DE19512403A1 - Vorrichtung zum Schneiden von Gipskartonplatten - Google Patents
Vorrichtung zum Schneiden von GipskartonplattenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft das Gebiet des Bauwesens insbesondere den Trockenbau unter Verwendung
von Gipskartonplatten.
Gipskartonplatten werden in Normgrößen geliefert. Sie müssen daher auf der Baustelle auf
Einbaumaß geschnitten werden. Dazu wird die auf dem Stapel zuoberst liegende Platte angezeichnet,
eine gerade Schiene angelegt und an dieser entlang mit einem Cutmesser (Teppichmesser) der außen
befindliche Karton eingeschnitten. Die Platte wird dann bis zum Schnitt an den Rand des Stapels
gezogen mit einem kurzen Ruck gebrochen und dann vorsichtig gewendet. Durch nochmaliges
Schneiden mit dem Cutmesser entlang der auf der Rückseite entstandenen Faltlinie wird die Platte
endgültig getrennt.
Das ständige Niederbeugen über den Plattenstapel beim Anzeichnen das oftmalige Verrutschen der
Schneideschiene das manchmal verlaufende Cutmesser und die damit zusammenhängende schlechte
Bruchqualität aber vor allem das beschwerliche Wenden der Platten bei dem es oft zum Einreißen
der rückseitigen Kartonlage und zu fehlerhaftem Bruch kommt sind Nachteile dieser Arbeitsweise.
Die DE-PS 30 44 467 schlägt nun ein Schneidgerät vor das mit Rollen auf der Oberkante einer
aufgestellten Gipskartonplatte verfahrbar ist und auf beiden Seiten der Gipskartonplatte fliegend
befestigte und in der Länge verstellbare Arme als Werkzeugträger hat. Als Schneidwerkzeug werden
federnd abgestützte Tapetenmesser verwendet. Sie werden mittels der längsverstellbaren Arme auf
Schneidmaß eingestellt. Der Schnitt erfolgt durch Verfahren des Schneidgerätes auf der Oberkante
der Gipskartonplatte.
Bei diesem Gerät ist aber für jeden Schnitt ein Einstellen der Schneidmesser auf die benötigte
Schnittbreite erforderlich was einen hohen Einstellaufwand bedeutet.
Mit diesem Gerät sind auch nur Schnitte parallel zur Oberkante der Gipskartonplatte und auch nur
für eine begrenzte Streifenbreite möglich. Schrägschnitte können nicht ausgeführt werden.
Dazu kommt daß für diese Arbeiten möglichst zwei Arbeitskräfte vorhanden sein sollten eine für
das Halten der Gipskartonplatte und eine für das Führen des Schneidegerätes.
Für genaue Schnitte ist zudem eine saubere Oberkante der Gipskartonplatte erforderlich was bei der
Verarbeitung von Reststücken ihr Vorbearbeiten bedingt.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung zum Schneiden von
Gipskartonplatten zu schaffen die von nur einer Arbeitskraft zum Einsatzort transportierbar am
Einsatzort montierbar und verschiebbar ist und mit der ebenfalls von nur einer Arbeitskraft eine
saubere und schnelle Schnittdurchführung beim Schneiden von Gipskartonplatten auf Einbaumaß
mit geringem Einstellaufwand und bei geringem Platzbedarf am Einsatzort gewährleistet ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung gelöst die aus einem auf dem Boden
liegenden verfahrbaren Grundrahmen aus einem auf dem Grundrahmen angeordneten mehrteiligen
Grundgestell und der eigentlichen Schneideinrichtung besteht.
Der Grundrahmen besteht aus zwei Längsträgern mit Querverbindungen. In Längsrichtung ist nach
etwa 2/3 der Länge eine Ausparung als Freiraum für die Schneideinrichtung angeordnet.
