DE29503702U1 - Behälter für Werkzeuge - Google Patents
Behälter für WerkzeugeInfo
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Description
Behälter für Werkzeuge
Die Erfindung betrifft einen Behälter für Werkzeuge, insbesondere längliche Werkzeuge wie Bohrer, Steckschlüssel,
Schraubenbetäticjungswerkzeuge und dergleichen, mit einem wannenförmigen Deckelteil, einem wannenförmigen
Bodenteil und einem in das Bodenteil einsetzbaren Aufnahmeteil für die Werkzeuge, wobei das
Deckelteil und das Bodenteil mittels Scharniereinrichtungen gelenkig miteinander verbunden und mittels Verschluß
einrichtungen gegen ein unbeabsichtigtes öffnen gesichert sind.
Behälter der gattungsgemäßen Art sind aus der Praxis
► · · ti · O * ·
-2-bekannt.
Diese Behälter sind zumeist als Stahlblechkassetten ausgeführt, wobei das Deckelteil und das Bodenteil
durch geeignete Umformverfahren, wie Tiefziehen, Stanzen usw. hergestellt sind.
Anschließend werden an dem Deckelteil und dem Bodenteil Scharniereinrichtungen und/oder Verschlußeinrichtungen
angebracht sowie das Aufnahmeteil für die Werkzeuge in den Behälter eingesetzt.
Nachteilig an diesen bekannten Behältern für Werkzeuge ist jedoch, daß sowohl das Deckelteil als auch das Bodenteil
aus fertigungstechnischen Gründen an nahezu allen Stellen wenigstens annähernd dieselbe Wandstärke
aufweisen, so daß die Wandstärke des Deckelteils bzw. des Bodenteils jeweils gemäß der am stärksten beanspruchten
Stelle des Deckelteils bzw. des Bodenteils ausgewählt werden muß, wodurch der Nachteil auftritt,
daß diese verhältnismäßig dicke Wandstärke auch an weniger stark belasteten Stellen des Deckelteils bzw.
des Bodenteils verwendet werden muß.
Hierdurch muß verhältnismäßig viel Werkstoff eingesetzt werden, was dazu führt, daß einerseits die Werk-
-3-
stoffkosten relativ hoch sind und andererseits unnötig
viel Energie zum Umformen des Deckelteils bzw. des Bodenteils aufgewendet werden muß, da jeweils verhältnismäßig
große Wandstärken bearbeitet werden müssen. Des weiteren sind bekannte Behälter für Werkzeuge aufgrund
der verwendeten Wandstärken verhältnismäßig schwer.
Der gesamte Behälter für Werkzeuge ist somit verhältnismäßig teuer und aufwendig in der Herstellung, da
entsprechend groß dimensionierte Bearbeitungsmaschinen eingesetzt werden müssen.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Behälter für Werkzeuge vorzusehen, bei
dem die überdimensionierung der Wandstärken des Dekkelteils und des Bodenteils reduziert ist, der kostengünstig
und einfach hergestellt werden kann und der leichter in der Handhabung ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Seitenflächen des Deckelteils und des Bodenteiles
separat gefertigt sind, wobei die Scharniereinrichtungen in die separat gefertigten Seitenflächen integriert
sind.
-4-
Durch das separate Fertigen der Seitenflächen des Dekkelteils und des Bodenteiles können nunmehr für die
Seitenflächen und den Rest des Bodenteils bzw. des Deckelteils unterschiedliche Wandstärken verwendet
werden, so daß Werkstoffkosten eingespart werden können
und gleichzeitig auch die Umformvorgänge zum Umformen des Werkstoffes kostengünstiger werden, da der
Energieaufwand zum Umformen von Bauteilen mit geringerer Wandstärke entsprechend abnimmt und somit das Umformen
auch mit einfacheren bzw. kleiner dimensionierten Maschinen erfolgen kann.
