DE2948649A1 - Tauchphosphatierungsverfahren und vorrichtung dafuer - Google Patents
Tauchphosphatierungsverfahren und vorrichtung dafuerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Tauchverfahren
zur Phosphatierung, das auf die Vorbehandlung zur Lackierung von Metallgegenständen anwendbar ist, und
eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Als Vorbereitung zur Lackierung von Automobilen, Elektrogeräten für den Haushalt, Stahlmöbeln usw. wird im
allgemeinen eine Phosphatierungsbehandlung insbesondere im Spritzverfahren angewendet. Wenn jedoch das Werkstück
"Spritztaschen" (d.h. taschenartige Vertiefungen) aufweist, sind diese Taschen und Vertiefungen dem
direkten Spritzauftrag kaum zugänglich und erhalten nur abgewiesene Spritzer der Phosphatierungslosung ohne
Rücksicht auf jegliche Richtungsänderungen der Spritzdüse. Als Ergebnis wird nur eine temperartige Phosphatschicht
auf der Oberfläche gebildet. Diese phosphatierte Oberfläche weist schlechte Korrosionsbeständigkeit
und schlechte Haftung am anschließend aufgebrachten Anstrichfilm auf und ist als Grundlage für die
Lackierung unzureichend. Bei der Behandlung im Tauchverfahren kann das Werkstück in befriedigendem Maße
selbst bis zu den genannten Taschenteilen oder Vertiefungen phosphatiert werden. Das Tauchverfahren
wirft jedoch das Problem auf, daß durch unregelmäßige Transportgeschwindigkeit einer Fördervorrichtung, die
das Werkstück in die Phosphatierungslosung taucht, auf der phosphatierten Oberfläche stufenförmige Ungleichmäßigkeiten
der Phosphatierung ausgebildet werden, so daß eine gleichmäßige Phosphatschicht nicht erzielbar
ist. Diese Tatsache stellt das größte Hindernis für die Anwendung des Tauchverfahrens für die Phosphatierung
von großen Werkstücken wie Automobilkarosse- ' rien dar. Außerdem neigen Werkstücke mit Vertiefungen
und Ausnehmungen an der Unterseite, z.B. die Radmulden von Automobilkarosserien, zur Ausbildung von Lufttaschen
während des Tauchvorganges, wobei verhindert wird, daß diese Teile mit der Phosphatierungslösung
in genügende Berührung kommen. Ferner pflegt der in der Phosphatierungslösung schwimmende Schlamm am Werkstück
haften zu bleiben, und dieser Schlamm ist durch Spülen mit Wasser kaum zu entfernen.
In den letzten Jahren ist man zur Anwendung des Spritztauchverfahrens
übergegangen, bei dem die positiven Merkmale und Vorteile sowohl des Spritzverfahrens als
auch des Tauchverfahrens ausgenutzt werden. Bei einem solchen Verfahren wird das Werkstück zuerst 5 bis 60
Sekunden der Spritzbehandlung und dann der Tauchbehandlung unterworfen, wodurch mangelhaftes Phosphatieren
der Taschenteile und Vertiefungen und stufenförmige Ungleichmäßigkeit des Phosphatierens wirksam
verhindert werden. Da jedoch die Kristal Iform der Phosphatschicht
in einer frühen Phase der Phosphatierungsbehandlung festgelegt wird, kann eine Phosphatschicht
in dieser Kristallform, die· beim Tauchverfahren erzielbar
ist, wobei bessere Ergebnisse in bezug auf Korrosionsbeständigkeit und Haftfestigkeit als Grundlage für
die Lackierung erzielt werden, beim Spritztauchverfahren nicht ausgebildet werden.