Das Grundgestell besteht aus drei Teilen die einzeln nebeneinander auf dem vorderen Längsträger
des Grundrahmens angeordnet und rückseitig mit Stützen auf dem zweiten Längsträger des
Grundrahmens abgestützt sind. Unmittelbar über dem Grundrahmen sind an ihnen Auflageschienen
für die Aufnahme der zu schneidenden Gipskartonplatten angeordnet. Im mittleren Teil ist im
Bereich der Aussparung im Grundrahmen ein senkrechter V-förmiger Spalt angeordnet in dem sich
die Schneideinrichtung befindet. Der V-förmige Spalt ist oben und unten durch rechtwinklig zum
Grundgestell angeordnete Rahmen verbunden. Der untere Rahmen befindet sich dabei in der
Aussparung für die Schneideinrichtung im Grundrahmen unterhalb des Niveaus der Auflageschiene.
Durch die Abstützung ist das Grundgestell ca. 7 Grad nach hinten geneigt. Damit ist die
Vorderfläche des Grundgestelles eine sichere Anlagefläche für die zu schneidenden
Gipskartonplatten.
Die Schneideinrichtung besteht aus einem geschlossenen Rahmen wobei sich ein senkrechter
Rahmenteil vor der Anlagefläche für die Gipskartonplatten am Grundrahmen und der zweite
senkrechte Teil dahinter befindet. Sie ist unten um eine in Höhe der Auflageschiene in Querrichtung
angeordnete Schwenkachse im V-förmigen Spalt des mittleren Teils schwenkbar und wird am
oberen Rahmen des mittleren Teiles durch eine Arretierung gehalten mit der die Schneideinrichtung
in jeder Stellung innerhalb des V-förmigen Ausschnittes im mittleren Teil fixierbar ist.
Jeder senkrechte Rahmenteil ist als Führung für einen Werkzeugträger ausgebildet. Die
Werkzeugträger mit den Werkzeugen werden manuell oder durch einen geeigneten Antrieb
gleichzeitig bewegt und sind hierzu miteinander mechanisch verbunden
Zu schneidende Gipskartonplatten werden auf der Auflageschiene positioniert. Zum Schneiden
werden die Werkzeugträger mit den daran befindlichen Schneidwerkzeugen von oben nach unten
geführt. Dabei schneiden sie gleichzeitig vorn und hinten die Kartonage der Gipskartonplatte durch
und die Platte kann anschließend leicht gebrochen werden.
Die Erfindung wird am nachfolgenden Beispiel näher erläutert. Die dazugehörigen Bilder zeigen
Fig. 1 Gesamtansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung von vorn und von der Seite,
Fig. 2 Hauptbestandteile in perspektivischer Ansicht ohne Schneideinrichtung Stützleisten
und Skalen,
Fig. 3 Schneideinrichtung in Vorderansicht,
Fig. 4 Ansicht A aus Fig. 3,
Fig. 5 Schnitt C-C aus Fig. 3,
Fig. 6 Schnitt B-B aus Fig. 3,
Fig. 7 Werkzeugträger mit Schneidrädchen Ansicht D zu Fig. 6,
Fig. 8 Arretierung der Schneideinrichtung,
Fig. 9 Verfahreinrichtung,
Fig. 10 Schematische Darstellung der Schnittdurchführung.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen die beanspruchte Vorrichtung in der Ansicht sowie in den
Hauptbestandteilen.
Danach besteht der Grundrahmen 1 aus zwei Längsträgern mit vier Querverbindungen wobei der
vordere Längsträger 8 zur Aufnahme und Befestigung der Teile 2 bis 4 des Grundgestelles
ausgebildet sind. Außerdem hat der vordere Längsträger 8 eine Aussparung 9 für den Fußrahmen 10
des Mittelteiles 2.
Die Seiten des Mittelteiles 2 bestehen aus Kastenprofilen. Der V-förmige Spalt 12 wird seitlich durch
Winkelprofile begrenzt. Oben bildet ein rechtwinklig zur Schnittlinie angeordneter Kopfrahmen 11
und unten ein rechtwinklig zur Schnittlinie angeordneter Fußrahmen 10 den Abschluß. Das Mittelteil
2 ist mittels einer Steckverbindung auf dem vorderen Längsträger 8 befestigt und rückseitig mittels
zweier Stützen 6 gegen den hinteren Längsträger des Grundrahmens 1 abgestützt. Dabei sitzt das
Mittelteil 2 mit seinen Fußrahmen 10 in der Aussparung 9 des vorderen
Längsträgers 8.
Rechts und links vom Mittelteil 2 befinden sich das rechte Seitenfeld 4 und das linke Seitenfeld 3.
