DE29716432U1 - Rollschuh, insbesondere Inline-Skate - Google Patents
Rollschuh, insbesondere Inline-SkateInfo
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Description
G 18 000 - les 12.08.1997
Dr. Kurt Stoli, Lenzhalde 72, 73732 Esslingen
Rollschuh, insbesondere Inline-Skate
Die Erfindung betrifft einen Rollschuh, insbesondere Inline-Skate,
der eine Bremsvorrichtung aufweist.
Derartige Rollschuhe verfügen zum Teil über eine Bremsvorrichtung,
die von einem Bremskörper gebildet ist, der zum Bremsen durch das Neigen des Rollschuhs bezüglich der
Fahrbahnoberfläche auf diese gedrückt wird. Auf Grund der
Reibung zwischen dem Bremskörper und der Fahrbahnoberfläche wird die Geschwindigkeit reduziert. Bei den sogenannten
Inline-Skates ist der Bremskörper-'i &eegr; Höhe der
Räder hinter dem in Fahrtrichtung hintersten Rad angeordnet. Beim Anheben der Schuhspitze des Rollschuhs gelangt
der Bremskörper dann in Kontakt mit der Fahrbahnoberfläche
Bei solchen Bremsvorrichtungen ist die Bremswirkung insbesondere bei höheren Fahrtgeschwindigkeiten unzureichend.
Ferner ist während des Bremsvorgangs keine stabile Fahrtposition möglich, da einer der Rollschuhe
bezüglich der Fahrbahnoberfläche geneigt werden muß und
dadurch nicht mit allen Rädern auf der Fahrbahnoberfläche
auf!iegt.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Rollschuh mit einer Bremsvorrichtung zu schaffen, wobei
eine ausreichende Bremswirkung bei gleichzeitig stabiler
Fahrtposition ermöglicht ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Bremsvorrichtung über wenigstens einem Rad des Rollschuhs zugeordnete Bremsmittel verfügt, die mittels einer ein
Handbedienelement aufweisenden Betätigungseinrichtung betätigbar sind und in betätigtem Zustand das zugeordnete
Rad bremsend beaufschlagen.
Die dem wenigstens einen Rad des Rollschuhs zugeordneten Bremsmittel ermöglichen eine gute Bremswirkung. Ferner ist
die Bremsvorrichtung mittels des Handbedienel ements bequem
manuell betätigbar, so daß die Fahrtposition beim Bremsen
unverändert beibehalten werden kann, wobei der mit der Bremsvorrichtung ausgestattete Rollschuh mit allen Rädern
in Kontakt mit der Fahrbahnoberfläche bleiben kann.
Zweckmäßigerweise sind die ßVemsmittel mehreren Rädern des
Rollschuhs zugeordnet. Auf diese Weise kann die Bremswirkung der Bremsmittel erhöht werden.
Alternativ hierzu ist es ebenfalls möglich, die Bremsmittel
einem einzigen Rad, vorzugsweise zumindest dem bezogen auf die Fahrtrichtung hinteren Rad des Rollschuhs,
zuzuordnen. Beim Abbremsen des in Fahrtrichtung hinteren Rades wird eine Kippbewegung des Benutzers über das mittels
der Bremsmittel abgebremste Rad nach vorne vermieden.
Vorteilhafterweise weist die Betätigungseinrichtung zur
übertragung der manuell auf das Handbedienelement ausgeübten
Bedienkraft zu den Bremsmitteln ein vorzugsweise als Bowdenzug ausgebildetes Kraftübertragungsglied auf, wobei
die Bedienkraft in eine Bremskraft zur Betätigung der
Bremsmittel umgesetzt wird. Bei dieser Ausgestaltung kann
das Handbedienelement an einer von den Bremsmitteln entfernten
Position angeordnet sein, um die-Zugangl i chkei t
des Handbedienelements zu verbessern.
Es ist des weiteren zweckmäßig, wenn das Handbedienelement
im Bereich der Handinnenfläche angeordnet ist. Hierdurch
ist ein nahezu verzögerungsfreies Bremsen möglich, da das
Handbedienelement immer greifbar an der Handinnenfläche
sitzt.
