DE2948900A1 - Dreipunktgeraetekupplungsvorrichtung fuer kraftfahrzeuge, insbesondere fuer schlepper - Google Patents
Dreipunktgeraetekupplungsvorrichtung fuer kraftfahrzeuge, insbesondere fuer schlepperInfo
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Description
Dreipunktgerätekupplungsvorrichtung für Kraftfahrzeuge, insbesondere für Schlepper
Die Erfindung bezieht sich auf eine Dreipunktgerätekupplungsvorrichtung
für Kraftfahrzeuge, insbesondere für Schlepper, mit konvergierend verlaufenden Unterlenkern, die einenends
über Kugelgelenke am Fahrzeug angeschlossen sind und anderenends über Kupplungsglieder über einen Querträger derart auf
Abstand gehalten werden, daß die durch das Kupplungsglied und das Kugelgelenk des einen Unterlenkers verlaufende Kraftlinie
sich mit der durch das andere Kupplungsglied und das Kugelgelenk des zweiten Unterlenkers verlaufenden Kraftlinie in
einem Schnittpunkt schneidet.
Es sind Gerätekupplungsvorrichtungen bekannt (US PS 3 787 068 und Druckschrift von Ransomes Dreipunktgestänge, Druckvermerk
H. C. 549, Seite 2), bei denen die Unterlenker konvergierend verlaufend angeordnet sind, so daß sie sich in einem Schnittpunkt
schneiden, der im Bereich der Vorderachse bzw. hinter dem Schwerpunkt des Fahrzeuges liegt. Dadurch wird der Hebelarm
zwischen dem Schnittpunkt und einem an den Schlepper angebauten Arbeitsgerät relativ groß, so daß geringe Fahrtrichtungsänderungen
des Schleppers sich direkt auf das angebaute Gerät übertragen. Sind die an den Schlepper angebauten Arbeitsgeräte sehr breit,
so überträgt sich jede geringfügige Fahrtrichtungsänderung in einem entsprechend größeren Verhältnis auf das Arbeitsgerät.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die ■Unterlenker zum Anschluß eines Arbeitsgerätes an ein Kraft-
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fahrzeug, beispielsweise einen Schlepper, mit Knicklenkung, derart
anzuordnen und auszubilden, daß auch bei geringen Fahrtrichtungsänderunggen der auf das Arbeitsgerät übertragene Steuerimpuls
weitgehend unterdrückt wird. Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst worden, daß der Schnittpunkt bei
einem Schlepper mit Knicklenkung in einem Bereich liegt, der in einem Abstand von 3/4 des Abstandes zwischen den Achsen und der
hinteren Achse liegt. Da der Schnittpunkt der sich schneidenden Kraftlinien mit Bezug auf die Fahrtrichtung des Schleppers im
hinteren ersten Drittel liegt, werden die von dem Fahrzeug ausgehenden Steuerimpulse, die auch auf das Arbeitsgerät übertragen
werden, sehr klein gehalten. Somit lassen sich Schlepper· mit · Knicklenkung bei geringfügigem seitlichen Steuerausschlag des Vorderteils
des Schleppers auch mit angehängtem Arbeitsgerät wesentlieh leichter steuern, da bei geringfügigen Steuervorgängen des
Fahrzeuges das Arbeitsgerät "unbeeinflußt bleibt, so daß ein Hin- und Herschwanken des Arbeitsgerätes ausgeschaltet werden kann.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist es vorteilhaft, daß der Schnittpunkt in einem Bereich liegt, der in einem Abstand
von der Hälfte des Abstandes zwischen den Achsen und der -hinteren Achse liegt und daß sich die rechte und linke
Kraftlinie konvergierend in den Kraftfahrzeugkörper erstrekken und sich in etwa kurz vor oder auf der hinteren Achse
schneiden.
Vorteilhaft ist es ferner, daß sich die rechte und linke Kraftlinie in einem Bereich schneiden, der im propotionalen
Verhältnis zum Radschlupf steht, wobei bei größerem Rad-'schlupf
der Schnittpunkt mehr vor die hintere Achse wandert.
