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DE29704126U1 - Präzisionsvollgeschoß - Google Patents

Präzisionsvollgeschoß

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Publication number
DE29704126U1
DE29704126U1 DE29704126U DE29704126U DE29704126U1 DE 29704126 U1 DE29704126 U1 DE 29704126U1 DE 29704126 U DE29704126 U DE 29704126U DE 29704126 U DE29704126 U DE 29704126U DE 29704126 U1 DE29704126 U1 DE 29704126U1
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DE
Germany
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projectile
bullet
solid
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bore
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DE29704126U
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English (en)
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HERRLINGER KLAUS W
Original Assignee
HERRLINGER KLAUS W
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Application filed by HERRLINGER KLAUS W filed Critical HERRLINGER KLAUS W
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Publication of DE29704126U1 publication Critical patent/DE29704126U1/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/34Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect expanding before or on impact, i.e. of dumdum or mushroom type

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Ceramic Products (AREA)
  • Waveguide Aerials (AREA)

Description

PAe Kunze &,Hansen 0124.20
BESCHREIBUNG
Präzisxonsvollgeschoß 5
Die Erfindung betrifft ein Vollgeschoß für Jagdwaffen aus einem Metall bzw. einer Metallegierung mit einem eine Geschoßspitze aufweisenden Geschoßkopf und einem hinteren zylindrischen Geschoßkörper, wobei der Geschoßkopf zur Geschoßspitze halbkugelförmig ausgebildet ist.
Aus dem Handbuch für den Wiederlader von K. D. Meyer, Journalverlag Schwend GmbH 1986, Seite 237 ist ein derartig geformtes Geschoß unter No. 52 abgebildet. So geformte Geschosse sind beispielsweise aus Stahl und/oder Blei bekannt. Der hintere zylindrische Geschoßkörper bildet einen Großteil der Geschoßmasse und kommt im Lauf der Waffe mit dem Zug in Berührung.
Bei bekannten Geschossen mit Bleikern ist der Geschoßkopf zur Geschoßspitze meist spitz zulaufend ausgebildet. Beim Auftreffen derartiger Geschosse auf ein Zielmedium entsteht eine sofortige, blitzartige Aufpilzung. Nachteilig ist dabei, daß weder eine hohe Tiefenwirkung noch eine hohe Richtungsstabilität erreicht wird. Ferner neigt die spitze Geschoßspitze beim Auftreffen auf ein Zielmedium zur Splitterung. Splitter sind jedoch insbesondere bei der Jagd unerwünscht, da eine Verunreinigung des Zielmediums beim Wild zu vermeiden ist.
Ferner ist aus der DE 28 43 167 Al ein Jagdgeschoß bestehend aus einem Geschoßkörper mit einer Sacklochbohrung bekannt, der als vorderen Abschluß des
Sacklochs einen relativ festen Körper, wie Stahl, Blei, Kupfer o. dgl., aufweist, wobei der Durchmesser des Körpers größer ist als der Durchmesser des Sackloches. Mit dieser Konstruktion soll eine kontrollierte Aufpilzung des Geschosses im Zielmedium auch bei unterschiedlicher Schußentfernung erreicht werden. Darüber hinaus zeigt das DE 93 11 349.8 Ul ein Geschoß für Handfeuerwaffen mit einem zylindrischen Grundkörper aus Metall, dessen vorderes Ende als Ogive oder Kegelstumpf ausgebildet ist und der eine zum vorderen Ende offene Sacklochbohrung enthält, in der ein über das vordere Ende des Grundkörpers überstehender ballistischer Zusatzkörper eingesetzt ist, wobei der Zusatzkörper eine elastisch zusammendrückbare Kugel aus schlagzähem Material ist. Hiermit soll ein einfach herzustellendes und eine hohe Präzision aufweisendes Geschoß geschaffen werden, das in einem weichen Zielmedium eine erhöhte Energieabgabe ohne Splitterbildung zeigt. Bei diesen Geschossen ist zwar eine ausreichende Unterbindung der unerwünschten Splitterwirkung erreicht, jedoch ist die Richtungsstabilität der Geschosse nicht optimal.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein eingangs genanntes Vollgeschoß anzugeben, das im Zielmedium eine hohe Richtungsstabilitat und keine Splitterwirkung zeigt. Dabei soll eine hohe Energieabgabe im Zielmedium auch bei einem weichen Medium erreicht werden.
