DE29800641U1 - Zubehörhaltevorrichtung zum Festhalten von Schlüsseln o.dgl. Schloßzubehör an einem mit einer Schloßfalle versehenen Schloß - Google Patents
Zubehörhaltevorrichtung zum Festhalten von Schlüsseln o.dgl. Schloßzubehör an einem mit einer Schloßfalle versehenen SchloßInfo
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Description
Hörmann KG Brandis
Gewerbeallee 17
04821 Brandis
Gewerbeallee 17
04821 Brandis
F 14.698 sk/sk
ZUBEHORHALTEVORRICHTUNG ZUM FESTHALTEN
VON SCHLÜSSELN ODER DERGLEICHEN SCHLOSSZUBEHÖR
AN EINEM MIT EINER SCHLOSSFALLE VERSEHENEN
SCHLOSS,
Die Erfindung betrifft eine Zubehörhaltevorrichtung zum Festhalten von Schlüsseln
oder dergleichen Schloßzubehör an einem mit einer Schloßfalle versehenen Schloß nach dem Oberbegriff des beigefügten Anspruchs 1. Außerdem betrifft die Erfindung
einen mit der Zubehörhaltevorrichtung verwendbaren Halter nach dem Oberbegriff des beigefugten Anspruchs 8 ein mit der Zubehörhaltevorrichtung versehenes Schloß
nach dem Anspruch 9 und ein mit diesem Schloß versehene Abschlußvorrichtung
nach Anspruch 10. Solche Zubehörhaltevorrichtungen werden an bekannten Schlössern
bereits verwendet, um zu verhindern, daß beim Transport der Schlösser, die beispielsweise
bereits in Türen oder andere Gebäudeabschlüsse oder andere tür- oder torähnliche Abschlußvorrichtungen vormontiert sind, die Schlüssel oder sonstigen
Zubehörteile für das Schloß verloren gehen.
Die bekannten Zubehörhaltevorrichtungen weisen Schlüsselhalter auf, die mit darin
festgeklemmtem Schlüssel zur Befestigung an dem Schloß in der Schloßfallenöfrhung
verklemmt werden. Die Schlösser werden meist bereits in die dafür vorgesehene Öff-
♦ ·
nungen im Schloßbereich eines Türblatts oder dergleichen Schließeinrichtung eingeführt,
dort aber meist noch nicht festgeschraubt. Die Schließeinrichtungen werden mit dem vormontierten Schloß meist als Einheit zusammen mit der Zarge oder dergleichen
Trageinrichtung und, um Transportkapazitäten zu sparen, meist in der Zarge oder
dergleichen Trageinrichtung eingehängt vertrieben und geliefert. Um zu verhindern,
daß in solchen Fällen die Schließeinrichtung beim Transport sich ungewollt öffnet,
d.h. zum Beispiel ein Türblatt aus der Zarge in die Offenstellung schwenkt, ist es
wünschenswert, die Schließeinrichtung in der Zarge oder dergleichen Trageinrichtung
festzuhalten, beispielsweise durch Verriegeln. Dies ist bei Verwendung bekannter Zubehörhaltevorrichtungen
nur mühsam möglich, da die Schließeinrichtung in der Fertigungs- oder Versandabteilung des Herstellers durch manuelle Betätigung eines Riegels
des Schlosses verriegelt werden muß oder aber zusätzliche Transportsicherungen angebracht werden müssen. Ein Entriegeln am Einbauort ist genauso mühsam, da ja
der Schlüssel oder das sonstige Zubehör zum Betätigen des Schlosses unzugänglich
zwischen der Schließeinrichtung und der Zarge oder dergleichen festgehalten wird.
Deswegen ist zum Entriegeln besonderes Werkzeug notwendig. Wird die Zubehörhaltevorrichtung aber woanders am Schloß angebracht, z.B. an der Oberoder
Unterseite des Schlosses, kann das Schloß nicht bei befestigter Zubehörhaltevorrichtung in die Schließeinrichtung vormontiert werden, da die
Schließeinrichtung in der Regel eine nur an das Schloß selbst angepaßte Öffnung aufweist, in die das Schloß gerade passend einschiebbar ist. Nur bei Festhalten des
Schlüssels an der Schloßfallenseite ist ein problemloses Einschieben des Schlosses mit
Zubehörhaltevorrichtung in das Türblatt oder die sonstige Schließeinrichtung möglich.
