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DE2948323A1 - Waermehaertende harzzusammensetzung - Google Patents

Waermehaertende harzzusammensetzung

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DE2948323A1
DE2948323A1 DE19792948323 DE2948323A DE2948323A1 DE 2948323 A1 DE2948323 A1 DE 2948323A1 DE 19792948323 DE19792948323 DE 19792948323 DE 2948323 A DE2948323 A DE 2948323A DE 2948323 A1 DE2948323 A1 DE 2948323A1
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DE
Germany
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diisocyanate
resin composition
thermosetting resin
dicyclopentadiene
styrene
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DE19792948323
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DE2948323C2 (de
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Akira Kageyama
Iwao Maekawa
Isao Uchigasaki
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Resonac Corp
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Hitachi Chemical Co Ltd
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Publication date
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Publication of DE2948323C2 publication Critical patent/DE2948323C2/de
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    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
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Description

- 4 Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine wärmehärtende Harzzusammensetzung, die enthält: (I) ein Polybutadienderivat, das erhalten wird, indem man (A) eine Verbindung mit aktivem Wasserstoff, die durch Umsetzung von Oicyclopentadien oder hydroxyliertem Dicyclopentadien mit Maleinsäureanhydrid oder Maleinsäure unter Bildung einer teilweise veresterten Dicyclopentadiencarbonsäure, die weiter mit Monoglycidyläther oder -ester umgesetzt wird, erhalten worden ist, (B) ein Butadien-Homopolymer oder - Copolymer mit einer oder mehreren Hydroxylgruppen und einem zahlendurchschnittlichen Molekulargewicht von 1000 bis 5000 und (C) ein Oiisocyanat in Verhältnissen, ausgedruckt als funktionelles Gruppenäquivalentverhältnis von (A)/(B)/(C), von 0,6-1,0/1,0/1,2-2,0 umsetzt; und (II) ein polymerlsierbares Monomeres mit mindestens einer polymerisierbaren Doppelbindung im Molekül. Die erfindungsgemäße wärmehärtende Harzzusammensetzung kann leicht gehandhabt und bei Normaltemperatur unter Bildung gehärteter Gegenstände mit guten Eigenschaften gehärtet werden, wobei die ausgezeichneten Eigenschaften von Polybutadien als Elastomeres nicht verlorengehen.
Die Erfindung betrifft eine wärmehärtende Harzzusammensetzung und insbesondere eine wärmehärtende Harzzusammensetzung, die durch Auflösen eines Polybutadiene, dessen Grundgerüstkette Tricyclodecenyl-ee, ß-ungesättigte-Seitengruppen mit polymerisierbaren Doppelbindungen enthält, in einem polymerisierbaren Monomeren erhalten worden ist. Die Harzzusammensetzung besitzt eine gute Verarbeitbarkeit.
Polybutadiene mit Hydroxylgruppen und einem zahlendurchschnittlichen Molekulargewicht von etwa 1000 bis 5000 werden als flüssige Polybutadiene bezeichnet. Sie besitzen eine Fluid!tat bei Normaltemperaturen, so daß sie bei ver-
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schiedenen Anwendungen, wie unter Verwendung von Isocyanaten als Kettenstreckmittel, in Abdichtungsmassen, Verschweißmaterialien, Klebstoffe, Einbettmaterialien, Anstrichmittel usw., verwendet werden. Dies liegt daran, daß flüssige Polybutadiene gute elastomere Eigenschaften, Klebrigkeit und elektrische Eigenschaften aufweisen. Obgleich sie Fluid!tat besitzen, stellen ihre Viskosität bei 25°C von 50 bis 600 P. und die Toxizität der Isocyanate eine Schwierigkeit dar, die beseitigt werden muß. Aus diesem Grund werden flüssige Polybutadiene nicht für allgemeine Zwecke verwendet.
In den JA-OSen 26950/71 und 8261/73 werden Verfahren für die Herstellung von wärmehärtenden Harzen mit guter Verarbeitbarkeit unter Verwendung von Polybutadienen mit funktioneilen Gruppen anstelle der Alkoholkomponente oder der Säurekomponente von ungesättigten Polyestern vorgeschlagen, wobei die Versprödung der an sich bekannten, ungesättigten Polyester verbessert wird. Die Versprödung ist ein Nachteil ungesättigter Polyester. Die Eigenschaften von Polybutadienen werden dabei nicht verschlechtert. Entsprechend dem Verfahren der JA-OS 26950/71 findet während der Veresterungsreaktion, bedingt durch die Doppelbindung des PoIybutadiens, leicht eine Gelbildung statt, so daß ein ausreichender Grad an Kondensation nicht erhalten wird, und somit die Eigenschaften der Polybutadiene kaum in Erscheinung treten. Entsprechend dem Verfahren der JA-OS 8261/73 sind, da zur Beseitigung der oben erwähnten Nachteile ein hydriertes Polybutadien verwendet wird, die Produktionskosten sehr hoch. Die beiden oben erwähnten Verfahren werden somit nicht für allgemeine Zwecke verwendet.
