DE29503084U1 - Changiervorrichtung - Google Patents
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Description
ft
Unsere Akte: F 95/01GM .·*:·:· ·· :.·*·"···'"· 95029°21
Die Erfindung betrifft eine Changiervorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
Anders als bei herkömmlichen Changiervorrichtungen wird bei Flügelchangiervorrichtungen
die alternierende Bewegung des Fadens nicht durch einen einzigen hin und her bewegten Fadenführer bewirkt, sondern dadurch, daß gegensinnig rotierende Flügel
abwechselnd mit Ihren Spitzen den Faden erfassen und führen. Die fadenführende Flügelspitze
überstreicht das Lineal, so daß der Faden hin und her an der Leitkante entlang gleitet. Der Abstand zwischen den Endpunkten der Leitkante entspricht daher im wesentlichen
dem Changierhub. In der Nähe der Endpunkte schneiden die Drehkreise der Flügel die Leitkante. Die Geschwindigkeitskomponete, mit der der Faden quer zu seiner Laufrichtung
bewegt wird, hängt einerseits von der Winkelgeschwindigkeit ab, mit der die Flügel umlaufen, andererseits von dem radialen Abstand zwischen der Drehachse und dem
Punkt der Flügelspitze, an dem der Faden momentan anliegt. Durch die Form der Leitkante
wird dem Faden eine in bezug auf die Drehkreise der Flügel radiale Bewegungskomponete
aufgezwungen. Dadurch kann der Verlauf der Geschwindigkeit, mit der sich der Faden längs des Changierweges bewegt, beeinflußt werden, z.B. in dem Sinn, daß die
Geschwindigkeitskomponente in Richtung des Changierhubes auf dem ganzen Weg im 0 wesentlichen konstant ist. Die exakte Lage des Lineals ist daher von größter Wichtigkeit
für den Spulenaufbau.
Aus DE-85 07 650 U ist eine Changiervorrichtung bekannt, bei der in einem Gehäuse eine
antreibbare Hohlwelle des einen Rotors gelagert ist. Konzentrisch oder exzentrisch dazu
5 ist die Welle des zweiten Rotors in dem Gehäuse gelagert. Diese wird von einer Verzahnung
im Innenumfang der Hohlwelle über eine ebenfalls in dem Gehäuse gelagerte Vorgelegewelle angetrieben. Um bei der Montage eine spielfreie Getriebeeinstellung zu
ermöglichen, sitzt die Welle des zweiten Rotors in einer verdrehbaren Exzenterbuchse,
ebenso die Vorgelegewelle. Die Verdrehung der beiden Exzenterbuchsen hat den Neben-0
effekt, daß die Verbindungslinie zwischen den Drehachsen der beiden Rotoren relativ zum
Lineal verlagert wird. Um diese unerwünschte Verlagerung zu kompensieren, ist das
Gehäuse relativ zum Lineal um die Achse der Hohlwelle drehbar und feststellbar. Hierzu
sind in dem Deckel, an dem das Gehäuse befestigt ist, Langlöcher vorgesehen.
Die DE-OS 38 26 130 beschreibt eine Vorrichtung, bei der die Lage des Lineals während
der Spulenreise regelmäßig in vorbestimmten Zeitabständen verändert wird. Je nach Art
der Lageänderung wird dadurch jeweils mindestens ein Hubende verlagert. Dadurch soll
an den Wickelenden die Wulstbildung unterdrückt werden. Die Schrift enthält keine
Unsere Akte: F 95/01 GM \.:5.:. ej j\.s . :..:!". 95029021
Angaben über die baulichen Merkmale, die die Lageänderung des Lineals ermöglichen
oder bewirken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 zu schaffen, bei der das Lineal während des Betriebs von Hand justierbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind Gegenstände der Ansprüche 2 bis 5.
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Die Zeichnung dient zur Erläuterung der Erfindung anhand eines vereinfacht dargestellten
Ausführungsbeispiels.
Figur 1 zeigt eine Seitenansicht einer Aufspulvorrichtung mit einer erfindungsgemäßen
Changiervorrichtung, teilweise geschnitten.
Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf zwei nebeneinanderliegende Changiereinheiten einer
mehrstelligen Aufspulmaschine, wobei die in der Zeichnung linke Changiereinheit schematisch
nur die Lage der Rotoren und des Lineals ohne Gehäuse und ohne Getriebe darstellt.
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Figur 3 zeigt eine Frontansicht.
Die Figuren 4a und 4b zeigen den Stellbolzen in arretierter bzw. gelöster Stellung.