Wird der Schlüssel oder das sonstige Zubehör irgendwo sonst an der Schließeinrichtung, d.h. z.B. an einem Türblatt selbst, befestigt, so kann er bzw. es
beim Transport durch Diebstahl, Transportstöße oder dergleichen abhanden kommen.
Genauso kann das Zubehör bei bekannten Zubehörhaltevorrichtung, die an dem vormontierten Schloß an der Schloßfallenseite befestigt sind, abhanden kommen,
wenn die Schließeinrichtung, um Arbeit und Zeit bei Versand und am Bestimmungsort
zu sparen, nicht verriegelt ist und die Schließeinrichtung unbeabsichtigt während des
Transports aufspringt. In einem solchen Fall ist das Zubehör, selbst wenn es z.B.
zwischen Türblatt und Zarge untergebracht ist, wiederum frei zugänglich, es kann,
unter Umständen zusammen mit dem Schloß, gestohlen werden oder insbesondere bei harten Stoßen beim Aufspringen aus der Zubehörhaltevorrichtung herausfallen. Mit
den bekannten Zubehörhaltevorrichtungen, Haltern, Schlössern und Abschlußvorrichtungen oder Schließeinrichtungen ist also ein gemeinsamer Transport
von Zubehör und Schloß unsicher oder nur unter Aufwand bewerkstelligbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Zubehörhaltevorrichtung nach dem Oberbegriff des
Anspruch 1, einen damit verwendbaren Halter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 8,
ein mit der Zubehörhaltevorrichtung versehenes Schloß und/oder eine mit dem Schloß
versehene Abschlußvorrichtung derart weiterzubilden, daß sicheres gemeinsames
Transportieren von Schloß und Zubehör und eventuell der damit versehenen Schließeinrichtung bei einfacherer Handhabung am Herkunfts- und Zielort ermöglicht
ist.
Diese Aufgabe wird durch eine Zubehörhaltevorrichtung mit den Merkmalen des Anspruch
1 gelöst. Ein mit der Zubehörhaltevorrichtung verwendbarer Halter ist Gegenstand
des unabhängigen Anspruchs 8 . Auch das nach dem unabhängige Anspruch 9 mit der Zubehörhaltevorrichtung versehene Schloß und die nach dem Anspruch 10 mit
einem solchen Schloß vormontiert versehene Abschlußvorrichtung stellen Lösungen der Aufgabe dar.
Bei der erfindungsgemäßen Zubehörhaltevorrichtung wird ein Halter für Zubehör, wie
insbesondere einen oder mehrere Schlüssel, eine Fernbedienung für das Schloß, ein
entfernbares Schild mit einer Zahlenkombination, Riegelteile, Schloßaustauschteile,
Befestigern oder dergleichen mehr, an der Schloßfallenseite, d.h. an der Seite des
Schlosses befestigt, aus der die Schloßfalle herausragt. Darum sorgt die erfindungsgemäße Zubehörhaltevorrichtung dafür, daß das Zubehör in vormontierten
Zustand des Schlosses an einem sicheren Platz, nämlich zwischen einer Zarge oder
dergleichen Trageinrichtung und dem Schloßbereich des Türblatts oder der sonstigen
Schließeinrichtung untergebracht ist. Der Halter ist aber nicht, wie nach dem Stand
der Technik vorgesehen, mittels Einklemmen an der Schloßfalle, sondern mittels eines
Befestigers, der an dem Schloß angreift, an dem Schloß befestigt. Als Gegenlager für
den Befestiger weist die Zubehörhaltevorrichtung einen Befestigungsbereich auf, an
dem der Halter durch den Befestiger an das Schloß geschraubt, vernietet oder sonstwie
lösbar befestigt wird. Die Anordnung von Befestiger und Befestigungsbereich und die Ausmaße des Halters sind dabei derart, daß die Schloßfalle nicht überdeckt wird,
so daß die Schloßfallenfunktion ohne Behinderung ermöglicht bleibt. Anders als im
Stand der Technik kann somit die Schloßfalle zum festgehaltenen Verschließen einer
mit dem Schloß mit der Zubehörhaltevorrichtung versehenen Schließeinrichtung, d.h.
z.B. eines Wohnungs-, Keller-, Brandschutztürblatt, eines Torblatts aber auch einer
Schrank-, Werkraum- oder Maschinentür in ihrer Trageinrichtung, also zum Beispiel
im Zargenrahmen, im Schrankrahmen oder in dem Maschinengehäuse eingesetzt werden.