Durch das Vorsehen von Scharniereinrichtungen direkt in den separat gefertigen Seitenflächen können zusätzlich
Kosten eingespart werden, da die Scharniere bislang nachträglich am Deckelteil bzw. am Bodenteil angebracht
wurden, d.h. es waren zusätzliche Bauteile notwendig, die einen erhöhten Montageaufwand und somit
auch relativ hohe Kosten zur Folge hatten.
Auch das Eigengewicht des Behälters verringert sich durch die Möglichkeit der Verwendung unterschiedlicher
Wandstärken, so daß der erfindungsgemäße Behälter leichter handhabbar ist und somit der Gebrauchszweck
erhöht wird.
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-55-
Die Seitenflächen des Deckelteils und des Bodenteils können jeweils mittels eines Fügeverfahrens an dem Bodenteil
bzw. dem Deckelteil angebracht sein.
Abhängig von der Art der zu verbindenden Werkstoffe können die Seitenflächen mit dem Deckelteil bzw. dem
Bodenteil beispielsweise verschweißt, verklebt oder verlötet sein. Es liegt jedoch selbstverständlich im
Ermessen des Fachmannes, die Seitenflächen und das Boden- bzw. Deckelteil auch mittels anderer bekannter
Verbindungen, beispielsweise Niet- oder Schraubverbindungen, zu verbinden.
Um den erfindungsgemäßen Behälter für Werkzeuge zusätzlich
auszusteifen bzw. zu stabilisieren kann vorgesehen sein, daj3 das Aufnahmeteil für die Werkzeuge
mit dem Bodenteil verbunden ist.
Somit können auch von dem Aufnahmeteil für die Werkzeuge
entsprechend Kräfte aufgenommen werden, so daß die Wandstärke für das Bodenteil gegebenenfalls zusätzlich
noch verringert werden kann und auch hierdurch Kosten eingespart werden können.
Das Aufnahmeteil für die Werkzeuge kann auf einfache Weise mittels eines Fügeverfahrens mit dem Bodenteil
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-6-
verbindbar sein.
Hierzu kann insbesondere ein Punkt schwei/Jver fahren
vorgesehen sein, mit dem siehr schnell eine geeignete
Verbindung hergestellt werden kann. Es liegt jedoch im Ermessen des Fachmannes, gegebenenfalls andere geeignete
Fügeverfahren vorzusehen.
In vorteilhafter Weise kann das Aufnahmeteil für die Werkzeuge mit mindestens einem wenigstens annähernd
senkrecht zum Boden des Bodenteils verlaufenden Bereich versehen sein, an welchem die Verschlu/Jeinrichtungen
wenigstens teilweise angebracht sind.
Durch das Vorsehen wenigstens eines senkrecht zum Boden des Bodenteils verlaufenden Bereiches des Aufnahmeteils
für die Werkzeuge wird das Aufnahmeteil für die Werkzeuge und somit auch das mit diesem verbundene
Bodenteil zusätzlich ausgesteift, so daß insgesamt der
erfindungsgemäße Behälter für Werkzeuge stabiler ausgeführt ist.
Gleichzeitig kann an dem senkrecht zum Boden des Bodenteils verlaufenden Bereich auch die Verschlusseinrichtung
wenigstens teilweise angebracht sein, d.h. in dem genannten Bereich sind entsprechende Aufnahmen,
-7-
Ausstanzungen oder dergleichen vorgesehen, welche zur
Aufnahme der Verschlu/Seinrichtungen geeignet sind.
Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß das Bodenteil und
das Deckelteil des erfindungsgemäßen Behälters für
Werkzeuge nahezu identisch cjefertigt werden können,
was bisher nicht der Fall war,, da bislang im Bodenteil und/oder im Deckelteil entsprechende Aufnahmen, Ausstanzungen
oder dergleichen vorgesehen waren.
An dem wenigstens annähernd senkrecht zum Boden des Bodenteils verlaufenden Bereich des Aufnahmeteils kann
des weiteren ein Tragegriff für den erfindungsgemä/Sen
Behälter für Werkzeuge angebracht sein.
