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Trommelbremse
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Trommelbremse, die als Bremseinrichtung
für ein Kraftfahrzeug geeignet ist, und insbesondere auf eine Trommelbremse, die
als Simplexbremse, d.h.
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Bremse mit ablaufender und auflaufender Bremsbacke, arbeitet, wenn
ein Fußbremspedal betätigt wird, und die als Duo-Servobremse arbeitet, wenn ein
Handbremshebel betätigt wird.
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Eine Trommelbremse für ein Kraftfahrzeug umfaßt in der Regel einen
hydraulischen Radbremszylinder, der zwei Bremsbacken gegen eine Bremstrommel drückt,
wenn ein Fußbremspedal betätigt
wird, das nahe einem Fahrersitz
im Fahrzeug angeordnet ist, sowie einen Feststellbremsmechanismus, der die zwei
Bremsbakken gegen die Bremstrommel drückt, wenn ein Handbremshebel betätigt wird,
der nahe dem Fahrersitz angeordnet ist.
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Um mit einer Trommelbremse feinfühlig und stoßfrei bremsen zu können,
ist es zweckmäßig, wenn sie als sogenannte Simplexbremse arbeitet, bei der eine
der zwei Bremsbacken eine auflaufende Backe und die andere der zwei Bremsbacken
eine ablaufende Backe ist. Um eine starke Bremswirkung zu erzielen, ist es dagegen
zweckmäßig, wenn die Bremse als sogenannte Duo-Servobremse arbeitet, bei der beide
Bremsbacken auflaufende Bremsbacken sind.
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Um diesen Forderungen zu entsprechen, ist eine Trommelbremse vorgeschlagen
worden, die als Simplexbremse arbeitet, wenn das Fußbremspedal betätigt wird, und
die andererseits als Duo-Servobremse arbeitet, wenn der Handbremshebel betätigt
wird. Wenn bei dieser Trommelbremse gleichzeitig das Fußbremspedal und der Handbremshebel
betätigt werden, wirken die vom Feststellbremsmechanismus ausgeübte Kraft und die
vom hydraulischen Radbremszylinder ausgeübten Stellkräfte auf die beiden Bremsbakken
in entgegengesetzten Richtungen, was zu einer geringeren Bremskraft führt, als wenn
entweder das Fußbremspedal oder der Handbremshebel betätigt werden, so daß die Gefahr
besteht, daß in Notfällen die Bremswirkung nicht ausreichend ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Trommelbremse zu schaffen,
die ohne Verringerung der Bremskraft ihre Bremswirkung selbst dann erfüllt, wenn
sowohl das Fußbremspedal als auch der Handbremshebel betätigt werden.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Trommelbremse gelöst
durch eine zylindrische, auf einer Stirnseite offene Bremstrommel, ein Bremsschild,
das auf der offenen Seite der
Bremstrommel angeordnet ist, zwei
entlang der Innenseite der Umfangswand der Bremstrommel angeordnete Bremsbacken,
die voneinander abgewandt und am Bremsschild gehalten sind, einen Stützblock, der
zwischen zwei einander zugewandten Enden der zwei Bremsbacken angeordnet und am
Bremsschild angebracht ist, eine Spanneinrichtung, die die zwei einander zugewandten
Enden der zwei Bremsbacken zum Stützblock zieht, um dadurch diese beiden Enden in
Eingriff mit dem Stützblock zu bringen, einen am Bremsschild angebrachten hydraulischen
Radbremszylinder, der zwischen den zwei anderen einander zugewandten Enden der zwei
Bremsbacken angeordnet ist, diese auseinanderdrücken kann und in Abhängigkeit von
der Betätigung eines Fußbremspedales betätigt wird, eine zweite Spanneinrichtung,
die die zwei anderen einander zugewandten Enden der zwei Bremsbacken zueinander
zieht, einen Feststellhebel, der schwenkbar an einer der Bremsbacken in der Nähe
von deren einem Ende angebracht ist und in einer zum Bremsschild im wesentlichen
parallelen Ebene verschwenkt wird, wenn ein Handbremshebel betätigt wird, einen
Zwischenhebel, der in der Nähe des Zentralbereiches der anderen Bremsbacke mittels
eines Stiftes schwenkbar befestigt ist und in der zum Bremsschild im wesentlichen
parallelen Ebene verschwenkt werden kann, sowie einen ersten und einen zweiten Stab,
die zwischen den zwei Bremsbacken angeordnet sind, wobei das eine Ende des ersten
Stabes in Eingriff mit dem Feststellhebel und das andere Ende des ersten Stabes
in Eingriff mit dem Zwischenhebel steht und wobei das eine Ende des zweiten Stabes
in Eingriff mit der einen Bremsbacke steht, während das andere Ende des zweiten
Stabes in Eingriff mit der anderen Bremsbacke sowie dem Zwischenhebel steht.