In eingehenden Untersuchungen mit dem Ziel, ein Tauchphosphatierungsverfahren
zu entwickeln, mit dem eine Phosphatschicht mit guter Korrosionsbeständigkeit und
hoher Haftfestigkeit unter Vermeidung der Nachteile der üblichen Tauchverfahren erzielt werden kann, wurde nun
gefunden, daß das Auftreten von stufenförmigen Ungleichmäßigkeiten
der Phosphatierung und die Bildung von Lufttaschen verhindert werden können, wenn der Phosphatierungslösung
am Eintrittsteil des Phosphatierungsbades eine Wellenbewegung verliehen wird. Es wurde
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ferner gefunden, daß der am Metallteil haftende Schlamm leicht und wirksam vom Werkstück abgespült
werden kann,wenn Wasser oder die Phosphatierungslösung auf das phosphatierte Werkstück gespritzt wird.
Gegenstand der Erfindung ist demgemäß ein Tauchphosphatierungsverfahren,
bei dem man den zu phosphatierenden Metallgegenstand in ein Phosphatierungsbad einführt,
den Metallgegenstand im Bad getaucht hält, bis die Phosphatierung an der Oberfläche des Metallteils erfolgt
ist, und den phosphatierten Metallgegenstand aus dem Bad entfernt. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
daß man den Metallgegenstand in das Bad einführt, während man der Phosphatierungslösung im Bad im Eintrittsabschnitt
des Bades eine Wellenbewegung verleiht.
Beliebige übliche Phosphatierungsbader können verwendet
werden. Bevorzugt wird ein Phosphatierungsbad, dessen Querschnittsform schiffsförmig ist, d.h. aus 1) dem Eintrittsabschnitt,
der sich zum mittleren Abschnitt erweitert und allmählich vertieft, 2) dem mittleren
Abschnitt, der einen waagerechten flachen Bodenteil darstellt, und 3) dem Austrittsabschnitt besteht, der
sich vom mittleren Abschnitt aus verjüngt und allmählich flacher wird. Besonders bevorzugt wird ein Phosphatierungsbad,
das im Querschnitt eine Schiffsform und zwischen dem Eintrittsabschnitt und dem mittleren Abschnitt
einen vertieften Teil aufweist, der als Absetzbad für den Schlamm dient.
Für den Transport des zu phosphatierenden Metallgegenstandes kann eine Fördervorrichtung verwendet werden,
dip so arbeitet, daß der Metallgegenstand in das Phosphatierungsbad
eingeführt, im eingetauchten Zustand durch das Phosphatierungsbad geführt und aus dem Phosphatierungsbad
herausgenommen wird.
Um der Phosphatierungslösung eine Wellenbewegung zu erteilen, können beliebige Vorrichtungen, die an der
Oberfläche Wellen ohne wesentliches Spritzen zu erzeugen vermögen, verwendet werden. Eine der typischen
Maßnahmen zur Wellenbildung besteht darin, daß man Wasser oder die Phosphatierungslösung durch die Düsenöffnungen,
die sich an, über oder unter der Oberfläche der Lösung öffnen, in das Phosphatierungsbad einführt.
Der phosphatierte Metallgegenstand wird zur Entfernung des daran haftenden Schlamms vorzugsweise durch Aufspritzen von Wasser oder Phosphatierungslösung gespült.
Diese Spülung des phosphatierten Metallteils wird im Austrittsabschnitt, d.h. am Metallteil während der
Entfernung oder unmittelbar nach der Entfernung aus dem Phosphatierungsbad vorgenommen.
Ferner läßt man vorzugsweise im Phosphatierungsbad die Phosphatierungslösung vom Austragabschnitt zum
mittleren Abschnitt, insbesondere zum Absetzbad fliessen, wobei die Lösung vom Eintrittsabschnitt zum mittleren
Abschnitt, insbesondere zum Absetzbad, strömt oder nicht, wodurch die Bewegung und das Absetzen des
Schlamms in das Absetzbad beschleunigt wird. Diese Strömungen lassen sich leicht erzeugen, indem man beispielsweise
Wasser oder die Phosphatierungslösung durch die Düsenöffnungen, die in geeigneter Weise an verschiedenen
Stellen im Phosphatierungsbad angeordnet und eingestellt sind, spritzt.
