DE29502425U1 - Fachwerkhaus - Google Patents
FachwerkhausInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
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Description
789891GA
Fachwerkhaus Die Erfindung betrifft ein Fachwerkhaus.
Fachwerkhäuser sind als traditionelle Bauform schon lange bekannt. Sie sind aufgebaut aus einem tragenden Gerippe aus
Holzbalken, bei dem die zwischen den Holzbalken gebildeten Gefache mit Wandmaterialien, Fenstern und Türen ausgefüllt
werden. Die Auswahl des zur Ausfachung verwendeten Wandmaterials richtet sich u.a. nach den örtlichen
Gegebenheiten. Verwendet werden z.B. Findlinge, mit Lehm vermischter Reisig oder besonders in Norddeutschland eine
Ausfachung durch Mauerwerk aus Klinkern. In jüngerer Zeit wurden verschiedene Vorschläge zum kostengünstigeren Aufbau
eines Fachwerkhauses gemacht.
Aus der Schrift DE 40 39 651 Al ist ein Fachwerkhaus mit
einem tragenden Gerippe aus Holzbalken bekannt, bei dem die das Gerippe bildenden Holzbalken einen Kern aus Bauholz,
wie Fichte, Tanne, aufweisen und an den äußeren und inneren Sichtflächen mit einer Schicht aus witterungsbeständigem
Edelholz, wie Eiche, Mahagoni, belegt sind. Bei dieser Ausführungsform des Fachwerks werden Balken
unterschiedlicher Holzarten mit relativ großem Querschnitt verwendet. Die Balken werden also abhängig von Temperatur
oder Luftfeuchtigkeit arbeiten und damit zu Verspannungen des Fachwerks führen.
Aus der Schrift DE 38 17 974 C2 ist eine Hausfassade vom
Aussehen eines Fachwerkhauses bekannt. Dabei besteht zumindest ein Teil des Rahmenwerks und der Fächer aus
Balken bzw. Platten, die durch Gießen aus Leichtbeton vorgefertigt und an der Baustelle mit Zwischenfugen unter
Verankerung am Hintermauerwerk zusammengemauert sind. Bei
dieser Bauausführung wird ein Fachwerkbau nur nachgeahmt,
er wird also hohen ästhetischen Ansprüchen nicht genügen. Außerdem ist er von den Kosten vergleichbar mit einer
Verblendung des Mauerwerks mit Klinker, er ist also relativ teuer.
Aus der Offenlegungsschrift DE 34 25 764 ist ein
Wandelement mit Fachwerk und ein Verfahren zu seiner Herstellung bekannt. Dabei wird das Fachwerk im Werk für
ganze Wände aufgeschlagen und fertig montiert, das Gefache wird mit Hartschaum ausgeschäumt. Diese Bauform hat den
Nachteil, daß ein aufwendiger Transport der vorgefertigten Wandelemente zur Baustelle notwendig ist, was ebenfalls mit
hohen Kosten verbunden ist.
Aufgabe der Erfindung ist daher, ein Fachwerkhaus so weiterzuentwickeln, daß es kostengünstig in der Herstellung
ist, innerhalb kürzester Zeit zu errichten ist sowie eine verbesserte Witterungsbeständigkeit und Wärmeisolation
aufweist.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Fachwerk mit vorgefertigten Verblendelementen ausgefacht ist. Die
Herstellung wird auf diese Weise wesentlich vereinfacht, die Ausfachung muß nicht mehr aufwendig durch Ausmauern mit
Ziegeln erfolgen, sondern die Platten können entweder bereits fertig zugeschnitten angeliefert werden oder auf
der Baustelle entsprechend zugeschnitten werden und dann schnell und einfach in das Fachwerk eingefügt werden.
Die Außenseite des Fachwerkhauses kann den örtlichen Baugewohnheiten angepaßt werden, dadurch, die
Verblendelemente eine Außenschicht aus Klinkerriegeln aufweisen.
&igr;:
Dadurch, daß die Verblendelemente mindestens eine Schicht aus Kunststoffschaum aufweisen, wird eine sehr gute
Wärmedämmung erreicht, außerdem können aus Kunststoffschaum technisch einfach und kostengünstig auch großflächige
Bauelemente hergestellt werden.
Ist der Raum zwischen den Riegeln mit Fugenmasse ausgefüllt, ist das Fachwerkhaus in seiner Außenansicht von
Fachwerkhäusern, die nach der klassischen Methode der Ausfachung mit gemauerten Ziegeln erstellt worden sind,
nicht zu unterscheiden.
