DE19740133C2 - Kreiskolbenmotor - Google Patents
KreiskolbenmotorInfo
- Publication number
- DE19740133C2 DE19740133C2 DE1997140133 DE19740133A DE19740133C2 DE 19740133 C2 DE19740133 C2 DE 19740133C2 DE 1997140133 DE1997140133 DE 1997140133 DE 19740133 A DE19740133 A DE 19740133A DE 19740133 C2 DE19740133 C2 DE 19740133C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- approximately
- pistons
- cylinder
- oval
- piston
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 claims description 18
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims description 7
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 2
- 244000309466 calf Species 0.000 claims 1
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 24
- 239000000446 fuel Substances 0.000 description 5
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 5
- 239000002737 fuel gas Substances 0.000 description 3
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 3
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 3
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 2
- UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N Hydrogen Chemical compound [H][H] UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 1
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 230000008859 change Effects 0.000 description 1
- 239000000567 combustion gas Substances 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 239000003502 gasoline Substances 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 231100000331 toxic Toxicity 0.000 description 1
- 230000002588 toxic effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01C—ROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
- F01C1/00—Rotary-piston machines or engines
- F01C1/02—Rotary-piston machines or engines of arcuate-engagement type, i.e. with circular translatory movement of co-operating members, each member having the same number of teeth or tooth-equivalents
- F01C1/063—Rotary-piston machines or engines of arcuate-engagement type, i.e. with circular translatory movement of co-operating members, each member having the same number of teeth or tooth-equivalents with coaxially-mounted members having continuously-changing circumferential spacing between them
- F01C1/077—Rotary-piston machines or engines of arcuate-engagement type, i.e. with circular translatory movement of co-operating members, each member having the same number of teeth or tooth-equivalents with coaxially-mounted members having continuously-changing circumferential spacing between them having toothed-gearing type drive
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Kreiskolbenmotor mit
mindestens zwei gegeneinander beweglich gelagerten Kolben,
die in einem Zylinder drehbar gelagert sind, wobei die
Symmetrieachsen der Kolben und des Zylinders koaxial
verlaufen, wobei eine Mehrzahl wirksamer Hubräume zwischen
jeweils zwei radialen Grenzflächen der beiden jeweiligen
Kolben ausgebildet ist, die bei Betrieb des Motors (mit
Bezug aufeinander eine Schwingbewegung ausführen, und eine
Einrichtung vorgesehen ist, die bewirkt, dass der
Schwingebewegung eine Kreisbewegung beider Kolben
überlagert ist.
Ein Kreiskolbenmotor ist als
sogenannter Wankel-Motor bekannt. Bei diesem Motor ist ein
mit einer Mehrzahl abgerundeter Flächen ausgebildeter
Kolben in einem Zylinder gelagert, dessen Innenwandung
nicht kreisförmig ausgebildet ist, sondern eine Mehrzahl
konkaver Aussparungen aufweist. Die Brennkammern dieses
Motors werden dabei jeweils zwischen den abgerundeten
Flächen des Kolbens und entsprechenden Aussparungen des
Zylinders gebildet. Der Nachteil des Wankelmotors ist vor
allem sein komplizierter Zusammenbau, der einen hohen
Fertigungsaufwand erfordert. Ein weiteres Problem stellt
die Abdichtung des Motors dar. Bereits sehr kleine
Undichtheiten führen zu einer Verringerung der
Motorleistung, zu einer Erhöhung der toxischen Anteile in
den Abgasen und zu einem erhöhten Treibstoff- und
Ölverbrauch.
Dieser Motor weist zum anderen den Nachteil auf, dass der
Hubraum der Brennkammern auf natürliche Weise sehr begrenzt
ist und der Kolben bezüglich der Zylinderwand nur schwer
abdichtbar ist.
Aus der DE-AS 11 22 549 ist ein Kreiskolbenmotor der
eingangs genannten Art bekannt. Dieser bekannte Motor weist
jedoch insbesondere im Hinblick auf eine genaue
Steuerbarkeit des Drehmomentes an der Abgangswelle des
Motors noch Nachteile auf.
