~~ 6 ■*■■
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft ein Antriebssystem zur Steuerung der Geschwindigkeit eines bewegbaren Gliedes
auf einen gewünschten Wert.
Derartige Antriebssysteme finden beispielsweise
Anwendung beim Antrieb von Druckköpfen, die in Druckvorrichtungen auf beweglichen Schlitten angeordnet sind.
Ein solcher Druckkopf kann beispielsweise ein Matrixdruckkopf sein.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Antriebssystem der eingangs spezifizierten Art so zu
verbessern, daß eine höhere Genauigkeit der Steuerung erreicht wird.
Diese Aufgabe wird gelöst durch Erzeugungsmittel zur Erzeugung von Steuersignalen, die die jeweilige
Geschwindigkeit des bewegbaren Gliedes darstellen und durch Steuermittel zur Erzeugung von ErregungsSignalen
für die Erregung der Antriebsmittel, wobei die Steuermittel einen Zähler und Zählersetzmittel enthalten, durch
die während einer Operation in den Zähler erste Zählwerte eingegeben werden, die durch die genannten Steuersignale
festgelegt werden, und alternativ vorbestimmte zweite Zählwerte eingegeben werden, so daß der Zähler durch
Anlegen von ZählererhöhungsSignalen Ausgangssignale
erzeugt, die die Dauer der Erregungssignale so steuern, daß eine Reduzierung des Unterschiedes zwischen der
momentanen Geschwindigkeit und der gewünschten Geschwindigkeit bewirkt wird.
Bei einem Antriebssystem gemäß der Erfindung können in vorteilhafter Weise digitale Schaltungskomponenten verwendet werden, wodurch ein hohes Maß
30. Juni 1978
609884/0861
an Steuergenauigkeit bei der Steuerung der Geschwindigkeit des beweglichen Gliedes erreicht wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Beispiels beschrieben, wobei auf die beiliegenden
Zeichnungen Bezug genommen wird. In diesen zeigen:
Fig. 1 ein prinzipielles Übersichtsschaltbild einer Vorrichtung zum Steuern der Bewegung eines
Schlittens, auf dem ein Drahtmatrxxdruckkopf angeordnet ist;
Fig. 2 ein Blockschaltbild der Steuervorrichtung, die in dem Gerät gemäß Fig. T verwendet wird;
Fig. 3A-D Impulsdiagramme zur Erläuterung der Vorrichtung gemäß Fig. 1 und 2 und
Fig. 4 ein Diagramm zur Erläuterung der Zugehörigkeit der Fig. 3A-D.
Fig. 1 zeigt eine prinzipielle Darstellung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels, bei dem ein
Drahtmatrixdrucker verwendet wird. Der Drucker, in dem der Drahtmatrxxdruckkopf angeordnet ist, kann in
herkömmlicher Weise aufgebaut sein und eine Walze 10, einen Schlitten 12 und einen Drahtmatrxxdruckkopf 14,
der auf dem Schlitten 12 angeordnet ist, enthalten. Der Schlitten 12 ist auf Stangen 16 und 18 so befestigt,
daß er vor der Walze 10 hin- und herbewegt werden kann. Die Welle 20 eines Motors 22 steht in herkömmlicher
Weise mit dem Schlitten 12 in Wirkbeziehung, was durch die gestrichelte Linie 24 angedeutet ist. Mit Hilfe des
Motors 22 kann der Schlitten 12 vor der Walze 10 hin- und herbewegt werden. Die durch die Linie 24 angedeutete
Verbindung des Motors 22 mit dem Schlitten 12 kann in
üblicher Weise mit Hilfe von Riemen und entsprechenden Rollen hergestellt werden. Der Motor 22 ist vorzugsweise
30. Juni 1978
809884/0861
ein üblicher Gleichstrommotor und wird selektiv durch herkömmliche Motorantriebsmittel erregt, was durch den
Block 26 angedeutet ist. Eine herkömmliche Druckersteuer^· schaltung 28 ist mit dem Drahtdruckkopf 14 verbunden, so
daß die einzelnen Spulen zur Betätigung der Drähte erregt werden können. Die Druckersteuerschaltung 28 kann eine
herkömmliche Anschlußsteuereinheit oder einen Mikroprozessor enthalten. Da dies herkömmlicheund allgemein
bekannte Techniken sind, wird auf eine ins einzelne gehende Beschreibung im Rahmen der vorliegenden Erfindung
verzichtet.
Die Geschwindigkeitssteuerschaltung 30 empfängt Ausgangssignale von der Geschwindigkeitsabfühlvorrichtung
32 und verwendet diese Information zur Steuerung der Geschwindigkeit der Motors 22 in der Weise, daß die
Geschwindigkeit des Schlittens 12 bezüglich einer gewünschten Geschwindigkeit konstant gehalten wird.
Die Geschwindigkeitsabfühlvorrichtung 32 enthält eine Lichtquelle 34 und einen Detektor, beispielsweise eine
fotoelektrische Zelle 36, die auf entgegengesetzten Seiten eines Zeitgabestreifens 38 angeordnet sind. Der
Zeitgabestreifen 38 ist bezogen auf die Abfühlvorrichtung 32 stationär angeordnet. Die Abfühlvorrichtung 38 ist
am Schlitten 12 befestigt. Der Zeitsteuerstreifen 38 besteht aus undurchsichtigem Material und weist eine
Vielzahl von gleich beabstandeten Schlitzen auf, durch die das Licht der Lichtquelle 34 zu der Zelle 36 gelangen
kann. Die Zeittaktperioden zwischen aufeinanderfolgenden Impulsen der Fotozelle 36 geben eine Anzeige der jeweiligen
Momentangeschwindigkeit des Schlittens bei dessen Bewegung entlang der Walze 10. Eine herkömmliche
Spannungsquelle 40 erzeugt die erforderlichen Spannungen
30. Juni 1978
809884/0861
—- Q —
für den Motortreiberkreis 25, die Geschwindigkeitssteuer-~
schaltung 30 und die Druckersteuerschaltung 28.
