DE29503705U1 - Heizungsanlage, insbesondere zur Beheizung von Wohnräumen - Google Patents
Heizungsanlage, insbesondere zur Beheizung von WohnräumenInfo
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Description
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft eine Heizungsanlage, insbesondere zur Beheizung von Wohnräumen, mit mindestens einem Heizkörper,
der über Vor- und Rücklaufleitungen mit einem Kreislauf für ein Wärmeträgermedium verbunden ist.
Die heute weithin bekannten und verwendeten Niedertemperaturheizungsanlagen mit vorzugsweise in
Fensternischen angeordneten, durch Konvektion wirkenden Radiatoren mit thermostatgesteuerten Regelventilen haben vor
allem in der Übergangszeit einer Heizperiode den Nachteil, daß an den Heizkörpern wenig Strahlungswärme spürbar wird,
was oft zu einem unbehaglichen Wohngefühl führt. Dies rührt daher, daß der rechnerische Wärmebedarf, nach dem die
Heizkörpergröße ausgerichtet ist, in aller Regel wesentlich höher ist als der tatsächliche Wärmebedarf. Fremdwärme, wie
Sonneneinstrahlung, Elektrogeräte, Lampen, Menschen usw. tragen dazu bei, daß bei Erreichen der am Thermostatventil
des Heizkörpers eingestellten Sollwerte eine so starke Drosselung der Durchflußwassermenge eintritt, daß es im
Heizkörper zu einer Temperaturschichtung kommt. Das bedeutet, daß in der Regel nur ein kleiner Teil der
Heizfläche lauwarm ist, wodurch sich der Strahlungsanteil des Heizkörpers wesentlich verringert.
Niedertemperatur-Fußboden- und -Wandheizungen vermeiden zwar diese Nachteile, sind aber sehr träge und können einem
wechselnden Wärmebedarf nur schwer angepaßt werden.
Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu schaffen, um bei
Heizungsanlagen mit Heizkörpern den Rückgang in der Abgabe von Strahlungswärme bei geringem Wärmebedarf zu vermeiden.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
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Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, in einem Heizungssystem unterschiedliche Arten von Heizkörpern zu
verwenden, nämlich Primärheizkörper, die durch Abgabe von vorwiegend Strahlungswärme über die gesamte Heizkörperfläche
bei geringem Wärmebedarf und demgemäß niedrigen Vorlauftemperaturen gewissermaßen die Grundlast abdecken,
und Sekundärheizkörper, die als Konvektionsheizkörper oder Radiatoren bei höherem Wärmebedarf und entsprechend höheren
Vorlauftemperaturen zugeschaltet werden und die restliche nach DIN errechnete Wärmeabgabe gleichsam als Spitzenlast
abdecken.
Dabei wird es als besonders zweckmäßig angesehen, jedem Sekundärheizkörper einen Primärheizkörper an der dem zu
beheizenden Raum zugewandten Seite zuzuordnen, und beide in der Größe derart aufeinander abzustimmen, daß vor allem
dann, wenn beide Heizkörper in einer Heizkörpernische, insbesondere einer Fensternische angeordnet sind, der
Primärheizkörper den Sekundärheizkörper verdeckt. Wenn die Außenfläche des Primärheizkörpers dekorativ gestaltet ist,
kann der Primärheizkörper zugleich als Verkleidung für den Sekundärheizkörper dienen.
Die zweistufige Regelung dieses Heizsystems kann entweder über einen Raumthermostaten mit Halte- und Folgekontakt
erfolgen, was allerdings getrennte Heizungskreisläufe für Primär- und Sekundärheizkörper bedingt. Eine andere
Möglichkeit wäre der Einsatz zweistufiger Thermostatventile, die zuerst den Primärheizkörper und bei weiterer
Wärmeanforderung den Sekundärheizkörper durchströmen lassen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
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erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine Fensternische mit Primär- und Sekundärheizkörper nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Ansicht der Fensternische von der Rauminnenseite her,
Fig. 3 einen Horizontalschnitt durch die Fensternische und
Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch den Primärheizkörper in größerem Maßstab.