Ein ähnlicher Kreiskolbenmotor ist aus der DD 65 706
bekannt. Auch dieser bekannte Motor weist den Nachteil auf,
dass eine genaue Steuerbarkeit des Drehmomentes an der
Abgangswelle des Motors nicht gegeben ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Kreiskolbenmotor zu
schaffen,
dessen Brennkammern leicht abdichtbar und
leicht befüllbar und entleerbar sind, bei dem die
Expansionsenergie der Verbrennungsgase zu einem hohen
Anteil in kinetische Energie gewandelt wird, und bei dem
ein gut steuerbares und zeitlich konstantes Drehmoment an
der Abgangswelle des Motors gewährleistet ist.
Für einen Kreiskolbenmotor der eingangs genannten Art wird
diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Grenzflächen der
Kolben jeweils annähernd s-förmig ausgebildet sind derart,
dass zwischen benachbarten Teilen sich gegenüberstehender
Grenzflächen der Kolben jeweils gleiche Abstände vorgegeben
sind, dass ein in drei Teile segmentierter, annähernd s-
förmig ausgebildeter Einlassschlitz in der Wand des
Zylinders vorgesehen ist, der bei einem Winkel von ca. 4°
bis ca. 34° beginnt und bei einem Winkel von ca. 30° bis
ca. 60° endet, wobei die Winkel im Gegenuhrzeigersinn von
der Vertikalen ausgehend angegeben sind, so dass immer ein
Winkelbereich von ca. 30° der Zylinderwand schlitzförmig
ausgebildet ist, und dass ein in drei Teile segmentierter,
annähernd s-förmig ausgebildeter Auslassschlitz in der
Wand des Zylinders vorgesehen ist, der bei einem Winkel von
ca. -4° bis ca. -34° endet und bei einem Winkel von ca.
-34° bis ca. -60° beginnt, wobei die Winkel im
Gegenuhrzeigersinn von der Vertikalen ausgehend angegeben
sind, so dass immer ein Winkelbereich von ca. 30° der
Zylinderwand schlitzförmig ausgebildet ist.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Bei dem erfindungsgemäßen Kreiskolbenmotor ist ein gut
steuerbares und zeitlich konstantes Drehmoment an der
Abgangswelle des Motors gewährleistet.
Bei dem erfindungsgemäßen Kreiskolbenmotor wird dabei durch
das Vorsehen zweier gegeneinander beweglich gelagerter
Kolben mit kollinear verlaufenden Achsen, bei denen eine
Mehrzahl von Brennkammern zwischen jeweils zwei radialen
Grenzflächen der beiden jeweiligen Kolbenflügel ausgebildet
ist, erreicht, dass die in den jeweiligen Brennkammern
entzündeten Gase jeweils rechtwinklig auf die
entsprechenden Grenzflächen der jeweiligen Kolbenflügel
wirken. Dadurch wird eine hohe Leistung des
erfindungsgemäßen Kreiskolbenmotors erzielt. Zum anderen
wird durch die Ausbildung von Brennkammern, die zwischen
zwei jeweils gegeneinander beweglich gelagerten Kolben
ausgebildet sind, erreicht, dass der Hubraum der
Brennkammern über den Radius und die Länge des Zylinders
beliebig vorgebbar ist und dass Dichtungen zwischen dem
Zylinder und den Kolben deswegen leicht ausgeführt werden
können, weil sie ähnlich wie bei einem Otto-Motor innerhalb
eines im Querschnitt kreisförmigen Hohlzylinders wirksam
sind und dementsprechend maschinell leicht herstellbar
sind.
Im Vergleich zu Verbrennungsmotoren ähnlicher Bauart
zeichnet sich diejenige des erfindungsgemäßen Motors durch
einen sehr einfachen konstruktiven Aufbau aus. Um die
Motorsteuerung zu regeln werden keine Teile wie Ventile,
Nockenwelle oder Kurbelwelle benötigt. Dadurch ist es
möglich, die Fertigungskosten beträchtlich zu senken. Alle
wesentlichen Bauteile des Motors haben gut anschleifbare
zylindrische Oberflächen und können mit hoher Präzision
unter geringen Kosten hergestellt werden. Die Abdichtung
des Motors bereitet ebenfalls keine Probleme. Mit
herkömmlichen Dichtungselementen kann eine nahezu absolute
Dichtheit erreicht werden. Ein weiterer Vorteil des Motors
sind seine geringen Abmessungen.