Sie bestehen an den Seiten und oben aus Kastenprofilen und unten aus einer Winkelschiene. Die
Seitenteile 3 und 4 sind zweckmäßig mittels Steckverbindungen mit dem Mittelteil 2 verbunden und
mittels Schraubverbindung am vorderen Längsträger 8 befestigt.
Über die gesamte Länge aller Teile 2 bis 4 erstreckt sich nach deren Montage unmittelbar über dem
vorderen Längsträger 8 eine Auflageschiene 13. Lediglich über der Aussparung 9 im vorderen
Längsträger 8 im Bereich des V-förmigen Spaltes 12 des Mittelteiles 2 hat die Auflageschiene 13
eine Unterbrechung von ca. 30 mm für den Durchlauf der Schneidwerkzeuge.
Für ein leichtes Verschieben der Gipskartonplatten 16 auf der Auflageschiene ist diese vorteilhaft mit
abgekanteten CrNi-Stahlblechen beschichtet.
Zwecks besserer Auflage der zu schneidenden Gipskartonplatten 16 sind in der Anlagefläche der
Teile 2 bis 4 zusätzlich waagerechte Stützleisten 14 aus Holz angebracht. Dabei ist die unterste
Stützleiste 14 (Fig. 1) als Skalenträger 15 ausgebildet. Mit ihrer Hilfe kann die Gipskartonplatte 16
leicht auf der Auflageschiene 13 auf das gewünschte Schnittmaß ausgerichtet werden. Dazu sind
zweckmäßig 3 Skalen angebracht von denen eine von 200 bis 0 cm eine von
0 bis 125 cm und eine von 0 bis 200 cm jeweils bezogen auf den senkrechten Schnitt reicht. Durch
diese Einteilung erübrigt sich ein Gegenrechnen beim Einstellen kurzer oder schmaler Abschnitte von
der Gipskartonplatte 16.
Am Kopfrahmen 11 des Mittelteiles 2 befinden sich auf einer hier befestigten Skalentafel 18 ebenfalls
zwei Skalen (Fig. 8). Nach ihnen kann die Schneideinrichtung 5 für den Schrägschnitt von sowohl
hochkant als auch flach stehenden Gipskartonplatten 16 auf einen von der Senkrechten
abweichenden Wert eingestellt und damit ein Schrägschnitt durchgeführt werden. Dazu gehen die
Skalen zweckmäßig von einem Nullpunkt in der Skalenmitte aus was einem senkrechten Schnitt
entspricht und geben die Abweichung der Schnittlinie von der Senkrechten an der Oberkante der
Gipskartonplatten vorteilhaft in Längeneinheiten an. Die obere Skala gilt dabei für hochkant stehende
Gipskartonplatten 16 und die untere Skala zweckmäßig für flach stehende Gipskartonplatten 16.
Diese Skalentafel 18 ist an der Unterkante außerdem mit einer Verzahnung versehen.
Die Schneideinrichtung 5 (siehe Fig. 3 bis 7) besteht aus einem geschlossenen Rahmen dessen
Seitenteile als Führungsstangen 21 (vor der Anlagefläche im Grundgestell) und 21′ (hinter der
Anlagefläche im Grundgestell) ausgebildet sind. Diese bestehen zweckmäßig aus Hohlprofilen.
Das Oberteil der Schneideinrichtung 5 (siehe Fig. 4) ist ebenfalls als Rahmen 22 ausgeführt der sich
im Kopfrahmen 11 befindet. Er umschließt beide Führungsstangen 21, 21′ und nimmt eine obere
Kettenradwelle 23 mit zwei Kettenritzeln 24, 24′ in sich auf. Die Kettenradwelle 23 ist in der Vorder- und
Hinterseite des Rahmens 22 gelagert.
Seitliche Rollen 25, 25′ am Rahmen 22 erleichtern die Bewegung des Rahmens 22 im Kopfrahmen 11
des Mittelteiles 2.
