DE2826809A1 - Verfahren zum biegen eines stabfoermigen kettengliedrohlings und biegemaschine zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents
Verfahren zum biegen eines stabfoermigen kettengliedrohlings und biegemaschine zur durchfuehrung des verfahrensInfo
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21L—MAKING METAL CHAINS
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Description
Bulten-Kanthal AB l6. Juni 1978
734 Ol Hallstahammar A 36 162 whw
SCHWEDEN
Verfahren zum Biegen eines stabförmigen Ketten—
gliedrohlings und Biegemaschine zur Durchführung des Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Biegen eines stabförmigen
Kettengliedrohlings zu einem im wesentlichen geschlossenen Kettenglied, sowie eine Biegemaschine zur Durchführung
des Verfahrens.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, mit dem sich bei automatischem Arbeitsablauf zuverlässig
und präzis die Biegung des Kettengliedrohlings zu einem geschlossenen Kettenglied durchführen läßt, wobei ein Verfahrensablauf gegeben sein soll, der gegebenenfalls zugleich mit der
Biegung des Kettengliedrohlings zu einem geschlossenen Kettenglied ein Einhaken dieses Kettengliedes in das voraufgegangene
letzte Glied einer Kette ermöglicht.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß der Rohling in eine erste Biegestellung gebracht ivird, in der
sein einer Endbereich sowohl zwischen zwei drehbaren und mit Abstand zueinanderliegenden Widerlagerrollen als auch zwischen
einem Biegewerkzeug liegt, das zwischen den Widerlagerrollen in Querrichtung hin- und herbewegbar ist, daß das Biegewerkzeug
beim Biegen dieses Endbereiches zu einem Kettengliedbogen zwischen die Widerlager versetzt wird, daß der Rohling zwischen
den Widerlagerrollen herausgenommen und in eine zweite Biegestellung gebracht wird, in der sein anderer Endbereich sowohl
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zwischen den Widerlagerrollen als auch zv/ischen dem Biegewerkzeug
liegt und daß das Biegewerkzeug zum Biegen dieses Endbereiches zum anderen Kettengliedbogen wiederum zv/ischen
die Widerlagerrollen versetzt wird.
Mit einem Verfahren der vorgeschilderten, erfindungsgemäßen
Art sowie einer erfindungsgemäßen, insbesondere zur Durchführung dieses Verfahrens geeigneten Biegemaschine lassen
sich Ketten, insbesondere stark dimensionierte, große Ketten in einfacher Weise automatisch, zuverlässig und präzis herstellen
und es kann dementsprechend eine nach diesem Verfahren arbeitende' Biegemaschine die erste Station einer Kettenherstellungsanlage
bilden, in der der Kettengliedrohling nach seinem Biegen zu einem geschlossenen Kettenglied verschweißt und gegebenenfalls
mit einem zentralen Steg versehen wird. Insbesondere ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren, bzw. die zu
dessen Durchführung vorgesehene Biegemaschine auch den automatischen Anschluß des jeweils hergestellten Kettengliedes an
das letzte Glied einer Kette, so daß insgesamt ein automatischer Fertigungsablauf für die Gesamtkette erreichbar ist.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung, und zwar sowohl bezüglich des Verfahrens wie auch der Maschine ergeben
sich aus den Ansprüchen, den Zeichnungen und der nachfolgenden Beschreibung derselben. Es zeigen:
Figur 1 in schematisierter Darstellung eine Draufsicht auf eine Biegemaschine gemäß der Erfindung,
Figur 2 eine Seitenansicht, teils im Schnitt gemäß Linie II ΪΊ,ίη
Figur 1? des Biegewerkzeuges der Maschine und der diesem zugeordneten Betätigungseinrichtungen,
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Figur 3 wiederum in Seitenansicht, aber In vergrößertem Maßstab den Stütztisch der Maschine, der In der Darstellung
gemäß Figur 1 rechts unten liegt und der vor- und zurückbewegbar ist,
Figur 4 eine perspektivische Darstellung, teils in vergrößertem
Maßstab dargestellt, des schwenkbaren Tisches der Stütz- und Führungseinrichtung - in Figur 1 untenliegend
- und des vorerwähnten Biegewerkzeuges, und.
