DE29700092U1 - Cabrio mit Überrollbügeln - Google Patents
Cabrio mit ÜberrollbügelnInfo
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- B60R21/02—Occupant safety arrangements or fittings, e.g. crash pads
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Description
MHW Innova GmbH, Ludgerasstraße 1, 45239 Essen
Cabrio mit Überrollbügeln
Die Neuerung betrifft ein Automobil in Form eines Cabrios mit Karosserie mit
langer Motorhaube, tiefgelegten Sitzen und einem Heck, dem annähernd senkrechtstehende,
und mit dem versteiften Chassis verbundene Stützrohre zugeordnet sind, an denen die Sicherheitsgurte befestigt und die umkleidet beidseitig einer mit Schwingdekkel
versehenen Ablagebox angeordnet sind.
Unter Cabrio verstellt man ein Automobil mit aufklappbarem Verdeck. Statt
diesem aufklappbaren Verdeck werden heute auch als Schalen ausgebildete Dächer verwendet, die abnehmbar mit der Karosserie verbunden sind. Derartige Cabrios sind
insbesondere in den warmen Sommermonaten besonders beliebt und werden in immer größeren Stückzahlen hergestellt und vertrieben. Zum Schutz der Insassen ist dabei
nicht nur das Chassis und entsprechende Teile der Karosserie verstärkt, sondern es
werden auch sogenannte Rollbügel eingesetzt, die beim Umschlagen des Fahrzeuges den Innenraum zusätzlich stabilisieren sollen. Aus der DE-PS 44 12 108 sowie DE-PS
41 00 506 sind Rollbügel aufwendiger Konstruktion bekannt, die aus einem stabilen
Gerüst bestehen, das hinter den Nackenstützen des Fahrers und Beifahrers verläuft und
entsprechend im Chassis abgestützt ist. Bekannt sind auch einfache Rohrkonstruktionen,
die nur den Anschein eines Rollbügels ergeben sollen und die von einer Seite zur anderen
Seite des Fahrzeuges bzw. Automobils führen.
Der Neuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Cabrio mit zumindest
optisch wirksamen Rollbügeln zu schaffen, die hinter den Sitzen und diese schützend
und überragend angeordnet sind.
Die Aufgabe wird gemäß der Neuerung dadurch gelöst, dass mit jedem der
beiden Stützrohre ein rohrförmiger Rollbügel lösbar verbunden ist, der auf dem Stützrohr
schwenkbar geführt und mit dem freien Bügelende auf der Ablagebox abgestützt
Die Stützrohre sind mit dem Chassis verbunden und dort soweit abgestützt, dass
sie die Absicherung des Fahrers über die Sicherheitsgurte ermöglichen. Daher eignen
sich diese Stützrohre optimal auch dazu, dem Rollbügel oder besser gesagt den beiden
Rollbügeln die notwendige Absicherung zu geben. Diese werden dazu auf die Stützrohre
aufgesteckt oder aber in sie eingeführt und zwar so, dass sie ggf. nach entsprechenden
Vorkehrungsmaßnahmen verschwenkbar sind. Diese Verschwenkbarkeit ist deshalb erforderlich, weil mittig zwischen den beiden Nackenstützen eine Ablagebox
angeordnet ist. Diese Ablagebox soll eines der Probleme von Cabrios beheben, nämlich
den fehlenden Stauraum. Diesem Bedürfnis kommt die neuerungsgemäße Lösung dadurch
entgegen, dass dieser Stauraum unverändert verbleiben kann, dennoch aber eine zumindest optisch wirksame Ausbildung eines Rollbügels vorhanden ist, der beim Öffnen
der Ablagebox einfach weggeschwenkt wird, so dass der Schwingdeckel der Ablagebox
problemlos geöffnet bzw. hochgeschwenkt werden kann. Ist dann der Beladeoder Entladeprozess der Ablagebox abgeschlossen, wird der Schwingdeckel geschlossen
und die beiden Rollbügel in ihre Fahrposition zurückgeschwenkt. Da die beiden Rollbügel
entsprechend mit den "starken" Stützrohren verbunden sind, nehmen sie auch die Funktion eines Rollbügels wahr, insbesondere dann, wenn die Bügel aus entsprechend
stabilem Material bestehen. Aber selbst dann, wenn die Rollbügel eine einfache Rohrkonstruktion
darstellen, ist die entsprechende zusätzliche Sicherung des Fahrgastraumes bzw. der Fahrgäste gegeben.
