DE29511154U1 - Antriebseinrichtung für einen elektrischen Leistungsschalter - Google Patents
Antriebseinrichtung für einen elektrischen LeistungsschalterInfo
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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Description
Antriebseinrichtung für einen elektrischen Leistungsschalter
Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebseinrichtung für einen elektrischen Leistungsschalter mit einer durch einen
Kraftspeicher antreibbaren, in einem Antriebsgehäuse gelagerten und senkrecht zu den Stirnseiten des Antriebsgehäuses
verlaufenden Antriebswelle, die eine Antriebskurbel antreibt, an welche eine eine Unterbrechereinheit mittels einer
Axialbewegung betätigende Antriebsstange angekoppelt ist.
Eine derartige Antriebseinrichtung ist beispielsweise aus der E-O 320 614 Al sowie aus der DE 43 04 544 Al bekannt.
15
Solche Antriebseinrichtungen werden üblicherweise für einen bestimmten Leistungsschaltertyp entwickelt und sind auch nur
mit diesem Typ zusammen verwendbar. Insbesondere ist eine solche Antriebseinrichtung nur entweder für senkrecht stehende
Unterbrechereinheiten und entsprechend vertikal verlaufende Antriebsstangen oder für horizontal liegende Unterbrechereinheiten
und entsprechend horizontal verlaufende Antriebsstangen einsetzbar.
Andererseits kann eine solche Antriebseinrichtung, die für einen Leistungsschaltertyp vorgesehen ist, nicht bei Verwendung
mit einem anderem Leistungsschaltertyp einfach in eine andere Einbaulage gedreht werden. Bei einer solchen gedrehten
Anordnung sind nämlich gegenüber dem Normalfall durch den geänderten Einfluß der Gravitationskraft die Bewegungsverhältnisse
unterschiedlich. Auch befinden sich in dem Antrieb einzelne Bauteile, wie z. B. hydraulische Stoßdämpfer, die nur
unter großen Schwierigkeiten in einer geänderten Einbaulage betrieben werden können.
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95G4 1 O 2
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Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Antriebseinrichtung der eingangs genannten Art so zu gestalten,
daß sie mit möglichst geringem Aufwand für unterschiedliche Leistungsschaltertypen einsetzbar ist.
5
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Antriebskurbel
wahlweise in verschiedenen Winkelpositionen auf der Antriebswelle fixierbar ist und daß das Antriebsgehäuse
an wenigstens zwei verschiedenen seiner Schmalseiten alternativ verwendbare Befestigungsvorrichtungen zur Verbindung
mit einem Leistungsschaltergehäuse aufweist.
Durch die erfindungsgemäße Konstruktion ist die Antriebseinrichtung
sowohl unterhalb als auch neben einem Leistungsschaltergehäuse
an diesem befestigbar, wobei die Einbaulage der Antriebseinrichtung beibehalten werden kann.
Die Antriebskurbel muß dann jeweils in der passenden Winkelposition
auf der Antriebswelle fixiert werden, so daß die Antriebsstange eine für den jeweiligen Leistungsschaltertyp
passende Position und Bewegungsrichtung behält.
Beispielsweise kann die Antriebskurbel auf der Antriebswelle mittels einer Kerbverzahnung fixierbar sein.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß wenigstens ein hydraulischer Stoßdämpfer zur Dämpfung einer
Schaltbewegung vorgesehen ist, der in einer auslaufsicheren Einbaulage eingebaut ist.
Beispielsweise kann ein solcher Stoßdämpfer aus einem einstückigen
Topf bestehen, der mit einer Hydraulikflüssigkeit gefüllt ist und in dem sich ein Kolben bewegt, der mittels
einer Kolbenstange mit einem abzubremsenden Bauteil verbunden ist. Ein solcher Hydraulikstoßdämpfer ist solange dicht, wie
der einstückige Behälter aufrecht steht. Wird durch eine Dre-
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hung der Antriebseinrichtung der Stoßdämpfer in eine horizontale Lage gebracht, so bedarf er weiterer Abdichtungsmaßnahmen
im Bereich der Kolbenstange, die ein potentielles Risiko darstellen und Wartungsaufwand bedeuten.
5
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Antriebskurbel außerhalb des Antriebsgehäuses
auf der Antriebswelle fixiert ist.
In einem solchen Fall, läßt sich die Winkelstellung der Antriebskurbel
auf der Antriebswelle besonders einfach einstellen.
Die Antriebsstange verläuft dann auch außerhalb des Antriebsgehäuses
zur Unterbrechereinheit und es muß nicht innerhalb des Antriebsgehäuses ein Platz für die bewegliche Antriebsstange
frei gehalten werden.
Ist die Antriebskurbel innerhalb des Antriebsgehäuses ange-0 ordnet, so wird für die verschiedenen Montagemöglichkeiten
jeweils der Platz innerhalb des Antriebsgehäuses auch für die Antriebsstange freigehalten.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß das Antriebsgehäuse als einteiliges Gußgehäuse ausgebildet
ist.