Wird die Schicht aus Kunststoffschaum von einer Schicht aus glasfaserverstärktem Kunststoff abgeschlossen, erhalten die
Verblendelemente erhöhte Stabilität. Durch Wärme erzeigte Verspannungen innerhalb der Elemente werden aufgefangen und
führen nicht zu einer Ablösung der unterschiedlichen Schichten des Elements.
Dadurch, daß die Fuge zwischen Platte und Fachwerk ausgeschäumt ist, vorzugsweise mit Polyurethanschaum oder
elastisch verklebt ist, wird eine zuverlässige Isolierung der Wand und des Fachwerks gegenüber Witterungseinflüssen
erreicht, die Gefahr einer Durchfeuchtung der Wand und des Fachwerks wird auf ein Minimum reduziert.
Ist das Fachwerk aus Leimbindern, insbesondere aus Weichholzleimbindern, aufgebaut, können die Kosten durch
industrielle Fertigung weiter gesenkt werden. Ferner haben Leimbinder den Vorteil, daß das Holz unter
Witterungseinflüssen nicht mehr arbeitet, also Verformungen des Fachwerkaufbaus durch Feuchte- oder
Temperaturänderungen weitgehend vermieden werden.
Optisch an die bauliche Umgebung kann das Fachwerk angepaßt werden dadurch, daß die Leimbinder auf ihrer Außenseite
eine Schicht aus anderem Holz, insbesondere Hartholz, aufweisen.
Der Aufbau des Fachwerkhauses kann wesentlich vereinfacht werden, dadurch daß zur Ausfachung mindestens eine
Spanholzplatte in das Fachwerk eingebracht ist. Diese Spanholzplatte dient als Widerlager und Befestigungspunkt
für die Kunststoffschaumplatten.
Die Wärmeisolation des Hauses wird weiter verbessert dadurch, daß zur Ausfachung mindestens eine Schicht
Mineralwolle in das Fachwerk eingebracht ist. Mineralwolle läßt sich einfach in den gewünschten Abmessungen
zuschneiden, in Abhängigkeit von der Stärke der Mineralwolleschicht kann eine gegenüber herkömmlichen
Häusern stark verbesserte Wärmeisolation erreicht werden.
Dadurch, daß die Mineralwolle von mindestens einer Schicht Folie, insbesondere metallisierter Folie, abgeschlossen
ist, wird durch Reflexion die Wärmeisolation ebenfalls weiter verbessert, außerdem wird durch die Folie eine
weitere Dampfsperre errichtet. Auch kann die Folie durch Tackern sehr einfach am Fachwerk befestigt werden.
Dadurch, daß das Fachwerk von einer Schicht aus Blähton oder Gasbeton abgeschlossen wird, wird die Wärmeisolation
weiter verbessert, außerdem ist Blähton ein sehr kostengünstiger Baustoff, der wegen seines geringen
Gewichts auch leicht transportiert werden kann.
Die Erfindung wird in einer bevorzugten Ausführungsform
unter Bezugnahme auf eine Zeichnung beschrieben, wobei weitere vorteilhafte Einzelheiten den Figuren der Zeichnung
zu entnehmen sind. Funktionsmäßig gleiche Teile sind dabei mit denselben Bezugszeichen versehen.
Die Zeichnung zeigt im einzelnen:
Fig. 1: einen schematischen Aufbau der Außenwand des erfindungsgemäßen Fachwerkhauses.
In Fig. 1 ist mit 1 der Leimbinder bezeichnet, aus dem das Fachwerk 15 errichtet wird. Der Leimbinder 1 ist aus
Weichholz aufgebaut und trägt auf seiner Außenseite eine Verblendung aus Hartholz 13. Nach Errichtung des
Fachwerks 15 wird zunächst zur Ausfachung auf der Seite des Leimbinders 1 eine Leiste 2 aufgebracht. Diese Leiste 2
kann sehr einfach mit Hilfe eines Tackers befestigt werden. Im nächsten Arbeitsschritt wird an der Leiste 2 eine
Spanplatte 3 ebenfalls mit Hilfe eines Tackers befestigt.