Fig.5-11 schematische Darstellungen, aus denen sich die Arbeitsabläufe
aufgegliedert in die verschiedenen Biegeschritte für die beiden aufeinanderfolgenden
Biegevorgänge ergeben.
Die in Figur 1 dargestellte, erfindungsgemäße Biegemaschine,
die sich insbesondere zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens eignet, umfaßt im wesentlichen eine Zuführeinrichtung 1, einen dieser benachbart liegenden Stelltisch 2, ein
Biegewerkzeug 3, das zwischen zwei Widerlagerrollen 4a, 4b entlang einem vorgegebenen Weg bewegbar ist, und einen Aufnahme—
und Stütztisch 5.
Die in Figur 1 längsseitig dargestellte Zuführeinrichtung 1 besteht im wesentlichen aus einer geraden Rollenbahn 6, die
eine Anzahl angetriebener Walzen 7 zur Zuführung stabförmlger
Kettengliedrohlinge von einem hier nicht dargestellten Ofen aufweist, in dem die Rohlinge erwärmt v/erden, um die nachfolgenden
Biegevorgänge zu erleichtern. Über die Zuführeinrichtung 1 werden die stabförmigen Rohlinge horizontal in Richtung
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des Pfeiles P, gefördert und zwischen einer aufrechten Führungsplatte
2a und der in bezug auf die Richtung P- vorderen Widerlagerrolle 4a auf den Stelltisch 2 übergeben. Am Ende
der Rollenbahn 6 kann dabei, wie dargestellt, erfindungsgemäß eine Bürsteinrichtung S mit einer rotierenden Scheibenbürste
9 vorgesehen sein, durch die die Rohlinge unmittelbar vor dem
Biegevorqang abgebürstet '.-/erden.
Zum Versetzen der Rohlinge in ihre erste Biegestellung (Figur 5), in der nie einmal zwischen den Uiderlagerrollen 4a, 4b
und zum anderen zwischen dem Biegewerkzeug 3 liegen, ist eine E.in.Schubvorrichtung vorgesehen, die benachbart zur Rollenbahn
G liegt und die r:inen Pnc-umatik^.ylindcr 10 mit großer Ausfahrlcinge
umfaßt, dessen Kolben 11 mit einer Büchse 13 verbunden ist, die längs einer Führungsstange 12 verschiebbar ist. An
der Büchse 13 ist eine langgestreckte Seitenführungsplatte 1Λ
vertikal verstellbar montiert. An dieser ist, ihrem in bezug auf die Richtung P, hinteren Ende zugeordnet, eine Einschubstange
15 angebracht, die in ihrer abgesenkten Stellung den Rohling rückseitig beaufschlagt (vergl. Figuren 5 und 0),
wenn die; Kolbenstange 11 des Zylinders bezogen auf Figur 1
nach rechts, also in Richtung des Pfeiles P, ausgefahren wird.
Die Anbringung des Stelltisches 2 ist im Detail in Figur 4 gezeigt.
Der horizontale Tisch 2 umfaßt eine aufrechte Führungsplatte 2a und benachbart hierzu eine Führungsrolle 2b, die um
eine vertikale Achse drehbar ist. Der Tisch 2 ist mittels einer Einstellschraube 2c und Klemmschrauben 2d einstellbar auf einer
vertikalen Säule 16 angeordnet, die über Hebel 17a und 17b auf
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einer Kreisbahn um eine Schwenkachse 18 bewegbar ist, welche ihrerseits über Arme 19a und 19b und eine Stellspindel 20
einstellbar am Maschinengestell befestigt ist. Der Tisch 2 kann somit in einer Horizontalebene auf einer Kreisbahn verschwenkt
werden. Ausgehend von der dargestellten Lage in Figur 4 kann der Tisch frei in Richtung des Pfeiles P_ verschwenken,
v/as während des Biegevorganges der Fall ist, wenn das Biegewerkzeug in Richtung des Pfeiles P, zwischen die .
