DE29717912U1 - Schneidvorrichtung - Google Patents
SchneidvorrichtungInfo
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Description
Busse & Busse Patentanwälte
European Patent and Trademark Attorneys INOTEC Maschinenbau GmbH
Luisenweg 2 Dipl.-Ing. Dr. iur. V. Busse
49838 Wettrup Dipl.-Ing. Dietrich Busse
Dipl.-Ing. Egon Bünemann Dipl.-Ing. Ulrich Pott
D-49084 Osnabrück
Postfach 1226
D-49002 Osnabrück
Telefon:0541-586081 Telefax:0541-588164
08.10.1997 DB/HB/Le-297122
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schneidvorrichtung zum Schneiden von
Dämmplatten oder dergleichen Plattenkörpern nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Die DE 4 435 252 A 1 offenbart ein Schneidgerät dieser Art, bei dem ein
Schneiddraht in einem U-förmigen Bügel gehalten ist und daher zur Durchtrennung einer Dämmplatte eine senkrecht zur Erstreckung des Schneiddrahtes aufzubringende
Druckkraft auf den Bügel ausgeübt werden muß. Damit der parallel zum Schneiddraht verlaufende Druckbügel nicht in die Dämmplatte eindringt,
muß der Abstand zwischen Schneiddraht und Druckbügel mindestens so groß sein wie die Dicke der Platte. Da zudem in Ausgangsstellung der Raum zwischen
einer Grundplatte und dem Schneiddraht ebenfalls die Dicke der zu schneidenden Platte freibelassen muß, ergeben sich sperrige Ausmaße eines solchen Gerätes.
Zudem muß, um ein Verkanten des Bügels zu verhindern, der Druck etwa in
der Mitte des Druckbügels aufgebracht werden, was bei einer breiten Platte, insbesondere
bei waagerechter Anordnung, mit Problemen verbunden sein kann, da sich dann der Bediener sehr weit über das Gerät beugen muß.
Mit einer derartigen Vorrichtung ist es ohne Zusatzgeräte nicht möglich, einspringende
Eckbereiche aus den Dämmplatten auszuschneiden, sondern diese werden immer in ihrer vollständigen Breite durchtrennt.
Eine exakte Einstellung eines Winkels für einen Gehrungsschnitt ist schwierig, da
der Schneidbügel zwar an Scharnieren montiert ist, jedoch in einer nicht ablesbaren
Winkelposition an einer geradlinigen Führungsschiene festgestellt werden muß.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Schneidvorrichtung der eingangs
genannten Art hinsichtlich ihrer Handhabung zu verbessern.
Die Erfindung löst dieses Problem mit einer Schneidvorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 und des Anspruchs 9 sowie des Anspruchs 13.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung eines seitlich des zu schneidenden
Platten körpers vorgesehenen Antriebselementes, das die zum Schneiden der
Platten erforderliche Parallelbewegung des Trennelementes bewirkt, ist erreicht,
daß ein Bügel zur Bewegung des Schneidelementes nicht erforderlich ist. Die Ausmaße eines derartigen Gerätes können daher erheblich verringert werden.
Bei waagerechter Anordnung der Schneidvorrichtung kann diese beispielsweise
an ein Außengeländer eines Baugerüstes angehängt werden. Der Benutzer braucht zum Schneiden sich dann nicht nach außen über das Geländer zu beugen, um
eine Druckkraft in der Mitte eines Bügels auszuüben, sondern kann durch das ihm zugewandte seitliche Antriebselement gefahrlos den Schnittvorgang bewirken.
Eine Einschränkung der Breite des Baugerüstes wird bei einer solchen Anordnung vermieden.
Wenn das Antriebselement von einem Kettentrieb gebildet ist, der handbetätigt
ist, ist eine billige Herstellung einer solchen Vorrichtung möglich, der zuverlässige
Betrieb ist auch nach langem Baustelleneinsatz gewährleistet. Das Antriebselement
kann auch von einem - eventuell an anderer Stelle befindlichen motorischen Antrieb - angetrieben sein.
Wenn vorteilhaft eine Führungskulisse parallel zu einem geradlinigen Abschnitt
des Kettentriebes für das Trennelement ausgebildet ist und diese Führungskulisse
elektrisch leitfähig ist, so kann das Trennelement, insbesondere ein Schneiddraht,
über die Führungskulisse mit einer elektrischen Spannung versorgt werden, so daß
die Beheizung ohne bewegliche Teile erfolgen kann.
