DE29512384U1 - Vorrichtung zur Regelung der Schließfolge zweiflügeliger Türen - Google Patents
Vorrichtung zur Regelung der Schließfolge zweiflügeliger TürenInfo
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- E05F5/12—Braking devices, e.g. checks; Stops; Buffers specially for preventing the closing of a wing before another wing has been closed
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- Devices For Checking Fares Or Tickets At Control Points (AREA)
Description
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GEZE GmbH & Co.
Siemensstraße 21-29
71229 Leonberg
Siemensstraße 21-29
71229 Leonberg
Unser Zeichen: G 1445-GM
Vorrichtung zur Regelung der Schließfolge
zweiflügeliger Türen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Regelung der Schließfolge von
zweiflügeligen Türen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine derartige Vorrichtung ist aus DE 3800694 A1 bekannt. Es handelt sich dort um
eine zweiflügelige Feuerschutztüre mit einem Standflügel mit Schließer und einem
überschlagenden Gangflügel mit Schließer und Blockiereinrichtung. Beide Schließer sind als Gleitarmtürschließer ausgebildet. Die Blockiereinrichtung des
Gangflügels wird über eine Steuereinrichtung gesteuert, welche ein mit dem Gleitarm des Standfiügelschließers zusammenwirkendes Stellglied und einen
Bowdenzug aufweist, der das Stellglied mit der Blockiereinrichtung verbindet.
Bei der bekannten Vorrichtung wird ein Bowdenzug universeller Länge mit einer
kürzeren Hülle und einer aus der Hülle herausragenden längeren Seele verwendet. An einem Ende wird die Seele in einem Stellglied festgeklemmt und die Hülle an
einer vorgegebenen Steile in der Gleitschiene des Gangflügeitürschiießers mit Abstand vom Stellglied rahmenfest festgelegt. Am anderen Ende ist die Seele und
die Hülle im Gangflügel-Türschließer ebenfalls festgelegt. Die Bowdenzugschlinge
zwischen der Gleitschiene und dem Gangflügel-Türschließer weist damit eine für alle Türkonstruktionen vorgegebenen Größe auf.
Bei einzelnen Tür- bzw. Türbandkonstruktionen kann diese vorgegebene Größe
der Bowdenzugschlinge zu Problemen führen. Unerwünschte Auswirkungen bestehen darin, daß der Bowdenzug hinter dem Zapfenband einhakt, in Streckiage
kommt, oder bei bandgegenseitiger Montage zwischen Zarge und Türblatt eingeklemmt wird. Für solche Fälle waren bislang Sonderanfertigungen des
Bowdenzugs vonnöten.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Vorrichtung so weiterzuentwickeln,
daß die Größe der Bowdenzugschlinge individuell einstellbar ist. Dabei sollen auch
Bowdenzüge universeller Länge einsetzbar sein.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß die Position der Abstützung der
Bowdenzughüiie in der am oberen Türrahmenholm angebrachten Schiene variabel gehalten ist; vorzugsweise in Form einer lösbaren Verrastung zwischen dem
Mittelsteg der gangflügelseitigen Schiene und einem die Abstützung der Hülle tragenden, in der oberen Schienenkammer in axialer Richtung verschiebbaren
Abstützkörper, mit einer beliebigen Anzahl von Rastpositionen in axialer Richtung.
Durch diese variable Abstützung kann die Größe der Bowdenzugschlinge bei gegebenen Montagebedingungen und Verwendung eines Bowdenzugs universeller
Länge weiterhin individuell eingestellt und auch in nachhinein noch verändert werden.
In bevorzugter Ausführung ist der Abstützkörper als einstückiges Kunststoffteil
ausgebildet und weist eine flexible, T-förmige Zunge mit Rastnase auf, die zur Verrastung mit dem Mittelsteg der Schiene dient. Die Abstützung der
Bowdenzughüiie erfolgt in einer im Abstützkörper ausgebildeten einseitig offenen
Hülse, welche auf der Gegenseite lediglich eine Bohrung zur Durchführung der Seele aufweist. Die Seele selbst wird an einem standflügelseitigen Stellglied
festgeklemmt.
