DE1436919C - Preßglied fur eine Vorrichtung zum Verdichten einer Flach oder Langmatenal bahn, z B aus Papier , Textilmaterial od dgl, in Längsrichtung - Google Patents
Preßglied fur eine Vorrichtung zum Verdichten einer Flach oder Langmatenal bahn, z B aus Papier , Textilmaterial od dgl, in LängsrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Preßglied für eine Vorrichtung zum Verdichten einer Flach- oder Langmaterialbahn,
z. B. aus Papier, Textilmaterial od. dgl., in Längsrichtung, welches die Materialbahn
über ein die Materialbahn berührendes Glied gegen eine Förderwalze preßt und auf verschiedene Drücke
einstellbar ist, wobei — in Förderrichtung der Bahn
gesehen — hinter dem Preßglied eine Stauvorrichtung, beispielsweise ein keilförmiges Stauglied, angeordnet
ist, dessen der Förderwalze abgewandte Oberfläche die eine Wand eines sich verengenden
Durchlasses bildet, der den sich erweiternden Durchlaß zwischen Preßglied und Förderwalze fortsetzt.
Bekannte Vorrichtungen zum Verdichten einer Flach- oder Langmaterialbahn der vorerwähnten Art
sind so ausgebildet, daß es bei ihnen Schwierigkeiten macht, genau die Beziehung zwischen der zum Vortrieb
der Arbeitsgutbahn dienenden und der zu ihrer Längsverdichtung bestimmten Zone festzulegen, da
bei den bekannten Vorrichtungen ein großer Teil des Anpreßgliedes, welches die in Berührung mit der
Bahn stehende Führungsfläche auf die letztere drückt, mit der Führungsfläche in Berührung steht, so daß
diese durch ihre Anlage an dem Preßglied als starrer Körper wirkt. Infolgedessen kann die bekannte Vorrichtung
sich auch nur schlecht, wenn überhaupt, Schwankungen der Dicke und Härte der Bahn anpassen.
Ähnliche Feststellungen gelten für andere bekannte Kreppvorrichtungen, bei denen federnde
Streifen hinter den den Vortrieb der Arbeitsbahn bewirkenden
Teilen angeordnet sind. Bei dieser Vorrichtung erfolgt der Vortrieb der Arbeitsbahn ausschließlich
durch miteinander zusammenwirkende, starre Voririebswalzen, denen ebenfalls die Anpassungsfähigkeit
an die wechselnde Beschaffenheit der Bahn fehlt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Preßglied für eine Vorrichtung zum Verdichten einer
Flach- oder Langmaterialbahn, z. B. aus Papier, Textilmaterial od. dgl., in Längsrichtung anzugeben,
das so ausgebildet und wirksam ist, daß eine genaue Festlegung der Beziehung zwischen der zum Vortrieb
der Arbeitsgutbahn dienenden und der zu ihrer Längsverdichtung bestimmten Zone möglich ist und
gleichzeitig der Führungsfläche die Möglichkeit verbleibt, sich bei unterschiedlicher Beschaffenheit der
Arbeitsgutbahn dieser anzupassen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Preßglied so angeordnet und ausgebildet
ist, daß es sich im Bereich des geringsten Querschnittes des sich erweiternden Durchlasses längs
einer quer zur Förderrichtung der Bahn verlaufenden Preßkante gegen das die Arbeitsgutbahn berührende
Glied anlegt und daß es durch Federkraft beaufschlagt ist.
Im einzelnen wird die Wirksamkeit des Preßgliedes zweckmäßig dadurch verbessert, daß das die
Arbeitsgutbahn berührende Glied aus einem oder vorzugsweise aus mehreren federnden Flachmaterialteilen
von einer Dicke besteht, die eine die Arbeitsgutbahn beschädigende Verformung der Flachmaterialteile
durch die Preßkante ausschließt.
Die Ausbildung und Anbringung des Preßgliedes kann ferner zweckmäßig in der Weise erfolgen, daß
es aus einer Platte besteht, die sich von der Preßkante aus entgegen der Bahnförderrichtung in einem
zur Tangente an die Förderwalze spitzen Winkel erstreckt und an einem Halter angeordnet ist. Dabei
soll der erwähnte spitze Winkel mindestens 10° betragen.