Gelöst wird diese Aufgabe bei einem gattungsgemäßen Vollgeschoß dadurch, daß die Halbkugelform aus mehreren ineinanderlaufenden Radien gebildet ist.
Die Halbkugelform des Geschoßkopfs erzielt im
Zielmedium eine hohe Tiefenwirkung. Das ins Zielmedium eintretende Geschoß erfährt eine definiert eintretende Deformation. Überraschenderweise stabilisiert die aus mehreren, vorzugsweise 3 bis 4, ineinanderlaufenden Radien gebildete Halbkugelform des Geschoßkopfes das metallische Material des Vollgeschosses soweit, daß auch bei starkem Widerstand im Zielmedium trotz der auftretenden und gewünschten Deformation keine Zersplitterung des Geschosses auftritt. Die Deformation des Geschosses erhöht gleichwohl den Geschoßquerschnitt beim Eintreten/Hindurchtreten im Zielmedium, so daß ein großer Energieübertrag der kinetischen Geschoßenergie auf das Wild erfolgt. Es wird also eine Aufpilzungsdeformation bei gleichzeitiger Splitterfreihiet sichergestellt. Auch bei nicht optimal plaziertem Schuß ist eine hohe Tötungswahrscheinlichkeit gegeben.
Im Gegensatz zu den bekannten Vollgeschossen, die in der Fertigung gepreßt werden, werden die erfindungsgemäßen Geschosse spanabhebend gefertigt. Daraus resultiert eine hohe Maßhaltigkeit und Präzision, so daß die Geschosse bei gleicher Formgebung übereinstimmende Treffpunktlagen haben. Wichtig ist, daß die Geschosse homogen aus einem Material hergestellt sind. Sie besitzen weder Bleikern, Bleispitze noch Bleiboden, wie dies bei Geschossen für Jagdwaffen bekannt ist.
Insbesondere, wenn ein dem hinteren zylindrischen Geschoßkörper nächstliegender Abschnitt der Halbkugelform einen großen Radius, ein sich daran in Richtung der Geschoßspitze anschließender erster mittlerer Abschnitt der Halbkugelform kleinen Radius, ein sich daran in Richtung der Geschoßspitze an-
schließender zweiter mittlerer Abschnitt der Halbkugelform mittleren Radius und ein die Geschoßspitze bildender vorderer Abschnitt der Halbkugelform kleinen Radius hat, entsteht eine aus drei Kugelschichtabschnitten und einer Kugelkappe mit unterschiedlichen Radien stetig ineinanderübergehende Halbkugelform des Geschoßkopfes. Versuche haben ergeben, daß eine gute Materialverdrängung im Zielmedium beim Eintritt des Geschosses sowohl in einem weichen wie auch in einem harten Medium erreicht wird. Dabei wird eine Aufpilzung des Geschoßkopfes erzeugt, die mit einer rißfreien Materialverdrängung im Geschoßkopf einhergeht. Eine Materialabsplitterung am Geschoßkopf wird vermieden.
Bei den für Jagdwaffen gängigen Kalibern hat sich die in den Ansprüchen 4 und 5 gegebene Kopfform der Geschoßköpfe als besonders vorteilhaft erwiesen.
Dadurch, daß der Geschoßkopf am Übergang zum hinteren zylindrischen Geschoßkörper einen Scharfrand aufweist, der in Form eines scharfkantigen Mantelringes mit gegenüber dem Geschoßkopf vergrößertem Außendurchmesser ausgebildet ist, wird in dem Zielmedium an der Oberfläche ein Loch gestanzt, so daß ausgeschnittene Haare des Wildes vor dem Wild zu Boden fallen. Mit dieser Schnitthaarbildung kann bei angeschossenem Wild nach der Art der Behaarung die Wildart und der Zielbereich am Wild festgestellt werden. Der Scharfraiid ist zugleich der Endpunkt für die Deformation des Geschoßkopfes.
Dadurch, daß der Scharfrand einen geringfügig kleineren Außendurchmesser hat als der hintere zylindrische
Geschoßkörper, gelangt die an der Umfangsflache des Geschoßkopfes vorspringende Kante nicht mit Feld und Zügen im Lauf der das Geschoß abfeuernden Waffe in Berührung. Damit wird der Scharfrand unversehrt gehalten.