Es versteht sich, daß ein derartiges Gerät sowohl in waagerechter als auch schräger
oder senkrechter Gebrauchslage Verwendung finden kann.
Das Ausschneiden von Ecken aus Dämmplatten, wie es beispielsweise an Fensterstürzen
notwendig ist, wird bei einer erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung unabhängig von seitlichen Antriebselementen - durch eine parallel zur Plattenebene
verlaufende Führungsschiene zur Aufnahme eines im wesentlichen senkrecht zur Plattenebene stehenden Schneidelementes ermöglicht. An dieser Führungsschiene
kann das die Plattenebene schneidende Schneidelement in einer Richtung durch die Dämmplatte gezogen werden, anschließend um beispielsweise
90 Grad verschwenkt werden, so daß dann durch seitliches Verschieben der Dämmplatte die Ecke vollständig ausgeschnitten wird. Auch jegliche Schrägschnitte
sind dabei möglich. Die Bewegung des Schneidelementes entlang der Führungsschiene und ein seitliches Verschieben der Dämmplatte können gleichzeitig
erfolgen.
Wenn die Führungsschiene ein Rundrohr ausbildet und/oder der Halter für ein
Schneidelement an dieser Führungsschiene schwenkbar angeordnet ist, so können auch Gehrungsschnitte in Eckbereichen durchgeführt werden, der Winkel kann
dabei beispielsweise über eine Winkelskala voreingestellt sein.
Zur Bewirkung von Gehrungsschnitten, die die gesamte Breite der Dämmplatte
durchziehen, ist vorgesehen, daß zur Parallelverschiebung des Trennelementes beidseits des zu schneidenden Platten körpers Längsführungselemente vorgesehen
sind, die einseitig an einem Grundkörper ortsfest angelenkt und anderenends schwenkbeweglich in einer Kreisbogensegmentkulisse geführt sind. Dadurch kann
die Parallelverschiebung immer zwischen dem festen Anlenkpunkt und dem in der Kreisbogensegmentkulisse geführten anderen Ende der Längsführungselemente
durchgeführt werden.
Wenn die Kreisbogensegmentkulisse eine einseitige Verzahnung aufweist, kann
ein Winkel über einen Kurbeltrieb, der in die Verzahnung eingreift, fest voreingestellt
werden, wobei an der Schwenkkulisse eine Winkelskala angeordnet sein kann. Über eine durchgehende Schiene können beide Schwenkführungen miteinander
synchronisiert sein, wobei diese Schiene insbesondere eine Führungsschiene für ein Schneidelement ausbilden kann und daher eine Doppelfunktion
ausübt. Das in der Kreisbogensegmentkulisse geführte Ende der Längsführungselemente
kann insbesondere einen oberen Umlenkpunkt für ein Kettentrieb darstellen, so daß der Kettentrieb mit in der Kreisbogensegmentkulisse verschwenkt
wird und die Parallelverschiebung des Trennelements bei jedem Schwenkwinkel in gleicher Weise durchgeführt werden kann.
Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels des Gegenstandes der Erfindung.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 Eine erfindungsgemäße Schneidvorrichtung in schaubildlicher
Gesamtansicht,
Fig. 2 die Schneidvorrichtung nach Fig. 1 in längsseitiger Seitenan
sicht,
Fig. 3 eine Stirnansicht der Schneidvorrichtung,
Fig. 4 '■■■- die Schneidvorrichtung bei Anordnung an einem Baugerüst,
Fig. 5 eine Detailansicht der Führungsschiene für das Schneidele
ment,
Fig. 6 eine Detailansicht der Kreisbogensegmentkulisse gemäß Fig.
2,
Fig. 7 verschiedene Schnittarten einer Dämmplatte,
Fig. 8 weitere Schnittvarianten der Dämmplatte.
