DE2830087A1 - Brechwerk mit schwenkbaren haemmern - Google Patents
Brechwerk mit schwenkbaren haemmernInfo
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Description
PATENTANWALT DR.-ING. EDUAR
D A
5 KÖLN 1,
Werderstraße 3 Telefon (0221) 524208-9
Mi 205 Reg.-Nr. bitte angeben
Patentanmeldung
7. Juli 1978 Dr.B./str
des
Herrn Edgard, Jacques MAILLET
Domaine de 1"Ermitage LUDON MEDOC 33290 BLANQUEFORT (France)
"Brechwerk mit schwenkbaren Hämmern"
Die Erfindung betrifft die mechanische Zerkleinerung von festen Stoffen.
Die klassischen Theorien der Vorrichtungen zum Zerbrechen oder Zerkleinern von Materialien sind heutzutage veraltet,
Das Brechen fester Körper ist nicht nur ein mechanischer, sondern auch ein kinetischer Vorgang.
Die Zerkleinerung findet sehr zahlreiche Anwendungen und
bezieht sich auf die verschieäensten Produkte. Abhängig von dem zu erzielenden Ergebnis, ausgehend von den Formen
und Abmessungen der Bruchstücke und dem Widerstand des in
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Betracht kommenden Produktes gegen die Zerkleinerung,
welche die Resultierende verschiedener mechanischer Eigenschaften des Produktes wie Härte, Zähigkeit, Kompaktheit,
Widerstand gegen Zusammenpressung, gegen Biegung, gegen Stoß usw. ist, muß die Wirkungsweise der Zerkleinerungsvorrichtung
gewählt werden.
Die verschiedenen derzeit bekannten Vorrichtungen können als Funktion ihrer hauptsächlichen Wirkungsweise eingeteilt
werden in
a) Vorrichtungen, die durch Zermalmen wirken (langsames
Zusammendrücken und Zusammendrücken mit Stößen): Backenbrecher, Kreiselbrecher, Brecher mit abnehmender Maschenweite, Rollenbrecher, Walzenbrecher.
b) Vorrichtungen, die durch Abscheren wirken: Ballenbrecher.
c) Vorrichtungen, die durch Reibung oder durch Reibung und Abscheren wirken: Brecher mit Mühlsteinen, mit
Scheiben, mit schwingenden Wannen.
d) Vorrichtungen, die mit Schlagen durch Schleudern wirken: Brecher mit starren Schlagbolzen und Brecher mit freiem
,Fall.
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e) Vorrichtungen, die mit Schlagen durch stoßende Teile wirken: Kugelmühlen und Brecher mit drehbaren schwenk
baren Schlagbolzen.
Bei den Brechern mit üblichen schwenkbaren Hämmern werden die zu zerkleinernden Materialien in eine Schlagkammer eingeführt,
die durch Panzerungen begrenzt ist, in deren Inneren sich mit großer Geschwindigkeit (Umfangsgeschwindigkeit
20 bis 60 m/s) schwenkbare Hämmer auf dem Umfang eines Rottors mit waagerechter Welle drehen. Der untere Teil der
Schlagkammer wird im allgemeinen durch einen Gitterrost gebildet, durch welchen die genügend zerkleinerten Bruchstücke
abgeführt werden. Die Beschickung erfolgt meist durch eine Schutt'..rinne, die tangential zur Bahn der Hämmer angeordnet
ist.
Um die Leistung zu erhöhen, werden auch Brecher gebaut, welche zwei waagerechte Rotoren aufweisen, die sich in entgegengesetzten
Richtungen drehen, wobei die !Mantelflächen der gegenüberliegenden Wandungen mit den zugeordneten Hämmern
der beiden Rotoren nach unten wandern und die beiden Gitterroste, welche die beiden unteren Teile der beiden Rotoren
begrenzen, in der senkrechten Symmetrieebene aufeinanderstoßen,
um eine Einheit zu bilden. Die Schutt-".rinne oder
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der Einfülltrichter wird dann in der Symmetrieebene angeordnet,
so daß der Aufbau der Vorrichtung vollkommen symetrisch ist. Alle Teile sind gleich, wie Durchmesser der
Rotoren, Geschwindigkeiten, Anzahl und Masse der Hammer usw. weil überdies ein Schleudern von einem Rotor zum änderen
erzeugt wird, d.h. Schleudern der Bruchstücke des Materials, die eine kinematische Kraft aufweisen, sowie auch
Schleudern zwischen den Bruchstücken des Materials.