Ferner kann das Handbedienelement an einer an Unterarm
und/oder Hand lösbar anlegbaren Halteeinrichtung angeordnet
sein, die insbesondere eine im Bereich des Handgelenks
an Hand und Unterarm anliegende Halteschiene aufweist, an der das Handbedienelement angeordnet ist. Der Benutzer des
Rollschuhs muß das Handbedienelement somit nicht ständig
aktiv festhalten. Die Halteschiene der Halteeinrichtung
kann dabei eine von InIine-Skatern häufig benutzte Schutzschiene
bilden, die zum Schutz des Handgelenks bei Stürzen getragen wird.
Ferner ist es vorteilhaft, wenn das Handbedienelement mit
einer Hand bedienbar ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht
das voneinander unabhängige Bedienen von zwei Bremsvorrichtungen, die jeweils einem der Rollschuhe eines Paares
zugeordnet sind.
Vorteilhaft ist es auch, wenn der Rollschuh als Inline-Skate
ausgebildet ist, der ein in Fahrtrichtung gesehen vor dem Schuh befindliches Vorderrad und ein hinter dem
Schuh angeordnetes Hinterrad aufweist. Bei dieser Ausgestaltung kann der Durchmesser der beiden Räder größer
gewählt werden, so daß ausreichend Raum für die Zuordnung von Bremsmitteln zu dem betreffenden Rad vorhanden ist.
Hinzu kommt, daß das Fahrverhalten des Inline-Skates insbesondere
bei höheren Geschwindigkeiten sehr stabil ist.
Die beiden Räder können die einzigen Räder des Inline-Skates sein.
Nachfolgend wird der erfindungsgemäße Rollschuh anhand der
beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Rollschuhs
mit einer Bremsvorrichtung, wobei das Handbedienelement
im Bereich der Handinnenfläche
angeordnet ist,
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Rollschuhs
mit einer Bremsvorrichtung, wobei das Handbedienelement
an einem stabähnlichen Hai tekörper
vorgesehen ist, und
Fig. 3 das Handbedienelement aus Fig. 1 im Querschnitt
gesehen.
Fig. 4 ein drittes Ausführungsbeispiel .eines Rollschuhs
mit Bremsvorrichtung
Die Fig. 1 und 2 zeigen ein erstes und ein zweites Ausführungsbeispiel
eines Rollschuhs 1, der beispielsgemäß
als sogenannter Inline-Skate 2 ausgebildet ist. Grundsätzlich
sind hier beliebige Varianten des Rollschuhs 1 denkbar, beispielsweise kann dieser auch von einem sogenannten
Roller-Skate od.dgl. gebildet werden.
Der Inline-Skate 2 verfügt über einen Schuh 5, der im
Bereich der Schuhsohle 6 lösbar mit einem zwei Räder 7 haltenden Basiskörper 8 verbindbar ist. Hierfür ist eine
in Fig. 1 strichpunktiert angedeutete Verbindungseinrichtung
9 vorgesehen, die zum lösbaren Verbinden von Schuh 5
und Basiskörper 8 zwischen diese zwischengeschaltet ist.
Vorzugsweise ist die Verbindungseinrichtung 9 so ausgestaltet,
daß der Schuh 5 zum Lösen und Verbinden vom bzw. mit dem Basiskörper 8 nicht vom Fuß des Benutzers entfernt
werden muß. Bei Bedarf ist der Schuh 5 vom Basiskörper 8 abtrennbar, so daß er zum Gehen geeignet ist. Beispielsweise
kann der Schuh vom Basiskörper abgetrennt werden, um Räume zu betreten oder um nicht befahrbare Oberflächen zu
überqueren.
Der Inline-Skate 2 besitzt bei den Ausführungsbeispielen
gemäß den Figuren 1 und 2 in Fahrtrichtung 13 gesehen ein vor dem Schuh 5 befindliches Vorderrad 7, ,14 und ein hinter
dem Schuh 5 angeordnetes Hinterrad 7, 15. Vorder- und Hinterrad 14, 15 sind drehbar am vorderen bzw. hinteren Endbereich
16 bzw. 17 des Basiskörpers 8 gelagert, wobei die Drehachslinien der beiden Räder 14, 15 parallel zueinander
verlaufen und die Räder 14, 15 in einer sich rechtwinkelig
zu den Drehachslinien erstreckenden Ebene liegen, die auch
die Fahrtrichtung 13 enthält.
