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Die vorliegende Erfindung betrifft eine kastenartige
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Schaubildvorrichtung, wie sie im Oberbegriff des vorstehenden Anspruchs
1 besclrieben ist. Ferner bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum zyklischen
Fördern und Wenden ton Schaubildern und auch auf die Schaubilder selbst.
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Derartige Vorrichtungen sind im Stand der Technik in den unterschiedlichsten
Ausführungsformen bekannt und werden in den verschiedensten streichen eingesetzt.
Häufig bezeichnet man sie als Di3playvorrichtungen. Sie finden in der Werbung AnwendenT
und werden außerdem zu Informationszwecken eingesetzt. Um len Betrachtern einerseits
nicht immer das gleiche Bild ozw. Chart zeigen zu müssen, und andererseits möglichst
viel "Wissenswertes" zu vermitteln, müssen derartige Display- bzw. Schaubildgeräte
derart ausgebildet sein, daß sie einen automatischen Bildwechsel ermöglichen. Hierzu
besitzen die Geräte besondere Fördereinrichtungen und Magazine, in denen die Einzelbilder
ihrer Reihenfolge entsprechenl angeordnet und gelagert sind.
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Nachteilig macht sich jedoch bei den bisher bekannten Geräten bemerkbar,
daß sie sehr kompliziert aufgebaut und somit besonders wartungsanfällig sind. Außerdem
sind derartige Geräte sehr voluminös und zudem noch vom wirtschaftlichen Standpunkt
aus gesehen zu teuer. Bei denjenigen Vorrichtungen, die mit den sog. Dias arbeiten,
sind zusätzlich noch Vergrößerungseinrichtungen erforderlich, wobei zwischen Projektionsfläche
und Dia ein gewisser Abstand vorliegen muB, so daß diese Geräte sehr viel Platz
wegnehmen. Auch sind die Dias selbst sehr empfindlich und gerade bei der Darstellung
von Charts sehr unvorteilhaft in ihrem Einsatz, da zunächst einmal die Charts mit
ihrem entsprechenden Text und Bild hergestellt und anschließend fotografiert werden
mUssen, sofern man nicht mit einem aufwendigen und teuren
Episkop
arbeitet, das auch wiederum ein manuelles Wechseln der Einzelbilder erfordert. Aus
bekannten Gründen wird der Tageslichtbetrieb derartiger Display-Projektoren problematisch,
insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung, wie sie häufig bei Schaufenstern anzutreffen
ist.
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Ferner sind Displayvorrichtungen bekanntgeworden, die mit mehreren,
an einer vertikalen Achse aufgehängten Bildern arbeitet, um welche die Einzelbilder
in rhythmischem Abstand geschwenkt werden.
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Diese Ausführungen zeigen, daß ein besonderer Bedarf an einem einfachen
und zuverlässig arbeitenden Schaubildgerät und einem Verfahren zum zyklischen Fördern
dieser Schaubilder besteht.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Display- bzw.
Schaubildvorrichtung zuschaffen, die einfach im Aufbau und preiswert in ihrer Herstellung
ist und zudem noch eine lange Lebensdauer von Gerät und Bild sicherstellt, wobei
die oben aufgezeigten Nac'lteile des Standes der Technik vermieden werden sollen.
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Ferner soll das Gerät sehr raum:;parend ausgelegt sein, so daß der
Raumbedarf insbesondere in der Tiefe und Breite äußerst gering ist und trotzdem
ein rotes, gut sichtbares Bild zur Schau gestellt werden kann. Wichtig ist dabei
außerdem, daß unter veränderlichen Lichtbedingungen ein gleichmäßig ausgeleuchtetes,
hervorragendes Schaubild gezeigt werden kann.
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Auch müssen die Schaubilder selbst dieser besonderen Vorrichtung angepaßt
werden, so daß bei dem angestrebten Verfahren ein glatter Ablauf möglich ist, bei
dem die Bilder nicht beschädigt werden, sondern auf äu3erst kurzer Strecke eine
reihenfolgen.geredteDars-;ellung
der einzelnen Bilder ermöglichen.
