DE29710479U1 - An der Außenseite eines Gebäudes anbringbare Blitzableitertragvorrichtung - Google Patents
An der Außenseite eines Gebäudes anbringbare BlitzableitertragvorrichtungInfo
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Firma DEHN + SÖHNE GmbH & Co. KG 13.06.97
Rennweg 11 -15, 90489 Nürnberg R/sa/vo
"An der Außenseite eines Gebäudes anbringbare Blitzableitertragvorrichtung"
Die Erfindung betrifft eine bevorzugt an der Außenseite eines Gebäudedaches anbringbare Blitzableitertragvorrichtung,
die den Blitzableiterdraht in einem gewünschten Abstand vom Dach hält. Der Abstand hierzu ist aus der DE 38
620 Al bekannt, um die betreffenden Blitzschutzfangleitungen
{nachfolgend kurz Blitzableiterdrähte genannt) durch einen sogenannten Isolierstützer in dem erforderlichen Abstand zu
halten. Diese Stützer sind außenseitig mit Isoliertellern mit einem Durchmesser von etwa 100 mm versehen. Hierdurch
wird der Gleitentladungs- oder Kriechweg zwischen der Anbringung der Blitzschutzfangleitung und dem Gebäudedach
entsprechend vergrößert. Eine solche Blitzableitertragvorrichtung ist in der Herstellung ziemlich aufwendig und
daher aus Kastengründen in ihrem Einsatz beschränkt auf solche Gebäude, die am Dach oder direkt unterhalb des Daches
leicht brennbares Material aufweisen. Dies können beispiels-
weise sogenannte Reetdächer sein, die besonders an der
friesischen Küste oder auf Nordseeinseln anzutreffen sind. Auch können dies landwirtschaftliche Gebäude sein, die bis
unter das Dach mit leicht brennbarem Heu oder dergleichen gefüllt sind. Die bekannten Isolierstützer haben aufgrund
ihrer Höhe über der Dachfläche ein auffälliges optisches
Erscheinungsbild.
Die Zielrichtung (Aufgabenstellung) der Erfindung liegt
demgegenüber darin, einen Schutz zu erreichen, ohne den vorgenannten Nachteil der bekannten Isolierstützer zu besitzen
und darüber hinaus dafür zu sorgen, daß im Fall der Anordnung von Metallteilen im Bereich unterhalb des Daches
Durchschläge vom Blitzableiterdraht auf diese Metallteile vermieden werden. Solche Metallteile können beispielsweise
dort verlegte Antennen, elektrische Leitungen, Entlüftungsrohre und dergleichen mehr sein.
Zur Lösung dieser Aufgabenstellung ist, ausgehend von dem
eingangs genannten Oberbegriff des Anspruches 1, gemäß dessen Kennzeichen zunächst vorgesehen, daß ein isolierender
Abstandshalter mit einer ebenfalls elektrisch isolierenden Verdickung versehen ist, wobei diese Verdickung von der
Längsachse des Abstandshalters her sich radial nach allen Seiten erstreckt. Die realisierte Länge des Gleitentladungs-
oder Kriechweges ergibt sich aus der vertikalen Länge des Abstandhalters und dem Radius der Verdickung der Isolierteller,
die sich am Fuß des Abstandhalters befinden kann (siehe Anspruch 2). Längliche, etwa stabförmige Abstandshalter sind
oQ für sich bekannt. Bei der vorliegenden Erfindung ist ein
solcher Abstandshalter in Kombination mit der erläuterten Verdickung versehen. Diese Kombination ergibt eine wesentliche
Vergrößerung des Gleitentladungs- oder Kriechweges vom Blitzableiterdraht hin bis zur Anbringung dieser Tragvor-
O5 richtungen am Dach, ohne einer Vergrößerung des vertikalen
Abstandes des Blitzableiterdrahtes zur Dachoberfläche. Dabei
werden unter dem Begriff "Dach" nicht nur der Dachfirst,
sondern auch die Dachseitenflächen und ggfls. die Dachrinnen
verstanden. Es hat sich gezeigt, daß diese Kombination eine größere Überschlagfestigkeit als die Anordnung nach DE 38 36
620 Al hat. Außerdem sind demgegenüber die Herstellungskosten
der Blitzableitertrageinrichtung nach der Erfindung
wesentlich geringer. Dabei ist die Gefahr von Durchschlägen vom Blitzableiterdraht zu unter dem Dachfirst oder unter den
Dachseitenflächen vorgesehenen metallischen Teilen vermieden oder sehr reduziert.