Diese Spanplatte 3 dient als Widerlager für die Fertigplatten 14. Die Fertigplatten 14 bestehen aus einer
Schicht aus Polyurethanschaum 4, die auf einer Seite von einer Schicht aus glasfaserverstärktem Kunststoff 5
begrenzt wird und auf der anderen Seite mit Klinkerriegeln 6, die mit Fugenmasse 7 verfugt sind, bedeckt ist. Nach
Einpassen der Fertigplatte 14 wird diese durch Einspritzen von Polyurethanschaum 8 im Fachwerk fixiert. Die Fuge
zwischen Fertigplatte 14 und Fachwerk 15 wird anschließend mit Fugenmasse 16 verfugt. Auf der der Innenseite des
Hauses zugewandten Seite der Spanplatte 3 wird eine Schicht aus Mineralwolle 9 aufgebracht, die mit Hilfe einer am
Fachwerk befestigten Folie 10 fixiert wird. Auf der der Innenseite des Hauses zugewandten Seite des Fachwerks wird
anschließend eine Schicht aus Blähton 11 aufgebracht. Der Blähton kann dann nach den individuellen Wünschen des
Bauherrn verblendet werden. Als Verblendung 12 kann z.B.
• I
eine Schicht aus Putz angebracht werden oder auch eine Verkleidung mit Holzpaneelen-
Bezugszeichenliste
I Leimbinder 2 Leiste
3 Spanplatte
4 Polyurethanschaumschicht
5 glasfaserverstärkter Kunststoff
6 Klinkerriegel 7 Fugenmasse
8 Polyurethanschaum
9 Mineralwolle
10 Folie
II Blähton
12 Verblendung
13 Hartholzschicht
14 Fertigplatte
15 Fachwerk
16 Fugenmasse
Claims (12)
1. Fachwerkhaus, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fachwerk mit vorgefertigten Verblendelementen ausgefacht ist.
2. Fachwerkhaus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verblendelemente
eine Außenschicht aus Klinkerriegeln aufweisen.
3. Fachwerkhaus nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verblendelemente mindestens eine Schicht aus Kunststoffschaum, vorzugsweise Polyurethanschaum
aufweisen.
4. Fachwerkhaus nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Raum zwischen den Riegeln mit Fugenmasse ausgefüllt ist.
5. Fachwerkhaus nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schicht aus Kunststoffschaum mit einer Schicht aus glasfaserverstärktem Kunststoff abgeschlossen ist
6. Fachwerkhaus nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, d a durch
gekennzeichnet, daß der Fugenraum zwischen Platte und Fachwerk ausgeschäumt ist, vorzugsweise mit Polyurethanschaum, oder
elastisch verklebt ist.
7. Fachwerkhaus nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Fachwerk aus Leimbindern, insbesondere aus Weichholzleimbindern, aufgebaut ist.
8. Fachwerkhaus nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Leimbinder auf ihrer Außenseite eine Schicht aus
anderem Holz, insbesondere Hartholz, aufweisen.
9. Fachwerkhaus nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder
8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausfachung mindestens eine Spanholzplatte in das
Fachwerk eingebracht ist.
10. Fachwerkhaus nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Ausfachung mindestens eine Schicht Mineralwolle in das Fachwerk eingebracht ist.
11. Fachwerkhaus nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mineralwolle von mindestens einer Schicht Folie, insbesondere metallisierter Folie, abgeschlossen ist.
12. Fachwerkhaus nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fachwerk von einer Schicht aus Blähton oder Gasbeton abgeschlossen ist.
Priority Applications (2)
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| DE29502425U DE29502425U1 (de) | 1995-02-15 | 1995-02-15 | Fachwerkhaus |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE29502425U DE29502425U1 (de) | 1995-02-15 | 1995-02-15 | Fachwerkhaus |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE29502425U1 true DE29502425U1 (de) | 1995-04-20 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE29502425U Expired - Lifetime DE29502425U1 (de) | 1995-02-15 | 1995-02-15 | Fachwerkhaus |
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| PL (1) | PL104174U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1174552A3 (de) * | 2000-07-18 | 2003-07-23 | Manfred Jester | Aussenwandverbundelement für Wohnungsgebäude |
-
1995
- 1995-02-15 DE DE29502425U patent/DE29502425U1/de not_active Expired - Lifetime
-
1996
- 1996-02-14 PL PL10417496U patent/PL104174U1/xx unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1174552A3 (de) * | 2000-07-18 | 2003-07-23 | Manfred Jester | Aussenwandverbundelement für Wohnungsgebäude |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| PL104174U1 (en) | 1996-08-19 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 19950601 |
|
| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 19981210 |
|
| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
Effective date: 20020403 |