DE29717190U1 - Mitlaufendes Auffanggerät - Google Patents
Mitlaufendes AuffanggerätInfo
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- A62—LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
- A62B—DEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
- A62B1/00—Devices for lowering persons from buildings or the like
- A62B1/06—Devices for lowering persons from buildings or the like by making use of rope-lowering devices
- A62B1/14—Devices for lowering persons from buildings or the like by making use of rope-lowering devices with brakes sliding on the rope
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63B—APPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
- A63B29/00—Apparatus for mountaineering
- A63B29/02—Mountain guy-ropes or accessories, e.g. avalanche ropes; Means for indicating the location of accidentally buried, e.g. snow-buried, persons
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Description
ZEITLER'&: DIGKEL'··: :*'
PATENTANWÄLTE * EUROPEAN PATENT AND TRADEMARK ATTORNEYS
POSTFACH 26 02 51 TELEFON: 089/22 18 06 HERRNSTRASSE 15
D-80059 MÜNCHEN TELEFAX: 089/22 26 27 D-80539 MÜNCHEN
6439 Ill/Ja
EDUARD KAUFMANN GMBH
Im Bruch 15
Im Bruch 15
D-56567 Neuwied
Die Erfindung betrifft ein mitlaufendes Auffanggerät zur Sturzsicherung von Personen
mit einem Sicherungsseil, an welchem ein mit der zu sichernden Person verbundenes Mannseii über ein Gehäuse angeschlossen ist, welches eine Bremseinrichtung
enthält, die ein Durchgleiten des Sicherungsseils in der einen Richtung gestattet, während in der Gegenrichtung ein lösbarer Bremseingriff besteht, wobei
die Bremseinrichtung mindestens ein das Sicherungsseii umgreifendes Bremsglied
umfaßt, welches zwischen einer bremsunwirksamen und einer Brems-Stellung schwenkbar ist.
Bei einem bekannten Gerät dieser Art (DE-PS 36 24 935) besitzt der die Verbindung
zum Mannseil herstellende, schwenkbar im Gehäuse gelagerte Hebel eine in das Innere des Gehäuses hineinragende Nase, die in Abhängigkeit von der Stellung
des Hebels mit der Bremseinrichtung zum Eingriff führbar und damit deren bremswirksame bzw. bremsunwirksame Funktion herzustellen vermag.
Die Wirkungsweise dieses Gerätes ist jedoch nicht zufriedenstellend. Zum einen
läuft das Gehäuse beim Anstieg häufig nicht mit, da der Hebel aus unterschiedlichen
Gründen die bremsunwirksame Stellung nicht einnimmt, entweder weil der Hebel verklemmt oder die nach unten ziehende Kraft des Mannseils zu gering ist.
Zum andern läßt sich beim Abstieg die bremsunwirksame Stellung des Gerätes
nur durch umständliche manuelle Manipulation am Hebel herbeiführen.
Angesichts dieser Problematik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein mitlaufendes
Auffanggerät der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, welches einerseits beim Aufstieg ein freies Mitlaufen des Gehäuses gewährleistet und
andererseits beim Abstieg ein einfaches Umschalten auf die bremsunwirksame Stellung ermöglicht.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung durch die im Kennzeichen des
Hauptanspruches angegebenen Merkmale, wobei hinsichtlich bevorzugter Ausgestaltungen
des erfindungsgemäßen Auffanggerätes auf die Merkmale der Unteransprüche verwiesen wird.
Nach der Erfindung steht das Bremsglied unter dem Druck einer Feder in Richtung
auf die Bremsstellung, während eine Einrichtung vorgesehen ist, mittels welcher das Bremsglied gegen den Druck der Feder in die bremsunwirksame Stellung
schwenkbar ist.