Beispielsgemäß weisen Vorder- und Hinterrad 14, 15 eine
Felge 20 auf, die mittels mehrerer Speichen 21 oder eines Scheibenkörpers an der zugeordneten Achse gelagert ist. Am
Außenumfang der Felge 20 ist ein Radmantel 22 angeordnet, dessen radial nach außen weisender Umfangsbereich 23 die
Abrollfläche des Rades auf der Fahrbahnoberfläche dar-
stellt. Die Räder 14, 15 des Inline-Skates 2 können im
Inneren des Radmantels 22 einen Schlauch enthalten oder auch schlauchlos ausgebildet sein.
Es versteht sich, daß die Räder 7 des vom Inline-Skate 2
gebildeten Rollschuhs 1 grundsätzlich beliebig ausgeführt
sein können. Alternativ zum Ausführungsbeispiel können die
Räder 7 auch scheibenartig und insgesamt einstückig und
vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt sein, wie dies häufig bei Rollschuhen der Fall ist.
Der sich im wesentlichen in Fahrtrichtung J.3 erstreckende
Basiskörper 8 verläuft bei diesen Ausführungsformen in
seinem über das jeweils Schuhende hinausragenden vorderen und hinteren Endbereich 16, 17 nach oben-hin abgewinkelt.
Auf Grund dieses abgewinkelten Verlaufs liegen die Achsen
der Räder 14, 15 in Höhenrichtung 26 des vom Inline-Skate 2 gebildeten Rollschuhs 1 oberhalb der Schuhsohle 6 des
Schuhs 5. Dies hat einen in angezogenem Zustand des Rollschuhs 1 der Fahrbahnoberfläche angenäherten Schwerpunkt
des Rollschuhs 1 zur Folge. Die Laufruhe des Rollschuhs 1 insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten kann hierdurch
verbessert werden.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel des Rollschuhs 1
sind vier Räder 7 vorgesehen, die im wesentlichen unter-
halb der Schuhsohle 6 angeordnet sind, wobei sie in Fahrtrichtung 13 in einer Linie angeordnet sind, wie dies aus
Figur 4 hervorgeht. Das Vorderrad 14 und das Hinterrad können dem Schuh 5 in Fahrtrichtung 13 zumindest teilweise
vor- bzw. nachgelagert sein. Diese Ausführungsvariante wird üblicherweise bei InIine-Skatern gewählt.
Der Basiskörper 8 dieser Ausführungsform erstreckt sich im
wesentlichen unterhalb der Schuhsohle 6 des Schuhs 5 und dient der Lagerung der Räder 7. Er ist über wenigstens
zwei Verbindungspartien 28, 29 im Bereich der Schuhsohle
mit dem Schuh 5 verbunden.
Der Schuh 5 des Rollschuhs ist beim Ausführungsbeispiel
von einem hartschal enähnl i chen Stiefel ge-bildet. Nach dem
Einsteigen mit dem Fuß in den Schuh 5 wird dieser mittels mehrerer Verschlußschnallen 27 variabel an den Fuß angelegt,
bis ein ausreichend guter Halt des Fußes im Schuh 5 gegeben ist. Dieses Verschlußprinzip ist bereits von den
Skistiefeln her bekannt. Alternativ hierzu ist es ebenfalls möglich, den Schuh 5 mittels herkömmlicher Schnürsenkel
zuzuschnüren. Selbstverständlich könnte anstatt
eines Hartschalenschuhs auch ein sogenannter Soft-Boot als
Schuh 5 verwendet werden.
Der vom Inline-Skate 2 gebildete Rollschuh weist eine
Bremsvorrichtung 30 auf, die über Bremsmittel 31 verfügt,
die wenigstens einem der Räder 14, 15 des Rollschuhs 1 zugeordnet sind. Bei den Ausführungsbeispielen sind die
Bremsmittel 31 von einer Trommelbremsanordnung 32 gebildet,
Vorzugsweise sind die Bremsmittel 31 einem einzigen Rad des Rollschuhs 1 zugeordnet, wobei es sich insbesondere um
das bezogen auf die Fahrtrichtung 13 hintere Rad 15 des
Rollschuhs 1 handelt. Bei den Ausführungsbeispielen gemäß
den Figuren 1 und 2 weist das Hinterrad 15 eine Trommelbremsanordnung 32 auf, die von herkömmlicher Bauart sein
kann. Während des Bremsvorgangs drücken dabei mehrere Bremsbacken gegen die Innenseite einer drehfest mit dem
zugeordneten Rad 15 verbundenen Bremstrommel, so daß auf Grund der Reibung zwischen Bremsbacken und Bremstrommel
die Drehgeschwindigkeit des Rades 15 verringert werden
kann. Eine derartige Trommelbremse ist aus der Fahrzeugtechnik bereits hinreichend bekannt und wird an
dieser Stelle nicht näher erläutert.