Der erfindungsgemäße Motor ist ein im Viertakt arbeitender
Drehkolbenmotor, der wahlweise mit vier oder acht
Verbrennungsräumen ausrüstbar ist.
Durch die Anordnung des Einlass- und Auslassschlitzes wird
erreicht, dass die zwischen jeweils zwei radialen
Grenzflächen der beiden jeweiligen Kolben ausgebildeten
Brennkammern optimal mit Brennstoff gefüllt und entleert
werden und so entzündbar sind, dass sich ein optimaler
Gleichlauf des Motors ergibt.
Vorzugsweise sind zwei Kolben mit jeweils zwei
Kolbenflügeln vorgesehen, wobei zwischen den jeweiligen
Grenzflächen der insgesamt vier Kolbenflügel vier
Verbrennungsräume gebildet sind und bei einer Umdrehung der
Motorwelle vier Verbrennungsvorgänge vorgesehen sind.
Vorzugsweise werden bei dem erfindungsgemäßen Motor
unterschiedliche Massen der Kolben durch Aussparungen
und/oder Zusatzmassen an den Kolben und/oder den Zahnrädern
ausgeglichen. Dadurch wird die Laufruhe des Motors erhöht.
Vorzugsweise ist bei dem erfindungsgemäßen Kreiskolbenmotor
die Achse des einen Kolbens als Vollstange ausgebildet und
die Achse des anderen Kolbens als Hohlstange ausgebildet,
deren lichter Durchmesser so bemessen ist, dass die
Vollstange des einen Kolbens in ihr kollinear ausgerichtet
beweglich gelagert ist. Dadurch wird erreicht, dass eine
gegenseitige Beweglichkeit der beiden Kolben mit kollinear
verlaufenden Achsen auf einfache und gleichzeitig robuste
Weise hergestellt ist.
Die Grenzflächen der Kolbenflügel des erfindungsgemäßen
Kreiskolbenmotors sind vorzugsweise annähernd S-förmig
gebogen ausgebildet, derart, dass zwischen benachbarten
Teilen sich gegenüberstehender Grenzflächen der
Kolbenflügel jeweils gleiche Abstände vorgegeben sind.
Dabei sind in dem S-förmigen Verlauf der Grenzflächen der
Kolbenflügel Winkelverschiebungen in Rotationsbewegung von
ca. 30° erforderlich. Die gegenüberliegende Grenzfläche des
Kolbenflügels ist antisymmetrisch gebogen, so dass jeder
der vier Kolbenflügel an einem Ende eine lichte Weite von
ca. 30° und am anderen Ende eine lichte Weite von ca. 90°
in Rotationsrichtung, von der Mittelachse eines jeden
Kolbenflügels aus gemessen, hat. Auf diese Weise werden
zwischen den Grenzflächen der jeweiligen Kolbenflügel
Brennkammern geschaffen, die eine lineare Zunahme des
Brennkammervolumens bei einer Auseinanderbewegung der
jeweiligen Kolbenflügel und eine lineare Abnahme des
Volumens der Brennkammern bei einer Aufeinanderzubewegung
der jeweiligen Kolbenflügel zur Folge hat. Durch die
annähernd S-förmige Biegung der Grenzflächen der Kolben und
die Anordnung der vier Verbrennungsräume wird zudem ein
besonders gut steuerbares und zeitlich sehr konstantes
Drehmoment an der Abgangswelle des erfindungsgemäßen
Kreiskolbenmotors bewirkt. Durch eine solche
Verbrennungsraumgeometrie ist zudem eine große
Klopffestigkeit bei der Verbrennung des Brennstoffes zu
erwarten, wodurch auch Brennstoffe wie Wasserstoffgas
benützt werden können.