Nach einer weiteren zweckmäßigen Ausbildung der Neuerung ist vorgesehen,
dass der Rollbügel bzw. sein mit dem Stützrohr verbundenes Steckende in der Fahrposition
gegenüber dem Stützrohr verrastbar ausgebildet ist. Diese Lösung hat den Vorteil, dass der Benutzer auf jeden Fall und problemlos feststellen kann, ob sich der
Rollbügel in der Sicherungsposition befindet, da dann die Verrastung erfolgt. Die Verrastung
kann dabei und ist zweckmäßigerweise so ausgebildet, dass die Verrastung merklich erfolgt, während das Entrasten beispielsweise durch einfaches Hochziehen
bzw. geringes Hochziehen des Rollbügels vorgenommen wird.
Weiter vorn ist darauf hingewiesen worden, dass die Anordnung der Rollbügel,
die bei den Cabrios in der Regel im Nachhinein erfolgt, wesentliche Änderungsarbeiten
nicht erfordert. Aus rein optischen Gründen und auch um eine zusätzliche Verrastung
bzw. Sicherung zu erreichen, kann es aber zweckmäßig sein, dass das freie Bügelende
in Ausnehmungen des Schwingdeckels einsetzbar ausgebildet ist. Bei einer derartigen
Ausbildung wird beispielsweise mit den beiden Rollbügeln auch ein neuer Schwingdekkel
ausgeliefert, in dem die entsprechenden Ausnehmungen vorgesehen sind. Rein optisch
hat dies den Vorteil, dass die jeweiligen freien Bügelenden scheinbar in die Ablagebox
eingeführt sind, so dass das äußerste Bügelende optisch gar nicht mehr erkennbar
ist.
Eine weitere zweckmäßige Ausbildung ist die, bei der das Stützrohr eine Bohrung
für einen mit korrespondierendem Gewinde ausgerüsteten Führungsstift aufweist und dass im Steckende des Rollbügels ein korrespondierend bemessener, einem Bajonettverschluß
ähnlicher Öffnungsschlitz vorgesehen ist. Bei einer derartigen Ausbildung ist eine leichte Montage möglich, da praktisch nur in das Stützrohr eine Bohrung eingebracht
werden muß, wenn sie nicht bereits werkseitig vorgesehen wird. Diese mit einem Gewinde ausgerüstete Bohrung nimmt den Führungsstift auf, nachdem der Rollbügel
bzw. das Steckende über das Stützrohr geschoben oder in das Stützrohr eingeschoben
ist. Nach Eindrehen des Führungsstiftes kann dann der Rollbügel nicht mehr entfernt bzw. abgenommen werden, ohne vorher den Führungsstift herauszudrehen.
Eine einfache und zweckmäßige Sicherung des Rollbügels ist so erreicht. Gleichzeitig
kann damit, und zwar über den Führungsschlitz, aber auch eine genaue Verschwenkbewegung
des Rollbügels vorgegeben werden.
Eine weitere Optimierung dieser Zwangsführung beim Verschwenken des jeweiligen
Rollbügels ist dann gegeben, wenn der Öffnungsschlitz zwei Rastöffnungen aufweist,
die endseitig eines Führungsmittelstückes angeordnet sind. Dies hat den Vorteil,
dass der Rollbügel sowohl in der Fahrposition, wie auch in der Öffnungsposition der
Ablagebox in einer Endposition gehalten wird, die ein versehentliches Verschwenken
unmöglich macht.