Im einzelnen weist die Schneidvorrichtung 1 ein Trennelement 2 auf, das als die
Breite einer zu schneidenden Dämmplatte 7 seitlich überragender, beheizbarer
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Draht ausgebildet ist. Auch ein eventuell nur einseitig geführtes starres Trennelement
kommt grundsätzlich in Frage. Der Schneiddraht 2 ist an seinen seitlichen Endbereichen 3,4 an Antriebselementen 6 gehalten, wobei durch Bewegung der
Antriebselemente 6 eine Parallelverschiebung des Schneiddrahts 2 zu bewirken ist. Durch diese Parallelverschiebung des Schneiddrahts 2 sind eine Dämmplatte
durchtrennende (Fig. 7b) oder einen Teilbereich von dessen Höhe ausnehmende Schnitte (Fig. 7c) möglich.
Die Antriebselemente 6 umfassen zwei miteinander synchronisierte Kettentriebe
8, die über eine Antriebskurbel 9, die sich seitlich eines Kettentriebs 8 befindet,
antreibbar sind.
Zur Synchronisation der Kettentriebe 8 ist eine mittels der Kurbel 9 antreibbare
Welle 10 vorgesehen, die die jeweils unteren Kettenräder 11 des Kettentriebs 8
miteinander'verbindet. An der oberen Umlenkachse 12 des Kettentriebs 8 ist eine
die oberen Kettenräder 13 miteinander verbindende Welle 14 vorgesehen, die frei
in einer Rohrführung 15 gelagert ist. Diese obere Welle 14 bewirkt daher bei Bewegung
des Kettentriebs 8 keine Drehmomentübertragung zwischen den beiden an den längsseitigen Enden 3 und 4 des Trennelements 2 angeordneten Antriebselemente
6.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel befindet sich die Antriebskurbel 9 auf einer
dem Benutzer zugewandten Seite, so daß bei einer horizontalen oder angeschrägten
Anordnung der Schneidvorrichtung 1 gemäß Fig. 4 an Außenträgern 16
eines vor einer Gebäudewand 17 angeordneten Baugerüsts 18 der Benutzer von
seinem Bewegungsraum 19 bequem die Parallelverschiebung des Trennelements
2 über Drehung der Antriebskurbel 9 bewirken kann, ohne daß dadurch der Bewegungsraum
19 auf dem Baugerüst 18 eingeengt würde. Gemäß Fig. 4 ist zu-
sätzlich eine längenveränderliche Schubstange 20 zur Abstützung der
Schneidvorrichtung 1 gegenüber dem Baugerüst 18 vorgesehen, so daß dessen
Winkelausrichtung variabel ist. Bei einer Gebrauchslage, wie sie in Fig. 4 dargestellt
ist, war es bei den bisherigen U-Druckbügeln erforderlich, eine Druckkraft
etwa entlang dem Pfeil 21 auf den Schneidbügel aufzubringen, wozu sich der Bediener weit über das Baugerüst 18 nach außen vorbeugen mußte.
Durch Drehung der Kurbel 9 wird das Kettenrad 11 in Rotation versetzt, so daß
die geradlinigen Abschnitte 22 des Kettentriebs 8 in eine Auf- bzw. Abwärtsbewegung
gebracht werden. An einem geradlinigen Abschnitt 22 des Kettentriebs 8 ist über einen Ausleger 23 der Schneiddraht 2 anmontiert, wobei dessen Bewegung
durch eine geradlinige Führungskulisse 24 beschränkt ist auf eine Auf- und Abwärtsbewegung
zwischen den beiden in Fig. 3 gezeigten Extrempositionen 25 bzw. 26. Je nachdem, in welche Drehrichtung die Kurbel 9 bewegt wird, wird
daher das Schneidelement 2 in der Führungskulisse 24 auf- oder abwärts verfahren.
Eine Abweichung von der geradlinigen Bewegung des Schneiddrahts 2 ist daher nicht möglich.
Die Führungskulisse 24 ist elektrisch leitfähig, so daß über unterschiedliche Potentiale
an den beiden randseitigen Führungsschienen 24 das Trennelement 2 mit einer elektrischen Spannung versorgt werden kann. Die Ausleger 23 können
durch entsprechende Kunststoffisolierungen hiervon abgetrennt sein. Aufgrund der
Beheizung des Trennelements 2 ist nur eine geringe Vertikalkraft notwendig, um den Schnittvorgang des Trennelements 2 durch die Dämmplatte 7 zu bewirken.