In der JA-OS 16195/72 wird ein Verfahren zur Herstellung eines wärmehärtenden Harzes mit ausgezeichneter Verarbeitbarkeit beschrieben. Es werden ein Polybutadien mit aktivem
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Wasserstoff und ein Isocyanat verwendet und In das Harz werden Acryl- oder Nethacrylgruppen eingeführt. Da die Acryl- oder Methacrylgruppe Im allgemeinen mit Styrol und ähnlichen Verbindungen eine schlechte Copolymerislerbarkeit aufweist, kann ein schnelles und ausreichendes Härten bei Normaltemperaturen nicht wie bei ungesättigten Polyesterharzen erhalten werden und die physikalischen Eigenschaften der entstehenden, gehärteten Gegenstände sind ebenfalls ungenügend.
Es besteht somit seit langem ein Bedarf für wärmehärtende Polybutadiene für allgemeine Zwecke, bei denen die ausgezeichneten Eigenschaften der Polybutadiene als Elastomeres erhaltengeblieben sind und wobei die Zusammensetzung leicht verarbeitet und bei Normaltemperaturen leicht gehärtet werden kann, d.h. in anderen Worten die Handhabung einfach ist.
Die Anmelderin hat ausgedehnte Untersuchungen an Polybutadienen durchgeführt und eine wärmehärtende Zusammensetzung gefunden, die die oben erwähnten Nachteile nicht aufweist.
Gegenstand der Erfindung ist eine wärmehärtende Harzzusammensetzung, die enthält:
(I) ein Polybutadlenderivat, das erhalten worden ist durch Umsetzung von
(A) einer Verbindung mit aktivem Wasserstoff, die durch Umsetzung von Dicyclopentadien oder hydroxyliertem Dicyclopentadien mit Maleinsäureanhydrid oder Maleinsäure unter Bildung einer teilweise veresterten Dicyclopentadiencarbonsäure, die weiter mit einem Monoglycidylather oder Monoglycidylester umgesetzt wird, erhalten worden ist,
(B) einem Polybutadienhomopolymeren oder Butadiencopolymeren mit einer oder mehreren Hydroxylgruppen und einem zahlendurchschnittlichen Molekulargewicht von 1000 bis 3000 und
(C) einem Diisocyanat
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in Verhältnissen von 0,6-1,0/1,0/1,2-2,0, ausgedrückt als funktionelles Gruppenäquivalentverhältnis von (A)/(B)/(C), und
(II) ein polymerisierbares Monomeres mit mindestens einer polymerisierbaren Doppelbindung im Molekül.
Die teilweise veresterte Dicyclopentadiencarbonsäure, das Zwischenprodukt der Verbindung (A), wird durch die folgende Formel dargestellt
C - CH = CHCOOH
und kann leicht durch Umsetzung von etwa äquimolaren Mengen an Dicyclopentadien und Maleinsäure bei 1500C oder darunter und vorzugsweise 80°C oder darüber, mehr bevorzugt bei 130°C, während 2 bis 4 Stunden oder alternativ durch Umsetzung etwa äquimolarer Mengen an hydroxyliertem Dicyclopentadien und Maleinsäureanhydrid bei 1500C oder darunter und vorzugsweise 80°C oder darüber, mehr bevorzugt bei 130°C, während 3 bis 7 Stunden erhalten werden.
Die Umsetzung zwischen der teilweise veresterten Dicyclopentadiencarbonsäure und einem Monoglycidyläther oder Monoglycidylester kann durchgeführt werden, indem man eine äquimolare Menge oder 5 bis 10 Mol-% im Überschuß des Monoglycidyläthers oder -esters pro Mol teilweise veresterte Dicyclopentadiencarbonsäure verwendet und bei 200 bis 2200C in Abwesenheit eines Katalysators oder bei 80 bis 1200C in Anwesenheit eines Katalysators, z.B. eines quaternären Ammoniumsalzes in einer Menge von 0,1 bis 0,3 Gew.96, bezogen auf das Gewicht der teilweise veresterten Dicyclopentadiencarbonsäure und des Monoglycidyläthers oder -esters, umsetzt, bis die Verbindung mit aktivem Wasserstoff mit einer Säurezahl von 15 oder weniger erhalten wird. Die
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Säurezahl wird entsprechend dem JIS K 6901 Verfahren bestimmt. Die bevorzugte Säurezahl beträgt 10 oder weniger.