Im allgemeinen läßt man die Phosphatierungslösung im Phosphatierungsbad überlaufen. Die überlaufende Phosphatierungslösung
wird durch die genannten Düsenöffnungen in das Phosphatierungsbad zurückgeführt bzw.
im Kreislauf geführt. Vorteilhaft ist beispielsweise eine Arbeitsweise, bei der man einen Überlauftank vor
dem Eintrittsabschnitt des Phosphatierungsbades an-
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ordnet, so daß die überlaufende Phosphatierungslosung
darin gesammelt und durch geeigenete Leitungen in das Phosphatierungsbad zurückgeführt wird, wodurch die gewünschten
Strömungen der Phosphatierungslosung ausgebildet werden.
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die
Abbildungen ausführlich erläutert.
Fig.l zeigt ein Fließschema einer Ausführungsform der
Vorrichtung gemäß der Erfindung.
Fig.2 ist eine perspektivische Ansicht des wesentlichen
Teils der Vorrichtung gemäß der Erfindung.
In den Abbildungen ist mit 1 ein Phosphatierungsbad,
mit 2 ein zwischen dem Eintrittsabschnitt und dem mittleren Abschnitt des Bades 1 vorgesehenes Absetzbad
und mit 3 ein vor dem Eintrittsabschnitt des Bades 1 angeordneter Überlauftank bezeichnet. Der Überlauftank
3 kann auch nach dem Austragabschnitt oder seitlich vom Bad 1 angeordnet werden. Der Boden des Absetzbades
2 ist mit einer Ablassleitung 4 versehen, die sich zu einer Leitung 4A mit Ventil 5A und einer Leitung
4B mit Ventil 5B verzweigt. Die Leitung 4B ist mit einer Pumpe 6 verbunden, die durch Leitung 8 mit einem
Filter 7 verbunden ist. An der Vorderseite und an der Rückseite des Filters 7 sind Ventile 9 und 10 angeordnet.
Mit der Leitung 8 ist eine nicht durch das Filter laufende Leitung 12 mit Ventil 11 verbunden.
Der Boden des Überlauftanks 3 ist mit einer Austrittsleitung 14 mit Ventil 13 versehen. Die Leitung 14
führt zu einer Pumpe 15. Mit der Pumpe 15 ist ein Wärmeaustauscher 16 über eine Leitung 17 verbunden. ;
An der Vorderseite und Rückseite des Wärmeaustauschers sind Ventile 18 und 19 angeordnet. Mit der Leitung
ist eine Leitung 21 mit Ventil 20 als Umgehungsleitung
verbunden.
Die Leitung 17 führt zur Hauptleitung 22, mit der Zweigleitungen 24 mit je einem Ventil 23 verbunden sind. Eine
von der Leitung 17 abzweigende Leitung 25 führt zur Hauptleitung 26, von der Zweigleitungen 31 mit Ventilen
27, 28, 29 bzw. 30 ausgehen. Wie Fig. 2 zeigt, sind die Zweigleitungen 24 und 31 in geeignetem Abstand auf der
Bodenfläche des Phosphatierungsbades 1 und innerhalb der Seitenwand angeordnet und mit Steigrohren 32, 33 und 34
verbunden, die mit Düsenöffnungen zum Ausstoß der Flüssigkeit
versehen sind. Der andere Teil der Zweigleitungen 31 ist am Eintrittsabschnitt des Bades 1 vorgesehen
und mit einem Steigrohr 35 verbunden, das mit einer Düsenöffnung für den Ausstoß von Flüssigkeit versehen
ist. Ein weiterer Teil der Zweigleitung 31 ist seitlich vom Austragabschnitt des Bades 1 angeordnet und mit
einem Steigrohr 36 verbunden, das mit einer Düsenöffnung für den Ausstoß von Flüssigkeit versehen ist. Mit
37 ist eine Vorrichtung für den Transport der zu phosphatierenden Werkstücke A bezeichnet. Für die Zuführung
von Wasser (das das in der Spülstufe nach der Phosphatierung verwendete Wasser sein kann) sind die Leitungen
38 und 39 vorgesehen.
