DE29619507U1 - Streichklinge - Google Patents
StreichklingeInfo
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Description
PA Dr. A. Binder, Neue Bahnhofstr. 1§,,89335.lcheiihausen .. 8. November 1996
96034 ·Voith Sulzer Papiermasdhirfeh GmbH * "Lofrg Life Blade" / EM00511
Streichklinge
Die Erfindung betrifft eine "bent blade" - Streichklinge einer Auftragseinrichtung zum Auftragen eines Streichmediums auf eine
laufende Warenbahn, insbesondere eine Papier- oder Kartonbahn.
Ähnliche Streichklingen sind aus "Papiermacher - Taschenbuch", Verlag
Dr. Curt Haefner GmbH, Heidelberg, 5. Auflage 1989, S. 206-207 bekannt.
Beim Beschichten von Warenbahnen, insbesondere beim Streichen von Papier oder Karton, wird oft ein blattfederartiges Rakelelement, eine
sogenannte Streichklinge, zum Dosieren der Beschichtungsmasse auf einer Warenbahn oder auch auf einer Gegenwalze benutzt, welche in
bekannter "bent blade"-Fahrweise - das heißt mit einer am Rücken der Klinge ausgebildeten Anpreßfläche - oder in ebenfalls bekannter "stiff
blade" - Fahrweise - das heißt mit einer Klinge, die an ihrem Dosierende eine angeschrägte Dosierfasenfläche aufweist, mit welcher das Rakelelement
von einer Unterstützung her an die Warenbahn oder Gegenwalze gepreßt wird - betrieben wird. Bei beiden Klingenarten wird das Strichgewicht
durch das Gleichgewicht zwischen mechanischer Kraft an der Streichklinge und hydrodynamischer Gegenkraft der Streichmasse
beziehungsweise Reibkräften zwischen dem aufzutragenden Medium und der Klinge erzeugt. Dieses Gleichgewicht kann durch
Schwankungen in den Eigenschaften des Papieres, der Streichmasse, des Belages der die Warenbahn führenden Gegenwalze oder
Trägereinrichtung des Rakelelements aber auch durch sich ändernde Geometrie an der Kontaktfläche gestört werden. Die Elastizität der im
allgemeinen aus Federstahl hergestellten Streichklinge kann in gewissem
Umfang diese Störeinflüsse ausgleichen, so daß im wesentlichen ein stationäres Gleichgewicht beibehalten wird.
PA Dr. A. Binder, Neue Bahnhofstr. 16, ,89335Jchephausen .. 8. November 1996
96034 · Voith Sulzer PapienriasffiinfeftdrnbH'; "Long Life, jjlade." / EM00511
Ein Problem des Betriebes liegt darin, daß die Geometrie sich auch
durch den schnellem Verschleiß an der Dosierkante stark ändert. Hierdurch kommt es zu einer Änderung des Strichgewichtes und unter
Umständen auch zu Bleeding beziehungsweise Bartbildung an der Klinge, entweder örtlich begrenzt oder über die gesamte
Maschinenbreite. Dies führt zu Qualitätsverlusten, die nur durch aufwendige Regeltechniken und/oder kurze Wechselintervalle der
Klingen und damit Produktionsverluste in Grenzen gehalten werden können.
Es ist Aufgabe der Erfindung eine Streichklinge für eine Auftragseinrichtung zu beschreiben, die die Nachteile des Standes der
Technik vermeidet oder zumindest stark reduziert.
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches
1 erfüllt.
Aufgrund des Verschleißes kommt es zu einem Anschleifen der Klinge im
Auflagebereich, wobei sich mit dem Dünnerwerden der Klinge die Kontaktgeometrie selbst und die Biegesteifigkeit der Klinge und damit
das Andruckverhalten stark ändert. Der Auflagebereich wird durch die Form der Klinge selbst und das Zusammenspiel mit ihrer Gegenfläche also
einer Auftragswalze beim indirekten Auftrag oder einer Gegenwalze mit einer darauf vorbeilaufenden Bahn beim direkten Auftrag,
beziehungsweise ein endloses Band, das eben oder gekrümmt über einen Schuh an der Klinge vorbeiläuft, gebildet.