Fig. 2 zeigt ein Blockschaltbild der in Fig. 1 gezeigten Geschwindigkeitssteuerschaltung 30. Die
Geschwindigkeit des Schlittens 12 wird durch abwechselnde
Erregung des Motors 22 während sogenannter "Ein"-*· Perioden und Entregung des Motors 22 während sogenannter
"Aus"-Perioden gesteuert. Der Ausgang der Geschwindigkeitssteuerschaltung
30 erzeugt Impulse, die mit PLSWDON bezeichnet sind, und die dem Motortreiberkreis 26 in
herkömmlicher Weise zur Erregung des Motors 22 zugeführt werden. Wenn der Erregungsimpuls PLSWDON den Binärwert 1
aufweist, so wird der Motor 22 in herkömmlicher Weise über die Motortreiberschaltung 26 erregt und wenn dieser
Impuls den Binärwert 0 aufweist, so ist der Motor 22 entregt. Der Impuls PLSWDON wird von einer Steuerschaltung
K3 in Fig. 2 erzeugt, die beispielsweise aus einem
Flipflop bestehen kann. Grundsätzlich wird das Verhältnis zwischen der Erregungsperiode für den Motor 22 und die
Entregungsperiode so festgelegt, daß die Erregungsperiode etwa 25% der Gesamtperiode des Ansteuerzyklus für den
Motor 22 beträgt.
Es wird angenommen, daß sich im Moment der Motor 22 (Fig. 1) im Ruhezustand befindet und daß es
gewünscht wird, den Schlitten 12 zur Durchführung von Druckoperationen mit einer gewünschten Operationsgeschwindigkeit zu bewegen. Zur Einleitung der Steuerung
wird ein Impuls MOTOREN, der von der Druckersteuerschaltung 28 in Fig. 1 kommt, zum Zurücksetzen des
Binärzählers H3-J3, des in der Steuerschaltung K3 verwendeten Flipflops und der Anlaufdatensteuerschaltung
42 in Fig. 2 verwendet. Die Anlaufdatensteuerschaltung
30. Juni 1978
809884/0861
-, 10 -
enthält eine Serie von Schaltern, die von Hand gesetzt werden können, zur Eingabe von Binärzählungen, wodurch
ein allmählicher Anlauf auf eine gewünschte Geschwindigkeit oder eine Anlaufsteuerung des Motors 22 ermöglicht
wird. Ein in Fig. 2 mit FWD bezeichneter Vorwärtsimpuls,
der von der Druckersteuerschaltung 28 in Fig. 1 kommt, bewirkt, daß der Multiplexer 44 einen vorbestimmten
ersten Binärwert, der von der Anlaufdatensteuerschaltung 42 kommt, in den Zähler H3-J3 eingibt, so daß dieser
vorgesetzt wird. Gleichzeitig wird dadurch die Motortreiberschaltung 26 aktiviert, wodurch der Motor 22
in Vorwärtsrichtung angetrieben wird. Nachdem der Zähler H3-J3 auf einen vorbestimmten Binärwert durch
die Anlaufdatensteuerschaltung 42 eingestellt ist, erfolgt die Erhöhung des Zählers H3-J3 durch die
Taktimpulse 01 von der Zeitsteuerschaltung 50. Diese Erhöhung wird so lange fortgesetzt bis eine Ausgangszählung erreicht wird. Diese Ausgangszählung des
Zählers H3-J3 wird über die Leitung 46 dem Flipflop in der Steuerschaltung K3 zugeführt, wodurch dieses
seinen Zustand ändert. Der Ausgang der Steuerschaltung K3 wird dem Multiplexer 44 zugeleitet, wodurch der
Zähler H3-J3 mit Daten geladen wird, die sich auf die Entregungsperiode des Motors 22 beziehen.
Die Daten, die sich auf die "Aus"-Periode des Motors 22 beziehen, bestehen aus einem Binärzählwert,
der mit der gewünschten "Aus"-Periode korrespondiert und der manuell durch Betätigung der Schalteranordnung
in der Programmdatenschaltung 48 in Fig. 2 eingespeichert wird. Der Zählwert für die gewünschte "Aus"-Periode des
Motors 22, der von der Programmdatenschaltung 48 abgeleitet wird, gelangt über den Multiplexer 44 in den
30. Juni 1978
809884/0861
Zähler H3-J3 und bewirkt in diesem eine Voreinstellung. Die Taktsignale 0T werden ebenfalls dem Zähler H3-rJ3
zugeführt und bewirken eine Erhöhung dessen Zählwertes beginnend von dem voreingestellten Wert bis zum höchsten
Zählerstand. Wenn bei diesem Zählerstand ein Zähleraus-^
gangssignal erzeugt wird, so erfolgt die Umsteuerung der Steuerschaltung K3 auf den entgegengesetzten Zustand,
wodurch die Geschwindigkeitssteuerschaltung 30 nun wieder eine "Ein"-Periode für den Motor 22 einleitet.