Die Düsenöffnungen sind so ausgerichtet, daß die gewünschten
Strömungen der Phosphatierungslösunq einschließlich der Wellenbildung am Eintrittsabschnitt
erzeugt werden. Die Pfeile in Fig.l und Fig.2 deuten
als Beispiel die Richtungen der Düsenöffnungen an, die
in der Praxis möglich sind.
Die Phosphatierung unter Verwendung der in Fig.l und Fig.2 dargestellten Vorrichtung kann in der nachstehend
beschriebenen Weise durchgeführt werden.
Zunächst werden die erforderlichen Mengen einer Phosphatierungslösung
in das Phosphatierungsbad 1 und in den Überlauftank 3 gegeben. Dann werden die Ventile 13, 18,
19 und 23 geöffnet. Die Pumpe 15 wird eingeschaltet und
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drückt die Phosphatierungslosung aus dem Tank 3 durch
den Wärmeaustauscher 16 und die Steigleitungen 32 in das Bad 1, wodurch die Phosphatierungslosung im Bad 1
in den Tank 3 fließt. Der Wärmeaustauscher 16 hält die Phosphatierungslosung bei der erforderlichen Temperatur.
Wenn es nicht erforderlich ist, die Lösung zu erhitzen, können die Ventile 18 und 19 geschlossen und
das Ventil 20 geöffnet werden.
Wenn die Phosphatierungslosung die erforderliche Temperatur
erreicht hat, werden die Ventile 27, 28, 29 und 30 geöffnet, und die Phosphatierungslosung strömt
aus den Steigleitungen 33, 34, 35 und 36 aus. Dann wird mit Hilfe der Transportvorrichtung 37 das Werkstück A
in das Bad 1 gebracht und mit der Phosphatierungsbehandlung begonnen.
Durch die Wirkungen der Phosphatierungslosung und/oder
des Wassers, die durch das Steigrohr 35 ausgestoßen werden, wird die Phosphatierungslosung am Eingangsabschnitt
des Bades 1 in eine Wellenbewegung versetzt.
Hierdurch kann eine gleichmäßige Phosphatschicht ohne stufenförmige Ungleichmäßigkeit der Phosphatierung an
der Oberfläche des Metallteils A gebildet werden. Ferner kommt die Phosphatierungslosung durch den Ausstoß
der Lösung aus dem Steigrohr 34 auf der Bodenfläche am Eingangsabschnitt des Bades 1 mit dem Metallteil
dort, wo es durch Ausbildung einer Lufttasche nicht ohne weiteres phosphatiert wird, beispielsweise
am vertieften Teil der Unterseite des Metallteils A, in ausreichende Berührung ·
Ferner wird die Phosphatierungslosung im Bad 1 durch
das Ausstoßen der Phosphatierungslosung aus den Steigrohren 32 und 33 bewegt und gerührt, so daß sie in den
Tank 3 läuft. Durch den Transport des Metallgegenstandes A durch die Phosphatierungslosung kann eine
gleichmäßige Phosphatschicht ausgebildet werden.
Nach der Phosphatierungsbehandlung wird der Metallgegenstand A durch die Transportvorrichtung 37 zur
Wasserspülstufe geführt. Im Bad 1 schwimmt der als Nebenprodukt der Phosphatierung gebildete Schlamm, der
am Metallgegenstand A haften bleibt. Bevor sich der Schlamm fest ansetzen kann, wird er von der aus dem
Steigrohr 36 ausgestoßenen Phosphatierungslösung oder dem aus diesem Steigrohr ausgestoßenen Wasser abgespült
und entfernt.