Die Wirkung des Preßgliedes läßt sich auch dadurch weitgehend unabhängig von Änderungen der
Arbeitsgutbeschaffenheit machen, daß sich mindestens eines der Flachmaterialteile über die Preßkante
hinaus erstreckt und in zur Oberfläche der Arbeitsguibahn senkrechter Richtung in einem wesentlich
höheren Ausmaß federnd nachgiebig ausgebildet ist als das unmittelbar unter der Platte liegende Teil des
die Arbeitsgutbahn berührenden Gliedes.
Dem gleichen Zweck kann auch dadurch gedient werden, daß das sich über die Preßkante hinaus erstreckende
Teil des die Arbeitsgutbahn berührenden Gliedes als federnd nachgiebiger, lippenförmiger Ansatz
ausgebildet ist.
Um das Preßglied unterschiedlichen Arbeitsbedingungen
besser anpassen zu können, wird es zweckmäßig so ausgebildet, daß es in Richtung auf die
Förderwalze zu und mit einer geringen Verstellkomponente tangential zu der Oberfläche der Förderwalze
verstellbar ausgebildet ist.
Die Wirkung des Preßgliedes auf das die Arbeitsgutbahn berührende Glied läßt sich dadurch im Interesse
einer störungsfreien Mitnahme der Arbeitsgutbahn auch bei unterschiedlicher Beschaffenheit derselben
verbessern, daß mindestens eines der Flachmaterialteile aus Federstahl besteht.
Die genau einstellbare Wirkung des Preßgliedes im Sinne der Erfindung läßt sich schließlich insbesondere
dadurch verbessern, daß sowohl das Preßglied als auch das die Arbeitsgutbahn beruhende Glied von
ihren jeweiligen Haltern aus unterstiüzungsfrei vorstehend ausgebildet sind und sich von den letzteren
aus in im wesentlichen gleicher Richtung erstrecken, wobei die Stauvorrichtung nahe der Preßkante angeordnet
ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand des in Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Antriebsvorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 einen teilweise schematischen, stark vergrößerten
Schnitt durch die Antriebsbahn sowie durch einen mit Hilfe der Vorrichtung nach Fig. 1
herstellbaren, sich erweiternden Durchlaß,
F i g. 3 eine Ansicht entsprechend F i g. 2 unter Veranschaulichung der Antriebsvorrichtung in Kombination
mit einem Stauteil und
Fig. 4 eine Ansicht entsprechend Fig. 3 unter
Veranschaulichung der Einstellung für eine andere Behandlung.
Gemäß Fig. 1 wird die Walze 14 durch einen
Treibriemen 13 angetrieben. Auf der Walze ist eine Mitnahmefiäche 15 vorgesehen, die vorzugsweise aus
Erhöhungen und Zahnungen, beispielsweise aus schraubenlinienförmigen Rändelrippen und -nuten,
besteht.
Über der Walze 14 ist eine Preßvorrichtung 19 angeordnet, die Arme 18 aufweist, die um eine zur
Achse 22 der Walze 14 parallele Achse 20 verschwenkbar sind. An diesen Armen 18 ist ein Kopfteil
26 angeordnet, das sich in Richtung des Pfeiles 28 auf die Walze 14 zu und von ihr fortbewegt.
Ein an dem Kopfteil 26 angeordneter Halter 24 traut ein die Arbeits£;utbahn berührendes Glied 30.
Dieses Glied 30 besitzt einen erweiterten Abschnitt, der über der Rolle 14 frei tragend nach vorn vorsteht.
An dem Kopfteil 26 ist außerdem noch ein Preßglied 32 angebracht, das an dem vorderen Abschnitt 27
des Kopfteiles mit Hilfe einer Halterungsplatte 34 befestigt ist.
Wie ersichtlich, ist das Preßglied 32 vorzugsweise eine von ihrer Halterung aus nach vorn frei tragend
vorstehende Platte, die in zu ihrer Ober- und Unterseite senkrechter Richtung federnd nachgibt. Die
Unterseite der Preßgliedplatte 32 kann, wie ersichtlich, eben sein, und sie kann an ihrem freien Ende die
Stirnfläche 33 der Platte so schneiden, daß eine zur Achse 22 der Walze 14 parallele Preßkante 36 entsteht.