Es wird darauf hingewiesen, daß zu dieser Zeit der Motor 22 von einer Ruhestellung aus angesteuert
wird und daß die Geschwindigkeitsabfühlmittel 32 so lange kein Signal erzeugen bis der Motor 22 die
Abfühlmittel 32 an dem nächsten Zeitschlitz auf dem Zeitgabestreifen 38 (Fig. 1) vorbeiführt. Die vorbestimmten
Binärzählwerte, die in der Anlaufdatensteuerschaltung 42
(Fig. 2) und in der Programmdatenschaltung 48 eingespeichert sind, werden durch den Multiplexer 44
abwechselnd für verschiedene Zyklen in den Zähler H3-J3 eingegeben,und zwar so lange bis der Schlitten 12 einen
ausreichenden Weg zurückgelegt hat, bei dem die Abfühlmittel 32 mit dem Zeitgabetaktstreifen 38 so
zusammenwirken, daß ein erster Impuls erzeugt wird. Dieser Impuls ist mit CHAR bezeichnet und in den
Fig. 1 und 2 gezeigt.
Der erste von der Abführvorrichtung 32 kommende
CHAR-Impuls wird der Taktsteuerimpulsschaltung 50 (Fig. 2) zugeführt, die im nachfolgenden noch im einzelnen
beschrieben wird. Zunächst genügt es, darauf hinzuweisen, daß die Schaltung 50 einen CHPA-Impuls erzeugt, der von
dem CHAR-Impuls abgeleitet wird und daß der CHPA-Impuls
30. Juni 1978
809884/0861
der Anlaufdatensteuerschaltung 42 zugeführt wird, wodurch
bewirkt wird, daß ein zweiter binärer Zählwert über den Multiplexer 44 zur Voreinstellung in den Zähler H3-J3
zur Steuerung der Erregung des Motors 22 in der nächsten Periode eingegeben wird. Anschließend erfolgt eine
Erhöhung des Zählwertes in dem Zähler H3-J3 durch die Taktimpulse 01, wonach die Stuerschaltung K3 ihren
Zustand wechselt und der Multiplexer 44 einen vorbestimmten Zählwert in den Zähler H3-J3 eingibt. Dieser
korrespondiert mit der Entregungs-"Aus"-Periode des Motors 22. Durch die Taktimpulse JZ)T wird dann der
Zähler H3-J3 so lange erhöht bis der Ausgangszählwert
erreicht wird, bei dem die Steuerschaltung K3 ihren Zustand wechselt. Dadurch wird der Multiplexer 44
veranlaßt, den zweiten Binärwert von der Anlaufdatenschaltung
42 in den Zähler H3-J3 einzugeben. Dieser abwechselnde Ladevorgang mit dem zweiten Binärwert von
der Datenanlaufschaltung 42 und dem Binärwert Czur Entregung des Motors 22) von der Programmdatenschaltung
48 in den Zähler H3-J3 wird so lange fortgesetzt bis der Motor 22 auf eine ausreichende Geschwindigkeit
gebracht wird, bei der die Abfühlmittel 32 einen zweiten CHAR-Impuls erzeugen, wodurch der Motor 22
weiter beschleunigt wird.
Der zweite CHAR-Impuls von den Abfühl-
mitteln 32 wird in der Zeitgabetaktschaltung 50 (Fig. 2)
zur Erzeugung eines zweiten CHPA-Impulses verwendet, der seinerseits der Anlaufdatehschaltung 42 zugeführt
wird. Dadurch wird der Multiplexer 44 in die Lage versetzt, den dritten und letzten Binärwert von der
Anlaufdatenschaltung 42 in den Zähler H3-J3 in der
30. Juni .1978
809884/0861
33 -^
vorangehend beschriebenen Weise einzugeben. Dieser dritte Binärwert und der Binärwert für die "Aus"-Periode von der
Prograitimdatenschaltung 48 werden abwechselnd dem Zähler H3-J3 so lange zugeführt bis der Motor 22 den Schlitten
so weit wegbewegt hat, daß ein dritter CHAR-Impuls von
den Geschwind!gkeitsabfühlmitteln 32 erzeugt wird. Zu
diesem Zeitpunkt wird der Motor 22 den Schlitten 12 (und somit den Druckkopf 14) mit einer Geschwindigkeit
bewegen, die nahe der gewünschten Geschwindigkeit entspricht,
Der dritte CHAR-Impuls schließt somit die AnlaufSteuerung
für den Motor 22 ab.
Der dritte CHAR-Impuls von der Geschwindigkeitsabführvorrichtung
32 erzeugt einen dritten CHPA-Impuls in
der Schaltung 50 (Fig. 2), durch den wieder der Multiplexer 44 aktiviert, um Daten anzunehmen, die dem Binärzähler
C2-D2 zugeordnet sind und die sich auf die Momentangeschwindigkeit des Schlittens 12 und des Druckkopfes 14
beziehen. Grundsätzlich gilt, daß Binärwerte, die der Momentangeschwindigkeit des Schlittens 12 zugeordnet sind
und durch zunächst in den Zähler C2-D2 eingegebene Daten
dargestellt werden sowie Binärdaten von der Programmdatenschaltung 48 durch den Multiplexer 44 abwechselnd in den
Zähler H3-J3 nach der im vorangegangenen beschriebenen Technik eingegeben werden. Der Zähler C2-D2 ist ein
Binärzähler und weist die gleiche Stufenzahl auf wie der Zähler H3-J3.
