DE19735235A1 - Zahnkörper für eine Zahnprothese - Google Patents
Zahnkörper für eine ZahnprotheseInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zahnkörper für eine Zahnprothese
aus Keramik, Porzellan, Porzellan- oder Keramikersatzstoffen, Metall,
Hartkunststoff oder aus einer Kombination der vorgenannten Materialien
und Verfahren zu seiner Herstellung.
Immer mehr Menschen schmücken ihren Körper mit irreversibel angebrach
ten Tätowierungen, mit dem in entsprechend künstlich geschaffene Löcher
eingestecktem Schmuck oder dergleichen. Während die Tätowierungen
nahezu unwiderruflich auf der Haut angebracht sind, ist der in den
gepiercten Löchern befindliche Schmuck austauschbar. Derartiger Körper
schmuck beschränkt sich auf die Haut und ist für den Bereich der Zähne
bisher nicht bekannt.
Daher liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen
Zahnkörper für eine Zahnprothese zu schaffen, der ebenfalls einen Schmuck
aufweist.
Als technische Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschla
gen, den Zahnkörper der eingangs genannten Art dahingehend weiterzu
bilden, daß auf der Vorderseite des Zahnkörpers Vertiefungen eingearbeitet
sind, die eine Abbildung darstellen. Diese Abbildung kann ein Buchstabe,
eine Zahl, ein Wort, ein Logo, ein Bild oder eine Kombination einiger der
vorgenannten Dinge sein.
Ein nach dieser technischen Lehre ausgebildeter Zahnkörper hat den Vorteil,
daß dieser in seinem für andere Personen sichtbaren Bereich eine schmuck
hafte Abbildung aufweist, die dauerhaft und zuverlässig im Zahnkörper
verankert ist.
Ein weitere Vorteil besteht darin, daß diese schmuckhafte Abbildung
kostengünstig gleich bei der Erstellung des Zahnkörpers miteingearbeitet
werden kann.
In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Zahnkörpers ist
die Vertiefung mit einem Füllmaterial ausgefüllt, welches sich optisch vom
Zahnkörper unterscheidet oder aber die Vertiefung, bzw. das in der
Vertiefung befindliche Füllmaterial wird mit einer oder mehreren
Farbschichten überzogen. Dies hat den Vorteil, daß die Vertiefungen sich
deutlich vom Zahnkörper abheben und somit auch aus der Entfernung gut
sichtbar sind. Das hier genannte Füllmaterial kann beispielsweise gefärbtes
Porzellan sein.
Der mit dem Füllmaterial ausgefüllte Zahnkörper hat weiterhin den Vorteil,
daß dessen Oberfläche in gewohnter Weise eben ausgeführt ist, so daß ein
Ansammeln von Essensresten in der Vertiefung ausgeschlossen wird.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist die Vorderseite des
Zahnkörpers mit einer Glanzschicht, vorzugsweise aus durchsichtigem
Porzellan, überzogen. Dies hat den Vorteil, daß das in die Vertiefung
eingebrachte Füllmaterial und/oder die angebrachte Farbe dauerhaft gegen
Abnutzung geschützt ist und dennoch gut sichtbar bleibt.
Als weitere technische Lösung der obigen Aufgabe wird erfindungsgemäß
vorgeschlagen, das eingangs genannte Verfahren dahingehend weiterzu
bilden, daß vor dem Aushärten des Zahnkörpers in dessen Vorderseite eine
Abbildung darstellende Vertiefungen einmodelliert werden.
Dieses erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß die schmuckhafte
Abbildung gleich beim Herstellen des von jeher individuell angefertigten
Zahnkörpers eingearbeitet wird, denn solange die Zahnkrone noch weich
ist, kann diese problemlos geformt bzw. modelliert werden. Hierdurch
werden die Kosten zur Einarbeitung der schmuckhaften Abbildung gering
gehalten.
Als noch weitere technische Lösung der obigen Aufgabe wird erfindungs
gemäß ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem in die Vorderseite des
Zahnkörpers eine Abbildung darstellende Vertiefungen eingraviert werden.