In vorteilhafter Ausgestaltung können zugleich zwei oder mehr Abstützhülsen für
Bowdenzüge unterschiedlichen Durchmessers nebeneinander auf dem Abstützkörper angebracht sein.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispiele unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
Figur 1 eine schematische Darstellung einer zweiflügeligen Tür mit einer
Vorrichtung zur Regelung der Schließfolge mit Bowdenzug;
Figur 2 einen Ausschnitt in Figur 1 mit der Schiene eines ersten Ausführungsbeispiels im Längsschnitt:
Figur 3 einen Ausschnitt in Figur 2 im Bereich Hl in vergrößerter, teilweise
geschnittener Darstellung ohne Abbildung des Bowdenzugs;
Figur 4 einen Schnitt entlang IV-IV in Figur 1 und 2 mit in der Schiene
dargestelltem Abstützkörper;
Figur 5 einen Schnitt entsprechend Figur 4 eines zweiten Ausführungsbeispieis;
Figure einen Ausschnitt in Figur 1 im Bereich Vl mit der Ankupplung des
Bowdenzuges am gangseitigen Türschließer mit integrierter Feststelleinrichtung, im Längsschnitt.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Erfindung in Verbindung mit einer
zweiflügeligen Tür 1 realisiert. Die Tür 1 kann als Feuerschutztür ausgebildet sein.
Sie weist zwei Anschiagtürflügel 2, 3 auf.
Der in Figur 1 rechte Fluge! 2 ist an seiner rechten vertikalen Kante über zwei
Bänder 2a am rechten vertikalen Holm des Türrahmens 6 angelenkt. In
entsprechender Weise ist der linke Flügel 3 an seiner linken Kante über zwei Bänder 3a am linken Rahmenholm angelenkt.
Der rechte Flügel 2 weist einen Anschiagsteg 4 auf, an den sich der
überschlagende Falzsteg 5 des linken Flügels 3 in geschlossenem Zustand der Tür anlegt. Die macht erforderlich, daß zum Schließen der Tür 1 jeweils zuerst der
rechte Flügel 2 - der sogenannte Standflügel - und sodann der linke Flügel 3 - der
sogenannte Gangflügel - in die Schließlage kommt. Selbstverständlich kann bei anderen Ausführungen auch der linke Flügel als Standflügel und der rechte Flügel
als Gangflügel ausgebildet sein.
Am Standflügel 2 ist ein obenliegender Türschließer 12 angebracht, dessen
Schließerwelle 12a mit einem Schiießerarm verbunden ist. Der Schließerarm 12b
ist in einer am oberen horizontalen Holm des Türrahmens 6 angebrachten Gleitschiene 17 verschiebbar geführt, indem der Arm 12b mit einem an seinem
freien Ende angelenkten Gleiter 12c (Fig. 2), der auch als Rolle ausgebildet sein
kann, in die Schiene 17 durch einen Führungsschlitz 19 von unten her eingreift. In
entsprechender Weise ist auch der Gangfiügel 3 mit einem obenliegenden Türschließer 13 versehen, dessen mit der Schiießerwelle 13a verbundener
Schließerarm 13b in der Schiene 17 geführt ist
Wie in Figur 2 dargestellt und auch in der DE 3800694 A1 bereits beschrieben, ist
die Schiene 17 ist aus zwei separaten Teilstücken 22, 23 zusammengesetzt, die über ein Verbindungsstück 24 miteinander gekoppelt sind. In dem rechten
Schienenabschnitt 22 ist der Gleitarm 12b des Standflügel-Türschließers 12, in dem linken Schienenabschnitt 23 ist der Gleitarm 13b des Gangflügei-Türschließers
13 geführt.
/ *„
Die Schiene 17, bzw. die Teiistücke 22, 23 sind in bezug auf ihre parallel zur
Türrahmenebene verlaufende Längsmittelebene symmetrisch ausgebildet, so daß ihre Verwendung rechts wie links möglich ist. Das linke Schienenstück 23 ist als
Türschließerschiene herkömmlicher Länge ausgebildet und über
Befestigungslöcher 23a, 23b mit herkömmlichem Lochbild im Rahmen 6
verschraubt. Das rechte Schienenstück 22 ist verlängert ausgebildet, so daß es bis
zum Ende des linken Schienenstücks 23 reicht und daran anschließt. Das Schienenstück 22 ist ebenfalls in Befestigungslöchern 22a, 22b mit herkömmlichem
Lochbild im Rahmen 6 verschraubt.