Das heißt, das Schloß wird in das Türblatt oder dergleichen Schließvorrichtung versehen mit der Zubehörhaltevorrichtung und dem Zubehör vormontiert (d.h. z.B.
einfach nur in die dafür vorgesehene Öfihung seitlich im Türblatt oder dergleichen
eingeschoben) und das Türblatt oder dergleichen wird in die Zarge oder dergleichen
eingesetzt und zugeschlagen. Die Schloßfalle rastet in die Schloßfallenausnehmung an
der Zarge oder dergleichen ein und dient als Transportsicherung. Zusätzliche Arbeitsgänge
wie das Betätigen eines Riegels oder das Anbringen von Transportsicherungen zum Verhindern des ungewollten Öflhens entfallen. Am Bestimmungsort kann
die Schloßfalle durch Einführen eines (meist im Lieferumfang enthaltenen) Türdrükkers
oder dergleichen Schloßfallenbetätigungseinrichtung betätigt werden, es läßt sich
so z.B. die Tür leicht öffnen und das Türblatt zur Montage der Zarge aus der Zarge
heben.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird als Befestiger
eine ohnehin am Schloß angebrachte oder anzubringende Schraube eingesetzt. Beispiele
für solche Schrauben sind die Befestigungsschrauben zum Befestigen des Schlosses an der Schließvorrichtung, eine Befestigungsschraube zum Festhalten innerer
Schloßteile wie des Schließmechanismus oder des Bundbarteinsatzes oder eine Befestigungsschraube zum Befestigen eines Schließzylinders. Schraubverbindungen
sind bevorzugt, da sie leicht gelöst und festgezogen werden können, so daß der Halter
nach dem Transport leicht entfernt und eventuell entsorgt oder wiederverwendet werden
kann. Es ist aber auch denkbar, einen an sich unlösbaren Befestiger wie eine Nietverbinder
zu verwenden. In einem solchen Fall könnte der Halter beispielsweise eine Sollbruchstelle enthalten, die ein Lösen des Halters dennoch ermöglicht. Auch bei
einer unlösbaren Befestigung ist es denkbar, ohnehin am Schloß anzubringende Befestiger zur Befestigung des Halters zu verwenden.
Selbstverständlich muß der Befestigungsbereich nicht durchbrochen sein, damit der
Befestiger ihn erfassen kann. Es ist nämlich ohne weiteres denkbar, einen Bereich als
Befestigungsbereich vorzusehen der - eventuell dünner ausgeführt - durch eine Bohrschraube
oder Mehrzweckschraube oder einen Schlagniet oder ähnliches als Befestiger durchbrochen werden kann. Bevorzugter ist aber eine Ausfuhrung, bei der der
Befestigungsbereich durch eine Ausnehmung zur Aufnahme eines Schaftes des Befestigers
vorbereitet ist, wobei der Rand der Ausnehmung als Widerlager für den Befestiger
dient, der diesen Rand mit seinem Kopf oder dergleichen Erfassungseinrichtung (denkbar wäre auch als Befestiger einen Gewindestift mit Mutter als Erfassungsein-
richtung vorzusehen) erfaßt und festhält. Wenn die Ausnehmung zusätzlich ein in der
Länge größer ausgedehntes Loch mit einem weiteren Lochbereich zur Aufnahme des Befestigerkopfes und einem engeren Lochbereich mit dem eben erwähnten Rand zum
Erfaßt-Werden durch den Kopf aufweist, ist eine besonders einfache Montage des
Halters an dem Schloß möglich. Der Befestiger wird dabei zunächst noch nicht vollständig
in dem Schloß befestigt, d.h. eine Schraube z.B. wird nur eingedreht, aber nicht festgezogen. Der Kopf (oder die sonstige Erfassungseinrichtung) kann dann bei
Anbringen des Halters durch den erweiterten Lochbereich hindurchgeruhrt werden. Der Halter wird durch Verschieben in seine endgültige Lage gebracht, wobei der Kopf
über dem Rand zu liegen kommt. Anschließend kann der Halter durch vollständiges Befestigen des Befestigers in dieser Lage fixiert werden. Vorteilhaft ist dabei eine
Senkkopfschraube mit entsprechend angepaßtem Rand vorgesehen, da dies Platz spart, der als Raum für das Zubehör nutzbar ist.