Widerlagerrollen 4a und 4b verschoben wird. Mit dem Hebel 17b ist ein weiterer Hebel 21 verbunden, der einen Führungszapfen
trägt, der bei der freien Verschwenkung des Tisches in einem •Längsschlitz 22 einer Stellstange 23 gleitet, die an der Kolbenstange
eines schwenkbar angebrachten Stellzylinders 24 befestigt ist. Es kann dementsprechend die freie, in Richtung des
Pfeiles Pp erfolgende Schwenkbewegung fortgesetzt werden, bis ."
der am Hebel 21 vorgesehene Führungszapfen das, bezogen auf
die Darstellung gemäß Figur 4 gegenüberliegende Ende des Längsschlitzes 22 erreicht hat und die Kolbenstange ihre voll eingefahrene
Lage einnimmt (vergl. Figuren 6 und 7). Soll der Tisch 2 in die in Figuren 4 und 5 dargestellte Lage zurückgestellt
v/erden, so wird der Zylinder 24 mit Druck beaufschlagt, wodurch
die Stellstange 23 in Richtung des Pfeiles P. vorgeschoben wird und wodurch die Hebel 21 und 17a und 17b im Uhrzeigerdrehsinn
um die Schwenkachse 18 gedreht werden, bis die Säule 16 gegen einen Anschlag 69 zur Anlage kommt.
Wie insbesondere aus Figur 2 ersichtlich ist, umfaßt das Biegewerkzeug 3 zwei sich ergänzende Uerkzeughälften 3a und 3b,
die an dem oberen und an dem unteren Schwenkarm 25a, 25b eines Schwenkarmpaares angebracht sind und die in ihrer geschlossenen
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Lage eine Innenfläche aufweisen, welche grundsätzlich teilweise komplementär zum inneren Halbbogen eines Kettengliedes
ist und teilweise eine gegenüberliegende, halbzylindrische Oberfläche aufweist (vergl. Figur 4), wodurch es möglich ist,
den Rohling zangenartig zwischen den beiden Werkzeughälften 3a und 3b zu halten. Die Zangenglieder bilden^ichwenkarme
25a, 25b sind an ihren von den Werkzeughälften 3a, 3b abgelegenen
rückwärtigen Enden (in Figur 2 rechts) schwenkbar mit der Kolbenstange 26 eines Hydraulikzylinders 27 verbunden,
dessen Zylindermantel 28 schwenkbar auf zwei Böcken 3O abgestützt ist, die am Maschinengestell 29 (vergl. Figur 1) befestigt
sind. Das vordere Ende 31 des Zylinders 27 ist an einem Maschinenrahmen 32 befestigt, der über ein Einstellglied
33 in Höhenrichtung verstellbar ist. Die vorderen Endbereiche der Schwenkarme 25a und 25b sind seitlich gegenüber dem Maschinenrahmen
32 geführt, wie dies aus Figur 1 ersichtlich ist, die zeigt, daß der obere Schwenkarm 25a. zwischen zwei
seitlichen Führungsbahnen 34a und 34b läuft. Über den Hydraulikzylinder
?n können somit die Schwenkarme 24a und 24b und die mit diesen verbundenen Werkzeughälften 3a und 3b vor und
zurück in Richtung des Pfeiles P3 (Figuren 1 und 4) bewegt
werden, wobei im Bereich der rückwärtigen Enden eine Führung über Führungen 35a und 35b gegeben ist.