Zwischen den Schienenstücken 22, 23 ist das Verbindungsstück 24 angeordnet,
welches einerseits in die Schiene 22 und andererseits in die Schiene 23 formschlüssig eingreift. Das Verbindungsstück 24 ist in dem in Figur 2 rechten
Befestigungsloch 23b der Schiene 23 fixiert. Die Stoßstelle zwischen den Schienen
22, 23 ist mit einer Abdeckblende 24a überdeckt.
Die zusammengesetzte Schiene 17, bzw. die Schienenstücke 22, 23 sind in diesem
Ausführungsbeispiel als Zweikammerschiene ausgebildet mit jeweils einer oberen Kammer 22o, bzw. 23o, und einer unteren Kammer 22u, bzw. 23u, die durch einen
Mittelsteg 25 voneinander getrennt sind. In der unteren Kammer 22u, 23u ist der
Gleiter 12c, bzw. 13c geführt. In der oberen Kammer 22o, 23o ist ein Bowdenzug
30 angeordnet, welcher einen Teil einer Einrichtung zur Steuerung der Schließfolge
der Türflügel 2, 3 bildet.
Der Bowdenzug 30 ist mit seinem in den Figuren 1 und 2 linken Ende mit dem
Gangflügel-Türschließer 13 verbunden und mit seinem rechten Ende mit einem Stellglied 35, welches in dem rechten Schienenstück 22 angeordnet ist und mit dem
Gleiter 12c des Standflügeltürschließers 12 zusammenwirkt. Das Zusammenwirken
besteht darin, daß in Schließstellung des Standflügels 12 der Gleiter 12c in Anschlag mit dem Stellglied 35 kommt.
Der Bowdenzug 30 weist eine Seele 31, vorzugsweise als Stahilitze ausgebildet,
und eine diese umgebende flexible, aber', radial kräfteübertragende Hülle 32 auf.
Der Bowdenzug 35 stellt ein mechanisches Übertragungselement dar, mit dem eine im Gangflügei-Türschließer 13 integrierte Feststell-, bzw. Blockiereinrichtung 50
des Gangflügels 3 gesteuert wird. Die Einrichtung 50 wird in Verbindung mit Figur 6
noch näher erläutert.
Die Betätigung des Bowdenzugs 30 erfolgt über das im rechten Schienenstück 22
angeordnete Stellglied 35. Es weist zwei Schieber 36, 37 auf, von denen der eine
36 in der oberen 22o und der andere 37 in der unteren Kammer 22u verschiebbar
geführt ist. Die Schieber 36, 37 sind auf den einander zugewandten Flächen jeweils
mit einer Verzahnung 36a, 37a versehen, mit der sie mit einem zwischengeschalteten Zahnrad 38 kämmen, welches in einer Ausnehmung im
Mittelsteg drehbar gelagert ist.
Bei der Betätigung des Stellglieds 35 über den Gleiter 12c führen die Schieber 36,
37 jeweils gegenläufige Bewegungen aus. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ist das Zahnrad 38 auf der Befestigungsschraube 22a des Schienenstücks 22 gelagert.
Der untere Schieber 37 ist in der unteren Schienenkammer 22u gelagert und ragt in
die Bewegungsbahn des Gleiters 12c, mit dem er zusammenwirkt. Der Schieber 37 weist hierfür an seinem rechten Ende.eine Anschlagfiäche 39 auf. Am oberen
Schieber 36 ist das in Figur 2 rechte Ende der Bowdenzugseele 31 festgeklemmt. Hierfür ist eine in dem Schieber 36 eingeschraubte Klemmschraube 40
vorgesehen, mit welcher die Seele 31 in einem variabel wählbaren Längenabschnitt
im Bereich ihres freien Endes festgeklemmt werden kann. Mit ihrem linken Ende ist
die Seele 31 mit der Feststelleinrichtung 50 (Fig. 6) im Gangflügei-Türschließer 13
verbunden.
Die Bowdenzughüile 32 endet rechtsseitig in der oberen Kammer 23o des linken
Schienenstücks 23 mit Abstand zu dem bei 40 festgeklemmten Ende der Seele 31.