Die Einrichtung zum Bewirken einer der Schwingbewegung
(ca. 60°) der Kolben überlagerten Kreisbewegung weist
vorzugsweise vier ovale Zahnräder auf, deren Hauptachsen
jeweils paarweise senkrecht aufeinanderstehend angeordnet
sind. Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die Achse
des einen Kolbens mit einem ersten ovalen Zahnrad verbunden
ist und die Achse des anderen Kolbens mit einem zweiten
ovalen Zahnrad verbunden ist, wobei diese ovalen Zahnräder
kollinear hintereinander angeordnet sind und die
Hauptachsen dieser ovalen Zahnräder senkrecht aufeinander
stehen. Dabei sind vorzugsweise das erste und zweite ovale
Zahnrad über ein drittes und viertes ovales Zahnrad
miteinander verbunden, wobei das dritte und vierte ovale
Zahnrad kollinear hintereinander auf einer Achse angeordnet
sind, wobei die Hauptachsen des dritten und vierten ovalen
Zahnrades senkrecht aufeinander stehen.
Der erfindungsgemäße Kreiskolbenmotor wird im folgenden
anhand einer bevorzugten Ausführungsform erläutert, die in
den Figuren der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigen:
Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungs
gemäßen Kreiskolbenmotors in einer Ansicht von
schräg vorne;
Fig. 2 den in Fig. 1 dargestellten Kreiskolbenmotor in
einer, teilweisen gebrochenen, Darstellung von
oben;
Fig. 3 den in Fig. 1 dargestellten Kreiskolbenmotor in
einer Querschnittsansicht;
Fig. 4 den Zylinderteil des in Fig. 1 dargestellten
Kreiskolbenmotors in einer auf eine Ebene
projizierten Darstellung, in einer ersten
Schwingungsphase;
Fig. 4a den Zylinderteil des in Fig. 4 dargestellten
Kreiskolbenmotors in einer geschnittenen Ansicht
von vorne, nach dem in Fig. 4 bezeichneten Schnitt
B;
Fig. 5 den Zylinderteil des in Fig. 1 dargestellten
Kreiskolbenmotors in einer auf eine Ebene
projizierten Darstellung, in einer anderen
Schwingungsphase;
Fig. 5a den Zylinderteil des in Fig. 5 dargestellten
Kreiskolbenmotors in einer geschnittenen Ansicht
von vorne, nach dem in Fig. 5 bezeichneten Schnitt
B;
Fig. 6 den kurzen Kolben 2 mit der Hohlwelle 7 in einer
Ansicht von schräg unten;
Fig. 7 den langen Kolben 1 mit der Vollwelle 6 in einer
Ansicht von schräg oben;
Fig. 8a die Abwicklung der Zylinderinnenwand mit den
Durchbrüchen der Ein- und Auslassschlitze, sowie den
Durchbruch für die Anbringung einer Zündkerze;
Durchbrüchen der Ein- und Auslassschlitze, sowie den
Durchbruch für die Anbringung einer Zündkerze;
Fig. 8b die Abwicklung der Zylinderinnenwand mit den Durch
brüchen der Ein- und Auslassschlitze, sowie den
Durchbruch für die Anbringung einer Zündkerze, mit
eingezeichneter Lage der entsprechenden
Kolbenteile;
Fig. 9 einen Schnitt -A- durch die Kolben und die Zylin
derwand wie in Fig. 8 benannt, sowie den Durchbruch
für die Anbringung einer Zündkerze;
Fig. 10 einen Schnitt -B- durch die Kolben und die Zylin
derwand wie in Fig. 8 benannt;
Fig. 11 einen Schnitt -C- durch die Kolben und die Zylin
derwand wie in Fig. 8 benannt.
Bei dem in den Fig. 1 bis 11 dargestellten
erfindungsgemäßen Kreiskolbenmotor 100 sind zwei Kolben 1,
2 in einem Zylinder 3 drehbar gelagert, wobei die
Symmetrieachsen 4, 5 des Kolbens 1, des Kolbens 2 und des
Zylinders 3 kollinear ausgerichtet sind. Die Achse 6 des
einen Kolbens 1 ist dabei als Vollstange 6 ausgebildet, und
die Achse 7 des anderen Kolbens 2 ist dabei als Hohlstange
ausgebildet, deren lichter Durchmesser so bemessen ist,
dass die Vollstange 6 drehbar in der Hohlstange 7 gelagert
ist. Die Kolben 1, 2 weisen jeweils große S-förmig gebogene
Grenzflächen 10, 20 auf, wobei zwischen benachbarten Teilen
sich gegenüberstehender Grenzflächen 10, 20 jeweils
gleiche Abstände vorgegeben sind. Zwischen den jeweiligen
Grenzflächen 10, 20 ist eine Mehrzahl wirksamer Hubräume 8,
9, 11, 12 ausgebildet, die nach außen durch den Zylinder 3,
und an den Enden durch die Abdeckplatten 30 und 31 begrenzt
sind.