Die Merkmale des Anspruches 2 geben die effektive Länge des Gleitentladungs- oder Kriechweges an, sowie ein Längenverhältnis
dahingehend, daß die vertikale Komponente oder Länge des Abstandhalters bevorzugt größer ist als der Radius der
Verdickung. Damit wird ein genügend großer elektrisch wirksamer Abstand des vom Abstandhalter getragenen Blitzableiterdrahtes
zum Dach bzw. zu darunter befindlichen Metallteilen erreicht, um Überschläge soweit als möglich zu vermeiden.
Im übrigen gibt die Erfindung auch den Vorteil, daß man den Radius der Verdickung in einem relativ weiten Bereich
wählen kann, ohne daß ein optisch ungünstiger Eindruck entsteht.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist bei einem Abstandshalter die Verdickung als Isolierteller ausgebildet
(Anspruch 3).
Gemäß Anspruch 4 beträgt der Durchmesser dieses Isoliertellers bevorzugt 200 - 250 mm. Es hat sich gezeigt, daß hiermit
eine genügende elektrische Festigkeit gegen Gleitentladungen und Überschläge gegeben ist.
Die Ansprüche 5-8 beinhalten weitere Varianten der Posi-
-4-
^- tionierung des Isoliertellers in Relation zum Abstandhalter
und auch dessen Dachdurchführung.
Die Merkmale des Anspruches 9 ergeben zunächst günstige ° hochspannungstechnische Eigenschaften. Außerdem kann sich
somit Feuchtigkeit und Schmutz nicht auf der Oberfläche des Isoliertellers ansammeln. Auch kann er aufgrund der Schräge
seiner Oberfläche nicht von Vögeln als Sitzplatz benutzt werden. Hierdurch wird die Verschmutzung der Isoliertelleroberfläche
durch Vogelkot verhindert oder zumindest weitgehend eingeschränkt.
Die Unteransprüche 10 - 12 beinhalten eine weitere Ausführungsmöglichkeit
der Erfindung, bei der die Verdickung in Form eines sog. Aufsatzes ausgebildet ist.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind den weiteren Unteransprüchen, sowie der nachfolgenden Beschreibung
und der zugehörigen Zeichnung von erfindungsgemäßen Ausführungsmöglichkeiten
zu entnehmen. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1: Eine pespektivische Ansicht eines Daches mit zwei Ausführungsformen von Blitzableitertragvorrichtungen,
mit durchgeschnittenem Dach, 25
Fig. 2: eine Ansicht gemäß dem Pfeil II in Fig. 1,
Fig. 2a: in einer Darstellung gemäß Fig. 2 eine weitere Ausführungsmöglichkeit der Erfindung,
Fig. 3: eine Ausführungsform der Erfindung in gegenüber
Fig. 1 vergrößertem Maßstab und ebenfalls in perspektivischer Ansicht,
Fig. 4: einen Schnitt gemäß der Linie IV-IV in Fig. 3,
-5-
Fig. 5: in perspektivischer Ansicht eine weitere der
Ausführungsmöglichkeiten gemäß Fig. 1 in einem
demgegenüber vergrößerten Maßstab, 5
Fig. 6: einen Schnitt durch Fig. 5 gemäß der Linie VI-VI,
Fig. 7: eine weitere Ausführungsform der Erfindung,
ebenfalls in perspektivischer Ansicht und in
einem Maßstab etwa gemäß dem Maßstab der Fig. und 6.
Fig. 1 zeigt das Dach eines Gebäudes mit einem Firstziegel 1 und Ziegeln 2, welche die schrägen Dachflächen abdecken.