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Diese Ziele und Aufgabell werden grundsätzlich und erfindungsgemäß
durch die im Anspruch 1 gekennzeichnete kastenartige Schaubildvorrich;ung gelöst.
Weitere Lösungen werden durch das Verfahren zum zyklischen Fördern und Wenden von
Schaubildern gemäa Anspruch 9 und durch die Schaubilder nach Anspruch 11 angeboten.
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Die erfindungsgefle Vorrichtung ist also derart kompakt aufgebaut,
daß sie auch dort verwendet werden kann, wo nur wenig Stellplatz vorhanden ist.
Dieses ist darauf zurückzuführen, daß die Qrfinduigsgemäße Schaubildvorrichtung
aus relativ wenigen Einzelttilen besteht, die eng nebeneinander bzw. übereinander
angeordnet sind und trotzdem einen einwandfreien Funktionsablauf sicherstellen.
Ferner nimmt auch das Fördern und Wenden ceine großen Strecken in Anspruch, sondern
wird Uber eine xreisförmige Umlenkscheibe, die über dem Stapel angeordnet ist, durchgeführt.
Von erfindungswesentlicher Bedeutung ist es dabei, das die Bilder bzw. Charts ausreichend
flexibel sind, um sich an die Umlenkscheibe mit relativ geringem Durchmesser anzupassen,
so daß das Bild einerseits vom hinteren Stapelende nach vorne gebracht wird, während
es gleichzeitig seitenmäßi,g gewendet wird, d.h. von der Rückseite zur Vorderseite
bzw, umgekehrt, wobei es ferner auf den Kopf gestellt wird, also um seine Längsachse
gedreht wird. Der Betrachter kann dann durch das Sicht fenster vollflächig direkt
das Bild erkennen, welches für eine bestimmte Zeit in dieser Stellung bleibt, bevor
das nächste Bild von oben davorgeschoben wird. Eine an sich bekannte elektronische
Steuereinheit ermöglicht dabei die unterschiedliche Zeitintervalleinstellung, wobei
ein sicherer Takt noch durch die Abfrageeinrichtung gewährleistet wird, die vorteilhafterweise
in
Form einer Fotozelle im Zusammenwirken mit einer Steuermarke auf dem Trär ausgebildet
sein kann.
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Die Schaubilder selbst müssen dabei nicht nur flexibel, sondern ebenfalls
temperaturbetändig und auch widerstandsfähig sein, damit ein einwandfleier Transport
durch die Fördereinrichtung und die weiteren Antriebsrollen mit Förderriemen und
Führungsrollen gesichert ist. Erfindungsgemäß wird dieser störungsfreie lang andauernde
Betrieb gewährleistet.
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In der Praxis ist es häufig beobachtet worden, daß nicht nur ein Einzelbild
nach oben gefördert wird, sondern ebenfalls das Folgebild mitgeschlegpt wird. Erfindungsgemäß
wird dieses durch die dem Bild eigere Materialsteifigkeit verhindert, da das Bildsenkrecht
iach oben steigt und an der Wendescheibe anschlagend, sicher zurückgehalten wird,
da es auf letztere in einem Winke von ca. 900 aufstößt.
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Dieses Folgebild kann die Krümr;ung der Wendescheibe nicht allein
überwinden, sondern bedrf hierzu dem direkten Anpreßdruck der Fördereinrichtung.
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Ein weiterer Vorteil der erfincungsgem§Ben Displayeinrichtung liegt
darin, daß sie flach und geschlossen ausgebildet sein kann, und so für eine statbfreie
Umgebung der Schaubilder gesorgt ist.
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Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel in Verbindung
mit der Zeichnung naher beschrieben, wobei sämtliche Merkmale von erfindungsgmäßer
Bedeutung sein können.
