung für einen Kraftsensor zum Messen
11
von Schließkräften symbolisch in zwei ihrer Arbeitsstellungen an einem kraftbetätigten Garagenschwingtor,
Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht des rechten Bereichs von Fig. 1, die eine erste Arbeitsstellung der
Haltevorrichtung zeigt,
Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht des linken Bereichs von Fig. 1, die eine zweite Arbeitsstellung der
Haltevorrichtung zeigt,
Fig. 4 eine vergrößerte teilweise weggebrochene Seitenansicht
einer Ausführungsform einer zum Halten eines den Kraftsensor aufweisenden Handmeßgerät
geeigneten Tragplatte zusammen mit dem Handmeßgerät,
Fig. 5 eine teilweise weggeschnittene Draufsicht auf die das Handmeßgerät haltende Tragplatte nach
Fig. 4, und
Fig. 6 eine Fig. 3 entsprechende Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Haltevorrichtung.
In Fig. 1 ist eine Haltevorrichtung 10 für einen Kraftsensor 12 zum Messen von Schließkräften von kraftbetätigten
Toren symbolisch in zwei Arbeitsstellungen A und A' an einem Garagenschwingtor gezeigt. Die Haltevorrichtung
10 dient dazu, den Kraftsensor 12 an verschiedenen vorbestimmten Meßstellen Mi und M2 zum Messen von
Schließkräften eines Torblattes 14, das kraftbetätigt zum
Schließen auf eine Toröffnung 16 hin schwingt, festzuhalten.
Die Haltevorrichtung 10 wird im wesentlichen durch eine Halteeinrichtung 18 gebildet, die aus einem Tragelement
20, an welchem der Kraftsensor 12 befestigbar ist, und einer Stützeinrichtung 22 besteht. Das Tragelement 20
weist eine Tragplatte 24 auf, auf der der Kraftsensor 12 montierbar ist. Hierzu ist die Tragplatte auf der oberen
Seite mit einem Sensorbefestigungselement 2 6 in Form eines Haltebügels 28 mit einer Spannschraube 30 versehen.
Der Haltebügel 28 und die Spannschraube 30 sind so ausgebildet, daß ein Mittelteil 31 eines den Kraftsensor 12
aufweisenden im Handel erhältlichen Handmeßgeräts 34 zur Bestimmung von dynamischen und statischen Kräften an
Schließkanten von Türen und Toren eingesetzt und festgehalten werden kann, wie z.B. das Handmeßgerät mit der Bezeichnung
KMG W-2000(SC) der Firma Gesellschaft für phys. Technologie und Elektronik mbH, Viersen, Bundesrepublik
Deutschland, das in der Produktbeschreibung „KMG W-2000
(SC)w näher erläutert wird. Auf diese Produktbeschreibung
wird zur näheren Darstellung ausdrücklich Bezug genommen. Natürlich können durch das Sensorbefestigungselement 26
auch andere Kraftsensoren oder Handmeßgeräte befestigt werden. In nicht dargestellten Ausführungsformen weist
die Tragplatte 24 einen eigenen Kraftsensor auf, der integral mit ihr ausgeführt ist oder lösbar (z.B. mittels
Schraubbefestigungen) oder unlösbar (Verkleben, Verschweißen. ..) mit ihr verbunden ist.
In den Fig. 4 und 5 ist eine Aus führungs form der Tragplatte 24 genauer gezeigt, bei der eine Verschiebeverhin-
derungseinrichtung 7 8 ein Verschieben oder Verrücken des Handmeßgeräts 34 und damit des Kraftsensors 12 auf der
Tragplatte 24 verhindert. Das Handmeßgerät 34 ist auf der der sensitiven Fläche des Kraftsensors 12 entgegengesetzten
Seite mit zwei Vertiefungen oder Senken 82 versehen. Diese bilden zusammen mit zwei auf der Tragplatte 24
festgeschraubten, in die Senken 82 jeweils eingreifenden Bolzen 80 die Verschiebeverhinderungseinrichtung 78. An
dem Handmeßgerät 34 (Unterseite) befinden sich also Senkungen oder Senken 82 (Durchmesser ca. 13 mm) . Die zwei
Bolzen 80 (Durchmesser ebenfalls ca. 13 mm, so daß sie im wesentlichen spielfrei in die Senken 82 passen), die an
der Halteplatte 24 befestigt sind und beim Aufstecken des Handmeßgeräts 34 in die Senken 82 eingeführt werden, machen
ein Verschieben des Handmeßgeräts 34 unmöglich. Die Spannschraube 30 und der Haltebügel 28 sind dabei so bemessen,
daß bei hochgedrehter Spannschraube 30 eine Einführung des Mittelteils 31 des Handgeräts 34 über die
Bolzen 80 hinweg und auch ein Festklemmen des Mittelteils 31 des aufgesteckten Handgeräts 34 durch Festdrehen der
Spannschraube 30 möglich ist.