Durch die Phosphatierungsbehandlung wird eine große Menge Schlamm, der hauptsächlich aus Phosphatverbindungen
besteht, als Nebenprodukt im Rad 1 gebildet. Der Schlamm, der sich am Boden des Bades 1 niederschlägt,
bewegt sich unter seinem Eigengewicht und unter der Spritzwirkung der Phosphatierungslösung aus
den Steigrohren 32 und 33 leicht und fällt in das Absetzbad 2. Wenn die Konzentration des Schlamms im Absetzbad
2 hoch geworden ist, werden die Ventile 5B, 9 und 10 geöffnet, wodurch die Pumpe 6 eingeschaltet wird,
durch die dieser Schlamm dem Filter 7 zugeführt wird, wo der Feststoff und die Flüssigkeit getrennt werden.
Der Schlamm wird im festen Zustand aus dem System ausgetragen. Das Filtrat wird durch die Leitung 8 in den
Überlauftank zurückgeführt. In einer frühen Phase der Behandlung (in der Phase, in der sich kein Schlamm im
Absetzbad 2 angehäuft hat) ist es möglich, die aus dem Absetzbad 2 ablaufende Flüssigkeit nicht dem Filter 7
zuzuführen, sondern durch Leitung 12 in den Überlauftank 3 zurückzuführen.
Bei der Phosphatierungsbehandlung gemäß der Erfindung wird die Lage der Düsenöffnungen des Steigrohres 35 in
geeigneter Weise gewählt. Ohne Rücksicht darauf, ob die Phosphatierungslösung in Höhe der Oberfläche des
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Bades, über oder unter der Oberfläche ausgestoßen wird, dürfen keine Materialspritzer entstehen, die am Werkstück
A haften bleiben. Geeignet ist gewöhnlich eine Lage von etwa 5 bis 20 cm über und unter der Oberfläche
der Lösung. Die aus dem Steigrohr 35 ausgestoßene Flüssigkeitsmenge kann mit dem Ventil 29 in geeigneter
Weise so eingestellt werden, daß die Wellenbewegung der Phosphatierungslösung am Eingangsteil des Bades 1 erzeugt
wird. Ferner kann das aus dem Steigrohr 34 ausgestoßene Flüssigkeitsvolumen mit dem Ventil 28 in geeigneter
Weise so eingestellt werden, daß das Werkstück A unter der Wirkung des nach oben gerichteten Strahls der
Phosphatierungslösunq nicht aufschwimmt. Außerdem werden die aus den Steigrohren 32 und 33 ausgestoßenen Flüssigkeitsmengen,
die an der Umwälzung der Phosphatierungslösung im Bad und der Bewegung des Schlamms beteiligt
sind, mit den Ventilen 23 und 27 in Abhängigkeit vom Umwälzzustand, der Menge des Schlammes und dem Zustand
des Schlamms im Bad in geeigneter Weise eingestellt. Als Mittel zur Ausbildung der Strömungen der Phosphatierungslösung
im Bad kann ein Saugrohrsystem verwendet werden *
Die Lage des Steigrohres 36 wird so gewählt, daß die ausgestoßene Lösung aus der Nähe der Stelle, wo das
Werkstück A durch die Transportvorrichtung 37 teilweise aus der Phosphatierungslösung entfernt worden ist, aufgespritzt
wird. Die aufgespritzte Menge wird durch das Ventil 30 in geeigneter Weise so eingestellt, daß der am
Werkstück A angesetzte Schlamm entfernt wird. Im allgemeinen wird der Spritzdruck auf 0,81 bis 2 bar eingestellt.
Als Düse am Steigrohr 36 wird vorzugsweise eine Rohrdüse verwendet, die die ausgestoßene Lösung nicht
vernebelt (z.B. ein Rohr von etwa 10 mm Durchmesser mit sich verjüngender Spitze).