Vorzugsweise wird als Metall oder Metallegierung für die Vollgeschosse reines Kupfer, eine Kupfer-Zink-Legierung oder auch eine Kupfer-Chrom- oder eine Kupfer-Nickel-Legierung verwendet. Diese Werkstoffe zeichnen sich durch eine hohe Festigkeit bei gleichzeitig optimalen Deformationseigenschaften aus. Darüber hinaus sind diese Werkstoffe bei der spanabhebenden Bearbeitung problemlos zu bearbeiten. Vorteilhaft werden die Geschosse aus gezogenen, harten Rundstangen aus E-Cu bzw. Cu ZN 5 bzw. Cu ZN 15 hergestellt. Vorzugsweise haben die Rundstangen eine Brinellhärte HB von ca. 110 kg/mm2, eine Zugfestigkeit von mindestens 320 N/m2 und eine Streckgrenze von mindestens 260 N/m2. Mit diesem Material wird eine hohe Tiefenwirkung bei gleichzeitig splitterfreier Deformation im Zielmedium erreicht.
Die Deformationseigenschaften können dadurch beeinflußt werden, daß das Geschoß als Hohlspitzgeschoß ausgebildet ist, wobei eine in der Symmetrieachse des Geschosses angeordnete, von der Geschoßspitze ausgehende Bohrung im Geschoßkopf vorgesehen ist. Diese sogenannten Hohlspitzgeschosse sind bei Mäntelgeschössen bekannt. Durch die zentral angeordnete Bohrung im Geschoßkopf wird beim Auftreffen auf ein Zielmedium eine schnelle und sicher eintretende Deformation des Geschoßkopfes eingeleitet. Die Bohrung im Geschoßkopf erlaubt eine starke Materialverdrängung im Geschoßkopf
bei der Deformation, ohne daß eine Zersplitterung bei der Aufpilzung des Geschosses entsteht.
Wenn am Bohrungsansatz in der Geschoßspitze ein Kugelsitz ausgebildet ist, in dem eine Kugel aus Kunststoff, vorzugsweise PE, eingepreßt ist und die Bohrung verschließt, liegt ein Hohlspitzgeschoß mit einem sogenannten Kugelverschluß, bei dem die Außenbalastik nicht von der Bohrung beeinflußt ist, vor.
Darüber hinaus ist aufgrund der als Kunststoffkugel ausgebildeten Geschoßspitze die Zuführung der Patrone aus dem Magazin der Waffe erleichtert, da die Reibung verringert ist. Als besonders vorteilhafter Kunststoff ist Polyethylen (PE) zu nennen, der eine ausreichend hohe Festigkeit hat.
Je nach Kaliber sollte die PE-Kugel einen Durchmesser von 3 mm bis 6 mm haben. Für die bei Jagdwaffen bevorzugten Kaliber von .375 und .458 ist eine Kugel mit 6 mm Durchmesser zu verwenden. Dabei bildet die Kugel die Geschoßspitze mit dem kleinen Radius R4 = 3 mm.
Der Bohrungsdurchmesser der als Hohlspitzgeschosse ausgebildeten Vollgeschosse ist an die Härte des Zielmediums und das Kaliber anzupassen. Um ein weiches Deformationsgeschoß zu erhalten, ist bei einem Kaliber von .375 eine Bohrung von etwa 3,2 mm Durchmesser vorzusehen. Für ein hartes Deformationsges'choß ist der Durchmesser der Bohrung auf etwa 2,5 mm festzulegen. Selbstverständlich ist auch eine individuelle Auswahl des Bohrungsdurchmessers und damit der "Geschoßhärte11 möglich. Der Variationsbereich beträgt für den Bohrungsdurchmesser etwa 2 bis 4 mm. Bei einem Kaliber
von .458 wird mit einer Bohrung mit einem Durchmesser von etwa 5 mm ein weiches Deformationsgeschoß und mit einer Bohrung mit einem Durchmesser von etwa 3,8 mm ein hartes Deformationsgeschoß gebildet. Auch bei diesem Kaliber ist eine individuelle Auswahl des Bohrungsdurchmessers und damit der "Geschoßhärte" möglich. Der Variationsbereich beträgt für den Bohrungsdurchmesser etwa 3 bis 6 mm.