Die Änderung der Kontaktgeometrie und der Biegesteifigkeit bedingen dann trotz gleicher Andruckskraft eine sich ändernde Auftragsdicke und
damit einen Qualitätsverlust. Weiterhin entsteht bei der Abnutzung der
&ogr; Klingenoberfläche, bedingt durch die gegenläufigen Krümmungen von
Klinge und Walzenoberfläche eine Kante, die meistens auch nicht einmal
gleichmäßig über die Maschinenbreite verläuft. Diese Kante kann
PA Dr. A. Binder, Neue Bahnhofs^. 1§.£9335Jche0hausefi ,· 8. November 1996
96034 * Voith Sulzer Papiermas^irfetiCSnbH'* "Losig Life Blaäe" / EM00511
ebenfalls die Qualität hinsichtlich der Gleichmäßigkeit über die Breite der
Bahn beeinträchtigen.
Der Erfinder hat erkannt, daß sich das Problem des veränderbaren Andruckprofils wesentlich reduzieren läßt, wenn die Dicke der
Streichklinge im Bereich der Auflagefläche wesentlich stärker als bisher ausgebildet ist. Dadurch daß die Anfangsdicke der Klinge wesentlich
stärker ist, macht sich ein beginnender Verschleiß in Bezug auf die Elastizität auch wesentlich weniger bemerkbar als bei einer gleichmäßig
dünnen Streichklinge. Das heißt: wird von einer 1mm dicken Streichklinge 0,5mm Material abgetragen, so gehen etwa 9/10 an
Festigkeit verloren; wird dagegen von einer 5 mm dicken Streichklinge 0,5mm Material abgetragen, so geht nur etwa 1/4 an Festigkeit verloren.
Damit ändert sich bei einer dickeren Streichklinge auch das Andruckprofil wesentlich geringer und die Auftragsschicht bleibt konstanter. Um die
Grundflexibilität der Streichklinge zu wahren, muß jedoch die Dicke der Klinge im Biegebereich - zwischen Halterung und Auflagebereich - klein
beziehungsweise in der bekannten Größenordnung bleiben. Somit entsteht eine Streichklinge, die einerseits über eine genügende
Elastizität verfügt um das Andruckverhalten der Streichklinge an die Materialbahn beziehungsweise Auftragswalze nicht zu verschlechtern,
andererseits im Verschleißbereich ein wenig verschleißabhängiges Verhalten zeigt. Damit werden wesentlich größere Standzeiten und
geringere Betriebskosten erreicht. Die Standzeit erhöht sich auch deshalb, weil insgesamt ein stärkerer Materialabtrag zulässig ist bis die
Verschleißgrenze erreicht wird.
Gemäß einem weiteren Gedanken der Erfindung soll die Streichklinge in
einer runden - der Biegungsrichtung der Klinge im Auflagebereich folgenden Bahn - während des Betriebes vor und zurück bewegt werden,
so daß durch diese Bewegung die Grenzfläche zwischen Verschleiß und
PA Dr. A. Binder, Neue Bahnhofstr. 16„89335Jcheiahausen ,, 8. November 1996
96034«Voith Sulzer PapiermascfrirfeKC^nbhf* "Logg Life. Milde: / EM00511
Nicht-Verschleiß ständig verändert wird und damit das Entstehen von
scharfen Kanten in der Auflagefläche der Streichklinge vermieden wird.
Die Erfindung ist anhand der nachfolgenden Figuren im einzelnen beschrieben. Darin ist im übrigen folgendes dargestellt:
Figur 1: Schematische Darstellungen einer zum Ende hin dicker
werdenden Streichklinge;
Figur 2: Streichklinge mit Stufensprung; &iacgr;&ogr; Figur 3: Zum Ende hin dicker werdende Streichklinge mit
Figur 2: Streichklinge mit Stufensprung; &iacgr;&ogr; Figur 3: Zum Ende hin dicker werdende Streichklinge mit
kontinuierlich steigender Schleißfestigkeit; Figur 4+5: Zweiteilige Streichklingen mit Stufensprung im
verschleißfesten Bereich;
Figur 6+7: Zweiteilige Streichklingen ohne Stufensprung im verschleißfesten Bereich, wobei die Streichklingen in den
Figuren im belasteten Zustand dargestellt sind.