Wie aus Fig. 2; 4; 4a; 5; 5a; 8a; 8b; 9; 10; 11
ersichtlich, ist ein dreigeteilt segmentierter
Einlassschlitz 13, 14, 15 entlang der Wand des Zylinders 3
angeordnet, der bei einem Winkel von ca. 4° bis ca. 34°
beginnt und von ca. 30° bis ca. 60° endet, gemessen im
Gegenuhrzeigersinn von der Vertikalen ausgehend. Die
Öffnungen des Einlassschlitzes 13, 14, 15 decken
rotatorisch aus der Drehachse gemessen immer einen Bereich
von ca. 30° ab. Bei Betrieb des Motors wird durch die
Einlassschlitzöffnungen 13, 14, 15 Brennstoff in den
zwischen den Kolben 1, 2 ausgebildeten jeweiligen Hubraum
8, 9, 11, 12 eingesaugt, verdichtet und gezündet. Der in
der Drehrichtung vorne liegende jeweilige Kolbenflügel des
einen Kolbens wird durch die Expansion des Brenngases
beschleunigt, und der nachfolgende Kolbenflügel des anderen
Kolbens abgebremst. Dadurch wird die Verbrennungsenergie
als rotatorische Bewegungsenergie von den Motorbauteilen
aufgenommen.
Nach dem Arbeitstakt wird das verbrannte Brenngas durch die
annähernd S-förmigen, entlang der Peripherie des Zylinders
angeordneten aus Stabilitätsgründen vorzugsweise
unterbrochenen Auslassschlitze 16, 17, und 18 durch das
sich Annähern der jeweiligen Kolbenflügel hinausgepresst.
Der Auslassschlitz endet bei ca. -4° bis ca. -34°, und fängt
bei ca. -34° bis ca. -60° an, gemessen im
Gegenuhrzeigersinn von der Vertikalen ausgehend (siehe
Fig. 8-Fig. 11) und deckt somit immer eine rotatorisch
gemessene Öffnung von 30° ab. Auf diese Weise wird eine
Schwingbewegung von ca. 60° der Kolben 1, 2 innerhalb des
Zylinders 3 bewirkt. Die Schwingbewegung wechselt bei einer
Motorumdrehung aufgrund der Wirkung der Einrichtung 110
vier mal, so das ein Verbrennungsraum bei einer
Motorumdrehung alle vier Takte durchläuft (Ansaugen -
Verdichten - Arbeitstakt - und Ausstoßen). Da zu jedem
Zeitpunkt eines Kolbenumlaufs alle vier Verbrennungsräume
8, 9, 11, 12 des erfindungsgemäßen Motors für jeweils eine
bestimmte Betriebsphase genutzt werden, werden bei einer
Drehung der Kolben 1, 2 vier Verbrennungsvorgänge erzeugt.
Dabei durchläuft jeder Verbrennungsraum einen jeweils
anderen Takt, so dass zum Beispiel Raum 8 ansaugt, Raum 9
verdichtet, Raum 11 den Arbeitstakt durchläuft und Raum 12
das verbrannte Gas ausstößt. Bei einer Weiterdrehung der
Welle 105 um eine viertel Drehung wechseln die Takte in den
vier Verbrennungsräumen. Eine in den Fig. 1 bis 3
dargestellte Einrichtung 110 bewirkt bei dem
erfindungsgemäßen Kreiskolbenmotor 100, dass der
Schwingbewegung der Kolben 1, 2 eine Kreisbewegung
überlagert wird.
