DE29513194U1 - Rotationskolben-Verbrennungsmotor - Google Patents
Rotationskolben-VerbrennungsmotorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Rotationskolben-Verbrennungsmotor
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Schutzanspruchs 1.
Bei einem aus der EP 0 651 13 6 Al bekannten Rotationskolben-Verbrennungsmotor
dieser Art ist der mit dem Rotor verbundene Kolben um eine zur Rotorachse parallele Drehachse
schwenkbar im Rotor gelagert, um entweder in aus dem Rotor unter Federwirkung herausgeschwenktem Zustand die
Arbeitskammer des Motors entsprechend dem jeweiligen Arbeitstakt abzusperren und als Kolben zu wirken oder den
Kolben mit Hilfe der Absperrorgane in den Rotor zurückzuschwenken und so zwischen den Absperrorganen für den
Verbrennungstakt einen Teilarbeitsraum in der Arbeitskammer zu schaffen.
Der Herstellungs- und Steuerungsaufwand für derartige Rotationskolben-Verbrennungsmotoren ist jedoch relativ hoch.
Zudem kann der volle Verbrennungsdruck erst auf den Kolben wirken, wenn dieser sich weit in der Expansionsphase
befindet. Die während des Verbrennungstaktes zur Verfugung gestellte Energie kann dadurch nicht vollständig genutzt
werden. Schließlich ist die Energieausnutzung bei dem zuvor beschriebenen Rotationskolben-Verbrennungsmotor auch
aufgrund von Wärmeverlusten und verschleppter Verbrennung noch verbesserungsfähig. Dadurch ist zusätzlich mit nicht
0 optimaler Schadstoffemission zu rechnen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei weiter vermindertem Konstruktionsaufwand einen Rotationskolben-Verbrennungsmotor
mit noch weiter verbessertem Wirkungsgrad zur Verfügung zu stellen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einem Rotationskolben-
• · · &igr;
Verbrennungsmotor gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruchs
1 dadurch gelöst, daß ein im Längsschnitt im wesentlichen sichelförmiger Kolben mit in Drehrichtung zur Mantelfläche
des Rotors spitzwinklig auslaufendem Ende starr mit dem Rotor verbunden und der Bereich zwischen den beiden als
Schieber ausgeführten Absperrorganen, in dem beim Durchlaufen des Kolbens der Verbrennungsraum gebildet ist,
auf der Seite des Zylindermantels und/oder der Seitenwände des Motorgehäuses erweitert ist.
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Die unbewegliche Verbindung des - abgesehen von der Verbrennungskammer - in der Arbeitskammer allseitig dichtend
geführten Kolbens hat gegenüber dem geschilderten Stand der Technik eine konstruktive Vereinfachung des Motoraufbaus und
eine Verminderung des Steueraufwandes für die Schieber, deren Bewegung zum großen Teil selbsttätig durch die
Kolbenbewegung oder durch Federwirkung gesteuert wird, zur Folge. Die starre Anordnung des Kolbens ist in Verbindung
mit der erfindungsgemäßen Erweiterung des Bereichs zwischen den beiden Schiebern, in dem sich die Zündvorrichtung des
Verbrennungsmotors befindet, möglich. Durch diese Erweiterung kann, nachdem der erste Schieber den
Verbrennungsraum nach hinten abgesperrt hat, das komprimierte Frischgas über den verbleibenden Spalt zwischen
der Dichtleiste des Kolbens und den nach oben und/oder seitlich nach außen versetzten Gehäuseteilen unter kräftiger
Verwirbelung in die Verbrennungskammer strömen, und nach erfolgter Zündung steht der Druck der Verbrennungsgase
bereits in dieser frühen Phase, das heißt spätestens wenn 0 die Dichtleiste des Kolbens den nicht erweiterten
Arbeitskammerbereich erreicht, zur vollen Einwirkung auf den Kolben zur Verfugung. Die durch die Gasverwirbelung
verbesserte Verbrennung und die frühzeitige Einwirkung des Drucks der Verbrennungsgase auf die rückseitige Kolbenfläche
tragen wesentlich zur Erhöhung des Wirkungsgrads des erfindungsgemäß ausgebildeten Rotationskolben-Verbrennungsmotors
bei.