Die vorderen Endteile der Schwenkarme 25a, 25b sind miteinander über zwei Seitenlaschen 36a, 36b verbunden, die jeweils
an ihrem unteren Ende über einen Zapfen 37 am unteren Schwenkarm 25b angelenkt sind. An ihrem oberen Ende sind die Seitenlaschen 36a, 36b jeweils mit einem Zapfen verbunden, der exzentrisch
an einem drehbaren, mit einem Zahnsegment 40 ver-
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sehenen Rad 39 angebracht ist, das am oberen Schwenkarm 25a montiert ist. Das Zahnsegment 40 kämmt mit den Zähnen einer
Zahnstange 41, die mit einer Kolbenstange 42 eines Zylinders 43 verbunden ist. Durch Beaufschlagung des Zylinders 43 können
die Schwenkarme 25a und 25b in Höhenrichtung gegeneinander verschwenkt werden, und zwar um ihre rückwärtigen Enden, wobei
die Werkzeughälften 3a und 3b entweder um den Kettengliedrohling geschlossen werden (die in Figur 2 gezeigte Stellung),
oder aber geöffnet werden, um den Rohling freizugeben.
Wie des weiteren aus den Figuren 1, 2 und 4 ersichtlich ist, sind zwei pofilierte Widerlagerrollen 4a, 4b über vertikale
Zapfen frei drehbar beiderseits des Verschiebeweges (Pfeil PO
des Biegewerkzeuges angeordnet. Jede der Widerlagerrollen ist auf einem gegabelten Arm 44a, 44b als Halterung montiert, der
entlang einer Führung 45a, 45b verstellbar ist, wobei die Verstellrichtung unter einem Winkel von etwa 20° (19,5° im
dargestellten Ausführungsbeispiel) zu einer äußeren Verlängerung der Verbindungsgeraden zwischen den Achsen der Widerlagerrollen
liegt. Über Stellglieder 46a, 46b ist es dabei möglich, die Widerlagerrollen 4a, 4b in die jeweils im Hinblick
auf die Abmessungen des speziellen Kettengliedrohlxngs gewünschte Position zu verstellen. Analog sind auch die Führungsplatten
2a, 2b zur Anpassung an diese Gegebenheiten verstellbar. Wie aus Figur 1 rechtsseitig ersichtlich ist, sind
die Widerlagerrollen 4a, 4b zusätzlich entlang der Führungen 45a, 45b jeweils über eine Hebelmechanik 48a bzw. 48b verschiebbar.
Diese Verschiebbarkeit wird am Ende des jeweiligen Biegevorganges ausgenutzt, wie später noch näher erklärt
wird.
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Der Stütztisch 5 ist unten rechts in Figur 1 gezeigt sowie
auch aus Figur 3 ersichtlich. Auf einem Support ist hier über Führungen 51 ein Rahmen 50 parallel zur Zuführrichtung P, hin-
und herbeweglich, und zwar über einen Zylinder 52. Auf dem Rahmen 50 ist ein zweiteiliger Tragtisch 53a, 53b angeordnet,
wobei dieser Tragtisch den schmaleren Tischteil 53a (in Figur oben) und den breiteren Tischteil 53b umfaßt, der um eine Achse
54 nach unten verschwenkbar ist und der mit einer Führungsrolle 56 versehen ist, die in einem Schlitz 55 verstellbar ist. Über
einen Zylinder 57, der mit dem Rahmen 5O gekuppelt ist, ist der Tischteil 5 3b um die Achse 54 verschwenkbar. Oben auf dem
Rahmen 50 sind Anschlagmittel 58 für den Rohling angeordnet, wobei diese Anschlagmittel über die Oberseite des Tragtisches
mittels eines Zylinders 59, dem eine Kolbenstange 6O zugeordnet ist, und mittels Führungsgliedern 61 verstellbar sind. Die Anschlagmittel
können so in einer vorderen, in Figuren 1, 3 und 5 gezeigten Lage und einer rückwärtigen, in den Figuren 6 bis
11 angedeuteten Lage festgelegt v/erden, wobei diese Lagen über Endschalter 62, 63 erfaßbar sind.