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Es zeigt: Fig. 1 eine seitliche Querschnittsansicht einer
erfindungsgem'B
ausgebildeten Schaubildvorrichtung, Fig. 2 eine Querschnittsansicht der in Fig.
1 gezeigten erfindungsgem'ßen Vorrichtung von vorne, und Fig. 3 eine QuerschnSttsansicht
der in den Fig. 1 und 2 gezeigten erfndungsgemäßen Schaubildvorrichtung von hinten
un<l Fig. 4 Längsschnitte durch verschiedene Ausführungsformen bis 6 der Schaubildtr
Fig. 7 das Schaubild bzw. Chart in einer Draufsicht.
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In den Figuren 1 bis 3 ist das relativ schmale rechteckige Gehäuse
der erfindungsgemäßen Schaubildvorrichtung mit 21 bezeichnet. Das Gehäuse 21 weist
mittig angeordnet auf der Vorderseite ein relativ großes Sichtfenster 19 auf. In
diesem Sichtfenster ist für den Betrachter das vorderste Bild 22 des Stapels 1 vollflächig
zu sehen. Aus Fig. 2 geht hervor, daß seitlich neben dem Penster 19 in Verkleidung
Leuchtstoffröhren 20 zur gleichmäßigen Ausleuchtung des Bildes 22 angeordnet sind.
Wie am besten aus Fig. 1 ersichtlich, ist der Schaubildstapel 1 mittig im Gehäuse
21 senkrecht angeordnet, wobei die Einzelbilder jeweils mit ihrer unteren Kante
auf dem Anschlag 13 aufliegen. Bei einem kleineren als dem gezeigten format, kann
der Anschlag 13 entsprechend derart verschoben werden, daß das obere Ende des Stapels
1 mit den Friktionsförderringen 2 in Kontakt steht. Damit eine Stapelanordnung der
Schaubilder erreicht wird, sind diese zwischen einer Stützplatte 14 und Halterungen
12 angeordnet. Die Stützplatte 14 liegt dabei auf dem hinteren Bild 23 auf, während
die Halterungen 12 seitlich am vorderen Bild 22
anliegen, und so
den Stapel zusammenhalten. Selbstverständlich sind die Halterungen 12 derart ausgestaltet,
daß sie nur am Rand des Bildes 22 angreifen und eine große Sichtbildfläche nach
vorn hin freilassen. In der vorliegenden Ausführungsform, die im Maßstab 1:2,5 abgebildet
ist, weisen die Bilder eine Größe von DIN A4 auf, wobei das Gehäuse 45 cm hoch ist
und eine Tiefe von 16,5 cm bei einer Breite von 26 cm aufweist. Auch diese Daten
zeigen wiederum, daß ein kompaktes Gerät geschaffen worden ist.
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Mit Bezug zu den einzelnen Figuren soll im folgenden der Verfahrensablauf
näher erläutert werden. Ein Motor 16 liefert den Antrieb und ist über einen Riemen
24 mit einer Kupplungs- und Bremseinheit 3 verbunden. Die Fig. 2 und 3 zeigen dabei
deutlich, daß die Brems- und Kupplungseinheit 3 seitlich außerhalb des Gehäuse 21
liegt. Ein weiterer Riemen 26 verbindet dann die Kupplungs- und Bremseinheit 3 mit
der Achse der Friktionsringe 2, wobei diese Achse 27 in einer Halterung 25 gelagert
ist, an der Andruckfedern 17 und ein Justierbolzen 18 angebracht sind. Die Andruckfedern
und der Justierbolzen stützen E ich dabei auf der Platte 14 ab.