Beispiele von Monoglycidyläthem sind n-Butylglycidylather, Phenylglycidylather, meta- oder para-Cresylglycidyläther, Allylglycidylather und dergl..
Beispiele von Monoglycidylestern sind Glycidylmethacrylat, Glycidylester der Versatinsäure und dergl.. Versatlnsäure kann durch die folgende Formel
R1 0
I · Il
R-C-C-OH
^ ι
R3
dargestellt werden, in der R1, R2 und R, unabhängig voneinander Alkylgruppen bedeutet und einer der Substituenten für eine Methylgruppe steht.
Das Butadienhomopolymer oder -copolymer (B) kann irgendeines sein, das eine oder mehrere Hydroxylgruppen aufweist und ein zahlendurchschnittliches Molekulargewicht von 1000 bis 5000 besitzt. Für den Anteil an 1,2- und 1,4-Bindungen gibt es keine Begrenzung. Beispiele von Butadiencopolymeren sind Styrol-Butadien-Copolymer, Acrylnitril-Butadien-Copolymere, Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere und dergl.. Beispiele dieser Butadienhomopolymeren und -copolymeren, die im Handel erhältlich sind, sind Nisso PB G grade (Nippon Soda Co., Ltd.), Poly bd R-45, CS-15, CN-15 u.a. (Arco Chemical Co.).
Als Diisocyanat (C) kann man aliphatische Diisocyanate, wie Äthylendiisocyanat, Propylendiisocyanat, Butylendiisocyanat, Hexamethylendilsocyanat und dergl.; aromatische Diisocyanate, wie 2,4-Tolylendiisocyanat, 2,6-Tolylendiisocyanat, ^,A'-Diphenylmethandiisocyanat, p- oder m-Phenylendiiso-
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cyanat und dergl.; alicyclische Diisocyanate, wie Cyclohexylendiisocyanat, u.a. verwenden.
Die Komponenten (A), (B) und (C) sollten in Mengen von 0,6 bis 1,0/1,0/1,2 bis 2,0, ausgedrückt als funktionelles Gruppenäquivalentverhältnis, verwendet werden. Wenn die Menge an (A) unter 0,6 Äquiv. liegt oder wenn die Menge an (C) unter 1,2 Äquiv./Äquiv. (B) liegt, werden die Härtungseigenschaften schlecht und die Eigenschaften der gehärteten Gegenstände verschlechtern sich. Wenn andererseits die Menge an (A) über 1,0 Äquiv. liegt oder wenn die Menge an (C) über 2,0 Äquiv./Äquiv.. (B) liegt, nehmen die Seitenreaktionen an dem Polybutadien-Grundgerüst zu.
Die Urethan-Bildungsreaktion der Komponenten (A), (B) und (C) kann bei dem oben erwähnten funktioneilen Gruppenäquivalentverhältnis (functional group equivalent ratio) in Abwesenheit eines Katalysators oder in Anwesenheit eines Katalysators, wie einer Organozinnverbindung, bei einer Temperatur von 150°C oder weniger, bevorzugt bei 50 bis 1000C, durchgeführt werden, so daß außer der gewünschten Urethan-Bildungsreaktion keine Seitenreaktionen stattfinden. Gegebenenfalls kann die Urethan-Bildungsreaktion unter Verwendung eines polymerisierbaren Monomeren, das mindestens eine polymer!sierbare Doppelbindung im Molekül enthält, wie oben unter (II) aufgeführt, als Lösungsmittel durchgeführt werden.
Als polymerisierbares Monomer (II) mit mindestens einer polymerisierbaren Doppelbindung im Molekül kann man Styrol, Divinylbenzol, Vinyltoluol, Methylacrylat, Methylmethacrylat, Äthylacrylat, Äthylmethacrylat, Carbitolacrylat, Carbitolmethacrylat, Diallylphthalat, Acrylate oder Methacrylate von Äthylenglyko1, 1,3- oder 1,4-Butandiol, 1,6-Hexandiol, Neopentylglykol und dergl. verwenden.