Die Bedienung der beiden Rollbügel wird dadurch weiter erleichtert, dass die
die Schliesssteliung vorgebende Rastöffnung des Öffnungsschlitzes eine mindestens der
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Tiefe der Ausnehmung im Schwingdeckel entsprechende Tiefe aufweist. Damit ist sichergestellt,
dass mit dem Anheben des jeweiligen Rollbügels gleichzeitig die Position erreicht ist, die beim Verschwenken ein Schaben oder Kratzen auf dem Schwingdeckel
unmöglich macht. Quasi mit entsprechendem Anheben oder Herausheben des Bügelendes
ist eine einwandfreie Verschwenkung des Rollbügels sichergestellt.
Ein gewisser Automatismus wird dadurch vorgegeben, dass das Führungsmittelstück
des Öffnungsschlitzes schräg und dabei von der Rastöffnung der Schließstellung zur anderen Rastöffnung ansteigend ausgebildet ist. Damit braucht zum Erreichen der
Fahrposition beider Rollbügel nur der jeweilige Rollbügel angehoben werden, um dann
automatisch in die Fahrposition zurückzurutschen, wenn der Schwingdeckelgeschlossen
ist. Dies wird durch die Schrägstellung des Führungsmittelstückes vorgegeben.
Um eine wirksame Diebstahlsicherung zu erreichen, sieht die Neuerung vor,
dass der Führungsstift mit dem Stützrohr auf Dauer verbindbar ausgebildet ist, was in
Form einer Nietausführung oder einer Schweißausführung möglich ist, da dann nach
Montage des Rollbügels bzw. der beiden Rollbügel eine Entfernung nicht mehr möglich
ist. Der Führungsstift dient somit gleichzeitig als Sicherungsstift.
Eine weitere Diebstahlsicherung oder zumindestens deutliche Erschwerung eines
Diebstahls ist erreicht, wenn der Führungsstift in die Verkleidung des Stützrohres integriert
und nur nach deren Entfernung vom Stützrohr abzulösen, vorzugsweise abzuschrauben
ist. Die Verkleidung dient dabei als Sicherung, wobei auch hier wiederum zusätzliche Sicherungen vorgesehen werden können, um das Ablösen der Verkleidung
zu erschweren, wenn einmal die Montage der Rollbügel abgeschlossen ist.
Soll der Rollbügel eine weitere Schutzwirkung erbringen, ist es auch denkbar,
dass das freie Bügelende durch die Ablagebox bis auf oder in die Karosserie führend
und dass das Steckende des Rollbügels das Stützrohr entsprechend weit einhüllend ausgebildet
bzw. in das Stützrohr eingeführt ist. Dann muß allerdings der Schwingdeckel der Ablagebox entsprechend ausgebildet sein bzw. verändert werden und es muß in
Kauf genommen werden, dass auch die Ablagebox als solche quasi unterteilt ist, weil
die Bügelenden durch die Ablagebox hindurchgeführt werden müssen. In aller Regel ist
dies aber nur dann erforderlich, wenn das Stützrohr die ihm zugedachte Funktion nicht
voll erfüllen kann, oder aber wenn eine zusätzliche Sicherung für notwendig erachtet
wird. Das Stützrohr als solches bzw. die beiden Stützrohre, die bisher schon die Abstützung
der Sicherheitsgurte wahrnehmen, können auch wie weiter vorne erwähnt die Rollbügel mit so abstützen, dass diese ihre Funktion auch dann wahrnehmen können,
wenn sie die freien Bügelenden die Ablagebox als solche unverändert und unbeeinflußt
lassen. Es kommt somit im Wesentlichen darauf an, die Steckenden der Rollbügel so
mit dem Stützrohr zu verbinden, dass hier eine entsprechende Sicherung gegeben ist.
Das Hin- und Herschwenken der Rollbügel einerseits und das Einstecken bzw.