Die Einrichtung 110 weist vier ovale Zahnräder 101, 102,
103 und 104 auf, deren Hauptachsen 101', 102', 103' und
104' jeweils paarweise senkrecht aufeinanderstehend
angeordnet sind. Bei der Einrichtung 110 ist die Achse 7
des anderen Kolbens 2 mit einem ersten ovalen Zahnrad 101
verbunden, und die Achse 6 des einen Kolbens 1 mit einem
zweiten ovalen Zahnrad 104 verbunden, wobei diese ovalen
Zahnräder 101, 104 kollinear hintereinander angeordnet sind
und die Hauptachsen 101', 104' dieser ovalen Zahnräder 101,
104 senkrecht aufeinanderstehend angeordnet sind. Das erste
ovale Zahnrad 101 und das zweite ovale Zahnrad 104 sind
dabei über ein drittes ovales Zahnrad 102 und ein viertes
ovales Zahnrad 103 miteinander verbunden, wobei die
Zahnräder 102 und 103 kollinear hintereinander auf einer
Achse 105 angeordnet sind, wobei die jeweiligen Hauptachsen
102', 103' der Zahnräder 102, 103 senkrecht
aufeinanderstehend angeordnet sind.
Bei Betrieb des erfindungsgemäßen Kreiskolbenmotors 100
bewirkt eine Expansion entzündeter, heißer Treibstoffgase
beispielsweise in der Brennkammer 8 eine Bewegung der
Kolben 1, 2 in Richtung voneinander fort. Das mit der Achse
7 des Kolbens 2 verbundene ovale Zahnrad 101 bewegt sich
dabei in der Richtung desjenigen Pfeiles, der in der Fig. 1
auf seiner Oberfläche dargestellt ist. In der in Fig. 1
dargestellten Ausgangsposition bewirkt eine Drehung des
Zahnrades 101 um eine kleine Winkelauslenkung eine relativ
große Winkelauslenkung des auf der Achse 105 angeordneten
Zahnrades 102. Das ebenfalls auf der Achse 105 angeordnete
Zahnrad 103 überträgt diese Bewegung auf das mit der Achse
6 des Kolbens 1 verbundene Zahnrad 104. Die
unterschiedliche, sich abwechselnde lokale Kraftübertragung
der Zahnräder 101 rsp. 104 bewirkt dabei, dass sich der
Schwingbewegung der Kolben 1, 2 eine Kreisbewegung
überlagert. Die Welle 105 rotiert mit der
durchschnittlichen Drehzahl der beiden Kolben 1 und 2. An
der Verlängerung der Welle 105 ist die Rotationsenergie des
Motors mit konstanter Winkelgeschwindigkeit abnehmbar. An
der Verlängerung der Welle 6 ist die Rotationsenergie des
Motors mit sich pro Umdrehung ändernder
Winkelgeschwindigkeit abnehmbar, wie dies beispielsweise
zum Betreiben von Kompressoren wünschenswert ist.
Claims (4)
1. Kreiskolbenmotor (100) mit mindestens zwei gegeneinander
beweglich gelagerten Kolben (1, 2), die in einem Zylinder
(3) drehbar gelagert sind, wobei die Symmetrieachsen (4, 5)
der Kalben (1, 2) und des Zylinders (3) koaxial verlaufen,
wobei eine Mehrzahl wirksamer Hubräume (8, 9, 11, 12)
zwischen jeweils zwei radialen Grenzflächen (10, 20) der
beiden jeweiligen Kolben (1, 2) ausgebildet ist, die bei
Betrieb des Motors (100) mit Bezug aufeinander eine
Schwingbewegung ausführen, und eine Einrichtung (110)
vorgesehen ist, die bewirkt, dass der Schwingebewegung eine
Kreisbewegung beider Kolben (1, 2) überlagert ist, dadurch
gekennzeichnet, dass die Grenzflächen (10, 20) der Kolben
(1, 2) jeweils annähernd s-förmig ausgebildet sind derart,
dass zwischen benachbarten Teilen sich gegenüberstehender
Grenzflächen (10, 20) der Kolben (1, 2) jeweils gleiche
Abstände vorgegeben sind, dass ein in drei Teile
segmentierter, annähernd s-förmig ausgebildeter
Einlassschlitz (13, 14, 15) in der Wand des Zylinders (3)
vorgesehen ist, der bei einem Winkel von ca. 4° bis ca. 34°
beginnt und bei einem Winkel von ca. 30° bis ca. 60° endet,
wobei die Winkel im Gegenuhrzeigersinn von der Vertikalen
ausgehend angegeben sind, so dass immer ein Winkelbereich
von ca. 30° der Zylinderwand schlitzförmig ausgebildet ist,
und dass ein in drei Teile segmentierter, annähernd s-förmig
ausgebildeter Auslassschlitz (16, 17, und 18) in der Wand
des Zylinders (3) vorgesehen ist, der bei einem Winkel von
ca. -4° bis ca. -34° endet und bei einem Winkel von ca.