Durch das Anbringen des Tragegriffes an dem genannten Bereich ergibt sich der Vorteil, da/3 der Tragegriff
mittig auf der Frontseite des erfindungsgemäjSen Behälters
angeordnet werden kann, so da/3 sich beim Aufheben bzw. Aufnehmen des Behälters und beim Tragen desselben
keine "Schräglage" ergibt.
Das Deckelteil und das Bodenteil können somit dieselbe Tiefe aufweisen und somit auch mit demselben Werkzeug
durch einen Umformvorgang hergestellt werden, wodurch sich die Fertigungskosten für den Behälter erheblich
-8-
verringern.
Damit die erfindungsgemäßen Behälter auf einfache Art
und Weise gelagert werden können, kann vorgesehen sein, daß in dem Deckelteil und in dem Bodenteil Stapelprägungen
sind.
Sollen mehrere Behälter übereinandergestapelt werden, so können diese auf einfache Art und Weise jeweils in
die Stapelprägungen des unten liegenden bzw. darüberliegenden Behälters eingreifen und somit sicher und
problemlos übereinandergestapelt werden.
Um sicherzustellen, daß die Behälter immer in richtiger Lage, d.h. mit dem Deckelteil nach oben und dem
Bodenteil nach unten, gestapelt werden, können die Stapelprägungen asymmetrisch ausgeführt sein.
Somit wird vermieden, da/3 beim öffnen des obersten Behälters
eines Stapels das Bodenteil oben liegt und somit dieses geöffnet wird, wodurch die in dem Behälter
gelagerten Werkzeuge während des Öffnungsvorganges herausfallen könnten. Durch die asymmetrischen Stapelprägungen
können die Behälter immer nur in einer bestimmten Position angeordnet cjestapelt werden.
-S-
Ein sicheres Schließen des erfindungsgemäßen Behälters kann dadurch gewährleistet sein, daß in mindestens einem
wenigstens annähernd senkrecht zum Boden des Bodenteils verlaufenden Bereich Einstanzungen vorgesehen
sind, die beim Verschwenken des Deckelteils in Richtung auf das Bodenteil in komplementäre Einstanzungen
im Deckelteil eingreifen.
Beim Schließvorgang wird das Deckelteil somit immer in
eine definierte Stellung gebracht und von den Verschlußeinrichtungen gegen unbeabsichtigtes öffnen
gesichert. Die Einstanzungen können hierbei vorzugsweise an der Frontseite des erfindungsgemäßen Behälters
vorgesehen sein, und zwar im Bodenteil oder im Aufnahmeteil für die Werkzeuge, es liegt jedoch im Ermessen
des Fachmannes, die Einstanzungen auch an den Seitenflächen des Behälters vorzusehen.
Des weiteren kann der erfindungsgemäße Behälter für Werkzeuge so ausgeführt sein, daß das Deckelteil gegenüber
dem Bodenteil um einen Winkel von wenigstens annähernd 180" verschwenkbar ist.
Das Deckelteil kann somit in aufgeklapptem Zustand die Funktion einer Ablageschale oder dergleichen übernehmen,
in welche beispielsweise Schrauben oder andere
-10-
Kleinteile eingelegt und sicher verwahrt werden können, bis sie wieder benötigt werden.
Um die Werkzeuge in dem Behälter sicher und übersichtlich lagern zu können, kann das Aufnahmeteil für die
Werkzeuge Ausstanzungen und Abkantungen aufweisen, in bzw. auf welche die Werkzeuge einsetzbar oder aufsteckbar
sind.
Derartige Ausstanzungen und Abkantungen sind aus der Praxis bekannt und tragen wesentlich zur übersichtlichen
Lagerung und einem schnellen Zugriff auf die Werkzeuge bei.
In vorteilhafter Weise kann hierbei vorgesehen sein, daß mindestens eine Abkantimg wenigstens annähernd die
Form eines Rechteckes aufweist, welches mit zwei Lappen versehen ist, deren freie Enden jeweils dem Boden
des Aufnahmeteils abgewandt sind, wobei zwischen den Lappen ein Freiraum vorgesehen ist und die Unterseite
des Freiraumes mit einer wenigstens annähernd teilkreisförmigen Öffnung versehen ist, wobei in den Freiraum
ein Werkzeug einsetzbar ist.
Durch die beschriebene Ausführungsform der Abkantung
ergibt sich somit die Möglichkeit, Werkzeuge mit we-
-11-
nigstens teilweise rundem Querschnitt und auch Werkzeuge mit wenigstens teilweise rechteckförmigem Querschnitt,
wie beispielsweise Knarren bzw. Ratschen, sicher zu halten und zu lagern, da die Werkzeuge mit
dem wenigstens teilweise runden Querschnitt von der teilkreisförmigen Öffnung aufgenommen werden können,
wohingegen die Werkzeuge mit wenigstens teilweise rechteckförmigem Querschnitt in den Freiraum zwischen
den Lappen einsetzbar sind.
Um eine möglichst hohe Stabilität zu erzielen, kann das Aufnahmeteil für die Werkzeuge aus Metall gefertigt
sein.
Es liegt selbstverständlich jedoch auch im Ermessen des Fachmannes, das Aufnahiueteil für die Werkzeuge aus
einem anderen geeigneten Werkstoff, beispielsweise einem Kunststoff, herzustellen.
Nachfolgend ist anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung prinzipmä/Jig beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine dreidimensionale Ansicht eines erfin-
-12-
dungsgemä/3en Behälters in geschlossener Stellung,
Fig. 2 eine Ansicht des Behälters der Fig. 1 in geöffneter Stellung,
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung eine dreidimensionale
Ansicht der Seitenflächen des Behälters der Fig. 1,
Fig. 4 eine dreidimensionale Ansicht eines Aufnahmeteils für Werkzeuge, und
Fig. 5 eine Frontansicht einer Ausstanzung, die zur Aufnahme eines Werkzeuges geeignet ist.
Bezugnehmend auf Fig. 1 ist ein Behälter 1 dargestellt, welcher ein Deckelteil 2 und ein Bodenteil 3
aufweist.
Das Deckelteil 2 und das Bodenteil 3 sind über ihre jeweiligen Seitenflächen 4a bis 4d gelenkig miteinander
verbunden, so daß das Deckelteil 2 gegenüber dem Bodenteil 3 zum Öffnen des Behälters 1 verschwenkbar
ist. Als "Seitenflächen" sollen die die Frontseite mit der Rückseite des Behälters verbindenden Flächen bzw.
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• ·
-13-Bauteile bezeichnet werden.
An der Frontseite des Behälters 1 sind außerdem ein Tragegriff 5 sowie Verschlußeinrichtungen angeordnet,
welche in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel als Kniehebelverschlüsse 6 ausgebildet sind.
Sowohl auf dem Deckelteil 2 als auch auf dem Bodenteil 3 sind Stapelprägungen 20 angebracht, welche es erlauben,
daß mehrere Behälter 1 sicher und problemlos übereinander gestapelt werden können.
Die Stapelprägungen 20 sind hierbei als asymmetrische Stapelprägungen 20 ausgebildet, d.h., daß jeweils die
sich gegenüberliegenden Stapelprägungen 20a gleich ausgebildet sind, während einander benachbart vorgesehene
Stapelprägungen 20a, 20b unterschiedlich ausgeführt sind. Diese unterschiedliche Ausführungsform
kann beispielsweise so realisiert sein, daß die Erhabenheit über das Deckelteil 2 bzw. das Bodenteil 3 der
einzelnen Bereiche der Stapelprägungen für die Stapelprägungen 20a und 20b jeweils unterschiedlich ausgeführt
ist.
Durch die asymmetrischen £3tapelprägungen 20 ist sichergestellt, daß die Behälter 1 jeweils nur in einer
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bestimmten Lage sicher und problemlos übereinandergestapelt
werden können, d.h, es ist gewährleistet, daß sich das Deckelteil 2 beim Stapeln der Behälter 1 immer
oben befindet, so daß beim öffnen des Deckelteils
2 keinerlei Werkzeuge aus dem Behälter 1 herausfallen
können.
Fig. 2 zeigt den Behälter 1 der Fig. 1 in geöffnetem Zustand. Hierbei ist in dein Bodenteil 3 des Behälters
1 ein Aufnahmeteil 7 für Werkzeuge 8 vorgesehen, welches Abkantungen 9 mit darin angebrachten Ausstanzungen
aufweist, in welche die Werkzeuge 8 eingelegt oder auch aufgesteckt werden können.
Das Aufnahmeteil 7 für die Werkzeuge 8 ist hierbei mittels mehrerer Punkt schwe ijßungen fest mit dem Bodenteil
3 des Behälters 1 verbunden, so daß das Bodenteil
3 durch das Aufnahmeteil 7 für die Werkzeuge 8 entsprechend ausgesteift wird und somit der Behälter 1
insgesamt stabiler ist.
Da das Deckelteil 2, das Bodenteil 3 und die Seitenflächen 4 getrennt gefertigt werden, können für diese
Bauteile unterschiedliche Wandstärken bzw. Blechstärken verwendet werden.
15-
So kann beispielsweise das Deckelteil 2 aus einem Blech mit einer geringeren Wandstärke bzw. Wanddicke
hergestellt sein als das Bodenteil 3, so da/? auf diese
Art und Weise Werkstoffkosten eingespart werden können und auch die Herstellungskosten für den Behälter 1 abnehmen,
da ein entsprechend geringerer Energieaufwand zum Umformen des Deckelteiles 2 notwendig ist.
Das Deckelteil 2 und das Bodenteil 3 sind nahezu identisch, so dajS diese Bauteile mit demselben Werkzeug
hergestellt werden können, was zu einer kostengünstigen Herstellung von Deckelteil 2 und Bodenteil 3
führt, da diese in entsprechend großen Stückzahlen hergestellt werden können. Des weiteren kann ein Werkzeug,
entweder das für die Herstellung des Deckelteils oder das für die Herstellung des Bodenteils notwendig
ist, vollständig entfallen„ so daß auch die Werkzeugkosten
entsprechend niedriger sind.
Nachdem das Deckelteil 2 und das Bodenteil 3 hergestellt wurden, müssen diese, je nach ihrem Verwendungszweck,
nur noch geringfügig nachbearbeitet werden.
Die Seitenflächen 4a bis 4d, die im Gegensatz zum Stand der Technik eigentlich keine Seitenflächen sind,
-16-
sondern Bauteile, wie in der Fig. 3 dargestellt, sind ebenfalls mittels Punktschweißverbindungen mit dem
Deckelteil 2 bzw. dem Bodenteil 3 verbunden.
Die Fig. 3 zeigt die Seitenflächen 4a,4b in geschlossenem
Zustand des Behälters 1.
Die Verbindung erfolgt hierbei mittels flanschartiger
Kanten 10, welche auf das Deckelteil 2 bzw. auf das Bodenteil 3 aufgesetzt und anschließend jeweils mit
diesen verschweißt werden. Auch diese Verbindungen können vorteilhaft als Punktschweißung ausgeführt
sein.
Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß die Seitenflächen 4 unabhängig von der Länge des Behälters 1 hergestellt
werden können, d.h. die Seitenflächen 4 können in großen Stückzahlen hergestellt und anschließend an unterschiedlich
langen Behältern 1 montiert werden.
In die Seitenflächen 4 ist eine Scharniereinrichtung 11 integriert, so daß das Vorsehen und die Montage externer
Scharniereinrichtungen an dem Behälter 1 entfällt.