Die Figur 1 zeigt eine schematische Darstellungen einer Streichklinge,
die mit ihrer Rückenfläche an einer Auftragswalze 3 anliegt. Zur besseren Übersichtlichkeit sind die dem Fachmann selbstverständlichen,
aber nicht zur Erfindung gehörenden Teile der Streichvorrichtung nicht dargestellt. Erfindungsgemäß ist die Dicke des Materials im ersten
Bereich 1 wesentlich größer als im zweiten Bereich 2. In dieser Ausführungsform ist eine kontinuierliche Zunahme der Materialstärke
gezeigt. Hierdurch wird einerseits eine gute Flexibilität der Streichklinge und andererseits eine hohe Standzeit der Klinge bewirkt, wobei durch
den kontinuierlichen Übergang der Material stärke keine plötzlichen Sprünge im Andruckprofil entstehen.
In einer besonderen Ausführung kann die Klinge mit einer Vorrichtung an
der - hier nicht gezeigten - Halterung der Streichklinge versehen werden, die die Klinge in der Richtung 4 der Auflagefläche vor und zurück
PA Dr. A. Binder, Neue Bahnhofstr* IS^egsSSjIchenhausen #** 8. November 1996
96034 ·Voith Sulzer Papiermaschinen. &nbl-f; "LOpg J-ifQ JBlgetes." / EM00511
4 *
bewegt, wodurch durch Einschleifen der Rundung der Streichklinge ein
scharfer Übergang (Kante) vermieden wird. Diese Bewegung der Streichklinge ist bei allen erfindungsgemäßen Streichklingen vorteilhaft,
auch wenn es in den einzelnen Figuren nicht gesondert dargestellt ist.
Figur 2 zeigt eine ähnliche Streichklinge wie in Figur 1, jedoch geht hier
der Dickenzuwachs mit Stufensprüngen einher. Diese Form ist bezüglich der Herstellungskosten günstiger als die der Figur 1.
&iacgr;&ogr; Figur 3 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform mit zum
Ende hin kontinuierlich dicker werdender Streichklinge wobei die Verschleißfestigkeit der Klinge kontinuierlich vom Bereich 2 zum Bereich
1 zunimmt, während die Flexibilität in gleicher Richtung abnimmt. Somit ist hier auch der Vorteil fließender Übergänge bezüglich der
Materialeigenschaften und damit des Andruckprofils gegeben.
Die Figuren 4 und 5 zeigen zwei unterschiedliche Ausführungsformen
einer erfindungsgemäßen, zweiteiligen Streichkiinge. Der erste, verschleißfeste und dickere Bereich 1 der Klinge ist bei beiden
Ausführungen auf der Rückseite aus fertigungstechnischen Gründen mit einem Stufensprung versehen, kann jedoch auch kontinuierlich in der
Materialstärke zunehmen. Dieses Teil des Bereiches 1 ist an dem zweiten Teil des elastischen und mit gleichförmiger Materialstärke
ausgebildeten Bereiches 2 befestigt. Erfindungsgemäß kann auch anstatt eines kompletten Klingenwechsels nur der Verschleißbereich
ausgetauscht werden. Der Unterschied der beiden gezeigten Ausführungen liegt darin, daß in der Figur 4 der Absatz zwischen den
beiden Teilen auf der Rückseite und in der Figur 5 auf der Rückseite liegt.
In den Figuren 6 und 7 ist eine weitere Variante der erfindungsgemäßen
zweiteiligen Streichklingen gezeigt. In dieser Ausführungsform ist ein
PA Dr. A. Binder, Neue Bahnhofstr« 16,^89335 Jchephausen ,. 8. November 1996
96034 · Voith Sulzer Papiermascfliirfeti GmbH*» "Logg Life BiasJe: / EM00511
verschleißfestes Teil mit gleichförmiger Materialstärke auf dem flexiblen
Teil der Klinge aufgelegt, wobei in der Figur 6 im flexiblen Teil eine Ausfräsung für das Verschleißteil vorgenommen wurde, während in der
Ausführungsform der Figur 7 das verschleißfeste Teil lediglich aufgelegt und befestigt ist. Das verschleißfeste Teil kann modulartig
ausgewechselt werden.
