DE29800644U1 - Ventil für Metallblasinstrumente - Google Patents
Ventil für MetallblasinstrumenteInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10D—STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10D9/00—Details of, or accessories for, wind musical instruments
- G10D9/04—Valves; Valve controls
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- Acoustics & Sound (AREA)
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- Lift Valve (AREA)
Description
Vogtländische 06705-97 Z/sch
Musikinstrumentenfabrik GmbH 15.01.1998
Gewerbepark 13
08258 Markneukirchen
Die Neuerung betrifft ein Ventil für Metallblasinstrumente sowie ein Metallblasinstrument
mit einem oder mehreren Ventilen.
Metallblasinstrumente oder Blechblasinstrumente sind üblicherweise aus Messing
gefertigt. Sie weisen üblicherweise mehrere Ventile auf, die dazu dienen, eine zusätzliche
Verlängerung auf die Grundstimmung zuzuschalten.
Zum einen kann es sich bei den Ventilen um sogenannte Perinetventile handeln, die
auch als Pumpventile bezeichnet werden. Diese Ventile werden in Längsrichtung bewegt. Sie können gegen eine Federbelastung gedrückt werden und bewirken dadurch
die Umsteuerung der Luftwege. Die Perinetventile bestehen aus einem Ventilgehäuse
und einem darin beweglichen Kolben. In dem Ventilgehäuse sind Einlaß-
und Auslaßöffnungen vorhanden. Der Kolben weist Bohrungen auf, die in jeweils verschiedenen Kolbenstellungen verschiedene Einlaß- und Auslaßöffnungen miteinander
verbinden, so daß verschiedene Luftwege aufgesteuert werden.
Zum anderen können die Ventile als Drehventile, die auch als Zylinderventile bezeichnet
werden, ausgebildet sein.
Es ist bekannt, Perinetventile, aber auch Drehventile, für Metallblasinstrumente aus
Metall zu fertigen. Perinetventile werden beispielsweise aus Edelstahl oder Monel
(eine Kupferlegierung) gefertigt oder aber aus Messing, dessen Oberfläche vernikkelt
ist, um die erforderlichen Gleiteigenschaften zu erreichen. Die Fertigung der
Ventile aus Metall ist allerdings sehr aufwendig und damit teuer.
Ventile aus Metall ist allerdings sehr aufwendig und damit teuer.
Es ist bereits versucht worden, Drehventile aus Kunststoff herzustellen, um Kosten
zu sparen. Dabei treten allerdings Schwierigkeiten auf:
In das Ventil tritt Speichel ein. Ferner bildet sich in dem Metallblasinstrument Kondenswasser,
das ebenfalls zu den Ventilen gelangt. Die Ventile werden schließlich mit Öl geschmiert. Alle drei Faktoren führen dazu, daß die Ventile angegriffen werden
und aufquellen können.
Wenn die Oberfläche angegriffen und damit auch aufgerauht wird, wird die Reibung
des Ventils bei dessen Betätigung vergrößert und damit die Leichtgängigkeit des Ventils negativ beeinflußt. Das Ventil kann nicht mehr leicht betätigt werden. Auch
durch das Aufquellen und die damit verbundenen Maßänderungen wird die Leichtgängigkeit
des Ventils negativ beeinflußt.
Ein weiteres Problem bei der Verwendung von Kunststoff liegt in dessen eingeschränkter
Temperaturbeständigkeit. Das Metall bzw. Messing, aus dem das Metallblasinstrument und dessen Ventilgehäuse gefertigt sind, hat einen bestimmten Ausdehnungskoeffizienten. Kunststoff hat einen hiervon abweichenden Ausdehnungskoeffizienten, so daß bei Temperaturänderungen einerseits die Gefahr besteht, daß das Ventil nicht mehr betätigt werden kann, andererseits, daß es undicht wird oder bereits bei der Fertigung undicht ist.
Temperaturbeständigkeit. Das Metall bzw. Messing, aus dem das Metallblasinstrument und dessen Ventilgehäuse gefertigt sind, hat einen bestimmten Ausdehnungskoeffizienten. Kunststoff hat einen hiervon abweichenden Ausdehnungskoeffizienten, so daß bei Temperaturänderungen einerseits die Gefahr besteht, daß das Ventil nicht mehr betätigt werden kann, andererseits, daß es undicht wird oder bereits bei der Fertigung undicht ist.
Hiervon ausgehend liegt der Neuerung die Aufgabe zugrunde, ein Ventil für Metallblasinstrumente
zu verbessern.
Neuerungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Ventil aus Kunststoff,
nämlich PPS oder PEEK oder PETP gefertigt ist.
Überraschend hat sich gezeigt, daß diese Kunststoffe dazu geeignet sind, für Ventile
für Metallblasinstrumente verwendet zu werden. Sie sind sowohl für Perinetventile
als auch für Drehventile geeignet.