Fig. 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine Fensterwand 1 eines Wohnraumes, in der sich unter einem Fenster 2 eine
Fensternische 3 befindet. In der Fensternische 3 sind zwei Heizkörper angeordnet, nämlich innen, d.h. der Fensterwand
zugekehrt, ein Sekundärheizkörper 4, der von der Fensterwand durch eine wärmedämmende Schicht 5 getrennt sein kann, und
vor diesem sowie diesen verdeckend zur Innenseite des Raumes hin ein Primärheizkörper 6 (Fig. 2 und 3). Der
Primärheizkörper 6 und der Sekundärheizkörper 4 werden durch getrennte Leitungen 7 bzw. 8 beaufschlagt. Der
Primärheizkörper &dgr; kann, um den Zugang zu dem dahinterliegenden Sekundärheizkörper 4 zu ermöglichen, um
seine untere Kante nach außen umklappbar sein.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel dient der Primärheizkörper 6, der vornehmlich Strahlungswärme abgibt,
zugleich als Verkleidung für den rückwärtigen Sekundärheizkörper 4, der vornehmlich durch Konvektion wirkt
und in an sich bekannter Weise ausgebildet sein kann. Der Primärheizkörper 6 kann an der Außenfläche seiner Vorderwand
dekorativ gestaltet, insbesondere auch mit einer Beschichtung aus keramischem Material, insbesondere Fliesen,
versehen sein (Fig. 2). Die Vorderwand kann aber auch aus
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Natursteinen oder Metall bestehen und/oder verputzt sein,
gegebenenfalls auch stukkiert. Der Primärheizkörper 6 darf
jedoch nicht die gesamte Fläche der Fensternische 3 ausfüllen, um eine Luftzirkulation zu dem Sekundärheizkörper
4 zu ermöglichen.
Ein Querschnitt durch einen Primärheizkörper 6 ist in Fig. dargestellt. Dieser Heizkörper &dgr; besteht aus einer
Trägerplatte 9 ausreichender Festigkeit, z.B. einer Promat-Hartfaserplatte, als Rückwand. Auf die Trägerplatte
ist an der Innenseite ein wärmebeständiges und wärmespeicherndes Material 10 aufgetragen, das die einzelnen
Rohre 11 eines flächigen Rohrleitungssystems aufnimmt. Diese wärmespeichernde Schicht 10 kann aus Schamottesteinen
bestehen, die in Abständen voneinander verlegt sind, so daß Zwischenräume entstehen, in welche die Rohre 11 eingelegt
werden können. Die verbliebenen Hohlräume können dann mit einem erhärtenden Material, wie z.B. Schamottemörtel,
ausgefüllt sein, das die Rohre Il in wärmeleitender Verbindung umgibt. Die Vorderwand 12 hat ihrerseits wieder
wärmeleitende Verbindung mit der die Rohre 11 aufnehmenden Zwischenschicht 10 und gibt die Wärme des in dem
Rohrleitungssystem strömenden Wärmeträgermediums durch ganzflächige Strahlung an den betreffenden Raum ab. Ein
Gelenk zum Umklappen des Primärheizkörpers &dgr; nach vorne ist bei 13 angedeutet, eine Verriegelung bei 14 und ein
Entlüftungsventil bei 15.
Zur Erfindung gehört, daß das Rohrleitungssystem in dem Primärheizkörper 6 eine möglichst gleichmäßige
Wärmestrahlung bewirken muß. Somit ist ein Heizregister aus parallelen Rohren 11 einer mäanderförmigen Rohrführung
vorzuziehen. Die parallelen Rohre 11 verlaufen sinnvollerweise in Richtung der größeren Ausdehnung des
- rechteckigen - Primärheizkörpers 6, um möglichst wenig Verzweigungen zu benötigen.
