-
Schalungsträger
-
Die Erfindung betrifft einen Schalungsträger, welcher aus einem in
Aluminium stranggepreßten Profilträger besteht, der einen etwa H-förmigen Querschnitt
mit zwei von oben bis unten durchgehenden, im Abstand voneinander verlaufenden Stegen,
die durch einen senkrecht zu ihnen verlaufenden Quersteg untereinander verbunden
und am unteren Ende Jeweils mit einem nach außen vorstehenden Flansch versehen sind,
aufweist, wobei der oberhalb des Quersteges befindliche Raum des Profilträgers von
einer Holzleiste ausgefüllt ist.
-
Aluminium als Grundwerkstoff bürgert sich im Schalungs- und Gerüstbau
immer mehr ein, da es sich besonders durch zwei Merkmale vom herkömmlichen Stahl
sehr positiv unterscheidet, denn wegen des wesentlich geringeren Eigengewichtes
von Aluminium sind daraus hergestellte Geräte auf der Baustelle wesentlich leichter
und schneller zu handhaben und weil Aluminium rostunempfindlich ist, benötigen daraus
hergestellte Geräte keine besondere Oberflächenbeschaffenheit oder Oberflächenbehandlung.
Der Preisunterschied des Aluminiums gegenüber Stahl spielt hingegen keine so große
Rolle mehr wie früher, so daß sich Geräte aus Aluminium mehr und mehr einbürgern.
-
Es ist bekannt, stranggepreßte Schalungsträger aus Aluminium herzustellen
und sie an einer Seite mit einer eingebauten Holzleiste zu versehen, um somit einen
in wesentlichen Teilen aus Aluminium bestehenden Träger zu schaffen, der benagelt
werden kann. Derartige bekannte Schalungsträger können aus einem stranggepreßten
Profil bestehen, das zwei senkrechte
parallele Stege mit am oberen
und unteren Ende nach außen vorstehenden Flanschen und einen im oberen Bereich und
einen am Boden befindlichen Quersteg aufweist, so daß der Profilträger einen nach
oben offenen kleineren Hohlraum und einen darunter befindlichen geschlossenen Hohlraum
enthält (SW-AS 77 06 380-8). Der nach oben offene kleinere Hohlraum des Profilträgers
kann von einer Holzleiste ausgefUllt sein, um den Schalungsträger benageln zu können.
In den geschlossenen unteren Hohlraum kann man von den Stirnenden Einsätze wie beispielsweise
ein Kantholz einschieben, wenn der Schalungsträger mit einem gleichen Träger verlängert
werden soll. Das eingesteckte Kantholz kann Jedoch nur umständlich im Profilträger
festgelegt werden, so daß es erforderlich ist, mit ihren Stirnenden aneinander zu
setzende Schalungsträger durch besondere Bauteile wie beispielsweise Sttltzstempel
untereinander zu verbinden.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen leichter zu handhabenden
und vielseitiger zu verwendenden benagelbaren Schalungsträger aus Aluminium zu schaffen,
der auch von innen zu benageln ist.
-
Diese Aufgabe wird blei einem Schalungsträger der eingangs genannten
Gattung erífindungsgemhß dadurch gelöst, daß der Profilträger nach unten offen ist.
Vorzugsweise ist er mit wenigstens einer lösbar an den Flanschen angebrachten, seine
Unterseite Uberspanjenden Keiltasche versehen, zwischen die und ein von unten in
den unteren Hohlraum des Profilträgers eingelegtes Kantholz ein Keil, zweckmäßig
ein Holzkeil, eingetrieben werden ka#. Schalungsträger dieser Art kann man daher
mit Hilfe von eingelegten Kanthölzern verlängern bzw.
-
mehrere Schalungsträger dieser Art mittels eines sie verbindenden
Kantholzes aneinander setzen, ohne auf vorher eingeschobene Verbindungshölzer achten
zu müssen. Beispielsweise kann man Schaltafeln, die auf derartige Schalungsträger
aufgenagelt sind, zu einer großen Schalfläche schnell und
problemlos
zusammenbauen, indem man zunächst einmal die Schaltafeln in die gewünschte Position
zueinander bringt und dann deren Schalungsträger durch von unten eingelegte Kanthölzer
und zwischen diese und die Keiltaschen eingetriebene Holzkeile fest miteinander
verbindet. Auf diese Weise läßt sich der zum Einschalen erforderliche Arbeitsaufwand
bedeutend reduzieren, so daß die zum Einschalen notwendigen Lohnkosten beachtlich
gesenkt werden. Der Querschnitt des nach unten offenen Hohlraumes des Profilträgers
ist dabei zweckmäßig dem Querschnitt von auf dem Bau üblichen Kanthölzern angepaßt.