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Da die entsprechende Lage des Schnittpunktes der sich schneidenden
Kraftlinien, die durch die Unterlenker verlaufen, auch einen Einfluß auf den Schlupf des Schleppers haben, ist es
vorteilhaft, daß bei der Neigung des Schleppers zum Schlupf der Schnittpunkt nicht direkt vor der Hinterachse des Schleppers
liegt, sondern mehr nach vorne verschoben wird, was beispielsweise durch eine seitliche Verstellung des vorderen Endes
der Unterlenker herbeigeführt werden kann.
Vorteilhaft ist es außerdem, daß sie mit einer Knicklenkung ausgerüstet ist und der Schnittpunkt zwischen der vertikalen
Achse der Knicklenkung und der hinteren Achse liegt. Wird beispielsweise der Schnittpunkt der konvergierend verlaufend angeordneten
Unterlenker zwischen der Gelenkvorrichtung der Knicklenkung und der Hinterachse vorgesehen, so kann der von
dem Vorderteil des Schleppers ausgehende Steuerimpuls, der auch auf den hinteren Teil des Schleppers und somit auf das
Arbeitsgerät übertragen wird, um so mehr ausgeschaltet werden, je weiter der Schnittpunkt zur Hinterachse wandert.
Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel eines Schleppers nach der Erfindung erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Schleppers mit Knicklenkung,
Fig. 2 eine Draufsicht gemäß Fig. 1 mit
der erfindungsgemäßen Kupplungsvorrichtung.
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EUROPEAN OFTCE 29 A 8900
In der Zeichnung ist mit 10 ein Schlepper mit Knicklenkung und Vierradantrieb gezeigt, der aus einem vorderen, die Verbrennungskraftmaschine
aufweisenden Schlepperteil 12 und einen hinteren, eine Kupplungsvorrichtung 26 aufweisenden
Schlepperteil 14 besteht, die über eine Gelenkvorrichtung 16 miteinander verbunden sind. Der vordere Schlepperteil 12
weist eine Fahrerkabine 18 und eine Vorderachse 20 auf, an der rechte und linke Laufräder 22 und 24 angeordnet sind.
Der hintere Schlepperteil 14, der mit der Kupplungsvorrichtung 26 ausgerüstet ist, weist eine Hinterachse 28 mit linken
und rechten Laufrädern 30 und 32 auf. Die Kupplungsvorrichtung 26 ist als Dreipunktgerätekupplung ausgerüstet und weist
eine obere Kupplungsstelle bzw.· einen Kupplungshaken 34 und linke und rechte Kupplungshaken 36 und 38 auf, die an einem
Kupplungsrahmen 40 angeschlossen sind.
Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, dreht sich die Vorderachse
20 um die geometrische Achse 42 und die Hinterachse 28 um die geometrische Achse 44, die hinter der Gelenkvorrichtung
16 liegt.
Die Kupplungsvorrichtung 26 (Fig. 2) dient zum Anschluß eines landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes 46, das mit linken und
rechten Enden 48 und 50 versehen ist. Das Arbeitsgerät 46 weist ein linkes Kupplungsglied 52 und ein rechtes Kupplungsglied 54 auf, die an die Kupplungshaken 36 und 38 angeschlossen
sind, die ihrerseits mit einem linken Unterlenker 56 und einem rechten Unterlenker 58 verbunden sind. Die Unterlenker
56 und 58 werden über den Kupplungsrahmen 40, der einen Quer-
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träger 60 aufweist, auf Abstand gehalten. Die vorderen Enden der linken und rechten Unterlenker 56 und 58 sind mit Kugelgelenken
62 und 64 ausgestattet, die eine Verbindung zwischen den Unterlenkern 56 und 58 und einer am hinteren Schlepperteil
14 vorgesehenen Hubwelle 65 herstellen.
Zieht der Schlepper 10 das Arbeitsgerät 46, so verläuft die Zuglast bzw. die Zugkraft des Schleppers 10 entlang den linken
und rechten Kraftlinien 66 und 68, wobei sich die linke Kraftlinie 66 durch den Kupplungshaken 36 und das Kugelgelenk
und die rechte Kraftlinie 68 durch den Kupplungshaken 38 und das Kugelgelenk 64 erstreckt. Fährt der Schlepper 10 geradeaus,
so laufen die Kraftlinien 66 und 68 an einem Schnittpunkt 70 zusammen, der mit Bezug auf die Fahrtrichtung des Schleppers
10 vor der geometrischen Achse 44 der Laufräder 30>
32 liegt.