Montieren wird dadurch zweckmäßigerweise erleichtert, dass dem Steckende des vorzugsweise
chrombeschichteten Rollbügels eine Kunststoffhülse zugeordnet ist, die mit einem die Einstecktiefe regulierenden Kragen ausgrüstet ist. Die Rollbügel übernehmen
eine optische Aufwertung des Automobils, weshalb sie in der Regel chrombeschichtet
ausgeführt sind. Denkbar ist es natürlich auch, sie mit einer der Fahrzeuglackierung
entsprechenden Lackierung zu versehen, wobei unabhängig von der jeweiligen Beschichtung
des Rollbügels die Steckenden eine Kunststoffhülse aufweisen, die den Schwenkvorgang erleichtern, weil eine Metall auf Metall Berührung vermieden ist.
Durch entsprechende Ausbildung der Kunststoffhülse kann insbesondere beim Einstekken
des Steckendes in das Stützrohr eine Einstecktiefenregulierung erreicht werden, indem der Kunststoffhülse ein entsprechender Kragen zugeordnet ist. Beim Einhüllen
des Stützrohres durch das Steckende wird die Kunststoffhülse zweckmäßigerweise dem
Stützrohr zugeordnet, d. h. vorher auf das Stützrohr aufgeschoben. Auch hierbei kann
durch einen entsprechenden Kragen eine Einstecktiefenbegrenzung vorgegeben werden.
Zweckmäßigerweise ist dann allerdings das Steckende des Rollbügels mit einem korrespondierenden
Kragen bzw. einer Verengung des Rohrquerschnittes zu versehen, so dass sich dieses auf das Stützrohr abstützen kann.
Weiter vorne ist bereits mehrfach darauf hingewiesen worden, dass der
Schwingdeckel der Ablagebox nicht beeinflußt werden soll, was auf einfache Art und
Weise abgesichert werden kann, indem das freie Bügelende des Rollbügels eine Schutz-
kappe aus Kunststoff, vorzugsweise in einer vom Rollbügel und Ablagebox abweichenden
Farbgebung aufweist. Diese Schutzkappe kann dann problemlos auch mal auf dem Schwingdeckel der Ablagebox schleifen, ohne dass Schäden auftreten können. Außerdem
ist damit eine optische Variante erreicht, die die Wirkung des Rollbügels noch steigern kann.
Die Neuerung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass eine Rollbügelausführung
geschaffen ist, die nicht nur optisch das Aussehen eines entsprechenden Automobils
fördert, sondern auch sicherheitstechnische Vorteile mit sich bringt. Die Rollbügel
sind nämlich mit den entsprechend stabil ausgeführten und bereits vorhandenen Stützrohren zu verbinden und zwar so, dass bei einem Unglücksfall entsprechende
Kräfte sicher in das Chassis, das ja ebenfalls verstärkt ist, eingeleitet werden können.
Damit ist nicht nur eine optische Verbesserung eines Automobils erreicht, sondern auch
eine sicherheitstechnische, auch wenn nicht ein echter Rollbügel, sondern quasi zwei
Rollbügel geschaffen sind. Vorteilhaft ist dabei, dass die beiden Rollbügel die für die
Hochwertigkeit des Automobils wichtige Ablagebox nicht beeinflussen, sondern deren
Funktion und Anordnung unangetastet lassen. Die Rollbügel können entsprechend beiseite
geschwenkt werden, so dass der Schwingdeckel der Ablagebox nach wie vor und sicher betätigt werden kann. Der Lagerraum der Ablagebox steht damit dem Inhaber
bzw. Besitzer des Fahrzeuges bzw. Automobils voll zur Verfugung. Er braucht nach
dem Schließen des Schwingdeckels und damit der Ablagebox einfach nur die beiden Rollbügel wieder in die Fahrposition zurückzuschwenken, um dann die Sicherheitsfunktion
der Rollbügel wieder voll benutzen zu können. Dabei ist es denkbar, dass dieser Wegschwenkvorgang der Rollbügel automatisiert wird, beispielsweise dergestalt,
dass mit Betätigen des Schlosses des Schwingdeckel oder auch einfach mit Beginn des
Öffnungsvorganges des Schwingdeckels Schwenkmotoren eingeschaltet werden, die die
beiden Rollbügel aus ihrer Fahrposition in die Ablageboxöffnungsposition verschwenken.