Alle diese Vorrichtungen liefern jedoch nicht immer zufriedenstellende
Ergebnisse, wenn es sich um Materialien handelt, die eine große Zähigkeit aufweisen, wie z.B. zusammengepreßte
Materialien, Autoreifen usw. Diese Vorrichtungen sind daher mit Nachteilen behaftet.
Auch wenn die schwenkbaren Hämmer selbstverständlich austauschbar
sind, ist deren Austausch umständlich, der daher nur z.B. nach einer Abnützung vorgenommen wird.
Die Zunahme des Widerstandes der zu bearbeitenden Produkte führt oft zu einer Verstopfung der Vorrichtung und einer
Verlangsamung der Umdrehungsgeschwindigkeit der Rotoren. Es ist daher notwendig, eine Mehrleistung der Antriebsvorrichtung
vorzusehen, woraus sich ein Verbrauch unnützer Energie beim Normalbetrieb ergibt.
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Insbesondere bei der Einführung eines unzerbrechbaren Teils mit genügend großen Abmessungen ergibt sich eine Blockierung
des Rotors oder der Rotoren. Bestimmte Vorrichtungen sind mit einer Sicherungseinrichtung versehen, im allgemeinen
Rutschkupplungen zum Antrieb des Schwungrades, welche den Bruch oder die Verformung der Teile verhindert. Man muß dann
die Schutzkappe der Brechkammer öffnen, um den Rotor von dem für den Zwischenfall verantwortlichen Block zu befreien« In
Anbetracht der Abmessungen und des Gewichts einer Schutzkammer, der Durchmesser eines Rotors schwankt zwischen 1 m und
2,5 m oder sogar mehr, handelt es sich um einen langandauernden und infolgedessen beschwerlichen Vorgang.
Ebenso kann im Fall eines freiwilligen oder zufälligen Stillstandes,
z.B. bei Stromausfall, der Rotor bei Belastung nicht
wieder angelassen werden. Es ist notwendig, die Kammer zu öffnen und die Bahn der Hämmer wenigstens teilweise freizumachen
.
Die vorliegende Erfindung geht von der Aufgabe aus, einen
Brecher mit drehbaren und schwenkbaren Schlagbolzen zu schaffen, der die vorerwähnten Nachteile vermeidet und im Betrieb
mehrere Arbeitsweisen zum Zerkleinern gleichzeitig ausführt, wie Schlagen durch stoßende Teile, Abscheren, Schlagen durch
Schleudern und Schlagen durch freien Fall.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einem Brechwerk mit drehbaren schwenkbaren Hämmern und einer Brechkammer, die durch
eine Schüttrinne beschickt wird und innen mindestens teilweise durch Panzerungen oder Stoßplatten teilweise bekleidet
ist und in deren Inneren sich in entgegengesetzter Richtung zwei parallele Rotoren drehen, deren Wellen in der gleichen
waagerechten Ebene liegen und an ihrem Umfang frei schwenkbare Hämmer tragen, erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die
einander zugerichteten Mantelflächen der Rotoren in Richtung nach oben rotieren und die Brechkammer der Höhe nach in zwei
Teile durch einen Gitterrost geteilt ist, der durch parallele Gitterstäbe gebildet ist, die in zu den Achsen der Rotoren
parallelen Ebenen liegen und die oberhalb dieser Rotoren derart angeordnet sind, daß das Ende jedes Hammers auf einem Teil
seiner Bahn zwischen zwei benachbarten Gitterstäben hindurchgeht und die Panzerungen, Stoßplatten oder Verstärkungen auf
der oberen Wand der Brechkammer angeordnet sind und die Schüttrinne seitlich in den oberhalb des Gitterrostes liegenden
Teil der Brechkammer auf einer - der Vorderseiten der Vorrichtung, die senkrecht zu den Achsen der Rotoren angeordnet
ist, einmündet.
Die durch die Schüttrinne zugeführten Produkte fallen daher auf den Gitterrost und werden durch die Hämmer zerschlagen,
welche sie von unten beaufschlagen, so daß die einen gegen
die anderen und gegen die Panzerung der oberen Wand geschleu-
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dert werden, von wo sie im freien Fall auf den Gitterrost zurückfallen. Auf diese Weise werden alle möglichen Arten
des Schiagens und somit Zerkleinerns angewendet. Wenn das Ende jedes Hammers, nachdem es den oberhalb des Gitterrostes
liegenden Teil seiner Bahn zurückgelegt hat, zwischen zwei Gitterstäben einzugreifen beginnt, schlägt es von neuem
gegen die an dieser Stelle zurückfallenden Bruchstücke und wirkt mit diesen Gitterstäben zusammen, um auf diese Bruchstücke
eine Abscherkraft auszuüben.
Die genügend zerkleinerten Bruchstücke des Materials gehen zwischen den Gitterstäben des Gitterrostes hindurch und
fallen auf den Boden der Vorrichtung oder auf die Oberfläche zum Beschicken einer kontinuierlichen oder nichtkontinuierlichen
Wiederaufnahmevorrichtung. Während dieses Falls von dem Gitterrost werden die Bruchstücke durch die Hämmer von
neuem geschlagen und gegeneinander geschleudert. Unterhalb des Gitterrostes erfolgt daher ein se-.kundäres Brechen.
Im Falle der Einführung eines unzerbrechbaren Teils ist es klar, daß die gegen denselben schlagenden Hämmer gezwungen
sind, sich zu befreien, aber das dieser Teil, der auf dem Gitterrost liegt, die Rotoren nicht blockieren kann.
Die erfindungsgemäße Lösung weist, wenn die verschiedenen
Arten des Brechens mit Ausnahme des Zermalmens und der Reibung
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angewendet werden, auch eine erhöhte Leistung auf.
Vorzugsweise ist der Gitterrost mit seitlichen Armen versehen, welche in den seitlichen Händen der Vorrichtung durch
senkrechte Schlitze hindurchgehen. Der Gitterrost ist durch mehrere hydraulische Zylinderkolben abgestützt, welche ermöglichen, denselben aus der oben erwähnten Arbeitsstellung
in eine Hoch-stellung zu bringen, in welcher derselbe oberhalb der Bahn der Enden der Hämmer angeordnet ist. Diese
Anordnung ermöglicht, für die Zylinderkolben eine automatische Steuerung vorzusehen, die aus einem Elektroventil
besteht, das durch einen lastabhängigen Regler, insbesondere einen Amperemeter, gesteuert wird, das mit den Antriebsmotoren der Rotoren derart verbunden ist, daß das Anheben des
Gitterrostes bewirkt werden kann, so bald die von den Rotoren absorbierte Leistung einen maximalen vorherbestimmten Wert
erreicht. Es ist dann möglich, die Vorrichtung kontinuierlich zu beschicken, ohne Oberladungen oder Blockierungen befürchten zu müssen, überdies ist es möglich, die Vorrichtung anzufahren, selbst wenn dieselbe beladen ist.