-34° bis ca. -60° beginnt, wobei die Winkel im
Gegenuhrzeigersinn von der Vertikalen ausgehend angegeben
sind, so dass immer ein Winkelbereich von ca. 30° der
Zylinderwand schlitzförmig ausgebildet ist.
2. Kreiskolbenmotor nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Bewirken einer der
Schwingbewegung der Kolben (1, 2) überlagerten
Kreisbewegung vier ovale Zahnräder (101, 102, 103, 104)
aufweist, deren Hauptachsen (101', 102', 103', 104')
jeweils paarweise senkrecht aufeinanderstehend angeordnet
sind.
3. Kreiskolbenmotor nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die Achse (7) des einen Kolbens (2) mit
einem ersten ovalen Zahnrad (101) verbunden ist und die
Achse (6) des anderen Kolbens (1) mit einem zweiten ovalen
Zahnrad (104) verbunden ist, wobei diese ovalen Zahnräder
(101, 104) kollinear hintereinander angeordnet sind und die
Hauptsachen (101', 104') dieser ovalen Zahnräder (101, 104)
senkrecht aufeinander stehen, und dass das erste (101) und
zweite (104) ovale Zahnrad über ein drittes (102) und
viertes (103) ovales Zahnrad miteinander verbunden sind,
die kollinear hintereinander auf einer Achse (105)
angeordnet sind und deren Hauptachsen (102', 103')
senkrecht aufeinander stehen.
4. Kreiskolbenmotor nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, dass unterschiedliche Massen der Kolben (1,
2) durch Aussparungen und/oder Zusatzmassen an den Kolben
(1, 2) und/oder den Zahnrädern (101 und 104) ausgeglichen
werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997140133 DE19740133C2 (de) | 1997-09-12 | 1997-09-12 | Kreiskolbenmotor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997140133 DE19740133C2 (de) | 1997-09-12 | 1997-09-12 | Kreiskolbenmotor |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19740133A1 DE19740133A1 (de) | 1999-03-25 |
| DE19740133C2 true DE19740133C2 (de) | 2001-11-15 |
Family
ID=7842146
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997140133 Expired - Fee Related DE19740133C2 (de) | 1997-09-12 | 1997-09-12 | Kreiskolbenmotor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19740133C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10350442A1 (de) * | 2003-10-29 | 2005-06-16 | Sl-Trade Marks Gmbh | Kreiskolben-Wärmemotor-Vorrichtung |
| DE102004011583A1 (de) * | 2004-03-10 | 2005-09-29 | Audi Ag | Kopplungsvorrichtung |
| DE102015104565A1 (de) | 2015-03-26 | 2016-09-29 | Anna Verena Kittsteiner | Brennkraftmaschine mit einem drehbaren Kolbenpaar |
Families Citing this family (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19814742C1 (de) * | 1998-04-02 | 2000-01-05 | Martin Sterk | Kreiskolben-Wärmemotor-Vorrichtung |
| WO2002084078A1 (de) * | 2001-04-12 | 2002-10-24 | Martin Sterk | Kreiskolben-wärmemotor-vorrichtung |
| WO2005045197A1 (de) | 2003-10-29 | 2005-05-19 | Sl-Trade Marks Gmbh | Kreiskolben-wärmemotor-vorrichtung |
| AT504563B1 (de) * | 2006-11-23 | 2015-10-15 | Mahle König Kommanditgesellschaft Gmbh & Co | Verfahren zur umwandlung von wärmeenergie und drehflügelkolbenmotor |