Besonders geeignet ist die Zubehörhaltevorrichtung zum Festhalten von Schlüsseln an
Schlössern. In einem solchen Fall ist der Halter in bevorzugter Ausführung ein Schlüsselhalter,
der den Schlüsseln über Klemmbacken, zwischen denen der Schlüsselschaft
oder Schlüsselbart einklemmbar ist, oder eine sonstige Klemmeinrichtung, über einen
Haken, der in ein zum Durchführen eines Schlüsselrings am Greifbereich des
Schlüssels vorgesehenes Schlüsselringloch eingehakt oder über den Greifbereich des
Schlüssels überfuhrt wird, wobei auch ein Verklemmen am Haken denkbar ist, oder
über eine Kombination dieser Haltemittel festhält. Bevorzugtes Material für den Halter sind, da dieser Halter meist als Einweghalter verwendet wird, kostengünstige
Materialen wie Kunststoff, insbesondere Polypropylen. Im Prinzip ist aber auch denkbar, den Halter als solchen wiederzuverwenden oder als dauerhafte Einrichtung
für das Zubehör an seinem Platz zu belassen, wobei auch die Verwendung von
Metallen oder dergleichen wirtschaftlich sinnvoll erscheint.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der beigefugten
Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht auf ein Türblatt in geöffneter Position mit einem
vormontierten Schloß, an welchem ein Schlüssel mit einer Zubehörhaltevorrichtung
gehalten ist;
Fig. 2 ein Schnitt durch das Türblatt entlang der Linie A-A von Fig. 1 in
verschlossener Position mit einer Zarge;
Fig. 3 eine Vorderansicht eines bei der Zubehörhaltevorrichtung nach Fig.
1 verwendeten Schlüsselhalters;
Fig. 4 eine Seitenansicht des Schlüsselhalters im Schnitt entlang der Linie
B-B von Fig. 3;
Fig. 5 eine vergrößerte Draufsicht auf zwei an dem Schlüsselhalter von
Fig. 3 ausgebildeten Klemmbacken im Schnitt entlang der Linie D-D von Fig. 3;
Fig. 6 eine vergrößerte Seitenansicht eines bei C in Fig. 4 gezeigten Details
des Schlüsselhalters; und
Fig. 7 eine Rückansicht des Schlüsselhalters von Fig. 3.
In der Zeichnung ist eine Zubehörhaltevorrichtung zum Festhalten von Zubehör für
ein Schloß 2 in einer Ausführung als Schlüsselhaltevorrichtung 1 zum Festhalten eines
zu dem Schloß 2 gehörigen Schlüssels 3 gezeigt.
• ··
Wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, umfaßt das Schloß 2 einen Schloßeinsatz 4, der in eine
entsprechende seitliche Öffnung einer in der dargestellten Ausfuhrungsform als Türblatt 5 ausgebildeten Schließeinrichtung einschiebbar ist und dort mittels nicht
dargestellter Schraubbefestiger an zwei Bohrungen 6 am Türblatt 5 festschraubbar
ist, was oft erst am Bestimmungsort nach Einbau der Tür geschieht. Das Schloß 2 weist an dem Schloßeinsatz 4 an dessen dem Türblatt abzuwendender Seite 7 eine
Schloßfalle 8 auf, mit der das Türblatt 5 in einer als Zarge 9 (siehe Fig. 2) ausgebildeten Trageinrichtung verschließbar ist. Außerdem weist der Schloßeinsatz 4
einen von der Schlüsselhaltevorrichtung überdeckten und damit in den Fig. nicht zu
erkennenden, beabstandet von der und im eingebauten Zustand meist unterhalb der Schloßfalle 8 angeordneten Riegel auf. Wie allgemein üblich, ist die Schloßfalle 8
über eine als Türdrücker 10 ausgebildete Schloßfallenbetätigungseinrichtung betätigbar und der Riegel ist mittels des Schlüssels 3 und eines nicht explizit
dargestellten Schließmechanismuseinsatzes betätigbar.
