DE2949385A1 - Addukte aus hydantoin-trisepoxiden und zweikernigen hydantoinen - Google Patents
Addukte aus hydantoin-trisepoxiden und zweikernigen hydantoinenInfo
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Description
Die sogenannte "Verbesserung" von ein relativ niedriges Molekulargewicht
aufweisenden tiefschmelzenden oder flüssigen Epoxidharzen
durch Umsetzung mit polyfunktionellen Verbindungen, bei denen die funktionellen Gruppen mit Epoxidgruppen reagieren,
um ein höheres Molekulargewicht aufweisende höherschmelzende Epoxidharze zu ergeben, ist bekannt. Eine derartige Verbesserung
soll die technischen Verarbeitungseigenschaften für bestimmte Endverwendungszwecke in der gewünschten Richtung verbessern
oder modifizieren. Für einige EndVerwendungen, beispielsweise beim Sintern von Pulvern und bei der Druckverformung
von Pulvern, kann eine Erhöhung des Erwichungspunkts oder Schmelzpunkts erwünscht sein. Die Verbesserung ergibt parallel
zur Zunahme der Größe des Moleküls eine Erniedrigung des Epoxidgruppengehalts je kg Harz und daher eine Reduktion der
Reaktivität. Dies stellt einen vorteilhaften Effekt dar, wenn z.B. das Produkt als Gieß- und Imprägnierharz verwendet wird,
insofern, als die Schrumpfung oder Reaktion abnimmt und die Gefahr einer Bildung von Hohlräumen, insbesondere im Fall von
größeren Gußstücken, vermindern wird.
Epoxidharze mit einem relativ hohen Molekulargewicht und dementsprechend
geringerem Epoxidgehalt können in einer einzigen Stufe unter Verwendung eines geringeren stöchiometrischen Überschusses
an Epichlorhydrin, als er bei der Herstellung von flüssigen Polyglycidyläthern verwendet wird, hergestellt werden.
Ein Beispiel hierfür ist die Kondensation von Epichlorhydrin mit einem mehrwertigen Phenol, wie Diomethan [2,2-Bis-(p-hydroxyphenyl)-propan],
in Gegenwart von Alkali. Dieses Verfahren besitzt jedoch den Nachteil, daß das während der Konden-
03 ü 025/0754
sation gebildete Natriumchlorid schwierig aus den so erhaltenen festen Epoxidharzen ausgewaschen werden kann. Weiterhin
sind die Produkte im allgemeinen hinsichtlich ihrer Zusammensetzung sehr inhomogen und enthalten größere Anteile an verzweigten oder teilweise quervernetzten Produkten. Diese vorstehend beschriebenen Nachteile können in erheblichem Ausmaß vermieden werden, indem man in einer ersten Stufe flüssige
Polyglycidyläther mit niedrigem Molekulargewicht, die hinsichtlich ihrer Zusammensetzung relativ homogen sind und
aus denen Natriumchlorid und überschüssiges Alkali leicht
ausgewaschen werden kann, herstellt und die so erhaltenen
Produkte in einer zweiten Stufe einer kontrollierten Verbesserungsreaktion unterzieht. Derartige Verfahren werden beispielsweise in den US-PSen 2 615 008 und 3 006 892 beschrieben. In diesen werden zweiwertige Phenole, wie Diomethan, Dicarbonsäuren oder deren Anhydride in erster Linie für die
Verbesserung verwendet.
sind die Produkte im allgemeinen hinsichtlich ihrer Zusammensetzung sehr inhomogen und enthalten größere Anteile an verzweigten oder teilweise quervernetzten Produkten. Diese vorstehend beschriebenen Nachteile können in erheblichem Ausmaß vermieden werden, indem man in einer ersten Stufe flüssige
Polyglycidyläther mit niedrigem Molekulargewicht, die hinsichtlich ihrer Zusammensetzung relativ homogen sind und
aus denen Natriumchlorid und überschüssiges Alkali leicht
ausgewaschen werden kann, herstellt und die so erhaltenen
Produkte in einer zweiten Stufe einer kontrollierten Verbesserungsreaktion unterzieht. Derartige Verfahren werden beispielsweise in den US-PSen 2 615 008 und 3 006 892 beschrieben. In diesen werden zweiwertige Phenole, wie Diomethan, Dicarbonsäuren oder deren Anhydride in erster Linie für die
Verbesserung verwendet.
Verwendet man Dicarbonsäuren oder Dicarbonsäureanhydride, so ist häufig die Lagerungsstabilität der verbesserten Epoxidharze
nicht angemessen, da diese Verbindungen aktive Quervernetzungsmittel
oder Härtungsmittel für die Epoxidharze sind
und Quervernetzungsreaktionen mit freien Hydroxylgruppen des Epoxidharzes selbst dann möglich sind, wenn Mengen verwendet werden, die geringer als die stöchiometrische sind. Diphenole verschlechtern bei der Verbesserung,die in der Industrie bevorzugt wurde, die Lagerungsstabilität nicht. Jedoch besteht ein ernsthafter Nachteil des Einführens der aromatischen Ringstruktur des Diphenols in das Molekül des verbesserten Epoxidharzes in einer nachteiligen Wirkung auf die elektrischen
Eigenschaften, insbesondere auf die Kriechstrombeständigkeit und die Funkendurchschlagbeständigkeit. Derartige Harze neigen dazu, während der elektrischen Entladungen kohlenstoffhaltige Spuren zu bilden, und sind daher für die Hochspannungstechnologie nicht gut geeignet.
und Quervernetzungsreaktionen mit freien Hydroxylgruppen des Epoxidharzes selbst dann möglich sind, wenn Mengen verwendet werden, die geringer als die stöchiometrische sind. Diphenole verschlechtern bei der Verbesserung,die in der Industrie bevorzugt wurde, die Lagerungsstabilität nicht. Jedoch besteht ein ernsthafter Nachteil des Einführens der aromatischen Ringstruktur des Diphenols in das Molekül des verbesserten Epoxidharzes in einer nachteiligen Wirkung auf die elektrischen
Eigenschaften, insbesondere auf die Kriechstrombeständigkeit und die Funkendurchschlagbeständigkeit. Derartige Harze neigen dazu, während der elektrischen Entladungen kohlenstoffhaltige Spuren zu bilden, und sind daher für die Hochspannungstechnologie nicht gut geeignet.