Nach einem weiteren bevorzugten Merkmal der Erfindung ist die in Rotordrehrichtung rückseitige Kolbenfläche, die die
Angriffsfläche für die Verbrennungsgase bildet, konkav gewölbt. Die zum zweiten Schieber weisende Seite des ersten
Schiebers weist vorteilhaft im Bereich der Arbeitskammer des Verbrennungsmotors ebenfalls eine konkave Ausrundung aus.
Dadurch wird die Brennstoffverwirbelung und -Vermischung in
der Verbrennungskammer zum Zwecke der Erzielung eines hohen Verbrennungswirkungsgrades weiter erhöht.
Nach einem weiteren bevorzugten Merkmal der Erfindung hat die Arbeitskammer eine Querschnittsform mit gerundeten
Eckbereichen bzw. bogenförmig verlaufenden Seitenwänden. Zu diesem Zweck sind in den Zylindermantel des Rotors
einschließlich der bogenförmigen Auflauffläche des Kolbens sowie in die Innenseite des Zylindermantels des
Motorgehäuses trogartige Vertiefungen mit gerundeten Eckbereichen eingearbeitet. Diese Vertiefungen können im
Querschnitt jeweils auch die Form eines Halbkreises oder eines halben Ovals haben. Durch diese im wesentlichen runde
Querschnittsform der Arbeitskammer und in Verbindung mit den zuvor beschriebenen Ausrundungen am ersten Schieber und an
der hinteren Kolbenfläche wird, ohne die Verbrennung in Eckbereichen zu verschleppen, eine weitestgehend
vollständige Verbrennung, das heißt eine Verbrennung mit hohem Wirkungsgrad und geringer Schadstoffemission,
erreicht.
In den Unteransprüchen sind weitere bevorzugte Merkmale und 0 vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung aufgeführt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines
Rotationskolben-Verbrennungsmotors gemäß der vorliegenden Erfindung während des
Verdichtungstaktes;
Fig. 2 den Rotationskolben-Verbrennungsmotor im Endstadium der Verdichtung mit einem durch die
beiden Schieber sowie das Motorgehäuse und die
Auflauffläche des Kolbens geschaffenen Raum hochverdichteten Frischgases {Explosionsraum);
Fig. 3 den erfindungsgemäßen Rotationskolben-Verbrennungsmotor
zum Zeitpunkt der Bildung eines
Verbrennungsraums und der Zündung des hochkomprimierten
Frischgases;
Fig. 4 den Rotationskolben-Verbrennungsmotor während der Ausführung seines Arbeitshubes durch die
expandierenden Verbrennungsgase (Expansionstakt);
Fig. 5 eine Teilansicht des Motorgehäuses im Schnitt; 20
Fig. 6 eine Ansicht eines zur Abdichtung zwischen den Seitenwänden des Motorgehäuses und des Rotors
vorgesehenen Dichtringes;
Fig. 7 eine Seitenansicht (in bezug auf die Ansicht in
Fig. 1-4) des ersten bzw. zweiten Schiebers;
Fig. 8 eine Vorderansicht (in bezug auf die Ansicht in
Fig. 1-4) des Kolbens;
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Fig. 9 eine Seitenansicht des Rotors mit an dessen
oberem Rand befindlichem Kolben mit Dichtleiste;
und
Fig. 10 eine Ansicht der Dichtleiste des Kolbens.