Unterhalb des Daches können sich metallische oder elektrische
Leitungen, Rohre oder dergleichen befinden die mit 4 angedeutet sind. Ein waagerecht verlaufender Blitzableiterdraht
5 ist an einer isolierenden Tragvorrichtung 6 angebracht, die mit ihrem anderen Ende auf dem Firstziegel 1
befestigt ist; z.B. mittels Spannbändern 7. Ein parallel zur Dachschräge verlaufender Blitzableiterdraht 51 ist über eine
weitere Blitzableitertragvorrichtung 7 der Erfindung an dem betreffenden, schräg zur Horizontalen verlaufenden Dachziegel
2 angebracht. Es wird darauf hingewiesen, daß der Blitzableiterdraht 5' von dem Ziegel 2 etwa den gleichen Abstand
hat, wie der Blitzableiterdraht 5 vom Firstziegel 1 (siehe die Ansicht gemäß Fig. 2). Ferner ist Fig. 2 zu entnehmen,
daß die hier als Teller 8 ausgebildete Verdickung der Blitz-
oQ ableitertrag vorrichtung 6 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung direkt auf dem Firstziegel 1 aufliegt. Die realisierte Länge L des Gleitentladungs- oder
Kriechweges ergibt sich gemäß Fig. 2 aus der vertikalen Länge Ll des Abstandhalters zuzüglich 2 &khgr; L2, wobei L2 der
Radius des Isoliertellers 8 ist. Dabei kann Ll größer sein
als L2, um einen überschlagsicheren Abstand des Blitzableiterdrahtes
5 vom Dach und insbesondere von unterhalb des Daches befindlichen Metallteilen 4 zu schaffen.
Der Isolierteller 8 ist in den Fig. 1 - 3 in bisher üblicher
Form dargestellt worden. Es kann aber auch ein Isolierteller
8 in der Formgebung gemäß Fig. 4 vorgesehen sein, bei dem
seine obere Seite von dem hohlzylindrischen Schaft 8' des Tellers sich nach unten konisch erweiternd bis zum Außenumfang
8" des Tellers verläuft. Sie bildet somit eine geradlinig von oben schräg nach unten verlaufende Oberfläche, an
der sich kein Schmutz ansammeln kann, bzw. doch noch haftend gebliebene Schmutzteilchen beim nächsten Regen mit nach
unten abgewaschen werden. Auch wird hiermit das Aufsitzen von Vögeln auf diesem Teller verhindert. Es wären auch
andere Ausgestaltungen der Oberfläche möglich, sofern sie den vorgenannten Bedingungen gerecht werden. In dem Zusammenhang
empfiehlt es sich, der Oberseite des Isoliertellers oder des nachfolgend zu erläuternden Aufsatzes eine mögliehst
glatte Oberfläche zu geben.
In der vorstehend erläuterten, bevorzugten Ausführung der Erfindung dient der Teller 8 zugleich dem Schutz der Befestigung
dieser Blitzableitertragvorrichtung am First gegen Einflüsse oder Eindringen von Regen und Schnee. Hierdurch
ergibt sich auch eine günstige Lage des Schwerpunktes des Abstandhalters. Es liegt aber auch im Bereich der Erfindung,
wenn dieser Teller oder eine analoge Verdickung nicht auf einem Firstziegel aufliegt, sondern sich an einer beliebigen
go Stelle im Verlauf des Abstandshalters 9 befindet.
Fig. 2 zeigt, daß sich die Länge des Gleitentladungs- oder Kriechweges zusammensetzt aus der Länge Ll des Abstandhalters
9 und zweimal der Länge L2 des Radius des Tellers 8. 3g Dabei soll Ll größer sein als L2.
Fig. 2a zeigt in einer Darstellungsform gemäß der der Fig.
2, daß der Teller 8 auch an der Dachdurchführung von außen
nicht sichtbar unterhalb des Ziegels 1 vorgesehen sein kann. Der Isolierteller kann Bestandteil der Dachdurchführung
sein .