| DE102007015009A1 (de) | 2007-03-28 | 2008-10-02 | Kurowski, Waldemar, Dr. | Rotationskolbenmaschine mit Außendrehmechanismus |
| NO336578B1 (no) * | 2013-01-21 | 2015-09-28 | Otechos As | Anordning ved maskin av fortrengningstypen |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DD65706A (de) * | ||||
| DE1122549B (de) * | 1959-11-18 | 1962-01-25 | Aloys Unterberg Dipl Ing | Drehkolbenmaschine mit mit periodisch wechselnder Winkelgeschwindigkeit umlaufenden Kolben |
-
1997
- 1997-09-12 DE DE1997140133 patent/DE19740133C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DD65706A (de) * | ||||
| DE1122549B (de) * | 1959-11-18 | 1962-01-25 | Aloys Unterberg Dipl Ing | Drehkolbenmaschine mit mit periodisch wechselnder Winkelgeschwindigkeit umlaufenden Kolben |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10350442A1 (de) * | 2003-10-29 | 2005-06-16 | Sl-Trade Marks Gmbh | Kreiskolben-Wärmemotor-Vorrichtung |
| DE10350442B4 (de) * | 2003-10-29 | 2007-11-29 | Sl-Trade Marks Gmbh | Kreiskolben-Wärmemotor-Vorrichtung |
| DE102004011583A1 (de) * | 2004-03-10 | 2005-09-29 | Audi Ag | Kopplungsvorrichtung |
| DE102015104565A1 (de) | 2015-03-26 | 2016-09-29 | Anna Verena Kittsteiner | Brennkraftmaschine mit einem drehbaren Kolbenpaar |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19740133A1 (de) | 1999-03-25 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE68914852T2 (de) | Brennkraftmaschine mit rohrförmigem drehschieber. | |
| DE19740133C2 (de) | Kreiskolbenmotor | |
| DE102011083918A1 (de) | Drehmodulationsmotor | |
| EP0548297B1 (de) | Schwenkkolbenmaschine | |
| DE2947356A1 (de) | Bewegungswandler fuer die umwandlung einer linearbewegung in eine rotationsbewegung | |
| DE19527396A1 (de) | Drehkolben-Brennkraftmaschine | |
| DE19753134A1 (de) | Kreiskolbenmotor | |
| EP2205832B1 (de) | Kolbenmaschine | |
| DE3317431A1 (de) | Viertakt-drehkolbenmotor | |
| DE3335742A1 (de) | Umlaufkolben-brennkraftmaschine | |
| DE2439319C3 (de) | Rotationskolben-Brennkraftmaschine | |
| DE3226396A1 (de) | Kreiskolbenmotor | |
| DE102009018839B3 (de) | Arbeitskraftmaschine | |
| DE102006014425A1 (de) | Brennstoffrotationskolbenmotor | |
| DE2405706A1 (de) | Rotationsmechanismus | |
| DE3205207C2 (de) | Rotationskolben-Brennkraftmaschine mit exzentrisch gelagertem Kolben | |
| DE2604028A1 (de) | Mit fluegeln ausgestattete drehkolbenmaschine | |
| DE2838000C3 (de) | Parallel- und innenachsige Kreiskolben-Brennkraftmaschine in mechanischer Parallelschaltung mit einem Kreiskolben-Ladeluftverdichter | |
| DE4323345C2 (de) | Drehkolben-Brennkraftmaschine | |
| EP0727014A1 (de) | Kolbenmaschine | |
| CH667131A5 (de) | Vorrichtung zum antreiben einer abtriebswelle. | |
| DE2020882A1 (de) | Verbrennungsmotor mit innerhalb eines Motorgehaeuses mit einer praktisch zylindrischen Innenwandung rotierendem unrundem hohlem kastenfoermigem Kolben | |
| EP0345745A2 (de) | Rotationskolbenmotor | |
| DE2402770C3 (de) | Rotationskol benmaschine | |
| DE4329255A1 (de) | Verbrennungsmotor |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |