DE29711965U1 - Ergonomische Werkbank - Google Patents
Ergonomische WerkbankInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B25—HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
- B25H—WORKSHOP EQUIPMENT, e.g. FOR MARKING-OUT WORK; STORAGE MEANS FOR WORKSHOPS
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-
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- B25H1/16—Work benches; Portable stands or supports for positioning portable tools or work to be operated on thereby with provision for adjusting the bench top in height
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum ergonomischen Arbeiten
zweier Metallhandwerker an einer Werkbank.
Um ergonomisches Arbeiten zu ermöglichen, muß die Arbeitshöhe der Körpergröße angepaßt sein. Ebenfalls müssen alle benötigten Arbeitsmittel
gut erreichbar sein.
Es ist bekannt, daß eine Werkbank aus einer Arbeitsplatte, einem Gestell,
einem Schraubstock und einigen Schubladen besteht. Weiter ist bekannt, daß die optimale Ausrichtung des Körpers des Handwerkers zum
Schraubstock 30 Grad beträgt. Das ist durch eine bestimmte Grundform der Arbeitsplatte optimal gelöst (s.Anlage I; Bild II). Des weiteren sind
höhenverstellbare Schraubstöcke bekannt. Allerdings ist zu bemerken, daß nach dem heutigen Stand der Technik die Arbeitsplatte weiterhin starr ist,
und somit nicht immer der optimalen Arbeitshöhe entspricht. Ein wesentlicher Nachteil ist, daß alle handelsüblichen Werkbänke für
Linkshänder nur eingeschränkt benutzbar sind. Auch ist es nicht einfach den Schraubstock zu verstellen. Des weiteren sind die Werkzeuge nicht optimal
zu erreichen. Auch werden die Werkzeuge durch unsachgemäßes Ablegen beschädigt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein körpergerechtes und ergonomisches
Arbeiten an einer Werkbank zu ermöglichen. Auch müssen die unterschiedlichen Anforderungen von Rechts- und Linkshändern an eine
Werkbank berücksichtigt werden. Weiterhin muß darauf geachtet werden, daß alle Werkzeuge sachgemäß abgelegt werden können und doch gut
erreichbar sind.
Auch muß auf die Sicherheit der arbeitenden Personen geachtet werden.
Außerdem müssen alle ständig benötigten Werkzeuge und Arbeitsmittel, wie z. B. Strom- oder Luftdruckanschluss, eine Handbohrmaschine oder eine
Stehhilfe, sinnvoll und platzsparend untergebracht sein. Alle Verstellmöglichkeiten müssen einfach zu betätigen sein, da sie sonst nicht
benutzt werden.
Beschreibung:
Ergonomische Werkbank
Ergonomische Werkbank
Die Erfindung betrifft eine Werkbank mit einer Arbeitsplatte (A), einem
Gestell (G), einem Schraubstock (J) und einer Schublade (D). Derartige Werkbänke sind aus Katalogen diverser Werkzeughersteller und -vertreiber
bekannt. Die oben genannten Ansprüche und Vorteile erfüllt eine Werkbank gemäß den beiliegenden Zeichnungen.
Figur 1: Vorderansicht der Werkbank
Figur 2: Seitenansicht der Werkbank
Figur 3: Draufsicht der Werkbank (Rechtshänderaufbau)
Figur 4: Vereinfachte Draufsicht der Werkbank (Linkshänderaufbau)
Figur 5: Detailzeichnung der Stehhilfe
Bei allen Zeichnungen wurde, aus Gründen der Übersichtlichkeit, großenteils
auf unsichtbare Körperkanten verzichtet. Bei den Figuren 1-4 wurde, ebenfalls aus Gründen der Übersichtlichkeit, auf einige Details verzichtet.
Zum Grundverständnis:
Es handelt sich hier um eine Werkbank für zwei Handwerker im metallverarbeitenden Handwerk, eine sogenannte Kleinkommunikationsgruppe.
An solchen Werkbänken wird insbesondere während der Ausbildung oder in der Feinwerktechnik gearbeitet. Bei der hier gezeigten Werkbank
ist die Arbeitsplatte (A) in der Mitte, durch die Mitteltrennwand (C), diagonal getrennt. Auch ist das Gestell (G) so konzipiert, daß beide
Arbeitshälften, unabhängig voneinander, getrennt höhenverstellbar sind.