Gemäß den Fig. 1 bis 3, auf die nun wieder Bezug genommen wird, weist die Tragplatte 24 auf der der Seite, auf welcher
der Kraftsensor 12 oder das Handmeßgerät 34 befestigbar ist, entgegengesetzten (unteren) Seite eine Winkeleinstelleinrichtung
32 auf, mittels der der Befestigungswinkel ßi oder ß2, unter dem die Tragplatte 24 an
der jeweiligen Meßstelle Mi bzw. M2 angepaßt an die dort
vorherrschende Schließbewegungsrichtung Rx bzw. R2 des
Torblatts 14 ausgerichtet ist, eingestellt werden kann.
Die Winkeleinstelleinrichtung 32 weist ein Achsgelenk 33 auf, dessen erster Achsgelenkschenkel 36 integral mit der
Tragplatte 24 ausgeführt ist. Der zweite Achsgelenkschenkel 38, der feststellbar verdrehbar um eine Achse oder
Drehachse 4 0 relativ zu dem ersten Achsgelenkschenkel 3 6 ist, weist eine Befestigung in Form einer Spannbefestigungsschraube
64 zum verschiebbar einstellbaren Befestigen des Tragelements 20 an einem Zwischenelement 42 der
Stützeinrichtung 22 auf.
Die Stützeinrichtung 22 umfaßt eine erste, horizontal anzuordnende
Schiene 44 und eine zweite, rechtwinkelig zu der ersten Schiene 44 angeordnete Schiene 4 6, die im wesentlichen
das Zwischenelement 42 bildet.
Die erste Schiene 44 ist an ihren beiden Enden mit Abstützeinrichtungen
48 und 50 versehen. Die Abstützeinrichtungen 48, 50 dienen zum Abstützen der Halteeinrichtung
18 am Boden 60 vor der Toröffnung 16 und sind, um Unebenheiten oder Gefälle oder dergleichen auszugleichen,
mit einstellbar ein- oder ausfahrbaren Abstützbolzen oder Nivellierbolzen 52 versehen. Außerdem ist auf der ersten
Schiene 44 ein verschiebbares Zusatzstützelement 54 gehalten, dessen Position an der ersten Schiene 44 wählbar
mittels einer Spannschraube 56 feststellbar ist. Das Zusatzstützelement 54 weist eine Bodenplatte 58 auf, mittels
der es sich zum Unterstützen eines Mittelteils der ersten Schiene 44 am Boden 60 abstützen kann. Die zweite
Schiene 46 ist mittels einer Verschiebbefestigungseinrichtung 62 verschiebbar an der ersten Schiene 44 gehalten.
An der zweiten Schiene 4 6 ist der zweite Achsgelenkschenkel 38 an einer durch Verschieben wählbaren Position
befestigbar. Hierzu ist der zweite Achsgelenkschenkel 38 mit der Spannbefestigungsschraube 64 versehen.
Da sich die zweite Schiene 4 6 (auch) in lotrechter Richtung nach oben erstreckt, ist durch die Verschiebbarkeit
des Tragelements 20 an der zweiten Schiene 4 6 eine Höheneinstelleinrichtung
66 geschaffen, mittels der die Meßhöhe oder der Höhenabstand Hi oder H2 der Meßstelle Mi bzw.
M2 vom Boden 60 aus z.B. im Bereich zwischen 50 und 300
mm, ganz individuell eingestellt werden kann.
Durch die an der ersten Schiene 44 verschiebbare zweite Schiene 4 6 ist außerdem eine Längeneinstelleinrichtung 68
geschaffen, mittels der der Längsabstand Li oder L2 der
Meßstelle Mi bzw. M2 von einer unteren Berandungskante,
der Schließkante 70, der Toröffnung 16 auf bis zu etwa 750 mm ganz individuell einstellbar ist.
In vergleichbarer Weise könnte bei nicht dargestellten Ausführungsformen eine Seitenabstandseinstelleinrichtung
durch eine dritte Schiene gebildet sein, die ebenfalls wie die erste Schiene 44 in einer horizontalen Ebene,
aber senkrecht zu der in den Fig. dargestellten ersten Schiene 44, d.h. in die Zeichnungsebene hinein oder heraus
verläuft und zusätzlich zu den beiden Schienen 44, 4 6 angeordnet ist oder eine dieser Schienen 44, 46 ersetzt.
In Fig. 6 ist eine Aus führungs form der Halteeinrichtung näher erläutert, die eine Verdreheinrichtung 86 aufweist,
durch die die Ausrichtung des Kraftsensors 12 (auch) durch Verdrehung um eine senkrecht zur Toröffnung 16 anzuordnende
Verdrehachse den am Bauort individuell gegebe-
nen Bedingungen angepaßt werden kann. Zum Bilden der Verdreheinrichtung
78 ist die erste Schiene 44 im Querschnitt nicht eckig, sondern rund ausgeführt. Die erste
Schiene 44 wird dabei durch ein Zylinderrohr 84 (möglich ist auch ein Zylinderstab) mit einer Mittelachse MA gebildet.
Die Verschiebbefestigungseinrichtung 62 an der das Zwischenelement 42 bildenden zweiten Schiene 4 6 ist
so ausgebildet, daß die zweite Schiene 46 einerseits um die Mittelachse MA als Verdrehachse wenn gewünscht verdrehbar
ist und somit auch in anderer Ausrichtung als in der oben erwähnten lotrechten Ausrichtung anordenbar ist,
andererseits an dem die erste Schiene 44 bildenden Zylinderrohr 84 wie oben erwähnt verschiebbar ist. Beide Einstellungen
der Anordnung der zweiten Schiene 46 relativ zu der ersten Schiene 44 sind durch die Verschiebbefestigungseinrichtung
62 lösbar feststellbar, um die Messung durchführen zu können. Hierzu weist die Verschiebbefestigungseinrichtung
62 insbesondere eine (nicht dargestellte) Klemmeinrichtung in Form einer Klemmschraube oder
dergleichen auf.
Aus Darstellungszwecken ist in Fig. 1 die Haltevorrichtung 10 in zwei Arbeitsstellungen A und A' dargestellt,
die sich dadurch unterscheiden, daß die zweite Schiene 4 6 längsverschoben ist, das Tragelement 20 an der zweiten
Schiene 4 6 höhenverschoben ist und unterschiedliche Befestigungswinkel ßi und ß2 an der Winkeleinstelleinrichtung
32 eingestellt sind. Die zweite Schiene 44 mit ihren daran angeordneten Elementen sowie das Garagentorblatt 14
sind somit in der symbolhaften Darstellung zweimal darge-
stellt, obwohl sie tatsächlich normalerweise nur einmal
vorhanden sind.
Die Funktion der Haltevorrichtung 10 wird im folgenden anhand der Fig. 2 und 3, die jeweils vergrößerte Darstellungen
der die beiden Arbeitsstellungen A und A' darstellenden Bereiche aus Fig. 1 zeigen, erläutert.