Der Schwingdeckel wird dann automatisch mit geöffnet und der Fahrer oder Beifahrer
kann an die Ablagebox heran, um dann anschließend die Ablagebox wieder zu verschließen und damit auch die Rollbügel in ihre Ausgangsposition bzw. Fahrposition
zurück zu verschwenken. Aufgrund der Automatisierung ist dabei auch gleich sichergestellt,
dass der Schwingdeckel nicht einfach offen bleiben und die Rollbügel in der
falschen Position verbleiben können. Dabei ist die Optimierung eines entsprechend
ausgerüsteten Automobiles erreicht.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Neuerungsgegenstandes ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt
ist. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines mit Rollbügeln ausgerüsteten,
teilweise von der Innenausstattung befreiten Automobiles, Fig. 2 einen vom Stützrohr abgezogenen Rollbügel,
Fig. 3 einen Rollbügel mit Kunststoffhülse und Schutzkappe, Fig. 4 eine vergrößerte Wiedergabe eines Rollbügels mit Öffnungsschlitz
und
Fig. 5 einen Ausschnitt aus einem Automobil mit montierten Rollbügeln.
Fig. 5 einen Ausschnitt aus einem Automobil mit montierten Rollbügeln.
Fig. 1 zeigt ein Automobil, hier ein Cabrio 1, dessen Karosserie 2 durch eine
lange Motorhaube 3 und ein kurzes Heck 5 charakterisiert ist. Die Sitze 4, die hier nur
angedeutet sind, sind tiefergelegt und die Räder als Sporträder 6 ausgebildet. Ein derartiges
Cabrio 1 verfügt über zwei mit dem hier nicht dargestellten Chassis verbundene Stützrohre 8, 9, die zum Anschlagen der hier nicht wiedergegebenen Sicherheitsgurte
dienen. Die Gurtbefestigung erhält durch diese vertikalen Stützrohre 8, 9 eine erhebliche
Stabilität.
Mit den Stützrohren 8, 9 verbunden sind Rollbügel 10, 11, deren freies Bügelende
12, wie weiter hinten noch erläutert, sich auf die Ablagebox 15, die in Fig. 1 nicht wiedergegeben ist, abstützt. Das Steckende 13 ist dagegen wirkungsvoll und kraftübertragend
mit den Stützrohren 8, 9 verbunden.
Fig. 2 zeigt eine Ausführung bei der in dem jeweiligen Stützrohr 8 bzw. 9 eine
Bohrung 19 vorgesehen ist. Diese Bohrung 19 verfügt vorzugsweise über ein Gewinde,
das mit dem des Führungsstiftes 20 korrespondierend ausgebildet ist. Nach dem Über-
schieben des Rollbügels 10 bzw. 11 mit seinem Steckende 13 über das Scützrohr 8 bzw.
9 kommen die Rundbohrung 14 und Bohrung 19 in Deckung, so dass dann durch Einführung
bzw. Einschrauben des Führungsstiftes 20 eine wirksame Festlegung des Rollbügels
10 bzw. 11 möglich ist.
Bei einer derartigen Ausführung wäre es aber nicht möglich, den Rollbügel 10
bzw. 11 auf dem Stützrohr 8 bzw. 9 zu verschwenken, was nötig ist, um den Schwingdeckel
16 der Ablagebox 15 nach Fig. 5 zu öffnen. Daher ist nach Fig. 3 und Fig. 4 ein Öffnungsschlitz 21 im Rollbügel 10 bzw. 11 vorgesehen.
