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Titel : Vorrichtung zum Aufnehmen, Umschließen
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und Transportieren von Abfällen, insbesondere Hundekot Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung zum Aufnehmen, Umschlies sen und Transportieren von Abfällen
mit einem, eine verschließbare Aufnahmeöffnung aufweisenden Behälter.
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Die bekannte Vorrichtung dieser Art besteht im wesentlichen aus einer
Papiertüte und einem Rahmen, der aus einem Kartonstück geschnitten ist. An einer
Seite des Rahmens ist ringsum der obere Rand der Tüte angeklebt.
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Nach Aufklappen einer Lasche im Rahmen wird eine Aufnahmeöffnung frei.
Bei Benutzung steht diese Öffnung senkrecht,der zu beseitigende Abfall wird mittels
eines gefalteten Pappstreifens in die Öffnung hineingekehrt und gelangt so in die
Tüte. Er kann später in einen Abfallbehälter geworfen werden.
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Die bekannte Vorrichtung hat den Nachteil, daß der zu beseitigende
Abfall mittels eines besonderen Werkzeuges bewegt und in die Aufnahmeöffnung geschoben
werden muß. Dies setzt nicht nur ein gewisses Geschick in der Benutzung der bekannten
Vorrichtung voraus, sondern der Benutzer ist auch dem Anblick des zu beseitigenden
Abfalls ausqesetzt und muß mehrere Schaufelvorgänge durchführen-. Schließlich besteht
die Gefahr, daß er sich an Abfall resten beschmutzt.
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Weiterhin ist eine Vorrichtung vorgeschlagen worden, die einen, mit
einem Rahmen verbundenen Behälter und einen in dem Rahmen geführten, den Abfall
aufnehmenden Schieber aufweist. Der Rahmen hat eine Aufnahmeöffnung, die über den
zu beseitigenden Abfall gestülpt wird, dabei befindet sich der Schieber in seiner
offnungsstellung. Wird der Schieber zur Schließstellung hin bewegt, so nimmt seine
Aufnahmekante den Unrat auf, der in vollständiger Schließstellung des Schiebers
im Behälter eingeschlossen ist.
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Die Außenfläche des Schiebers ist durch eine Klappe abdeckbar, d die
Außenfläche beim Aufnehmen des Abfalls über den Boden schleift, wird sie in den
meisten Anwendungsfällen beschmutzt.
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Die Klappe verhindert ein Weitergeben von Abfallteilen.
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Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile der bekannten Vorrichtung
zu vermeiden und eine Vorrichtung zu schaffen, mit der einfach, schnell und saub-er
Abfall, in allererster Linie Hundekot, aufgenommen, umschlossen und transportiert
werden kann, und die preisgünstig zu fertigen ist.
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Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1.
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Diese Vorrichtung wird direkt über den zu beseitigenden Hundekot gestülpt,
wobei die Aufnahmeöffnung auf den Untergrund, auf dem sich der zu beseitigende Abfall
befindet, aufgelegt wird. Der Schieber trennt den Abfall vom Boden und schließt
ihn im Behälter ein. Die Vorrichtung nach der Erfindung hat damit den Vorteil, daß
der zu beseitigende Abfall bereits nach dem ersten Arbeitsschritt abgedeckt ist
und somit der Benutzer von dem Anblick, insbesondere während des Aufnehmens, verschont
wird.
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Vor dem Benutzen der Vorrichtung wird der Schieber so weit aus dem
Rahmen herausgezogen, daß die Aufnahmeöffnung frei ist, zweckmäßigerweise verhindert
ein Anschlag ein vollständiges Herausziehen des Schiebers. Hilfsmittel zur Betätigung
des Schiebers ist dabei die Handhabe. Die geöffnete Vorrichtung wird nun über den
aufzunehmenden Abfall gestülpt, leicht gegen die Unterlage, auf der dieser Abfall
liegt, gedrückt und der Schieber vollständig eingeschoben. Da der Schieber eine
Aufnahmekante hat, hebt er den zu beseitigenden Abfall von der Unterlage ab, so
daß zumindest der größte Teil des zu beseitigenden Abfalls nach Schließen des Schiebers
sich in dem Behälter befindet. Die Vorrichtung kann nun von der Unterlage, im allgemeinen
also dem Boden, aufgehoben und später in einen Abfallbehälter geworfen werden.
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Die Aufnahmeöffnung kann zusätzlich durch eine nach außen ausklappbare,
in ihrem Schließzustand die freie Außenfläche des Schiebers abdeckende Klappe geschlossen
werden. Beim Aufnehmen des Hundekots, also beim Einschieben des Schiebers, trennt
die Aufnahmekante des Schiebers den Hundekot von der Unterlage. Dabei ist nicht
zu vermeiden, daß auch die Außenfläche des Schiebers, die bei Benutzung nach unten
weist und über die Unterlage bewegt wird, verschmutzt. Mit dieser Außenfläche könnte
wiederum ein Benutzer in Kontakt kommen und sich dadurch beschmutze.