Die Hülle 32 ist an diesem Ende in einem im Mittelsteg 25 des Schienenstücks 23 verrastbar verankerten Abstützkörper 45 festgelegt. Dieser besteht aus einem
einstückigen Kunststoffkörper mit im wesentlichen rechteckiger Grundfläche, der bei der Montage bei gelöster Verrastung 'in. der oberen Kammer 23o der linken
Schiene 23 in axialer Richtung frei verschiebbar ist und von deren Stirnseite her
eingeführt werden kann. Die Außenkontur des Abstützkörpers 45 ist komplementär zur Innenkontur der oberen Schienenkammer 23o ausgeführt, so daß eine gute,
verkantungsfreie Führung entsteht.
Die Aufnahme der Bowdenzughülle 32 erfolgt in einer im Abstützkörper
ausgebildeten Hülse 46 (Fig. 3), deren Stirnfläche 46b zur Aufnahme offen und deren rückwärtige Fläche 46a, an der sich die Bowdenzughülle (32) abstützt, bis
auf eine Bohrung 49 (Fig. 4) zur Durchführung der Seele 31 geschlossen ist. Als Option für die Verwendung von Bowdenzughüilen verschiedenen Durchmessers
können durchaus auch zwei oder mehr entsprechende Hülsen parallel nebeneinander liegend im Abstützkörper integriert sein.
Als Teil des Abstützkörpers 45 und dessen Grundfläche ist eine T-förmige, flexible
Zunge 47 ausgebildet, welche lediglich an ihrer Basis 47b mit dem Abstützkörper 45 verbunden ist und die an ihrem freien Ende 47a eine dem Mittelsteg 25
zugewandte Rastnase 48 aufweist.
Zum Lösen der Verrastung weist die Zunge 47 an ihrem freien Ende 47a eine
Aussparung 47s in Form einer dem Mittelsteg 25 zugeneigten Schräge auf. Diese dient dem Hintergreifen der Zunge 47 in Raststellung, im entrasteten Zustand, etwa
beim Einführen des Abstützkörpers 45 in die Schiene 23o oder bei einer Positionsveränderung - ist die Zunge 47 wegen der nun auf dem Mitteisteg 25
aufliegenden Rastnase 48 nach oben durchgebogen, woraus zugleich eine Rückstellwirkung für den späteren Rastvorgang resultiert.
Die Rastnase 48 hat die Form eines abgeschrägten Zylinders, wodurch eine
höhere rechtsseitige Flanke 48a entsteht, welche bei in die Hülse eingeführter Bowdenzughülle (32) eine sichere Verrastung - auch unter Kraftwirkung bei
Betätigung des Bowdenzugs (30) - gewährleistet, und eine niedrigere linksseitige
Flanke 48b, welche ein leichtes Lösen der Verrastung bei durch Hintergreifen der
Ausnehmung 47s angehobener Zunge in dieser Richtung erlaubt.
Zur Aufnahme der Rastnase 48 sind mehrere auf der Mittelachse des Mittelstegs
25 hintereinander angeordnete Bohrungen oder Ausnehmungen 26 in Rastanordnung vorhanden. Die Verrastung erfolgt durch einfaches Verschieben
des Abstützkörpers 45 in die entsprechende Position. Sobald Rastnase 48 und
• ·
Bohrung 26 miteinander fluchten, schnappt die Rastnase durch Rückstellwirkung
der vom Einführen oder Verschieben vorgespannte Zunge 47 in die Bohrung 26. Bei eingerasteter Rastnase 48 liegen Abstützkörper 45 und Zunge 47 in ebener
Fläche auf dem Mittelsteg 25 auf.
Das Lösen der Verrastung erfolgt durch mechanisches Anheben der flexiblen
Zunge 47, - vorzugsweise durch Hintergreifen der dem Mittelsteg 25 zugeneigten Schräge 47s am freien Ende der Zunge 47a - und anschließendem Verschieben
des Abstützkörpers 45 in axialer Richtung. Bei diesem Vorgang erhält die Zunge 47
zwangsweise die erforderlich Vorspannung für ein neuerliches Verrasten.
Das linksseitige Ende der Bowdenzughüile 32 ist, wie auch unter Figur 6 näher
beschrieben, im Gangflügel-Türschließer 13 festgelegt.