In einer alternativen Ausführungsform könnte anstatt der
in den Fig. 1 und 2 gezeigten Trommelbremsanordnung 32 auch eine beliebige andere Bremse, wie z.B. eine Felgenbremse
oder eine Scheibenbremse, eingesetzt werden.
In Abwandlung zu den in den Figuren 1 und 2 dargestellten
Ausführungsbeispielen besteht gemäß der Ausführung in Fig. die Möglichkeit, die Bremsmittel 30 mehreren und
beispielsgemäß den hinteren Rädern 7 des Rollschuhs 1
zuzuordnen. Hierdurch kann eine erhöhte Bremswirkung erzielt werden, falls dies wünschenswert sein sollte. Es
versteht sich, daß zur weiteren Bremskrafterhöhung weiteren und insbesondere allen Rädern 7 Bremsmittel 30
zugeordnet sein könnten.
Dadurch, daß bei den Ausführungsbeispielen der Figuren 1
und 2 bei dem bezüglich der Fahrtrichtung 13 dem Schuh
vorgelagerten Vorderrad 14 und dem dem Sch'uh nachgeschalteten
Hinterrad 15 größere Raddurchmesser gewählt werden können, ohne daß der Schuh 5 beim Fahren mit dem
Rollschuh 1 zu weit von der Fahrbahnoberfläche beabstandet
wäre, ist im radial inneren Bereich des jeweiligen Rades
14, 15 auf Grund des erhöhten Raumangebots ein Anordnen der Bremsmittel 31 ohne Platzprobleme möglich. Insbesondere
bei Trommelbremsen 33 oder Scheibenbremsen ist im Achsbereich des abzubremsenden Rades 7 ein gewisser
radialer Raum notwendig, der beim Ausführungsbeispiel am Vorderrad 14 und am Hinterrad 15 durch entsprechende Wahl
des Raddurchmessers ohne Einbußen in der Fahrstabilität
zur Verfügung gestellt werden kann.
Bei Rädern 14, 15 größeren Durchmessers kann außerdem ein
besserer Federungskomfort erzielt werden, wodurch der Benutzer
beim Fahren weniger stark durch Stöße beeinträchtigt
wird. Durch die Verwendung einer Luftbereifung für
die Räder 14, 15 kann der Federungskomfort weiter verbessert werden.
Zum Auslösen des Bremsvorgangs enthält die Bremsvorrichtung
30 eine ein Handbedien el erne nt 3 6 aufweisende Betätigungseinrichtung
37. Mittels des Handbedienelements 36 sind die Bremsmittel 31 manuell betätigbar, wobei sie in
betätigtem Zustand das zugeordnete Rad 7 bremsend beaufschlagen.
Zur übertragung der manuell auf das Handbedienelement 36
ausgeübten Bedienkraft zu den Bremsmitteln 31 enthält die Betätigungseinrichtung 37 ein KraftUbertragungsglied 38,
wobei die Bedienkraft in eine Bremskraft zur Betätigung
der Bremsmittel 31 umgesetzt wird. Das Kraftübertragungsglied 38 ist im einen Endbereich den Bremsmitteln 31 und
im anderen Endbereich dem Handbedienelement 36 zugeordnet.
Beispielsgemäß handelt es sich um ein flexibles Kraftübertragungsglied
38, das vorzugsweise durch einen sogenannten Bowdenzug 41 realisiert ist. Der Bowdenzug 41
enthält ein Zugelement 42, das in Erstreckungsrichtung des Bowdenzugs 41 hin und her verschieblich in einer Ummante-
lung 43 des Zugelements 42 angeordnet ist. Beim Betätigen des Handbedienelements 36 wird das Zugelement 42 relativ
zur Ummantelung 43 bewegt und löst an den anderenends vorgesehenen Bremsmitteln 31 den Bremsvorgang aus. Es sei
an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, daß es sich bei den Bremsmitteln um verschiedene Bremsentypen wie
beispielsweise eine Trommelbremse 33, eine Felgenbremse
oder eine Scheibenbremse handeln kann.