2 5/07 \-Λ
2949285
Dieser Nachteil ist insbesondere im Fall einer Verbesserung von Epoxidharzen mit relativ niedrigem Molekulargewicht, die
ihrerseits keine aromatischen Ringe enthalten, beispielsweise im Fall von Glycidylestern von hydroaromatischen Dicarbonsäuren,
wie Tetrahydrophthalsäure und Hexahydrophthalsäure, cycloaliphatischen Polyepoxiden, bei denen die Epoxidgruppen
in Cyclopentan- oder Cyclohexanringen vorliegen, oder heterocyclischen, Stickstoff enthaltenden Glycidylverbindungen, wie
N,N'-DigIycidyl-5,5-dimethyl-hydantoin, schwerwiegend.
Diese nicht-aromatischen Epoxidharze unterscheiden sich im allgemeinen durch ihre besonders guten elektrischen Eigenschaften.
Im Gegensatz zu den Polyglyicyläthern von PoIyphenolen kann die Kettenlänge und der Epoxidgehalt nicht
innerhalb weiter Bereiche im Rahmen eines eine einzige Stufe aufweisenden Verfahrens variiert werden. Dies wird lediglich
durch ein Zwei-Stufen-Verfahren oder eine Verbesserungsreaktion erzielt.
Wird für die Verbesserung ein Diphenol verwendet, dann werden die ursprünglich hervorragenden elektrischen Eigenschaften
der nicht-aromatischen Epoxidharze, wie die Funkendurchschlagbeständigkeit und die Kriechstrombeständigkeit, als Ergebnis
des Einführens von aromatischen Ringen in das Harzmolekül erheblich verschlechtert.
Die US-PS 3 799 894 lehrt, daß anstelle von Diphenolen oder Dicarbonsäuren bestimmte, eine endocyclische NH-Gruppe in jedem
Kern aufweisende zweikcrn i cje N-heterocyclische Verbindungen
und insbesondere Bir.-( hydnn toin )-Verbindungen oder Bis-(dihydrouracil
)-VerbinduiHjci) für die Verbesserung verwendet
werden können. Die Epoxidharze, die mit Hilfe derartiger S ticks hoifbasen verbessert worden sind, zeigen sowohl eine
gute Lageruncjss tabili tä t als auch ausgezeichnete elektrische
Eigenschaften. Hei der Verbesserung von nicht-aromatIschen
Epoxidharzen werden die guten elektrischen Eigenschaften vollständig
beibehalten. Es werden auch Mittel auf geze i cj t, um die
copy
elektrischen Eigenschaften von ein relativ niedriges Molkekulargewicht
aufweisenden Polyglycidylethern von Polyphenolen durch Verbesserung mit den vorstehend genannten heterocyclischen
Stickstoffverbindungen zu verbessern.
Diese Literaturstelle lehrt weiterhin, daß die dort verwendeten nicht-aromatischen Epoxidharze trifunktionell sein
können, wie 1,3,5-Tris-(ß-glycidyloxypropionyl)-hexahydros-triazin
und Triglycidylisocyanurat. Beide vorstehend genannten trifunktionellen nicht-aromatischen Epoxidharze besitzen
drei Epoxidgruppen von gleicher Reaktivität und ergeben bei der Verbesserung ein teilweise quervernetztes Material.
Die US-PSen 3 821 243, 3 907 719 und 3 975 397 beschreiben ein Verfahren zur Herstellung von zweikernigen heterocyclischen
Verbindungen der Formel
worin X
CH3 CH3
n J\
bedeutet, worin η 4 oder 5 und R5 Wasserstoff oder Alkyl mit
1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten; die sich hiervon ableitenden Triglycidylverbindungen; und eine diese Triglycidylverbindung
und ein Epoxyharz-Härtungsmittel enthaltende härtbare
Mischung.
Die US-PS 3 963 667 lehrt die Verbesserung von zweikernigen Triglycidylhydantoin-Verbindungen der Formel
03Ü025/075Ä
COPY
— ο —
worin R, und R- Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis
4 Kohlenstoffatomen bezeichnen oder Rc und R~ zusammen eine
b /
Tetramethylen- oder Pentamethylengruppe bezeichnen und Rg
Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist, mit zweikernigen Hydantoinen. Diese Addukte werden
mit Aminogruppen enthaltenden Addukten kombiniert, um lagerungsstabile Formzusammensetzungen zu ergeben.
Die US-PS 4 071 477 beschreibt Hydantoin-diglycidyl-Verbindungen
der Formel
C<?CHCH
Rio-c—<
worin Rg Alkyl mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen oder Cycloalkyl
mit 5 bis 6 Kohlenstoffatomen ist und R^n Alkyl mit 5 bis
8 Kohlenstoffatomen oder Cycloalkyl mit 5 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet.
Diese Literaturstelle lehrt, daß diese flüssigen Digylcidylverbindungen
leicht als Gieß- und Laminatharze verarbeitbar sind und nach der Härtung eine ausgezeichnete Beständigkeit
gegenüber einer Absorption von Wasser besitzen.
Gegenstand der Erfindung ist ein verbessertes 1,2-Epoxidgruppen
enthaltendes Additionsprodukt, das hergestellt wird durch Umsetzung einer Mischung einer Hydantoinverbindung der Formel
030025/0754
I O
-CH.
.CHCH.,
CH
worin R^ Wasserstoff, Alkyl mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen
oder Cycloalkyl mit 5 bis 6 Kohlenstoffatomen ist und R2
Alkyl mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen oder Cycloalkyl mit 5 bis 6 Kohlenstoffatomen ist, mit weniger als 1,0 Äquivalenten
der NH-Gruppen je Epoxidgruppe der Hydantoinverbindung eines zweikernigen Bishydantoins der Formel
worin R3 und R4 ausgewählt sind unter Wasserstoff oder Alkyl
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder R- und R- zusammen Tetramethylen
oder Pentamethylen bilden, und A ausgewählt ist unter Alkylen, Alkyliden oder Alkyliden, substituiert durch ein
oder mehrere Halogenatome.
Das Hydantoin der Formel
kann nach einer gut bekannten Methode unter Verwendung eines vorgegebenen Ketons, von Natriumcyanid und Ammoniumcarbonat
hergestellt werden.
Das zweikernige Zwischenprodukt-Hydantoin der Formel
030025/0754
kann hergestellt werden, indem man 1 Mol des vorstehenden Hydantoins
mit 1 Mol Epihalohydrin umsetzt, um die entsprechende Monohalohydrin-Verbindung zu ergeben, und diese Verbindung mit
einem zusätzlichen Mol Hydantoin kondensiert. Die erfindungsgemäfie
Triglycidylhydantoin-Verbindung kann dann in üblicher Weise unter Verwendung von Epichlorhydrin, Tetramethylammoniumchlorid
(TMAC) und eines Alkali, z.B.