Besondere Vorteile der beschriebenen Anordnung bestehen darin, daß durch die
variable Position der Abstützung 45 der Bowdenzughüile 32 im linken Schienenstück 23 die Größe der Bowdenzugschlinge 52 (Fig. 1), welche sich
zwischen Schiene 23 und Gangflügei-Türschließer 13 befindet, unabhängig von der
vorgegebenen Tür- und Türbandkonstruktion variabel einstellbar wird. Vorzugsweise wird dabei ein in der DE 38 00 694 A1 beschriebener Bowdenzug mit
einer kürzeren Hülle und einer aus der Hülle herausragenden längeren Seele verwendet.
Figur 5 zeigt einen Schnitt entsprechend Figur 4 eines geringfügig abgewandelten
zweiten Ausführungsbeispiels, bei dem die Schienen 22, 23 drei Kammern 22u, 22m, und 22p, bzw. 23u, 23m und 23o aufweisen. Die mittlere Kammer 22m, 23m
dient der Aufnahme eines Elektromagneten für spezielle Ausführungen mit Feststellung des Gleiters und ist gegenübeV der unteren Kammer 22u, 23u teilweise
geöffnet. Die obere Kammer 22o, 23o und untere Kammer 22u, 23u sowie der Mittelsteg 25 entsprechen in ihrer Funktion den bisherigen Ausführungen.
Die in Figur 6 dargestellte, bereits bekannte, Feststell-, bzw. Blockiereinrichtung 50
ist integraler Bestandteil des Gangflügel-Türschließers 13. Es handelt sich um eine
Einrichtung, wie sie in der DE-OS 3329543 beschrieben ist. Sie wird über den Bowdenzug 30 geschaltet und steuert die Bewegung des nicht dargestellten
Schließerkolbens in Abhängigkeit von der Schaltstellung des Betätigungsglieds 35
durch ein Ventil 70. Das Ventil 70 ist in einem Strömungskanal 71, 72 zwischen
beiden nicht dargestellten Druckräumen beiderseits des mit der Schließerwelle 18
verbundenen Dämpfungskolbens des Schließers 13 angeordnet.
Die Bowdenzughüile 32 stützt sich an einer Stellschraube 73 eines Schraubkopfs
74 ab, der in eine entsprechende Gewindebohrung 75 des Gehäuses 51 einschraubbar ist. Mittels der Stellschraube 73 kann die Justierung des
Bowdenzugs 30, bzw. der Bowdenzughülle 32 erfolgen. Die Bowdenzugseele ist in das Ventil 70 eingeführt. Sie trägt an ihrem Ende einen Nippel 76, der in den
Ventilkörper 77 hintergreifend eingesetzt ist.
Der Ventiikörper 77 ist durch die Feder 78 in die Schließposition vorgespannt, in
der ein Durchgang von Öl zwischen den Kanalabschnitten 71 und 72 gesperrt und damit eine Bewegung des Kolbens und der Schließerwelle 13a verhindert wird. In
dieser Stellung, wie sie in Figur 6 gezeigt ist, ist das Ventil 70 unter Wirkung der
Feder 78 geschlossen und also die Feststell-, bzw. Blockiereinrichtung 50 eingeschaltet.
Das in der Schiene 22 gelagerte Stellglied 35 erzeugt bei seiner Beaufschlagung
ein Steuersignal, das über den Bowdenzug 30 auf die Feststelleinrichtung 50 übertragen wird.
Beim Schließen des Standflügels 2 kommt kurz vor Erreichen der Schließlage des
Flügels der Gleiter 12c in Anschlag mit dem unteren Schieber 37, wobei schließlich
der Schieber 37 durch den Gleiter 12c nach links bewegt wird und gleichzeitig der
über das Zahnrad 38 gekoppelte obere Schieber 36 nach rechts verschoben wird. Die Bowdenzugseele 31 wird mit dem Schieber 36 in Figur 2 nach rechts gezogen,
bzw. gespannt, so daß der Nippel 76 in der Feststeileinrichtung 50 entgegen der
Wirkung der Feder 78 in Figur 6 nach links verlagert und dadurch das Ventil 70
geöffnet wird. Bei dieser Schaltstellung (in der Figur nicht dargestellt) ist die
Feststelleinrichtung 50 ausgeschaltet.