Beim ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 befindet sich
das Handbedienelement 36 im Bereich der Handinnenfläche 46
der Hand 47 des Benutzers. Bei einer derartigen Anordnung kann ein unverzügliches Abbremsen erfolgen, da das Handbedienelement
36 immer griffbereit und gut zugänglich im Bereich der Handinnenfläche 46 angeordnet ist. Beim Fahren
mit dem Rollschuh 1 kann daher schnell auf unvorhersehbare Situationen reagiert werden, in denen ein Abbremsen notwendig
ist.
Das Handbedienelement 36 ist zweckmäßigerweise an einer an
Unterarm 48 und/oder Hand 47 des Benutzers lösbar anlegbaren
Halteeinrichtung 49 angeordnet. Auf diese Weise
erübrigt sich ein ständiges aktives Halten des Handbedienelements
36 beim Fahren mit dem Rollschuh 1.
Die Halteeinrichtung 49 enthält zweckmäßigerweise eine im
Bereich des Handgelenks 52 an Hand 47 und Unterarm 48 anliegende Halteschiene 53, an der das Handbedienelement
36 insbesondere abnehmbar angebracht ist. üblicherweise
tragen Inline-Skater zum Schutz des Handgelenks 52 bei StUrzen eine im Bereich des Handgelenks 52 abgewinkelte,
sich ausgehend von diesem sowohl ein Stück weit in die
Handinnenfläche 46 als auch entlang des Unterarms 48
erstreckende Schutzschiene, die zum Anlegen beispielsweise
mittels sogenannter Klettverschlüsse im Bereich des Handrückens
und des Unterarms 48 anlegbar ist. Die Halteschiene 53 kann beispielsweise eine derartige Schutzschiene
bilden, so daß sie neben ihrer Hal'tef unkti on des Handbedienelements 36 gleichzeitig eine Schutzfunktion für
das Handgelenk 52 übernimmt.
Das Handbedienelement 36 kann mit einer einzigen Hand 47
bedient werden, so daß die Möglichkeit besteht, mit jeder Hand 47 ein Handbedienelement 36 einer Bremsvorrichtung
eines Rollschuhs 1 eines Paares von Rollschuhen 1 zu bedienen, falls beide Rollschuhe 1 dieses Paares über eine
Bremsvorrichtung 30 verfügen. Es versteht sich, daß für ein Paar Rollschuhe 1 auch nur einer der beiden Rollschuhe
1 mit einer Bremsvorrichtung 30 ausgestattet sein kann.
Das Handbedienelement 36 des ersten.Ausführungsbeispiels
aus Fig. 1 ist in Fig. 3 in einem Querschnitt genauer dar-
gestellt. Es enthält einen mit den Fingern der Hand 47 eindrückbaren Drückkörper 55, der mittels einer von einer
Schraubenfeder 56 gebildeten Federanordnung 57 in eine Ruhelage vorgespannt ist. Der Druckkörper 55 weist einen
im wesentlichen zylindrischen Führungsabschnitt 58 auf,
der kolbenähnlich in einem hohl zylindrischen Führungsgehäuse
59 hin und her verschiebbar gelagert ist. Das dem
Führungsgehäuse 59 zugeordnete Ende 60 des Führungsabschnitts
58 trägt einen radial nach außen wegragenden Radi al vorsprung 61, dessen Außendurchmesser dem Innendurchmesser
des Führungsgehäuses 59 entspricht. Das Führungsgehäuse 59 ist einenends mit der Halteschiene 53
verbunden und anderenends durch einen radial nach innen
ragenden Radialanschlag 62 abgeschlossen. Der Durchmesser
der vom Radialanschlag 62 begrenzten zylindrischen Öffnung
63 entspricht dem Außendurchmesser des Führungabschnitts 58, wobei der Radialvorsprung 61 des Führungsabschnitts 58
in der Ruhelage des Drückkörpers 55 an der der Halteschiene 53 zugewandten Ringfläche 64 des Radi alanschlags
62 anliegt. Die Schraubenfeder 56 ist zwischen die Halteschiene 53 und das Ende 60 des Führungsabschnitts 58
zwischengeschaltet und drückt den Druckkörper 55 in seiner Ruhelage von der Halteschiene 53 weg. Die Schraubenfeder
56 ist dabei vom Führungsgehäuse 59 umgeben.