Der dritte CHAR-Impuls,von dem Geschwindigkeitsabfühlmittel
32 (Fig. 1) abgeleitet,wird der Taktschaltung 50 (Fig. 2) zugeführt, in der dadurch ein CHPB/Impuls
erzeugt wird, welcher in den Zähler C2-D2 über die Leitung 52 eingegeben wird und diesen zurücksetzt.
30. Juni 1978
809884/0861
, 14 -
Sobald der Zähler C2-D2 zurückgesetzt ist, wird ein HCKB-Taktimpuls
von der Schaltung 50 kommend dem Zähler C2-D2 zugeführt, wodurch dessen Zählwert erhöht wird. In dem
vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Impulswiederholungsfolge des Taktimpulses HCKB etwa 96 mal kleiner
als die des Taktsignals ψ\ , die zur Erhöhung des
Zählers H3-J3 verwendet wird. Der im Zähler C2-D2 akkumulierte Zählwert wird in den Invertern C2-D2
invertiert und das "Einser"-Komplement davon wird einem Sperrkreis C5-D5 parallel zugeleitet. Da der Motor 22
den Schlitten nun mit einer Geschwindigkeit bewegt, die annähernd der gewünschten Geschwindigkeit entspricht,
erscheint das nächste CHAR-Signal von dem Geschwindigkeitsabfühlmittel
32 innerhalb einer kurzen Zeitperiode nach dem vorangegangenen Impuls. Dieses CHAR-Signal wird in
der Schaltung zur Erzeugung eines CHPA/-impulses verwendet, durch den der Sperrkreis C5-D5 blockiert wird
und das in ihm gespeicherte Komplement der Binärzahl aus dem Zähler C2-D2 speichert. Da der Zähler H3-J3
durch die Stuerschaltung K3 bereits zurückgesetzt wurde, um Daten über die Erregungsperiode des Motors 22 zu
erhalten, kann das "Einser"-Komplement von dem Sperrkreis C5-D5 durch den Multiplexer 44 in den Zähler H3-J3
eingegeben werden. Die Taktimpulse 0Ϊ" werden dann an
den Zähler H3-J3 angelegt, wodurch dessen Zählwert beginnend von dem voreingestellten Zählwert (durch den
Sperrkreis C5-D5) erhöht wird. Wenn der Zähler H3-J3 seinen Endzählwert erreicht, so entsteht ein Ausgangszählsignal,
das über eine Leitung 46 der Steuerschaltung K3 zugeleitet wird und deren Zustand ändert. Dadurch wird
die Entregungsperiode für den Motor 22 eingeleitet. Nun wird der Multiplexer 44 durch die Steuerschaltung K3 so
30. Juni 1978
809884/0861
eingestellt, daß er von der Prograinmdatenschaltung einen Datenwert empfangen kann, der sich auf die Entregungsperiode
bezieht, wie im vorangehenden erläutert wurde.
Zur Erläuterung der verschiedenen Zahlen bzw. Werte, die während der "Aus"-Periode und "Ein"-Periode,
die der Erregung und der Entregung des Motors 22 zugeordnet sind, verwendet werden, wird
angenommen, daß zu dem Zeitpunkt, zu dem der Motor 22 den Schlitten 12 und den Drahtdruckkopf 14 mit der
gewünschten Geschwindigkeit bewegt, der sich im Zähler C2-D2 (Acht-Bit-Zähler) angesammelte Zählwert
auf 71 beläuft, wobei dieser Wert in Binärform gespeichert wird. Durch die Invertierung des in den
Zähler C2-D2 aufgelaufenen Wertes in dem Inverter C3-D3
wird bewirkt, daß in dem Sperrkreis C5-D5 der Zählwert 71 im Zähler C2-D2 im Sperrkreis C5-D5, der ebenfalls
acht Bit speichern kann, ein Binärzählwert von 184 gespeichert wird. Dieser Wert von 184 wird dann parallel
dem Acht-Bit-Zähler H3-J3 durch den Multiplexer 44 in der bereits beschriebenen Weise zugeführt.
Es ist ersichtlich, daß durch den Wert 184 im Zähler H3-J3 dieser Zähler nach 71 Taktimpulsen 01
gefüllt ist und ein Ausgangssignal erzeugt, da der Zählerstand von 255 dem maximalen Zählerstand des Acht-Bit-
Zählers entspricht. Die 71 Taktimpulse 01, die in den Zähler H3-J3 eingegeben werden, geben die Periode
für den Motor 22 an, die für den Antrieb des Schlittens 12 mit der gewünschten Geschwindigkeit erforderlich ist.