Am Rahmen 22 ist vorn die Arretierung angebracht (Fig. 8). Sie ist zweckmäßig als ein nach unten
in eine günstige Griffhöhe geführter Ausleger 17 ausgeführt an dem eine Zunge 19 die über eine
Stange 20 gegen eine Feder zurückziehbar ist und in die Verzahnung 21 eingreift befestigt ist. Dabei
trägt die Zunge 19 eine Verlängerung als Zeiger bis an die auf der oberen Skalentafel 18
angebrachten Skalen heran.
Das Unterteil der Schneideinrichtung (siehe Fig. 5) ist als Bügel 26 ausgeführt der im Fußrahmen 10
sitzt und in sich wieder beide Führungsstangen 21, 21′ eine untere Kettenradwelle 27 mit den
Kettenritzeln 24, 24′ und Schwenklager 28, 28′ in sich aufnimmt. Der Bügel 26 ist nach rechts
geöffnet und gestattet den Ausbau der Schneideinrichtung 5 aus den unteren Teil des V-förmigen
Spaltes 12 bei Reparaturen. Die Kettenradwelle 27 ist in der Vorder- und Hinterseite des Bügels 26
gelagert. Die Schwenklager 28, 28′ befinden sich ebenfalls in der Vorder- und Hinterseite des Bügels
26 und des Fußrahmens 10 des Mittelteiles 2. Sie liegen in Höhe der Auflageschiene 13 in der
Schnittlinie und schaffen die Verbindung der Schneideinrichtung 5 zum Fußrahmen 10 des
Mittelteiles 2. Um die Schwenklager 28, 28′ ist die Schneideinrichtung 5 im V-förmigen Spalt 12
schwenkbar und mittels der Arretierung 18 am Kopfrahmen 11 arretierbar. Die Schwenklager 28, 28′
liegen auf der senkrechten Schnittlinie der Schneidrädchen 34.
An jeder Führungsstange 21, 21′ befindet sich ein Werkzeugträger 30, 30′ der auf Rollen 31 in
Führungsbahnen 32, 32′ die vorn und hinten in jeder Führungsstange 21, 21′ vorhanden sind auf den
Führungsstangen 21, 21′ verfahrbar ist. An jedem Werkzeugträger 30, 30′ ist zur Anlagefläche der
Gipskartonplatten 16 gerichtet ein Werkzeughalter 33, 33′ befestigt. Dieser trägt an seiner untersten
Stelle die Schneidrädchen 34.
Die Werkzeughalter 33, 33′ sind um einen Schwenkpunkt 35 35′ im Werkzeugträger 30, 30′
schwenkbar und mittels Schrauben 36, 36′ in Langlöchern 37, 37′ in der eingestellten Lage fixierbar.
Damit sind die Schneidrädchen 34 auf unterschiedliche Stärken der Gipskartonplatten 16 und
unterschiedliche Schnittiefen einstellbar.
Über die Kettenritzel 24 vor der Anlagefläche der Gipskartonplatten 16 und die Kettenritzel 24′
hinter der Anlagefläche wird je eine umlaufende Antriebskette 29, 29′ geführt die über die
Kettenbefestigung 42 mit den Werkzeugträgern 30, 30′ verbunden sind (siehe Detail in Fig. 7). Über
sie und die Kettenradwellen 23 und 27 ist eine mechanische Bindung des vorderen Werkzeugträgers
30 mit dem hinteren Werkzeugträger 30′ und damit eine gleichsinnige Bewegung beider gesichert.
Die obere Kettenradwelle 23 ist durch einen Kettenspanner 39 im Rahmen 22 in der Höhe
verstellbar wodurch die Antriebsketten 29, 29′ spannbar sind. Außerdem ist jede Antriebskette
29, 29′ über ihre gesamte Länge von je einem Kettenschutz 40, 40′ umgeben.