NaCN +
Epichlorhydrin
,Cl
HN IJN
NaOH
DEpichlorhydrin, TMAC 2) 50Z-ig.wässr.NaOH
1I 0 /\
O-CH -CH-CH
030025/07 B U
OOPY %
- n - 29A9.85
worin R1 Wasserstoff, Alkyl mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen
oder Cycloalkyl mit 5 bis 6 Kohlenstoffatomen ist und R_
Alkyl mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen oder Cycloalkyl mit 5
bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet, hergestellt werden.
Vorliegend umfaßt die Bezeichnung "Alkylgruppe" sowohl geradkettige
als auch verzweigte Alkylgruppen, wobei Beispiele hierfür Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Neopentyl,
Amyl, sek.-Amyl, Isoamyl, Hexyl, Octyl und dergleichen sind.
Die Cycloalkylgruppen umfassen Cyclopentyl und Cyclohexyl.
Vorzugsweise ist R. Wasserstoff oder Alkyl mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen,
und R_ ist Alkyl mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen.
Insbesondere ist R1 Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, und
R„ ist Alkyl mit 5 bis 6 Kohlenstoffatomen.
Das zur Verbesserung der Hydantoin-diglycidyl-Verbindung verwendete
zweikernige Bishydantoin besitzt die folgende Formel
worin R-, und R. ausgewählt sind unter Wasserstoff oder Alkyl
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder R_ und R- gemeinsam Tetramethylen
oder Pentamethylen bilden und A ausgewählt ist unter Alkylen, Alkyliden oder Alkyliden, substituiert durch ein oder
mehrere Halogenatome.
Vorzugsweise werden R3 und R^ ausgewählt unter Alkyl mit 1
bis 4 Kohlenstoffatomen, und A ist eine Alkylengruppe mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen.
Insbesondere werden R^ und R. ausgewählt unter Alkyl mit 1 bis
2 Kohlenstoffatomen, und Ai ist Methylen.
03 0 025/0754
COPY
2949^65
Zweikernige Bishydantoine der vorstehenden Formel, worin A eine Methylengruppe ist, können in hoher Ausbeute hergestellt
werden, indem man 2 Mole Hydantoin der Formel
worin R- und R. wie vorstehend definiert sind, mit Formaldehyd
unter sauren Bedingungen, gegebenenfalls in Gegenwart eines Metallhalogenid-Katalysators umsetzt.
Zweikernige Bishydantoine der vorstehenden Formel, worin A eine Alkylidengruppe der Formel
11
bedeutet, in der R^1 Alkyl oder halogensubstituiertes Alkyl
mit jeweils 1 bis 2 Kohlenstoffatomen ist, können nach dem in der US-PS 3 225 060 beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
Zweikernige Bishydantoine der vorstehenden Formel, worin A eine Alkylengruppe bedeutet, die mehr als 1 Kohlenstoffatom
enthält, können hergestellt werden, indem man 2 Mole eines Hydantoins der Formel
worin R3 und R4 wie vorstehend definiert sind, mit einem Bisacetal
der Formel
030Q25/0754
_ 13 -
EtO^ OEt
worin η 1 bis 5 bedeutet, unter wasserfreien Bedingungen kondensiert
und anschließend das ungesättigte Zwischenprodukt hydriert.
Vorwiegendes Ziel der Erfindung ist es, Harze mit hervorragender Witterungsbeständigkeit zu schaffen. Überraschenderweise
wurde gefunden, daß die erfindungsgemäßen Produkte erheblich bessere Bewitterungseigenschaften gegenüber verbesserten Hydantoinepoxiden
aus dem Stand der Technik besitzen. Dies wird insbesondere bei der Anwendung zur Bildung von Überzügen ersichtlich.
Die erfindungsgemäßen Produkte sind hydrophober als aus dem
Stand der Technik bekannte Hydantoinepoxyharze. Somit sind sich von den erfindungsgemäßen Produkten ableitende Überzüge
gegenüber der Einwirkung von Wasser oder hoher Feuchtigkeit stabiler.
Die neuen erfindungsgemäßen Produkte werden im allgemeinen hergestellt,
indem man die Hydantoin-triepoxid-Verbindung mit der zweikernigen Hydantoinverbindung erhitzt,und zwar insbesondere
auf einen Temperaturbereich von 100 bis 200°C und vorzugsweise
ca. 120 bis 1700C. Die Reaktanten läßt man vorzugsweise miteinander
in einem annähernden Molverhältnis von 2:1, d.h. 2 Molen Triepoxid auf 1 Mol zweikernige Hydantoinverbindung, reagieren.
Werden mehr als 1 Mol zweikerniges Hydantoin für je 2 Mole Triepoxid verwendet, könnte ein quervernetztes, schwer verarbeitbares
Material erhalten werden; mit anderen V/orten, das Harz
vjiirde vorzeitig qeLieren. Die Reaktion kann durch Zugabe von geeigneten Katalysatoren beschleunigt, werden. Derartige Katalysatoren
sind z.B. Alkalihydroxide, wie Natriumhydroxid, Alkalihalogenide,
wie Li thiumch lorid , Ka 1 i umch lor i ei und Natriumchlorid,
-bromid oder -fluorid; tertiäre Amine, wie Triäthylamin, Trin-propylamin, Benzyldimethylamin, N,N'-Dimethylanilin und Triäthanolamin; quaternäre Ammoniumhydroxide, wie Benzyltrimethylammoniumhydroxid; quaternäre Ammoniumsalze, wie Tetramethylammoniumchlorid, Tetraäthylammoniumchlorid, Benzyltrimethylammoniumchlorid, Benzyltrimethylammoniumacetat oder Methyltriäthylammoniumchlorid; Hydrazine mit einem tertiären Stickstoffatom, wie 1,1-Dimethylhydrazin, das auch in quaternisierter
Form verwendet werden kann.
In Abhängigkeit von der Auswahl der Ausgangssubstanzen findet die Umsetzung qunatitativ so rasch statt, daß keine Katalysatorzugabe notwendig ist. Während die Ausgangssubstanzen im allgemeinen miteinander bei Raumtemperatur vermischt und dann auf
Reaktionstemperatur gebracht werden, ist es im Fall von sehr reaktiven Komponenten von Vorteil, daß die Polyepoxidverbindung ihrerseits auf die erforderliche Reaktionstemperatur erhitzt wird und die weiteren Reaktionskomponenten dann allmählich zugegeben werden. Das Fortschreiten der Reaktion kann
durch Titration der Epoxidgruppen unter Verwendung von während der Reaktion entnommenen Proben verfolgt werden. Das Endprodukt weist einen definierten Epoxidgruppengehalt auf.