Der in den Figuren 1 bis 4 dargestellte Rotationskolben-
• ·
Verbrennungsmotor besteht im wesentlichen aus einem sich im Uhrzeigersinn drehenden Rotor 1 mit an diesem unbeweglich
befestigten Kolben 9 sowie einem den Rotor samt Kolben aufnehmendem Motorgehäuse 2 mit einem ersten Gehäuseteil 4a
zur Führung eines ersten Schiebers 4 und einem zweiten Gehäuseteil 7a zur Führung eines zweiten Schiebers 7 sowie
einer in dem Bereich zwischen den beiden Schiebern 4, 7 angeordneten Zündvorrichtung 5. Der Gehäusedeckel 2b des
Motorgehäuses 2 ist im Bereich zwischen den beiden Schiebern 4, 7 gegenüber den übrigen Deckelteilen erhöht angeordnet,
um die Arbeitskammer in diesem Abschnitt nach oben zu erweitern. Etwa auf der der Zündvorrichtung
gegenüberliegenden Seite des Motorgehäuses 2 sind eine durch eine blattfederartige Verschlußklappe 21 in Offenstellung
gehaltene Auslaßöffnung 20 für das Ausschieben der Verbrennungsgase sowie eine Einlaßöffnung 22 für die
Befüllung der Arbeitskammer mit einem Frischgas bzw. einem Gas-Luft-Gemisch vorgesehen. Eine mit dem Rotor 1 einstückig
verbundene Motorwelle 12 durchgreift in den Seitenwänden des Motorgehäuses 2 vorhandene Öffnungen 2a.
Der Kolben 9 ist starr mit dem Rotor 1 verbunden. Er weist im Längsschnitt eine sichelartige Form auf. Die zum
Gehäusedeckel weisende gewölbte obere Seite des Kolbens 9 läuft als Auflauffläche zum Rotor hin in dessen Drehrichtung
allmählich spitzwinklig aus, während die rückwärtige Kolbenfläche 13 in einer konkaven Wölbung steil zur
Zylindermantelfläche des Rotors 1 hin abfällt. In diesem
hinteren Bereich des Kolbens befindet sich eine Nut 10 zur 0 Aufnahme einer Dichtleiste 11. Über diese Dichtleiste steht
der Kolben 9 in gleitender, abdichtender Verbindung mit den seitlich und oberhalb gegenüberliegenden Innenflächen des
Motorgehäuses 2, ausgenommen der Abschnitt zwischen den beiden Schiebern 4 und 7, der in radialer Richtung nach oben
und seitlich nach außen geringfügig erweitert ist.
In die Zylindermantelfläche des Rotors 1 und die
sichelförmig gewölbte Auflauffläche des Kolbens 9 ist, wie
insbesondere aus Fig. 9 ersichtlich ist, eine trogartige Vertiefung 25 (entsprechend der strichlierten Linie in den
Figuren 1 bis 4) mit gerundeten Eckbereichen {oder auch mit insgesamt gerundeten Innenwänden, beispielsweise als halbes
Oval oder halbkreisförmig) eingeformt. In gleicher Weise trogartig, aber spiegelbildlich zu der Ausnehmung im
Rotorzylindermantel, ist die Innenseite des Gehäusedeckels 2b mit einer trogartigen Vertiefung 25a ausgeführt, so daß
die Arbeitskammer im Querschnitt gerundet ausgebildet ist und keine einer vollständigen Verbrennung entgegenstehenden
ausgeprägten Eckbereiche aufweist.
Die Schieber 4 und 7 sind mit Federn 3 bzw. 6 verbunden, unter deren Wirkung sie bei bestimmten Arbeitstakten des
Rotationskolben-Verbrennungsmotors abdichtend gegen die Zylindermantelfläche des Rotors 1 bzw. die Auflauffläche des
Kolbens 9 gedrückt werden. Wie Fig. 7 zeigt, sind die Schieber 4, 7 entsprechend dem Querschnitt der Vertiefung 25
geformt, beispielsweise mit Rundungen 24 versehen, um so eine Abdichtung der entsprechend den Arbeitstakten des
Rotationskolben-Verbrennungsmotors erzeugten Einzelräume der Arbeitskammer erreichen zu können.
Der Abstand zwischen dem ersten Schieber 4 und dem zweiten Schieber 7 ist, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, geringer als
die Länge des sichelförmigen Kolbens 9. In den ersten
Schieber 4 ist an dessen zum zweiten Schieber 7 weisender Seite eine Ausrundung 5 eingeformt. Die Steuerung der
0 Schieberbewegung für die verschiedenen Arbeitstakte des Rotationskolben-Verbrennungsmotors erfolgt zum einen unter
der Wirkung der Federn 3, 6 und der Auf lauf fläche des Kolbens 9 beim Durchlaufen des Schieberbereichs und zum
anderen mit einer herkömmlichen, hier nicht dargestellten Steuereinrichtung, beispielsweise einer Nockensteuerung. Zu
diesem Zweck sind die Schieber 4, 7 mit Ausnehmungen 23 (Fig. 7) für eine Nockenstange (nicht dargestellt) versehen.
