DE29715347U1 - Weste, insbesondere Sicherheitsweste - Google Patents
Weste, insbesondere SicherheitswesteInfo
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Description
Weste, insbesondere Sicherheitsweste
Die Erfindung betrifft eine Weste mit einer Durchbrechung zum Durchführen des Kopfes einer Person und mit einem
vorderen Teilabschnitt und einem hinteren Teilabschnitt. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Sicherheitsweste,
so daß im folgenden überwiegend von einer Sicherheitsweste die Rede ist, ohne daß damit eine Beschränkung verbunden
sein soll.
Derartige Sicherheitswesten dienen dazu, Personen in der Dunkelheit durch reflektierende, leuchtende und/oder
fluorizierende Farben kenntlich zum machen. Damit wird erreicht, daß diese Personen beispielsweise auf dunklen
Straßen bei einer Verkehrspanne oder einem Unfall im Scheinwerferlicht vorbeikommender Fahrzeuge gut zu erkennen
sind. Dadurch kann die Gefahr insbesondere eines weiteren Unfalls erheblich verringert werden.
Solche Westen bestehen in der Regel aus einem stoffähnlichen Material aus Kunststoff und sind auf einer
Seite mit der Sicherheitsfarbe versehen. Der .Nachteil
solcher Westen besteht darin, daß sie im nicht benutzten Zustand einen relativ großen Platzbedarf erfordern. Dies
führt dazu, daß die Westen in einer Limousine häufig im Kofferraum oder bei einer Kombilimousine unter der
Ladefläche aufbewahrt werden. Dort sind die Westen jedoch insbesondere bei beladenem Fahrzeug nicht oder nur mit
erhöhtem Aufwand erreichbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Weste der eingangs geschilderten Art so auszubilden, daß sie einen
wesentlich geringeren Platzbedarf erfordert. Insbesondere soll es möglich sein, die Weste bei Nichtgebrauch an einer
gut zugänglichen Stelle im Fahrgastraum des Kraftfahrzeuges unterzubringen.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Weste aus einem papierartigen faltbaren, bedruck-
und/oder einfärbbaren Material besteht. Dies hat im
Gegensatz zu Westen aus Stoff den Vorteil, daß die Weste wie ein Papierbogen zu einem flachen, kompakten Maß
zusammengefaltet werden kann. Damit wird erreicht, daß die Weste beispielsweise im Autoatlas eingelegt und im
Handschuhfach des Fahrzeugs aufbewahrt werden kann. Dort ist die Weste stets gut erreichbar.
Es kann beispielsweise vorgesehen werden, daß das Westenmaterial ein Kraftpapier ist. Dieses Papier weist
eine ausreichende Reißfestigkeit auf, so daß es bei Gebrauch nicht zerstört wird. Das Material kann aber auch
ein Faservlies sein. Insbesondere bei nicht wasserabweisenden Materialien kann es zweckmäßig sein, wenn
zumindest eine Seite der Weste mit einer wasserabweisenden Schicht versehen ist. Dadurch wird ein Aufweichen der Weste
bei Regen oder dergleichen zumindest zeitweilig verhindert.
In bevorzugter Weise besteht das Westenmaterial aus einem Faservlies, das Hochdruckpolyethylen-Fasern aufweist. Auch
kann eine Faservlies verwendet werden, das Polypropylen-Fasern aufweist. Solche papierähnlichen Materialien sind
besonders reißfest, im wesentlichen wasserbeständig und können wie normales Papier bedruckt und gefaltet werden.
Diese Materialien sind unter den Handelsnamen Tyvek® bzw. Typar erhältlich.
Weiterhin kann vorgesehen werden, daß die Weste mit einer Sicherheitsfarbe eingefärbt ist. Auch ist es möglich, daß
die Weste zumindest auf einer Seite einen Aufdruck aufweist. Dieser Aufdruck kann beispielsweise mittels des
Offset- oder Flexo-Druckverfahrens hergestellt werden.
Grundsätzlich kann der Aufdruck wenigstens eine Sicherheitsfarbe aufweisen. Es kann vorgesehen werden, daß
der Aufdruck wenigstens eine fluorizierende Farbe und/oder wenigstens eine reflektierende Farbe enthält. Dadurch wird
der gewünschte Sicherheitseffekt erreicht.
Grundsätzlich ist es zweckmäßig, wenn die Durchbrechung für den Kopf der Person vorgestanzt ist. Dies läßt sich in
einfacher Weise bereits beim Druckvorgang realisieren. Bei Gebrauch wird der vorgestanzte Bereich entfernt, so daß die
Durchbrechung erzeugt wird.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, daß
wenigstens ein Teilabschnitt mit wenigstens einem Befestigungsband versehen ist, mit dem der Teilabschnitt
mit dem anderen Teilabschnitt oder an der Kleidung der Person befestigbar ist. Das freie Ende des
Befestigungsbandes kann beispielsweise klebend beschichtet sein oder durch eine, beispielsweise eingestanzte, Schlaufe
des anderen Teilabschnittes geführt werden. Dadurch wird mit einfachen Mitteln ein guter Halt der Weste am Körper
der Person erzielt. Ein Flattern der Weste und eine Behinderung der die Weste tragenden Person werden somit
vermieden.