Der Öffnungsschlitz 21 nach Fig. 3 und Fig. 4 weist endseitig Öffnungen 22,
auf, in die nach dem jeweiligen Schwenkvorgang der Führungsstift 20 einrastet, um so
eine Endposition vorzugeben. Hierzu wird der Rollbügel 10 bzw. 11 entsprechend angehoben, um dann über das Führungsmittelstück 24 gesichert in die nächste Rastöffnung
22 bzw. 23 geschoben zu werden. Das Führungsmittelstück 24 kann dabei eine Schräge sein, was allerdings in Fig. 3 und Fig. 4 nicht wiedergegeben ist, um so ein
automatisches Rückschwenken von der Rastöffnung 23 in die Rastöffnung 22 quasi zwangsweise vorzugeben.
Nach Fig. 3 und Fig. 5 ist auf das Steckende 13 eine Kunststoffhülse 27 aufgeschoben,
die einen Kragen 28 aufweist, um so den Einsteckweg in das Stützrohr 8 bzw. 9 zu beschränken, wenn ein Einsteckende und nicht ein Aufsteckende vorgesehen ist.
Aber auch beim Aufsteckende ist die Verwendung einer entsprechenden Kunststoffhülse
27 möglich, die dann eben auf das Stützrohr 8 bzw. 9 aufgeschoben wird, bevor der
Rollbügel bzw. dessen Steckende 13 aufgesteckt wird.
Am gegenüberliegenden, freien Bügelende 12 ist eine Schutzkappe 29 vorgesehen,
die eine schonende Kappenhaube 30 trägt, um beim Schwenkvorgang des Rollbügels 10 bzw. 11 eine Beschädigung des Schwingdeckels 16 zu vermeiden. Dies ist
besonders vorteilhaft, wenn wie in Fig. 5 vorgesehen, in dem Schwingdeckel 16 Ausnehmungen
17, 18 vorgesehen sind, um eine Art Einrasten des Rollbügels 10 bzw. 11
auch in dieser Position zu ermöglichen. Beim Nachrüsten derartiger Rollbügel 10, 11
ist dann noch ein entsprechend neuer Schwingdeckel 16 erforderlich.
Fig. 5 verdeutlicht vorteilhaft, dass der Führungsstift 20 auch in die Verkleidung
26 integriert werden kann, so dass er gar nicht sichtbar ist. Dennoch nimmt er beim Verschwenken des Rollbügel 10, 11 die weiter vorn beschriebene Wirkung wahr.
Fig. 5 verdeutlicht weiter, dass mit Hilfe der beschriebenen Ausbildung der
Rollbügel 10, 11 nicht nur eine optisch optimierte Ausführung geschaffen ist, sondern
auch eine technisch und sicherheitstechnisch wirksame Ausführung, da sich der jeweilige
Rollbügel 10, 11 auf das vorhandene stabile Stützrohr 8, 9 so abstützen kann, dass
bei entsprechend stabiler Ausführung der Rollbügel 10,11 auch eine sicherheitstechnische
Wirkung gewährleistet.
Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden,
werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.
Claims (12)
1. Automobil in Form eines Cabrios (1) mit Karosserie (2) mit langer
Motorhaube (3), tiefgelegten Sitzen (4) und einem Heck (5), dem annähernd senkrechtstehende,
und mit dem versteiften Chassis verbundene Stützrohre (8, 9) zugeordnet sind, an denen die Sicherheitsgurte befestigt und die umkleidet beidseitig einer mit
Schwingdeckel (16) versehenen Ablagebox (15) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
dass mit jedem der beiden Stützrohre (8, 9) ein rohrförmiger Rollbügel (10, 11) lösbar
verbunden ist, der auf dem Stützrohr (8; 9) schwenkbar geführt und mit dem freien
Bügelende (12) auf der Ablagebox (15) abgestützt ist.
2. Automobil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rollbügel (10, 11) bzw. sein mit dem Stützrohr (8, 9) verbundenes Steckende
(13) in der Fahrposition gegenüber dem Stützrohr (8, 9) verrastbar ausgebildet ist.