Die neuen verbesserten Additionsprodukte, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten werden, sind meist bei Raum
temperatur fest. Ihre Erweichungspunkte liegen im allgemeinen
zwischen 40 und 1400C. Die Farbe dieser Addukte variiert von
farblos glasklar über gelb bis braun.
Auf Grund ihres Gehalts an freien Epoxidgruppen reagieren diese
sogenannten "verbesserten" Addukte mit üblichen Härtungsmitteln für Epoxidverbindungen und können daher durch Zugabe von derartigen
Härtungsmitteln Ln Analogie zu anderen polyfunktionellen
Epoxidverbindungen oder Epoxidharzen quervernetzt oder gehärtet werden. Mögliche Härtungsmittel dieser Art sind basische oder
saure Verbindungen.
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- 15 - 294938$
Zusätzlich zu den üblichen Härtungsmitteln für Epoxidharze können einfache difunktionelle Materialien, die gewöhnlich
nicht als Härtungsmittel angesehen werden, verwendet werden. Dies ist auf Grund der hohen Epoxidfunktionalität dieser verbesserten
Harze möglich. So härten einfache Dicarbonsäuren, wie Oxalsäure, Bernsteinsäure, Adipinsäure, Azelainsäure,
Sebacinsäure und dergleichen diese verbesserten Harze unter Bildung von quervernetzten unlöslichen Materialien. Andere
Carbonsäuren, wie Carboxyl-endständige Polyester und Polyäther,
sind ebenso geeignet wie aromatische Säuren, z.B. Terephthalsäure, Isophthalsäure und Phthalsäure. Zweikernige Hydantoine,
wie 1,l'-Methylen-bis-(5,5-dimethylhydantoin) und dergleichen,
sind als als Härtungsmittel ebenso gut geeignet wie difunktionelle Amine, wie Piperazin, und Diphenole, wie 4,4'-Isopropylidendiphenol.
Als geeignete Härtungsmittel können auch genannt werden: Amine oder Amide, wie aliphatische, cycloaliphatische oder aromatische
primäre, sekundäre und tertiäre Amine, beispielsweise Monoäthanolamin, Äthylendiamin, Hexamethylendiamin, Trimethylhexamethylendiamin,
Diäthylentriamin, Triäthylentetramin, Tetraäthylenpentamin,
Ν,Ν-Dimethylpropylendiamin-l,3-bis-(4-amino-3-methyl-cyclohexyl)-methan,
2,2-Bis-(4-aminocyclohexyl)-propan, 3,5,5-Trimethyl-3-(aminomethyl)-cyclohexylamin ("Isophorondiamin"),
N-Aminoäthyl-piperazin, Mannich-Basen, wie 2,4,6-Tris-(dimethylaminomethy1)-phenol,
m-Phenylendiamin, p-Phenylendiamin, Bis-(p-aminophenyl)-methan, Bis-(p-aminophenyl)-sulfon
und m-Xylylendiamin; Addukte von Acrylnitril oder Monoepoxiden,
wie Äthylenoxid oder Propylenoxid; Polyalkylenpolyamine, wie Diäthylentriamin oder Triäthylentetramin; Addukte von Polyaminen,
wie überschüssigem Diäthylentriamin oder Triäthylentetramin und Polyepoxiden, wie Diomethanpolyglycidyläther; Ketimine,
z.B. Derivate von Aceton oder Methylethylketon und Bis-(p-aminophenyl)-methan;
Addukte von Monophenolen oder PoIyphenolen und Polyaminen; Polyamide, insbesondere diejenigen
von aliphatischen Polyaminen, wie Diäthylentriamin oder Triäthylentetramin, und dimerisierten oder trimerisierten ungesättigten
Fettsäuren, wie dimerisierte Leinölfettsäure
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("Versamid"); polymere Polysulfide ("Thikiol"); Dicyandiamid;
Anilin-Formaldehyd-Harze; mehrwertige Phenole, z.B. Resorcin, 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan oder Phenol-Formaldehyd-Harze;
Bortrifluorid und dessen Komplexe mit organischen Verbindungen, wie BF .,-Äther-Komplexe und BF3~Amin-Komplexe, z.B. BF3-Monoäthylamin-Komplex;
Acetoacetanilid-BF_-Komplex; Phosphorsäure, Triphenylphosphit; mehrbasische Carbonsäuren und deren Anhydride,
z.B. Phthalsäureanhydrid; Tetrahydrophthalsäureanhydrid,
Hexahydrophthaisäureanhydrid, 4-Methylhexahydrophthalsäureanhydrid,
3,6-Endomethylen-tetrahydrophthalsäure-anhydrid, Methyl-3,6-endomethylentetrahydrophthalsäure-anhydrid
(«= Methylnadinsäureanhydrid), 3,4,5,6,7,7-Hexachlor-3,6-endomethylentetrahydrophthalsäure-anhydrid,
Bernsteinsäureanhydrid, Adipinsäureanhydrid, Azelainsäureanhydrid, Sebacinsäureanhydrid, Maleinsäureanhydrid,
Dodeceny!bernsteinsäureanhydrid; Pyromellitsäuredianhydrid
oder Mischungen derartiger Anhydride.
Besonders vorteilhaft ist es, Härtungsmittel zu verwenden, die ihrerseits Formmaterialien mit guten elektrischen Eigenschaften
ergeben, insbesondere solche, wie cycloaliphatische Dicarbonsäureanhydride, z.B. 4-Tetrahydrophthalsäureanhydrid oder Hexahydrophthalsäureanhydrid,
oder cycloaliphatische Polyamine, wie 2,2-Bis-(4'-aminocyclohexyl)-propan oder "Isophorondiamin".
Es ist weiterhin möglich, Härtungsbeschleuniger während der Härtung zu verwenden, insbesondere wenn man Polyamide, polymere
Polysulfide, Dicyandiamid oder Polycarbonsäureanhydride als Härtungsmittel verwendet. Derartige Beschleuniger sind z.B.
tertiäre Amine, ihre Salze oder quaternäre Ammoniumverbindungen, z.B. 2,4,6-Tris-(dimethylaminomethyl)-phenol, Benzyldimethylamine,
2-Äthyl-4-methyl-imidazol oder Triamylammoniumphenolat; oder Alkalimetallalkoholate, wie Natriumhexantriolat.