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Deshalb wird die Außenfläche des Schiebers durch die Klappe abgedeckt,
deren im Schließzustand außenliegende Fläche beim Aufnehmen des Unrats nicht in
Kontakt mit der Unterlage des Abfalls gerät.
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Diese Klappe hat noch einen weiteren Vorteil: Im aufgeklappten Zustand
liegt die Klappe seitlich neben dem Behälter auf der Unterlage. Setzt der Benutzer
auf die aufgeklappte Klappe einen Fuß, so übt er einerseits zumindest einseitig
einen Druck aus, der den Behälter auf die Unterlage presst, und andererseits hat
er zugleich ein Widerlager während der Einschiebebewegung.
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Die Klappe ist hierzu um eine senkrecht zur Schieberichtung des Schiebers
verlaufende Biegelinie wegklappbar. Es können auch zwei kleinere Klappen so angeordnet
werden, daß sie parallel zur Schieberichtung faltbar sind und auf jede ausgefaltete
Klappe ein Fuß des Benutzers gestellt wird. So kann die Vorrichtung besser gegen
die Unterlage, auf der sich der Abfall befindet, gedrückt werden.
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Zweckmäßigerweise ist der Behälter eine Faltschachtel aus Karton,
deren eine Breitseite eine Aufnahmeöffnung hat. In bekannter Weise kann der Behälter
aus einem einstückigen Zuschnitt gefaltet werden. Der Schieber ist an den Innenflächen
des Behälters, die in Schieberichtung verlaufen, geführt. Diese Ausbildung hat den
Vorzug, daß dieser Behälter vor seiner Verwendung zur Beseitigung von Hundekot als
Verpackung für Hundefutter dienen kann, indem zum Beispiel eine Tragesration Futter
in ihm verpackt wird. Damit hat zugleich der Behälter ein der jeweiligen Hunderasse
bzw.-größe angepaßtes Volumen. Andererseits kann ein Behälter aus Karton jedoch
auch zusammenklappbar ausgebildet werden, indem zum Beispiel der Querschnitt zunächst
zu einem Parallelogramm verformt und schließlich die Seitenflächen auf der Ober-
bzw. Unterfläche zur Anlage kommen. So kann die Vorrichtung bequem in einer Tasche
verstaut werden.
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Die den Schieber abdeckende Klappe ist vorteilhafterweise aus der
Ausstanzung der Aufnahmeöffnung gebildet. Sie kann jedoch auch größer sein,damit
auch Bereiche des Rahmens, die gegebenenfalls durch Kontakt mit der Unterlage und
Spuren des.Abfalls verdreckt sein können, sich sauber abdecken lassen.
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Der Schieber kann, ebenso wie der Rahmen, aus Karton gefertigt werden.
Die Aufnahmekante des Schiebers kann durch eine Kaschierung mittels einer Metallfolie
verstärkt werden. Es ist zweckmäßig, diejenigen Innenflächen des Behälters, die
mit dem Abfall
in Kontakt kommen können und die Innenflächen des
Behälters wasserundurchlässig auszubilden.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen Fig. 1 eine perspektivische Ansicht
der erfindungsgemäßen Aufnahme-Vorrichtung in Form einer Kartonschachtel, Fig. 2
eine Draufsicht auf einen Zuschnitt für den Behälter nach Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht
auf den Zuschnitt für einen Schieber nach Fig. 1.
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Die in den Figuren dargestellte Aufnahme-Vorrichtuna besteht aus zwei
Teilen, einem quaderförmiaen Behälter 1 und einem an den Innenwänden dieses Behälters
geführten und ebenfalls quaderförmigen Schieber 2.
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Im Behälter ist eine Aufnahmeöffnung 3 freigelassen, bei vollständig
eingeschobenen Schieber 2 ist die Aufnahmeöffnung 3 vollständig verschlossen. Beim
Übergang von der in Fig. 1 gezeigten öffnungsstellung des Schiebers 2 in die vollständig
eingeschobene Stellung wird eine Aufnahmekante 4 über die Aufnahmeöffnung 3 verschoben.
Ragt in den Behälter nach Fig. 1 durch die Aufnahmeöffnung 3 hindurch Abfall hinein,
so wird dieser von der Aufnahmekante 4 aufgenommen und im Behälter eingeschlossen.
Auf diese Weise kann zum Beispiel Hundekot von einer Unterlage aufgenommen werden,
dabei wird die Vorrichtung so gegen
die Unterlage gedrückt, daß
die Aufnahmekante 4 beim Einschieben des Schiebers möglichst dicht über die Unterlage
hinwegstreift.