-
Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der Erfindung
sind die am unteren Ende des Profilträgers vorgesehenen, nach außen vorstehenden
Flansche rillenförmig mit nach oben weisender Öffnung ausgebildet, so daß die an
sie angehängten Keiltaschen zwar in Längsrichtung des Profilträgers in Jede beliebige
Lage verschoben werden können, Jedoch unter Last nicht seitlich von den Flanschen
abrutschen.
-
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung können sich auf der Außenseite
der parallelen Stege des Profilträgers zwischen deren beiden Enden nach außen vorstehende
Konsolen befinden, auf die Schalungsteile wie beispielsweise Kanthölzer und Schalungstafeln
aufgelegt werden können, die sich zwischen zwei im festen Abstand nebeneinander
angeordneten Schalungsträgern dieser Art erstrecken. Diese Konsolen sind mit den
seitlichen Stegen des Profilträgers einstückig ausgebildet und daher gut belastbar.
-
Nach einem anderen Merkmal der Erfindung weist der Profilträger oberhalb
des Quersteges an Jeder Seitenwand Je eine nach innen vorstehende stegartige Nase
auf, die in eine Längsnut der hier eingelegten Holzleiste eingreift. Auf diese Weise
ist die Holzleiste einfach in den Profilträger einzusetzen und kann in Belastungsrichtung
nicht aus dem Profilträger
herausrutschen. Zusätzlich kann eine
Sicherung der Holzleiste gegen Verschieben in Längsrichtung vorgesehen werden, beispielsweise
in Form eines Keiles oder eines Nagels.
-
Jede Keiltasche ist mit hochstehenden seitlichen Schenkeln versehen,
welche formschlüssig in die rillenförmigen Flansche des Profilträgers eingreifen,
wobei einKeil lösbar zwischen die Keiltasche und das offene Ende des Profilträgers
bzw. ein dort eingelegtes Kantholz einsteckbar und eintreibbar ist. Dabei kann der
die hochstehenden Schenkel der Keiltasche verbindende Steg mit diesem in einem StUck
bestehen oder auch als separater Bauteil mit diesem schwenkbar verbunden sein. Im
letztgenannten Falle stellt sich der Verbindungssteg in die Jeweils vom eingetriebenen
Keil bestimmte richtige Lage ein.
-
Nach noch einem weiteren Merkmal der Erfindung enthält der die beiden
seitlichen Schenkel des Profilträgers verbindende Quersteg eine Reihe von durchgehenden
Ausnehmungen, welche beispielsweise nach dem Strangpressen des Profilträgers eingestanzt
sind. Diese Ausnehmungen, beispielsweise kreisförmige oder eckige Löcher, ermöglichen
ein Benageln des Schalungsträgers bzw. der Holzleiste desselben auch von der Unterseite
oder Rückseite. Auch kann man durch eines dieser Löcher zum Sichern der Holzleiste
gegen axiales Verschieben Nägel in diese eintreiben. Darüber hinaus ermöglichen
diese Löcher auch das Annageln von unter dem Träger liegenden Schaltafelplatten,
so daß man wirtschaftlich montieren kann.
-
Durch die Erfindung wird ein vielseitig brauchbarer und leicht zu
handhabender, überwiegend aus Aluminium bestehender Schalungsträger geschaffen,
der einfach und schnell verlängert bzw. mit gleichen Schalungsträgern und/oder Kanthölzern
zu einem längeren Träger oder auch zu Schalungsrosten verbunden werden kann, und
zwar auch noch nach Montage des Schalungsträgers
an Schalplatten
und nach Anordnen derart ausgertisteter Schalplatten in der gewünschten Schalposition.