30. Juni 1978
809884/0861
Wie eingangs bereits festgelegt wurde, entspricht somit die "Ein"-Periode 25% des Gesamtzyklus. Da die "Aus"-Periode
für den Motor 22 dem Dreifachen der "Ein"~Periode entspricht, ergibt sich ein Zählwertverhältnis von 71:213
für das Verhältnis Erregungszeit zu Entregungszeit. Zur
Festlegung des Wertes 213 in dem Speicher H3-J3 werden in der Programmdatenschaltung 48 vorhandene Schalter von Hand
so eingestellt, daß von dieser Schaltung ein Binärwert von 42 für die "Aus"-Periode des Motors 22 erzeugt wird. Der
Wert 42 wird durch den Multiplexer 44 in den Zähler H3-J3 eingegeben. In dem Zähler erfolgt dann eine Inkrementierung
um 213 auf den Wert 255, der dem Endzählerstand entspricht. Wenn dieser Endzählerstand erreicht wird, erfolgt die
Umschaltung der Steuerschaltung K3 und der Multiplexer überträgt den in dem Zähler C2-D2 befindlichen Wert nach
dessen Invertierung in den Zähler H3-J3 in der bereits beschriebenen Weise. Es wird darauf hingewiesen, daß der
Wert 71 so lange jeweils in dem Zähler C2-D2 zwischen aufeinanderfolgenden CHAR-Impulsen, die von dem
Geschwindigkeitsabfühlmittel 32 kommen, aufgezeichnet bzw. gespeichert werden, wie der Schlitten 12 durch den
Motor 22 mit konstanter Geschwindigkeit bewegt wird.
Für den Augenblick wird angenommen, daß der Schlitten 12 in Fig. 1 mit einer Geschwindigkeit bewegt
wird, die über der gewünschten Nominalgeschwindigkeit liegt. Dies bedeutet, daß während der Erregungsperiode
des Motors 22 weniger HCKB-Taktimpulse von der Zeittaktgeberschaltung
50 in Fig. 2 erzeugt werden und daß somit im Zähler C2-D2 weniger von diesen Impulsen
gespeichert werden. Wenn beispielsweise zwischen zwei aufeinanderfolgende!CHAR-Impulsen der Wert 65 im
Zähler C2-D2 abgespeichert ist, wird im Sperrkreis C5-D5
30. Juni 1978
809884/0861
infolge der Komplementierung dieses Wertes der Binärwert 190 gespeichert. Dieser Wert 190 wird durch den Multiplexer
44 in den Zähler H3-J3 in der bereits beschriebenen Weise eingegeben, so daß dieser Zähler auf 190 gesetzt
wird. In diesem Fall wird der Zähler H3-J3 nach 60 Taktimpulsen 01 im Gegensatz zu 71 Impulsen bei der Sollgeschwindigkeit
seinen Endzählerstand erreichen. Da der Zähler H3-J3 bei dieser Bedingung schneller seinen Endzählzustand
erreicht, ist die Erregungsdauer, d. h. die Erregungszeitperiode, für den Motor 22 kürzer. In dem
hier beschriebenen Ausführungsbeispiel bleibt dagegen die Entregungsperiode, d. h. die "Aus"-Periode, für den
Motor 22 konstant. Die Erregungsperiode, d.h. die "Ein"-Periode, für den Motor wird hingegen in Abhängigkeit von
dem Zählwert im Zähler C2-D2 verändert, so daß die Geschwindigkeit des Schlittens 12 auf dem gewünschten
Wert gehalten wird. Die Ableitung für die Zählwerte der HEin"-Periode und der "Aus"-Periode werden an*-
schließend noch im detail beschrieben. Zunächst wird bemerkt, daß die Frequenz der Erregungsimpulse PLSWDON,
die von der Geschwindigkeitssteuerschaltung 30 in Fig. kommen, bei etwa 5 kHz in dem hier beschriebenen Beispiel
liegt. Die Erregungsfrequenz hängt selbstverständlich
von speziellen Parametern ab, die für die verschiedenen in der Vorrichtung verwendeten Bauteile gewählt werden
sowie von der Ansprechzeit, von der verwendeten Motortreiberschaltung 26 und dem verwendeten Motor 22.
Bevor im einzelnen die in den Fig. 3A-3D gezeigten Impulsdiagramme besprochen werden, werden die
in der Geschwindigkeitssteuerschaltung 30 verwendeten Komponenten und Taktsignale erläutert. Die erste Betrachtung bezieht sich auf die spezielle Verwendung der
30. Juni 1978
809884/0861
Geschwindigkeitssteuerschaltung 30. Bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 1 ist das bewegbare Glied, dessen Geschwindigkeit gesteuert werden soll, ein Schlitten 12
mit einem auf diesem angeordneten Drahtdruckkopf 14. Dieser Drahtdruckkopf 14 ist so ausgelegt, daß er
100 Zeichen pro Sekunde drucken kann. Dabei ist das spezielle Druckformat in Form einer 7x12 Matrix
festgelegt, d. h. daß ein Zeichen aus 7 Höhenpositionen und 9 Breitenpositionen bestehen kann, wobei drei Punktpositionen
zwischen benachbarten Zeichen als Abstand vorgesehen werden müssen. Bei einer Druckgeschwindigkeit
von 100 Zeichen pro Sekunde bedeutet dies, daß 1200 Impulse
pro Sekunde an den Druckkopf 14 angelegt werden müssen und daß die Betätigungsfolge mit 8 Mikrosekunden
pro Impuls eingehalten werden muß.
Ein weiterer in Betracht zu ziehender Faktor bei der Entwicklung der Geschwindigkeitssteuerschaltung
30 ist der für den Antrieb des Schlittens 12 verwendete
Motor. Der in Fig. 1 gezeigte Motor 22 ist ein Gleichstrommotor mit 12 Volt und 3,4 Ampere. In dem Gleichstrommotor
wird ein Permanentmagnetfeld aufrechterhalten. Der Motor 22 erzeugt die gewünschte konstante Sollgeschwindigkeit,
wenn der Zwangzyklus 25% beträgt. Des weiteren muß die Ansprechzeit des Motors 22 in Betracht
gezogen werden. D.h. der Motor 22 und die diesem zugeordneten Motortreiberschaltungen 26 müssen eine Ansprechzeit
auf v/eisen, die so schnell ist, daß die Anordnung der von der Geschwindigkeitssteuerschaltung 30 diktierten
Geschwindigkeitsänderung folgen kann.