Die Scharniereinrichtung 11 ist hierbei so ausgebil-
-17-
det, daß an einer der Seitenflächen 4, in dem Ausführungsbeispiel
nach der Fig. 3 an der Seitenfläche 4b, ein Zapfen 12 angeformt oder angebracht ist, welcher
in eine komplementäre Bohrung bzw. öffnung der zweiten Seitenfläche 4, in dem Ausführungsbeispiel nach der
Fig. 3 in eine Bohrung in der Seitenfläche 4a, eingesetzt ist. Falls erforderlich, kann der Zapfen 11 noch
zusätzlich plastisch verformt werden, um zu vermeiden, daß er ungewollt aus der Bohrung herausgehen kann.
Fig. 4 zeigt in einer dreidimensionalen Ansicht das Aufnahmeteil 7, welche in das Bodenteil 3 des Behälters
1 eingesetzt und an diesem, wie bereits erwähnt, befestigt wird.
Das Aufnahmeteil 7 ist hierbei mit einem wenigstens annähernd senkrecht zum Boden des nicht dargestellten
Bodenteils 3 verlaufenden Bereich 13 versehen, wobei der senkrechte Bereich 13 einerseits das Aufnahmeteil
7 aussteift und andererseits als Träger für Einrichtungen 14 zur Aufnahme des Tragegriffs 5 und zur Aufnahme
von wenigstens einem Teil der in der Fig. 1 dargestellten VerschlUjSeinrichtungen 6 dient. Die Verschluß
einrichtungen 6 werden hierbei in Ausstanzungen
15 in dem senkrechten Bereich 13 eingesetzt und angebracht .
-18-
Durch das Vorsehen der Einrichtungen 14 zur Aufnahme des Tragegriffs 5 auf dem senkrechten Bereich 13 des
Aufnahmeteils 7 kann der Tragegriff 5 mittig auf der Frontseite des Behälters 1 angeordnet werden, so daß
der Tragegriff 5 oberhalb des Schwerpunkts des Behälters 1 angeordnet ist und hierdurch eine "Schräglage"
des Behälters 1 während des Transports vermieden wird. Beim Stand der Technik ist es üblich, den Tragegriff
auf dem bezüglich des Deckelteils asymmetrisch ausgebildeten Bodenteil zu befestigen, so daß Deckelteil
und Bodenteil nicht identisch ausgeführt sein konnten, was zu höheren Herstellungskosten führte.
In dem senkrechten Bereich 13 sind des weiteren Einstanzungen 16 vorgesehen, welche in komplementäre Einstanzungen
(nicht dargestellt) im Deckelteil 2 des Behälters 1 eingreifen und somit beim Verschließen des
Behälters 1 das Deckelteil 2 immer in eine definierte Stellung bringen, so daß eine Verformung des Deckelteils
2 durch unsachgemäßes Schließen des Behälters 1 vermieden wird.
Das Deckelteil 2 wird zusätzlich während des Schließvorganges über den senkrechten Bereich 13 des Aufnahmeteils
7 geführt und auch durch diese Maßnahme in ei-
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ne definierte Stellung im geschlossenen Zustand des Behälters 1 gebracht.
Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Abkantung
9, die beispielsweise zur Aufnahme einer Knarre oder einer Ratsche geeignet ist,. Die Abkantung weist hierbei
die Form eines Rechtecks auf, welches mit zwei Lappen 17 versehen ist, wobei die freien Enden der
Lappen 17 jeweils dem Aufnahmeteil 7 abgewandt sind.
Zwischen den Lappen 17 ist ein Freiraum 18 vorgesehen, wobei die Unterseite des Freiraums 18 mit einer wenigstens
annähernd teilkreisförmigen Öffnung 19 versehen ist. In den Freiraum 18 ist somit ein Werkzeug einsetzbar,
welches beispielsweise einen runden Querschnitt oder einen reckteckförmigen Querschnitt aufweisen
kann, wie prinzipmä/?ig durch die gestrichelten bzw. strichpunktierten Linien in der Fig. 5 dargestellt
ist.