An dem der Halteschiene 53 entgegengesetzten Ende 67 des
Drückkörpers 55 ist eine Drückfläche 68 vorgesehen, auf
die die Bedienkraft zum Eindrücken des Drückkörpers 55 einwirken kann. Beispielsgemäß ist die Druckfläche 68 an
einem bogenförmig gekrümmten, länglichen, sich quer zum Führungsabschnitt 58 erstreckenden Querteil 69 vorgesehen,
wobei die Bedienkraft auf die Druckfläche 68 mittels der Finger der Hand 47 ausgeübt werden kann.
Das dem Handbedienelement 36 zugeordnete Ende 72 des Zugelements
42 des Bowdenzugs 41 ist im der Druckfläche 68 benachbarten Endbereich des Führungsabschnitts 58 festgelegt
und über eine im Bereich des Radialanschlags 62 am
Führungsgehäuse 59 befestigte Umlenkrolle 73 geführt. In seiner Erstreckungsrichtung ist der Führungsabschnitt 58
im Bereich der Umlenkrolle 73 ausgespart, so daß die Umlenkrolle 73 teilweise in diese Aussparung 74 des Führungsabschnitts
58 hineinragt.
Das Eindrücken des Drückkörpers 55 verursacht eine Zugbeaufschlagung
des Zugelements 42, wodurch das bremsende Beaufschlagen des Rades 15, dem die Bremsmittel 31
zugeordnet sind, ausgelöst wird. Je stärker der Druckkörper 55 entgegen der Federkraft der Federanorndung 57 eingedrückt
wird, desto größer ist die von den Bremsmitteln bewirkte Bremskraft.
Die Ummantelung 43 des Bowdenzugs 41 ist zumindest in
ihren beiden Endbereichen festgelegt, so daß sie sich nicht mit dem Zugelement 42 mitbewegen kann, wenn dieses
auf Grund einer Betätigung des Handbedienelements 36 bewegt
wird. Beim Ausführungsbeispiel ist die Ummantelung 43
am Basiskörper 8 und am Führungsgehäuse 59 befestigt. Des weiteren kann die Ummantelung 43 des Bowdenzugs 41 mehrmals
zwischendurch festgelegt sein, um ein loses Weghängen des Bowdenzugs 41 zu vermeiden. Bei der Ausführungsform
aus Fig. 1 ist der Bowdenzug 41 beispielsweise zusätzlich
mehrfach an der Halteschiene 53 befestigt. Des weiteren ist am Schaft des Schuhs 5 eine Befestigun-gsei nri chtung 76
vorgesehen, mittels der der Bowdenzug am äußeren Umfangsbereich entlang einer Befestigungsschiene 77 der Befestigungseinrichtung
76 verschiebbar positionierbar am Schuh 5
festgelegt ist.
Um ein Weghängen des Bowdenzugs 41 im mittleren Bereich zwischen Schuh 5 und Halteschiene 53 zu vermeiden, kann
dieser mehrfach am Körper, beispielsweise am Bein, am
Oberkörper oder am Arm des Benutzers, festgelegt sein. Eine
andere Möglichkeit könnte darin bestehen, den Bowdenzug 41 durch die Kleidung des Benutzers hindurchzuziehen. Auf
diese Weise steht der Bowdenzug 41 nicht störend vom Körper des Benutzers weg.
Das Handbedienelement 36 ist im zweiten Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 2 an einem vorzugsweise stabähnlichen Haltekörper 81 vorgesehen, der bei angezogenem Rollschuh 1
ausgehend von diesem in Richtung der Hand 47 des Benutzers
nach oben ragt. Der Haltekörper 81 kann beispielsweise aus
flexiblem Material bestehen, so daß die Verletzungsgefahr
bei Stürzen weitgehend vermieden werden kann.