Diese Bauform erlaubt eine kostengünstige Herstellung des Antriebsgehäuses,
da einige oder alle Elemente für die Befestigung von Antriebsteilen, wie z. B. Antriebsfedern und Antriebslagern
für die Antriebswelle bereits in den Gußkörper integriert sein können.
Die Erfindung kann außerdem vorteilhaft dadurch ausgestaltet werden, daß die Befestigungsvorrichtungen jeweils Bohrungen
für Befestigungsschrauben aufweisen. Es sind beispielsweise
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Laschen an dem Antriebsgehäuse befestigt, die Bohrungen aufweisen.
Die Befestigungsvorrichtungen können außerdem vorteilhaft in das Gußgehäuse integriert sein.
Hierdurch ist die Positionierung der Befestigungsvorrichtungen im Gußkörper bereits mit hinreichender Genauigkeit garantiert,
so daß das Antriebsgehäuse ohne weitere Justage mit dem jeweiligen Leistungsschalter mittels der jeweils benötigten
Befestigungsvorrichtungen verbunden werden kann.
Besonders vorteilhaft kann die Erfindung dadurch ausgestaltet werden, daß alternative Befestigungsvorrichtungen an wenigstens
zwei zueinander senkrecht stehenden Schmalseiten des Antriebsgehäuses vorgesehen sind.
Unter Schmalseiten sollen im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung die den Stirnseiten des Antriebsgehäuses benachbarten
Seiten verstanden werden. Diese werden von einer Schwenkebene der Antriebskurbel geschnitten. Die Antriebskurbel
kann in solchen Winkelpositionen auf der Antriebswelle befestigt werden, daß eine Antriebsstange bedarfsweise eine
Beliebige der Schmalseiten des Antriebsgehäuses oder ihre Verlängerung durchsetzt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels in einer Zeichnung gezeigt und anschließend beschrieben.
30
Dabei zeigt
Figur 1 schematisch eine Antriebseinrichtung mit zwei alternativen
Befestigungsvorrichtungen an zwei zueinander senkrecht stehenden Schmalseiten,
Figur 2 schematisch einen in der Antriebseinrichtung vorgesehenen Stoßdämpfer.
95GM0 2
Die Antriebseinrichtung weist ein Antriebsgehäuse 1 mit zwei Stirnseiten 2, 3 und eine zwischen diesen verlaufende Antriebswelle
4 auf, die die eine Stirnseite 3 durchsetzt und außerhalb des Antriebsgehäuses 1 eine Kurbel 5 trägt. Die
Kurbel 5 ist in zwei möglichen Positionen, und zwar einmal ausgezogen und einmal gestrichelt dargestellt. Die erstgenannte
Position wird verwirklicht, wenn ein senkrecht stehendes Leistungsschaltergehäuse 6 oberhalb des Antriebsgehäuses
vorgesehen ist, die gestrichelte Winkelposition der Antriebskurbel 5 wird dann verwirklicht, wenn ein horizontal liegendes
Leistungsschaltergehäuse 7 vorliegt.
Die Antriebskurbel 5 ist von der Antriebswelle 4 abnehmbar und jeweils in der gewünschten Winkelposition wieder auf die
Antriebswelle 4 aufsetzbar. Die Fixierung der Antriebskurbel 5 auf der Antriebswelle 4 wird durch eine Kerbverzahnung sichergestellt.
Die Stirnseiten 2, 3 des Antriebsgehäuses 1 sind durch Bleche oder Wände eines Gußgehäuses verwirklicht. Die übrigen 4 Seiten
des Antriebsgehäuses 1 werden als Schmalseiten bezeichnet. An diesen Schmalseiten ist das Antriebsgehäuse 1 wenigstens
teilweise offen. Die Stirnseiten 2, 3 des Antriebsgehäuses 1 sind mittels Stegen 8, 9, 10, 11 miteinander verbunden.
An den Schmalseiten 12 und 13 des Antriebsgehäuses 1 sind jeweils vier Laschen 14, 15 befestigt, die der Verbindung mit
0 dem jeweils vorliegenden Leistungsschaltergehäuse 6 oder 7 dienen.
Wenn das jeweilige Leistungsschaltergehäuse 6, 7 auf oder an dem Antriebsgehäuse 1 befestigt ist, verbindet die Antriebsstange
16, 16' die Antriebskurbel 5 mit einer Umlenkkurbel 17, 17', die auf einer das jeweilige Leistungsschaltergehäuse
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6, 7 durchsetzenden Umlenkwelle 18, 18' befestigt ist. Die
Umlenkwelle 18, 18* ist im Normalfall gasdicht durch die Wand
des Leistungsschaltergehäuses 6, 7 durchgeführt und treibt über eine weitere Kurbel 19 die Unterbrechereinheit 20 an.
5
An den dargestellten Leistungsschaltergehäusen 6, 7 sind jeweils Befestigungslaschen 21, 21' dargestellt, die auf die
Befestigungslaschen 14, 15 aufgelegt und mit diesen mittels Schrauben verbunden werden.