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Diese polymerisierbaren Monomeren (II) mit mindestens einer polymerisierbaren Doppelbindung im Molekül können allein oder im Gemisch mit zwei oder mehreren verwendet werden» abhängig von den Härtungsverfahren der Zusammensetzungen, der Verarbeitbarkeit, den gewünschten Eigenschaften der gehärteten Gegenstände und dergl.. Eine bevorzugte Menge an polymerisierbarem Monomer (II) beträgt 10 bis 50 Gew.#, bezogen auf das Gewicht des Polybutadienderivats (i).
Die erfindungsgemäße wärmehärtende Harzzusammensetzung kann durch Wärmehärtung unter Verwendung eines Peroxids, durch Redoxhärtung unter Verwendung eines Peroxids und eines Härtungsbeschleunigers, durch Ultravioletthärtung, durch entfernte Infrarothärtung und ähnliche Verfahren gehärtet werden. Bei der Ultravioletthärtung kann ein an sich bekannter Photosensibilisator zu der Zusammensetzung zugegeben werden.
Als Peroxide kann man an sich bekannte Peroxide, wie Benzoylperoxid, Methyläthylketonperoxid, Di-tert.-butylperoxid, Lauroylperoxid, Cumolhydroperoxid, tert.-Butylperoxid u.a. verwenden. Als Härtungsbeschleuniger kann man Metallseifen von Kobalt, Kupfer, Mangan, Blei und dergl., tertiäre Amine, ß-Diketone und dergl. einsetzen. Es gibt keine besondere Beschränkung für die zu verwendende Menge und für ihr Gebrauchsverfahren .
Die erfindungsgemäße wärmehärtende Zusammensetzung kann gegebenenfalls zusätzliche Füllstoffe, wie Calciumcarbonat, Sillciumdioxidsand, Talk, Kaolin, etc., Pigmente, Farbstoffe und Faserverstärkungsmaterialien, wie Kohlenstoffasern, Glasfasern, Polyvinylalkoholfasern, Polyesterfasern usw., Zusätzlich kann die erfindungsgemäße wärmehärtende Zusammensetzung weiter andere Polymere, wie ungesättigte PoIy-
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ester, Alkydharze und dergl., enthalten, solange die erfindungsgemäßen Ziele durch diese Harze nicht verschlechtert werden.
Die erfindungsgemäße wärmehärtende Zusammensetzung kann vielfach als elektrisches Isoliergießmaterial, als Spulenimprägnierlack, als Faserglasverstärkungskunststoff für elektrische Isolierungen, in Antikorrosions-Glasfaserverstärkungskunststoffen, in gewellten Platten, Klebstoffen usw. verwendet werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Sofern nicht anders angegeben, sind alle Teile und Prozentgehalte durch das Gewicht ausgedrückt.
Beispiele 1 und 2
(1) Synthese der Verbindung (A)
(a) In einen 5 1 Vierhalskolben, der mit einem Kühler, einem Stickstoffeinlaßrohr, einem Thermometer und einem Rührer ausgerüstet ist, gibt man 1200 Teile hydroxyliertes Dicyclopentadien und 784 Teile Maleinsäureanhydrid una setzt 4 h unter einem Stickstoffstrom bei 130°C um, während man die bei der Anfangsstufe entstandene Hitze abführt. Man erhält eine teilweise veresterte Dicyclopentadiencarbonsäure (Tricyclodecenyl-monomaleat) mit einer Säurezahl von 220. Das Produkt wird mit 1824 Teilen Monoglycidylester von Versatinsäure (Cardura E 10, hergestellt von Shell Chemical Corp.) versetzt, der Inhalt des Kolbens wird 3 h auf 21O0C erhitzt und die Reaktion wird weitere 3 h fortgeführt; man erhält die Verbindung (A)-(a) mit einer Säurezahl von 7»1 und einer Hydroxylzahl von 125.
(b) Unter Verwendung der gleichen Vorrichtung, wie sie oben unter 1(a) beschrieben wurde, werden 1200 Teile
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hydroxyliertes Dicyclopentadien und 784 Teile Maleinsäureanhydrid 4 h bei 1300C unter einem Stickstoffstrom umgesetzt, während die gebildete Wärme bei der Anfangsstufe abgeführt wird. Man erhält teilweise veresterte Dicyclopentadiencarbonsäure (Tricyclodecenyl-monomaleat) mit einer Säurezahl von 224. Dieses Produkt wird mit 912 Teilen Allylglycidylather (Sakamoto Yakuhin K.K.) versetzt und die Umsetzung wird 8 h bei 180°C durchgeführt; man erhält die Verbindung (A)-(b) mit einer Säurezahl von 9,2 und einer Hydroxylzahl von I65.