Wie Fig. 5 zeigt, ist an der Innenseite der Seitenwände des Motorgehäuses 2 jeweils eine kreisringförmig verlaufende Nut
zur Aufnahme eines Dichtungsringes 8 ausgebildet, um den Rotor 1 gegenüber dem Motorgehäuse 2 an den jeweiligen
Seitenwänden abzudichten. Die Schmierung des Rotors erfolgt von der Motorwelle 12, so daß kein Schmieröl in die
Arbeitkammer des Rotationskolben-Verbrennungsmotors gelangen kann. Der den Mantel des im wesentlichen zylindrisch
ausgeführten Motorgehäuses bildende, trogartig geformte Gehäusedeckel 2b ist im unteren Bereich des Motorgehäuses 2
fest mit diesem verbunden und im oberen Gehäuseabschnitt zu Montagezwecken lösbar angebracht.
Die Funktion des oben beschriebenen Rotationskolben-Verbrennungsmotors
mit den Arbeitstakten Ansaugen, Verdichten, Expandieren und Ausstoßen wird im folgenden
anhand der Figuren 1 bis 4 erläutert:
Fig. 1 zeigt den im Uhrzeigersinn rotierenden Kolben 9 in 0 einer Stellung während des Ansaugens von Frischgas in die
zwischen Gehäusedeckel 2b und Rotor 1 bzw. Kolben 9 gebildete Arbeitskammer über die Einlaßöffnung 6 im
Motorgehäuse 2. Das Frischgas befindet sich in dem durch die
rückseitige Kolbenfläche abgetrennten, als Füllraum 15 bezeichneten Teil der Arbeitskammer. Mit dem Ansaugen des
Frischgases wird gleichzeitig das im vorangegangenen Ansaugtakt aufgenommene Frischgas im Verdichtungsraum 15a,
der in der Arbeitskammer einerseits durch die gewölbte Auf lauf fläche des Kolbens 9 und die Dichtleiste 11 und
0 andererseits durch den zweiten Schieber 7 abgeteilt ist, verdichtet. Während dieses Verdxchtungstaktes befindet sich
der erste Schieber 4, gesteuert durch eine nicht dargestellte Nockenstange, in der oberen Stellung, während
der zweite Schieber 7 unter der Wirkung der Feder 6 die untere Stellung einnimmt und den Verdichtungsraum 15a auf
dieser Seite dichtend begrenzt.
Fig. 2 zeigt den Rotationskolben-Verbrennungsmotor in einer Stellung, in der die Auflauffläche des Kolbens 9 in
dichtender Verbindung mit den beiden unter Federdruck stehenden Schiebern 4, 7 steht, wobei der zweite Schieber
durch die Auflauffläche des Kolbens 9 bereits vollständig angehoben ist. Das Frischgas befindet sich zu diesem
Zeitpunkt in dem als Explosionsraum 17 bezeichneten Teil der Arbeitskammer in einem Zustand höchster Verdichtung.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Kolbenstellung hat der Kolben 9 den Bereich des ersten Schiebers 4 verlassen. Der erste
Schieber 4 hat sich unter der Wirkung der Feder 4 auf die Mantelfläche des Kolbens 9 abgesenkt und dichtet die
Arbeitskammer sowohl zum Füllraum 15, in dem sich unverdichtetes Frischgas befindet, als auch zu dem nunmehr
gebildeten Verbrennungsraum 16 ab. In dem
Arbeitskammerbereich zwischen den beiden Schiebern 4, 7, in dem der Gehäusedeckelteil mit der Zündvorrichtung .5
geringfügig höher angeordnet ist, verbleibt zwischen der Dichtleiste 11 und dem Gehäusedeckel bzw. den Seitenwänden
des Motorgehäuses ein Spalt 16a, so daß das verdichtete Gas in den Verbrennungsraum 16 strömen kann. Das durch den Spalt
16a in die Verbrennungskammer 16 überströmende komprimierte Frischgas wird aufgrund der Aus run dung en de-r
Verbrennungskammer 16, bedingt durch die trogartige Ausbildung der Zylindermantelfläche des Rotors 1 und des
Gehäusedeckels 2b als auch die Ausrundungen am ersten Schieber 4 und an der rückseitigen Kolbenfläche 13, gut
verwirbelt und vermischt und anschließend über die Zündvorrichtung 5 gezündet.