Besonders zweckmäßig ist es hierbei, wenn der vordere und/oder der hintere Teilabschnitt der Weste entlang
wenigstens einer Seite einen streifenförmigen Abschnitt
aufweist, der zumindest unter Belassung eines Befestigungsabschnittes an einem Ende und einer Perforation
vorgestanzt ist, so daß nach Lösen der Perforation wenigstens ein Befestigungsband gebildet wird, mit dem der
eine Teilabschnitt mit dem anderen Teilabschnitt oder mit dem Kleidungsstück der tragenden Person verbindbar ist.
Dies hat den Vorteil, daß auch die Befestigungsbänder die gewünschte flache Gestalt aufweisen und entsprechend flach
zusammenfaltbar sind. Insbesondere kann bis zum
Erstgebrauch die gewünschte papierbogenähnliche Getalt der Weste beibehalten werden.
Grundsätzlich ist es möglich, daß die Weste im ausgefalteten Zustand eine im wesentlichen rechteckige
Kontur aufweist. Dadurch wird die Herstellung, insbesondere das Bedrucken mit herkömmlichen Druckmaschinen vereinfacht.
Auch kann vorgesehen werden, daß mehrere Westen aus einem großen Bogen ausgestanzt werden.
Weiterhin kann vorgesehen werden, daß die Weste auf ein vorbestimmbares Maß gefaltet ist. Dieses Maß kann
beispielsweise ein übliches DIN-Maß oder das der Bedienungsanleitung für den PKW oder eines Autoatlasses
sein. Die Weste kann somit in einfacher Weise in diese Bücher eingelegt werden.
Vorstehend wurde die Erfindung anhand einer Sicherheitsweste beschrieben. Es ist selbstverständlich
auch möglich, solche Westen mit beliebigen anderen Aufdrucken zu versehen. Insbesondere können hier
Einmalkostüme oder dergleichen kostengünstig hergestellt werden. Auch für Werbeaufdrucke sind derartige Westen gut
geeignet.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine ausgefaltete Weste gemäß der Erfindung und
Fig. 2 eine ausgefaltete Weste gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung.
Die in der Zeichnung dargestellte Weste weist einen vorderen Teilabschnitt 11 und einen hinteren Teilabschnitt
12 auf. Grundsätzlich ist es möglich, diese Teile symmetrisch zur Mittel- oder Schulterlinie 13 auszubilden.
Im mittleren Bereich der Schulterlinie 13 ist eine
Durchbrechung 14 vorgesehen, die so bemessen ist, daß der Kopf einer Person hindurch geführt werden kann.
In Fig. 1 und 2 sind die oberen bzw. hinteren Teilabschnitte 12 vor der Benutzung und die unteren bzw.
vorderen Teilabschnitte 11 nach oder während der Benutzung dargestellt. Vor der Benutzung ist die Durchbrechung 14
lediglich vorgestanzt, so daß eine Perforation 15 gebildet wird. Nach Trennen der Perforation und Entfernen des
Restabschnittes 16 wird die Durchbrechung 14 gebildet. Es kann aber auch vorgesehen werden, daß die Durchbrechung
bereits bei der Herstellung der Weste vollständig ausgeschnitten oder ausgestanzt wird.
Die Westen können mit einem beliebigen Aufdruck 17 versehen sein. Der Aufdruck kann beispielsweise ein Warnzeichen
darstellen oder es können andere Motive aufgedruckt sein. Bei der Verwendung als Sicherheitsweste eignen sich
insbesondere helle, reflektierende oder fluorizierende
Farben.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform weist die Weste an den gegenüberliegenden Stirnseiten 18 der vorderen
und hinteren Teilabschnitte 11, 12 je zwei streifenförmige Abschnitte 25 auf, die durch vorgestanzte Perforationen 19
gebildet werden. Nach Trennen dieser Peforationen werden bis zu vier Befestigungsbänder 2 0 gebildet, mit denen der
eine Teilabschnitt mit dem anderen Teilabschnitt oder an der Kleidung der die Weste tragenden Person befestigt
werden kann. Dazu erstreckt sich die Perforation nur bis zu einem Befestigungsbereich an einem Eckpunkt 21 der im
wesentlichen rechteckigen Weste.
Die Weste gemäß Fig. 2 entspricht im wesentlichen der gemäß Fig. 1, und es sind gleiche Elemente mit gleichen
Bezugszeichen versehen. Hier erstrecken sich die streifenförmigen Abschnitte 26 parallel zu jeder Längskante
23 der Teilabschnitte 11, 12 und werden durch entsprechend
vorgestanzten Perforationen 22 gebildet. Nach Trennen dieser Perforationen werden ebenfalls bis zu vier
Befestigungsbänder 24 gebildet, die ebenfalls an jeweils einem Eckbereich 21 mit der Weste verbunden bleiben.