Diese Kante 36 wird gegen den vorderen Randabschnitt 31 des die Arbeitsgutbahn berührenden
Gliedes 30 gepreßt, wobei die Unterseite des Preßgliedes 32 zu der Tangente mit der Walzenoberfläche
an der Stelle unmittelbar unter der Preßkante 36 unter einem spitzen Winkel X eingestellt ist.
Über dem Kopfteil 26 sind mehrere Druckluftzylinder 38 angeordnet, die mit Einstellvorrichtungen 40
versehen sind, die über Kolbenstangen 42 das Ausüben einer nach unten gerichteten regelbaren Preßkraft
auf das Kopfteil 26 ermöglichen.
Wie gezeigt, ist das die Arbeitsgutbahn berührende Glied 30 vorzugsweise eine (als »Beilagenblech« bekannte
Blechlage, die in zu ihrer Ober- und Unterseite senkrechter Richtung federnd nachgibt, so daß sie
sich in eine gekrümmte Form umbiegen läßt.
Die Preßkante 36 legt sich an einer Kräftelinie L auf den vorderen Randabschnitt 31 des die Arbeitsgutbahn
berührenden Gliedes 30 und bewirkt so, daß der Randabschnitt 31 die maximale Konvergenz der
Zuführungszone bestimmt.
In dem bevorzugten Falle, in dem die Antriebsfläche in Umfangsrichtung voneinander getrennte
Erhöhungen und Auszackungen aufweist, bilden die Erhöhungen mit dem gekrümmten, die Arbeitsgutbahn
berührenden Glied 30 unter der Linie L eine Reihe von Bereichen mit äußerst hoher Kraftkonzentration,
die es ermöglichen, daß die Walze auf das Arbeitsgut eine besonders hohe Vorschubkraft ausübt.
In dem sehr bevorzugten Falle der schraubenlinienförmigen Erhöhungen oder entsprechenden
fortschreitenden Anordnungen der Erhöhungen verändern sich beim Umlaufen der Walze die Stellen der
Kräftekonzentrationsbereiche fortlaufend, jedoch ist eine Reihe der Erhöhungen ständig unterhalb der
Kante 36 vorhanden. Diese Vorkehrung ermöglicht selbst dann einen gleichmäßigen Vorlauf des Arbeitsguts, wenn äußerst starke Kräf te ausgeübt werden und
das Arbeitsgut keine gleichmäßige Dicke aufweist.
Das Preßplattenglied 32 ist federnd ausgebildet, weist aber einen wesentlichen Grad von Starrheit auf.
Zweckmäßigerweise besteht es aus einem Federstahlblech mit einer Dicke zwischen etwa 2,5 und 1 mm,
wobei es von seiner Halterung aus über eine Strecke von etwa 25 mm frei tragend vorstehen kann. Das die
Arbeitsgutbahn berührende Glied 30 ist, sofern es die Form einer federnden Lage aufweist, biegsamer als
das Preßglied und ist zweckmäßigerweise aus Federstahl, beispielsweise aus Blaustahlbeilagenblech, mit
einer Dicke in der Größenordnung von 0,25 bis 0,5 mm hergestellt. Solche die Arbeitsgutbahn berührenden
Glieder zeigen eine ausreichende Festigkeit gegenüber örtlicher nachteiliger Verformung unter
der Preßkante.