5 Die Figuren 5a bis 5c veranschaulichen verschiedene Einstellungen des Lineals.
Eine Spulspindel 1, auf der eine Spulenhülse 2 einer gerade im Aufbau befindlichen Spule
3 aufgespannt ist, ist in bekannter Weise mit einem in Figur 1 nicht dargestellten
Maschinengestell verbunden. Über der Spulspindel 1 ist eine Changiervorrichtung 4 für
0 einen Faden F, der senkrecht von oben über einen Fadenführer 5 zugeführt wird, ebenfalls
an dem Maschinengestell befestigt. Zwischen Spulspindel 1 und Changiervorrichtung 4 ist
eine Kontaktwalze 6 angeordnet, deren Achse waagerecht und parallel zur Achse der Spulspindel
1 ausgerichtet ist.
Zu der Changiervorrichtung 4 gehören zwei Rotoren 7, 8, die in einem Gehäuse 9 drehbar
gelagert sind. Ihre Drehachsen sind - wie z.B. aus DE 93 07 746 U bekannt - parallel in
kurzen Abständen zueinander angeordnet. Mittels eines Antriebs, von dem in Figur 1 nur
eine zu dem Rotor 7 gehörende Zahnscheibe 12 zu erkennen ist, sind die Rotoren 7, 8
gegensinnig mit gleicher Drehzahl antreibbar. Der Rotor 7 hat - wie in Figur 2 erkennbar -
Unsere Akte: F 95/01GM .*:.:.»: : .·.'..:···. 95029021
drei propellerartig angeordnete Flügel 13, der Rotor 8 hat entsprechend angeordnete
Flügel 14. Gemäß Figur 2 hat jeder Flügel 13 an der Seite, die in Drehrichtung vorne liegt,
in der Nähe seiner Spitze eine Fadenführungskante 13a, jeder Flügel 14 eine Fadenführungskante 14a.
5
5
Die Flügel 13 des Rotors 7 laufen in einer unteren Drehebene 15 um, die Flügel 14 des
Rotors 8 in einer oberen Drehebene 16. Der kurze Abstand zwischen den beiden Drehebenen
15, 16 ist d. Die Achsen der Rotoren 7, 8 sind schräggestellt, so daß die beiden
Drehebenen 15, 16 mit der Ebene des Changierdreiecks in Figur 1 einen spitzen Winkel
einschließen.
Zwischen den beiden Drehebenen 15,16 ist ein Lineal 17 angeordnet. Es hat auf der Seite,
die von den Drehachsen der Rotoren 7, 8 abgekehrt ist, eine Leitkante 41, im wesentlichen
in Form eines konvexen Bogens. Die Leitkante 41 erstreckt sich über den Changierhub H,
der im wesentlichen (d.h. abgesehen von kleinen insbesondere durch die Schrägstellung
der Changiervorrichtung bedingten Abweichungen) durch die Lage der Punkte definiert
ist, an denen die Drehkreise der Flügel 13, 14 die Leitkante 41 schneiden. An den beiden
Enden des Lineals 17 sind auf der von den Drehachsen abgewandten Seite Laschen 33
angebracht, die rechtwinklig zu der Linie, welche die beiden Endpunkte der Leitkante 41
0 verbindet, ausgerichtet sind. Das Lineal 17 ist an seitlichen Armen 42 befestigt, die spiegelsymmetrisch
zueinander an der Vorderwand des Gehäuses 9 festgeschraubt und mit Abstand über der oberen Drehebene 16 angeordnet sind. Der Abstand zwischen den
beiden Armen 42 ist nur wenig größer als der Changierhub H. Jeder Arm 42 hat an seinem
freien Ende einen nach unten gerichteten blockförmigen Ansatz 43. Dieser ist in der Nähe
seiner unteren Endfläche mit einem zu dieser Endfläche parallelen Schlitz 44 versehen. In
dem Schlitz 44 liegt mit geringem seitlichem Spiel die Lasche 33. Sie ist mit einem querliegenden
Langloch 45 versehen.
Der Ansatz 43 hat eine durchgehende Bohrung 46. Darin steckt ein Stellbolzen 47, dessen
0 obere Stirnfläche nach Art eines Schraubenkopfes mit einem Schlitz 48 versehen ist. An
der unteren Stirnfläche ist ein Exzenterstift 49 angebracht, der in das Langloch 45 eingreift.
Der Stellbolzen 47 hat eine umlaufende, im Schnitt V-förmige Nut 50. Darin greift die
konische Spitze einer Klemmschraube 51 ein. Der Konuswinkel entspricht dem Winkel
zwischen den Seitenflächen der Nut 50 und beträgt etwa 90°. Die Klemmschraube 51 sitzt
in einer mit Gewinde versehenen Bohrung, welche die Stirnfläche des Ansatzes 43 durchdringt.