Oberhalb des Tragtisches ist ferner eine Haltevorrichtung 64 an einem Arm 66 angebracht, der in einer vertikalen Ebene um
eine Achse 65 verschwenkbar ist und der über einen Hebel 67, der am entgegengesetzten Ende der Achse befestigt istj und
einen Zylinder 68 verstellbar ist. Durch Verschwenkung des Armes 66 und der von ihm getragenen Haltevorrichtung 64 nach
unten wird der Kettengliedrohling auf den Tragtisch 53 gehalten, wenn die Anschlagmittel 58 auf ihre rückwärtige Lage eingestellt
sind (vergl. Figuren· 8 und 9).
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Soll ein Kettengliedrohling zu einem geschlossenen Kettenglied gebogen werden, so wird der Rohling L über die Rollenbahn
6 in Richtung des Pfeiles P, zugeführt und über die Einschubvorrichtung, d. h. die Einschubstange 15 in eine
erste Biegestellung gebracht, also in eine Stellung, von der aus der Biegevorgang eingeleitet werden kann (Figuren 4 und
5), wobei das Vorderende des Rohlings L an dem als Anschlagmittel 58 dienenden Anschlag des Stütztisches 5 anliegt. Der
Anschlag ist dabei in seiner vorderen Anschlaglage gehalten, in der er der rückwärtigen Widerlagerrolle 4b benachbart liegt.
In dieser ersten Biegestellung ruht der Rohling auf dem Stelltisch 2 und auf dem Tischteil 53a des Tragtisches zwischen den
Führungen 2a, 2b des Tisches 2 und dem Biegewerkzeug 3 einerseits und den Widerlagerrollen 4a, 4b andererseits. Während
des ersten Biegevorganges sind die beiden VJerkzeughMlf ten 3a,
3b über den Zylinder 43 in Figur 2 geschlossen gehalten, so daß sie den vorderen Endteil des Rohlings erfassen und sie
v/erden anschließend unter Aufbringung einer großen Kraft in Richtung des Pfeiles P-, über den Hydraulikzylinder 27 (Figur
2) zwischen den Widerlagerrollen 4a, 4b in die in Figur 6 gezeigte Stellung verschoben, wobei der vordere Endteil des Rohlings
um die profilierte, im wesentlichen im Horizontalschnitt halbovale Oberfläche des Werkzeuges 3 gebogen wird, während
das rückwärtige, noch gerade Endteil des Rohlings auf dem Stelltisch 2 ruht und letzteren um die Schwenkachse 18 über
einen -Winkel von etwa 90° (P„, Figur 4) dreht. Um die Rückfederung
des über einen Winkel von etwa 180° eingeschlagenen, vorderen Endteiles des Rohlinges zu kompensieren, xvird zum
Abschluß des ersten Biegevorganges ein Versatz der Xtfiderlagerrollen
4a, 4b gegeneinander vorgenommen, und es v/erden diese
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hierzu in Richtung der Pfeile P5 gegen den Mittelabschnitt
und das Frontende des Rohlings L mittels der Zylinder 47a, 47b und der Hebelmechaniken 48a und 4Sb (Figur 1) verstellt.
Hierdurch erhält die vordere Hälfte des Rohlings die erwünschte halbovale Gestalt und es wird der nunmehr zur Hälfte
verformte Rohling mittels des noch geschlossenen Werkzeuges zwischen den Widerlagerrollen 4a, 4b herausgezogen, indem
der Hydraulikzylinder 27 (Figur 2) so beaufschlagt wird, daß der halbgebogene Rohling L in die in Figur 7 gezeigte Lage
kommt, in der er teilweise auf dem Stelltisch 2 und teilweise auf den Teilen 53a, 53b des Tragtisches 53 liegt.