Höhenverstellt wird die gesamte Arbeitsplattenhälfte (A) und somit auch alle an der Arbeitsplatte befestigten Arbeitshilfsmittel,
wie z. B. die Schubladen oder die Stehhilfe.
Die Aufgabe des Anspruchs 1) wird dadurch gelöst, daß das Gestell (G)
der Werkbank aus zwei durch eine Spindel und deren Mutter miteinander verbundenen Teilen besteht. Der untere Teil des Gestells (G) ist aus
Profilrohr mit einem Außenmaß 40 &khgr; 40 mm gefertigt. Der obere Teil des Gestells (H) ist aus Profilrohr mit einem Innenmaß 40 &khgr; 40 mm gefertigt. In
den Beinen des unteren Teils sind die Muttern eingelassen. Im oberen Teil des Gestells (H), den sogenannten Flanschen werden die Spindeln durch
Messing in Position gehalten. Zusätzlich sind Axiallager zur Verringerung der Reibung zwischen Spindel und Messing eingearbeitet.
Die Werkbank hat sechs Beine, drei für jede Arbeitshälfte. Die Höhenverstellung ist in allen sechs Beinen, da nur so ein gleichmäßiges Anheben
der Arbeitsplatte möglich ist. Daher sind jeweils die drei Beine einer Arbeitshälfte durch Antriebswellen (F) miteinander verbunden.
Die Verbindung zur Spindel übernimmt ein Kegelgetriebe mit der Übersetzung 1 (Antriebswellen) zu 1,5 (Spindeln). Die Antriebswellen (F)
werden durch Messingbauteile (E) gelagert und in Position gehalten.
Werden die Antriebswellen (F) nun durch eine Kurbel oder einen Elektromotor gedreht, bewegt sich die Arbeitsplattenhälfte (A) je nach Drehrichtung
rauf oder runter, und kann so auf die individuelle Arbeitshöhe eingestellt werden. Dadurch, das die gesamte Arbeitsplattenhälfte (A)
auf die optimale Arbeitshöhe eingestellt werden kann, ist nicht nur der Schraubstock eingestellt, sondern auch alles anderen an der Tischplatte (A)
befestigten Arbeitshilfen, wie z.B. die Schublade (D), die Stehhilfe, die Energieleiste usw.
Eine optimale Benutzbarkeit der Werkbank durch Linkshänder wird nur
dann gewährleistet, wenn die Arbeitsplatte gewendet werden kann und die Werkbank somit spiegelverkehrt aufgebaut ist. Das ist bei der hier
gezeigten Werkbank möglich. Die Arbeitsplatte (A) kann einfach abgeschraubt werden und das Gestell kann durch lösen von drei Schrauben so
geteilt werden, daß ein Bauteil an einer anderen Stelle wieder festgeschraubt werden kann. Die Arbeitsplatte (A) muß nur gewendet
aufgeschraubt werden. Einzig die Schublade (D) kann beim Linkshänderaufbau der Werkbank nicht verwendet werden und muß durch eine andere
ersetzt werden. Das bedeutet, daß die Werkbank nur spiegelverkehrt aufgebaut werden muß.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Schraubstock (J) schwenk- oder
drehbar ist. Der Vorteil liegt darin, daß bei langen Werkstücken Hindernissen, wie Wände oder Stützpfeiler, ausgewichen werden kann. Bei der
hier gezeigten Werkbank ist der Schraubstock um bis zu 90 Grad stufenlos schwenkbar. Das wird dadurch erreicht, indem der Schraubstock
(J) auf einem Flachstahl geschraubt ist, der den Drehpunkt (K) hat. Dieser
Flachstahl wird über einen unter der Arbeitsplatte (A) liegenden Exzenter an die Arbeitsplatte (A) gepreßt. Der Exzenter wird über einen Hebel,
der unter dem Knebel des Schraubstockes (J) liegt, betätigt. Um den Exzenter bildet ein freilaufender Ring den Kontakt zur Arbeitsplatte (A).