Nachdem die Zahnkrone fertiggestellt und ausgehärtet ist, können die
Vertiefungen noch auf einfacher und vorteilhafter Weise in die Oberfläche
der Zahnkrone eingraviert werden. Auch hier kann ohne großen Aufwand
und damit kostengünstig die gewünschte schmuckhafte Abbildung in den
Zahnkörper eingearbeitet werden.
Damit die Vertiefungen auch gut sichtbar sind, können diese noch mit Farbe
und/oder Füllmaterial ausgefüllt werden, bevor auf die Oberfläche eine
versiegelnde Glanzschicht, beispielsweise aus durchsichtigem Porzellan,
aufgebracht wird. Es ist auch möglich, die Abbildung mehrfarbig
auszugestalten.
Derartig individuell gestaltete Zahnprothesen werden durch diese Ver
tiefungen, d. h. durch die auf der Zahnprothese aufgebrachte schmuckhafte
Abbildung, zu einem echten Schmuckstück aufgewertet, welches den
Träger ziert. Es wäre auch denkbar, daß eine Person mehrere verschiedene
dieser mit einer schmuckhaften Abbildung versehenen Zahnprothesen
besitzt und je nach Geschmack und Laune immer die Zahnprothese trägt,
die gerade gefällt.
Weitere Vorteile des erfindungsgemäßen Zahnkörpers ergeben sich aus der
Beschreibung und aus der beigefügten Zeichnung. Ebenso können die
vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale
erfindungsgemäß jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen
miteinander verwendet werden. Die erwähnten Ausführungsformen sind
nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr
beispielhaften Charakter. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Zahnkörpers dargestellt, anhand dessen die
Erfindung näher erläutert wird. Dabei zeigt die Zeichnung in
explosionsartiger Darstellung eine auf einen Zahnstumpf aufzusetzende
Zahnkrone.
Die Figur zeigt einen echten Zahnstumpf 1, der zur Aufnahme einer als
Zahnkrone 2 ausgebildeten Zahnprothese vorbereitet ist. Diese Zahnkrone 2
umfaßt einen Zahnkörper 3, der sich aus einem metallischen Korpus 4 und
einem auf dem Korpus 4 aufgebrachten Zahnschmelzersatz 5
zusammensetzt.
Dieser Zahnkörperer 3 wird mit seinem Korpus 4 auf den Zahnstumpf 1
aufgesetzt und auf diesem fixiert. Der Zahnschmelzersatz 5 wird in der
Regel der Form und Gestaltung des alten echten Zahnes angepaßt und
farblich wie geometrisch an die entsprechenden Nachbarzähne angepaßt.
In der hier dargestellten Ausführungsform ist der Zahnschmelzzersatz 5 aus
Porzellan gebildet, wobei in die Oberfläche der Vorderseite des Zahnkörpers
3 Vertiefungen 6 eingearbeitet sind. In der Zusammenschau bilden diese
Vertiefungen 6 eine schmuckhafte Abbildung in Form eines Sonnenge
sichtes 7. Damit sich dieses Sonnengesicht 7 besser vom Zahnkörper 3
unterscheidet, sind die Vertiefungen 6 mit schwarzer Farbe belegt. Über
dem Zahnschmelzersatz 5 und über dem als Sonnengesicht 7 ausgebildeten
Vertiefungen 6 ist eine in der Figur nicht sichtbare Glanzschicht aus
durchsichtigem Porzellan aufgetragen um die Oberfläche der Zahnkrone 2
langfristig und zuverlässig zu schützen.
In der hier abgebildeten Ausführungsform sind die Vertiefungen 6 in den
Zahnschmelzersatz 5 einmodelliert worden, während sich letzterer noch in
der Aushärtungsphase befand. In einer anderen, nicht dargestellten
Ausführungsform ist es auch möglich, die Vertiefungen 6 in den
Zahnschmelzersatz 5 einzugravieren. Bei beiden Herstellungsvarianten wird
nach dem Einbringen der Vertiefungen 6 noch Farbe in die Vertiefungen
eingebracht, bevor die Oberfläche des Zahnkörpers 3 mit einer
durchsichtigen Porzellanschicht versiegelt wird.