Der spitze Anbringungswinkel X des frei tragenden Preßgliedes 32 ermöglicht es, daß eine wesentliche
Teilkraft der Elastizität des Gliedes in Richtung des Radius der Walze wirkt. Je spitzer der Winkel X ist,
um so geringer ist die Neigung der Preßkante 36, sich beim Vergrößern oder Vermindern der Preßkräfte
der Druckluftzylinder 38 vor- bzw. zurückzubewegen. Jedoch muß der spitze Winkel X groß genug sein, um
zwischen der Preßkante 36 und dem die Arbeitsgutbahn berührenden Glied 30 eine linienförmige Berührungsstelle
beizubehalten. Wenn die Unterseite des Preßgliedes 32 weitgehend, d. h. mit einer Fläche,
gegen das die Arbeitsgutbahn berührende Glied 30 anliegt, wird die Stelle der maximalen Antriebskräfte
unbestimmt, so daß sich das Gerät äußerst schwierig regeln läßt. Man hat festgestellt, daß bei einer Walze
von etwa 26 cm Durchmesser der Winkel X ständig auf einem Wert von 10° gehalten werden kann. Sollte
es erwünscht sein, die Elastizität an der Kante 36 zu verringern, so kann der Winkel X zur Verminderung
der effektiven EkniiznSi des Preßgliedes 32 in radialer
Richtung der Walze ohne Beeinträchtigung seiner tatsächlichen Starrheit vergrößert werden, jedoch
kann man auch ein dickeres Preßglied aus Blech oder zwei gedoppelte Bleche verwenden oder das ursprüngliche
Blechpreßglied seitlich stützen.
Mit Hilfe der bisher beschriebenen Kombination lassen sich äußerst hohe Anpreßkräfte erzeugen, während
die Elastizität der Teile es ermöglicht, das Arbeitsgut über seine gesamte Breite vorzubewegen und
einer gleichmäßigen Behandlung zu unterziehen.
Man bevorzugt es, das die Arbeitsgutbahn berührende Glied 30 und das Preßglied 32 über die gesamte
Breite der Maschine miteinander in durchgehender Berührung zu halten, jedoch kann das eine oder
andere dieser beiden Glieder auch mit unterbrochener Berührungskante ausgebildet sein. Beispielsweise
könnte das Preßglied 32 eine ausgezackte Preßkante haben, oder aber der R.andabschnitt 31 des die Arbeitsgutbahn
berührenden Gliedes könnte ausgezackt oder gezahnt sein. Entsprechend könnte das Preßoder
das die Arbeitsgutbahn berührende Glied, insbesondere bei Verwendung einer langen Antriebswalze, aus mehreren Abschnitten hergestellt sein.
Gemäß F i g. 2 ist eine dünne federnde Lippe 44 als eine vordere Fortsetzung des die Arbeitsgutbahn
berührenden Gliedes 30 vorgesehen. Die sich verengende Zone A zwischen dem Glied 30 und der
Walze 14 erstreckt sich im wesentlichen bis zu der Linie L, wobei hinter dieser Linie die federnde Lippe
44 zusammen mit der Walze einen sich nach vorn erweiternden Behandlungsdurchlaß D begrenzt. Gemäß
dieser Ausführungsform läuft eine biegsame Arbeitsgutbahn 46, die in unbehandeltem Zustand
eine Dicke Y aufweist, von links zwischen die Walze und das Glied 30. Das Arbeitsgut läuft durch die sich
verengende Bewegungsbahn A und wird durch das Glied 30 allmählich mit der Walze 14 in transportierenden
Eingriff gebracht, bis an der Linie L eine Mindestdicke T erreicht wird, die geringer ist als die
Dicke Y, so daß ein örtlich genau festgelegter Bereich maximaler Anpreßkraft hergestellt wird.
Wie auf der rechten Seite von F i g. 2 schematisch veranschaulicht, können mit Hilfe der verschiedensten
G5 Arten von Staueinrichtungen in dem sich erweiternden
Durchlaß D unter der federnden Lippe 44 Staukräfte R1, ausgeübt werden. Dadurch kann die Arbeitsgutbahn
in Längsrichtung einer Verdichtung
unterworfen werden, während sie durch die federnde Lippe 44 in zu der Oberfläche der Bahn senkrechter
Richtung gestützt wird. Diese Stützung verhindert ein Verwerfen des Arbeitsguts und erzeugt eine federnde
Pufferwirkung, wobei der sich erweiternde Durchlaß selbsttätig einregulierbar ist, um sich Druckschwankungen
in dem Arbeitsgut und Veränderungen in der Dicke sowie der Konsistenz des Arbeitsguts und Veränderungen
in der Form der Maschinenteile anpassen zu können. Vorzugsweise besteht die elastische Lippe
44 aus Federstahlblech, beispielsweise aus Blaustahlbeilagenblech, mit einer Dicke zwischen etwa 0,05
und 0,2 mm.