Der Ring verhindert ein ungewolltes Lösen des Exzenters durch Hammerschläge. Um die Arbeitsplatte (A) vor Beschädigung durch den Exzenter
zu schützen, ist ein VA-Blech zwischen Exzenter und Arbeitsplatte (A), dem Radius der Platte entsprechend, montiert.
Des weiteren ist es vorteilhaft, wenn die Schublade für den Handwerker
körpergerecht erreichbar ist. Das ist durch die hier gezeigte Grundform der Schublade (D) gegeben. Denn nur so "fährt" die Schublade (D)
parallel zum Schraubstock (J) und somit auch parallel zum Arbeitenden; hier können Großwerkzeuge wie Hammer oder Feilen abgelegt werden.
Die Fein- und Meßwerkzeugablage (B) ist bei der hier gezeigten Werkbank
gut zu erreichen und übersichtlich. Sie besteht aus einen dicken Holzbrett, in das Aussparungen für die entsprechenden Werkzeuge gefräst sind. Sie
könnte aber auch aus Kunststoff bestehen. Die Ablage (B) läßt sich zur besseren Erreichbarkeit durch einen Hebel schräg stellen. So sieht der
Handwerker sofort, ob alle Werkzeuge vorhanden sind. Auch sind die Werkzeuge durch das Legen in die Aussparungen vor Herunterfallen und
Verschmutzungen geschützt.
Die Fein- und Meßwerkzeugablage (B) kann durch den Arbeitsplanhalter
abgedeckt und verschlossen werden. Der Arbeitsplan- und Zeichnungshalter besteht aus Aluminiumblech und ist über ein Scharnier mit der Fein-
und Meßwerkzeugablage (B) verbunden. Die Zeichnungen und Arbeitspläne werden einfach hinter eine nichtklebende Folie geklemmt. Der Arbeitsplan-
und Zeichnungshalter ist im Aufstellwinkel über eine Stellschraube auf die Körpergröße des Handwerkers einstellbar.
Des weiteren ist es besonders vorteilhaft, wenn die Stehhilfe kein
separates Arbeitsgerät ist, sondern an der Werkbank integriert ist. Hier ist sie am Schraubstockschwenkstahl befestigt. Das hat den Vorteil,
daß sie auch beim Schwenken des Schraubstocks (J) immer optimal zum Schraubstock (J) ausgerichtet ist. Die Stehhilfe besteht hier aus einem
Profilrohr (M) mit dem Außenmaß 30 &khgr; 30 mm, das um ca. 45 Grad geknickt ist. In diesem Profilrohr befindet sich eine Führung (N) auf
der ein Schlitten (O) bewegt werden kann. So kann man den Abstand zwischen Schraubstock und "Sitzfläche" (P) einstellen. Der Schlitten (O)
wird nach gewünschter Einstellung durch einen Stift gesichert. Die "Sitzfläche" (P) bilden hier 2 Rohre Durchmesser 60 mm, es könnte
aber auch eine Kunststoffsitzfläche benutzt werden. Die Rohre (P) im hier gezeigten Beispiel sind noch drehbar, da sie nicht mit dem Schlitten (O)
verschraubt sind, sondern eine gewisse Schwergängigkeit durch einen
Gummiring erreicht wird. So läßt sich die Größe und Höhe der "Sitzfläche" (P) noch individuell einstellen. Die Verbindung zum Schraubstockhalter
bildet eine Welle (Q). Dadurch kann die Stehhilfe geschwenkt und somit bei Nichtbedarf unter der Arbeitsplatte (A) versenkt werden.