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Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung erfüllt die Bremstrommel
ihre Bremsfunktion uneingeschränkt, selbst wenn sowohl der Handbremshebel als auch
das Fußbremspedal betätigt werden.
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Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter
Bezugnahme
auf die einzige Figur erläutert, die eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Trommelbremse
mit abgenommener Bremstrommel zeigt.
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Die in der Zeichnung dargestellte Trommelbremse ist insgesamt mit
dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Die Trommelbremse 10 umfaßt eine zylindrische Bremstrommel
12, die in der einzigen Figur strichpunktiert dargestellt ist, an einer Stirnseite
offen ist und zusammen mit einem Rad bzw. einer Radnabe oder Radachse drehbar ist,
sowie ein kreisförmiges Bremsschild 14, das an der offenen Stirnseite der Bremstrommel
angeordnet und an einem nicht drehbaren Teil eines Fahrzeuges, beispielsweise einem
Achsschenkel des Rades, befestigt ist. Entlang der Innenseite der Umfangswand der
Bremstrommel sind zwei gekrümmte Bremsbacken 16 und 18 auf dem Bremsschild 14 voneinander
abgewandt angeordnet. Auf den Außenseiten der Bremsbacken 16 und 18 sind Bremsbeläge
20 und 22 angebracht. Auf der Innenseite jeder Bremsbacke 16 und 18 ist ein Steg
24 bzw. 26 ausgebildet, der entlang der Bremsbacke im wesentlichen parallel zum
Bremsschild 14 verläuft. Die beiden Bremsbacken 16 und 18 werden jeweils von einer
herkömmlichen Federeinrichtung 28 bzw. 30, die im Zentralbereich des Steges 24 bzw.
26 angreift, elastisch gegen das Bremsschild 14 gedrückt, so dat die Bremsbacken
16 und 18 auf diese Weise am Bremsschild 14 gesichert sind.
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Zwischen zwei einander zugewandten Enden der Bremsbacken 16 und 18
ist ein Stützblock 36 angeordnet, der am Bremsschild 14 befestigt ist und an seinen
entgegengesetzten Enden Stifte 32 und 34 aufweist. Zwischen jedem der Stifte 32
und 34 und einem Bereich nahe dem benachbarten Ende des Steges 24 bzw. 26 ist jeweils
eine als Spanneinrichtung dienende Zugfeder 42 bzw. 44 gespannt, so daß die Enden
38 und 40 der Stege 24 und 26 aufgrund der Spannkraft der Zugfeder gegen die mit
den Enden 38 und 40 in Eingriff stehenden Stifte 32 und 34 des Stützblocks 36 gezogen
werden. Die Bremsbacken 16 und 18 können um
den Stift 32 bzw. 34
jeweils eine Schwenkbewegung ausführen.
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Zwischen den anderen einander zugewandten Enden der zwei Bremsbacken
16 und 18 ist am Bremsschild 14 ein hydraulischer Radbremszylinder 46 angeordnet.
Der hydraulische Radbremszylinder 46 weist Kolben 52 und 54 auf, die in Anlage an
den einander zugewandten Enden 48 und 50 der Stege 42 und 26 treten können.