Damit ist gewährleistet, daß, unabhängig von der Ausrichtung des Hebels, an welchem
das Mannseil angreift, stets eine leicht sichernde Bremsstellung der Bremseinrichtung
für den Notfall vorhanden ist, während andererseits für den - gewollten - Abstieg diese Bremswirkung leicht aufgehoben werden kann. Somit ist eine Verschiebung
des Gehäuses entlang des Sicherungsseiles durch entsprechende Handhabung des Gerätes leicht möglich.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht das Bremsglied
aus mehreren einendseitig im Gehäuse gelagerten Bremshebein, die jeweils eine
das Sicherungsseil umgreifende Öffnung besitzen und über eine Koppelstange miteinander verbunden sind. Die Feder hält durch ihre Wirkung die Öffnungen der
Bremshebel stets in leichtem Reibkontakt mit dem Sicherungsseil, so daß im Sturzfall stets sofort das Einsetzen der Bremswirkung gewährleistet ist.
Die Einrichtung zum Lösen der Bremswirkung besteht gemäß einer vorteilhaften
Ausgestaltung aus einem unter dem Druck einer Feder stehenden Schieber, der
am Bremsglied angreift und mit seinem freien Ende aus dem Gehäuse herausragt. Die zu sichernde Person setzt damit in einfacher Weise die Bremswirkung außer
Funktion, jedoch nur dann, wenn dies auch bewußt beabsichtigt ist. Die Freigabe ist somit nicht mehr von der zufälligen Stellung eines Hebels abhängig.
Entsprechend einer besonders bevorzugten Ausgestaltung stützt sich die an dem
Schieber angreifende Feder an einem Vorsprung des Gehäuses ab, wobei der Schieber eine Mittelausnehmung aufweist, innerhalb dessen die Feder angeordnet
ist. Damit ist die Feder geschützt und kann in ihrer Funktion nicht von anderen Bauelementen des Gerätes beeinflußt werden. Zweckmäßig ist diese Feder eine
Schraubenfeder, die damit nicht über die Außenkontur des Schiebers hinausragt.
Nach einer weiteren Ausgestaltungsform kann das Mannseil über einen Schwenkhebel
mit dem Gehäuse verbunden sein, der einendseitig über Stummelachsen im Gehäuse gelagert ist, während das freie Ende als Öse ausgebildet ist, in welche
der Karabinerhaken des Mannseiles eingreift. Der Schwenkhebel richtet sich somit
jeweils in Zugrichtung des Mannseiles aus, ohne hierbei eine besondere Funktion auszulösen und die Ausrichtung des Gehäuses zu beeinflussen.
Die Bremshebel können jeweils einen Vorsprung besitzen, der in eine Ausnehmung
der Koppelstange eingreift. Damit bewegen sich die Bremshebel jeweils synchron, unabhängig davon, ob die Schwenkfeder an einem Bremshebel oder
der Koppelstange angreift.
Weitere Vorteile, Einzelheiten und erfindungswesentliche Merkmale ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung. Dabei zeigen im einloo
zeinen:
Fig. 1 in Draufsicht die erfindungsgemäße Bremseinrichtung bei entferntem
Gehäuseoberteil in Bremsstellung sowie
Fig. 2 in bremsunwirksamer Stellung und
Fig. 3 einen Schnitt durch das Auffanggerät entlang Linie Ill-Ill gemäß Fig.
2.
no Das in den Fig. 1 und 2 allgemein durch die Bezugsziffer 10 identifizierte Gehäuse
besteht, wie die Schnittdarstellung in Fig. 3 zeigt, aus einem Gehäuseoberteil 11
sowie einem Gehäuseunterteil 12. Das Gehäuseoberteil 11 und das Gehäuseunterteil
12 sind über Montagelöcher 13 durchgreifende Schrauben fest miteinander
verbunden.