Eine Klappe, deren öffnungs- und Schließbewegung ferngesteuert
werden kann, beispielsweise durch einen doppelt wirkenden Zylinderkolben, 1st vorteilhaft auf jeder der seitlichen Wände
der Vorrichtung vorgesehen. Der untere Rand der Öffnung liegt
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im wesentlichen auf dem Niveau des seitlichen Randes des
Gitterrostes, wenn sich derselbe in solcher oberen Stellung befindet,
um zu ermöglichen, die auf dem Gitterrost verbleibenden Bruchstücke während der Arbeit und ohne die Rotoren
anzuhalten, automatisch durch Schleudern zu entfernen. Diese Anordnung ermöglicht, die unzerbrechbaren Teile abzuführen,
ohne manuell einzugreifen. Es ist auch möglich, eine solche Arbeitsweise nach einer gegebenen Zeit des Brechens einer
vorherbestimmten Charge regelmäßig auszuführen und die widerstandsfähigsten Bruchstücke abzuführen und auf diese Weise
bei den heterogenen Bruchstücken eine Trennung zwischen den Produkten zu bewirken, die Widerstände gegen verschiedenartiges
Brechen aufweisen* Selbstverständlich können die auf diese Weise abgeführten Bruchstücke einem späteren Bruch-Brechgang
zugeführt werden.
Welches auch die verwendete Ausführungsförm sei, weist die ·
nachstehend beschriebene Vorrichtung eine senkrechte Symmetrieebene auf, die zu den Achsen der Rotoren parallel ist.
Obwohl dies einschließt, daß eine Verringerung der Leistung hingenommen wird, muß bemerkt werden, daß sich die Erfindung
auch auf ein Brechwerk erstreckt, das einen einzigen Rotor aufweist und dessen Aufbau identisch ist mit jenen einer der
Hälften der oben erwähnten Vorrichtung, die von ihrer Symmetrieebene geteilt wird.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielhaft erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1, wobei die seitliche Wand weggelassen
und die Schüttrinne im teilweisen Schnitt dargestellt ist.
Wegen größerer Klarheit sind bestimmte Teile oder Einzelheiten von Teilen in der einen oder anderen Figur nicht ersichtlich.
In Fig. 2 sind daher die Zylinderkolben zum Anheben des Gitterrostes und die Stützplatten mit ihren Hämmern nicht dargestellt.
Auch ist der Gitterrost nur durch die seitlichen Enden der Gitterstäbe sichtbar gemacht. In Fig. 1 weist einer
der Rotoren nur eine Stützplatte auf und der andere Rotor eine Stützplatte, die nur an einem ihrer Enden mit einem
Hammer versehen ist.
Ein Brechwerk, das auf einem Fundament 10 aus Metallträgem
aufruht, weist eine Brechkammer 11 auf, in deren Inneren
sich in entgegengesetzter Richtung zwei Rotoren 12a und 12b drehen, deren Wellen 13a und 13b parallel sind und in der
gleichen waagerechten Ebene 14 liegen. Die Rotoren sind im
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Wesentlichen mit der gleichen Geschwindigkeit in Drehung versetzt durch die zugehörigen Riemenscheiben (15 für den
Rotor 12a), welche über nicht dargestellte Riemen über Elektromotoren
angetrieben sind. Im Bereich der senkrechten Symmetrieebene 16, die zu den Achsen der Rotoren parallel
ist, sind die Umlaufbahnen der einander zugerichteten Mantelflächen der Rotoren nach oben gerichtet, wie das in Pfeilrichtungen
dargestellt ist, so daß nach der Darstellung in Fig. 1 der Rotor 12a entgegen dem Uhrzeigersinn und der Rotor
12b im Uhrzeigersinn rotiert. Selbstverständlich ist mit jedem Rotor ein nicht dargestelltes Schwungrad verbunden.
Die Brechkammer wird durch eine Schüttrinne 17 beschickt,
welche seitlich in die eine Seite 18 der Kammer mündet, die zu den Achsen der Rotoren senkrecht steht und als Vorderseite
bezeichnet wird.
Die Kammer 11 ist der Höhe nach in zwei Teile durch einen
Gitterrost 19 geteilt, der aus parallelen Gitterstäben besteht,
welche in zu den Achsen der Rotoren senkrechten Ebenen liegen. Bei der dargestellten Ausführungsform sind neun
Gitterstäbe vorgesehen, d.h. acht Gitterstäbe 20, welche symmetrisch zu beiden Seiten eines mittleren Gitterstabes
angeordnet sind.