Die neuerungsgemäßen Kunststoffe haben den Vorteil, daß zum einen die Feuchtigkeitsaufnahme
sehr gering ist und zum anderen, daß der Wärmeausdehnungskoeffizient im Bereich des Wärmeausdehnungskoeffizienten von Messing liegt. Ein weiterer
Vorteil der Verwendung derartiger Kunststoffe liegt darin, daß auf diese Weise ein sehr geringes Gewicht des Ventils erzielbar ist. Darüber hinaus sind die Kunststoffe
beständig gegen heißes Wasser sowie gegen Waschlaugen. Die ähnlichen Größen der Wärmeausdehnungskoeffizienten der eingesetzten Kunststoffe und von
Messing führen dazu, daß keine unerwünschten und möglicherweise zu einer Schädigung
führenden Wärmespannungen auftreten, was bei der Verwendung herkömmlicher Kunststoffe Probleme bereitet. Die Feuchtigkeitsaufnahme (Sättigung bei
Normalklima, 23 °C/50 % rel. Feuchte) liegt bei PPS bei 0,05 %, bei PEEK bei 0,1 %
und im Falle von PETP bei 0,25 %.
Bei der Verwendung der genannten Kunststoffe kann ferner in besonderen Anwendungsfällen
auf eine Ölschmierung verzichtet werden.
Ein wesentlicher Vorteil, der durch die Neuerung erreicht werden kann, besteht darin,
daß Kunststoff leichter als Metall ist. Hierdurch wird die Spielbarkeit des Instruments
entscheidend verbessert. Der Druck, den der Musiker bei der Betätigung des
Ventils anwenden muß, wird geringer, so daß auch die ergonomische Belastung des Musikers entsprechend geringer wird.
Ein weiterer Vorteil der neuerungsgemäßen Kunststoffe besteht darin, daß diese
wesentlich geräuscharmer sind. Die Störgeräusche der Ventile werden also reduziert.
Die Neuerung kann sowohl bei Perinetventilen als auch bei Drehventilen angewendet
werden.
Die Drehventile können dadurch hergestellt werden, daß der Kunststoff „aus dem
Vollen" bearbeitet wird. Bei der Herstellung wird also von einem Kunststoffrohling
ausgegangen, der durch Drehen und Ausfräsen des Luftdurchgangs bearbeitet wird.
Die Herstellung von Pumpventilen aus Kunststoff kann im Spritzgußverfahren erfolgen.
Hierbei werden entsprechend ausgestaltete Spritzgußformen verwendet, in denen Kerne für die Luftdurchgänge vorgesehen sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Neuerung wird nachstehend anhand der beigefügten
Zeichnung im einzelnen erläutert. In der Zeichnung zeigt die
einzige Fig. den Kolben eines Perinetventils in einer Seitenansicht.
Der Kolben 1 besteht aus Kunststoff. In den im wesentlichen zylindrischen Kolbenkörper
2 sind Bohrungen 3, 4 vorhanden.
Claims (4)
1. Ventil für Metallblasinstrumente,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventil (1) aus Kunststoff, nämlich PPS oder PEEK oder PETP gefertigt
ist.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil ein Perinetventil
ist.
3. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil ein Drehventil
ist.
4. Metallblasinstrument, gekennzeichnet durch eines oder mehrere Ventile nach
einem der Ansprüche 1 bis 3.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29800644U DE29800644U1 (de) | 1997-12-10 | 1998-01-15 | Ventil für Metallblasinstrumente |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29721855 | 1997-12-10 | ||
| DE29800644U DE29800644U1 (de) | 1997-12-10 | 1998-01-15 | Ventil für Metallblasinstrumente |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29800644U1 true DE29800644U1 (de) | 1998-03-19 |
Family
ID=8049781
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29800644U Expired - Lifetime DE29800644U1 (de) | 1997-12-10 | 1998-01-15 | Ventil für Metallblasinstrumente |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29800644U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0895221A3 (de) * | 1997-07-31 | 2000-08-23 | Wenzel Meinl GmbH | Umschaltventil für Blasinstrumente |
| WO2000052677A1 (en) * | 1999-03-03 | 2000-09-08 | Rienk Smeding | Wind instrument |
-
1998
- 1998-01-15 DE DE29800644U patent/DE29800644U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0895221A3 (de) * | 1997-07-31 | 2000-08-23 | Wenzel Meinl GmbH | Umschaltventil für Blasinstrumente |
| WO2000052677A1 (en) * | 1999-03-03 | 2000-09-08 | Rienk Smeding | Wind instrument |
| BE1012498A3 (nl) * | 1999-03-03 | 2000-11-07 | Rienk Smeding | Blaasinstrument. |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19980430 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20001025 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20031106 |
|
| R158 | Lapse of ip right after 8 years |
Effective date: 20060801 |