Innerhalb des Gehäuses 10 sind mehrere Bremshebel 14 angeordnet, die über
endseitige Vorsprünge 15 (Fig. 3) in entsprechende Ausnehmungen innerhalb des
Gehäuseoberteils 11 sowie des Gehäuseunterteils 12 eingreifen und hierin schwenkbar gehalten sind. Wie Fig. 3 zeigt, besitzen die Bremshebel 14 einen
weiteren seitlichen Vorsprung 16. Dieser greift in eine Ausnehmung 17 einer Koppelstange
18 ein, die in Längsrichtung des Gehäuses 10 verläuft. Durch die Koppelstange
18 sind alle Bremshebel 14 in ihrer Bewegung aneinandergekoppelt und
bewegen sich somit synchron.
Die Bremshebel 14 besitzen außerdem im Bereich ihres den Vorsprüngen 15 gegenüberliegenden
Endes einen im wesentlichen kreisförmigen Durchlaß 19 für das Sicherungsseil 20 (Fig. 3).
Bei der Darstellung gemäß Fig. 1 wird durch die Neigung der Bremshebel 14 zur
Querrichtung des Gehäuses 10 das (hier nicht wiedergegebene) Sicherungsseil 20 eingeklemmt, so daß damit das Gerät die Bremssteliung einnimmt. Bei der
Darstellung gemäß Fig. 2 sind die Bremshebel 14 quer zum Gehäuse 10 ausgerichtet,
so daß der volle Querschnitt des Durchlasses 19 zur Verfügung steht und
das Sicherungsseii 20 frei hindurchzugleiten vermag. Damit nimmt die Einrichtung
die bremsunwirksame Stellung ein.
Eine Schwenkfeder 21 greift einerseits am Gehäuse 10 und andererseits an einem
der Bremshebel 14 an, um diesen in die bremswirksame Stellung, d.h. im Uhrzei-
gergegensinn gemäß Fig. 1 zu drücken. Dieser Normalzustand führt dazu, daß im
Falle eines Sturzes die zu sichernde Person stets sofort aufgefangen wird.
Um für den Abstieg die Bremswirkung des Gerätes auszusetzen, ist ein Schieber
22 vorgesehen, der die Bremshebel 14 gegen den Druck der Schwenkfeder 21 in die Querlage, d.h. die bremsunwirksame Stellung (Fig. 2) zu überführen vermag.
Der Schieber 22 besitzt eine Mittelausnehmung 23. In dieser befindet sich eine
Schraubenfeder 24, die sich mit ihrem einen Ende am Schieber 22 und mit dem anderen Ende an einem Gehäusevorsprung 25 abstützt. Die Feder 24 übt eine
Kraft auf den Schieber 22 aus, die diesen bis zu einem Anschlag aus dem Gehäuse 10 herausführt. Das Gerät läßt sich somit über die Betätigung des Schiebers 22
von der Bremsstellung gemäß Fig. 1 in die bremsunwirksame Stellung gemäß Fig. 2 überführen.
Nach Aufhebung des manuellen Druckes auf den Schieber 22 nimmt dieser wieder
dieser seine äußere Ruhestellung ein, worauf die Schwenkfeder 21 die Bremseinrichtung
wieder in die Bremsstellung zurückführt.
Zur Verbindung des Gehäuses 10 mit dem (nicht dargestellten) Mannseil ist ein
Schwenkhebel 26 vorgesehen, der eine Mittelöffnung 27 für den Eingriff des mannseilseitigen Karabinerhakens besitzt. Der Schwenkhebel 26 ist über Stummelachsen
28 in entsprechenden Ausnehmungen im Gehäuseoberteil 11 bzw. dem Gehäuseunterteil 12 gehalten. Die beiden Gehäuseteile 11 und 12 besitzen
endseitig jeweils im wesentlichen halbkreisförmige, aufeinander ausgerichtete Aus- bzw. Eintrittsöffnungen 29 bzw. 30 für das Sicherungsseil 20.