(2) Urethan-Bildungsreaktion und Herstellung der Zusammensetzungen
(a) In einen 2 1 Vierhalskolben, der mit einem Kühler, einem Stickstoffeinlaßrohr, einem Thermometer und einem Rührer ausgerüstet ist, gibt man 1000 Teile hydroxyliertes Polybutadien mit einer Hydroxylzahl von 86 (Nisso PB G1000, hergestellt von Nippon Soda Co., Ltd.), 260 Teile 2,4-Tolylendiisocyanat (Japan Polyurethane Co.), 714 Teile der Verbindung (A)-(a) und 1 Teil Dibutylzinndilaurat und setzt bei einer Temperatur nicht über 6O0C, während man die gebildete Wärme ableitet, während 6 h um. Man erhält ein Polybutadienderivat, das 0,4# restliches NCO enthält. Dazu gibt man 800 Teile Styrol und 0,3 g p-Benzochinon. Man erhält einen hellgelben Lack (V^), gelöst in Styrol. (Beispiel 1).
(b) Unter Verwendung der gleichen Vorrichtung, wie oben bei 2(a) erwähnt, werden 1000 Teile hydroxyliertes Polybutadien mit einer Hydroxylzahl von 46,6 (Poly bd R-45 HT, hergestellt von Arco Chemical Co.), 134 Teile Hexamethylendiisocyanat, 300 Teile der Verbindung (A)-(b) und 0,5 g Dibutylzinndilaurat in den Kolben gegeben und 4 h bei 700C umgesetzt, während die gebildete Wärme abgeführt wird. Man
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erhält ein Polybutadienderivat, das 0,25% restliches NCO enthält. Dazu gibt man 500 Teile Styrol und 0,2 g p-Benzochinon und man erhält einen hellgelben Lack (V2), gelöst in Styrol. (Beispiel 2).
Zu dem Lack V1 oder Vp gibt man 0,5% Kobaltoctoat (Kobaltgehalt 6%) und 1,0% Methyläthylketonperoxid und härtet 24 h bei 25°C.
Die verschiedenen Eigenschaften des Lackes und des gehärteten Harzes sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.
Beispiel Nr.
Lack C, Gardner-Poise) V1 V2
Viskosität (25° (25°C)(min) 3,8 4,2
Gelbildungszeit 35 30
Oberflächenhärte (Shore D) Klebrigkeit der Oberfläche1 Zugfestigkeit2 (kg/cm2) Zugdehnung (%) tan 63 (%) 25°
'C 1OO°C
spezifischer Durchgangswiderstand3 25°C
1000C
40 CvJ ,6 40
nein 9 ,3 nein
190 250
94 89
2,1 2,5
3,0 3,2
6 ,2 χ 1015 X1015
1 ,8 χ 1013 X1012
Bemerkungen:
1: Die Proben werden hergestellt, indem man einen Lack auf eine Metallschale mit einem Durchmesser von 60 mm und einer Dicke von 14 mm gibt und härtet.
2: Die Proben werden hergestellt, indem man einen Lack auf eine 3 mm dicke Gießplatte gießt und härtet. Testverfahren: JIS K 6911.
3: Die Proben werden hergestellt, indem man einen Lack auf eine 2 mm dicke Gießplatte gießt und härtet. Testverfahren: JIS K 6911.
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Aus der Tabelle ist erkennbar, daß die erfindungsgemäße wärmehärtende Harzzusammensetzung eine niedrige Viskosität aufweist und leicht gehandhabt werden kann. Sie kann leicht und vollständig bei Normaltemperaturen ohne Verschlechterung der Flexibilität des Polybutadiene gehärtet werden. Die erfindungsgemäße wärmehärtende Harzzusammensetzung ist somit ausgezeichnet.
Ende der Beschreibung.