Damit der Schlüssel 3 nicht während des Transports des Schlosses 2, des Türblatts 5
oder der gesamten die Zarge 9 und das Türblatt 5 umfassenden Abschlußvorrichtung
11 verloren geht oder vertauscht wird, ist die Schlüsselhaltevomchtung 1 vorgesehen. Sie umfaßt einen Schlüsselhalter 12 aus Kunststoff, insbesondere
Polypropylen (PP), an dem der Schlüssel 3 festhaltbar ist. Hierzu weist der Schlüsselhalter 12 Halteeinrichtung mit einer Klemmeinrichtung 13 zum
Festklemmen des Schlüssels 3 auf. Die Klemmeinrichtung 13 umfaßt zwei Klemmbacken 14, zwischen denen der Schlüsselschaft 15 des Schlüssels 3
festklemmbar ist. Außerdem weist die Halteeinrichtung einen Haken 16 zum Einführen in ein und Verklemmen von einem Schlüsselringloch 17 am Greifbereich
18 des Schlüssels 3 auf.
Der Schlüsselhalter 12 ist an der Schloßfallenseite 7 am Schloßeinsatz 4 befestigbar.
Hierzu weist der Schlüsselhalter 12 einen durch einen Schraubbefestiger erfaß- und
befestigbaren Befestigungsbereich 19 auf. Der Befestigungsbereich 19 weist eine als
Öffnung 20 ausgebildete Ausnehmung zum Hindurchführen eines Schaftes des
Schraubbefestigers auf. Der Befestigungsbereich 19 mit der Öffnung 20 ist derartig
am Schlüsselhalter 12 angeordnet (siehe Fig. 1), daß der Schlüsselhalter 12 mittels
einer an dem Schloßeinsatz 4 fur innere Schloßteile ohnehin vorgesehenen Befestigungsschraube 21 an dem Schloßeinsatz 4 den Riegel überdeckend
festschraubbar ist. Der Schlüsselhalter 12 ist so kurz ausgeführt, daß er beabstandet
von der Schloßfalle 8 unterhalb von ihr, ohne deren Funktion zu beeinträchtigen, an
der Schloßfallenseite 7 mit der Befestigungsschraube 21 befestigbar ist. Außerdem ist
er nur so breit und dick, daß er problemlos in den zurückgezogenen Rahmen des
Türblatts 5, der in die Zarge 9 eingreift (siehe Fig. 2), hineinpaßt.
Die Befestigungsschraube 21 dient bei dem hier dargestellten, einen Bundbartschlüssel
3 verwendenden Schloß 2 außerdem dazu, den Bundbarteinsatz in dem Schloß zu befestigen. Damit die Befestigungsschraube 21 zum Befestigen des Schlüsselhalters
12 nicht vollständig aus dem Schloßeinsatz 4 entfernt werden muß, was ein Verrutschen des Bundbarteinsatzes zur Folge haben könnte, weist die Öffnung 20,
wie aus den Fig. 3,4 und 7 ersichtlich, einen erweiterten Lochbereich 22, über den ein
Senkkopf der an dem Schloßeinsatz angreifenden vorher gelockerten Befestigungsschraube 21 einfuhrbar ist, und einen verengten Lochbereich 23, dessen
Rand 24 durch den Senkkopf nach Verschieben des Schlüsselhalters 12 und Festziehen der Befestigungsschraube 21 erfaßbar ist, mit einer Senkkopfvertiefung 25
zum Erfassen und Versenken des Senkkopfes der Befestigungsschraube 21 auf. So bildet die Öffnung 19 eine Art Langloch, in dem die Befestigungsschraube 21 zum
Einrichten der exakten Position des Schlüsselhalters 12 an dem Schloßeinsatz 4 relativ
zu dem Schlüsselhalter 12 verschiebbar ist.