Soll eine Schließkraftmessung an dem kraftbetätigten aus
der Toröffnungsebene zum Öffnen und Schließen hinaus schwingenden Torblatt 14 in einer vorbestimmten Meßhöhe
Hi gemessen werden, so wird die Halteeinrichtung 18 in der Arbeitsstellung A verwendet. Zum Einstellen dieser
Arbeitsstellung A wird zunächst das Handmeßgerät 34 mit seinem Mittelteil mittels der Sensorbefestigungseinrichtung
26 auf der Tragplatte 24 befestigt. Am Torblatt 14 wird die Schließbewegungsrichtung Ri bestimmt, in der
sich das Torblatt 14 bewegt, wenn sich eine Schließkante 74 des Torblatts 14 in der Meßhöhe Hx befindet. In dieser
Meßhöhe H1 ist die Schließkante 74 des Torblatts 14 mit
dem Längsabstand L1 von der Schließkante 70 der Toröffnung
16 entfernt. Angenommen, die Schließbewegungsrichtung R1 hat einen Schließbewegungswinkel &agr;&idigr; zur Lotrechten
so wird an der Winkeleinstelleinrichtung 32 durch Verdrehen der Achsgelenkschenkel 36 und 38 zueinander um
die Drehachse 40 der Befestigungswinkel ßi zur Senkrechten
eingestellt. Da die Schließkraft an der Schließkante 74 des Torblatts 14 gemessen werden soll und nicht an einer
Fläche des Torblatts 14, wird der Befestigungswinkel ßi geringfügig kleiner gewählt als der Schließbewegungs-
winkel &agr;&idigr;, so daß das Torblatt 14 an seiner Schließkante
74 durch den Kraftsensor 12 aufgefangen werden kann.
Die Haltevorrichtung 10 wird so an der Toröffnung 16 angeordnet, daß sich die Stützeinrichtung 22 mit dem freien
Ende der ersten Abstützeinrichtung 48 an der Schließkante 70 der Toröffnung 16 abstützt und die erste Schiene 44
senkrecht zur Türöffnungsebene in Richtung von dieser weg nach vorne verläuft. Bei einer solchen Ausrichtung der
Haltevorrichtung 10 verläuft die Drehachse 40, um die der Befestigungswinkel ßi einstellbar ist, parallel zu den
Schließkanten 70 und 74.
Die Längeneinstelleinrichtung 68 und die Höheneinstellung 66 (und gegebnenfalls die Verdreheinrichtung 86) werden
durch Verschieben (Verdrehen) und Festlegen der entsprechenden Teile 62 und 38 an den jeweiligen Schienen 44 und
46 so eingestellt, daß ein in der Mitte einer Druckfläche 72 des Kraftsensors 12 angeordneter Meßpunkt 7 6 (oder genauer
eine Meßgerade, da ja an einer Kante 74 gemessen wird) die Koordinaten der Meßstelle Mi, also die Meßhöhe
oder der Höhenabstand Hi vom Boden und den Längenabstand Li von der Schließkante 70 der Toröffnung 16 aufweist, so
daß die Schließkante 74 des Torblatts 14 an der Meßstelle Mi auf den Meßpunkt 7 6 trifft.
Ist die Haltevorrichtung 10 mit dem Handmeßgerät 34 so in der Arbeitsstellung A eingestellt, kann die Messung
durchgeführt werden. Hierzu wird ein Schließvorgang des Torblattes 14 durchgeführt. Als Zeitpunkt t0 kann dabei
der Beginn des Schließvorgangs gewählt werden. Das mit
seinem Meßpunkt 7 6 durch die Halteeinrichtung 18 an der Meßstelle M1 gehaltene Handmeßgerät 34 registriert die
Zeit ti und die Kraft F1, in bzw. mit der die Schließkante
74 des Torblatts 14 an der Meßstelle M1 auf die Druckfläche
72 auftritt.
Ganz entsprechend wird bei einer Messung an der Meßstelle M2 verfahren, deren Meßhöhe H2 z.B. durch Normvorschriften
oder dergleichen vorbestimmt ist und deren Längsabstand L2 durch die Schließkante 74 des Torblatts 14 bestimmt
wird, wenn sie sich in der Meßhöhe H2 befindet. Bei der in Fig. 3 und auch in Fig. 6 näher dargestellten
Arbeitsstellung A' , die zur Messung an der Meßstelle M2
eingestellt wird, wird demgemäß die Halteeinrichtung 18 mittels der Winkeleinstelleinrichtung 32, der Längeneinstelleinrichtung
68 und der Höheneinstelleinrichtung 66 und gegebenenfalls mit der Verdreheinrichtung 8 6 so eingestellt,
daß der Meßpunkt 7 6 um den Befestigungswinkel ß2 zur Lotrechten geneigt sich an der Meßstelle M2 befindet.