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Wie die Figuren 1 und 2 zeigen, ist die Aufnahmeöffnung 3 U-förmig
gestanzt, die vierte Seite der im wesentlichen rechteckigen Aufnahmeöffnung 3 wird
durch eine Faltlinie (25) gebildetnn+-lang der das Material der Ausstanzung für
die Aufnahmeöffnung 3 aus dem Behälter herausklappbar ist. Hierdurch wird eine Klappe
5 ausgebildet, die nach Aufnehmen von Unrat wieder über die Aufnahmeöffnung 3 geklappt
werden kann. Bei Aufnahme von Unrat streicht auch die Unterseite des Schiebers 2
über die Unterlage und verschmutzt dadurch,ein Schließen der Klappe 5 vermeidet,
daß sich ein Benutzer am eingeschobenen Schieber beschmutzen kann.
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Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Querabmessungen des Behälters
1 und des Schiebers 2 so gewählt, daß der Schieber 2 an den Innenwänden des Behalters
1 anliegt, er wird somit von diesen Innenwänden geführt, wenn er eingeschoben bzw.
herausgezogen wird. Am Schieber 2 ist eine Handhabe 6 vorgesehen, sie liegt der
Auf nahmekante 4 diametral gegenüber. Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, ist diese
Handhabe eine Lasche, die aus dem rechtwinkligen Zuschnitt für den Schieber 2 seitlich
hervorragt und gegenüber den Seitenwänden des Schiebers 2 um eine BiegeliniJ(>faltbar
ist (Fig. 3).
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An der Stirnfläche 23 des Behälters 1, in die der Schieber 2 eingeschoben
werden kann, ist der Behälter 1 über einen - im Benutzungsfall offenen - Laschenverschluß
8 verschließbar. Die große Lasche 9 dieses Laschenverschlusses liegt der Handhabe
6 gegen über, die beiden kleinen, seitlichen Laschen 10 stehen im rechten Winkel
zur Handhabe 6. Damit behindert der Laschenverschluß 8 nicht den Zugang zur Handhabe
6.
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Auf der gegenüberliegenden Stirnfläche 23' des Behälters 1 ist ein
Einhakverschluß ii angeordnet, dabei ist jeweils eine dreieckförmige Zunge 12 mit
der Einhaklasche 13 der Deck- bzw. Bodenfläche verklebt. Hierdurch wird erreicht,
daß der Behälter 1 bei geöffnetem Laschenverschluß 8 in eine flache Form geklappt
werden kann, indem sich die Biegelinien 14 nach innen falten.
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Beim Zusammenfalten verändert sich der rechteckförmige Querschnitt
zunächst in einen parallelogrammförmigen Querschnitt, bis die einzelnen Wände 19-22
diecht aufeinander liegen. Diesem Zusammenklappen setzt der Schieber 2 keinen Widerstand
entgegen, da er quer zur Verschieberichtung nicht versteift ist. Damit ist es möglich,
die Vorrichtung mit Behälter 1 und Schieber 2 flach, zum Beispiel in einer Handtasche,
zu verstauen, rasch aufzuklappe und mit wenigen Handgriffen zu benutzen.
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Beim Auffalten des Behälters schieben sich die Haken 15 der Einhaklaschen
übereinander und verhindern, daß der aufgeklappte Behälter wieder zusammenfällt.
Der Behälter kann dadurch wieder
zusammengeklappt werden, daß beide
Einhaklaschen nach innen gedrückt werden, so daß ihre Haken 15 voneinander frei
kommen.
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Wie Figur 1 und Figur 3 zeigen, ist der Anschlag 17 als zwei etwa
halbkreisförmige zungenartige Laschen 18 ausgebildet, die nahe der Aufnahmekante
4 angeordnet sind, von dieser wegweisen und parallel zu dieser um eine Biegelinie
14 aus der Ebene der Schieberunterseite gebogen werden können. Beim Herausziehen
des Schiebers 2 geraten diese Laschen 18 unter die, der Faltlinie 2 gegenüberliegende
Begrenzung 24 der Aufnahmeöffnung 3 und verhindern - siehe Figur 1 - ein vollständiges
Herausziehen des Schiebers 2 aus dem Behälter 1. Der Schieber bleibt damit stets
in Anlage an den Innenflächen der ihn führenden Wände 19 bis 22.
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Am freien Ende der Klappe 5 ist ein selbstklebender Verschluß 26 vorgesehen,
der die Klappe 5 - vor allem nach Benutzung der Vorrichtung - in ihrer Schließstellung
hält. Der Schieber 2 ist zweckmäßigerweise im Bereich seiner Aufnahmekante 4 und
entlang dieser versteift, z.B. durch eine um die Aufnahmekante 4 U-förmig herumgeklebte
Metallfolie 27, z.B. Aluminiumfolie. Der Schieber 2 kommt in direkten Kontakt mit
dem aufgenommenen Unrat, ebenso die Innenflächen der Stirnseiten 23, 23' des Behälters
1.
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Es ist zweckmäßig, zumindest diese Innenflächen wasserabweisend oder
wasserundurchläsig auszubilden. Eine entsprechende Präparierung der Innenflächen
der Wände 19 bis 22 des Behälters 1 oder der Außenflächen des Schiebers 2 verbessert
die Gleiteigenschaften der Führung des Schiebers 2 an den Innenflächen der Wände
19
bis 22 des Behälters 1