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Der hydraulische Radbremszylinder 46 wird in bekannter Weise mit Bremsflüssigkeit
gespeist, deren Druck von der Betätigungskraft eines nicht dargestellten Bremspedales
abhängt, das im Fahrzeug nahe dem Fahrersitz angeordnet ist, wobei die beiden Kolben
52 und 54 so beaufschlagt werden, daß sie die einander zugewandten Enden 48 und
50 der Stege 24 und 26 auseinanderdrücken. Im Steg 24 ist eine Aussparung 56 ausgebildet,
und im Steg 26 ist eine Aussparung 58 ausgebildet, wobei sich diese Aussparungen
auf voneinander abgewandten Seiten nahe den Enden 48 und 50 befinden. In die Aussparungen
56 und 58 ist eine Rückstellfeder 60 mit ihren beiden Enden eingehängt. Die Rückstellfeder
60 wirkt als Spanneinrichtung, die die einander zugewandten Enden 48 und 50 der
Stege 24 und 26 zueinander zieht.
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Entlang dem Steg 24 der Bremsbacke 16 ist ein Feststellhebel 62 angeordnet.
Dieser Feststellhebel 62 ist an seinem einen Ende nahe dem Ende 38 des Steges 24
an diesem mittels eines Stiftes 64 schwenkbar angelenkt. An seinem anderen Ende
ist der Feststellhebel 62 mit einem Feststellseil 66 verbunden, das seinerseits
mit einer nicht dargestellten Handbremse verbunden ist, die sich nahe dem Fahrersitz
im Fahrzeug befindet. Der Feststellhebel 62 kann somit um den Stift 64 in einer
zum Bremsschild im wesentlichen parallelen Ebene zur Mitte des Bremsschildes schwenken,
wenn ein Handbremshebel betätigt wird.
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Entlang dem Steg 26 der anderen Bremsbacke 18 ist ein Zwischen-
hebel
68 vorgesehen. Der Zwischenhebel 68 ist in seiner Mitte am Zentralbereich des Steges
26 mittels eines Stiftes 70 so gelagert, daß der Zwischenhebel 68 in einer zum Bremsschild
14 im wesentlichen parallelen Ebene um den Stift 70 drehen bzw. schwenken kann.
Der Zwischenhebel 68 weist an seinen entgegengesetzten Enden zwei Ausnehmungen 72
und 74 auf, die, bezogen auf den Stift 70, spiegelbildlich zueinander ausgebildet
sind.
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An seinem einen Ende weist der Feststellhebel 62 eine Ausnehmung 76
auf, die der Ausnehmung 72 im Zwischenhebel 68 nahe dem Stützblock 36 zugewandt
ist. Nahe dem Ende 50 des Steges 26, an dem der Zwischenhebel 68 schwenkbar gelagert
ist, ist eine Ausnehmung 78 ausgebildet, die mit der Ausnehmung 74 fluchtet. Nahe
dem Ende 48 des Steges 24 der anderen Bremsbacke 16 ist eine Ausnehmung 80 ausgebildet,
die den Ausnehmungen 74 und 78 zugewandt ist.
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Zwischen den beiden voneinander abgewandten Bremsbacken sind ein erster
Stab 82 und ein zweiter Stab 84 angeordnet. Der erste Stab 82 verläuft zwischen
der Ausnehmung 72 am einen Ende des Zwischenhebels 68 und der Ausnehmung 76 am einen
Ende des Feststellhebels 62, wobei jedes Ende des Stabes 82 jeweils mit einer der
beiden Ausnehmungen so in Eingriff steht, daß die entgegengesetzten Enden 86 und
88 des Stabes 82 in Berührung mit dem Feststellhebel 62 bzw. dem Zwischenhebel 68
gehalten werden. Der zweite Stab 84 verläuft zwischen der Ausnehmung 80 in der einen
Bremsbacke 16 und der Ausnehmung 78 in der anderen Bremsbacke 18 sowie der Ausnehmung
74 im Zwischenhebel 68, wobei das eine Ende 90 des Stabes 84 mit der Ausnehmung
70 und das andere Ende 92 des Stabes 84 mit den Ausnehmungen 78 und 74 so in Eingriff
steht, daß das eine Ende 90 die Bremsbacke 16 berührt und daß das andere Ende 92
den Zwischenhebel 68 und die andere Bremsbacke 18 berührt. Beide Stäbe 82 und 84
verlaufen parallel zu einer quer zu den Brems-
backen 16 und 18
durch die Achse des Stiftes 70 verlaufenden Mittellinie in spiegelbildlicher Beziehung
zur Mittellinie und bilden zusammen mit dem Zwischenhebel 68 einen Obertragungsmechanismus
zwischen den Bremsbacken 16 und 18.