Ausgehend von der Lage gemäß Figur 7 wird anschließend der Rohling in Richtung des Pfeiles Pg über ungefähr 90 durch
Beaufschlagung des Zylinders 24 (Figur 4) mittels des Stelltisches
2 verschwenkt, und zwar nachdem die IJerlczeughälften
3a und 3b über den Zylinder 43 (Figur 2) voneinander getrennt worden sind. Die Anschlagmittel 5B werden in Richtung des
Pfeiles P7 (Figur 6) in ihre rückwärtige Lage mittels des
Zylinders 59 (Figur 3) versetzt, und es wird danach der Rohling L über die Schubstange 15 der Sinschubvorrichtung aus
der in Figur 8 gestrichelt gezeigten Lage in die in der gleichen Figur in VoIlinien gezeigte Lage verschoben, und zwar
bis zur Anlage an den Anschlagmitteln 58. In dieser Lage ist die Ausgangsstellung für den zweiten Biegevorgang, also die
zweite Biegestellung erreicht, in der der rückwärtige,noch gerade Endteil des Rohlings zwischen den Widerlagerrollen 4a,
4b einerseits und den Führungen 2a, 2b des Tisches 2, der dem breiteren Tischteil 53b zugeordneten Führungsrolle 56 und dem
in Figur 8 nicht dargestellten Werkzeug 3 andererseits liegt.
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Bevor der zweite Biegevorgang durchgeführt wird, wird der Bohling auf dem schmalen Tischteil 53a durch Verschwenkung
des Armes 66 mit seiner Haltevorrichtung 64 (Figur 3) nach unten verspannt und es wird der ganze Stütztisch etwas in
Richtung des Pfeiles P7 mittels des Zylinders 52 verschoben.
Weiter wird der breitere Tischteil 53b mittels des Zylinders 57 abgesenkt, um das Einhängen eines vorher gefertigten Kettengliedes
L, eines vertikal hängenden Kettenendes in Richtung des Pfeiles P0 (Figur 9) gegen einen Anschlag zu ermöglichen,
der etwas unterhalb des schmaleren Tischteiles 53a angeordnet ist. Danach wird der Stütztisch 5 in die Lage zurückversetzt
(Pfeil Pg), die in Figur 9 gezeigt ist.
Nun werden die Werkzeughälften 3a, 3b beaufschlagt, so daß
sie den Kettengliedrohling L wiederum umschließen und es wird der Arm 66 mit der Haltevorrichtung 64 angehoben. Danach wird
der zweite Biegevorgang (Figur 10) durchgeführt, indem das Werkzeug 3 in Richtung des Pfeiles P,o verschoben wird, wobei
der rückwärtige Bereich des Rohlings zu einem Halboval gebogen wird, während gleichzeitig, wie Figur 10 zeigt, der während
des ersten Biegevorganges bereits gebogene Endabschnitt des Rohlings in das Endkettenglied (L.) einfädelt. Wie beim
ersten Biegevorgang wird auch der zweite Biegevorgang durch Verschiebung der Widerlagerrollen 4a, 4b in Richtung der Pfeile
P1, abgeschlossen, um so dem Rohling nach der leichten Rückfederung
seine endgültige, ovale Gestalt zu geben.
Der Rohling L ist jetzt in das Endkettenglied L. eingehakt und die beweglichen Teile der Maschine können nun in ihre in
Figur 5 dargestellten Ausgangslagen zurückgestellt werden, um von der Rollenbahn 6 her mit dem nächsten, zu einem Kettenglied
zu biegenden Rohling versorgt zu v/erden.