Wie durch den Pfeil 54 veranschaulicht, hat die Richtung der durch die Bewegung der Kolbenstangen
42 und des Kopfteiles 26 (F i g. 1) bewirkten Einstellung des Preßgliedes 32 in Richtung auf die Walze 14
eine geringe tangentiale Nachstellkomponente 541 in
Richtung der Bewegung der Walze 14 zusätzlich zu ihrer ursprünglichen radialen Komponente 54 r. Die
tangentiale Komponente 541 erteilt dem Glied 30 bei
Vermehrung der Kräfte des Preßgliedes 32 eine nach vom gerichtete Spannung. Dadurch wird jegliche
Neigung des Gliedes 30 zu einer wellenförmigen oder auf andere Weise den Durchlaß vor der Linie L erweiternden
Bewegung bei Vermehrung der Kräfte beseitigt.
Die Vorrichtung nach F i g. 3 weicht von der Vorrichtung nach Fig. 2 insofern ab, als das die
Arbeitsgutbahn berührende Glied aus mehreren Federmetall-Lagen 30 a, 30 b, 30 c besteht und die
federnde Lippe 44a ein sich nach vorn erstreckender Randabschnitt eines verhältnismäßig dünnen, die Arbeitsgutbahn
unmittelbar berührenden federnden Blechteiles 30 c ist.
Bei dieser Ausführungsform ist die zugespitzte Vorderkante 66 des Stauteiles 16 unter der federnden
Lippe 44 α angeordnet, wobei die Lippe 44 a auf die Staufläche 17 so zuläuft, daß eine Verengung R entsteht.
So eingestellt grenzt der vordere Abschnitt der Lippe 44 α zusammen mit der Walze 14 einen sich
erweiternden Durchlaß D' ab, während ein kleiner vorderer Abschnitt der Lippe 44 a mit der Staufläche
17 einen sich verengenden Durchlaß E' abgrenzt.
Ein Abschnitt 68 eines federnden Blechteiles 30 b wird auf der linken Seite von F i g. 3 zwischen den
Lagen 30 a und 30 c gehalten. Ein vorderer Abschnitt 70 dieses Blechteiles 30 b erstreckt sich oberhalb der
Lippe 44 a sowie über eine wesentliche Strecke über sie hinaus und läuft hinter der Lippe 44 a auf die
Staufläche 17 zu.
Die Flächen des Teiles 30 c und des Abschnitts 70 sind vorzugsweise poliert, zum Verhindern einer
Hemmung durch Reibung. Die durch die Verengung R ausgeübten Staukräfte und die von dem durch den
Abschnitt 70 gebildeten, sich verengenden Durchlaß ausgeübten zusätzlichen Staukräfte werden nach
rückwärts auf die Arbeitsgutbahn so übertragen, daß die Verdichtung der Bahn bei ihrer Bewegung durch
den sich erweiternden Durchlaß D' hindurch bewirkt wird.
Der Stauteil 16 läßt sich in bezug auf die federnde Lippe 44 a einstellen zur Herstellung der geeigneten
Abmessungen des Behandlungshohlraums, insbesondere des maximalen Zwischenraumes zwischen auseinanderlaufenden
Flächen. Der Gesamtstaubetrag hängt jedoch auch von dem zweiten Blechteilabschniit
70 ab, so daß die Stauung folglich eine unabhängige Veränderliche wird, die sich beispielsweise durch
Verändern des Dickenmaßes des Blechteilabschnitts 70 oder seines vorderen Teiles einstellen läßt. Da sich
die Lippe 44 a nicht weit nach vorn erstreckt, ist ihre Hebelwirkung infolge der auf ihr äußeres Ende einwirkenden
Kräfte gering, so daß die Abmessungen des Behandlungshohlraums genau beibehalten werden
können. Ferner wird die Neigung zur Bildung bleibender nachteiliger Biegungen oder Krümmungen,
die dort auftreten können, wo ein einziges Blechteil sämtliche Aufgaben allein zu erfüllen hat, durch
die mehrschichtige Bauweise verringert.