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Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist der zweite Stab 84 als
herkömmliche Nachstellvorrichtung ausgebildet. Diese Nachstellvorrichtung umfaßt
eine Welle mit einem Sternrad 94, das von einem nicht dargestellten Stellhebel gedreht
werden kann, der schwenkbar angelenkt ist und bei Betätigung des Feststellhebels
62 bewegt werden kann, sowie zwei Hülsenteile 98 und 100, in die die entgegengesetzten
Enden der Welle 96 eingesetzt sind. Dabei ist das Hülsenteil 98 in bekannter Weise
mit der Welle 96 über ein Gewinde verbunden. Die Nachstellvorrichtung wird in herkömmlicher
Weise proportional zum Verschleiß der Bremsbeläge 20 und 22 durch Drehen des Sternrades
94 nachgestellt und verlängert, so daß zwischen dem jeweiligen Bremsbelag 20 bzw.
22 und der Innenseite der Bremstrommel 12 bei nicht betätigter Bremse ein konstanter
Zwischenraum, nämlich das Bremsbackenspiel, vorhanden ist. Allerdings kann der zweite
Stab 84 statt als Nachstellvorrichtung auch als einstückiges Teil wie der erste
Stab ausgebildet sein.
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Wenn im Betrieb das Fußbremspedal und der Handbremshebel nicht betätigt
sind, werden die einen Enden der Bremsbacken 16 und 18, d.h. die Enden 38 und 40
der Stege 24 und 26, von der Spannkraft der Zugfedern 42 und 44 sowie der Rückstellfeder
60 in Berührung mit den Stiften 32 und 34 des Stützblocks 36 gehalten, während gleichzeitig
die anderen Enden der Bremsbacken 16 und 18, d.h. die anderen Enden 48 und 50 der
Stege 24 und 26 in Berührung mit den Kolben 52 und 54 des hydraulischen Radbremszylinders
46 gehalten werden. Die Trommelbremse 10 bleibt daher inaktiv. Während die Trommelbremse
inaktiv ist, wird das Bremsbackenspiel aufgrund der Ausbildung des zweiten Stabes
als Nachsteilvorrichtung konstant gehalten, wie dies
oben bereits
beschrieben wurde. Dies hat zur Folge, daß unabhängig vom Ausmaß des Verschleißes
der Bremsbeläge 20 und 22 durch Betätigung des Fußbremspedales und des Handbremshebels
in gewissem Ausmaß eine konstante Bremswirkung erzielt wird.