Die Bohrung reicht dabei im Zentrum des Geschosses von der Geschoßspitze etwa bis auf Höhe des Scharfrandes, also dem Übergang des Geschoßkopfes zum Geschoßkörper, in den Geschoßkopf hinein.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen, die zwei Ausführungsbeispiele zeigen, detailliert beschrieben. Darin zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Vollgeschosses,
Fig. 2 eine teils geschnittene Seitenansicht eines als Hohlspitzgeschoß ausgebildeten Vollgeschosses und
Fig. 3 eine teils geschnittene Seitenansicht eines Geschoßkopfes des in Fig. 2 dargestellten
Ausführungsbeispiels.
Fig. &igr; zeigt ein Geschoß 10, das homogen aus einem Material, beispielsweise aus reinem Kupfer oder einer Kupfer-Zink-Legierung, gebildet ist. Das Vollgeschoß 10 gliedert sich in einen hinteren zylindrischen Geschoßkörper 2 und einen vorderen Geschoßteil oder Geschoßkopf 1. Der hintere zylindrische Geschoßkörper 2 hat einen dem Kaliber des Geschosses 10 entsprechenden
Außendurchmesser, so daß das Geschoß im Lauf der das Geschoß abfeuernden Waffe mit Feld und Zügen in Berührung gelangt.
Am Übergangsbereich vom Geschoßkopf 1 zum hinteren zylindrischen Geschoßkörper 2 ist eine Einschnürung 3 vorgesehen, die einem sicheren Halt des Geschosses in einer Patronenhülse (nicht dargestellt) dient. Die Patronenhülse wird in die Geschoßeinschnürung 3 eingezogen oder aufgepreßt.
Der Geschoßkopf 1 hat am Übergangsbereich zwischen dem hinteren zylindrischen Geschoßkörper 2 und dem Geschoßkopf im wesentlichen zylindrische Form, wobei sich der Geschoßkopf zur Geschoßspitze 11 verjüngt. Der Geschoßkopf 1 weist zur Geschoßspitze 11 Halbkugelform auf. Dabei hat der Geschoßkopf 1 beginnend vom Scharfrand 4 eine zylindrische Form, wobei sich der Geschoßkopf zur Geschoßspitze 11 etwa ab der halben Längenausdehnung des Geschoßkopfes 1 mit. einem ersten Radius R1 verjüngt. Der Krümmungsradius der kugelschichtförmigen Verjüngung des Geschoßkopfes 1 geht dann über in einen kleineren Radius R2 und bildet einen weiteren kugelschichtförmigen Abschnitt, der sich stetig an die Verjüngung anschließt. Das vordere Ende des Geschoßkopfes 1 hat einen daran anschließenden mittleren Krümmungsradius R3, der einen vorderen kugelschichtförmigen Abschnitt bildet. Die als Kugelkappe ausgebildete Geschoßspitze 11 hat einen kleinen Radius R4, der bei Kaliber .375 und .458 vorzugsweise 3,3 mm beträgt.
Ferner ist am Geschoßkopf 1 an dem dem hinteren zylindrischen Geschoßkörper 2 zugewandten Ende ein
Scharfrand 4 ausgebildet. Der Scharfrand 4 ist ein radial nach außen vorragender Steg, der am zylindrischen Abschnitt des Geschoßkopfes 1 ausgebildet ist. Die außenliegende, der Geschoßspitze 11 zugewandte Kante ist scharfkantig ausgebildet. Der Außendurchmesser des Scharfrandes 4 ist geringfügig kleiner als der Außendurchmesser des hinteren zylindrischen Geschoßkörpers 2, so daß der Scharf rand 4 nicht mit dem Lauf der das Geschoß abfeuernden Waffe in Berührung gelangt. Damit wird vermieden, daß die scharfkantige Kante des Scharfrandes 4 vor dem Auftreffen im Zielmedium beschädigt bzw. gebrochen ist.
An der der Geschoßspitze 11 gegenüberliegenden Seiten des Geschosses 10 ist eine Fase 5 vorgesehen, um das Aufschieben der Patronenhülse auf das Geschoß bei der Munitionsherstellung zu erleichtern.
Fig. 2 zeigt ein Deformatxonsvollgeschoß 20 in teilweise geschnittener Ansicht. Gleich gestaltete Bauteile sind mit gleichen,' Bezugs &zgr; eichen versehen. Das Geschoß 20 ist ebenfalls in einen hinteren zylindrischen Geschoßkörper 2 und ein vorderes Geschoßteil oder Geschoßkopf 1 gegliedert. Am Übergang vom Geschoßkopf 1 zum hinteren zylindrischen Geschoßkörper 2 ist eine Einschnürung 3 vorgesehen, in die eine Patronenhülse eingezogen werden kann. Zur Montageerleichterung der Patronenhülse ist am hinteren Ende des hinteren zylindrischen Geschoßkörpers" 2 eine Fase ausgebildet.