Gemäß F i g. 4 ist die Maschine nach F i g. 3 zur Durchführung einer weniger feinen Behandlung eingerichtet.
Die Vorderkante 66 der Stauklinge 16 ist von unterhalb der federnden Lippe 44 a so nach
rechts verlegt worden, daß sie einen sich erweiternden Behandlungshohlraum F abgrenzt. Die Behandlung
erfolgt unmittelbar nach dem Austreten des Arbeitsguts von unterhalb der federnden Lippe 44 a, wobei
die Lippe hier wiederum in Auswirkung der Druckschwankungen in dem Arbeitsgut eine Flatterwirkung
haben und geringfügige Unterschiede in der Form der Maschinenteile über die Breite der Arbeitsgutbahn
ausgleichen kann.
Die Lippe 44 a ist beim Ermöglichen der Behandlung von äußerst breiten Arbeitsgutbahnen insofern
von besonderem Wert, als sie in dem Bereich, in dem die Kräfte am stärksten und die Form sowie die Abmessungen
des Durchlasses am kritischsten sind, eine Elastizität herbeiführt. Die Lippe 44 a gleicht Durchbiegungen
der Walze in der Mitte der Arbeitsgutbahn und geringfügige Fluchtungsabweichungen aus.
Ein weiteres wünschenswertes Merkmal der Lippe 44a besteht darin, daß ihr Ende eine plötzliche Querschnittsveränderung
des Durchlasses, durch den sich das Arbeitsgut hindurch bewegt, genau festlegt, was
in vielen Fällen zweckdienlich ist bei der genauen Bestimmung der Stelle, an der die Kreppung oder
eine sonstige Verformung des Arbeitsguts in Längsrichtung erfolgt.
Ein weiteres Steuerungsmittel nach Fig. 4 ist eine Vorrichtung 80 zum federnden Verstärken des vorderen
Teiles des überlappenden Abschnitts 70. Die Vorrichtung 80 besitzt ein in einem feststehenden
Halter 84 angeordneten Schlauch 82. Das Ausmaß der Verstärkung läßt sich durch Veränderung des
Strömungsmitteldrucks in dem Schlauch 82 verändern.
Ein weiteres Merkmal nach F i g. 3 und 4, das dazu beiträgt, die geeignete Form des Behandlungshohlraums
herzustellen, betrifft die Stauplatte 16. Ihre Vorderkante 66 besteht aus einem verschleißbaren
Werkstoff, wie beispielsweise Messing, und wird durch eine nicht dargestellte Halterung federnd
in Richtung des Pfeiles/ gepreßt. Die Kante liegt gegen den durch die Scheitelpunkte der Erhöhungen
der Walze gezogenen gedachten Zylinder / an. Diese Erhöhungen bestehen aus den scbraubenlinienförmigen
Rippen 15 gemäß Fig. 1, so daß folglich an der Länge der Kante 66 eine Reihe sich ständig ändernder
Kontaktstellen zwischen der Walze 14 und der Staukante 66 (entsprechend den Kontaktstellen zwischen
einer Rasenmäherschneidwalze und der ihr zugeordneten feststehenden Schneide) beibehalten werden,
die ständig die richtige Lage zwischen den Teilen beibehalten.
Bei einer solchen Ausführungsform ist es zweckinäßi«,
daß das Stauteil 16 eine ausreichende Elasti-
zität besitzt, um sich, sofern sich die Walze in der Mitte durchbiegt oder Unregelmäßigkeiten aufweist,
entsprechend der Form der Antriebswalze zu verformen. Das Stauteil 16 kann beispielsweise ein langer,
mm dicker und 10 bis 15 cm breiter Messingstreifen sein.
Aus den verschiedenen Ausführungsformen geht hervor, daß die Maschinenteile in ihrer Breite eine
größere Ausdehnung haben können als das zu behandelnde Arbeitsgut, was eine zweckmäßige Vorkehrung
dort bedeutet, wo die Behandlung über die gesamte Breite verlangt wird, oder die zu behandelnde Breite
des Arbeitsguts kann geringer sein als die Gesamtbreite des Arbeitsguts, wobei sich das Arbeitsgut von
einer Seite, beispielsweise bei einer zu heftenden Gewebekante, oder auf beiden Seiten erstreckt, beispielsweise
um das Verhindern der Berührung des Arbeitsguts mit den Flächen an der Maschine zu
ermöglichen.