3. Automobil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das freie Bügelende (12) in Ausnehmungen (17, 18) des Schwingdeckels (16) einsetzbar
ausgebildet ist.
4. Automobil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Stützrohr (8, 9) eine Bohrung (19) für einen mit korrespondierendem Gewinde
ausgerüsteten Führungsstift (20) aufweist und dass im Steckende (13) des Rollbügels
(10, 11) ein korrespondierend bemessener, einem Bajonettverschluß ähnlicher Öffnungsschlitz
(21) vorgesehen ist.
5. Automobil nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Öffnungsschlitz (21) zwei Rastöffnungen (22, 23) aufweist, die endseitig eines
Führungsmittelstückes (24) angeordnet sind.
6. Automobil nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die die Schliessstellung vorgebende Rastöffnung (22) des Öffnungsschlitzes (21)
eine mindestens der Tiefe der Ausnehmung (17, 18) im Schwingdeckel (16) entsprechende
Tiefe aufweist.
7. Automobil nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Führungsmittelstück (24) des Öffnungsschlitzes (21) schräg und dabei von der
Rastöffnung (22) der Schließstellung zur anderen Rastöffnung (23) ansteigend ausgebildet
ist.
8. Automobil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Führungsstift (20) mit dem Stützrohr (8, 9) auf Dauer verbindbar ausgebildet
ist.
9. Automobil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Führungsstift (20) in die Verkleidung (26) des Stützrohres (8, 9) intergriert
und nur nach deren Entfernung vom Stützrohr (8, 9) abzulösen, vorzugsweise abzuschrauben
ist.
:fl &Pgr; &Ogr;":
Jfl
10. Automobil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das freie Bügelende (12) durch die Ablagebox (15) bis auf oder in die Karosserie
(2) führend und dass das Steckende (13) des Rollbügels (10, 11) das Stützrohr (8, 9)
entsprechend weit einhüllend ausgebildet bzw. in das Stützrohr (8, 9) eingeführt ist.
11. Automobil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass dem Steckende (13) des vorzugsweise chrombeschichteten Rollbügels (10, 11) eine
Kunststoffhülse (27) zugeordnet ist, die mit einem die Einstecktiefe regulierenden Kragen
(28) ausgrastet ist.
12. Automobil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das freie Bügelende (12) des Rollbügels (10, 11) eine Schutzkappe (29) aus Kunststoff,
vorzugsweise in einer vom Rollbügel (10, 11) und Ablagebox (15) abweichenden
Farbgebung aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29700092U DE29700092U1 (de) | 1997-01-04 | 1997-01-04 | Cabrio mit Überrollbügeln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29700092U DE29700092U1 (de) | 1997-01-04 | 1997-01-04 | Cabrio mit Überrollbügeln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29700092U1 true DE29700092U1 (de) | 1997-02-27 |
Family
ID=8034215
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29700092U Expired - Lifetime DE29700092U1 (de) | 1997-01-04 | 1997-01-04 | Cabrio mit Überrollbügeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29700092U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19910007C1 (de) * | 1999-03-08 | 2000-03-30 | Audi Ag | Überrollbügelanordnung an einem Kraftfahrzeug, insbesondere an einem Cabriolet |
| US7325832B2 (en) * | 2003-12-24 | 2008-02-05 | Mazda Motor Corporation | Roll bar structure of vehicle |
| DE102014113619A1 (de) * | 2014-09-22 | 2016-03-24 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Überrollbügelanordnung für ein Kraftfahrzeug |
-
1997
- 1997-01-04 DE DE29700092U patent/DE29700092U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19910007C1 (de) * | 1999-03-08 | 2000-03-30 | Audi Ag | Überrollbügelanordnung an einem Kraftfahrzeug, insbesondere an einem Cabriolet |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19970410 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20001128 |
|
| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
Effective date: 20030801 |