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Claims (1)
- D;pi.-f«g, Waiter Jadiisch ? R ? B 8 O 9Stuttgart N, S/ienzelsirsßa 40Bulten-Kanthal AB l6 . Juni 1978Ol Hallstahammar A 36 152 whwSCHWEDENAnsprücheΓ 1Λ Verfahren zum Biegen eines stabförmigen Kettengliedrohlings zu einem im wesentlichen geschlossenen Kettenglied, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohling in eine erste Biegestellung (Figur 5) gebracht wird, in der sein einer Endbereich sowohl zwischen zwei drehbaren und mit Abstand zueinander liegenden Widerlagerrollen als auch zwischen einem Biegewerkzeug liegt, das zwischen den Widerlagerrollen in Querrichtung hin- und herbewegbar ist, daß das Biegewerkzeug zum Biegen dieses Endbereiches zu einem Kettengliedbogen zwischen die Widerlager versetzt wird (Figur 6), daß der Rohling zwischen den Widerlagerrollen herausgenommen (Figur 7) und in eine zweite Biegestellung (Figur 9) gebracht wird, in der sein anderer Endbereich sowohl zwischen den Widerlagerrollen als auch zwischen dem Biegewerkzeug liegt und daß das Biegewerkzeug zum Verbiegen dieses Endbereiches zu dem anderen Kettengliedbogen wiederum zwischen die Widerlagerrollen versetzt wird (Figuren 10, 11).2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohling (L) während des gesamten Biegevorganges in ein- und derselben, die Widerlagerrollen enthaltenden Arbeitsebene liegt.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohling während beider Biegevorgänge durch das Biegewerkzeug gehalten wird.809881/0985
ORIGINAL INSPECTED4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daßder Rohling längs einer ersten, in der Arbeitsebene liegenden Richtung (P,) in die erste Biegestellung versetzt wird, wobei diese erste Richtung parallel zu einer die Achsen der Widerlagerrollen verbindenden Geraden liegt, und daß während beider Biegevorgänge das Biege*werkzeug in einer zweiten Richtung (P3) bewegt wird, die in der Ärbeits— ebene unter einem rechten Winkel zur ersten Richtung (P,) verläuft.5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch*gekennzeichnet, daß der Rohling gegen Anschlagmittel versetzt wird, die in der ersten Richtung (P,) verstellbar sind.6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohling zuerst gegen die auf eine erste Anschlaglage (Figur 5) eingestellten Anschlagmittel verschoben wird, wobei die Anschlagmittel in dieser ersten Anschlaglage der in bezug auf die erste Richtung(P-, ) hinteren Wider— lagerrolle benachbart liegen und daß der Rohling nach Vollendung des ersten Biegevorganges, Zurückziehen von den Widerlagerrollen und Drehung in der Arbeitsebene mit seinem zuvor gebogenen Ende wieder gegen die Anschlagmittel zur Anlage gebracht wird, wobei diese eine zweite, in bezug auf die erste Richtung hinter der ersten Anschlaglage (Figur Wi^^^^Verfahren, nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohling vor Durchführung des zweiten Biegevorganges bevorzugt mit den Anschlagmitteln über die zweite Anschlaglage hinaus verschoben wird, daß hierauf das letzte Glied809881/0985 - 3 -2826803einer Kette in einer zur ersten Richtung senkrechten Ebene in eine der hinteren Widerlagerrolle benachbarte Lage gebracht wird und daß schließlich der Rohling in seine zweite Biegestellung (Figur 9) zurückversetzt und der zweite Biegevorgang unter Einhaken des Rohlings in das letzte Kettenglied ausgeführt wird.8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Biegevorgang die Widerlagerrollen nach Versetzen des Biege\'/erkzeuges zwischen diese und bis über diese hinaus gegeneinander und gegen den Rohling gepreßt v/erden, um ein Auffedern des im wesentliehen über ISO gebogenen Rohlinges abzufangen(Figuren 6 und 11).glied9. Biegemaschine zum Biegen eines stabförmigen KetterVronlingszu einem im wesentliehen geschlossenen Kettenglied, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Stütz- und Führungseinrichtungeni2, 3, 5) für den Rohling (L) vorgesehen sind, die in Wirkverbindung mit einer Zuführeinrichtung (1) stehen und über die der Rohling vor dem ersten Biegevorgang in einer ersten Biegestellung haltbar ist, in der sein einer Endbereich sowohl zwischen zwei drehbar mit Abstand zueinander angeordneten Widerlagerrollen (4a, 4b) als auch zwischen einem Biegewerkzeug (3) liegt, das quer zwischen den Widerlagerrollen (4a, 4b) beweglich ist