Auch bei den Ausführungsmoglichkeiten der Erfindung gemäß
Fig. 5 und folgende, bei welchen die Verdickung von einem Aufsatz gebildet wird, kann die lichte Höhe der Blitzableitertrageinrichtung
von der Dachoberfläche bis zum Blitzableiterdraht bevorzugt 300 - 500 mm betragen. Bedingt durch
den Durchmesser des Aufsatzes von bevorzugt 200 - 250 mm ergibt sich hier eine wirksame Länge L von 600 mm.
Die Blitzableitertragvorrichtung 6 ist näher in Fig. 3 (perspektivisch) und in Fig. 4 (Schnittdarstellung) gezeigt.
Der sich von der Längsachse A-A des Abstandshalters 9 radial (Pfeile 10) nach außen erstreckende Isolierteller 8 dient
somit zur Abstützung und Anbringung dieser Blitzableitertragvorrichtung
an dem Dach. Um in Verbindung mit dem Abstandshalter 8 eine genügende Absicherung gegen Überschläge
vom Blitzableiterdraht 5 zu den Metallteilen 4 zu haben soll der Durchmesser D dieses Tellers bevorzugt 200 - 250 mm
betragen. Die Länge Ll sollte im Bereich von 300 mm liegen, so daß sich in diesem Fall eine Gesamtlänge L von ca. 500 mm
ergibt.
Isolierteller und Abstandshalter sind entweder völlig aus OQ Isolierstoff hergestellt (siehe Schnitt gemäß IV). Sie
können aber auch aus einem inneren Teil aus beispielsweise
einem glasfaserverstärkten Kunststoff bestehen, das außenseitig mit einem Mantel aus einem isolierenden Werkstoff,
beispielsweise einem Silikonelastomer, umspritzt ist. Hiergg
durch wird, insbesondere bei Luftfeuchtigkeit oder Nieder-
schlagen, die Überschlagfestigkeit erhöht.
Es kann auch für den Teller 8 und den Abstandshalter 9 ein gemeinsamer äußerer Mantel 11 aus einem isolierenden Material
vorgesehen sein, wie es strichpunktiert in Fig. 4 angedeutet ist. Hierdurch wird vermieden, daß Feuchtigkeit
in den Spalt 12 eindringt, der sich zwischen Abstandshalter 9 und der Innenwand einer ihn aufnehmenden Ausnehmung 13 des
Tellers 8 befindet.
Auch ist es möglich, Abstandshalter 9 und Teller 8 als ein in sich einstückiges Teil aus einem elektrisch isolierenden
Werkstoff herzustellen. Auch hiermit sind die erläuterten elektrisch-isolierenden und die einen ungewollten Feuchtigkeitseintritt
verhindernden Vorteile gegeben. Falls es für die Anbringung und Abstützung günstig ist könnten die Firstziegel
1 ebenfalls aus Kunststoff bestehen.
In allen vorgenannten Ausführungsmöglichkeiten der Blitzableitertragvorrichtung
ist eine entsprechende Erhöhung des Gleitentladungs- oder Kriechweges, sowie der Überschlagsfestigkeit
zwischen der Befestigung 14 des Blitzableiterdrahtes
5 und dem Dach gegeben. Im übrigen empfiehlt es sich, die geometrische Gestaltung der Teller nach hochspannungstechnischen
Gesichtspunkten zur Vermeidung einer unzulässigen Feldstärkeüberhöhung zu optimieren.