Wenn die Phosphatierungsbehandlung nach dem Verfahren
gemäß der Erfindung in der Vorrichtung gemäß der Erfindung durchgeführt wird, ist es möglich, die stufenförmige
Ungleichmäßigkeit der Phosphatschicht, die mangelhafte Phosphatierung von Teilen, an denen sich
Lufttaschen gebildet haben, die Beschichtungsfehler durch Staub oder Schlamm, der am Werkstück haftet, usw.
zu vermeiden und hierdurch eine ausgezeichnete Phosphatschicht als Untergrund für Anstriche auszubilden.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele und Vergleichsbeispiele weiter erläutert. In diesen Beispielen
beziehen sich die Teile unc1 % auf das rowicht,
falls nicht anders angegeben.
Ein Probeblech aus handelsüblichem kaltgewalztem Stahl
(100 χ 300 χ 0,8 mm) wurde im Tauchverfahren mit einem
schwach alkalischen Entfettungsmittel (2%ig) ("RIDOLINE SD200", hergestellt von der Anmelderin) 2 Minuten bei
einer Temperatur von 60°C entfettet. Das Blech wurde anschließend mit Wasser gespült und einer Tauchbehandlung
mit einem Konditioniermittel für Metalloberflächen
(0,l%ig) ("FIXODIN 5N-5", hergestellt von der Anmelderin) 30 Sekunden bei Raumtemperatur unterworfen. Nach
der Behandlung mit einer Phosphatierungslosung im Tauchverfahren (0,15% Zn, 0,04% Ni, 1,4% PO4, 0,5% NO3,
0,1% ClO3, 0,1% Cl, 0,0065% NO2) bei einer Gesamta iditat
von 17 Punkten, einem Säuregrad (freie Säure) von 0,9 Punkten, einem Tonerwert von 1,5 Punkten und einer
Temperatur von 50°C für 2 Minuten wurde das Blech mit Wasser gespült und getrocknet.
Die Transportgeschwindigkeit eines Werkstücks (Automobilkarosserie)
beim Autolackierband beträgt gewöhnlich 4 bis 5 m/Minute. Das Eintauchen des Werkstücks in die
Phosphatierungslosung erfolgt unter einer Neigung in einem Winkel von 20 bis 25° zur Lösungsoberfläche. Für
die Durchführung dieses Arbeitsganges wurde daher die
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Phosphatierungsbehandlung diesen Bedingungen angepaßt.
Das endgültige Aussehen der Phosphatschicht wurde durch in Augenscheinnahme beurteilt.
Ein Punkt der Gesamtacidität stellt das Volumen von 0,In-NaOH in ml dar, das für die Rotfärbung einer
Probe von 10 ml der Phosphatierungslösung bei Verwendung von Phenolphthalein als Indikator erforderlich
ist. Ein Punkt freie Säure stellt das Volumen von 0,In-NaOH in ml dar, das zur Blaufärbung einer Probe
von 10 ml Phosphatierungslösung bei Verwendung von Uromphenolhlau als Indikator erforderlich ist. Ein
Punkt des Tonerwerts stellt das Volumen von O,O42n-KMnO.
in ml dar, das zur Rotfärbung einer Probe von 25 ml der Phosphatierungslösung unter Zugabe einiger
Tropfen 50%iger H3SO4 erforderlich ist.
Eine Zinkphosphatierung wurde in einer üblichen Anlage im Tauchverfahren vorgenommen.
Eine Zinkphosphatierungsanlage für die Phosphatierung im Tauchverfahren, die sich wie folgt von einer üblichen
Anlage unterschied, wurde verwendet: Am Eingangsabschnitt des Phosphatierungsbades waren die Düsenöffnungen
des Steigrohres 35 etwas unterhalb der Oberfläche der Phosphatierungslösung so angeordnet, daß die
Lösung durch Wellenbildung unter der Strahlwirkung der
Phosphatierungslösung bewegt und gerührt wurde. Mit diesem System wurde die Phosphatierungsbehandlung durchgeführt.
Außer dem in Beispiel 1 beschriebenen Aufbau war die Steigleitung 36 seitlich am Ausgangsabschnitt des
Phosphatierungsbades so angeordnet, daß die Phospha-
-Ιδ-
tierungslösung auf das Blech, das gerade phosphatiert
worden war, gerichtet war. Mit diesem System wurdo
die Phosphatierungsbehandlung durchgeführt.