Wie in Fig. 6 zu erkennen, ist der Haken 16 an seinem oberen Ende zum besseren
Einführen des Schlüssels 3 mit einer zu dem Hauptkörper des Schlüsselhalters 12 gewandten
Schräge 26 versehen. Die Klemmbacken 14 weisen an dem dem Hauptkörper des Schlüsselhalters 12 abgewandten Enden Flansche 27 (Fig. 5) auf, über die der
Schlüsselschaft 15 einklipsbar ist. Zur Aufnahme des zylindrischen Schlüsselschafts 15
weist der Schlüsselhalter 12 außerdem zwischen den Klemmbacken 14 eine längliche
Ausnehmung 28 auf. Auf der Rückseite des Schlüsselhalters 12 (Fig. 7) ist zudem eine
Vertiefung 29 zur Aufnahme des eventuell vorstehenden Riegels vorgesehen.
In den Figuren ist der Schlüsselhalter 12 für das links in der Zarge 9 gehaltene Türblatt
5 gezeigt. Für ein rechts gehaltenes Türblatt ist der Schlüsselhalter spiegelbildlich
zu dem dargestellten Schlüsselhalter 12 auszuführen.
Der gemeinsame Transport des Schloßeinsatzes 4 mit dem Schlüssel 3 vom Herstellungsort
zum Bestimmungsort gestaltet sich sehr einfach. Der Schlüssel 3 wird hierzu vor oder nach der Befestigung des Schlüsselhalters 12 an dem Schloßeinsatz 4 mittels
Haken 16 und Klemmeinrichtung 13 an dem Schlüsselhalter 12 eingeklipst. An dem Schloßeinsatz 4 wird die Befestigungsschraube 21 so weit gelöst, daß der Senkkopf
etwas hervorsteht. Der Schlüsselhalter 12 wird dann mit dem erweiterten Lochbereich
22 über den Senkkopf geführt und anschließend in seine Bestimmungslage an der Schloßfallenseite 7 des Schloßeinsatzes 4 über dem Riegel geschoben. Dabei kommt
der Senkkopf der Befestigungsschraube 21 über der Senkkopfvertiefung 25 zu liegen,
wo er durch Anziehen der Befestigungsschraube 21 versenkt wird. Dadurch ist der Schloßeinsatz 4 stets zusammen mit dem passenden Schlüssel 3 transportierbar. Der
Schloßeinsatz 4 kann aber auch, falls nicht bereits vorher geschehen, mit dem
befestigten Schlüssel in die entsprechende Schloßausnehmung in dem Türblatt 5 eingeschoben werden. Soll das Türblatt 5 zusammen mit der Zarge 9 vom Herstel-
lungsort zum Bestimmungsort transportiert werden, so kann das Türblatt 5 in die
Zarge 9 eingehängt und einfach zugeschlagen werden. Die frei zugängliche und in ihrer Funktion durch den Schlüsselhalter 12 nicht beeinträchtigte Schloßfalle 8
schnappt dabei, wie aus Fig. 2 ersichtlich in die entsprechende Schloßfallenausnehmung
an der Zarge 9 ein und verhindert so, daß sich das Türblatt beim Transport unbeabsichtigt öffnet. Die Abschlußvorrichtung 11 kann auf diese Weise in jeder
Ausrichtung relativ zu Boden transportiert werden, wobei die Schloßfalle 8 als
Transportsicherung dient. Der Schlüssel 3 ist dabei in nicht sichtbarer und geschützter
Weise zwischen der Zarge 9 und dem Türblatt 5 aufgenommen, wo auch empfindliche
Schlüssel sicher vor Transportschäden geschützt sind. Am Bestimmungsort kann das
Türblatt 5 durch Betätigung des Türdrückers 10 oder bei zum Transport abgenommenen Türdrücker 10 eventuell auch mittels eines Behelfsdrückers und
Betätigung der Schloßfalle 8 hierdurch geöffiiet und von der Zarge 9 zum Einbau der
Zarge getrennt werden. Der Schlüsselhalter 12 kann durch Lösen der Befestigungsschraube 21 - zum Beispiel im Zuge der endgültigen Befestigung des
Schloßeinsatzes 4 in dem Türblatt 5 mittels in den Bohrungen 6 eingeführter Schrauben - von dem Schloßeinsatz 4 getrennt werden und nach Entnahme des
Schlüssels 3 entsorgt, recycelt oder wiederverwendet werden.