Der Befestigungswinkel ß2 wird dabei durch die
Schließbewegungsrichtung R2 des Torblattes 14 bestimmt,
die, wenn sich die Schließkante 74 in der Meßhöhe H2 befindet,
mit einem Schließbewegungswinkel <x2 zur Lotrechten
geneigt ist. Der Befestigungswinkel ß2 wird wiederum etwas kleiner gewählt als der Schließbewegungswinkel Ct2.
Durch die in der Arbeitsstellung A' eingestellte Haltevorrichtung lassen sich mit dem Handmeßgerät 34 die Zeit
t2 und die Kraft F2 bestimmen, in, bzw. mit der die
Schließkante 74 des Torblatts 14 an der Meßstelle M2 auf
die Druckfläche 72 auftrifft. Bewegt sich das Torblatt 14 nicht exakt lotrecht nach unten, wie dies bei der vorher-
gehenden Beschreibung angenommen worden ist, oder ist der
Boden 60 in Richtung längs zur Berandungskante 70 (in die Bildebene der Fig. 1 hinein oder hinaus) abschüssig, so
könnte die Haltevorrichtung 10 auch in solchen Fällen durch Einstellung an der Verdreheinrichtung 86 optimal
eingestellt werden.
In einer nicht dargestellten Ausführungsform sind die
Einstelleinrichtungen 32, 66 und 68 und gegebenenfalls auch 86 mit Skalierungen versehen, mittels der die Einstellungen
bequemer erfolgen können.
Als Bezugspunkt für die Meßhöhe Hi oder H2 ist in den
Fig. der Boden 60 angegeben (die Höhen Hi und H2 geben
also jeweils den Höhenabstand vom Boden an). Nun ist der Boden 60 vor den meisten Toröffnungen nicht so horizontal
und eben verlaufend wie in den Fig. vor der Toröffnung 16 dargestellt. In diesen wohl am häufigsten vorkommenden
Fällen kann als Bezugspunkt für die Meßhöhe Hi bzw. H2
eine bestimmte Stelle der Schließkante 70 der Toröffnung 16 oder ein an diese Schließkante 70 anstoßendes Bodenstück
dienen. Die erste Schiene 44 wird dann beispielsweise mit Hilfe einer Wasserwaage oder dergleichen durch
die Nivellierbolzen 52 möglichst exakt horizontal in einer zu dem gewählten Bezugspunkt definierbaren Meßhöhe
eingestellt, so daß eine exakte Höheneinstellung möglich ist. Mit Hilfe einer Wasserwaage kann auch an der Verdreheinrichtung
86 eine exakt senk- oder lotrechte Ausrichtung der zweiten Schiene 4 6 erfolgen. Eine oder mehrere
solcher Wasserwaagen können auch bereits in der Halteeinrichtung 18 integriert sein. Genauso kann bei einer nicht
dargestellten Ausführung durch eine die Anlage an die
Schließkante 70 der Toröffnung anzeigende Anzeige, z.B. einen Pfeil oder dergleichen, an der Abstützeinrichtung
4 8 der Bezugspunkt bestimmt werden.
Zur Unterstützung der ersten Schiene 44' wrrd, wenn die
Verschiebbefestigungseinrichtung 62 wie bei der Arbeitsstellung A weiter entfernt von den Abstützeinrichtungen
48, 50 eingestellt ist, das Zusatzstützelement 54 nahe der zweiten Schiene 4 6 am Boden 60 abstützend angeordnet,
so daß keine Meßungenauigkeiten durch gröbere Durchbiegungen der ersten Schiene 44 entstehen.