Daher bietet sich - auch aus Kostengründen - eine Handbetätigung des Antriebs für die Antriebselemente 6 an, wozu vorliegend die Kurbel 9 ausgebildet ist. Es
versteht sich, daß selbstverständlich auch motorische Antriebe in Frage kommen, die unter Umständen abseits der Schneidvorrichtung 1 angeordnet sein können. In
jedem Fall wird die Antriebskraft auf zumindest ein seitlich des Trennelements 2
befindliches Antriebselement 6 übertragen, durch dessen Bewegung die Parallelverschiebung
des Trennelements 2 bewirkbar ist. Bei einer beispielsweise vertikal angeordneten Schnidvorrichtung 1 kann das seitlich der zu schneidenden
Dämmplatte befindliche Antriebselement auch am oberen oder unteren Randbereich der Schneidvorrichtung 1 liegen.
An einer Schneidvorrichtung 1, die mit einem erfindungsgemäßen Antriebselement
6 ausgestattet ist, aber auch an anderen Schneidvorrichtungen, ist oberhalb einer Plattenoberfläche 31 einer zu schneidenden Dämmplatte 7, die auf die
Grundplatte 5 der Schneidvorrichtung 1 aufgelegt wird, eine Führungsschiene 15
angeordnet, an der ein Schneidelement 32, das im wesentlichen senkrecht zur Plattenebene 31 steht, anzuordnen ist. Dieses Schneidelement 32 ist damit zur
Ausbildung von Eckschnitten, wie sie in Fig. 8c angedeutet sind, geeignet. Dazu wird das Schneidelement 32 an der Führungsschiene 15, die beispielsweise ein
Rundrohr ausbilden kann, auf dem eine Manschette 33 zur Halterung des Schneidelements
32 längs verfahren werden kann, in Richtung der Pfeile 34,35 bewegt. Sobald die gewünschte Einschnittiefe T erreicht ist, kann das Schneidelement 32
über ein Schwenkelement 36 um beispielsweise 90° gedreht werden, so daß anschließend
durch seitliches Ziehen oder Schieben der Dämmplatte der Schnitt S bis zur Stirnseite der Dämmplatte 7 durchgeführt werden kann.
Die Führungsschiene 15 bildet im Ausführungsbeispiel ein Rundrohr aus, so daß
auch angeschrägte Schnitte durch Schrägstellung des Schneidelements 32 an dem Rundrohr 15 stufenlos möglich sind.
Bei einer Schneidvorrichtung wie oben beschrieben, grundsätzlich jedoch auch
bei anderen Schneidvorrichtungen, etwa bei solchen, die einen Druckbügel auf-
weisen, können zur Parallelverschiebung des Trennelements 2 beidseits des zu
schneidenden Plattenkörpers 30 Längsführungselemente 24 vorgesehen sein, die einseitig an einem Grundkörper 5 angelenkt sind und deren anderes Ende in einer
Kreisbogensegmentkulisse 40 geführt ist. Dadurch ist jeder beliebige Schnittwinkel
für Gehrungsschnitte etwa gemäß der Fig. 76 bzw. 8a und 8b einstellbar. Das
Längsführungselement 24 ist dabei mitverschwenkbar, so daß bei jedem Schnittwinkel
die Führung des Trennelements 2 in dem Längsführungselement 24 in gleicher Weise sichergestellt ist. Die Kreisbogensegmentkulisse 40 kann mit einer
Winkelskala ausgestattet sein.
Zur Bewirkung der Schwenkbewegung ist ein oberer Kurbeltrieb 27 vorgesehen,
der zumindest ein mit der Welle 14 fest verbundenes Zahnrad 28 zum Eingriff in
eine Verzahnungsprofilierung 41 der Kreisbogensegmentkulisse 40 aufweist. Im
Ausführungsbeispiel ist die Welle 14 an beiden Enden mit Zahnrädern 28 versehen,
die jeweils in Kreisbogensegmentkulissen 40 eingreifen. Dadurch verläuft bei
jedem Schwenkwinkel &agr; das Trennelement 2 parallel und verwindungsfrei. Durch
Drehung an der Kurbel 27 werden die Zahnräder 28 gedreht und durch Eingriff in die Verzahnungsprofilierung 41 somit eine Winkelverstellung der oberen Umlenkachse
12 der Antriebselemente 6 und der Längsführungselemente 24, die in
diesem Falle als elektrisch leitende Führungsschienen ausgebildet sind, bewirkt.