Mit der beschriebenen Anordnung ist ein Behälter für Werkzeuge, insbesondere längliche Werkzeuge, realisiert,
der einfach und kostengünstig hergestellt werden kann und dennoch eine ausreichende Stabilität aufweist.
Insbesondere durch die separate Fertigung der Seitenflächen 4 ist es möglich, einerseits unterschiedliche
Blechstärken bzw. Wandstärken für die einzelnen Bauteile zu verwenden und andererseits auch Bauteile in
größeren Stückzahlen herstellen zu können, welche für unterschiedlich ausgeführte Behälter 1 verwendbar
sind, so daß durch diese Maßnahme wesentlich zur Kosteneinsparung
bei der Herstellung derartiger Behälter beigetragen wird.
Claims (14)
1. Behälter für Werkzeuge, insbesondere längliche Werkzeuge wie Bohrer, Steckschlüssel, Schraubenbetätigungswerkzeuge
und dergleichen, mit einem wannenförmigen Deckelteil, einem wannenförmigen Bodenteil
und einem in das Bodenteil einsetzbaren Aufnahmeteil für die Werkzeuge, wobei das Deckelteil
und das Bodenteil mittels Scharniereinrichtungen gelenkig miteinander verbunden und mittels
Verschlußeinrichtungen gegen ein unbeabsichtigtes Öffnen gesichert sind,
dadurch gekennzeichnet, da/3
die Seitenflächen (4) des Deckelteils (2) und des
die Seitenflächen (4) des Deckelteils (2) und des
-2-
Bodenteils (3) separat gefertigt sind, wobei die Scharniereinrichtungen (11) in die separat gefertigten
Seitenflächen (4) integriert sind.
2. Behälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Seitenflächen (4) des Deckelteils (2) und des Bodenteils (3) jeweils mittels eines Fügeverfahrens
an dem Bodenteil (3) bzw. dem Deckelteil (2) angebracht sind.
3. Behälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (7) für die Werkzeuge (8) mit dem
Bodenteil (3) verbunden ist.
4. Behälter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (7) für die Werkzeuge (8) mittels
eines Fügeverfahrens mit dem Bodenteil (3) verbindbar ist.
5. Behälter nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Fügeverfahren ein Punktschweißverfahren ist.
-3-
6. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (7) für die Werkzeuge (8) mit mindestens einem wenigstens annähernd senkrecht zum Boden des Bodenteils (3) verlaufenden Bereich (13) versehen ist, an welchem die Verschlußeinrichtungen (6) wenigstens teilweise angebracht sind.
dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (7) für die Werkzeuge (8) mit mindestens einem wenigstens annähernd senkrecht zum Boden des Bodenteils (3) verlaufenden Bereich (13) versehen ist, an welchem die Verschlußeinrichtungen (6) wenigstens teilweise angebracht sind.
7. Behälter nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß an dem wenigstens annähernd senkrecht zum Boden
des Bodenteils (3) verlaufenden Bereich (13) des Aufnahmeteils (7) ein Tragegriff (5) angebracht
ist.
8. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem Deckelteil (2) und in dem Bodenteil (3) Stapelprägungen (20) vorgesehen sind.
dadurch gekennzeichnet, daß in dem Deckelteil (2) und in dem Bodenteil (3) Stapelprägungen (20) vorgesehen sind.
9. Behälter nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stapelprägungen (20) asymmetrisch ausgeführt
sind.
-4-
10. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß in mindestens einem wenigstens annähernd senkrecht zum Boden des Bodenteils (3) verlaufenden Bereich (13) Einstanzungen (16) vorgesehen sind, die beim Verschwenken des Deckelteils (2) in Richtung auf das Bodenteil (3) in komplementäre Einstanzungen im Deckelteil (2) eingreifen.
dadurch gekennzeichnet, daß in mindestens einem wenigstens annähernd senkrecht zum Boden des Bodenteils (3) verlaufenden Bereich (13) Einstanzungen (16) vorgesehen sind, die beim Verschwenken des Deckelteils (2) in Richtung auf das Bodenteil (3) in komplementäre Einstanzungen im Deckelteil (2) eingreifen.
11. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Deckelteil (2) gegenüber dem Bodenteil (3) um einen Winkel von wenigstens annähernd 180° verschwenkbar ist.
dadurch gekennzeichnet, daß
das Deckelteil (2) gegenüber dem Bodenteil (3) um einen Winkel von wenigstens annähernd 180° verschwenkbar ist.
12. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Aufnahmeteil (7) für die Werkzeuge (8) Ausstanzungen und Abkantungen (9) aufweist, in die Werkzeuge (8) einsetzbar oder aufsteckbar sind.
dadurch gekennzeichnet, daß
das Aufnahmeteil (7) für die Werkzeuge (8) Ausstanzungen und Abkantungen (9) aufweist, in die Werkzeuge (8) einsetzbar oder aufsteckbar sind.
13. Behälter nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eine Abkantung (9) wenigstens annähernd die Form eines Rechtecks aufweist, welches mit zwei Lappen (17) versehen ist, deren freie Enden
mindestens eine Abkantung (9) wenigstens annähernd die Form eines Rechtecks aufweist, welches mit zwei Lappen (17) versehen ist, deren freie Enden
-5-
jeweils dem Boden des Aufnahmeteils (7) abgewandt sind, wobei zwischen den Lappen (17) ein Freiraum
(18) vorgesehen ist und die Unterseite des Freiraumes (18) mit einer wenigstens annähernd teilkreisförmigen
öffnung (19) versehen ist, wobei in den Freiraum (18) ein Werkzeug (8) einsetzbar ist.
14. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
. dadurch gekennzeichnet, da0
das Aufnahmeteil (7) für die Werkzeuge (8) aus Metall gefertigt ist.
. dadurch gekennzeichnet, da0
das Aufnahmeteil (7) für die Werkzeuge (8) aus Metall gefertigt ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29503702U DE29503702U1 (de) | 1995-03-04 | 1995-03-04 | Behälter für Werkzeuge |
| GB9525494A GB2298635B (en) | 1995-03-04 | 1995-12-14 | Container for tools |
| FR9601108A FR2731167B3 (fr) | 1995-03-04 | 1996-01-26 | Boite a outils |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29503702U DE29503702U1 (de) | 1995-03-04 | 1995-03-04 | Behälter für Werkzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29503702U1 true DE29503702U1 (de) | 1995-04-20 |
Family
ID=8004865
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29503702U Expired - Lifetime DE29503702U1 (de) | 1995-03-04 | 1995-03-04 | Behälter für Werkzeuge |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29503702U1 (de) |
| FR (1) | FR2731167B3 (de) |
| GB (1) | GB2298635B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10216988A1 (de) * | 2002-04-16 | 2003-10-30 | Rene Stern | Versorgungsbox |
| DE102007038198A1 (de) * | 2007-08-14 | 2009-02-19 | Gedore-Werkzeugfabrik Otto Dowidat Kg | Werkzeugkoffer |
-
1995
- 1995-03-04 DE DE29503702U patent/DE29503702U1/de not_active Expired - Lifetime
- 1995-12-14 GB GB9525494A patent/GB2298635B/en not_active Expired - Fee Related
-
1996
- 1996-01-26 FR FR9601108A patent/FR2731167B3/fr not_active Expired - Fee Related
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10216988A1 (de) * | 2002-04-16 | 2003-10-30 | Rene Stern | Versorgungsbox |
| DE102007038198A1 (de) * | 2007-08-14 | 2009-02-19 | Gedore-Werkzeugfabrik Otto Dowidat Kg | Werkzeugkoffer |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB2298635B (en) | 1998-02-25 |
| GB9525494D0 (en) | 1996-02-14 |
| FR2731167A1 (fr) | 1996-09-06 |
| FR2731167B3 (fr) | 1997-05-09 |
| GB2298635A (en) | 1996-09-11 |
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Legal Events
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