Erfindungsgemäß besteht auch die Möglichkeit im Auflagebereich der
Streichklinge eine verschleißfeste Beschichtung, Umschmelzhärtung, &iacgr;&ogr; Sinterung oder andere aus dem Verschleißschutz bekannte Maßnahmen
durchzuführen.
■■ 6 ~
Claims (11)
1. Streichklinge für eine Auftragseinrichtung zum direkten oder
indirekten Auftragen eines flüssigen oder pastösen
Streichmediums auf eine laufende Warenbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, welche mit ihrer flachen Seite an der
Warenbahn oder Auftragswalze anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß
&iacgr;&ogr; die Streichklinge über mindestens einen ersten, quer über die
Maschinenbreite verlaufenden und zumindest teilweise an der Materialbahn beziehungsweise an der Gegenfläche anliegenden
Bereich (1) verfügt, der dicker ausgeführt ist, als ein zweiter, quer über die Maschinenbreite verlaufender Bereich (2), der näher an
der Einspannstelle der Streichklinge liegt.
2. Streichklinge gemäß Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Bereich (1) kontinuierlich in den zweiten Bereich (2) übergeht.
3. Streichklinge gemäß Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß
der Übergang vom ersten zum zweiten Bereich stufenförmig vorgesehen ist.
4. Streichklinge gemäß einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung vorgesehen ist, die die
Streichklinge im Betrieb in tangentialer Richtung an der Auflagestelle (4) vor und zurück bewegt.
5. Streichklinge gemäß einem der Ansprüche 1-4, dadurch
gekennzeichnet, daß der erste Bereich (1) aus einem besonders
verschleißfesten Material besteht.
PA Dr. A. Binder, Neue Bahnhofstr, 1 §,«89335 Jchetihausisn *# 8. November 1996
96034 * Voith Sulzer PapiermasohirfeSi ffinbtf « "Lojig Life gl|de.M / EM00511
6. Streichklinge gemäß einem der Ansprüche 1-5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verschleißfestigkeit kontinuierlich vom zweiten Bereich (2) zum ersten Bereich (1) zunimmt.
7. Streichklinge gemäß einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß im ersten Bereich (1) eine besonders
verschleißfeste Schicht aufgetragen oder angebracht ist.
&iacgr;&ogr;
8. Streichklinge gemäß einem der Ansprüche 1-5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Klinge zweiteilig ausgeführt ist, wobei
der eine Teil den ersten, verschleißfesteren und/oder dickeren Bereich (1) und der zweite Teil den zweiten, flexibleren und/oder
dünneren Bereich (2) abdeckt.
9. Streichklinge gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
das die Materialbahn beziehungsweise die Gegenfläche berührende Teil (1) auswechselbar ist.
10. Streichklinge gemäß einem der Ansprüche 8-9, dadurch
gekennzeichnet, daß das Teil 1 und das Teil 2 aus demselben
Material besteht.
11. Streichklinge gemäß einem der Ansprüche 8-9, dadurch
gekennzeichnet, daß das modulartig auswechselbare Teil 1 aus
einem verschleißfesten Material besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29619507U DE29619507U1 (de) | 1996-11-09 | 1996-11-09 | Streichklinge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29619507U DE29619507U1 (de) | 1996-11-09 | 1996-11-09 | Streichklinge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29619507U1 true DE29619507U1 (de) | 1997-01-23 |
Family
ID=8031716
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29619507U Expired - Lifetime DE29619507U1 (de) | 1996-11-09 | 1996-11-09 | Streichklinge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29619507U1 (de) |
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| DE102023100482A1 (de) | 2023-01-11 | 2024-07-11 | Clouth Sprenger Gmbh | Streichklinge zur Oberflächenveredelung von Papier und Karton |
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1996
- 1996-11-09 DE DE29619507U patent/DE29619507U1/de not_active Expired - Lifetime
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
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| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
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