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Jeder Rotor 12a, 12b ist aus acht Stützplatten 22a, 22b zusammengesetzt,
die zur Welle 13a, 13b des entsprechenden Rotors senkrecht stehen und auf dieser Welle verteilt sind,
wie bei 23, 23b für die Platte 22b auf der Welle 13b dargestellt ist. Hintereinander in Achsrichtung der Welle angeordnete
Platten sind jeweils in einem Winkel von 90° zueinander versetzt. An jedem Ende einer jeden der Stützplatten
ist ein Hammer 25 um eine Achse 24 frei schwenkbar, wie das lediglich an einem der Enden der Platte 22b zeichnerisch
dargestellt ist.
Der Gitterrost umgibt jeden Rotor in der Bewegungsbahn der Enden der Stützplatten im wesentlichen von der Schnittlinie
der Ebenen 14 und 16 bis zum oberen Scheitelpunkt der Bahn.
Anschließend steigt der Gitterrost gegen die seitliche Wand der Brechkammer an. Der Abstand der Gitterstäbe des Gitterrostes
19, die Anordnung der Stützplatten auf der Welle des Rotors und die Dicke der Hämmer 25 sind derart bemessen, daß
jeder Hammer zwischen zwei benachbarten Gitterstäben hindurchgehen kann. Bei jeder Umdrehung des Rotors geht jeder
Hammer zwischen zwei Gitterstäben hindurch und sein Kopf tritt auch ungefähr auf einem Viertel seiner Bahn oberhalb
des Gitterrostes heraus, wie das in Fig. 1 für den Hammer dargestellt ist.
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Die Art der Wirkung der Hämmer auf die zu zerkleinernden
Produkte ist vorstehend deutlich erklärt worden. Es ist jedoch hinzuzufügen, daß die Schlagfläche des Kopfes vorteilhaft
mit einer aufgebrachten Spitze 26 aus gehärtetem Stahl versehen ist, die unabhängig vom Hammer ausgetauscht
werden kann. Die Form dieser Spitze kann sich in Abhängigkeit von der Art und der Zähigkeit der zu verarbeitenden
Materialien ändern.
Wie bereits erwähnt, werden die Bruchstücke des zu zerkleinernden Materials durch die Hämmer von unten beaufschlagt
und nach oben geschleudert. Es ist daher vor allem die obere Wand 27 der Brechkammer, die verstärkt werden muß, um in bekannter
Weise eine Panzerung zu bilden oder mit Stoßplatten versehen zu werden.
Auf jeder zu den Achsen der Rotoren parallelen seitlichen Flächen der Brechkammer ist eine Klappe 28, 28b mit einem
waagerechten Scharnier 29a, 29b vorgesehen, die sich nach außen öffnet. Auf dem Gitterrost 19 befestigte Eckstücke
bilden eine geneigte Rampe, die sich oben bis zum Niveau
des unteren Randes der Klappe erstreckt. Die öffnungs- und Schließbewegung dieser Klappen kann in bekannter Weise ferngesteuert
werden, beispielsweise durch nicht dargestellte doppelt wirkende Zylinderkolben. Wenn diese Klappen offen
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sind, können die auf dem Gitterrost verbleibenden und durch
die Hämmer geschleuderten Bruchstücke aus der Brechkammer
herausgeschleudert werden. Auf diese Weise kann man, ohne die Rotoren anzuhalten, entweder die unζerbrechbaren Bruchstücke
aussondern oder eine Auswahl zwischen den Produkten mit unterschiedlichem Widerstand gegen eine Zerkleinerung
treffen.
Der mittlere Gitterstab 21 des Gitterrostes 19 verlängert
sich auf jeder Seite in einen waagerechten Arm 30a, 30b, der durch die entsprechende seitliche Wand durch einen dortigen
senkrechten Schlitz 31a, 31b hindurchgeht, der in dieser Wand im wesentlichen bis zur Höhe der Klappe 28a, 28b ausgespart
ist. In der senkrechten Symmetrieebene ist der Gitterrost mit zwei Füßen versehen, wie z.B. dem in Fig. 1 gezeigten
Fuß 32, der verschiebbar in Führungen 33 eingreift.