-
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Schalungsträgers
dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht einer ersten Ausführungsform
des nach unten offenen Schalungsträgers, Fig. 2 eine schaubildliche Ansicht einer
zweiten Ausführungsform des Schalungsträgers, Fig. 3 eine Stirnansicht einer dritten'Ausführungsform
des Schalungsträgers mit in seine Unterseite eingesetztem Kantholz und einer dieses
haltenden Keiltasche mit eingetriebenem Keil, Fig. 4 einen Längsschnitt durch zwei
über einen einfachen Paßstoß stumpf aneinandergesetzte Schalungsträger der in Fig.1
bis 3 dargestellten Art, Fig. 5 einen Längsschnitt durch zwei im Abstand voneinander
endende und über ein in sie eingestecktes Kantholz miteinander verbundene Schalungsträger,
Fig. 6 einen Längsschnitt des Endes eines Schalungsträgers mit aus diesem als Kragarm
herausragendem Kantholz und Fig. 7 eine schaubildliche Teilansicht einer Schalfläche,
bei der die Schalhaut von quer zueinander verlaufenden Schalungsträgern getragen
ist.
-
Der in Fig. 1 dargestellte Schalungsträger besteht im wesentlichen
aus einem in Aluminium stranggepreßten Profilträger 1, der aus zwei etwa parallelen
gradlinigen Stegen 2 und 3 gebildet ist, die von einem Quersteg 4 H-förmig untereinander
verbunden sind, so daß sich Uber und unter diesem Quersteg Jeweils ein nach oben
bzw. untern offener Hohlraum 5 bzw. 6 befindet. Der Hohlraum 5 ist bei dieser AusfUhrungsform
kleiner als der Hohlraum 6 ausgebildet und enthält eine in ihn eingeschobene Holzleiste
7, die vorgesehen ist, um den Schalungsträger benageln zu können.
-
Im Bereich des Hohlraumes 5 befinden sich an der Innenseite der Stege
2 und 3 nach innen vorstehende stegartige Nasen 8 und 9, die in entsprechende Längsnuten
10 der Holzleiste 7 eingreifen und diese dadurch gegen ein Herausziehen nach oben
sichern. Die Holzleiste 7 muß deshalb von einem der Stirnenden des Profilkörpers
1 in den Hohlraum 5 eingeschoben werden.
-
An unteren Ende ist jeder der Stege 2 und 3 mit Jeweils einem nach
außen vorstehenden Flansch 11 bzw. 12 versehen, wobei Jeder dieser Flansche im Querschnitt
rillenförmig mit nach oben weisender Öffnurlg 13 ausgebildet ist. Diese Flansche
11 und 12 dienen zum Einhängen von weiter unten näher beschriebenen Keiltaschen.
-
Etwa auf halber Höhe sind auf den Außenseiten der Stege 2 und 3 horizontal
vorstehende Konsolen 14 und 15 angebracht, die zum Auflegen Schaltafeln 16, Kanthölzern
oder anderen Schalungsteilen dienen und mit den übrigen Teilen des Profilträgers
in einem StUck geformt sind Der in Fig. 2 dargestellte Profilträger 1 unterscheidet
sich von dem aus Fig. 1 dadurch, daß die oberhalb des Quersteges 4 befindlichen
Abschnitte 2a und 3a der Stege 2 und 3 geneigt zueinander verlaufen so daß die Holzleiste
7 nicht nach
oben herausgezogen werden kann und die Nasen 8 und
9 entfallen können. Außerdem sind am oberen und unteren Ende der Stege flache Flansche
11 und 12 bzw. 11a und 12a vorgesehen.
-
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 weisen die Stege 2 und 3 des
Profilträgers 1 wiederum am oberen Ende nach außen vorstehende flache Flansche 17
und 18 auf, die zur Vergrößerung der Auflagefläche des Schalungsträgers dienen und
mit ihrer Oberseite in einer Ebene mit der Oberseite der Holzleiste 7 liegen. Am
unteren Ende sind die Stege 2 und 3 mit einer Verstärkung 19 versehen, an die sich
die Flansche 11 bzw. 12 anschließen.