Die Zubehörhaltevomchtung ist zwar in ihrer Ausführung als Schlüsselhaltevorrichtung
1 beschrieben worden. Wie der Schlüssel 3 sind natürlich aber auch mehrere Schlüssel oder anderes Schloßzubehör in ähnlicher Weise mittels der
Zubehörhaltevomchtung in geeigneter Ausführung zum gemeinsamen Transport an dem Schloßeinsatz festhaltbar.
Hörmann KG Brandis Gewerbeallee 17 04821 Brandis
F G-DEsk/sk
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 | Zubehörhaltevorrichtung/- | 16 | Haken |
| Schlüsselhaltevorrichtung | 17 | Schlüsselringloch | |
| 2 | Schloß | 18 | Greifbereich |
| 3 | Schlüssel | 19 | Befestigungsbereich |
| 4 | Schloßeinsatz | 20 | Öffnung |
| 5 | Schließeinnchtung/Türblatt | 21 | Befestigungsschraube |
| 6 | Bohrung | 22 | erweiterter Lochbereich |
| 7 | Schloßfallenseite | 23 | verengter Lochbereich |
| 8 | Schloßfalle | 24 | Rand |
| 9 | Trageinrichtung/Zarge | 25 | Senkkopfvertiefung |
| 10 | Schloßfallenbetätigungseinrich- | 26 | Schräge |
| tung/Türdrücker | 27 | Flansche | |
| 11 | Abschlußvorrichtung | 28 | längliche Ausnehmung |
| 12 | Schlüsselhalter | 29 | Vertiefung |
| 13 | Klemmeinrichtung | ||
| 14 | Klemmbacken | ||
| 15 | Schlüsselschaft |
Claims (6)
1. Zubehörhaltevorrichtung zum Festhalten von Schlüsseln (3) oder dergleichen
Schloßzubehör an einem mit einer Schloßfalle (8) versehenen Schloß (2) insbesondere
während des Transports des Schlosses (2),
mit einem mit einer Halteeinrichtung (13, 16) für das Zubehör versehenem Halter (12)
und
mit einer Befestigungseinrichtung (21, 19) zum Befestigen des Halters (12) an der
Schloßfallenseite (7) des Schlosses (8),
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungseinrichtung (21, 19) einen an dem Schloß (2) an oder im Bereich
nahe der Schloßfallenseite (T) angreifenden Befestiger, insbesondere einen Schraubbefestiger
(21), und einen durch den Befestiger erfaßbaren Befestigungsbereich (19) an
dem Halter (12) aufweist, wobei die Befestigungseinrichtung (21, 19) so angeordnet
ist, daß der Halter (12) bei Erfassen des Befestigungsbereiches (19) durch den Befestiger
an der Schloßfallenseite (7) gehalten wird, ohne die Schloßfalle (8) zu überdekken.
2. Zubehörhaltevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
• :
" daß der Befestiger eine an dem Schloß (2) zum Festhalten von Schloßteilen oder zum
Festhalten des Schlosses (8) an einem Türblatt (5) oder dergleichen Schließeinrichtung
zu verwendende, von außen zugängliche Schraube (21) ist.
3. Zubehörhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schraube eine Befestigungsschraube (21) für einen Schließmechanismus, ins-
^ besondere für einen Schließzylinder oder einen Bundbarteinsatz, ist.
4. Zubehörhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Befestigungsbereich (19) eine Ausnehmung (20) zum Hindurchführen eines
Schaftes des Befestigers (21) und einen diese Ausnehmung (20) zumindest teilweise
begrenzenden Rand (24) zum Festgespannt-Werden durch einen Kopf oder dergleichen
Erfassungseinrichtung des Befestigers (21) aufweist.
5. Zubehörhaltevorrichtung nach Anspruch 4,
dadurchgekennzeichnet,
dadurchgekennzeichnet,
&phgr; daß die Ausnehmung ein Langloch (20) ist mit einem erweiterten Lochbereich (22)
zum Hindurchführen des Kopfes des noch lose am Schloß (2) angreifenden
Befestigers (21) und einem damit verbundenen verengten Lochbereich (23) mit dem
Rand (24) zum Festgespannt-Werden durch den Kopf des Befestigers (21) nach dessen vollständiger Befestigung an dem Schloß (2).
6. Zubehörhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Halter ein Schlüsselhalter (12) ist und die Halteeinrichtung eine insbesondere
Klemmbacken (14), zwischen denen ein Schlüsselschaft (15) festklemmbar ist, aufwei-
sende Klemmeinrichtung (13) und/oder einen Haken (16) zum Einhaken und/oder
Festklemmen eines Greifbereichs (18) und/oder eines Schlüsselringloches (17) eines
Schlüssels (3) umfaßt.
. Zubehörhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 ,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Halter (12) aus Kunststoff, insbesondere Polypropylen, besteht.
dadurch gekennzeichnet,
daß der Halter (12) aus Kunststoff, insbesondere Polypropylen, besteht.
· Halter zur Verwendung in einer Zubehörhaltevorrichtung (1) nach einem der
Ansprüche 1 bis 7 mit der Halteeinrichtung (13, 16) für Schloßzubehör,
gekennzeichnet durch einen Befestigungsbereich (19) zum Erfaßt-Werden durch einen an dem Schloß (2) an der oder im Bereich nahe der Schloßfallenseite (7) angreifenden Befestiger (21), wobei der Halter (12) eine derartige Ausdehnung hat und der Befestigungsbereich (19) derartig angeordnet ist, daß der Halter (12), wenn der Befestiger (21) den Befestigungsbereich (19) erfaßt, an der Schloßfallenseite (7) bevorzugt über einem Riegel des Schlosses (2) festgehalten wird, ohne die Schloßfalle (8) zu überdecken.
gekennzeichnet durch einen Befestigungsbereich (19) zum Erfaßt-Werden durch einen an dem Schloß (2) an der oder im Bereich nahe der Schloßfallenseite (7) angreifenden Befestiger (21), wobei der Halter (12) eine derartige Ausdehnung hat und der Befestigungsbereich (19) derartig angeordnet ist, daß der Halter (12), wenn der Befestiger (21) den Befestigungsbereich (19) erfaßt, an der Schloßfallenseite (7) bevorzugt über einem Riegel des Schlosses (2) festgehalten wird, ohne die Schloßfalle (8) zu überdecken.
. Mit einer Schloßfalle (8) versehenes Schloß (2) für eine Tür, ein Tor oder
dergleichen Abschlußvorrichtung (11),
gekennzeichnet durch eine Zubehörhaltevorrichtung (1) nach einem der
Ansprüche 1 bis 7 .
· Abschlußvorrichtung, insbesondere Gebäudeabschluß, umfassend ein in einer
Zarge (9) oder dergleichen Trageinrichtung gehaltene, zusammen mit der Zarge (9)
oder dergleichen Trageinrichtung als Einheit vertriebene und gelieferte, insbesondere
als Türblatt (5) oder Torblatt ausgebildete Schließeinrichtung,
gekennzeichnet durch ein Schloß (2) nach Anspruch 9 , das mit mittels
der Zubehörhaltevorrichtung (1) festgehaltenem Zubehör (3) in die Schließeinrichtung
(5) vormontiert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29800641U DE29800641U1 (de) | 1998-01-15 | 1998-01-15 | Zubehörhaltevorrichtung zum Festhalten von Schlüsseln o.dgl. Schloßzubehör an einem mit einer Schloßfalle versehenen Schloß |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29800641U DE29800641U1 (de) | 1998-01-15 | 1998-01-15 | Zubehörhaltevorrichtung zum Festhalten von Schlüsseln o.dgl. Schloßzubehör an einem mit einer Schloßfalle versehenen Schloß |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29800641U1 true DE29800641U1 (de) | 1999-05-20 |
Family
ID=8051311
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29800641U Expired - Lifetime DE29800641U1 (de) | 1998-01-15 | 1998-01-15 | Zubehörhaltevorrichtung zum Festhalten von Schlüsseln o.dgl. Schloßzubehör an einem mit einer Schloßfalle versehenen Schloß |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29800641U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT13278U1 (de) * | 2012-04-02 | 2013-09-15 | Kaba Gmbh | Schloss |
-
1998
- 1998-01-15 DE DE29800641U patent/DE29800641U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT13278U1 (de) * | 2012-04-02 | 2013-09-15 | Kaba Gmbh | Schloss |
| AT13310U1 (de) * | 2012-04-02 | 2013-10-15 | Kaba Gmbh | Schloss |
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|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19990701 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20010620 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
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|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20060317 |
|
| R071 | Expiry of right |