30. Juni 1978
809884/0861
Ein weiterer in Betracht zu ziehender Faktor ist die Basistaktfrequenz, die in der Geschwindigkeitssteuerschaltung
30 verwendet wird. Diese muß so hoch sein, daß die Periode der "Ein"-Impulsbreite für den
Motor 22 so bemessen werden kann, daß die gewünschte Genauigkeit für das Regelsystem erreichbar ist. Unter
diesen Gesichtspunkten kann die Auswahl der verwendeten Komponenten und Taktfrequenzen für die Geschwindigkeitssteuerschaltung
30 als Ergebnis eines schrittweise durchgeführten Annäherungsprozesses angesehen werden.
Die in den Fig. 3A-3D gezeigten Impulsdiagramme treten in der hier beschriebenen Ausführungsform gemäß der Erfindung auf. Der Basistakt 01 wird
von dem Takt Q1.F abgeleitet, der von der Druckersteuerschaltung 28 in Fig. 1 kommt. Die HCKA- und HCKAB-Takte
können durch einen Zähler (nicht gezeigt) erzeugt werden, der eine Teilung durch 16 vornimmt.
Die HCKAB-Taktimpulse in der Zeile 228 in Fig. 3A und Fig. 3B sind die gleichen, jedoch weist
der Takt auf der Zeile 228 einen wesentlich reduzierten Maßstab auf. Die CHARA-Impulse werden von den CHAR-Impulsen
abgeleitet, die von dem Abfühlmittel 32 in Fig. 1 kommen und die CHARB-Impulse erzeugt ein nicht gezeigtes Flipflop
beim Auftreten der HCKAB-Impulse. Von den CHARB-Impulsen
werden die CHPA-Impulse abgeleitet und durch diese wird jeweils der nächste HCKAB-Impuls beendet. Die CHPB-Impulse
entstehen mit Abfall der CHPA-Impulse und werden beim Entstehen der jeweils nächsten HCKAB-Impulse beendet.
30. Juni 1978
809884/0861
Die auf der Zeile 230 in den Fig. 3A und 3B gezeigten HCKAB-Taktimpulse sind jeweils die gleichen
wie die auf der Zeile 228 gezeigten Impulse, jedoch ist aus Gründen der einfacheren Darstellbarkeit eine Maßstabs-^
reduzierung vorgenommen worden. Die auf der Zeile 232 gezeigten CHPA-Impulse dienen zur Aktivierung der zugehörigen
Sperrschaltung D5-C5 in Fig. 2, so daß der sich auf die Momentangeschwindigkeit des Schlittens 12 beziehende
Wert von dem Zähler C2-D2 beim Abfallen der CHPA-Impulse
oder der CHPA/-Impulse gespeichert wird. Dadurch steht
dieser Zählwert für die Eingabe in den Zähler H3-J3 zur Verfügung. Der CHPB-Impuls auf der Zeile 231, der
dem CHPA-Impuls folgt, wird zur Zurücksetzung des Zählers C2-D2 verwendet, so daß in diesem eine erneute
Zählwertakkumulation vorgenommen werden kann. Durch einen nicht gezeigten Teiler 6:1 wird von dem HCKB -Taktimpuls
der HCKAB-Impuls abgeleitet und für die Inkrementierung des Zählers C2-D2 verwendet. Der 6:1-Frequenzteilerzähler
wird durch CHPA/-Impulse zurückgesetzt.
Die mit VCTB bezeichnete Zeile in den Fig. 3A und 3B stellt die "Einser"-Komplementzählung dar (diese
korrespondiert mit der momentanen Geschwindigkeit des Schlittens 12), die im Zähler C2-D2 zwischen aufeinanderfolgenden
CHAR-Impulsen von dem Abtastmittel 32 angesammelt wurden.