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Die Wärmeabgabe eines solchen Primärheizkörpers liegt bei einer Vorlauftemperatur von 46° C, wie sie z.B. bei einer
Außentemperatur von +10° C gegeben ist, bei etwa 150 W/m2 und erzeugt eine angenehme Strahlungswärme.
Die Regelung der erfindungsgemäßen Heizungsanlage erfolgt
zweckmäßig zweistufig über einen handelsüblichen Raumthermostat mit Halte- und Folgekontakt. Sie bewirkt, daß
der Primärheizkörper 6 infolge seiner geringen Wärmeabgabe in der meisten Zeit des Tages eine angenehme Strahlungswärme
erzeugt. Der Raumthermostat bewirkt das öffnen bzw. Schließen eines Stellantriebs oder Magnetventils, das einen
Primär- und einen Sekundärheizkreislauf regelt.
Die Sekundärheizkörper 4 können in an sich bekannter Weise als DIN-Radiatoren, Röhrenradiatoren oder
Konvektionsheizkorper ausgebildet sein.
Bei Verwendung eines zweistufigen Thermostatventils ist auch die Möglichkeit gegeben, zwei- oder dreilagige Heizkörper
als Primär- und Sekundärheizkörper gemäß der Erfindung zu verwenden.
Claims (10)
1. Heizungsanlage, insbesondere zur Beheizung von Wohnräumen, mit mindestens einem Heizkörper, der über Vor-
und Rücklaufleitungen mit einem Kreislauf für ein Wärmeträgermedium verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die Heizungsanlage neben zur Wärmeabgabe vornehmlich durch Konvektion bestimmten Sekundärheizkörpern (4) weitere
plattenförmige, zur Wärmeabgabe vornehmlich durch Strahlung
bestimmte Primärheizkörper (6) umfaßt und daß der Kreislauf des Wärmeträgermediums so regelbar ist, daß bei geringem
Wärmebedarf vornehmlich die Primärheizkörper (6) und bei. höherem Wärmebedarf auch die Sekundärheizkörper (4)
beaufschlagt werden.
2. Heizungsanlage nach Anspruch I7 dadurch gekennzeichnet,
daß einem Sekundärheizkörper (4) jeweils ein Primärheizkörper (6) räumlich zugeordnet ist.
3. Heizungsanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Primärheizkörper (6) von dem zu beheizenden Raum her
gesehen vor dem Sekundärheizkörper (4) angeordnet ist.
4. Heizungsanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Primärheizkörper (6) eine größere Außenfläche
aufweist als der Sekundärheizkörper (4) und so angeordnet ist, daß er diesen verdeckt.
5. Heizkörper, vorzugsweise zur Verwendung als Primärheizkörper (6) in einer Heizungsanlage gemäß den
Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einer Trägerplatte (9) als Rückwand und einer zur
Wärmeabgabe durch Strahlung geeigneten Vorderwand (12) ein das Wärmeträgermedium führendes, im wesentlichen über die
ganze Fläche des Heizkörpers (6) verteiltes Rohrleitungssystem (11) angeordnet ist.
6. Heizkörper nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderwand (12) an der Außenfläche dekorativ gestaltet
ist.
7. Heizkörper nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderwand (12) aus keramischem
Material besteht.
8. Heizkörper nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrleitungssystem (11) in ein
wärmebeständiges und wärmespeicherndes Material (10) eingebettet ist.
9. Heizkörper nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrleitungssystem (11) als
Rohrregister aus parallel zueinander angeordneten, durch rechtwinklig dazu verlaufende Verteilerrohre gleichzeitig
beaufschlagbaren Rohren besteht.
10. Heizkörper nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die parallelen Rohre in Richtung der größeren
Erstreckung des Heizkörpers (6) verlaufen.
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Effective date: 20020101 |