Es ist ebenfalls besonders vorteilhaft, bei Funkenflug den gegenüberstehenden
Arbeitskollegen nicht zu gefährden. Das wird durch drei Dinge ermöglich. Erstens sind die beiden Arbeitsplätze nicht direkt
gegenüberliegend, sondern diagonal angeordnet. Des weiteren fängt die Mitteltrennwand (C) einen großteil der Funken und Späne ab. Zuzätzlich
kann auf die Mitteltrennwand (C) eine Plexiglasscheibe aufgestellt werden, die die Verletzungsgefahr durch Funken oder Spänen des
Arbeitskollegen fast unmöglich macht. Diese Aufgabe könnte aber auch ein ausziehbares Rollo übernehmen. Die Mitteltrennwand (C)
entschärft noch zusätzlich den Gefahrenbereich zwischen den beiden Arbeitsplattenhälften (A); da sie starr ist, d.h. sich wird nicht höhenverstellt,
verhindert sie, daß bei gegenläufiger, gleichzeitiger Höhenverstellung der Arbeitsplattenhälften (A) Verletzungen durch scherende
Wirkung hervorgerufen, vorgebeugt wird.
Auch beim Schwenkmechanismus der Stehhilfe ist ein Abscheren der Finger nicht möglich, da auf einen Abstand zwischen dem Schraubstockhalter
und dem Arm (M) der Stehhilfe geachtet wurde.
Bei der hier gezeigten ergonomischen Werkbank handelt es sich um eine Kleinkommunikationsgruppe. Dies hat den Vorteil, daß die
Kommunikation unter den Handwerkern angeregt wird. Das ist gerade bei Auszubildenen vorteilhaft, da so das Gruppengefühl gestärkt
und somit die Bereitschaft zum Lernen gesteigert werden.
| höhenverstellbare Arbeitsplatten | |
| Feinwerkzeugablage mit integriertem | |
| Bezusszeichenliste | Zeichnungshalter |
| A | Mitteltrennwand |
| B | Werkzeugschublade |
| Lagermetall der Antriebswellen | |
| C | Antriebswellen für Tischhöhenverstellung |
| D | Untergestell |
| E | Flansch |
| F | Schraubstock 90 ° schwenkbar |
| G | Schraubstockdrehpunkt |
| H | Maschinenfüße oder Vorrichtung für |
| J | Bodenbefestigung |
| K | geknickter Schwenkarm |
| L | Führung |
| Schlitten | |
| M | drehbare "Sitzfläche" |
| N | |
| O | |
| P |
Claims (6)
1. Die ergonomische Werkbank ist dadurch gekennzeichnet, daß die
Arbeitsplatte (A) stufenlos höhenverstellbar ist. Daß die Werkbank für Rechts- oder Linkshänder benutzbar ist.
Arbeitsplatte (A) stufenlos höhenverstellbar ist. Daß die Werkbank für Rechts- oder Linkshänder benutzbar ist.
2. Die Vorrichtung nach Anspruch 1 ist dadurch gekennzeichnet, daß der
Schraubstock (J) mit einen Handgriff, um bis zu 90 Grad, schwenkbar ist.
3. Die Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche ist dadurch
gekennzeichnet, daß die Schublade (D), durch die spezielle
Grundform, körpergerecht zu erreichen ist.
Grundform, körpergerecht zu erreichen ist.
4. Die Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche ist dadurch
gekennzeichnet, daß die Fein- und Meßwerkzeugablage (B)
ergonomisch angeordnet ist.
ergonomisch angeordnet ist.
5. Die Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche ist dadurch
gekennzeichnet, daß der Arbeitsplan- und Zeichnungshalter in
Sichthöhe angebracht, und der Winkel des Halter auf individuelle
Bedürfnisse einstellbar ist.
Sichthöhe angebracht, und der Winkel des Halter auf individuelle
Bedürfnisse einstellbar ist.
6. Die Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche ist dadurch
gekennzeichnet, daß eine Stehhilfe am Schraubstockhalter integriert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29711965U DE29711965U1 (de) | 1997-07-08 | 1997-07-08 | Ergonomische Werkbank |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29711965U DE29711965U1 (de) | 1997-07-08 | 1997-07-08 | Ergonomische Werkbank |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29711965U1 true DE29711965U1 (de) | 1998-06-10 |
Family
ID=8042775
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29711965U Expired - Lifetime DE29711965U1 (de) | 1997-07-08 | 1997-07-08 | Ergonomische Werkbank |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29711965U1 (de) |
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- 1997-07-08 DE DE29711965U patent/DE29711965U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19980723 |
|
| R163 | Identified publications notified |
Effective date: 19980825 |
|
| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 20010501 |