In anderen, hier nicht dargestellten Ausführungsformen ist es auch möglich,
andere Motive zu wählen. So könnte die schmuckhafte Abbildung,
beispielsweise auch ein Buchstabe, eine Zahl oder ein Wort sein. Auch ist
es denkbar, chinesische Schriftzeichen einzusetzen, aber auch jedes anderen
Bild oder jegliche Kombination der vorgenannten Varianten ist denkbar.
Darüber hinaus ist es auch denkbar, die Vertiefungen 6 je nach Geschmack
mit vielen verschiedenen Farben auszugestalten, so daß eine bunte
Abbildung entsteht.
In noch einer anderen, nicht dargestellten Ausführungsform sind die
Vertiefungen mit einem Füllmaterial, beispielsweise gefärbtem Porzellan,
ausgefüllt, bevor der Zahnkörper mit der Glanzschicht aus durchsichtigem
Porzellan fertigestellt wurde. Hierdurch wird eine ebene Oberfläche ohne
Kanten erreicht.
Claims (6)
1. Zahnkörper für eine Zahnprothese aus Keramik, Porzellan, Porzellan-
oder Keramikersatzstoff, Metall, Hartkunststoff oder aus einer
Kombination zumindest einiger der vorgenannten Materialien,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Vorderseite des Zahnkörpers (3) Vertiefungen (6)
eingearbeitet sind, die eine Abbildung (7) darstellen.
2. Zahnkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vertiefungen (6) mit einem Füllmaterial aufgefüllt sind,
welches sich optisch vom Zahnkörper (3) unterscheidet.
3. Zahnkörper nach wenigstens einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vertiefungen (6) oder das in den Vertiefungen (6) befindliche
Füllmaterial mit einer oder mehrerer Farbschichten überzogen sind.
4. Zahnkörper nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorderseite des Zahnkörpers (3) mit einer Glanzschicht,
vorzugsweise aus durchsichtigem Porzellan, überzogen ist.
5. Verfahren zur Herstellung eines Zahnkörpers aus Keramik, Porzellan,
Porzellan- oder Keramikersatzstoff oder einer Kombination zumindest
einiger der vorgenannten Materialien,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem Aushärten des Zahnkörpers (3) in dessen Vorderseite
eine Abbildung darstellende Vertiefungen einmodelliert werden.
6. Verfahren zur Herstellung eines Zahnkörpers aus Keramik, Porzellan,
Porzellan- oder Keramikersatzstoff, Metall, Hartkunststoff oder aus
einer Kombination zumindest einiger der vorgenannten Materialien,
dadurch gekennzeichnet,
daß in die Vorderseite des Zahnkörpers (3) eine Abbildung
darstellende Vertiefungen eingraviert werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997135235 DE19735235A1 (de) | 1997-08-14 | 1997-08-14 | Zahnkörper für eine Zahnprothese |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997135235 DE19735235A1 (de) | 1997-08-14 | 1997-08-14 | Zahnkörper für eine Zahnprothese |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19735235A1 true DE19735235A1 (de) | 1999-02-25 |
Family
ID=7838953
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997135235 Ceased DE19735235A1 (de) | 1997-08-14 | 1997-08-14 | Zahnkörper für eine Zahnprothese |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19735235A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0998881A3 (de) * | 1998-11-03 | 2002-11-20 | Sabine Matern | Schmuckzahnkrone |
| DE19919376B4 (de) * | 1999-04-28 | 2004-01-29 | Eric Haas | Produkt zum Schutz von Zähnen vor schädlichen Einflüssen und zur kosmetischen Behandlung und/oder zur grafisch modischen Gestaltung |
| CH702426A1 (de) * | 2009-12-24 | 2011-06-30 | Matthias Weiss-Lang | Zahn-Aggregat |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE764447C (de) * | 1939-05-18 | 1953-04-16 | Hutschenreuther | Kuenstlicher Zahn |
| DE19534998A1 (de) * | 1995-09-21 | 1997-03-27 | Karl Heinz Leleux | Zahnersatz |
-
1997
- 1997-08-14 DE DE1997135235 patent/DE19735235A1/de not_active Ceased
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE764447C (de) * | 1939-05-18 | 1953-04-16 | Hutschenreuther | Kuenstlicher Zahn |
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| CH702426A1 (de) * | 2009-12-24 | 2011-06-30 | Matthias Weiss-Lang | Zahn-Aggregat |
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