20
Claims (9)
1. Preßglied für eine Vorrichtung zum Verdichten einer Flach- oder Langmaterialbahn, z. B.
aus Papier, Textilmaterial od. dgl., in Längsrichtung, welches die Materialbahn über ein die
Materialbahn berührendes Glied gegen eine Förderwalze preßt und auf verschiedene Drücke einstellbar
ist, wobei — in Förderrichtung der Bahn gesehen—hinter dem Preßglied eine Stauvonichtung,
beispielsweise ein keilförmiges Stauglied, angeordnet ist, dessen der Förderwalze abgewandte
Oberfläche die eine Wand eines sich verengenden Durchlasses bildet, der den sich erweiternden
Durchlaß zwischen Preßglied und Forderwalze fortsetzt, dadurch gekennzeichnet,
daß das Preßglied (32) so angeordnet und ausgebildet ist, daß es sich im Bereich des geringsten
Querschnittes des sich erweiternden Durchlasses (D') längs einer quer zur Förderrichtung
der Bahn verlaufenden Preßkante (36) gegen das die Arbeitsgutbahn (46) berührende Glied (30)
anlegt und daß es durch Federkraft beaufschlagt ist.
2. Preßglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die Arbeitsgutbahn (46) beruhrende
Glied (30) aus einem oder vorzugsweise aus mehreren federnden Flachmaterialteilen (30 a,
30 b, 30 c) von einer Dicke besteht, die eine die Arbeitsgutbahn beschädigende Verformung der
Flachmaterialteile durch die Preßkante (36) ausschließt.
3. Preßglied nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer Platte (32) besteht,
die sich von der Preßkante (36) aus entgegen der Bahnförderrichtung in einem zur Tangente
an die Förderwalze (14) spitzen Winkel (X) erstreckt und an einem Halter (19, 18) angeordnet
ist.
4. Preßglied nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (Z) mindestens 10°
beträgt.
5. Preßglied nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich mindestens eines (44,
70, 44 a) der Flachmaterialteile über die Preßkante (36) hinaus erstreckt und in zur Oberfläche
der Arbeitsgutbahn (46) senkrechter Richtung in einem wesentlich höheren Ausmaß federnd nachgiebig
ausgebildet ist als das unmittelbar unter der Platte (32) liegende Teil des die Arbeitsgutbahn
(46) berührenden Gliedes (30).
6. Preßglied nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das sich über die Preßkante
(36) hinaus erstreckende Teil des die Arbeitsgutbahn berührenden Gliedes (30) als federnd nachgiebiger,
lippenförmiger Ansatz (44) ausgebildet ist.
7. Preßglied nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es in Richtung auf die Förderwalze
(14) zu und mit einer geringen Verstellkomponente tangential zu der Oberfläche (15) der
Förderwalze (14) verstellbar ausgebildet ist.
8. Preßglied nach Anspruch 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der Flachmaterialteile
(30, 30 b, 30 c) aus Federstahl besteht.
9. Preßglied nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das Preßglied (32)
als auch das die Arbeitsgutbahn berührende Glied (30) von ihren jeweiligen Haltern (19, 24) aus
unterstützungsfrei vorstehend ausgebildet sind und sich von den letzteren aus in im wesentlichen
gleicher Richtung erstrecken, wobei die Stauvorrichtung (16, 17) nahe der Preßkante (36) angeordnet
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 009 525/29
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2803386A1 (de) * | 1977-01-26 | 1978-07-27 | Bird Machine Co | Vorrichtung zur mechanischen behandlung einer laengsweise bewegten materialbahn, insbesondere zum kreppen von papier, textil, metallfolien oder kunststoffbahnen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2803386A1 (de) * | 1977-01-26 | 1978-07-27 | Bird Machine Co | Vorrichtung zur mechanischen behandlung einer laengsweise bewegten materialbahn, insbesondere zum kreppen von papier, textil, metallfolien oder kunststoffbahnen |
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