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Wenn das Fußbremspedal betätigt, d.h. niedergetreten wird, werden
die Kolben 52 und 54 des hydraulischen Radbremszylinders 46 so verschoben, daß sie
die Enden 48 und 50 der zwei Bremsbacken 16 und 18 entgegen der Kraft der Rückstellfeder
60 proportional zur Bremspedalbetätigung auseinanderdrücken. Auf diese Weise werden
die Bremsbacken 16 und 18 um die Stifte 32 und 34 am Stützblock 36 geschwenkt. Dabei
wird der Eingriff der entgegengesetzten Enden 90 und 92 des zweiten Stabes 84 mit
den Ausnehmungen 80, 78 und 74 auf keinen Fall gelöst. Von der Kraft des hydraulischen
Radbremszylinders 46 werden die Bremsbeläge 20 und 22 der Bremsbacken 16 und 18
gegen die Innenseite der Bremstrommel 12 gedrückt, so daß auf die Bremstrommel eine
Bremswirkung ausgeübt wird. Wenn während des Bremsens an der Bremstrommel 12 ein
Drehmoment im Uhrzeigersinn (bei Betrachtung in der einzigen Figur) wirkt, erfolgt
keine Selbstverstärkung der Druckkraft des Radbremszylinders 46 an der Bremsbacke
16 durch die Reibkraft der Bremstrommel 12, da in diesem Fall die Bremsbacke 16
die ablaufende Bremsbacke ist, wogegen die andere Bremsbacke 18 als auflaufende
Bremsbacke arbeitet und an dieser aufgrund der Reibkraft der Bremstrommel eine Selbstverstärkung
auftritt. Wenn an der Bremstrommel 12 ein Drehmoment im Gegenuhrzeigersinn wirkt,
arbeitet die Bremsbacke 18 als ablaufende Bremsbacke, während die Bremsbacke 16
als auflaufende Bremsbacke arbeitet. Bei Betätigung des Fußbremspedales arbeitet
die Trommelbremse 10 somit als Simplexbremse, d.h. als Bremse mit ablaufender und
auflaufender Bremsbacke, so daß gefühlvolles und ruckloses Bremsen in Abhängigkeit
von der Stärke der Betätigung des Fußbremspedales möglich ist.
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Wenn statt des Fußbremspedales der Handbremshebel betätigt wird, wird
der Feststellhebel 62 um den Stift 64 in Richtung zur Mitte des Bremsschildes 14
geschwenkt. Aufgrund der Schwenkbewegung des Feststellhebels 62 wird die Betätigungskraft
des Handbremshebels über den bereits erwähnten Obertragungsmechanismus, d.h. den
ersten Stab 82, den zweiten Stab 84 und den Zwischenhebel 68, zu den zwei Bremsbacken
16 und 18 so übertragen, daß die zwei Bremsbacken 16 und 18 als Ganzes in solcher
Richtung verlagert werden, daß sich sowohl die einander zugewandten Enden 38 und
40 als auch die beiden anderen einander zugewandten Enden 48 und 50 voneinander
entfernen.
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Dies wird im folgenden ausführlich erläutert. Durch die Schwenkbewegung
des Feststellhebels 62 wird die Betätigungskraft des Handbremshebels mittels des
ersten Stabes 82 zum einen Ende des Zwischenhebels 68 übertragen, während gleichzeitig
am Ende 38 der Bremsbacke 16, an der der Feststellhebel 62 schwenkbar gelagert ist,
aufgrund der am Stift 64 auftretenden Reaktionskraft der Betätigungskraft des Handbremshebels
eine Kraft in solcher Richtung wirkt, daß das Ende 38 vom Stützblock 36 weggedrückt
wird. Die zum einen Ende des Zwischenhebels 68 übertragene Betätigungskraft des
llandbremshebels schwenkt den Zwischenhebel 68 um den den Zwischenhebel stützenden
Stift 70, so daß mittels des zweiten Stabes 84, der in Eingriff mit dem anderen
Ende des Zwischenhebels steht, das andere Ende der Bremsbacke 16 nach außen gedrückt
wird. Die der am anderen Ende der Bremsbacke 16 wirkenden Kraft,die dieses andere
Ende nach außen drückt, entgegengerichtete Reaktionskraft greift über den Stift
70 am Zentralbereich der Bremsbacke 18 als Kraft an, die diese Bremsbacke als Ganzes
radial nach aussen drückt. Demzufolge werden die zwei Bremsbacken 16 und 18 entgegen
den Spannkräften der Rückstellfeder 60 und der Zugfedern 42 und 44 als Ganzes nach
augen gegen die Innenseite der Bremstrommel gedrückt.