Der Ausdruck "Härtung", wie er vorliegend verwendet wird, bezeichnet
die Umwandlung der vorstehenden Epoxidgruppen enthaltenden Addukte in unlösliche und unschmelzbare quervernetzte
Produkte, im allgemeinen unter gleichzeitiger Formgebung unter Erzielung von geformten Gegenständen, wie Überzüge, Preßstücke
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oder Laminate, oder von zweidimensionalen Strukturen, wie Überzüge, Lackfilme oder adhäsive Bindungen.
Gewünschtenfalls ist es möglich, zu den verbesserten Epoxidgruppen
enthaltenden Produkten gemäß der Erfindung aktive Verdünnungsmittel zuzugeben, wie z.B. Styroloxid, Butylglycidyläther,
Isooctylglycidyläther, Phenylglycidyläther, Kresylglycidyläther oder Glycidylester von synthetischen
hochverzweigten überwiegend tertiären aliphatischen Monocarbonsäuren ("Cardura E"), oder cycloaliphatische Monoepoxide,
wie 3-Vinyl-2,4-dioxaspiro[5.5]9,10-epoxyundecan.
Die erfindungsgemäßen Addukte können weiterhin in Mischung
mit anderen härtbaren Diepoxid- oder Polyepoxid-Verbindungen
verwendet werden. Als solche können beispielshalber genannt werden: Polyglycidylether von mehrwertigen Alkoholen, wie
1,4-Butandiol, Polyäthylenglykole, Polypropylenglykole oder
2,2-Bis-(4'-hydroxycyclohexyl)-propan; Polyglycidylether von
mehrwertigen Phenolen, wie
2,2-Bis-(4'-hydroxyphenyl)-propan (= Diomethan),
2, 2-Bis-(4'-hydroxy-3',5'-dibromphenyl)-propan,
Bis-(4-hydroxyphenyl)-sulfon, 1,1,2,2-Tetrakis-(4-hydroxyphenyl)-äthan
oder Kondensationsprodukte von Formaldehyd mit Phenolen, hergestellt
in einem sauren Medium, wie Phenolnovolake oder Kresolnovolake; Polyglycidylester von Polycarbonsäuren, wie
Phthalsäure-diglycidylester, Tetrahydrophthalsäure-diglycidylester
oder Hexahydrophthalsäure-diglycidylester; Triglycidylisocyanurat,
N,N-Diglycidyl-5,5-dimethylhydantoin, oder Aminopolyepoxide,
wie diejenigen, die erhalten werden durch Halogenwasserstoff abspaltung aus Reaktionsprodukten von Epihalogenhydrin
und primären und sekundären Aminen, wie Anilin oder 4,4'-Diaminodiphenylmethan; sowie alicyclische, mehrere Epoxidgruppen
enthaltende Verbindungen, wie
Vinylcyclohexen-diepoxid, Dicyclopentadiendiepoxid,
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Äthylenglykol-bis-(3,4-epoxytetrahydrodicyclopentadien-8-yl)-äther,
( 3', 4-Epoxycyclohexylmethyl )-3, 4-epoxycyclohexancarboxylat,
( 31, 4'-Epoxy-6'-methylcyclohexylmethyl)-3, 4-epoxy-6-methyl-cyclohexancarboxylat,
Bis-CcyclopentyD-äther-diepoxid oder
3-(3·,4'-Epoxycyclohexyl) -2,4-dioxaspiroL 5.5]-9,10-epoxyundecan.
Die Erfindung umfaßt daher auch härtbare Mischungen, die für die Herstellung von Formgegenständen einschließlich zweidimensionaler
Strukturen geeignet sind und die die erfindungsgemäßen, Epoxidgruppen enthaltenden verbesserten Addukte gegebenenfalls
zusammen mit anderen Diepoxid- oder Polyepoxid-Verbindungen sowie auch Härtungsmittel für Epoxidharze, wie
Polyamine oder Polycarbonsäure-anhydride enthalten.
Die erfindungsgemäßen Addukte oder ihre Mischungen mit anderen
Polyepoxidverbindungen und/oder Härtungsmitteln können weiterhin vor der Härtung während eines jeden Stadiums mit
üblichen Modifizierungsmitteln, wie Streckmitteln, Füllstoffen und Verstärkungsmitteln, Pigmenten, Farbstoffen, organischen
Lösungsmitteln, Weichmachern, und dergleichen gemischt werden.
Als Streckmittel, Verstärkungsmittel, Füllstoffe und Pigmente, die bei den erfindungsgemäßen härtbaren Mischungen verwendet
werden können, können beispielshalber genannt werden: Kohlenteer, Bitumen, Glasfasern, Borfasern, Kohlenstoff-Fasern,
Cellulose, Polyäthylenpulver, Polypropylenpulver, Glimmer, Asbest, Quarzpulver, Schieferpulver, Aluminiumoxid-trihydrat,
Kalkpulver, Gips, Antimontrioxid, Bentone, Siliciumdioxidaerogel ("Aerosil"), Lithopone, Baryt bzw. Schwerspat, Titandioxid,
Ruß, Graphit, Eisenoxid oder Metallpulver, wie Aluminiumpulver oder Eisenpulver.
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"original inspected
Im folgenden werden Beispiele angegeben für organische Lösungsmittel,
die für die Modifizierung der härtbaren Mischungen geeignet sind: Toluol, Xylol, n-Propanol, Butylacetat,
Aceton, Methyläthylketon, Diacetonalkohol, Äthylenglykolmonomethylather,
-monoäthyläther und -monobutyläther.
Dibutyl-, Dioctyl- und Dinonylphthalat, Trikresylphosphat,
Trixylenylphosphat und auch Polypropylenglykole können beispielshalber bei der Modifizierung der härtbaren Mischungen
als Weichmacher verwendet werden.
Insbesondere können für die Verwendung auf dem Lackgebiet die neuen, Epoxidgruppen enthaltenden Addukte weiterhin teilweise
oder vollständig in bekannter Weise mit Carbonsäuren, wie vor allem höheren ungesättigten Fettsäuren, verestert werden.
Es ist außerdem möglich, andere härtbare synthetische Harze, wie z.B. Phenoplaste oder Aminoplaste, zu derartigen
Lackharz-Formulierungen zuzugeben.
Es ist gleichfalls möglich, andere übliche Additive, z.B. flammabweisende Mittel·, Mittel zur Verleihung einer Thixotropie,
Fließkontrollmittel, wie Silicone, Cellulose-acetobutyratpolyvinylbutyral, Wachse, Stearate und dergleichen (die teilweise
auch als Formfreigebungsmittel verwendet werden) zu den härtbaren Mischungen zuzugeben.