In dieser frühen Expansionsphase, das heißt wenn der Kolben 9 die Verbrennungskammer verläßt, trifft bereits der volle
Verbrennungsdruck auf die rückseitige Kolbenfläche 13, so daß der Druck der Verbrennungsgase größtenteils genutzt
werden kann. Während der Expansion bewegt sich der Kolben '9 unter der Wirkung der sich im Expansionsraum 18 ausdehnenden
-S-
Gase zur Ausführung des Arbeitshubes weiter. Der zweite Schieber 7 wird während dieses Arbeitstaktes in der oberen
Stellung gehalten. Durch die trogartig ausgerundete Ausbildung des Verbrennungs- und Expasionsraums mit den
zusätzlichen Ausrundungen am ersten Schieber 4 und an der rückseitigen Kolbenfläche 13 befinden sich in diesem
Arbeitskammerteil keine Eckbereiche und außerdem erfolgt eine gute Durchwirbelung der Gase. Somit ist eine im
wesentlichen vollständige Verbrennung gewährleistet, und die Entstehung von Partikeln und der Schadstoffausstoß werden
vermindert.
Während des Expansionstaktes wird gleichzeitig das sich im Ausstoßraum 19 befindliche verbrauchte Gas aus dem
vorangegangenen Verbrennungs- und Expansionsvorgang an der
Vorderseite des Kolbens 9 über die Auslaßöffnung 20 ausgeschoben. Die Auslaßöffnung 20 befindet sich, wie aus
den Figuren 1 bis 4 ersichtlich ist, in einer ständigen Offenstellung. Während des Durchgangs des Kolbens 9 wird die
Leitklappe 21 aufgrund ihrer blattfederartigen Ausbildung jedoch vom Kolben 9 unterfahren und kurzzeitig angehoben.
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Bezugszexchenlxste
I Rotor
2 Motorgehäuse
2a Öffnung
2b Gehäusedeckel
3 Feder
4 erster Schieber
4a erstes Gehäuseteil
5 Zündvorrichtung
6 Feder
7 zweiter Schieber
7a zweites Gehäuseteil
8 Dichtring
9 Kolben
10 Nut
II Dichtleiste 12 Motorwelle
13 rückseitige Kolbenfläche
14 Ausrundung
15 Füllraum
15a Verdichtungsraum
16 Verbrennungsraum 16a Spalt
17 Explosionsraum
18 Expansionsraum (Arbeitshub)
19 Ausstoßraum
20 Auslaßöffnung 0 21 Leitklappe
22 Einlaßöffnung
23 Ausnehmungen für Nockenstange
24 Rundungen
25 trogförmige Vertiefung 25a trogförmige Vertiefung
Claims (11)
1. Rotationskolben-Verbrennungsmotor, bestehend aus - einem hohlzylindrischen Motorgehäuse,
einem im Motorgehäuse zentrisch sowie drehbar angeordneten, im wesentlichen zylinderförmigen Rotor,
- einer zwischen den Mantelflächen des Motorgehäuses
und des Rotors gebildeten Arbeitskammer, - mittels einer Steuerung betätigbaren Absperrorganen,
die in Abhängigkeit von der Winkelstellung des Rotors zur phasenweisen Absperrung der Arbeitskammer
in vorbestimmten Radialebenen in radialer Richtung bewegbar an dem Motorgehäuse gelagert sind,
- mindestens einer am Motorgehäuse im Bereich der Arbeitskammer vorgesehen Einlaßöffnung für
Frischgase und mindestens einer Auslaßöffnung für Verbrennungsgase, und
einem mit dem Rotor verbundenen, eine entgegen der . Drehrichtung bogenförmig ansteigende Auflauffläche
aufweisenden Kolben, der in der Arbeitskammer im Zusammenwirken mit den Absperrorganen während eines
Rotorumlaufs einen Füllraum, einen Verdichtungsraum, einen Verbrennungsraum, einen Expansionsraum und
einen Ausstoßraum bildet,
dadurch gekennzeichnet, daß ein im Längsschnitt im wesentlichen sichelförmiger Kolben (9) mit in
Drehrichtung zur Mantelfläche des Rotors (1) spitzwinklig auslaufendem Ende starr mit dem Rotor (1)
0 verbunden ist und der Bereich zwischen den beiden als Schieber (4, 7) ausgebildeten Absperrorganen, in dem
beim Durchlaufen des Kolbens (9) ein Verbrennungsraum (16) gebildet ist, auf der Seite des Zylindermantels
und/oder der Seitenwände des Motorgehäuses (2) erweitert ist.