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Da die zwei Bremsbacken 16 und 18 insgesamt auseinandergedrückt werden,
werden die Bremsbeläge 20 und 22 in Berührung mit der Innenseite der Bremstrommel
12 gebracht, so daß auf die beiden Bremsbacken 16 und 18 von der Bremstrommel 12
eine Kraft in Drehrichtung der Bremstrommel ausgeübt wird. Wenn beispielsweise die
Bremstrommel 12 einer im Uhrzeigersinn (in der einzigen Figur) wirkenden Kraft ausgesetzt
ist, wirkt auf die Bremsbacke 18 eine im Uhrzeigersinn zum Stift 34 des Stützblocks
36 gerichtete Kraft, während gleichzeitig auf die Bremsbacke 16 im Uhrzeigersinn
eine Kraft wirkt, die die Bremsbacke 16 vom Stift 32 des Stützblocks 36 weiter wegzubewegen
versucht. Die letztgenannte Kraft an der Bremsbacke 16 wird mittels des zweiten
Stabes 84 zur anderen Bremsbacke 18 übertragen, da das andere Ende 92 des zweiten
Stabes 84 in Eingriff mit der Ausnehmung 78 in der anderen Bremsbacke 18 steht.
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Die auf die beiden Bremsbacken 16 und 18 wirkende Drehkraft wird ausschließlich
vom Stift 34 des Stützblocks 36 aufgenommen, so daß die Bremsbacke 18 um den Stift
34 nach außen gespreizt wird und so daß die Bremsbacke 16 um den Eingriffspunkt
mit der zweiten Stange 84 nach außen gespreizt wird.
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Auf diese Weise wirken beide Bremsbacken 16 und 18'als auflaufende
Bremsbacken. Wenn auf die Bremstrommel 12 eine Drehkraft im Gegenuhrzeigersinn ausgeübt
wird, wird die gesamte, im Gegenuhrzeigersinn auf die beiden Bremsbacken 16 und
18 wirkende Drehkraft vom anderen Stift 32 des Stützblocks 36 aufgenommen, so daß
die eine Bremsbacke 16 um den Stift 32 nach außen gespreizt wird, während die andere
Bremsbacke 18 um den Eingriffspunkt mit dem zweiten Stab 84 nach außen gespreizt
wird. Auch dabei wirken somit beide Bremsbacken 16 und 18 als auflaufende Bremsbacken.
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Somit arbeitet die Trommelbremse 10 als Duo-Servobremse, wenn der
Handbremshebel betätigt wird, so daß mit einer verhältnismäßig kleinen Betätigungskraft
an der Handbremse eine starke Bremskraft erreicht wird.
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Wenn sowohl das Fußbremspedal als auch der Handbremshebel betätigt
werden, arbeitet die Trommelbremse 10 als Simplexbremse, wobei die Spannkraft des
hydraulischen Radbremszylinders und die Kraft des Feststellhebels 62 gemeinsam so
auf die Bremsbacken 16 und 18 wirken, daß diese an die Bremstrommel angelegt werden.
Wenn beispielsweise der Handbremshebel betätigt wird, während die Trommelbremse
10 als Simplexbremse arbeitet, da zuvor schon das Fußbremspedal betätigt wurde,
wird durch die Betätigung des Handbremshebels der Feststellhebel verschwenkt. Die
Druckbeaufschlagung des hydraulischen Radbremszylinders 46 hat zu Spiel zwischen
dem Ende 92 des zweiten Stabes 84 und der Ausnehmung 74 im Zwischenhebel 68 geführt,
so daß - anders als im zuvor beschriebenen Fall - zunächst keine starke Reaktionskraft
vom Stift 64 auf die Bremsbacke 16 ausgeübt wird. Durch die weitere Verschwenkung
des Zwischenhebels 68 um den Stift 70 bei weiterer Verschwenkung des Feststellhebels
62 wird das genannte andere Ende des Zwischenhebels 68 in Eingriff mit dem Ende
92 des zweiten Stabes 84 gebracht, so daß die zum Zwischenhebel 68 übertragene Betätigungskraft
mittels des zweiten Stabes 84 nahe dem Ende 48 der Bremsbacke 16 zu dieser übertragen
wird und dort zu einer Kraft führt, die in gleicher Richtung wie die vom Kolben
52 des hydraulischen Radbremszylinders 46 ausgeübte Kraft wirkt.