Die VCTB-Zählungen von dem Sperrkreis C5-D5 dienen zur Erzeugung der Anschlagimpulse FPLS. Es entsteht
jeweils ein Anschlagimpuls, wenn der Zähler D4 seinen Maximalwert bzw. seinen Ausgangszählwert erreicht
hat. Zwischen zwei aufeinanderfolgenden CHAR-Impulsen
30. Juni 1978
809884/0861
entstehen durchschnittlich sechs Anschlagimpulse FPLS,
wobei die CHAR-Impulse von der Geschwindigkeitsabfühlschaltung
32 kommen. Die HCKAB-Takte, die den Zähler
C4-D4 inkrementieren, sind sechs mal schneller als die HCKB-Takte, die den Zähler C2-D2 inkrementieren. Wenn
angenommen wird, daß der Motor 22 den Schlitten 12 mit
der gewünschten Geschwindigkeit antreibt, so wird ein Binärzählwert von 71 im Zähler C2-D2 zwischen zwei
aufeinanderfolgenden CHAR-Impulsen von der Geschwind!gkeitsabfühlschaltung
32 empfangen, wodurch durch die Bildung des "Einser"-Komplements ein Binärzählwert von
184 entsteht, der im Sperrkreis C5-D5 festgehalten wird. Durch den Binärwert von 184 wird der Zähler C4-D4
voreingestellt, so daß lediglich noch eine schrittweise Erhöhung von 184 auf 255 durch 71 NCKAB-Taktimpulse
erfolgen muß. Beim Erreichen dieses höchsten Zählerstandes im Zähler C4-D4 entsteht ein Anschlagimpuls FPLS,
der von dem TC-Ausgang des Zählers D4 kommt und der in der Druckersteuerschaltung 28 in herkömmlicher Weise
zur Aktivierung der Elektromagnete des Drahtmatrixdruckers
14 dient. Der TC-Ausgang (maximaler Zählwert) des Zählers D4 wird invertiert und den Paralleleingängen
des Zählers C4-D4 zugeführt, so daß dieser den Binärzählwert von 184, der sich noch im Sperrkreis C5-D5
befindet, aufnehmen kann. Der im Zähler C4-D4 befindliche
Zählwert wird schrittweise durch 71 HCKAB-Taktimpulse erhöht bis der Ausgangszählwert erreicht wird, so daß
die Anschlagimpulse FPLA entstehen. Dieser Vorgang wiederholt sich so lange bis der nächste CHAR-Impuls
von der Geschwindigkeitsfeststellschaltung 32 kommt, durch den ein neuer aktueller Geschwindigkeitswert VCTB
30. Juni 1978
809884/0861
am Sperrkreis C5-D5 erscheint (es wird angenommen, daß sich die Geschwindigkeit des Schlittens 12 geändert hat).
Von der Druckersteuerschaltung 28 (Fig. 1) wird ein COLSYN.G/ geliefert, der die erforderliche Synchronisation
für den Start eines neuen Zeichens, das durch den Draht'-druckkopf
14 gedruckt werden soll, gibt. Durch die im vorangehenden beschriebene Technik wird eine sehr exakte
Steuerung der Anschlagimpulse FPLS ermöglicht, da jede Gruppe aus sechs Anschlagimpulsen eine direkte Beziehung
zu der momentanen Geschwindigkeit des Schlittens 12 aufweist, da sie sich jeweils auf den zwischen zwei aufeinanderfolgenden
CHAR-Impulsen im Speicher C2-D2 befindlichen aktuellen Wert beziehen.
Die in den Fig. 3A und 3B gezeigten PLSWDON-Impulse sind im Maßstab sehr stark vergrößert, so daß
sich bei 233 eine Erregungsperiode und bei 234 eine Entregungsperiode ergibt. Die Erregungsperiode 233 kann
sehr stark variieren, und zwar in Abhängigkeit von der jeweiligen Übergeschwindigkeit oder üntergeschwindigkeit
des Schlittens 12. Die Entregungsperiode dagegen weist eine konstante Länge auf. Wenn sich der Schlitten 12
mit der gewünschten Geschwindigkeit bewegt, so ist die Dauer der Periode 233 äquivalent zu 71 Taktimpulsen 01
und die Dauer der Entregungsperiode 234 äquivalent zu 213 Taktimpulsen 0Ϊ\
Der Motoraktivierungsimpuls MOTOREN ist in den Fig. 3C und 3D gezeigt und dient zur Erregung des
Motors 22, um den Schlitten von einem Ruhezustand aus auf eine gewünschte Geschwindigkeit zu beschleunigen
und um ein Paar nicht gezeigte Flipflops auf einem Zustand zu halten, bei dem der Binärwert von einem
30. Juni 1978
809884/0861
~ 23 -
ersten Satz manuell einstellbarer Schalter S3 (nicht
gezeigt), die mit einem ersten Schritt O korrespondieren, in den Zähler H3-J3 einzugeben. Die SO und S3 Zeilen
in den Fig. 3C und 3D zeigen die Verhältnisse an den Eingängen der vorangehend erwähnten Flipflops für die
Steuerung der verschiedenen Binärwerte, die in den Zähler H3-J3 eingegeben werden. Wie bereits vorangehend
festgestellt wurde, gibt es etwa 5 oder 6 abwechselnde Erregungsimpulse PLSWDON und Entregungsimpulse, welche
erscheinen (auf der Zeile 236 in Fig. 3C), bevor der Schlitten so weit bewegt wird, daß der erste CHAR^Impuls
und der erste CHPA-Impuls, der auf der Zeile 238 in
Fig. 3C gezeigt ist, erzeugt wird. Der erste CHPA-Impuls
238A beendet den Schritt 0 und leitet den Schritt 1 ein, bei dem ein zweiter Satz von Hand einstellbarer Schalter
S2 (nicht gezeigt) wirksam wird und in ähnlicher Weise der zweite CHPA-Impuls 238B den Schritt 1 beendet und
den Schritt 2 einleitet, bei dem wiederum ein drittes Paar manuell einstellbarer Schalter S1 (nicht gezeigt)
wirksam wird. Der dritte CHPA-Impuls 238C beendet den Schritt 2 und leitet die Übertragung des Komplements
der VCTB-Zählung COMP ein, die von dem Zähler C2-D2 abgeleitet wird. Die gewünschte Geschwindigkeit des
Motors 22 ist durch die gestrichelte Linie 240 angedeutet und die tatsächliche Geschwindigkeit VEL wird durch die
Linie 242 angegeben. Es ist ersichtlich, daß die verschiedenen Schritte Schritt 0, Schritt 1 und Schritt
die Beschleunigung des Schlittens bzw. des Motors von einer Ruheposition aus auf die gewünschte Geschwindigkeit
steuern und daß danach die tatsächliche Momentangeschwindigkeit des Schlittens durch die im Zähler C2-D2 auftretenden
30. Juni 1978
809884/0861
Werte gesteuert wird. Dies ist auch durch die SO und S1 Ausgänge des nicht gezeigten Flipflop-Paares ersichtlich,
die auf einem hohen Pegel verbleiben, nachdem der dritte CHPA-Impuls 238C, der in Fig. 3D gezeigt ist, auftritt.