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Claims (9)

KRAUS & WE:ISERT 29A8323 PATENTANWÄLTE DR. WALTER KRAUS DIPLOMCHEMIKER DR ING ANNEKÄTE WEISERT DIPL-ING. FACHRICHTUNG CHEMIE IRMGARDSTRASSE 15 · D 80O0 MÜNCHEN 71 TELEFON 089/797077-797078 ■ TELEX O5-212156 kpatd TELEGRAMM KRAUSPATENT 2409 AW/My HITACHI CHEMICAL COMPANY, LTD. Tokyo/Japan Wärmehärtende Harzzusammensetzung Patentansprüche
1. Wärmehärtende Harzzusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, daß sie
(I) ein Polybutadienderivat, das durch Umsetzung von
(A) einer Verbindung mit aktivem Wasserstoff, die durch Umsetzung von Dicyclopentadien oder hydroxyliertem Dicyclopentadien mit Maleinsäureanhydrid oder Maleinsäure unter Bildung einer partial veresterten Dicyclopentadiencarbonsäure, die weiter mit Monoglycidyläther oder Monoglycidylester umgesetzt wird, erhalten worden ist,
(B) eines Polybutadien-Homopolymeren oder Butadien-Copolymeren mit einer oder mehreren Hydroxylgruppen und einem zahlendurchschnittlichen Molekulargewicht von 1000 bis 5000 und
(C) einem Diisocyanat
in Verhältnissen von 0,6-1,0/1,0/1,2-2,0, ausgedrückt als funktionelles Gruppenäquivalentverhältnis von (A)/(B)/(C), erhalten worden ist, und
(II) ein polymerisierbares Monomeres, das mindestens eine polymer!sierbare Doppelbindung im Molekül aufweist, enthält.
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ORIGINAL INSPECTED
2. Wärmehärtende Harzzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Monoglycidylather
n-Butylglycidyläther, Phenylglycldylather, meta- oder para-Cresylglycidylather oder Allylglycidyläther enthält.
3. Wärmehärtende Harzzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Monoglycidylather
Glycidylmethacrylat oder Glycidylester der Versatinsäure
enthält.
4. Wärmehärtende Harzzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Butadien-Copolymeres
ein Styrol-Butadien-Copolymeres, Acrylnitril-Butadien-Copolymeres oder Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymeres enthält.
5· Wärmehärtende Harzzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Diisocyanat Äthylendiisocyanat, Propylendiisocyanat, Butylendiisocyanat, Hexamethylendiisocyanat, 2,4-Tolylendiisocyanat, 2,6-Tolylendiisocyanat, 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, p- oder m-Phenylendiisocyanat oder Cyclohexylendiisocyanat enthält.
6. Wärmehärtende Harzzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als polymer!sierbares Monomeres mit mindestens einer polymerisierbaren Doppelbindung im MolekUl Styrol, Divinylbenzol, Vinyltoluol, Methylmethacrylat, Methylacrylat, Äthylacrylat, Äthylmethacrylat, Diallylphthalat enthält.
7. Wärmehärtende Harzzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als polymerisierbares Monomeres Styrol enthält.
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8. Verfahren zur Herstellung einer wärmehärtenden Harzzusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, daß man
(1) Dicyclopentadien oder hydroxyliertes Dicyclopentadien mit Maleinsäureanhydrid oder Maleinsäure bei einer Temperatur von 150°C oder niedriger unter Bildung einer teilweise veresterten Dicyclopentadiencarbonsäure umsetzt, die weiter mit einem Monoglycidylather oder -ester bei einer Temperatur von 200 bis 220°C in Abwesenheit eines Katalysators oder bei einer Temperatur von 80 bis 1200C in Anwesenheit eines Katalysators unter Bildung einer Verbindung (A) umgesetzt wird, die aktiven Wasserstoff enthält und eine Säurezahl von 15 oder weniger aufweist,
(2) die Verbindung (A) mit aktivem Wasserstoff mit einem Butadien-Homopolymeren oder -Copolymeren (B) mit einer oder mehreren Hydroxylgruppen und einem zahlendurchschnittlichen Molekulargewicht von 1000 bis 5000 und einem Diisocyanat (C) in Verhältnissen von 0,6-1,0/1,0/1,2-2,0, ausgedrückt als funktionelles Gruppenäquivalentverhältnis von (A)/(B)/(C), bei einer Temperatur von 150°C oder darunter unter Bildung eines Polybutadienderivats umsetzt, und
(3) das Polybutadienderivat in oder mit einem polymerisierbaren Monomeren, das mindestens eine polymerisierbare Doppelbindung im Molekül enthält, löst oder vermischt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man als polymerisierbares Monomeres Styrol verwendet.
0300;: wo;··
DE2948323A 1978-12-11 1979-11-30 Verfahren zur Herstellung gehärteter Gegenstände Expired DE2948323C2 (de)

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WO1997025365A3 (de) * 1996-01-04 1997-10-09 Basf Ag Polyfunktionell reaktive polymere stoffe

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