Die härtbaren Mischungen können in üblicher Weise mit Hilfe einer bekannten Mischvorrichtung (Rührer, Kneter, Walzen und
dergleichen) hergestellt werden.
Die härtbaren Epoxidharzmischungen werden insbesondere auf den Gebieten des Oberflächenschutzes, in der Elektroindustrie,
bei Laminierungsverfahren und in der Bauindustrie verwendet.
Jeder spezielle Endverwendungszweck erfordert eine geeignete Formulierung, in mit Füllstoffen versehenem oder nicht versehenem
Zustand, gegebenenfalls in Form von Lösungen oder Emulsionen, als Anstriche, Lacke, Sinterpulver, Druckverfor-
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mungszusammensetzungen, Tauchharze, Gießharze, Spritzgußformulierungen,
Imprägnierharze und Adhäsiva, als Harze für Werkzeuge, Laminierungsharze, Abdichtungs- und Füll-Zusammensetzungen,
Zusammensetzungen für Bodenbeläge und Bindemittel für mineralische Aggregate.
Ein Anwendungs-Hauptgebiet sind Pulver für die Druckverformung
und Sinterpulver. Hier können die Epoxidharzpulvermischungen mit oder ohne Druck gemäß bekannten Verfahren, wie
das Sintern in einem Wirbelbett, das elektrostatische Sintern in einem Wirbelbett, das Sprühen, das elektrostatische
Sprühen, die Druckverformung und dergleichen, verarbeitet werden.
In den folgenden Beispielen bezeichnen, sofern nicht anders angegeben ist, Teile Gewichtsteile und Prozentangaben Gewichtsprozente.
Die Beziehung zwischen Volumenteilen zu Gewichtsteilen ist diejenige von ml zu g.
Herstellung von 1.3-Bis-(5',5'-dimethyl-l'-qlycidylhydantoinyl-3')-2-oxyqlycidylpropan
Stufe 1
Man erhitzt unter Rühren eine Lösung von 385 g (3 Mol) 5,5-Dimethylhydantoin
in 225 ml Wasser auf 75°C. Im Verlauf von 30 Minuten gibt man 124 g (1,55 Mol) 50%-iges wäßriges Natriumhydroxid
in kleinen Anteilen zu. Während der Zugabe steigt die Temperatur auf 83°C an. Im Verlauf von 70 Minuten werden 142 g
(1,54 Mol) Epichlorhydrin zugegeben, wobei gleichzeitig die Temperatur zwischen 85 und 90°C gehalten wird. Die erhaltene
klare, farblose Lösung wird weitere 15 Minuten bei 85°C gerührt.
Die wäßrige Lösung wird mit 1080 g (11,7 Mol) Epichlorhydrin verdünnt und 5 Minuten bei 70 C gerührt. Die erhaltene Mischung
wird, während sie noch warm ist, in einen Scheidetrichter überführt. Nach der Phasentrennung wird die untere wäßrige
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Phase verworfen, und die obere organische Phase wird in einen Reaktionskolben für die zweite Stufe übergeführt.
Stufe 2
Die organische Phase aus Stufe 1 wird mit 1000 g (10,8 Mol) Epichlorhydrin verdünnt. Die Mischung wird auf 70 C erhitzt
und Vakuum angewendet, um eine azeotrope Wasserentfernung
durch Rezirkulationsdestillation unter Rückführung der schwereren Epichlorhydrin-Phase herbeizuführen. Die Destillation
wird fortgeführt, bis keine weitere Wasserentwicklung mehr beobachtet wird. Die Endtemperatur der Mischung beträgt 96°C.
Zu der Mischung gibt man bei 96°C 30 g 50%-iges wäßriges Tetramethylammoniumchlorid.
Die gelinde exotherme Reaktion verursacht einen Temperaturanstieg auf 1030C. Die Mischung wird
weitere 30 Minuten bei 100 bis 105°C gerührt.
Durch sorgfältiges Anwenden eines Vakuums wird eine Rezirkulationsdestillation
bei 55 C herbeigeführt. Im Verlauf von 3 Stunden gibt man 425 g (5,3 Mol) 50%-iges wäßriges Natriumhydroxid
unter gleichzeitiger Wasserentfernung durch azeotrope
Destillation zu. Im Verlauf der Zugabe fällt Natriumchlorid als feiner Feststoff aus. Die azeotrope Entfernung
des Wassers wird nach Beendigung der Natriumhydroxidzugabe fortgeführt, bis keine weitere Wasserentwicklung mehr beobachtet
wird.
Die Reaktionsmischung wird vom Salz abfiltriert und in einem Scheidetrichter mit 150 ml Wasser gewaschen. Die untere organische
Phase wird über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und anschließend bei vermindertem Druck bis zur Gewichtskonstanz
abgestreift. Das Produkt enthält 648 g (90 % d.Th.) einer klaren gelben viskosen Flüssigkeit mit einem Epoxy-Äquivalent-Gewicht
(durch Titration) von 150,3 (berechnet 160,0).
Analyse: (C22H32N4Og)
Berechnet: C 54,99 H 6,71 N 11,66 % Gefunden.: 54,37 6,79 10,91 %
030025/075/,
29A9J85
Herstellung von 1,3-Bis-(5'-äthyl-5'-methyl-l'-glycidylhydantoinyl-S ')-2-oxyqlycidy!propan
In der gleichen Weise wie in Beispiel 1 beschrieben läßt man 426 g (3 Mol) 5-Äthyl-5-methylhydantoin zuerst mit 124 g
(1,55 Mol) wäßrigem Natriumhydroxid und 142 g (1,54 Mol) Epichlorhydrin in wäßriger Lösung und anschließend mit einem
Überschuß an 1906 g (20,6 Mol) Epichlorhydrin und 433 g (5,4 Mol) 50%-igem wäßrigen Natriumhydroxid in Gegenwart von
40 g einer 50%-igen wäßrigen Tetramethylammoniumchlorid-Lösung
reagieren, um ein trifunktionelles flüssiges Epoxyharz
zu erhalten. Das Harz wird in 89%-iger Ausbeute erhalten (674 g; berechnet: 761 g, bezogen auf das zugeführte 5-Äthyl-5-methylhydantoin).
Das Epoxy-Äquivalent-Gewicht (durch Titration) beträgt 172 (berechnet 169).