Es soll an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich angegeben werden, daß es sich
bei der vorangehenden Beschreibung lediglich um eine solche beispielhaften Charakters
handelt und daß verschiedene Abänderungen und Modifikationen möglich sind, ohne dabei den Rahmen der Erfindung zu verlassen. So kann insbesondere
die Schwenkfeder 21 an einem beliebigen Bremshebel 14 angreifen oder auch an
der die Bremshebel 14 verbindenden Koppelstange 18.
Claims (8)
1. Mitlaufendes Auffanggerät zur Sturzsicherung von Personen mit einem Sicherungsseil,
an welchem ein mit der zu sichernden Person verbundenes Mannseil über ein Gehäuse angeschlossen ist, welches eine Bremseinrichtung enthält,
die ein Durchgleiten des Sicherungsseils in der einen Richtung gestattet, während in der Gegenrichtung ein lösbarer Bremseingriff besteht, wobei die
Bremseinrichtung mindestens ein das Sicherungsseil umgreifendes Bremsglied umfaßt, das zwischen einer bremsunwirksamen Stellung und einer Bremsstellung
verschwenkbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bremsglied (14) unter dem Druck einer Feder (21) in Richtung auf die
Bremsstellung steht und daß eine Einrichtung (22) vorgesehen ist, mittels welcher
das Bremsglied 814) gegen den Druck der Feder (21) in die bremsunwirksame Stellung schwenkbar ist.
2. Auffanggerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsglied
aus mehreren einendseitig im Gehäuse (10) gelagerten Bremshebeln (14) besteht,
die jeweils einen das Sicherungsseil (20) umgreifenden Durchlaß (19) besitzen und über eine Koppelstange (18) miteinander verbunden sind.
3. Auffanggerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zum Lösen der Bremswirkung einen unter dem Druck einer Feder (24) stehenden Schieber (22) umfaßt, der am Bremsglied (14) angreift
und mit seinem freien Ende aus dem Gehäuse (10) herausragt.
4. Auffanggerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die am Schieber
(22) angreifende Feder (24) sich einendseitig an einem Vorsprung (25) des Gehäuses (10) abstützt.
5. Auffanggerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieber (22) eine Mittelausnehmung (23) aufweist, innerhalb
welcher die Feder (24) angeordnet ist.
6. Auffanggerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (24)
eine Schraubenfeder ist.
7. Auffanggerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mannseil über einen Schwenkhebel (26) mit dem Gehäuse (10) verbunden ist, der einendseitig über Stummelachsen (28) im Gehäuse
(10) gelagert ist, während das freie Ende eine Öffnung (27) für den Eingriff eines
Karabinerhakens trägt.
8. Auffanggerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremshebel (14) jeweils einen seitlichen Vorsprung (16) besitzen , der in eine Ausnehmung (17) der Koppelstange (18) eingreift.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29717190U DE29717190U1 (de) | 1997-09-25 | 1997-09-25 | Mitlaufendes Auffanggerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29717190U DE29717190U1 (de) | 1997-09-25 | 1997-09-25 | Mitlaufendes Auffanggerät |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29717190U1 true DE29717190U1 (de) | 1998-01-02 |
Family
ID=8046466
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29717190U Expired - Lifetime DE29717190U1 (de) | 1997-09-25 | 1997-09-25 | Mitlaufendes Auffanggerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29717190U1 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE3624935C2 (de) * | 1986-07-23 | 1997-02-27 | Bornack Herbert Fa | Fallbremse |
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1997
- 1997-09-25 DE DE29717190U patent/DE29717190U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19980212 |
|
| R163 | Identified publications notified |
Effective date: 19980304 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20010116 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20031015 |
|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20051121 |
|
| R081 | Change of applicant/patentee |
Owner name: SKYLOTEC GMBH, DE Free format text: FORMER OWNER: EDUARD KAUFMANN GMBH, 56567 NEUWIED, DE Effective date: 20060510 |
|
| R071 | Expiry of right |