In der in den Figuren dargestellten Schaltstellung ist die Feststelleinrichtung 50
eingeschaltet. Das Betätigungselement 35 steht mit dem Gleiter 12c nicht in Anschlag. Dies ist dann der Fall, wenn der Standflügel 2 nicht geschlossen ist. In
dieser Stellung des Betätigungselements 35 ist die Seele entspannt, das heißt sie
ist unter der Wirkung der Feder 78 in des Schiießergehäuse 53 hinein verlagert.
Wie in Figur 2 dargestellt, stehen in dieser Schaltstellung die Schieber 36, 37 in
ihrer auseinandergeschobenen Position, in welcher der obere Schieber 36 mit der festgeklemmten Bowdenzugseele 31 nach links zur Feststelleinrichtung 50 hin
verschoben ist.
Es ergibt sich folgende Schließfolgeregelung:
Solange der Standflügel 2 geschlossen ist, steht der Gleiter 12c im Anschlag mit
dem Stellglied 35. Bei dieser Stellung ist die Seele 31 des Bowdenzug 30 gespannt
und die Feststelleinrichtung 50 des Gangflügels 3 ausgeschaltet. Wenn bei dieser
Schaltsteiiung, in welcher der Standflügel 2 geschlossen ist, der Gangflügel 3
geöffnet wird, schließt er hernach unter Wirkung des Gangflügel-Türschließers 13
selbsttätig. Eine Feststellung oder Blockierung des Gangflügels 3 wird nicht bewirkt.
Wenn aber der Standflügel 2 geöffnet wird - dies setzt voraus, daß der Gangfiügel
3 gleichzeitig geöffnet wird oder bereits schon so weit offen ist, daß der Standflügel
passieren kann - kommt der Gleiter 12c außer Anschlag des Betätigungselements 35. Die Bowdenzugseele 31 wird 'demzufolge entspannt, so daß die
Feststelleinrichtung 50 des Gangflügels 3 eingeschaltet wird.
Bei dieser Schaltstellung kann der Gangflügel 3 unter Wirkung des Türschließers 13 allenfalls bis zu einem bestimmten Winkel schließen. Er wird durch die eingeschaltete Feststelleinrichtung 50 in dieser Offen- bzw. Wartestellung so lange
Bei dieser Schaltstellung kann der Gangflügel 3 unter Wirkung des Türschließers 13 allenfalls bis zu einem bestimmten Winkel schließen. Er wird durch die eingeschaltete Feststelleinrichtung 50 in dieser Offen- bzw. Wartestellung so lange
angehalten, bis der über den Türschließer 12 selbsttätig schließende Standflügel 2
in der Schließlage steht und der Gleiter 12c das Stellglied 35 beaufschlagt, so daß
die Feststelleinrichtung 50 des Gangflügel-Türschließers 12 über den Bowdenzug 30 in der zuvor beschriebenen Weise wieder ausgeschaltet wird.
Erst dann - also nach Ausschalten der Feststelleinrichtung 50 - kann der Gangflügel 3 unter Wirkung des Türschließers 13 vollständig schließen.
Erst dann - also nach Ausschalten der Feststelleinrichtung 50 - kann der Gangflügel 3 unter Wirkung des Türschließers 13 vollständig schließen.
Claims (9)
1. Vorrichtung zur Regelung der Schließfolge von zweiflügeligen Türen mit einem
mit einem obenliegenden Schließer (12) zusammenwirkenden Standflügel (2) und einem mit einem obenliegenden Schließer (13) und einer Blockiereinrichtung
(50) zusammenwirkenden Gangfiügel (3), mit einer die Blockiereinrichtung
(50) steuernden Steuereinrichtung mit einem mit dem Standflügel (2) oder einem verbundenen Teil zusammenwirkenden Steilgiied (35) und einem das
Stellglied mit der Blockiereinrichtung (50) verbindenden Übertragungsglied, welches einen Bowdenzug (30) mit einer Seele (31) und einer Hülle (32)
aufweist, wobei die Seele (31) am Stellglied (35) oder einem verbundenen Teil festgelegt ist und die Hülie im Bereich einer am Rahmen anbringbaren
> Schiene (23, 24), in welcher ein vom Schließer (13), vorzugsweise vom Schließer (13) des Gangflügels (3), angetriebener Schließerarm (13b, 13c)
geführt ist, in einer Abstützung (45) festgelegt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Position der Abstützung (45) der Bowdenzughülle (32) in der Schiene
(23,24) variabel einstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstützung der Bowdenzughülle (32) im Bereich der Schiene (23,24)
auf einem Abstützkörper (45) erfolgt, welcher in der Schiene (23,24) in axialer Richtung verschiebbar und mit der Schiene (23,24) verrastbar ausgeführt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
9!