Außer der in Beispiel 2 beschriebenen Ausbildung waren die Steigrohre 32, 33 und 34 am Bodenteil und seitlich
so angeordnet, daß die Phosphatierungslosung durch die Strahlwirkung bewegt und gerührt wurde. Mit diesem
System wurde die Phosphatierungsbehandlung durchgeführt.
Die Ergebnisse der vorstehend genannten Phosphatierungen
sind nachstehend in Tabelle 1 genannt.
Beispiel 1 Beispiel 2 Beispiel 3
Vergleichsbeispiel
1
| Tabelle | 1 | Angesetzter Schiamm |
| Aussehen | angesetzt | |
| Stufen förmige Ungleich- mäßigkeit |
kein Ansatz | |
| nein | der Phosphatschicht | kein Ansatz |
| nein | angesetzt | |
| nein | ||
| ja | ||
| Güte der Schicht |
||
| gut | ||
| gut | ||
| gut | ||
| rauh |
Auf die gemäß Vergleichsbeispiel 1 und gemäß den Beispielen 1 bis 3 behandelten Bleche wurde ein Polyesterelektrolack
("POWKR COAT 9600 K", hergestellt von der
Anmelderin) in einer Filmdicke von 20 um aufgetragen.
Der Lackfilm wurde 30 Minuten bei 170°C eingebrannt.
Die elektrolackierten Bleche wurden dem Salzsprühtest mit 5%iger Salzlösung unterworfen (JIS Z-2371). Die
Ergebnisse sind in Tabelle 2 genannt. Zum Abstreifen des Lackfilms (JIS Z-1522) wurde ein ZeIlglas-Kleb-
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- 16 streifen (Hersteller Nichiban Company, Ltd.) verwendet,
| Tabel | Ie 2 | des | Anstrichfi1 | ms | |
| Abheben | Nach 36O S |
Nach td. 50O |
Std. | ||
| Nach 240 S |
td. | ||||
| Beispiel 1 | 1.5-2 | .0 mm 2.0-3.0 mm | |||
| A | bis 1 | . 5 mm | |||
Bei spiel 2
A bis 1,5 mm 1,5-2,0 mm 2,0-2,5 mm
B nein nein nein
A bis 1,5 mm 1,5-2,0 mm 2,0-2,5 mm
B nein nein nein
Verqleichsbeispiel 1
1,5-2,0 mm 2,0-3,0 mm Klebstreifenbreite
B 15 20 Gesamte
Oberfläche
A: Abtrennung vom eingeschnittenen Teil B: Ablösung in Rostfleckenform
-/ft-
Leerseite
Claims (15)
- VON KREISLER SCHÖNWALD EISHOLD FUES VON KREISLER KELLER SELTING WERNERPATENTANWÄLTE Dr.-Ing. von Kreisler 1 1973Dr.-Ing. K. Schönwald, KölnDr.-Ing. K. W. Eishold, Bad SodenDr. J. F. Fues, KölnDipl.-Chem. Alek von Kreisler, KölnDipl.-Chem. Carola Keller, KölnDipl.-Ing. G. Setting, KölnDr. H.-K. Werner, KölnDtICHMANNHAUS AM HAUIMIiAHNHOID-5000 KÖLN 1AvK/Ax 3. Dezember 1979Nippon Paint Co. Ltd., No. 2-1-2, Oyodo Kita, Oyodo-ku, Osaka-shi, Osaka-fu (Japan).Tauchphosphatierungsverfahren und Vorrichtung dafür \ PatentansprüchenI)J Tauchphosphatierungsverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß man das zu phosphatierende Werkstück in ein Bad einführt, das eine Phosphatierungslösung enthält, und hierbei eine Wellenbewegung in der Phosphatierungslö— sung am Eingangsabschnitt des Bades erzeugt.