Analyse: <C 24H35N4°8*
Berechnet: C 56,79 H 6,95 N 11.04 % Gefunden: 56,40 7,11 10,80 Cl 0,54 %
Herstellung von 1,3-Bis-(5'-sek.-amyl-5'-äthyl-l'-glycidylhydantoinyl-3')-2-oxyqlycidylpropan
In der gleichen Weise wie in Beispiel 1 beschrieben läßt man 1430 g (7 Mol) 5-sek.-Amyl-5-äthylhydantoin zuerst mit 298 g
(3,7 Mol) 50%-igem wäßrigen Natriumhydroxid und 343 g (3,7 Mol) Epichlorhydrin in wäßriger Mischung (2160 ml Wasser) und anschließend
mit Überschüssen von 3787 g (40,9 Mol) Epichlorhydrin und 1040 g (13 Mol) 50%-igem wäßrigen Natriumhydroxid
in Gegenwart von 72 g einer 50%-igen wäßrigen Lösung von Tetramethylammoniumchlorid reagieren, um ein trifunktionelles
flüssiges Epoxyharz zu erhalten. Das Produkt wird in einer Ausbeute von 91 % erhalten (2034 g; 2239 g d.Th., bezogen auf
das zugeführte 5-sek.-Amyl-5-äthylhydantoin). Das Epoxy-Äquivalent-Gewicht (durch Titration) beträgt 217 (207 d.Th.)
Analyse: (C35H52 N4°8)
Berechnet: C 61,42 H 8,33 N 9,08 %
Gefunden: 61,27 8,60 8,79 Cl 0,72 %
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Mit I1l'-Methylenbis-(5t5-dimethylhydantoin) verbessertes
l,3-Bis-(5',5«-dimethyl-l'-qlycidylhydantoinyl-3')-2-oxyqlycidylpropan (Verbessertes Harz Nr. 1)
Man beschickt einen Harzkolben mit 33,17 g (199,7 mXq)
1, 3-Bis-5», 5·-dimethyl-1·-glycidylhydantoinyl-3·)-2-oxyglycidylpropan
mit einem Epoxywert von 6,02 Xq/kg und taucht den Kolben in ein auf 175°C vorerhitztes Ölbad. Das Harz wird
10 Minuten gerührt, um das thermische Gleichgewicht zu erreichen. Man gibt 8,93 g (66,5 mÄq) feinvermahlenes 1,l'-Methylenbis-(5,5-dimethylhydantoin)
zu dem gerührten Harz über einen Trichter im Verlauf von 30 Minuten zu. Die Reaktion wird weitere
60 Minuten bei 175°C fortgesetzt. Das fertige Material wird heiß auf eine Aluminiumfolie ausgegossen, abkühlen gelassen,
aufgebrochen und in eine Flasche abgefüllt. Das Produkt ist ein bei Raumtemperatur hellgelber, klarer, brüchiger
Feststoff, Epoxywert: 2,92 Äq/kg (92 % d.Th.), F = 86-110°C.
Mit ltl'-Methylenbis-(5-äthyl-5-methylhydantoin) verbessertes
1,3-Bis-(5't 5 *-dimethyl-1»-glvcidylhydantoinyl-3 *)-2-oxyqlvcidylpropan (Verbessertes Harz Nr. 2)
In der in Beispiel 4 beschriebenen Weise setzt man 34,6 g (208,4 mÄq) 1,3-Bis-(5',5·-dimethyl-1'-glycidylhydantoinyl-31)-2-oxyglycidylpropan
mit einem Epoxy-Äquivalent von 6,02 Äq/kg mit 10,31 g (69,6 mÄq) 1,l'-Methylenbis-(5-äthyl-5-methylhydantoin)
bei 175°C um. Das Produkt ist bei Raumtemperatur ein hellgelber, klarer, brüchiger Feststoff,
Epoxywert: 2,92 Äq/kg (94,5 % d.Th.), F * 78-105°C.
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Mit 1,l'-Methylenbis-(5,5-dimethylhydantoin) verbessertes
!,S'-Bis-tS'-sek.-amyl-S'-äthvl-l'-qlvcidylhydantoinvl-S')-2-oxyqlycidylpropan (Verbessertes Harz Nr. 3)
In der in Beispiel 4 beschrieben Weise setzt man 500 g (2,44 Äq) !,S-Bis-iS'-sek.-amyl-S'-äthyl-l'-glycidylhydantoinyl-3·)-2-oxyglycidylpropan
mit einem Epoxywert von 4,88 Äq/kg mit 108,01 g (0,805 Aq) 1,1·-Methylenbis-(5,5-dimethylhydantoin)
bei 175°C um. Das Produkt ist ein bei Raumtemperatur hellgelber, klarer, brüchiger Feststoff, Epoxywert:
2,69 Äq/kg (1OO % d.Th.), F «* 61-73°C.
Mit 1,1'-Methylenbis-(5-äthyl-5-methylhydantoin) verbessertes
lt3-Bis-(5'-sek.-amyl-5t-äthyl-l>-qlycidvlhydantoinvl-3')-2-oxyqlycidylpropan (Verbessertes Harz Nr. 4)
In ähnlicher Weise wie in Beispiel 6 beschrieben setzt man 2,0 Äquivalente 1,3-Bis-(5l-sek.-amyl-5'-äthyl-l'-glycidylhydantoinyl-3·)-2-oxyglycidylpropan
mit einem Epoxywert von 4,88 Äq/kg mit 1,0 Äquivalenten von 1,ll-Methylenbis-(5-äthyl-5-methylhydantoin)
um. Das hellgelbe, klare, brüchige, feste Produkt wurde als Verbessertes Harz Nr. 4 bezeichnet.