Dieser hohe Pegel bewirkt, daß die Multiplexer H1, F1,
E1 und C1 die Binärwerte von dem Sperrkreis C5-D5 in den Zähler H3-J3 eintakten.
Die CHPA-Impulse auf der Zeile 244, die FPLS-Impulse
auf der Zeile 246 und die PLSWDON-Impulse auf der Zeile 248 sind zusammen in den Fig. 3C und 3D gezeigt,
um das Verhältnis zu betonen, das zwischen diesen und dem in Fig. 1 gezeigten Drahtdruckkopf 14 besteht. Grundsätzlich
kann gesagt werden, daß die Zeitperiode von dem Motor 22 auf dem Zustand verbleibt, bis der erste CHPA-Impuls
238A empfangen wird, der von der Lage des Schlittens 12 in bezug auf den nächsten Schlitz im
Zeitgabestreifen 38 erzeugt wird. Beim Auftreten des ersten CHPA-Impulses 238A ist die Geschwindigkeit des
Schlittens 12 (und des Motors 22) größer als null, aber kleiner als die gewünschte Geschwindigkeit 240,
die durch die Bewegung des Schlittens 12 auf einen Abstand 244B erreicht werden kann, der die Hälfte
eines zu druckenden Zeichens darstellt. Ein voller Zeichenabstand ist bei 244A gezeigt. Das in dem
Schritt 0 erzeugte Drehmoment für die Beschleunigung des Motors 22 muß größer sein als ein Minimum, das
als Startdrehmoment erforderlich ist, aber nicht größer als der erforderliche Wert zur Erreichung der
gewünschten Geschwindigkeit in einem zur Verfügung stehenden Abstand. Die Geschwindigkeit des Motors 22
30. Juni 1978
809884/0861
beim Auftreten des ersten CHPA-Impulses 238A sollte deshalb
auf einem Minimum gehalten werden. Zur Zeit, zu der der dritte CHPA-Impuls 238C empfangen wird, sollte der Motor
die gewünschte Geschwindigkeit erreicht haben.
Im folgenden wird als Beispiel bei einer Ausführungsform eine Darstellung der verschiedenen
Binärzählwerte gezeigt, die aufgrund verschiedener von
Hand betätigbarer Schalter eingegeben werden, um die gewünschte Geschwindigkeit des Motors 22 und des
Schlittens 12 zu erreichen:
Von Hand setzbare Schalter dafür eingegebener Wert
■ ■ in Binärform
53, Schritt 0 187 S2, Schritt 1 187
■S1", Schritt 2 188
54, Aus-Rückwärts, niedrige Byte 6 Aus-Vorwärts, niedrige Byte 15
Aus-Rückwärts, hohe Byte 15
Aus-Vorwärts, hohe Byte 11
Der Binärwert von 6 der Niedrig-Byte-Schalter in der Programmdatenschaltung 48 und der
Binärwert von 15 der höheren Byte-Schalter der Programmdatenschaltung 48 werden bei der Eingabe
in den Binärzähler H3-J3 kombiniert, wodurch sich ein Binärwert ergibt, der dem Dezimalwert 246 entspricht.
In ähnlicher Weise wird der Binärwert von 15 von den Vorwärts-Niedrig-Byte-Schaltern in der
Programmdatenschaltung 48 und der Binärwert von von den höheren Vorwärts-Byte-Schaltern der
Schaltung 48 bei der Eingabe in den Zähler H3-J3 kombiniert, wodurch sich der Binärwert für 191 ergibt.
30. Juni 1978
809884/0861
Bei bestimmten Geschwindigkeitszuständen kann
es vorkommen, daß die Steuerschaltung 30 unstabil wird, beispielsweise wenn die Augenblicksgeschwindigkeit des
Schlittens 12 oberhalb der gewünschten Geschwindigkeit Oszillationstendenz zeigt. In solchen Fällen kann ein
kleiner Dämpfungswiderstand, beispielsweise von 2 Ohm, in Serie mit der Wicklung des Motors 22 geschaltet
werden. Dieser Dämpfungswiderstand (nicht gezeigt) erhöht die Zeit, die der Motor 22 zur Erhöhung der
Geschwindigkeit des Schlittens 12 benötigt, wodurch auch die Zeit reduziert wird, die für die Verringerung
der Geschwindigkeit des Schlittens 12 benötigt wird.
Durch die Einschaltung eines Dämpfungswiderstandes in Serie mit der Wicklung des Motors 22
erhöht sich die Erregungsperiode für den Motor 22 und beträgt dann etwa 50%. Dies gilt für eine Bewegung des
Schlittens 12 in Vorwärtsrichtung. Zuvor betrug diese
Periode 25%, wie aus den Darstellungen ersichtlich ist. Für die Rückwärtsbewegung beträgt diese Zeit 90%.
Da alle in der Schaltung 30 zu übertragenden Daten synchron mit dem Takt 01 übertragen werden, ist
sichergestellt, daß nur gültige Daten übertragen werden.
30. Juni 1978
809884/0861
Leerseite