- 2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß man das Werkstück bei der Herausnahme aus der Phosphatierungslösung aus dem Bad am Ausgangsabschnitt durch Abspritzen mit Phosphatierungslösung und/oder Wasser spült.
- 3) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Phosphatierungslösung im Bad umwälzt.
- 4) Tauchphosphatierungsverfahren, bei dem man das Werkstück in das Phosphatierungsbad einführt, das Werkstück in die Phosphatierungslösung im Bad taucht, bis es phosphatiert ist, und das phosphatierte Werkstück aus dem Phosphatierungsbad entfernt, dadurch gekennzeichnet, daß man das Werkstück in das Phosphalierungs-030025/0661
ORIGINAL INSPECTEDbad einführt, während man eine Wellenbewegung in der Phosphatierungslosung im Bad am Eingangsabschnitt des Bades erzeugt und hierdurch die Ausbildung von stufenförmiger Ungleichmäßigkeit der Phosphatierung verhindert . - 5) Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Wellenbewegung der Phosphatierungslosung durch Ausstoßen der Phosphatierungslosung aus Düsenöffnungen hervorbringt.
- 6) Verfahren nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß man das phosphatierte Werkstück aus dem Bad entfernt, während man die Phosphatierungslosung oder Wasser in einem Strahl so auf das Werkstück richtet, daß der daran haftende Schlamm entfernt wird.
- 7) Verfahren nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die Tauchbehandlung des Werkstücks durchführt, während man es vom Eingangsabschnitt des Bades zum Ausgangsabschnitt transportiert.
- 8) Verfahren nach Anspruch 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man das Werkstück durch die Vorrichtung transportiert, während man die Phosphatierungslosung durch Düsenöffnungen so ausstößt, daß der Schlamm vom Ausganqsabschnitt des Bades zum mittleren Abschnitt des Bades bewegt wird.
- 9) Vorrichtung zur Phosphatierung im Tauchverfahren, gekennzeichnet durch ein Phosphatierungsbad (1) und am Eingangsabschnitt angeordnete Bauteile, die die Phosphatierungslosung in eine Wellenbewegung versetzen.
- 10) Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß Düsenöffnungen längs beider Seiten des Bades (1) angeordnet sind. . -COPY
- 11) Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bauteil, aus dem ein Strahl der Phosphatierungslosung und/oder ein Wasserstrahl auf das aus der Phosphatierungslosung im Bad entfernte Werkstück (A) gerichtet ist, am Ausgangsabschnitt des Bades (1) angeordnet ist.
- 12) Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß Bauteile, die die Phosphatierungslosung im Bad umwälzen, indem sie die Phosphatierungslosung vom Bodenabschnitt und den Seiten des Bades ausstoßen, vorgesehen sind.
- 13) Vorrichtung zur Phosphatierung im Tauchverfahren mit einem Phosphatierungsbad, das einen Eingangsabschnitt, einen mittleren Abschnitt und einen Ausganqsabschnitt sowie eine Transportvorrichtung aufweist, die die Werkstücke in das Bad einführt, sie vom Eingangsabschnitt zum Ausgangsabschnitt transportiert und aus dem Bad entfernt, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bauteil, das die Phosphatierungslosung im Bad in eine Wellenbewegung versetzt, am Eingangsabschnitt vorgesehen ist.
- 14) Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Bad (1) schiffsförmigen Querschnitt aufweist, wobei der Eingangsabschnitt sich zum mittleren Abschnitt erweitert und vertieft, der mittlere Abschnitt einen flachen Boden aufweist und der Ausgangsabschnitt sich vom mittleren Abschnitt aus verjüngt und abflacht und ein vertiefter Teil (2) zwischen dem Eingangsabschnitt und dem mittleren Abschnitt vorhanden ist.
- 15) Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch ein am Ausgangsabschnitt angeordnetes Bauteil, das einen Strahl der Phosphatierungslosung oder einen Wasserstrahl auf das aus dem Bad (1) entfernte Werkstück (A) richtet.030025/0661COPY
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