Der Gitterrost 19 ruht mit seinen Armen 30a, 30b und seinen Füßen 32 auf vier hydraulischen Zylinderkolben auf, z.B. zwei
seitlichen 34a, 34b und zwei mittleren 35, welche durch ein hydraulisches Aggregat 36 betätigt werden. Das Aggregat 36
weist einen Regler auf, der beispielsweise aus einer Elektrospule besteht, die durch einen lastabhängigen Regler oder
dergl. in der Weise mit den Antriebsmotoren der Rotoren zusammenwirkt,
daß das Anheben des Gitterrostes bewirkt wird,
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sobald die aufgenommene Leistung einen vorherbestimmten Wert erreicht, d.h. abhängig von der Belastung des Antriebes der
Rotoren gesteuert wird. Selbstverständlich kann die Betätigung der Zylinderkolben auch von Hand gesteuert werden. Der
Rückfluß des Mediums erfolgt durch einen Mengenregler oder dergl. in der Weise, daß eine langsame Abwärtsbewegung des
Gitterrostes erzielt wird. Der Gitterrost kann daher eine Niedrigstellung einnehmen, die in Fig. 1 dargestellt ist,
oder eine Hochstellung, in der sich der Gitterrost in Höhe oder sogar oberhalb der Höhe der Bewegungsbahnen der Hammerköpfe
befindet. Auch sonstige Zwischenstellungen sind möglich.
Wie bereits erwähnt, hält nicht nur der Gitterrost die Stücke oder unzerbrechbaren Bruchstücke zurück, die daher die Rotoren
nicht blockieren können. Auch wenn das Verhältnis der sehr widerstandsfähigen Bruchstücke in dem Maße zunimmt, daß eine
zu starke Belastung der Rotoren erforderlich ist, wird der Gitterrost angehoben, damit es den Rotoren ermöglicht wird,
ihre volle Geschwindigkeit wieder aufzunehmen und infolgedessen auch die Hämmer ihre volle Leistung erhalten, bevor
der Gitterrost langsam wieder abgesenkt wird, um die Bruchstücke des Materials von neuem den Schlägen auszusetzen usw.
Die Vorrichtung kann daher kontinuierlich beschickt werden, überdies kann die Vorrichtung in belastetem Zustand angefahren
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werden, nachdem das Anheben des Gitterrostes von Hand oder durch eine Automatik gesteuert worden ist.
Eine solche Vorrichtung kann als Mahlwerk (z.B. für Autoreifen,
zusammengepreßtes Material usw.) oder als Brechwerk (z.B. für Gußeisen, Stahl, Mineralien usw.) verwendet werden.
Es sei verstanden, daß auch eine Vorrichtung, die nur mit einem einzigen Rotor versehen ist und die einen Aufbau aufweist,
der der Hälfte des vorstehend beschriebenen Brechwerks entspricht, die durch seine senkrechte Symmetrieebene
16 geschnitten ist, ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung liegt.
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eerseite
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHEBrechwerk mit drehbaren schwenkbaren Hämmern,und einer Brechkammer, die durch eine Schüttrinne beschickt wird und die innen mindestens teilweise durch Panzerungen oder Stoßplatten bekleidet ist und in deren Innerem sich in entgegengesetzter Richtung zwei parallele Rotoren drehen, deren Wellen in der gleichen waagerechten Ebene liegen und an ihrem Umfang frei schwenkbare Hämmer tragen, dadurch gekennzeichnet, daß die einander zugerichteten Mantelflächen der Rotoren (22) in Richtung nach oben rotieren und die Brechkammer der Höhe nach durch einen Gitterrost (19) in zwei Teile geteilt ist, der durch parallele Gitterstäbe (20, 21) gebildet ist, die : zu den Achsen (13) der Rotoren (22) derart angeordnet sind, daß das Ende jedes Hammers (25) auf einem Teil seiner Bahn zwischen zwei benachbarten809884/0957Gitterstäben (20) hindurchgeht und die Panzerungen, Stoßplatten oder Verstärkungen an der oberen Wand (27) der Brechkammer angeordnet sind und die Schüttrinne (17) seitlich in den oberhalb des Gitterrostes liegenden Teils der Brechkammer auf einer der Vorderseiten der Vorrichtung, die senkrecht zu den Achsen (13) der Rotoren (22) angeordnet ist, einmündet.