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Über sie kann der Anpreßdruck cier Friktionsringe 2 auf das obere
Ende des Stapels 1 bw. dessen letztes Schaubild 23 eingestellt werden. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel sind, wie aus Fig. 3 deutlich E u ersehen ist, drei Friktionsringe
2 vorgesehen, die jeweils Leerlaufcharakteristik aufweisen, damit ein weiches Ansckleppen
des jeweils hintersten Bildes 23 ermöglicht wird. Sobcld die Friktionsringe 2 in
Bewegung versetzt werden, schieben sie aufgrund ihres Anpreßdruckes das hintere
Schaubild 23 etwas nach oben, bis es von den Riemenführungsroller 4 und der Umlenkscheibe
9 erfaßt wird, welche dann weit ei die Förderung des Schaubildes bewirken, während
die Friktion ringe 2 sich dann nur noch im Leerlauf drehen. Ein evtl. Ititgeschlepptes
Folgebild stößt dann auf Grund seiner Eisensteifigkeit etwa im rechten
Winkel
auf die Umlenks(heibe 9 und wird dort solange zurückgehalten, bis es mit den Friktionsrollen
2 direkt in Kontakt kommt. Der lunkt des Anstoßens an die Umlenkscheibe ist mit
28 bezeichnet.
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Als nächstes gelangt d<'s Bild 23 mit seinem oberen Ende in die
Lichtschranke der fotozelle 11. Aus Fig. 7 geht hervor, daß im seitlichen Berech
jedes Bildes eine Steuermarke 29 angebracht ist. In Fig. 7 ist weiter in gestrichelter
Linie angedeutet, daß sich einfalls eine Steuermarke 29 auf der Rückseite des Trägers
befindet. Diese Steuermarke, die eine beliebige Formaifweiser kann, arbeitet mit
einer an sich bekannten Steuereinheit 15 zusammen, und ermöglicht einen taktweisen
Ablauf der i'ildfolge. Je nach der Art und Weise der Schaubilder und entsprechend
ihrem Inhalt kann so die Standzeit der einzelnen Schaubilder gesteuert werden.
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Das Bild wird dann weiter um die Ulenkscheibe 9 herumgeführt, wobei
die Rollen 5 und 6 weiter zur Riemenführung dienen, während mit 7 ctie Antriebsrolle
bezeichnet ist.
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Hat das Bild nun im wecentlichen seine 1800-Wendung durchgeführt,
so ist es dann on erfindungswesentlicher Bedeutung, daß es dann einwandfrei und
sicher in den Stapel zurückgeschoben wird. Das Hineinschieben in den Stapel 1 kann
jedoch nicht beliebig erfolgert, sondern das Blatt muß dann die vordere Position
einnehmen, die hier mit 22 bezeichnet worden ist. Diese Verfahrensstufe wird durch
die Auswerferscheiben 10 gelöst, die etwas oberhalb des Stapels angeordnet sind.
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Nachdem das Bild zwangmäßig in vorderste Position gebracht worden
ist, wird es dort für den Betrachter durch das Sichtfenster 19 sichtbar.
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Das eben geschilderte Verfahren kann dabei in unterschiedlichen Geschwindigkeiten
durchgeführt werden, wobei jedes Bild bzw.
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Chart eine Vorder- und eine Rückseite besitzt, und somit doppelt soviel
Motive bzw. Texte untergebracht werden können als Bogen vorhanden sind.
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Damit jedoch nicht nur eine bildliche oder textliche Information gegeben
werden kann, ist gegebenenfalls zusätzlich auf dem Schaubild an ier Seite ein Tonträger
30 angebracht, der von einem nicht gezeigten Cerät angefahren und über Lautsprecher
wiedergel,eben wird.
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Die Fig. 4 bis 6 zeigen ferner verschiedene Ausführungsformen der
Schaubilder 22 bzw. 23, die aus einem flexiblen Kunststoff bestehen. Vorzursweise
ist dabei an eine Polypropylenfolie als Trägermaterial gemacht, die entsprechend
beschriftet oder bedruckt sein kann. Fig. 4 zeigt dabei eine beidseitig folienkaschierte
Ausführungsform. Fig. 5 einen Folienträger mit klebbarer Bildauflage und fig. 6
eine seitliche Trägerverstärkung, damit die Bilder nicht direkt aufeinanderliegen.
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