und daß über die Einrichtungen der Rohling nach Beendigung des ersten Biegevorganges in eine zweite Biegestellung überführbar ist, in der sein anderer Endbereich sowohl zwischen den Widerlagerrollen (4a, 4b)809881/098Swie auch zwischen dem Biegewerkzeug (3) derart liegt, daß der Rohling in einem zweiten Biegevorgang vollständig zu biegen ist.10. Biegemaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführeinrichtung (1) eine Rollenbahn (6) umfaßt, auf der der Rohling (L) parallel zu einer Verbindungsge— raden zwischen den Mittelachsen der Widerlagerrollen (4a, 4b) seiner ersten Biegestellüng zuführbar ist.11. Biegemaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (7) der Rollenbahn angetrieben sind.12. Biegemaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführeinrichtung (1) eine Einschubvorrichtung (15) umfaßt, über die der Rohling in Richtung auf und gegen seiner ersten und seiner zweiten Biegestellung zugeordnete Anschlagmittel (58) versetzbar ist, die in bezug auf die Zuführrichtung in ihrer Lage verstellbar sind.13. Biegemaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütz- und Führungseinrichtungen einen Tisch (2) zur Abstützung des jeweils nicht zu biegenden Endberel— ches des Rohlings umfassen und daß dieser Tisch (2) zwischen der Zuführeinrichtung (1) und der Bewegungsbahn des Biegewerkzeuges liegt und über wenigstens 90° zwischen einer ersten Schwenklage (Figur 5), in der er einer der Widerlagerrollen (4a) benachbart liegt, und zwischen einer zweiten Schwenklage verschv/enkbar ist, in der er benachbart zur Bewegungsbahn des Biegewerkzeuges (3) liegt (Figuren 6, 7).803881/098514. Biegemaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Tisch (2) beim ersten Biegevorgang frei aus der ersten in die zweite Schwenklage verschwenkbar und über Stelleinrichtungen (24) danach in die erste Schwenklage rückstellbar ist (Figur 4).15. Biegemaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Biegewerkzeug (3) aus zwei zueinander komplementären Werkzeughälften (3a, 3b) besteht, die aufeinander zu und voneinander weg bewegbar sind.16. Biegemaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Biegewerkzeug (3) eine Profilform aufweist, die im v/esentlichen komplementär zu einem Halbbogen des geschlossenen Kettengliedes ist.17. Biegemaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der profilierte Teil des Biegewerkzeuges sich in Um— fangsrichtung über einen Winkel von 180 erstreckt und daß die Drehachsen der Widerlagerrollen in solchen Richtungen (Pe-, Ρ·,-, ) voneinander weg und aufeinander zu bewegbar sind, daß sie gegenüberliegende Abschnitte des Rohlings am Ende des jeweiligen Biegevorganges derart beaufschlagen, daß die Rückfederung des Rohlings nach dessen Biegung über etwa 180 ausgleichbar ist(Fiquren 6, 11).18. Biegemaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlagerrollen (4a, 4b) lan g S- Uferst el !wegen, verstellbar sind, die einen spitzen Winkel, bevorzugt zwischen etwa IO bis 45°,zu nach außen verlaufenden Teilen der Verbindungsgeraden zwischen den Achsen der V/iderlagenrollen einschließen.809881/098519. Biegemaschine nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlagerrollen in Halterungen (44a, 44b) montiert sind, die entlang der Verstellwege über eine Hebel— mechanik (48a, 48b) verstellbar sind, die über einen Arbeitszylinder (47a, 47b) betätigbar ist.20. Biegemaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütz- und Führungseinrichtungen einen Stütztisch (5) umfassen, über den der erste Endteil des Rohlings abstützbar ist und der benachbart zur anderen Widerlagerrolle (4b) angeordnet ist.21. Biegemaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß dem Stütztisch (5) Anschlagmittel (58) zugeordnet sind und daß der Stütztisch in Längsrichtung des Rohlings in dessen erster Biegestellung vor- und zurückbeweglich ist.22. Biegemaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil (53b) des Stütztisches (5) entfernbar ist (Figuren S, 9), derart, daß das gebogene Ende des Rohlings in das letzte Glied (L ) eines Kettenendes einhängbar ist.23. Biegemaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohling auf dem Stütztisch (53a) vor dem zweiten Biegevorgang über eine bewegbare Haltevorrxchtung (64) zu halten ist.— 7 —809881/0985
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