Zur Montage wird die beanspruchte Schneidvorrichtung in ihre Hauptbestandteile zerlegt zum
Einsatzort transportiert. Dort wird der Grundrahmen 1 an geeigneter Stelle abgelegt. Danach wird
das Mittelteil 2 mit der Schneideinrichtung 5 mit seinen in der Unterseite befindlichen Löchern auf
Zapfen auf den vorderen Längsträger 8 gesteckt und mit zwei Stützen 6 am hinteren Längsträger des
Grundrahmens 1 in dazugehörigen Aufnahmen arretiert. Nun werden das rechte und das linke
Seitenteil 3 und 4 nacheinander mit in der Unterseite befindlichen Langlöchern (siehe Detail in Fig. 2)
auf Zapfen die sich auf dem vorderen Längsträger befinden und als Gewindebolzen ausgebildet sind,
gesteckt und in diesen Langlöchern gegen das Mittelteil 2 geschoben wo wieder Zapfen und
Bohrungen ineinander greifen und eine formschlüssige Verbindung der Teile 2 bis 4 bewirken. Der
Sitz in den Langlöchern wird durch Verschraubung mit Flügelmuttern gesichert und die Seitenteile 3
und 4 durch je eine Stütze 6 am hinteren Längsträger des Grundrahmens 1 arretiert. Zusätzlich
werden die Teile 2 bis 4 oben durch Schnellverbindungen 41 miteinander verbunden.
Zum Schneiden einer Gipskartonplatte 16 auf die benötigte Größe wird diese auf die Auflageschiene
13 gestellt und auf dieser durch die Schneideinrichtung 5 geschoben bis das Schneidmaß auf der
entsprechenden Skala auf dem Skalenträger 15 ablesbar ist. Danach wird der vordere
Werkzeugträger 30 am Handgriff 38 nach unten gezogen (siehe Fig. 10). Dabei rollen die
Schneidrädchen 34 beidseitig gleichzeitig über die Gipskartonplatte 16 bis unter das Niveau der
Auflageschiene 13 und schneiden die Kartonage durch. Die Gipskartonplatte 16 kann danach leicht
an der Schnittlinie gebrochen werden.
Steht vor dem Schnitt die Verlängerung der Zunge 19 in der Mitte der Skalen der oberen Skalentafel
18 dann erfolgt ein senkrechter Schnitt (Parallelschnitt).
Nach Lösen der Arretierung ist die Schneideinrichtung 5 nach rechts oder links schwenkbar und
damit ein Schrägschnitt gemäß Skalenangabe einstellbar. Dabei gewährleistet der V-förmige Spalt 12
eine Abweichung der Schnittlinie von der Senkrechten in Höhe der Oberkanten der
Gipskartonplatten 16 von ca. +/- 8 cm womit die beim Trockenbau am häufigsten vorkommenden
Schrägschnitte ausführbar sind.
Wird die beanspruchte Vorrichtung an einer anderen Stelle des Einsatzortes benötigt dann wird sie
mittels der Verfahreinrichtung 7 (siehe Fig. 2 und 9) durch Umiegen eines Hebels und dadurch
Drehen einer quer im Grundrahmen 1 angeordneten Welle an deren Enden zwei Räder an kurzen
Gabeln angebracht sind angehoben und auf den dazugehörigen Rädern fortgerollt.
Mit dieser Vorrichtung wird gesichert daß eine Arbeitskraft das Schneiden der Gipskartonplatten 16
allein und schnell durchführen kann. Alle Hauptbestandteile der Vorrichtung sind so bemessen daß
sie von einer Person durch Treppenhäuser Korridore und Türöffnungen üblicher Größe getragen
werden können. Durch die gewählten Verbindungselemente ist auch die Montage von einer Person in
kurzer Zeit durchführbar. Die Skalen gewährleisten eine leichte und schnelle Positionierung der
Gipskartonplatten 16 auf das zu schneidende Maß auch bei Schrägschnitt so daß das zeitraubende
Anzeichnen der Gipskartonplatten 16 entfällt. Durch die Lage der Schwenklagerachse in der
Auflageschiene 13 und in der Schnittlinie der Schneidrädchen 34 behalten die Skalen im Skalenträger
15 auch bei Schrägschnitten ihre Gültigkeit für das unterseitige Plattenmaß. Die Werkzeuganordnung
und ihre Führung beim Schnitt garantieren saubere Schnittkanten.
Durch die Verfahreinrichtung ist außerdem eine schnelle Umsetzung der Vorrichtung am Einsatzort
gesichert.
Diese Schneidvorrichtung ist auch zum Schneiden von Platten aus anderen Materialien z. B. Wedi-
oder Mineralfaserdeckenplatten einsetzbar.
Nach Austausch der Werkzeuge sind mit dieser Vorrichtung auch Platten anderer Materialien die
beim Zuschnitt beidseitig angeschnitten und gebrochen werden bearbeitbar.