In analoger Weise zu Beispiel 6 wurden unter Verwendung der Reaktanten 1,3-Bis-(5'-sek.-amyl-5'-äthyl-l'-glycidylhydantoinyl-3')-2-oxyglycidylpropan-Epoxyharz
und 1,l'-Methylenbis-(5,5-dimethylhydantoin)-Verbesserungsmittel
die folgenden festen Harze mit höherem Molekulargewicht unter Variieren des Verhältnisses der beiden Reaktanten hergestellt:
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Verbessertes Epoxywert (Äq/kg) Beispiel Harz Nr. Theorie Erhalten
10 11 12 13
Die folgenden Formulierungen der in den obigen Beispielen hergestellten verbesserten Harze wurden auf Stahl-Testplatten
aufgebracht und als Überzüge bewertet.
| 5 | 2,68 | 2,43 | 63-76°C |
| 6 | 2,40 | 2,35 | 63-79°C |
| 7 | 2,20 | 2,15 | 68-8O°C |
| 8 | 2,00 | 2,01 | 78-89°C |
| 9 | 1,75 | 1,68 | 91-1O4°C |
| 10 | 1,50 | 1,48 | 96-107°C |
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| Formulierunq (Teile) |
14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | I | 9 | CC .o- CO |
|
| Harz Nr.1 | 100 | 100 | 100 | OJ OC (Jl |
|||||||||
| Harz Nr.3 | 100 | I | |||||||||||
| Harz Nr.6 | 100 | ||||||||||||
| Harz Nr.8 | 100 | 100 | 100 | 100 | |||||||||
| Azelainsäure | 27,5 | 25,4 | 22,9 | 19 | |||||||||
| Adipinsäure | 21,3 | ||||||||||||
| σ | PE-1· | 53,3 | |||||||||||
| co i—S |
PE-2·· | 66,2 | 47,8 | ||||||||||
| O | PE-3··· | 65,9 | |||||||||||
| cn >>» |
Imidazol | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | |||
| CD | TiO- | — | — | 60 | - | — | — | 60 | 60 | 60 | |||
| cn | Ofenzyklus | 175PC | 200°C | 125°C | 175°C | 175°C | 175°C | 175°C | 175°C | 175°C | |||
| 30 Min. | 15 Min. | 15 Min. | 15 Min. | 25 Min. | 15 Min. | 15 Min. | 15 Min. | 15 Min. | |||||
| Eigenschaften | |||||||||||||
| Aussehen | hellgelb | gelb | glänzend weiß |
gut glänzend |
gut glänzend |
gut glänzend |
weiß glänzend |
weiß glänzend |
weiß glänzend |
||||
| Filmdicke., μ (mils) |
33 (1,3) |
22,8 (0,9) |
33-43,2 (1,3-1,7) |
30,5 (1,2) |
25,4-38, (1,0-1,5) |
1 33 (1,3) |
25,4-38,1 (1,0-1,5) |
25,4-40,7 (1,0-1,6) |
23,4-2-7, (1-1,1) |
||||
| MEK-Reibtest | >100 | >100 | >100 | >100 | >100 | >100 | > 100 | > 100 | > 100 | ||||
| Adhäsion bei Kreuzschnitt |
be standen |
be standen |
be standen |
be standen |
be standen |
be standen |
be standen |
be standen |
be standen |
||||
| Gardner-Schlagprüfung direkt (iiv-lbsJ 160 Gardner-Schlagprüfung umgekehrt (in.-lbs.) 140 |
24 8 |
160 160 |
160 150 |
160 140 |
160 160 |
160 160 |
160 160 |
160 160 |
|||||
• Reaktiorisprodukt von 3 Molen Adipinsäure mit 2 Molen
1,4-Butandiol
·· Realctionsprodukt von 3 Molen Adipinsäure mit 2 Molen Äthylenglykol
··· Reaktionsprodukt von 3 Molen Azelainsäure mit 2 Molen 1,4-Butandiol
Die Formulierungen 14, 16, 18, 19 und 21, die sämtlich mit 60 Teilen je 100 Teile Harz pigmentiert waren, wurden als
Überzug auf Stahlblechplatten aufgebracht und in Florida einer Bewitterung im Freien unterzogen. Die Platten waren
in einem Winkel von 45° zum Horizont nach Süden ausgerichtet, und man nahm Glanzbewertungen (60 ) periodisch vor, um die
Bewitterungsstabilität der Überzüge zu ermitteln.
60°-Glanzbewertungen
Formulierung
14
18 19
| Ursprung1ich | 84 | 87 | 84 | 84 | 85 |
| 3 Monate | 58 | 10 | 84 | 83 | 79 |
| 6 Monate | 14 | 0 | 82 | 74 | 63 |
| 9 Monate | 0 | 0 | 57 | 44 | 50 |
030025/0754
Claims (10)
- PatentansprücheCH2-CH-Cworin R1 Wasserstoff, Alkyl mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen oder Cycloalkyl mit 5 bis 6 kohlenstoffatomen bedeutet und R2 Alkyl mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeutet, mit(b) weniger als 1,0 Äquivalenten der NH-Gruppen je Epoxidgruppe von (a) einer zweikernigen Bishydantoinverbindung der Formelworin R^ und R. ausgewählt sind unter Wasserstoff oder Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, oder R^. und R.0 30025/0754ORIGINAL INSPECTEDTetramethylen oder Pentamethylen bilden, und A ausgewählt ist unter Alkylen, Alkyliden oder Alkyliden, substituiert durch ein oder mehrere Halogenatome.
- 2. Verbessertes Additionsprodukt gemäß Anspruch 1, worin A eine Alkylengruppe mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen bedeutet und R3 und R4 Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen sind.
- 3. Verbessertes Additionsprodukt gemäß Anspruch 1, worin A Methylen bedeutet und R3 und R4 Alkyl mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen sind.
- 4. Verbessertes Additionsprodukt gemäß Anspruch 1, worin R^ Wasserstoff oder Alkyl mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen ist und R2 Alkyl mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen ist.
- 5. Verbessertes Additionsprodukt gemäß Anspruch 1, worin R.. Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ist und R- Alkyl mit 5 bis 6 Kohlenstoffatomen ist.
- 6. Verbessertes Additionsprodukt gemäß Anspruch 1, worin R1 Äthyl ist, R2 sek.-Amyl ist, R3 und R4 Methyl sind undA Methylen ist.
- 7. Härtbare Zusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, daß es das verbesserte Additionsprodukt gemäß Anspruch 1 und ein Epoxy-Härtungsmittel enthält.
- 8. Härtbare Zusammensetzung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Epoxy-Härtungsmittel ausgewählt ist unter einem Polyamin, Polyamiden, polymeren Polysulfiden; Dicyandiamid; Anilin-Formaldehyd-Harzen, mehrwertigen Phenolen, Lewis-Säure-Härtungsmitteln, mehrbasischen Carbonsäuren und Polycarbonsaureanhydrxden.
- 9. Härtbare Zusammensetzung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Epoxy-Härtungsmittel eine Dicarbonsäure,030025/0754ein difunktioneller Carboxyl-endständiger Polyester, ein difunktioneller Carboxyl-endständiger Polyether, ein zweikerniges Bishydantoin, ein difunktionelles Amin oder ein Diphenol ist.
- 10. Härtbare Zusammensetzung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Epoxy-Härtungsmittel eine Dicarbonsäure oder ein difunktioneller Carboxyl-endständiger Polyester ist.03C025/07EU
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