- 2. Brechwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß zu beiden Seiten der senkrechten Symmetrieebene (16), die sich zwischen den Rotoren (22a, 22b) erstreckt, jeder Gitterstab (20, 21) des Gitterrostes (19) einer Kurve folgt, die im wesentlichen parallel zum Umfang des entsprechenden Rotors (22a bzw. 22b) ist von dem Niveau der Achse (13a bzw. 13b) dieses Rotors bis zum Scheitelpunkt der Bewegung der Hammerköpfe (25) und sich von diesem Punkt ansteigend bis zur entsprechenden Seitenwand der Vorrichtung verlängert .
- 3. Brechwerk nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Gitterrost (19) mit seitlichen Armen (30a, 3Ob) versehen ist, welche in den seitlichen Wänden der Vorrichtung durch dort vorhandene senkrechte Schlitze (31a, 31b) hindurchgehen, und daß der Gitterrost (19) durch mehrere hydraulische809 8-8 4 AO 95?Zylinderkolben (34a, 34b, 35) abgestützt ist, durch die der Gitterrost (19) von einer Arbeitsstellung in eine Hochstellung , in der der Gitterrost (19) oberhalb der Bewegungsbahn der äußeren Enden der Hämmer (25) angeordnet ist, anhebbar ist.
- 4. Brechwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß der hydraulische Antrieb (36) der Zylinderkolben (34, 35) zum Anheben des Gitterrostes (19) neben einer manuellen Steuerung eine automatische Steuerung aufweist, die aus einem Elektromagnetventil besteht, das durch einen lastabhängigen Regler, insbesondere amperemetrisches Relais gesteuert ist, das mit den Antriebsmotoren der Rotoren (22) so verbunden ist, daß das Anheben des Gitterrostes (19) bewirkt wird, sobald die von den Rotoren absorbierte Leistung einen maximalen vorherbestimmten Wert erreicht und der Rückfluß des Mediums in bekannter Weise durch ein gesteuertes Ventil, insbesondere Mengenregelventil erfolgt.
- 5. Brechwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Klappe (28) , deren öffnungs- und Schließbewegung fernsteuerbarjist, beispielsweise durch einen doppelt wirkenden Zylinderkolben, auf jeder der seitlichen Wände der Vor-8098844/fl9S7283008?richtung vorhanden ist und der untere Rand der Öffnung im wesentlichen auf dem Niveau des seitlichen Randes des Gitterrostes (19) in dessen Hochstellung befindet, und die auf dem Gitterrost verbleibenden Bruchstücke während der Arbeit und ohne Anhalten der Rotoren automatisch durch Schleudern entfernbar sind.
- 6. Brechwerk mit drehbaren schwenkbaren Schlagbolzen und einer Brechkammer, die durch eine Schüttrinne beschickt ist und innen mindestens teilweise durch Panzerungen oder Stoßplatten bekleidet ist, weiterhin in deren Inneren sich ein Rotor mit waagerechter Welle dreht, der an seinem Umfang frei schwenkbare Hämmer trägt, dadurch gekennzeichnet, daß das Brechwerk einen Aufbau aufweist, der mit jenem der Hälfte eines Brechwerks nach einem der Ansprüche 1 bis 5 identisch ist, welches durch seine senkrechte Symmetrieebene senkrecht zu den Vorderseiten zerschnitten wird.809884/0957
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1978
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