Der Kurbeltrieb 27 ist seitlich bedienbar, so daß bei Anordnung gemäß Fig. 4 sowohl
der Schnittwinkel &agr; des Trennelements 2 bzw. des Schneidelements 32 für Gehrungsschnitte eingestellt werden können und der Schnitt in gleicher bequemer
Bedienposition vorgenommen werden kann.
Die Kreisbogensegementkulissen 40 sind beidseits der zu schneidenden Dämmplatte
30 und zum Ausgleich von Toleranzen an einer Schwenkachse 42 schwenkbar an der Grundplatte 5 angelenkt, das Verschwenken der Führungs-
• ·
schienen 24 in den Kreisbogensegmentkulissen 40 ist durch die beidseits mit
Zahnrädern 28 versehene Welle 14 synchronisiert. Hierzu dient ein Führungsrohr 15, das als Träger des zusätzlichen Schneidelements 32 sowie zur Aufnahme der
darin drehbaren Welle 14 Verwendung findet. Durch die Synchronisation ist sichergestellt,
daß ein unterschiedlicher Schwenkwinkel der beiden Enden 3,4 des Trennelements 2 vermieden ist, ebenso ein Verkanten. Die Verzahnung zwischen
dem Zahnrad 28 und dem Verzahnungsprofil 41 kann so ausgebildet sein, daß eine Winkelfeststellung allein durch diese Verzahnung bewirkt ist. Zusätzlich ist
es auch möglich, einen Feststeller zu installieren, mit dem der jeweilige Schwenkwinkel &agr; der Führungsschiene 24 in der Kulisse 40 sicherbar ist.
Der Schnittwinkel &agr; ist zwischen 0 und 90° einstellbar, so daß auch Schnitte gemäß
den Fig. 7d bzw. 7e möglich sind.
In der jeweils eingestellten Position des Schwenkwinkels &agr; muß wiederum nur
der Kurbeltrieb 9 betätigt werden, um dadurch das Trennelement 2 in der Führung 24 parallel zu bewegen. Entsprechend dem eingestellten Schwenkwinkel &agr; wird
dann der Schnitt durch die Dämmplatte 30 gezogen. Die Betätigung der Antriebskurbel
9 ist aufgrund der freien Lagerung der Kurbel 27 in jeder Schwenkwinkelposition durchzuführen.
Mit dem Verschwenken der oberen Umlenkachse 12 in der Kulisse 40 wird auch
die Führungsschiene 15, die die beidseitigen Kulissen 40 miteinander verbindet,
verschwenkt, so daß auch das zusätzliche Schneidelement 32 mitverschwenkt werden kann und auch mit diesem entsprechende Gehrungsein- oder -durchschnitte
durchgeführt werden können.
Daher ist ohne zusätzliche Werkzeuge mit der erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung
1 sowohl die Vornahme von senkrechten als auch abgeschrägten Durchschnitten durch die Platte (Fig. 7b) als auch die Vornahme von senkrechten oder
abgewinkelten Eckausschnitten (Fig. 8b, 8c) als auch der Ausschnitt von Ausnehmungen
aus der Dicke der Platte gemäß den Fig. 7a, 7c und 7f möglich. Bei
einem Schnitt gemäß Fig. 7c kann beispielsweise zunächst das Trennelement 2 entlang der Linie H verfahren werden, wobei es in der rechten vertikalen Zwischenstellung
gehalten, beispielsweise arretiert wird, wobei dann die Platte seitlich an dem Trennelement 2 vorbeigezogen wird und somit der Schnitt L bewirkt
werden kann.
Der Gebrauch der Schneidvorrichtung 1 ist durch die seitlichen Antriebselemente
besonders vereinfacht, der Bedienkomfort und die Sicherheit sind deutlich erhöht.
Claims (18)
1. Schneidvorrichtung (1) zum Schneiden von flächigen Kunststoff-Plattenkörpern
(7), insbesondere Polystyrol-Hartschaum-Körpern, zur Isolierung von Gebäuden, wobei die Schneidvorrichtung (1) zumindest ein aufheizbares, parallel
verschiebliches und hierfür zumindest einseitig in seiner Bewegungsebene zwangsgeführtes Trennelement (2), insbesondere einen die Breite eines zu
schneidenden Plattenkörpers beidseits überragenden Schneiddraht, umfaßt, dessen Längserstreckung etwa parallel zur Ebene der flächigen Erstreckung der
Dämmplatte verläuft und durch dessen Parallelverschiebung ein sich über die gesamte Breite der Dämmplatte erstreckender, die Ebene der flächigen Erstreckung
der Dämmplatte schneidender Trennungsschnitt bewirkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einem seitlich des zu schneidenden Plattenkörpers
(7) befindlichen Außenbereich des Trennelements ein Antriebselement (6) zur Bewirkung der Parallelverschiebung des Trennelements (2) zugeordnet ist.
2. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1 für ein beidseits des zu schneidenden
Plattenkörpers zwangsgeführtes Trennelement, dadurch gekennzeichnet, daß
beidseits des zu schneidenden Plattenkörpers (7) Antriebselemente (6) vorgesehen
sind, die miteinander synchronisiert sind.
3. Schneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebselemente (6) jeweils einen Kettentrieb (8) umfassen.
4. Schneidvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kettentriebe (8) über eine durchgehende Welle (10) miteinander verbunden sind
und einer der Kettentriebe (8) antreibbar ist.
5. Schneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß den Antriebselementen (6) jeweils eine sich in Richtung der Parallelverschiebung
des Trennelementes (2) erstreckende geradlinige Führungskulisse (24) zugeordnet ist.
6. Schneidvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führungskulisse (24) parallel zu einem geradlinigen Abschnitt (22) des Kettentriebs
(8) ausgebildet ist.
7. Schneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungskulisse (24) elektrisch leitfähig ist.
8. Schneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb (9) für den Kettentrieb (8) handbetätigt ist.
9. Schneidvorrichtung zum Bearbeiten von Dämmplatten (7) und dergleichen
Plattenkörpern, insbesondere Styropor enthaltenden Dämmplatten zur Außenisolierung
von Gebäuden, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß im wesentlichen parallel zur Plattenoberfläche (31) eine von
dieser beabstandete Führungsschiene (15) zur Aufnahme eines die Plattenebene
(31) schneidenden Schneidelementes (32) angeordnet ist.
10. Schneidvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,, daß die
Führungsschiene (15) ein Rundrohr ausbildet.
11. Schneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Halter (33) für ein Schneidwerkzeug (32) an der Führungsschiene (15) schwenkbar angeordnet ist.
12. Schneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (15) beidseits außerhalb des zu schneidenden
Plattenkörpers (7) in seitlichen Schwenkführungen (40) gehalten ist.
13. Schneidvorrichtung zum Schneiden von Dämmplatten (7) oder dergleichen
Plattenkörpern, insbesondere Styropor enthaltenden Dämmplatten zur Außenisolierung
von Gebäuden, wobei die Schneidvorrichtung (1) zumindest ein beheizbares Trennelement (2;32), insbesondere einen parallel verschieblichen, die
Breite eines Plattenkörpers überragenden Schneiddraht (2), umfaßt, insbesondere nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Parallelverschiebung des Trennelements (2) beidseits des zu schneidenden Plattenkörpers (7) Längsführungselemente (24) vorgesehen sind, die einseitig an
einem Grundkörper (5) ortsfest angelenkt und anderenends schwenkbeweglich in einer Kreisbogensegmentkulisse (40) geführt sind.
14. Schneidvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kreisbogensegmentkulisse (40) an dem Grundkörper (5) schwenkbar angelenkt ist.
15. Schneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Kreisbogensegmentkulisse (40) eine einseitige Verzahnung (41) aufweist und zur Verstellung des Schwenkwinkels der seitlichen
Längsführungen (24) ein einseitig bedienbarer Kurbeltrieb (27) vorgesehen ist.
16. Schneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschwenkung in den Schwenkkulissen (40) synchronisiert ist.
17. Schneidvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Synchronisation der Winkel in den Schwenkführungen (40) eine beide Schwenkführungen
(40) miteinander verbindende Schiene (15) vorgesehen ist.
18. Schneidvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schiene (15) eine Führungsschiene für ein Schneidelement (32) ausbildet.
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|---|---|---|---|
| DE29717912U DE29717912U1 (de) | 1997-10-09 | 1997-10-09 | Schneidvorrichtung |
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| DE29717912U DE29717912U1 (de) | 1997-10-09 | 1997-10-09 | Schneidvorrichtung |
Publications (1)
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| DE29717912U1 true DE29717912U1 (de) | 1998-06-18 |
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE29717912U1 (de) |
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