Die Weste besteht aus einem papierähnlichen Material, wie beispielsweise Kraftpapier oder einem verschweißten
Faservlies aus Polyethylen oder Polypropylen. Dieses Material kann flach zusammengefaltet werden, so daß die
Weste bei Nichtgebrauch in eine handliche, sehr flache Form gebracht werden kann. In dieser Form kann die Weste ohne
weiteres in das Handschuhfach eines PKW's gelegt werden. Die Weste ist dann im Notfall schnell erreichbar.
Es ist offensichtlich, daß hiermit eine Weste, insbesondere
eine Sicherheitsweste, kostengünstig bereitgestellt werden kann. Diese Westen können für den einmaligen Gebrauch oder
aber auch wiederholt eingesetzt werden. Auch ist es möglich die Weste als kostengünstiges Kostüm, Werbeträger oder
dergleichen einzusetzen.
11 Teilabschnitt
12 Teilabschnitt
13 Schulterlinie
14 Durchbrechung
15 Perforation
16 Restabschnitt
17 Aufdruck
18 Stirnseite
19 Perforation
2 0 Befestigungsband
21 Eckpunkt
22 Perforation
23 Längsseite
24 Befestigungsband
25 streifenförmiger Abschnitt
26 streifenförmiger Abschnitt
Claims (16)
1. Weste, insbesondere Weste mit einer Durchbrechung (14) zum Durchführen des Kopfes einer Person und mit einem
vorderen Teilabschnitt (11) und einem hinteren Teilabschnitt (12), dadurch gekennzeichnet, daß die Weste
aus einem papierartigen faltbaren, bedruck- und/oder einfärbbaren Material besteht.
2. Weste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Material aus einem Kraftpapier besteht.
3. Weste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Material ein Faservlies ist.
4. Weste nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Faservlies Hochdruckpolyethylen-Fasern aufweist.
5. Weste nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Faservlies Polypropylen-Fasern aufweist.
6. Weste nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Seite der Weste mit
einer wasserabweisenden Schicht versehen ist.
7. Weste nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Weste zumindest auf einer Seite
wenigstens eines Teilabschnttes einen Aufdruck (17) aufweist.
8. Weste nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Weste mittels des Offset- oder
Flexo-Druckverfahrens bedruckt ist.
9. Weste nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufdruck wenigstens eine
Sicherheitsfarbe aufweist.
10. Weste nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufdruck wenigstens eine
fluorizierende Farbe enthält.
11. Weste nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufdruck wenigstens eine
reflektierende Farbe enthält.
12. Weste nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrechung vorgestanzt ist.
13. Weste nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teilabschnitt mit wenigstens einem Befestigungsband versehen ist, mit dem der
Teilabschnitt mit dem anderen Teilabschnitt oder an der Kleidung der Person befestigbar ist.
14. Weste nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere und/oder der hintere
Teilabschnitt (11, 12) der Weste entlang wenigstens einer Seite (18, 23) einen streifenförmigen Abschnitt (25, 26)
aufweist, der zumindest unter Belassung eines Befestigungsabschnittes an einem Ende (21) und einer
Perforation vorgestanzt ist, so daß nach Lösen der Perforation wenigstens ein Befestigungsband (20, 24)
gebildet wird, mit dem der eine Teilabschnitt (11) mit dem anderen Teilabschnitt (12) oder mit dem Kleidungsstück der
tragenden Person verbindbar ist.
15. Weste nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß sie im ausgefalteten Zustand eine im
wesentlichen rechteckige Kontur aufweist.
16. Weste nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Weste auf ein vorbestimmbares Maß
gefaltet ist."
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29715347U DE29715347U1 (de) | 1997-08-27 | 1997-08-27 | Weste, insbesondere Sicherheitsweste |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE29715347U DE29715347U1 (de) | 1997-08-27 | 1997-08-27 | Weste, insbesondere Sicherheitsweste |
Publications (1)
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|---|---|
| DE29715347U1 true DE29715347U1 (de) | 1997-11-13 |
Family
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Family Applications (1)
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| DE29715347U Expired - Lifetime DE29715347U1 (de) | 1997-08-27 | 1997-08-27 | Weste, insbesondere Sicherheitsweste |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29715347U1 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| EP0979618A1 (de) * | 1998-08-10 | 2000-02-16 | Siegmund Gailing | Warnumhang |
| DE19920197C1 (de) * | 1999-05-03 | 2001-01-18 | Oskar Saric | Sicherheitskleidungsstück |
| EP1417900A1 (de) * | 2002-11-06 | 2004-05-12 | Christiane Gegenheimer | Schutzbekleidung für den Einsatz bei Verkehrsunfällen |
| DE202008004621U1 (de) | 2008-04-04 | 2008-06-05 | GM Global Technology Operations, Inc., Detroit | Sicherheitsweste aus einem Abdeckmaterial mit vorbestimmten Faltlinien |
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| EP2465368A3 (de) * | 2010-12-20 | 2013-08-07 | BOS GmbH & Co. KG | Warnbekleidung für einen Nutzer eines Kraftfahrzeugs |
-
1997
- 1997-08-27 DE DE29715347U patent/DE29715347U1/de not_active Expired - Lifetime
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19980102 |
|
| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 20010501 |