Bezugszeichenliste
1 Grundrahmen
2 Mittelteil des Grundgestelles
3 linkes Seitenteil des Grundgestelles
4 rechtes Seitenteil des Grundgestelles
5 Schneideinrichtung
6 Stützen des Grundgestelles
7 Verfahreinrichtung
8 vorderer Längsträger
9 Aussparung
10 Fußrahmen
11 Kopfrahmen
12 V-förmiger Spalt
13 Auflageschiene
14 Stützleisten
15 Skalenträger
16 Gipskartonplatte
17 Ausleger
18 Arretierung
19 Zunge
20 Zugstange
21, 21′ Führungsstangen
22 Rahmen
23 obere Kettenradwelle
24, 24′ Kettenritzel
25, 25′ seitliche Rollen
26 Bügel
27 untere Kettenradwelle
28, 28′ Schwenklager
29, 29′ Antriebskette
30, 30′ Werkzeugträger
31 Rollen
32, 32′ Führungsbahnen
33, 33′ Werkzeughalter
34 Schneidrädchen
35, 35′ Schwenkpunkt
36, 36′ Schrauben
37, 37′ Langlöcher
38 Handgriff
39 Kettenspanner
40, 40′ Kettenschutz
41 Schnellverbindungen
42 Kettenbefestigung
2 Mittelteil des Grundgestelles
3 linkes Seitenteil des Grundgestelles
4 rechtes Seitenteil des Grundgestelles
5 Schneideinrichtung
6 Stützen des Grundgestelles
7 Verfahreinrichtung
8 vorderer Längsträger
9 Aussparung
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11 Kopfrahmen
12 V-förmiger Spalt
13 Auflageschiene
14 Stützleisten
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16 Gipskartonplatte
17 Ausleger
18 Arretierung
19 Zunge
20 Zugstange
21, 21′ Führungsstangen
22 Rahmen
23 obere Kettenradwelle
24, 24′ Kettenritzel
25, 25′ seitliche Rollen
26 Bügel
27 untere Kettenradwelle
28, 28′ Schwenklager
29, 29′ Antriebskette
30, 30′ Werkzeugträger
31 Rollen
32, 32′ Führungsbahnen
33, 33′ Werkzeughalter
34 Schneidrädchen
35, 35′ Schwenkpunkt
36, 36′ Schrauben
37, 37′ Langlöcher
38 Handgriff
39 Kettenspanner
40, 40′ Kettenschutz
41 Schnellverbindungen
42 Kettenbefestigung
Claims (12)
1. Vorrichtung zum beidseitigen Schneiden von Gipskartonplatten dadurch gekennzeichnet,
daß ein Mittelteil (2) ein rechtes Seitenteil (4) und ein linkes Seitenteil (3) eines Grundgestelles auf dem vorderen Längsträger eines Grundrahmens (1) mit ca. sieben Grad Neigung angeordnet sind und rückseitig mittels Stützen (6) gegen den hinteren Längsträger des Grundrahmens (1) abgestützt sind, daß an den Teilen (2 bis 4) unmittelbar über dem vorderen Längsträger (8) eine Auflageschiene (13) angeordnet ist,
daß im Mittelteil (2) ein senkrechter V-förmiger Spalt (12) vorhanden ist der oben durch einen rechtwinklig zur Schnittlinie angeordneten Kopfrahmen (11) und unten durch einen senkrecht zur Schnittlinie angeordneten Fußrahmen (10) geschlossen ist wobei sich der Fußrahmen (10) in einer im vorderen Längsträger (8) vorhandenen Aussparung (9) unterhalb der Auflageschiene (13) befindet,
daß die Schneideinrichtung (5) im V-förmigen Spalt (12) des Mittelteiles (2) angeordnet ist wobei sie unten in einem Schwenklager (28, 28′) das sich in Höhe der Auflageschiene (13) und in der Schnittlinie der Schneidrädchen (34) im Fußrahmen (10) und im Bügel (26) der Schneideinrichtung (5) befindet gelagert und mittels einer Arretiervorrichtung am Kopfrahmen (11) feststellbar ist, daß Werkzeugträger (30, 30′) an Führungsstangen (21, 21′) verfahrbar sind und über Antriebsketten (29, 29′) die über im Rahmen (22) und im Bügel (26) der Schneideinrichtung (5) auf Kettenradwellen (23 und 27) angeordneten Kettenritzeln (24, 24′) umlaufen mechanisch miteinander verbunden sind,
daß die Vorrichtung mittels der am Grundrahmen (1) befindlichen Verfahreinrichtung (7) bewegbar ist.