daß der Abstützkörper (45) zur Abstützung der Bowdenzughülle (32) eine
Hülse (46) aufweist, deren Stirnseite (46b) zur Aufnahme des Bowdenzugs
(30) offen und deren rückwärtige Seite (46a) bis auf eine Bohrung (49) zur Durchführung der Bowdenzugseele (31) geschlossen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
Daß der Abstützkörper (45) zur Abstützung von Bowdenzughüllen unterschiedlichen Durchmessers zwei oder mehr parallel zueinander
angebrachte Hülsen (46) mit entsprechendem Durchmesser aufweist.
5. &igr; Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß der Abstützkörper (45) zur Verrastung mit der Schiene (23,24) eine Zunge
(47) mit einer im Bereich ihres freien Endes (47a) ausgebildeten Rastnase (48) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rastnase (48) die Form eines abgeschrägten Zylinders aufweist, mit
einer höheren Flanke (48a) auf einer ersten Seite und einer niedrigeren Flanke (48b) auf der gegenüberliegenden zweiten Seite.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadu'.rch gekennzeichnet,
daß die Zunge (47) flexibel ausgebildet ist und im verrasteten Zustand, also
bei in der Ausnehmung oder Bohrung (26) aufgenommener Rastnase, in ebener Fläche auf der Schiene (23,24) anliegt.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß der Abstützkörper (45) mit Hülse (46), Zunge (47) und Rastnase (48) als
einstückiges Teil, vorzugsweise als Kunststoffteil, ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß die den Abstützkörper (45) aufnehmende Schiene (23,24) entlang oder
parallel zur ihrer Längsmittelebene mehrere Ausnehmungen oder Bohrungen (26) aufweist, welche mit einer am Abstützkörper (45) angebrachten Rastnase
(48) oder entsprechenden Vorrichtung zusammenwirken, wobei das Zusammenwirken darin besteht, daß die Rastnase (48) bei Erreichen der
jeweiligen Rastposition in die Ausnehmung, bzw. Bohrung (26) einschnappt und lösbar mit der Schiene (23,24) verrastet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29512384U DE29512384U1 (de) | 1995-08-01 | 1995-08-01 | Vorrichtung zur Regelung der Schließfolge zweiflügeliger Türen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29512384U DE29512384U1 (de) | 1995-08-01 | 1995-08-01 | Vorrichtung zur Regelung der Schließfolge zweiflügeliger Türen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29512384U1 true DE29512384U1 (de) | 1995-10-19 |
Family
ID=8011254
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29512384U Expired - Lifetime DE29512384U1 (de) | 1995-08-01 | 1995-08-01 | Vorrichtung zur Regelung der Schließfolge zweiflügeliger Türen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29512384U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT502965B1 (de) * | 2005-05-24 | 2012-03-15 | Walter Ing Degelsegger | Vorrichtung zur regelung der öffnungsfolge von zweiflügeligen schwenktüren |
| DE10361085B4 (de) * | 2003-01-09 | 2014-06-05 | Dorma Gmbh + Co. Kg | Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung |
-
1995
- 1995-08-01 DE DE29512384U patent/DE29512384U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10361085B4 (de) * | 2003-01-09 | 2014-06-05 | Dorma Gmbh + Co. Kg | Hydraulisch-mechanische Schließfolgeregelung |
| AT502965B1 (de) * | 2005-05-24 | 2012-03-15 | Walter Ing Degelsegger | Vorrichtung zur regelung der öffnungsfolge von zweiflügeligen schwenktüren |
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Legal Events
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| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19951130 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
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| R081 | Change of applicant/patentee |
Owner name: GEZE GMBH, DE Free format text: FORMER OWNER: GEZE GMBH & CO., 71229 LEONBERG, DE Effective date: 20000515 |
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| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20010926 |
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| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
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| R071 | Expiry of right |