Die Laschen 14, 15 sind an dem Antriebsgehäuse 1 angegossen. Es können jedoch auch anstelle der von Bohrungen durchsetzten
Laschen 14, 15 dort befestigte Bolzen vorgesehen sein, auf die die Laschen 21, 21' aufsetzbar sind.
15
Es ist auch denkbar, die Befestigungsvorrichtungen 14, 15 nur in dem Gußkörper beispielsweise in Form von Laschen vorzubereiten
und diese dann je nach den Erfordernissen des vorliegenden Leistungsschaltergehäuses spanend zu bearbeiten, beispielsweise
durch Einbringen von Bohrungen.
In der Figur 2 ist ein in der Figur 1 nicht dargestellter Ausschaltdämpfer in Form eines topfartigen Hydraulikstoßdämpfers
22 dargestellt, der über eine Koppelstange 23 mit einer innerhalb des Antriebsgehäuses 1 auf der Antriebswelle
4 befestigten Dämpfungskurbel 24 verbunden ist. Ein ähnlicher
Dämpfer kann für die Einschaltbewegung vorgesehen sein. In der dargestellten Einbaulage ist bei dem Stoßdämpfer 22 kein
Auslaufen von Hydraulikflüssigkeit zu befürchten, da dieser unten geschlossen ist und die Dichtung der Kolbenstange 23 am
oberen Ende des Stoßdämpfers 22, und damit ohne ständigen Kontakt mit der Hydraulikflüssigkeit vorgesehen ist.
Claims (7)
1. Antriebseinrichtung für einen elektrischen Leistungsschalter mit einer durch einen Kraftspeicher antreibbaren, in einem
Antriebsgehäuse (1) gelagerten und senkrecht zu den Stirnseiten (2, 3) des Antriebsgehäuses (1) verlaufenden Antriebswelle
(4), die eine Antriebskurbel (5) antreibt, an welche eine eine Unterbrechereinheit (10) mittels einer
Axialbewegung betätigende Antriebsstange (16, 16') angekop-
10 pelt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebskurbel (5) wahlweise in verschiedenen Winkelpositionen
auf der Antriebswelle (4) fixierbar ist und daß das Antriebsgehäuse (1) an wenigstens zwei verschiedenen seiner
Schmalseiten (12, 13) alternativ verwendbare Befestigungsvorrichtungen
(14, 15) zur Verbindung mit einem Leistungsschaltergehäuse {6, 7) aufweist.
2. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein hydraulischer Stoßdämpfer (22) zur Dämpfung
einer Schaltbewegung vorgesehen ist, der in einer auslaufsicheren Einbaulage eingebaut ist.
3. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebskurbel (5) außerhalb des Antriebsgehäuses (1) auf der Antriebswelle (4) fixiert ist.
0
4. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsgehäuse (1) als einteiliges Gußgehäuse ausgebildet
ist.
A O 2
5. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtungen jeweils Bohrungen für Befestigungsschrauben
aufweisen.
6. Antriebsgehäuse nach Anspruch 4 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß
die Befestigungsvorrichtungen {14, 15) in das Gußgehäuse integriert
sind.
7. Antriebsgehäuse nach Anspruch 1, oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet, daß alternative Befestigungsvorrichtungen {14, 15) an wenigstens
zwei zueinander senkrecht stehenden Schmalseiten (12, 13) des Antriebsgehäuses (1) vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29511154U DE29511154U1 (de) | 1995-06-30 | 1995-06-30 | Antriebseinrichtung für einen elektrischen Leistungsschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29511154U DE29511154U1 (de) | 1995-06-30 | 1995-06-30 | Antriebseinrichtung für einen elektrischen Leistungsschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29511154U1 true DE29511154U1 (de) | 1995-08-24 |
Family
ID=8010350
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29511154U Expired - Lifetime DE29511154U1 (de) | 1995-06-30 | 1995-06-30 | Antriebseinrichtung für einen elektrischen Leistungsschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29511154U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19902631A1 (de) * | 1999-01-23 | 2000-07-27 | Valeo Schalter & Sensoren Gmbh | Lenkstockschalter |
| DE19904174A1 (de) * | 1999-02-03 | 2000-08-10 | Abb Patent Gmbh | Federspeicher-Schnappantrieb für ein elektrisches Schaltgerät |
| WO2007077108A1 (de) * | 2006-01-06 | 2007-07-12 | Siemens Aktiengesellschaft | Schaltstelle eines elektrischen schaltgerätes sowie verfahren zum bewegen eines schaltstückes einer schaltstelle |
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| DE9107209U1 (de) * | 1991-06-07 | 1991-08-08 | Siemens AG, 8000 München | Antriebseinrichtung für einen elektrischen Hochspannungsschalter |
-
1995
- 1995-06-30 DE DE29511154U patent/DE29511154U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19951005 |
|
| R163 | Identified publications notified |
Effective date: 19951030 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 19981127 |
|
| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
Effective date: 20020122 |
|
| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20030918 |
|
| R071 | Expiry of right |