daß ein Mittelteil (2) ein rechtes Seitenteil (4) und ein linkes Seitenteil (3) eines Grundgestelles auf dem vorderen Längsträger eines Grundrahmens (1) mit ca. sieben Grad Neigung angeordnet sind und rückseitig mittels Stützen (6) gegen den hinteren Längsträger des Grundrahmens (1) abgestützt sind, daß an den Teilen (2 bis 4) unmittelbar über dem vorderen Längsträger (8) eine Auflageschiene (13) angeordnet ist,
daß im Mittelteil (2) ein senkrechter V-förmiger Spalt (12) vorhanden ist der oben durch einen rechtwinklig zur Schnittlinie angeordneten Kopfrahmen (11) und unten durch einen senkrecht zur Schnittlinie angeordneten Fußrahmen (10) geschlossen ist wobei sich der Fußrahmen (10) in einer im vorderen Längsträger (8) vorhandenen Aussparung (9) unterhalb der Auflageschiene (13) befindet,
daß die Schneideinrichtung (5) im V-förmigen Spalt (12) des Mittelteiles (2) angeordnet ist wobei sie unten in einem Schwenklager (28, 28′) das sich in Höhe der Auflageschiene (13) und in der Schnittlinie der Schneidrädchen (34) im Fußrahmen (10) und im Bügel (26) der Schneideinrichtung (5) befindet gelagert und mittels einer Arretiervorrichtung am Kopfrahmen (11) feststellbar ist, daß Werkzeugträger (30, 30′) an Führungsstangen (21, 21′) verfahrbar sind und über Antriebsketten (29, 29′) die über im Rahmen (22) und im Bügel (26) der Schneideinrichtung (5) auf Kettenradwellen (23 und 27) angeordneten Kettenritzeln (24, 24′) umlaufen mechanisch miteinander verbunden sind,
daß die Vorrichtung mittels der am Grundrahmen (1) befindlichen Verfahreinrichtung (7) bewegbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mittelteil (2) mit an der Unterkante vorhandenen Bohrungen auf Zapfen auf dem vorderen
Längsträger (8) aufgesteckt und rückseitig mittels Stützen (6) gegen den hinteren Längsträger des
Grundrahmens (1) abgestützt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenteile (3 und 4) mit Langlöchern an der Unterkante auf Gewindebolzen auf den
vorderen Längsträgern (8) sitzen und in den Langlöchern gegen das Mittelteil (2) schiebbar sind,
wobei hier wieder Zapfen und Bohrungen ineinandergreifen und mittels Stützen (6) gegen den
hinteren Längsträger des Grundrahmens (1) abgestützt sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auflageschiene (13) mit Cr-Ni-Blechen beschichtet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die in der Anlagefläche der Teile (2 bis 4) für die Gipskartonplatten (16) unterste Stützleiste (14)
als Skalenträger (15) ausgebildet ist wobei eine Skala von 200 bis 0 cm eine Skala von 0 bis 125 cm
und eine Skala von 0 bis 200 cm reicht und die Skalen in der Schnittlinie bei senkrechtem Schnitt
enden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Vorderseite des Kopfrahmens (11) eine Skalentafel (18) mit zwei Skalen befestigt ist,
deren obere die Abweichung der Schnittlinie von der Senkrechten an der Oberkante beim
Schrägschnitt von hochgestellten Gipskartonplatten (16) und deren untere diese Abweichung für
flach aufgestellte Gipskartonplatten (16) in Längeneinheiten angibt und daß die Unterkante der
Skalentafel (18) mit einer Verzahnung versehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsstangen (21, 21′) der Schneideinrichtung (5) Hohlprofile sind die jeweils vorn und
hinten eine Führungsbahn (32, 32′) für die Rollen (31) der Werkzeugträger (30, 30′) haben.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Schwenklager (28, 28′) im Vorderteil des Fußrahmens (10) und des Bügels (26) der