Wesentliche Aspekte der hier beschriebenen Haltevorrichtung 10 und der damit gebildeten Kraftmeßvorrichtung werden
im folgenden anhand der Darstellung in Fig. 1 noch einmal zusammengefaßt:
Hörmann KG Antriebstechnik Carl-Bosch-Str. 1
33790 Halle i. Westfalen
F 14.711 G-DE sk/sk
| 10 | Haltevorrichtung | 48 | erste Abstützeinrich |
| 12 | Kraftsensor | tung | |
| 14 | Torblatt | 50 | zweite Abstützein |
| richtung | |||
| 16 | Toröffnung | 52 | Nivellierbolzen |
| 18 | Halteeinrichtung | 54 | Zusatzstützelement |
| 20 | Tragelement | 56 | Spannschraube |
| 22 | Stützeinrichtung | 58 | Bodenplatte |
| 24 | Tragplatte | 60 | Boden |
| 26 | Sensorbefestigungs- | 62 | Verschiebbefesti- |
| element | gungseinrichtung | ||
| 28 | Haltebügel | 64 | Spannbefestigungs |
| 30 | Spannschraube | schraube | |
| 31 | Mittelteil | 66 | Höheneinstelleinrich |
| 32 | Winkeleinstellein | tung | |
| richtung | 68 | Längeneinstellein | |
| 33 | Achsgelenk | richtung | |
| 34 | Handmeßgerät | 70 | Schließkante der Tor öffnung |
| 36 | erster Achsgelenk schenkel |
72 | Druckfläche |
| 38 | zweiter Achsgelenk schenkel |
74 | Schließkante des Tor blatts |
| 40 | Drehachse | 76 | Meßpunkt |
| 42 | Zwischenelement | 78 | Verschiebeverhinde- |
| rungseinrichtung | |||
| 44 | erste Schiene | ||
| 80 | Bolzen | ||
| 46 | zweite Schiene |
| 82 | Senke |
| 84 | Zylinderrohr |
| 86 | Verdreheinrichtung |
| A | erste Arbeitsstellung |
| A' | zweite Arbeitsstel lung |
| Mi | Meßstelle |
| M2 | Meßstelle |
| &agr;&khgr; | Schließbewegungs- winkel |
| &agr;&idigr; | Schließbewegungs- winkel |
| Ri | Schließbewegungs- richtung |
| R2 | Schließbewegungs- richtung |
| ßl | Befestigungswinkel |
| ß2 | Befestigungswinkel |
| Li | Längsabstand |
| L2 | Längsabstand |
| Hi | Höhenabstand (Meßhöhe) |
| H2 | Höhenabstand (Meßhöhe) |
| MA | Mittelachse |
Claims (18)
1. Haltevorrichtung für einen Kraftsensor (12) zum. Messen
von Schließkräften von kraftbetätigten Gebäudeverschlüssen, insbesondere von kraftbetätigten Toren,
gekennzeichnet durch
gekennzeichnet durch
eine Halteeinrichtung (18) zum Festhalten des Kraftsensors (12) an einer in der Anordnung relativ zu einer die
Gebäudeöffnung, welche durch den kraftbetätigten Gebäudeverschluß zu verschließen ist, begrenzenden Berandungskante
- insbesondere zur unteren Berandungskante oder Schließkante (70) einer Toröffnung (16) - vorbestimmt
festgelegten Meßstelle (Mi, M2) und
eine Winkeleinstelleinrichtung (32), die ein Einstellen eines Befestigungswinkels (ßi, ß2) , unter dem der
Kraftsensor (12) an der Meßstelle (Mi, M2) festgehalten
wird, zum Anpassen des Befestigungswinkels (ßi, ß2) an
eine Schließbewegungsrichtung (Ri, R2) eines kraftbetätigten
Gebäudeflügels, insbesondere Torblatts (14), an der vorbestimmten Meßstelle (Mi, M2) erlaubt.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteeinrichtung (18) ein Tragelement (20), an welchem der Kraftsensor (12) befestigt oder befestigbar
ist, und eine vorzugsweise an der Berandungskante (70) oder einer daran anschließenden Wandung abstützbare Stützeinrichtung
(22) umfaßt, an welcher das Tragelement (20) derart befestigt oder befestigbar ist, daß der Meßpunkt
(76) des Kraftsensors (12) an der vorbestimmten Meßstelle (Mi, M2) zu liegen kommt.
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragelement (20) ein Sensorbefestigungselement (26) zum lösbaren Befestigen des Kraftsensors (12) - insbesondere
durch Verklemmen - und/oder zum schnellen sicheren, unverrückbaren Aufnehmen eines handelsüblichen
den Kraftsensor (12) aufweisenden Handmeßgeräts (34) aufweist .
4. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragelement (20) eine Tragplatte (24) aufweist und daß vorzugsweise an der Tragplatte (24) eine Verschiebeverhinderungseinrichtung
(78) vorgesehen ist zum Verhindern eines Verschiebens oder eines Verrückens des auf der Tragplatte aufliegend anzuordnenden Kraftsensors
(12) oder eines auf der Tragplatte aufliegend anzuordnenden den Kraftsensor (12) aufweisenden Meßgeräts oder dergleichen
auf der Tragplatte (24).
5. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4
dadurch gekennzeichnet,
daß die Winkeleinstelleinrichtung (32) ein einstellbar festlegbares Achsgelenk (33) mit vorzugsweise parallel zu der Berandungskante (70) anordenbarer Drehachse (40) an dem Tragelement (20) umfaßt, wobei der freie Achsgelenkschenkel (38) an der Stützeinrichtung (22) feststellbar oder befestigt ist.
daß die Winkeleinstelleinrichtung (32) ein einstellbar festlegbares Achsgelenk (33) mit vorzugsweise parallel zu der Berandungskante (70) anordenbarer Drehachse (40) an dem Tragelement (20) umfaßt, wobei der freie Achsgelenkschenkel (38) an der Stützeinrichtung (22) feststellbar oder befestigt ist.
6. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeic h &eegr; e t,
dadurch gekennzeic h &eegr; e t,
daß die Halteeinrichtung (18) zum Justieren oder wählbaren Vorbestimmen der Meßstelle (Mi, M2) relativ zu der
Berandungskante (70) einstellbar ist.
7. Haltevorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteeinrichtung (18) eine Längeneinstelleinrichtung (68) umfaßt zum Einstellen eines Längsabstandes (Li,
L2) der Meßstelle (Mi, M2) von der Berandungs kante (70) in
Richtung senkrecht zur Ebene der zu verschließenden Gebäudeöffnung (16) von dieser weg.
8. Haltevorrichtung nach Anspruch 7 und Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Längeneinstelleinrichtung (68) an der Stützeinrichtung (22) ausgebildet ist und eine senkrecht zur Ebene
der zu verschließenden Gebäudeöffnung (16) verlaufend und sich an der Berandungs kante (70) oder der daran anschließenden
Wandung abstützend anordenbare erste Schiene (44) umfaßt, an welcher ein das Tragelement (20) tragendes
Zwischenelement (42) verschiebbar festlegbar ist.
9. Haltevorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Längeneinstelleinrichtung (68) derart ausgebildet ist, daß Längsabstände von bis zu ca. 750 mm von der
Berandungskante (70) entfernt einstellbar sind.
10. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
gekennzeichnet durch wenigstens ein vorzugsweise verschiebbares Zusatzstützelement (54) zum Abstützen der ersten Schiene (44) während des Meßvorganges am Boden (60) .
gekennzeichnet durch wenigstens ein vorzugsweise verschiebbares Zusatzstützelement (54) zum Abstützen der ersten Schiene (44) während des Meßvorganges am Boden (60) .
11. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteeinrichtung (18) eine Höheneinstelleinrichtung (66) umfaßt zum Einstellen eines Höhenabstandes (Hi,
H2) der Meßstelle (Mi, M2) von der Berandungskante (70)
oder vom Boden (60).
12. Haltevorrichtung nach Anspruch 11 und einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zwischenelement (42) zum Schaffen der Höheneinstelleinrichtung (66) eine senkrecht zu der ersten Schiene (44) vorzugsweise in lotrechter Richtung verlaufend anzuordnende zweite Schiene (46) umfaßt, an der das Tragelement (20) verschiebbar festlegbar ist.
daß das Zwischenelement (42) zum Schaffen der Höheneinstelleinrichtung (66) eine senkrecht zu der ersten Schiene (44) vorzugsweise in lotrechter Richtung verlaufend anzuordnende zweite Schiene (46) umfaßt, an der das Tragelement (20) verschiebbar festlegbar ist.
13. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Höheneinstelleinrichtung (66) derart ausgebildet ist, daß Meßhöhen im Bereich zwischen ca. 50 und 300 mm
individuell einstellbar sind.
14. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie transportabel ist.
15. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
gekennzeichnet durch eine Verdreheinrichtung (86) zum Verdrehen der Ausrichtung des Kraftsensors (12) um eine senkrecht zu der Gebäudeöffnung anzuordnenden Verdrehachse (MA).
gekennzeichnet durch eine Verdreheinrichtung (86) zum Verdrehen der Ausrichtung des Kraftsensors (12) um eine senkrecht zu der Gebäudeöffnung anzuordnenden Verdrehachse (MA).
16. Haltevorrichtung nach Anspruch 15 und Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verdreheinrichtung (8 6) eine Verdrehung des Zwischenelements
(42) um eine die senkrecht zur Gebäudeöffnung anzuordnende Verdrehachse bildende Mittelachse (MA)
der ersten Schiene (44) und Feststellen des Zwischenelements (42) in einer gewünschten verdrehten Ausrichtung
erlaubt.
17. Haltevorrichtung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Schiene (44) zum Bilden der Verdreheinrichtung (86) im Querschnitt kreisförmig und insbesondere als
Zylinderrohr oder Zylinderstab ausgebildet ist, und
daß das Zwischenelement (42) mittels einer vorzugsweise eine Klemmschraube aufweisenden Verschiebbefestigungseinrichtung (62) gegen Längsverschiebung und Verdrehung um die Mittelachse (MA) lösbar festlegbar ist.
daß das Zwischenelement (42) mittels einer vorzugsweise eine Klemmschraube aufweisenden Verschiebbefestigungseinrichtung (62) gegen Längsverschiebung und Verdrehung um die Mittelachse (MA) lösbar festlegbar ist.
18. Kraftmeßvorrichtung zum Messen von Schließkräften von kraftbetätigten Toren, insbesondere von kraftbetätigten
Kipp- oder Schwenktoren mit einem Kraftsensor (12),
gekennzeichnet durch eine Haltevorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
gekennzeichnet durch eine Haltevorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29805722U DE29805722U1 (de) | 1998-03-14 | 1998-03-28 | Haltevorrichtung für einen Kraftsensor zum Messen von Schließkräften und damit versehene Kraftmeßvorrichtung |
| PCT/DE1999/000687 WO1999047780A1 (de) | 1998-03-14 | 1999-03-12 | Haltevorrichtung für einen kraftsensor zum messen von schliesskräften und damit versehene kraftmessvorrichtung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29804590 | 1998-03-14 | ||
| DE29805722U DE29805722U1 (de) | 1998-03-14 | 1998-03-28 | Haltevorrichtung für einen Kraftsensor zum Messen von Schließkräften und damit versehene Kraftmeßvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29805722U1 true DE29805722U1 (de) | 1999-07-22 |
Family
ID=8054157
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29805722U Expired - Lifetime DE29805722U1 (de) | 1998-03-14 | 1998-03-28 | Haltevorrichtung für einen Kraftsensor zum Messen von Schließkräften und damit versehene Kraftmeßvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29805722U1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202004013779U1 (de) * | 2004-09-04 | 2006-01-12 | Brose Fahrzeugteile Gmbh & Co. Kommanditgesellschaft, Coburg | Meßvorrichtung für einen Fensterheber |
| DE102006006270B4 (de) * | 2006-02-10 | 2012-04-05 | Marantec Antriebs- Und Steuerungstechnik Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur Parametereinstellung eines Torantriebes |
| CN108225641A (zh) * | 2017-12-21 | 2018-06-29 | 北京中软万维网络技术有限公司 | 一种闸机扇门打击力与锁止力测试装置与方法 |
| CN116625564A (zh) * | 2023-06-06 | 2023-08-22 | 广州计量检测技术研究院 | 一种用于轨道机车车门夹紧力全域测试装置 |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3150693A1 (de) * | 1981-12-21 | 1983-06-30 | Gebr. Bode & Co, 3500 Kassel | Einklemmsicherung fuer automatisch bewegte tueren |
| DE3411198A1 (de) * | 1984-03-27 | 1985-10-03 | OPTO - electronic GmbH, 7931 Unterstadion | Verfahren zur signalerzeugung und signalauswertung unter verwendung eines gummikoerpers |
-
1998
- 1998-03-28 DE DE29805722U patent/DE29805722U1/de not_active Expired - Lifetime
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Effective date: 20010710 |
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|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
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| R071 | Expiry of right |