Der Geschoßkopf 1 des Deformationsvollgeschosses 20 weist eine entlang der Symmetrieachse des Geschosses angeordnete Bohrung 21 auf. Die Bohrung reicht von der
Spitze des Geschosses bis etwa zum Übergangsbereich des Geschoßkopfes 1 zum hinteren zylindrischen Geschoßkör-• per 2. An dieser Stelle ist am hinteren Ende des Geschoßkopfes 1 ein Scharfrand 4 in Form einer axial nach außen vorstehenden Kante ausgebildet. Der Außendurchmesser des Scharfrandes 4 ist geringfügig kleiner gewählt als der Außendurchmesser des hinteren zylindrischen Geschoßkörpers 2, so daß der Scharfrand 4 nicht mit dem Lauf der das Geschoß abfeuernden Waffe in Berührung gelangt.
An der Spitze des Deformationsvollgeschosses 20 ist ein die Bohrung 21 überdeckender Kugelsitz 22 ausgebildet. Der äußere Umfangsrand des Kugelsitzes 22 im Geschoßkopf 1 weist einen radial nach innen zeigenden Wulst 23 auf. In dem Kugelsitz 22 ist eine vorzugsweise aus Polyethylen bestehende Kunststoffkugel 24 eingepreßt, wobei der Wulst 23 die Kugel 24 etwa in einer Äquatoriallinie einschnürt. Die Kugel 24 ist damit fest mit dem aus einem Metall, vorzugsweise Kupfer oder einer Kupferlegierung, bestehenden Geschoßkopf 1 verbunden und bildet eine Geschoßspitze 25. Die Kugel hat einen den kleinen Radius R4 repräsentierenden Radius von 3 mm.
Die in dem Kugelsitz 22 eingepreßte Kugel 24 verschließt darüber hinaus die Bohrung 21.
Das Geschoßrestgewxcht der Deformationsgeschosse beträgt nach dem Auftreten und Eindringen des Geschosses im Zielmedium etwa 98 bis 99 % des ursprünglichen Gewichts. Der Gewichtsverlust wird im wesentlichen von der bei der Aufpilzung abgelösten PE-Kugel hervorgerufen.
In Fig. 3 ist ein Teil des Geschoßkopfes 1 eines Deformationsvollgeschosses 20 ohne Kugel 24 dargestellt. Im Geschoßkopf 1 ist in teilweise ■ geschnittener Darstellung der Kugelsitz 22 am vorderen Ende des Geschoßkopfes 1 dargestellt. Im Kugelsitz beginnt die Bohrung 21, die etwa auf Höhe des Scharfrandes 4 endet. Der Geschoßkopf 1 hat beginnend vom Scharfrand 4 eine zylindrische Form, wobei sich der Geschoßkopf zur Geschoßspitze 25 etwa ab der halben Längenausdehnung des Geschoßkopfes 1 mit einem ersten Radius R1 verjüngt. Der Krümmungsradius der kugelschichtförmigen Verjüngung des Geschoßkopfes 1 geht dann über in einen kleineren Radius R2 und bildet einen weiteren kugelschichtförmigen Abschnitt, der sich stetig an die Verjüngung anschließt. Das vordere Ende des Geschoßkopfes 1 hat einen daran anschließenden mittleren Krümmungsradius R3, der einen vorderen kugelschichtförmigen, den Kugelsitz 22 aufweisenden Abschnitt bildet. Die in den Kugelsitz 22 eingepreßte Kugel 24 (in Fig. 3 nicht dargestellt) hat einen kleinen Radius R4, mit dem,die kugelkappenförmige Geschoßspitze 25 gebildet wird. Die Größenverhältnisse der Radien sind R1 > R3 > R2 > R4. Der vordere Endabschnitt des Geschoßkopfes 1 mit dem Radius R3 geht dann über in den nach innen zeigenden Wulst 23 des Kugelsitzes 22.