Um das Lineal 17 zu justieren, wird die Klemmschraube 51 gelockert, d.h. aus der in Figur
4a veranschaulichten Stellung in die Stellung gemäß Figur 4b gebracht. Ihre Spitze greift
Unsere Akte: F 95/01GM .*:.:.,: : .·.'..:···. 95029021
nun nicht mehr in die Nut 50 ein, so daß nun der Stellbolzen 47 frei drehbar ist. Durch
s Verdrehen des Stellbolzens, z.B. in eine der in den Figuren 5a bis 5c veranschaulichten
Stellungen, läßt sich das Ende des Lineals 17 in der Richtung, in der sich die Lasche 33
erstreckt, in dem durch die Exzentrizität des Exzenterstiftes 49 vorgegebenen Rahmen
verschieben. Eine entsprechende Justierung ist auch am anderen Ende des Lineals 17
möglich. Das Lineal 17 kann daher nicht nur parallel zu sich selbst verschoben, sondern
auch in einem kleinen Winkelbereich verschwenkt werden. Das seitliche Spiel, mit dem die
Laschen 33 in den Nuten 44 liegen, ist so bemessen, daß diese Verschwenkung nicht
behindert wird. Andererseits ist es aber so gering, daß keine merkliche Verschiebung in
Hubrichtung auftreten kann. Wenn die optimale Stellung des Lineals 17 erreicht ist,
werden auf beiden Seiten die Klemmschrauben 51 angezogen, so daß die konischen Spitzen wieder in die Nuten 50 der Stellbolzen 47 eingreifen. Die konische Form der Spitze
bewirkt in Verbindung mit dem V-förmigen Nutenquerschnitt, daß der Stellbolzen 47 mit
seiner unteren Stirnfläche fest auf die Lasche 33 gedrückt wird. Auf diese Weise ist die
Einstellung arretiert.
Ein besonderer Vorteil besteht darin, daß die Stellbolzen 47 mit den Klemmschrauben 51 wie
am besten aus Fig. 2 ersichtlich - außerhalb der Drehkreise der Flügel liegen und von
der Bedienungsseite - d.h. von der dem Maschinengestell gegenüberliegenden Seite der
0 Changierebene - im Betrieb frei zugänglich sind. Der Effekt der Justierung ist unmittelbar
am Fadenlauf und an der Fadenübergabe sichtbar. Daher ist ein iterativer Optimierungsprozeß nicht erforderlich. Es erweist sich auch als vorteilhaft, daß das Lineal
17 sehr einfach austauschbar ist.
Claims (5)
1. Changiervorrichtung mit folgenden Merkmalen:
a) in einem Gehäuse sind zwei Rotoren gelagert, deren Achsen parallel zu
einander ausgerichtet sind und voneinander höchstens einen geringen Abstand
haben
b) jeder Rotor hat mindestens zwei Flügel, die nach Art eines Propellers
angeordnet sind
c) zwischen den Drehebenen der beiden Flügelanordnungen besteht ein kurzer
Abstand
d) die beiden Rotoren sind antreibbar und durch ein Getriebe in der Weise
gekoppelt, daß der eine Rotor gegensinnig zu dem anderen Rotor drehbar ist
e) in einer zu den beiden Drehebenen benachbarten, parallelen Ebene ist ein
Lineal angeordnet, welches eine Leitkante aufweist, deren Endpunkte im wesentlichen den Umkehrpunkten der Changierbewegung entsprechen
f) das Lineal ist mit dem Gehäuse durch Halteorgane und Befestigungsmittel, die
eine relative Verschiebung erlauben, verbunden
gekennzeichnet durch folgende weitere Merkmale:
30
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g) das Lineal (17) ist justierbar an Halteorganen (42) befestigt, die starr mit dem
Gehäuse (9) verbunden sind
h) außerhalb der Drehkreise der Flügel (13,14) sind Stellmittel (47) zur
Durchführung der Justierung frei zugänglich angeordnet.
Unsere Akte: F 95/01 GM * &idigr; · · . *· &iacgr; * &idigr; IS!.. 9502go2i
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende weitere Merkmale:
5 i) das Stellmittel ist als Stellbolzen (47) ausgebildet, der drehbar und arretierbar
in einer Bohrung (46) des Halteorgans (42) sitzt
j) an der Stirnfläche des Stellbolzens (47) ist ein Exzenterstift (49) angebracht
10 k) der Exzenterstift (49) greift in eine Öffnung (45) des Lineals (17) ein.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2 mit folgenden weiteren Merkmalen:
15 1) die Leitkante (41) befindet sich auf der von den Drehachsen der Rotoren (7,8)
abgekehrten Seite des Lineals (17)
m) an den Enden des Lineals (17) sind an der von den Drehachsen abgekehrten
Seite Laschen (33) angebracht, die rechtwinklig zur Verbindungslinie der
2 0 Endpunkte der Leitkante (41) ausgerichtet sind
n) die Lasche (33) ist mit einem querliegenden Langloch (45) für den Exzenterstift
(49) versehen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellbolzen
(47) durch eine Klemmschraube (51) gegen Verdrehen gesichert ist.
3 0
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellbolzen (47) eine
umlaufende Nut (50) mit V-förmigem Querschnitt aufweist und daß die Klemmschraube (51) mit einer konischen Spitze in die Nut (50) eingreift.
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