Schneideinrichtung (5) sowie im Hinterteil des Fußrahmens (10) und des Bügels (26) der
Schneideinrichtung (5) in Höhe der Auflageschiene (13) und in der Schnittlinie befinden.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Arretierung als nach unten bis in eine günstige Griffhöhe geführter Ausleger (17) ausgeführt
ist der oben am Rahmen (22) der Schneideinrichtung (5) sitzt und an dem eine mittels einer
Zustange (20) gegen eine Feder zurückziehbare Zunge (20) befestigt ist die in die Verzahnung an
der am Kopfrahmen (11) befestigten Skalentafel (18) eingreift und die eine Verlängerung als Zeiger
bis an die auf der Skalentafel (18) befindlichen Skalen trägt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß am Werkzeugträger (30, 30′) zur Anlagefläche für die Gipskartonplatten (16) gerichtete
Werkzeughalter (33, 33′) um einen Schwenkpunkt (35, 35′) schwenkbar angeordnet sind die an ihrer
untersten Stelle Schneidrädchen (34) tragen und in Langlöchern (37, 37′) anstellbar sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die obere Kettenradwelle (23) im Rahmen (22) der Schneideinrichtung (5) durch einen hier
angeordneten Kettenspanner (39) in ihrer Höhe verstellbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Rahmen (22) der Schneideinrichtung (5) und dem Kopfrahmen (11) vorn und hinten
seitliche Rollen (25, 25′) angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995112403 DE19512403A1 (de) | 1995-04-03 | 1995-04-03 | Vorrichtung zum Schneiden von Gipskartonplatten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995112403 DE19512403A1 (de) | 1995-04-03 | 1995-04-03 | Vorrichtung zum Schneiden von Gipskartonplatten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19512403A1 true DE19512403A1 (de) | 1996-10-10 |
Family
ID=7758637
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995112403 Withdrawn DE19512403A1 (de) | 1995-04-03 | 1995-04-03 | Vorrichtung zum Schneiden von Gipskartonplatten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19512403A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29621422U1 (de) | 1996-12-10 | 1998-04-09 | Kraus, Hermann, 84503 Altötting | Vorrichtung zur Bearbeitung plattenartiger Glas- oder Steinkörper |
| DE10218580C1 (de) * | 2002-04-26 | 2003-08-14 | Gunter-Rainer Muehlner | Schneidkopf für Schneideinrichtungen zum Schneiden von Gipskartonplatten und plattenförmigen Bauelementen aus ähnlichen Materialien |
| CN112127591A (zh) * | 2020-08-28 | 2020-12-25 | 衡东县新塘镇顶峰装饰材料加工厂 | 一种石膏线条用的拼接机构 |
| CN113843835A (zh) * | 2021-10-28 | 2021-12-28 | 湖南飞欧特新材料有限公司 | 一种石墨毡边料自动切料装置 |
-
1995
- 1995-04-03 DE DE1995112403 patent/DE19512403A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29621422U1 (de) | 1996-12-10 | 1998-04-09 | Kraus, Hermann, 84503 Altötting | Vorrichtung zur Bearbeitung plattenartiger Glas- oder Steinkörper |
| DE10218580C1 (de) * | 2002-04-26 | 2003-08-14 | Gunter-Rainer Muehlner | Schneidkopf für Schneideinrichtungen zum Schneiden von Gipskartonplatten und plattenförmigen Bauelementen aus ähnlichen Materialien |
| EP1356903A1 (de) * | 2002-04-26 | 2003-10-29 | Gunter-Rainer Mühlner | Schneidkopf für Schneideinrichtungen zum Schneiden von Gipskartonplatten und plattenförmigen Bauelementen aus ähnlichen Materialien |
| CN112127591A (zh) * | 2020-08-28 | 2020-12-25 | 衡东县新塘镇顶峰装饰材料加工厂 | 一种石膏线条用的拼接机构 |
| CN113843835A (zh) * | 2021-10-28 | 2021-12-28 | 湖南飞欧特新材料有限公司 | 一种石墨毡边料自动切料装置 |
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