12
Bezugszeichenliste
1 Vorderes Geschoßteil oder Geschoßkopf
2 Hinterer zylindrischer Geschoßkorper
3 Einschnürung 4 Scharfrand
5 Fase
10 Vollgeschoß 11 Geschoßspitze
20 Deformationsvollgeschoß
21 Bohrung 22 Kugelsitz
23 Wulst
24 Kugel
25 Geschoßspitze

Claims (15)

ANSPRUCHE
1. Vollgeschoß, insbesondere für Jagdwaffen, aus einem Metall bzw. einer Metallegierung mit einem eine Geschoßspitze (11, 25) aufweisenden Geschoßkopf (1) und einem hinteren zylindrischen Geschoßkörper (2), wobei der Geschoßkopf zur Geschoßspitze halbkugelförmig ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbkugelform aus mehreren ineinanderlaufenden Radien (R1, R2, R3, R4) gebildet ist.
2. Vollgeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein dem hinteren zylindrischen Geschoßkörper (2) nächstliegender Abschnitt der Halbkugelform einen großen Radius (R1) , ein sich daran in Richtung der Geschoßspitze (11, 25) anschließender erster mittlerer Abschnitt der Halbkugelform kleinen Radius (R2) , ein sich daran in Richtung der Geschoßspitze (11, 25) anschließender zweiter mittlerer Abschnitt der Halbkugelform mittleren Radius (R3) und ein die Geschoßspitze (11, 25) bildender vorderer Abschnitt der Halbkugelform kleinen Radius (R4) hat.
3. Vollgeschoß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Kaliber von .375 die Radien etwa betragen: R1 = 46 mm
R2 = 4 mm
R3 = 7 mm
R4 = 3 mm.
4. Vollgeschoß nach Anspruch 3, dadurch gekenn-
14
zeichnet, daß bei einem Kaliber von .458 die Radien etwa betragen: R1 = 25 mm R2 = 4 mm R3 = 7 mm R4 = 3 mm.
5. Vollgeschoß nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Geschoßkopf (1) am Übergang zum hinteren zylindrischen Geschoßkörper (2) einen Scharfrand (4) aufweist, der in Form eines scharfkantigen Mantelringes mit gegenüber dem Geschoßkopf (1) vergrößertem Außendurchmesser ausgebildet ist.
6. Vollgeschoß nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Scharfrand (4) einen geringfügig kleineren Außendurchmesser hat als der hintere zylindrische Geschoßkörper (2)
7. Vollgeschoß nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet·, daß das Metall oder die Metallegierung Kupfer, eine Kupfer-Zink-, eine Kupfer-Chrom- oder eine Kupfer-Nickel-Legierung ist.
8. Vollgeschoß nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschoß als Hohlspitzgeschoß ausgebildet ist, wobei eine in der Symmetrieachse des Geschosses angeordnete, von der Geschoßspitze ausgehende Bohrung (21) im Geschoßkopf {1} vorgesehen ist.
9. Vollgeschoß nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß am Bohrungsansatz in der
Geschoßspitze ein Kugelsitz (22) ausgebildet ist, in dem eine Kugel (24) aus Kunststoff, vorzugsweise PE, eingepreßt ist und die Bohrung (21) verschließt.
5
10. Vollgeschoß nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die PE-Kugel (24) einen Durchmesser von 3 mm bis 6 mm hat.
11. Vollgeschoß mit einem Kaliber von .375 nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (21) einen Durchmesser von etwa 3,2 mm hat.
12. Vollgeschoß mit einem Kaliber von .375 nach
Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bohrung (21) einen Durchmesser von etwa 2,5 mm hat.
13. Vollgeschoß mit einem Kaliber von .458 nach Anspruch 9, 10 oder 11; dadurch gekennzeichnet,, daß die Bohrung (21) einen Durchmesser von etwa 5,0 mm hat.
14. Vollgeschoß mit einem Kaliber von .458 nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (21) einen Durchmesser von etwa 3,8 mm hat.
15. Vollgeschoß nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es spanabhebend gefertigt ist.
DE29704126U 1996-03-08 1997-03-07 Präzisionsvollgeschoß Expired - Lifetime DE29704126U1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10010500A1 (de) * 2000-03-07 2001-09-13 Dynamit Nobel Ag Schadstoffreduziertes Deformationsgeschoß,vorzugsweise für Faustfeuerwaffen
WO2003093758A1 (de) * 2002-04-30 2003-11-13 Ruag Ammotec Gmbh Teilzerlegungs- und deformationsgeschosse mit identischer treffpunktlage
DE10347057A1 (de) * 2003-10-07 2005-05-12 Rupert Straus Allzweckgeschoss

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