2. Rotationskolben-Verbrennungsmotor nach Anspruch 1,
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dadurch gekennzeichnet, daß die rückseitige, im wesentlichen senkrecht zur Mantelfläche des Rotors (1)
stehende Kolbenfläche (13) konkav gewölbt ist.
3 . Rotationskolben-Verbrennungsmotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Schieber (4)
auf der zum zweiten Schieber (7) gerichteten Seite im Bereich der Arbeitskammer eine konkave Ausrundung (14)
aufweist.
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4. Rotationskolben-Verbrennungsmotor nach einem der
Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem in Drehrichtung hinteren Ende des Kolbens (9) eine Nut
(10) zur Aufnahme einer Dichtleiste (11) vorgesehen ist.
5. Rotationskolben-Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Länge der bogenförmigen Auflauffläche des Kolbens (9)
größer als der Abstand zwischen den beiden Schiebern (4, 7) ist.
6. Rotationskolben-Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Arbeitskammer eine Querschnittsform mit gerundeten Kanten aufweist.
7. Rotationskolben-Verbrennungsmotor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die gerundete
0 Querschnittsform der Arbeitskammer durch eine trogartige Vertiefung (25) des Zylindermantels des
Rotors (1) einschließlich der Auflauffläche des Kolbens
(9) und eine trogartige Vertiefung (25a) der Innenseite des Gehäusedeckels (2b) des Motorgehäuses (2) gebildet
ist.
8. Rotationskolben-Verbrennungsmotor nach Anspruch 7,
- 12 -
dadurch gekennzeichnet, daß die Schieber (4, 7) mit
Rundungen (24) entsprechend der trogformigen Vertiefung (25) im Zylindermantel des Rotors (1) bzw. in der
Auflauffläche des Kolbens (9) ausgebildet sind.
5
5
9. Rotationskolben-Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß im
Bereich der Auslaßöffnung (20) eine in der Form an die trogartige Vertiefung (25) angepaßte und auf dieser
unter Federdruck anliegende Leitklappe (21) angeordnet ist, die beim Durchlaufen des Kolbens (9) über dessen
Auflauffläche nach außen verschwenkbar ist.
10. Rotationskolben-Verbrennungsmotor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet/ daß die Leitklappe (21) eine
Blattfeder ist.
11. Rotationskolben-Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Seitenwänden des Motorgehäuses (2) eine kreisringförmig verlaufende Nut mit einem Dichtring (8) zur seitlichen
Abdichtung des Rotors (1) gegenüber dem Motorgehäuse (2) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29513194U DE29513194U1 (de) | 1995-08-17 | 1995-08-17 | Rotationskolben-Verbrennungsmotor |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE29513194U DE29513194U1 (de) | 1995-08-17 | 1995-08-17 | Rotationskolben-Verbrennungsmotor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29513194U1 true DE29513194U1 (de) | 1995-11-23 |
Family
ID=8011862
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29513194U Expired - Lifetime DE29513194U1 (de) | 1995-08-17 | 1995-08-17 | Rotationskolben-Verbrennungsmotor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29513194U1 (de) |
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- 1995-08-17 DE DE29513194U patent/DE29513194U1/de not_active Expired - Lifetime
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