-
In die Flansche 11 und 12 ist bei diesem Ausführungsbeispiel eine
Keiltasche 20 eingehängt, die im Querschnitt U-förmig mit seitlich hochstehenden
Schenkeln 21 und 22 und einem diese verbindenden Steg 23 ausgebildet ist. Die Schenkel
21 und 22 haben hakenförmig nach innen weisende obere Enden 24, die in die Öffnungen
13 der rillenförmigen Flansche 11 und 12 formschlüssig eingreifen, so daß die Keiltasche
20 zwar in Längsrichtung des Profilträgers 1 verschoben werden kann, seitlich Jedoch
von diesem bzw. den Flanschen 11 und 12 nicht abrutscht.
-
Die Keiltaschen 20 dienen dazu, ein von unten in den Hohlraum 6 eingelegtes
Kantholz 25 im Schalungsträger zu befestigen. Zu diesem Zweck wird zwischen Jede
Keiltasche 20 und das Kantholz 25 ein Holzkeil 26 eingetrieben, der sich auf dem
Verbindungssteg 23 der Keiltasche 20 abstUtzt. Dieser Verbindungssteg 23 kann zu
diesem Zweck gegebenenfalls eine dem Keilwinkel des Holzkeiles 26 angepaßte geneigte
Innenfläche 27 aufweisen.
-
Der Quersteg 4 enthält bei dieser Ausführungsform durchgehende Öffnungen
28, die nach dem Strangpressen eingestanzt sein können und dazu dienen, den Schalungsträger
auch von der Rückseite benageln zu können.
-
Bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig.2 und 3 sind an den Stegen
2 und 3 keine seitlich vorstehenden Konsolen vorgesehen.
-
Das Einstecken und Festklemmen von Kanthölzern 25 ist notwendig, wenn
zwei miteinander fluchtende Schalungsträger untereinander verbunden werden sollen.
Fig. 4 zeigt einen einfachen Paßstoß zwischen zwei Schalungsträgern, die stumpf
aneinanderstoßen und durch ein eingelegtes Kantholz 25 mit Hilfe von drei Keiltaschen
20 und drei Holzkeilen 26 miteinander verbunden sind.
-
Bei der Anpassung an geforderte Längen auf einer Baustelle kann der
Paßstoß durch einen sogenannten Lückenstoß ersetzt werden, bei dem die Enden von
zwei Profilträgern nicht unmittelbar aneinanderstoßen, Jedoch von einem eingelegten
Kantholz 25 untereinander verbunden sind, wie Fig. 5 zeigt.
-
Hierbei ist der Zwischenraum zwischen den beiden vom Kantholz 25 verbundenen
Profilträgern 1 durch ein auf den freiliegenden Teil des Kantholzes 25 aufgelegtes
Holzstück 29 ausgefüllt.
-
Fig. 6 zeigt, wie man mit Hilfe eines in ein Ende eines Profilträgers
1 eingesteckten Rantholzes 25 diesen Profilträger über sein Ende hinaus verlängern
kinn. Das Kantholz 25 dient dabei als Kragarm, auf den ein Holzstück 30 oder ein
anderes Schalungsteil aufgelegt und gegebenenenfalls befestigt werden kann.
-
Die vorstehend beschriebenen Schalungsträger können auch kreuzweise
verlegt werden, wie Fig. 7 zeigt. Dabei nehmen einige der Schalungstrdçerndnie,Laset
YOn mehreren anderen
Schalungsträgern auf, die quer auf diese aufgelegt
sind und eine Schalhaut 31 tragen. Die Profilträger 1 sind dabei gemäß Fig. 3 ausgebildet
und können, wie Fig. 7 zeigt, übliche Kanthölzer 32 ersetzen oder durch solche ergänzt
werden. Zum Verbinden der einander Uberkreuzendenden Schalungsträger bzw. Kanthölzer
sind Keiltaschen 33 vorge-' sehen, die mit hakenförmig ausgebildeten seitlichen
Schenkeln 34 an einen der rillenförmigen Flansche 11 bzw. 12 eines querverlaufenden
Profilträgers 1 angehängt sind. Zwischen den unteren Enden der Schenkel 34 ist eine
Auflageplatte 35 verschwenkbar eingesetzt, die als Auflage für einen Holzkeil 26
dient. Auf diese Weise werden die querverlaufenden Schalungsträger bzw. Kanthölzer
flach auf den sie tragenden Schalungsträgern liegend zu einem Schalungsrost verbunden.
-
L e e r s e i t e