In seinem dem Rollschuh zugeordneten Endabschnitt 82 ist der Haltekörper schwenkbar am Rollschuh 1 und beispielsgemäß
am Schuh 5 befestigt. Dabei ist der Haltekörper 81 in unterschiedlichen Schwenkpositionen pos'i tioni erbar.
Beim Ausführungsbeispiel wird dies durch eine Schraube
erreicht, die in der jeweils gewünschten Schwenkposition
des Haltekörpers 81 so weit festgezogen wird, daß der Haltekörper 81 seine gewünschte Schwenkposition beibehält.
In einer alternativen, nicht näher gezeigten Ausführungsform
könnte anstatt der Schraubverbindung auch ein Elastomergelenk
vorgesehen sein, das den Endbereich 82 des Haltekörpers 81 und den Rollschuh 1 miteinander verbindet.
Die Länge des Haltekörpers 81 ist vorzugsweise so gewählt, daß bei angezogenem Rollschuh 1 das Handbedienelement 36
in etwa auf Höhe des Kniegelenks 85 oder zwischen Kniegelenk 85 und Hüftgelenk des Benutzers angeordnet ist.
Selbstverständlich verändert sich die Lage des Handbedien-
•J * &idigr; i J! i ·« ·
elements 36 je nach Schwenkposition des Haltekörpers 81.
Grundsätzlich kann die Länge des Haltekörpers 81 beliebig gewählt werden, wenn der Benutzer auf Grund seiner persönlichen
Fahrweise eine andere Lage des Handbedienelements
36 wünschen sollte.
Beispielsgemäß ist der Haltekörper 81 als Hohlstab ausgeführt,
wobei das vom Bowdenzug 41 gebildete Kraftübertragungsglied
38 zumindest teilweise im Innern des Hohlstabes verläuft.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel ist das H'andbedi enel ement
36 ähnlich dem des ersten Ausführungsbeispiels gemäß den
Fig. 1 und 3 ausgeführt. Allerdings gibt es beliebig viele Möglichkeiten, die Handbedienelemente der beiden
Ausführungsbeispiele zu gestalten. Dementsprechend könnte
ein Handbedienelement 36 auch ähnlich einer Handbremse bei
einem Fahrrad mit einem Bremshebel ausgestattet sein.
Die Handbedienelemente 36 der ersten beiden Ausführungsformen
können wahlweise beim Ausführungsbeispiel nach
Figur 4 verwendet werden. Dieses kann auch ansonsten mit
den ersten beiden Ausführungsvarianten kombiniert werden.
Bei allen Ausführungsbeispielen könnte die Betätigungseinrichtung
37 abnehmbar am Rollschuh 1 angeordnet sein,
so daß die einzelnen Teile der Betätigungseinrichtung
37 entfernt werden können, wenn ein Fahren mit dem Rollschuh 1 ohne manuell bedienbare Bremse gewünscht wird.
Lediglich die dem Rad 15 zugeordneten Bremsmittel 31 verbleiben dann noch am Rollschuh 1.
Der Rollschuh 1 könnte auch mittels eines zugeordneten Antriebsmotors 88 angetrieben sein, wie es in Figur 1
strichpunktiert angedeutet ist. Selbstverständlich wäre
der Einsatz eines Antriebsmotors auch bei den anderen Ausführungsbeispielen
möglich.
Beim Ausführungsbeispiel aus Figur 1 wirkt der Antriebsmotor
88 auf das Hinterrad 15 und sitzt im Bereich der Achse des Hinterrades 15. Grundsätzlich k-ann jedes beliebige
Rad 7 oder auch mehrere Räder 7 gleichzeitig vom Antriebsmotor angetrieben sein.
Zur Leistungssteuerung des Motors kann ebenfalls zum
Beispiel ein von einem Bowdenzug gebildetes Zugelement
(Gaszug) eingesetzt werden, das beispielsweise über ein
dem Handbedienelement 36 ähnliches Gasbedienelement betätig
bar ist.
Claims (18)
1. Rollschuh, insbesondere Inline-Skate (2), der eine
Bremsvorrichtung (30) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremsvorrichtung (30) über wenigstens einem Rad
(7) des Rollschuhs (1) zugeordnete Bremsmittel (31) verfügt,
die mittels einer ein Handbedienelement (36) aufweisenden
Betätigungseinrichtung (37) betätigbar sind und in betätigtem Zustand das zugeordnete Rad^'(7) bremsend
beaufschlagen.
2. Rollschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremsmittel (31) mehreren und beispielsweise allen
Rädern (7) des Rollschuhs (1) zugeordnet sind.
3. Rollschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremsmittel (31) einem einzigen Rad (7) des Rollschuhs (1) zugeordnet sind.
4. Rollschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bremsmitte] (31) mindest dem bezogen auf die Fahrtrichtung (13) hinteren Rad (15) des
Rollschuhs (1) zugeordnet sind.
5. Rollschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung (37) zur
übertragung der manuell auf das Handbedienelement (36) ausgeübten
Bedienkraft zu den Bremsmitteln (31) ein vorzugsweise als Bowdenzug (41) ausgebildetes Kraftübertragungsglied
(38) aufweist, wobei die Bedienkraft in eine Bremskraft
zur Betätigung der Bremsmittel (31) umgesetzt wird.
6. Rollschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Handbedienelement (36) an einem
insbesondere stabähnlichen Haltekörper (Sl) vorgesehen
ist, der bei angezogenem Rollschuh (1) ausgehend von diesem in Richtung der Hand (47) des Benutzers nach oben
ragt.
7. Rollschuh nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Haltekörper (81) in seinem dem Rollschuh (1) zugeordneten Endbereich (82) schwenkbar und in unterschiedlichen
Schwenkpositionen positionierbar an diesem angeordnet
ist.
8. Rollschuh nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn-
zeichnet, daß bei angezogenem Rollschuh (1) das Handbedienelement
(36) in etwa auf der Höhe des Kniegelenks (85) oder zwischen Kniegelenk (85) und Hüftgelenk des
Benutzers angeordnet ist.
9. Rollschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Handbedienelement (36) im Bereich
der Handinnenfläche (46) angeordnet ist.
10. Rollschuh nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das Handbedienelement (36) an einer an Unterarm (48)
und/oder Hand (47) lösbar anlegbaren Halteeinrichtung (49)
angeordnet ist.
11. Rollschuh nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteeinrichtung (49) eine im Bereich des Handgelenks
(52) an Hand (47) und Unterarm (48) anliegende Halteschiene (53) aufweist, an der das Handbedienelement
(36) angeordnet ist.
12. Rollschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Handbedienelement (36) mit
lediglich einer Hand (47) bedienbar ist.
13. Rollschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Handbedienelement (36) einen
eindrückbaren Druckkörper (55) aufweist» der mittels einer
Federanordnung (57) in eine Ruhelage vorgespannt ist und
in eingedrücktem Zustand das bremsende Beaufschlagen des
Rades (7) durch die Bremsmittel (31) verursacht.
14. Rollschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsmittel (31) von einer
Trommel bremsanordnung (32) gebildet sind.
15. Rollschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß er als Inline-Skate (2) ausgebildet
ist, der ein in Fahrtrichtung (13) 'gesehen vor dem Schuh (5) befindliches Vorderrad (14) und ein hinter dem
Schuh (5) angeordnetes Hinterrad (15) aufweist.
16. Rollschuh nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bereich zwischen Vorderrad (14) und Hinterrad (15) radlos ausgeführt ist.
17. Rollschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schuh (5) des Rollschuhs (1)
insbesondere im Bereich der Schuhsohle (6) lösbar mit
einem die Räder (7) haltenden Basiskörper (8) des Rollschuhs verbindbar ist.
18. Rollschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rollschuh (1) mittels
eines auf wenigstens ein Rad (7) einwirkenden Antriebsmotors (88) angetrieben ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29716432U DE29716432U1 (de) | 1997-09-12 | 1997-09-12 | Rollschuh, insbesondere Inline-Skate |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29716432U DE29716432U1 (de) | 1997-09-12 | 1997-09-12 | Rollschuh, insbesondere Inline-Skate |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29716432U1 true DE29716432U1 (de) | 1997-11-06 |
Family
ID=8045929
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29716432U Expired - Lifetime DE29716432U1 (de) | 1997-09-12 | 1997-09-12 | Rollschuh, insbesondere Inline-Skate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29716432U1 (de) |
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