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Die vom zweiten Stab 84 zum Zwischenhebel 68 übertragene Reaktionskraft
wird mittels des Stiftes 70 zur anderen Bremsbacke 18 übertragen. Da jedoch eine
kräftige Spannkraft vom Kolben 54 auf das Ende 50 der Bremsbacke 18 ausgeübt wird,
kann die genannte Reaktionskraft das Ende 40 der Bremsbacke 18 nicht vom Stift 34
des Stützblocks 36 lösen, so daß sie auf die Bremsbacke 18 teilweise als Kraft übertragen
wird, die in gleicher Richtung wie die vom Kolben 54 ausgeübte Spannkraft wirkt.
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Die Betätigungskraft des Fußbremssedales und die Betätigungskraft
des Handbremshebels drücken somit beide beide Bremsbak-
ken 16
und 18 gegen die Bremstrommel, die weiterhin als ablaufende Bremsbacke bzw. auflaufende
Bremsbacke arbeiten, so daß die Trommelbremse 10 eine kräftige, aber fein dosierbare
Bremswirkung ausübt.
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Vorstehend ist der Fall beschrieben, daß die Betätigung des Handbremshebels
nach der Betätigung des Fußbremspedales erfolgt. Wenn das Fußbremspedal betätigt
wird, während die Trommelbremse 10 als Duo-Servobremse arbeitet, da bereits der
Handbremshebel betätigt worden ist, drücken die Kolben 52 und 54 des hydraulischen
Radbremszylinders 46 die Enden 48 und 50 der zwei Bremsbacken 16 und 18 auseinander,
so daß die Trommelbremse 10 in den Betriebszustand überführt wird, in dem sie als
Simplexbremse mit ablaufender und auf laufender Bremsbacke arbeitet. Auch in diesem
Fall führen die Betätigungskräfte des Fußbremspedales und des Handbremshebels zu
Kräften, die die Bremsbacken 16 und 18 nach außen drücken und gegen die Bremstrommel
anlegen.
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Somit kann die vorstehend beschriebene Trommelbremse 10 ihre Funktion
als Simplexbremse selbst dann erfüllen, wenn sowohl das Bremspedal als auch der
Handbremshebel betätigt werden.
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Wenn das Fußbremspedal freigegeben wird, nachdem zuvor sowohl das
Fußbremspedal als auch der Handbremshebel betätigt worden waren und während die
Trommelbremse 10 als Simplexbremse arbeitet, arbeitet die Trommelbremse 10 danach
als Duo-Servobremse, wie dies zuvor beschrieben wurde.
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Wenn statt des Fußbremspedales der Handbremshebel aus seiner Betätigungsstellung
gelöst wird, arbeitet die Trommelbremse 10 weiterhin als Simplexbremse. Da der Handbremshebel
gelöst worden ist, ist die auf die Bremsbacken 16 und 18 wirkende Spannkraft geringer;
die Trommelbremse 10 erzeugt jedoch die benötigte Bremskraft, da das Fußbremspedal
betätigt bleibt.
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Die erfindungsgemäße Trommelbremse arbeitet somit als Simplexbremse,
d.h. als Bremse mit auf laufender Bremsbacke und ablaufender Bremsbacke, wenn das
Fußbremspedal betätigt wird, so daß sie eine kräftige, gleichmäßige und feindosierbare
Bremswirkung erzeugt, und sie arbeitet als Duo-Servobremse, wenn sie mittels des
Handbremshebels betätigt wird, so daß sie dann kräftige Bremswirkung erzeugt. Wenn
sowohl das Fußbremspedal als auch der Handbremshebel betätigt werden, arbeitet die
Trommelbremse als Simplexbremse, wobei die Betãtigungskräfte des Fußbremspedales
und des Handbremshebels beide zu Spannkräften an den zwei Bremsbacken führen. Dadurch
wird verstärkte Bremswirkung erreicht.