Der Schnittpunkt 70 kann an irgendeiner anderen Stelle vor der geometrischen Achse 44 liegen, wobei es jedoch besonders
vorteilhaft ist, daß der Nutzen aus der Unterlenkerkonvergenz abnimmt, wenn der Schnittpunkt 70 einen Abstand vor der Achse
aufweist, der in etwa 75 % des Abstandes zwischen der Achse und 44 beträgt. Die ideale Stelle des Schnittpunktes 70 für einen
Schlepper liegt vor der Achse 44 in einem Abstand, der im Ver-ί
hältnis zum prozentualen Schlupf der linken und rechten Laufräder 30 und 32 steht.
Im Arbeitseinsatz, wenn beispielsweise der Schlepper 10 geradeaus fährt, haben geringe, abrupte Fahrtrichtungsänderungen,
durch die eine Änderung des Winkels des Schlepperteils • 12 mit Berug auf den Schlepperteil 14 hervorgerufen wird,
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keinen Einfluß auf die linken und rechten Enden 48 und 50 des Arbeitsgerätes 46, so daß dieses stabil bleibt bzw. seine Lage
nicht verändert, wenn kleine Steuerkorrekturen durchgeführt werden.
Fährt beispielsweise der Schlepper 10 eine Kurve, so wird das
Arbeitsgerät 46 in die gleiche Richtung gedreht wie die vordere Achse 42.
Aufgrund der Bewegung der Unterlenker 56 und 58 auf den Kugelgelenken
62 und 64 sowie der Kupplungshaken 36 und 38 bewegt sich die Konvergenz bei Kurvenfahrten nach hinten und
zur Seite, so daß der Schnittpunkt 70 immer seine Normallage einnimmt, wenn, der Schlepper 10" sich in seiner Geradeaus fahrt
befindet.
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-l·
L e e r s e i t e
Claims (5)
- DEERE & COMPANY (Case No. 11547 GFR)EUROPEAN OFFICE29A8900PatentansprücheL 1 .J Gerätekupplungsvorrichtung für Kraftfahrzeuge, insbe- ^^ sondere für Schlepper, mit konvergierend verlaufenden Unterlenkern, die einenends über Kugelgelenke am Fahrzeug angeschlossen sind und anderenends über Kupplungsglieder mit einem Arbeitsgerät verbunden sind, wobei die Kupplungsglieder über einen Querträger derart auf Abstand gehalten werden, daß die durch das Kupplungsglied und das Kugelgelenk des einen Unterlenkers verlaufende Kraftlinie sich mit der durch das andere Kupplungsglied und das Kugelgelenk des zweiten Unterlenkers verlaufenden Kraftlinie in einem Schnittpunkt schneidet, dadurch gekennzeichnet', daß der Schnittpunkt (70) bei einem Schlepper mit Knicklenkung in einem Bereich liegt, der in einem Abstand von 3/4 des Abstandes zwischen den Achsen (44, 42) der Laufräder vor der hinteren Achse (44) liegt.
- 2. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schnittpunkt (70) in einem Bereich liegt, der in einem Abstand von der Hälfte des Abstandes zwischen den Achsen (44, 42) vor der hinteren Achse (44) liegt.
- 3. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die rechte und linke Kraftlinie kon-030024/0846DEERE & COMPANYEUROPEAN OFFICEvergierend in den Kraftfahrzeugkörper erstrecken und sich in etwa kurz vor oder auf der hinteren Achse (44) schneiden.
- 4. Kupplungsvorrichtung nach einem, oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die rechte und linke Kraftlinie in einem Bereich schneiden, der im proportionalen Verhältnis zum Radschlupf steht, wobei bei größerem Radschlupf der Schnittpunkt (70) mehr vor die hintere Achse wandert.
- 5. Kupplungsvorrichtung nach einem.oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schnittpunkt (70) sich zwischen der Gelenkvorrichtung (16) der Knicklenkung und der hinteren Achse (.44) liegt.Q3 0024/0846
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