Die Blitzableitertragvorrichtung gemäß Ziffer 7 ist näher in
Fig. 5 (perspektivisch) und in Fig. 6 (Schnittdarstellung)
QQ gezeigt. Sie ist als ein Aufsatz ausgebildet, der auf einem
Dachziegel 2 der Dachschrägfläche aufsitzt und daran befestigt ist. Hierzu kann der Aufsatz einen Fußteil 17 aufweisen,
der in diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel von dem aus Kunststoff bestehenden Dachziegel 21 einstückig mit
3g gebildet ist. An dem Fußteil 17 ist gemäß Ziff. 19 ein
Tragteil 20 angelenkt, das an seinem oberen Bereich 21 mit einer Anlenkung 22 für den relativ kurzen Abstandshalter
versehen ist. Der Abstandshalter 23 trägt, ebenso wie der Abstandshalter 9 im Ausführungsbeispiel der Fig. 1-4, eine
übliche Klemmvorrichtung 14 zur lösbaren Anbringung des Blitzableiterdrahtes 5'. Durch die Anlenkung 19 des Teiles
20 am Teil 17 und ferner durch die Anlenkung 22 des Teiles 23 am Teil 20 kann der Blitzableiterdraht 51 in die gewünschte
bzw. erforderliche Parallellage zur Oberfläche der Dachschräge gebracht werden. Somit sind die Teile 20, 17 und
23, 20 gegeneinander abknickbar. Da die Erfindung sich nicht nur zur Anbringung bei der Neuerstellung eines Daches,
sondern auch für die Nachrüstung schon vorhandener Dächer eignet, sind diese Verschwenkbarkeiten bzw. die Möglichkeit
des "Abknickens" dieser Teile zueinander beim Nachrüsten von besonderem Vorteil. Somit kann man sich der jeweils vorhandenen
Schräglage des betreffenden Dachabschnittes in einfacher Weise anpassen. Die vorgenannten Gelenkverbindungen
sind bevorzugt selbsthemmend, so daß die einmal eingestellte Lage der vorgenannten Bauteile zueinander und insbesondere
die Parallellage des Blitzableiterdrahtes 5' zur Dachoberfläche sich von sich aus nicht verändert. Die Zeichnung
zeigt, daß der aus isolierendem Kunststoff bestehende Aufsatz von seiner Anbringungsstelle für den Abstandshalter
her in Richtung zu seiner Befestigung am Dach sich radial (Pfeil 18) nach außen allseitig vergrößert. Er hat mindestens
200 mm Durchmesser, bevorzugt 250 mm Durchmesser. Der untere Bereich des Fußteiles 17 geht in den Dachziegel 2'
über. Er ist mit diesem einstückig aus Kunststoff herge-
QQ stellt. Diese Einstückigkeit ist auch bei den Ausführungsbeispielen
der Fig. 1-4 möglich, die vorstehend beschrieben wurden .
Sofern die Abstandshalter 9, 23 durchweg aus Kunststoff hergestellt sind, können die Klemmvorrichtungen 14 am oberen
-&igr;&ogr;&iacgr;
Ende des betreffenden Abstandshalters mit diesem aus dem Kunststoff bestehend angespritzt sein. Sie können aber auch gesonderte Metallteile sein, die mit dem oberen Ende des betreffenden Abstandshalters entsprechend verbunden sind. Diese Klemmvorrichtungen können dabei neben der Funktion der Befestigung des Blitzableiterdrahtes so ausgebildet sein, daß eine unzulässige Erhöhung der Feldstärke vermieden wird. Dies läßt sich vorteilhaft durch eine Gestaltung als Schirmteller erreicheen. Im vorstehenden Zusammenhang zeigt Fig. 7 eine Blitzableitertragvorrichtung, die durchweg aus Kunststoff besteht, einschließlich eines unteren Teiles, das in der Form einem Dachfirst ziegel entspricht. Am oberen Ende des Abstandhalters ist ebenfalls die o.g. Klemmvorrichtung 14 für die Anbringung des Blitzabieiterdrahtes 5 vorgesehen.
Ende des betreffenden Abstandshalters mit diesem aus dem Kunststoff bestehend angespritzt sein. Sie können aber auch gesonderte Metallteile sein, die mit dem oberen Ende des betreffenden Abstandshalters entsprechend verbunden sind. Diese Klemmvorrichtungen können dabei neben der Funktion der Befestigung des Blitzableiterdrahtes so ausgebildet sein, daß eine unzulässige Erhöhung der Feldstärke vermieden wird. Dies läßt sich vorteilhaft durch eine Gestaltung als Schirmteller erreicheen. Im vorstehenden Zusammenhang zeigt Fig. 7 eine Blitzableitertragvorrichtung, die durchweg aus Kunststoff besteht, einschließlich eines unteren Teiles, das in der Form einem Dachfirst ziegel entspricht. Am oberen Ende des Abstandhalters ist ebenfalls die o.g. Klemmvorrichtung 14 für die Anbringung des Blitzabieiterdrahtes 5 vorgesehen.
Es bestehen also die dargestellten Teile 9, 20, 19 und 25 miteinander einstückig aus einem Kunststoff.
Die vorstehend erläuterten Blitzableitertragvorrichtungen nach der Erfindung sind, gemäß den in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen, an der Außenseite eines Gebäudedaches anbringbar. Die Erfindung könnte aber ggf.
auch als Blitzableitertrag vorrichtung an der Außenseite eines Gebäudes vorgesehen sein.
Mit jedem dieser Ausführungsbeispiele sind die Durchschlagsicherheit
gefährdenden Näherungen der Blitzableiterdrähte 5 zu den metallischen Teilen 4 vermieden oder doch wenigstens
weitgehend eingeschränkt. Die Erfindung ist bevorzugt mit vorhandenen Ziegelformen kombinierbar bzw. daran zu befesti-9en·
Alle neuen Merkmale von Beschreibung und Zeichnung und ihre Kombinationen sind erfindungswesentlich.
- Schutzansprüche -
Claims (22)
1. Bevorzugt an der Außenseite eines Gebäudedaches anbringbare Blitzableitertragvorrichtung, die den Blitzableiterdraht
in einem gewünschen Abstand vom Dach hält, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektrisch isolierender
Abstandshalter (9, 23) mit einer ebenfalls elektrisch
isolierenden Verdickung (17, 20) versehen ist, wobei diese Verdickung sich von der Längsachse (A-A; B-B) des
Abstandshalters her sich radial (10; 18) nach allen Seiten erstreckt.
2. Blitzableitertragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (L) des Gleitentladungs-
oder Kriechweges sich zusammensetzt aus einer vertikalen Komponente (Ll) von der Länge des Abstandhalters (9) und
aus einer horizontalen Komponente (2 &khgr; L2) entsprechend dem doppelten Radius (L2) der Verdickung, wobei die
vertikale Länge (Ll) des Abstandhalters bevorzugt größer ist als der Radius (L2) der Verdickung.
3. Blitzableitertragvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen etwa stabförmigen Abstandshalter
(9) mit einer Verdickung in Form eines elektrisch iso-
-12-lierenden
Tellers (8) .
Tellers (8) .
4. Blitzableitertragvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Tellers (8)
bevorzugt 200 - 250 mm beträgt.
5. Blitzableitertragvorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierteller (8) sich im Verlauf des Abstandhalters (9)
im Abstand von dessen oberem Tragende für den Blitzableiter (5) und ferner im Abstand von dessen Dachdurchführung
befindet.
6. Blitzableitertragvorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierteller (8) auf der Oberseite des die Dachführung
(16) aufweisenden Ziegels (1) aufsitzt.
7. Blitzableitertragvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Isolierteller (8) sich unterhalb des die Dachdurchführung
(16) aufweisenden Ziegels (1) befindet.
8. Blitzableitertragvorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierteller (8) ein Bestandteil der Dachdurchführung
(16) ist.
9. Blitzableitertragvorrichtung nach einem oder mehreren
gO der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß die
geometrische Gestaltung des Isoliertellers nach hochspannungstechnischen Gesichtspunkten zur Vermeidung von
unzulässiger Feldstärkeüberhöhung optimiert ist.
10. Blitzableitertragvorrichtung nach einem oder mehreren
-13-
der Ansprüche 1-9, gekennzeichnet durch eine Formgebung
der jeweiligen Verdickung (8, 17), die das Festsetzen
von Schmutz und ein Aufsitzen von Vögeln ganz oder zumindest teilweise verhindert.
11. Blitzableitertragvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite der jeweiligen Verdickung
sich vom Abstandhalter (9, 23) her nach außen/unten verlaufend in ihrem Durchmesser erweitert.
12. Blitzableitertragvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11,
gekennzeichnet durch eine möglichst glatte Oberfläche der Oberseite der Verdickung.
13. Blitzableitertragvorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1, 10 - 12, gekennzeichnet durch einen relativ kurzen Abstandshalter (23) mit einer Verdickung
in Form eines Aufsatzes (17, 20) aus einem elektrisch isolierenden Kunststoff, der auf der Dachoberfläche bzw.
einem Dachziegel (21) aufsitzt oder damit verbunden ist
und dessen Durchmesser sich vom Abstandshalter (23) her in Richtung zur Auflage oder Anbringung am Dach auf
einen Durchmesser von bevorzugt 200 - 250 mm vergrößert.
14. Blitzableitertragvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufsatz in sich abknickbar ist
und bevorzugt eine abknickbare oder gelenkige Verbindung (22) mit dem Abstandshalter (23) besitzt.
QQ 15. Blitzableitertrag vorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 - 14, dadurch gekennzeichnet, daß Abstandshalter und Verdickung sowie ein die Formgebung
eines Firstziegels aufweisender Teil miteinander einstückig aus einem elektrisch isolierenden Kunststoff bestehen·
16. Blitzableitertragvorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß Abstandshalter (9, 23) und Verdickung (8; 17-20) mit
einer gemeinsamen Schicht (11) aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff überzogen sind.
17. Blitzableitertragvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der
jeweilige Abstandshalter (9, 23) und die jeweilige Verdickung (8; 17-20) aus einem elektrisch isolierenden
Werkstoff bestehen.
18. Blitzableitertragvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstandshalter (9) und die Verdickung (8) miteinander einstückig aus einem elektrisch isolierenden Kunststoff
bestehen.
19· Blitzableitertrag vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18, gekennzeichnet durch Firstziegel
aus Kunststoff, mit denen eine Verdickung in Form eines Tellers (8) einstückig ist.
20. Blitzableitertragvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 19, gekennzeichnet durch eine Länge
von etwa 300 - 600 mm.
21. Blitzableitertragvorrichtung nach einem oder mehreren QQ der Ansprüche 15 - 20, gekennzeichnet durch die Verwendung
eines UV-beständigen und schlagfesten Kunststoffes.
22. Blitzableitertragvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 21, dadurch gekennzeichnet, daß eine
gg Klemmvorrichtung (14) für den Halt des Blitzableiter-
-15-
drahtes (5, 5') vorgesehen ist, die an dem jeweils außen
gelegenen Ende des Abstandshalters (9, 23) angebracht ist und zugleich als Isolier- oder Schirmteller ausgebildet
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29710479U DE29710479U1 (de) | 1997-06-16 | 1997-06-16 | An der Außenseite eines Gebäudes anbringbare Blitzableitertragvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29710479U DE29710479U1 (de) | 1997-06-16 | 1997-06-16 | An der Außenseite eines Gebäudes anbringbare Blitzableitertragvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29710479U1 true DE29710479U1 (de) | 1997-08-14 |
Family
ID=8041700
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29710479U Expired - Lifetime DE29710479U1 (de) | 1997-06-16 | 1997-06-16 | An der Außenseite eines Gebäudes anbringbare Blitzableitertragvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29710479U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20205810U1 (de) | 2002-04-12 | 2002-07-04 | J. Pröpster GmbH, 92318 Neumarkt | Halter für eine Fangstange einer Blitzschutzanlage |
| DE10033617B4 (de) * | 2000-07-11 | 2009-01-29 | J. Pröpster GmbH | Befestigungseinrichtung |
-
1997
- 1997-06-16 DE DE29710479U patent/DE29710479U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10033617B4 (de) * | 2000-07-11 | 2009-01-29 | J. Pröpster GmbH | Befestigungseinrichtung |
| DE20205810U1 (de) | 2002-04-12 | 2002-07-04 | J. Pröpster GmbH, 92318 Neumarkt | Halter für eine Fangstange einer Blitzschutzanlage |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19970925 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20000927 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20031001 |
|
| R158 | Lapse of ip right after 8 years |
Effective date: 20060103 |