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Verfahren und Vorrichtung zum Falten von Wäschestücken
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Falten von Wäschestücken
mit einer Einschiebefaltvorrichtung, der eine Förderstrecke vorgeschaltet ist, bei
welchem der Vorschub des WäschestUcks auf der Förderstrecke durch eine in ihrer
Frequenz der Fördergeschwindigkeit proportionale Impulsfolgefrequenzfolge dargestellt
wird, so daß durch die Zahl der Impulse der Vorschub und die Lage des WäschestUckes
auf der Förderstrecke abgebildet werden.
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Hierbei werden die Impulse zwischen dem Zeitpunkt, wenn die Vorderkante
des Wäschestückes eine Abtaststelle passiert hat, und dem
Zeitpunkt,
wenn die Endkante die Abtaststelle passiert hatzähit.
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Bei einer bekannten Faltmaschine wird alsdann mit der doppelten Frequenz
weiter gezählt, bis bei einem bestimmten Endwert die Mitte des Wäschestücks an der
Faltstelle angekommen ist, worauf dann mittels eines Faltschwertes oder mittels
eines Luftstromes das Tuch-zwischen zwei rotierende Walzen geschoben wird und dadurch
in bekannter Weise gefaltet wird. Ein solches Verfahren benötigt eine Maschine,
die mindestens so lange ist wie das längste zu faltende Wäschestück. Bei kürzeren
Wäschestücken muß ein bestimmter Abstand eingehalten werden, so lange, bis der jeweils
ablaufende Zählvorgang zu Ende ist.
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Demgegenüber besteht die Aufgabe der Erfindung darin, durch ein neuartiges
Faltverfahren die erforderliche Länge der Faltmaschine auf die halbe Länge des längsten
Wäschestückes zu reduzieren und auch kürzere Abstände der Wäschestücke, die hintereinander
durch die Maschine geschickt werden, zu ermöglichen.
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Dieses Problem wird durch die Erfindung dadurch gelöst, daß während
des Zählvorganges eine Abwölzfaltung des Wäschestückes auf der Förderstrecke vorgenommen
wird und daß, wenn dieEndkante des Wäschestückes den Taster am Eingang passiert
hat, auf einer Impulsfolge mit der vierfachen Frequenz umgeschaltet wird, und die
Impulse dieser vierfachen Frequenz so lange weitergezdit werden, bis die Gesamtsumme
aller gezählten Impulse
einen vorgewählten Endwert erreicht hat,
welcher gleich ist der Anzahl der Impulse, di8aer Länge der Förderstrecke vom Eingang
bis zur Faltstelle der Einschiebefaltvorrichtung entspricht minus der Impulsanzahl,
die dem vom Wåschestück vom Eingang bis zum Erreichen der Abtaststelle für die Vorderkante
zurückgelegten Weglänge entspricht, worauf dann der Einschiebefaltvorgang ausgelöst
wird. Durch ein solches Vorgehen kommt man mit einer Faltmaschine aus, die nur noch
halb so lang wie die maximale Länge des Wäschestückes ist. Außerdem kennen die Wäschestücke
auch flit einem kürzeren Abstand voneinander in die Faltmaschine eingeführt werden,
da die Zählung der Impulse nicht schon, wenn die Vorderkante des Wåschestückes den
Eingang passiert, sondern auch, im Gegensatz zu bekannten Einrichtungen, etwas später
beginnen kann, wobei lediglich die dabei vom eingang bis zum Erreichen derAbtaststelle
zurückgelegte Weglänge bei dem Einstellen des Zählerendwertes berücksichtiat werden
muß.
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Eine Faltiaschine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
besteht aus einer Einschiebefaltvorrichtung mit einer vorgeschalteten Förderstrecke,
einem Impulsgeber, der eine Impuls folge mit einer Fördergeschwindigkeit proportionalen
Frequenz erzeugt, einem Taster am Eingang der Förderstrecke, der ein Signal zu Schalten
des Impulsgebers liefert sowie einem Zähler, in den die Impulse eingezählt werden,
und der bei Erreichen eines voreingestellten Endwertes ein Signal zum Betätigen
der Faltvorrichtung liefert. Gemaß der Erfindung ist bei einer solchen Maschine
vorgesehen, daß der Einschiebefaltvorrichtung eine Abwalzfolteinrichtung
vorgeschaltet
ist, daß nach Erreichen einer vorgewählten Anzahl von Impulsen ab Betätigung des
Tasters durch die Vorderkante des Wäschestücks der Impulsgeber mit einfacher Frequenz
an den Zähler anschaltbar ist, und daß durch Betätigen des Tasters am Eingang durch
die Endkante des Wäschestückes der Impulsgeber abschaltbar und ein zweiter Impulsgeber
mit vierfacher Frequenz an den Zähler anschaltbar IS. Ist der Zähler auf den oben
erläuterten Endwert eingestellt, so befindet sich die Mitte des zu faltenden Wäschestückes,
wenn die Summe der gezählten Impulse den Zählerendwe« erreicht hat, genau an der
Faltstellte der Einschiebefaltvorrichtung, die in bekannter Weise mit einem Faltschwertder
mit einem Luftstrom arbeiten kann.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein zweiter
Taster auf der Strecke zwischen dem Eingang und der Einschiebefaltvorrichtung angeordnet,
durch den bei Betätigen durch die Vorderkante des Wäschestücks der Impulsgeber an
den Zähler angeschaltet wird.
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In besonderer Ausbildungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß der
zweite Taster relativ zum ersten längs der Förderstrecke verschiebbar angeordnet
ist. Hierdurch wird sowohl eine Längenauswahl erreicht als auch eine Verminderung
des Abstandes der aufeinanderfolgenden WäschestUcke.
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Stücke, die kürzer sind als die Wegstrecke, die das Wåschestück vom
Eingang bis zum Erreichen des zweiten Tasters mit seiner Vorderkante zurücklegt
(bei der Abwälialtung ist das die gesamte Länge der Schloufe), werden nicht noch
ein zweites Mäl gefaltet.
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Im Rahmen der Erfindung besteht natürlich die Möglichkeit, daß der
einzelne Taster in verschiedener Weise, insbesondere als Lichtschranke,
ausgeführt
ist.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch
dargestellt. Es zeigen: Fig. 1: Eine Ansicht der Faltmaschine mit dem gerade einlaufenden
Wäschestück, Fig. 2 bis 4: die gleiche Vorrichtung, jedoch in einer jeweils weiter
fortgeschrittenen Phase des Faltvorganges' Fig. 5: eine Variante der Faltmaschine.
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Gemäß Fig. 1 läuft ein Wäschestück in Fbrm einesTuches 1 auf dem Förderband
2 gemäß Pfeilrichtung in die Maschine ein. Sobald die Vorderkante 3 des Tuches 1
die Lichtschranke 4 unterbrochen hat, wird der Zylinder 5 betätigt. Hierdurch wird
das Tuch in bekannter Weise durch die Faltklappe 6 am Anschlag 7 festgeklemmt. Die
Abwälzfaltung beginnt.
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Wie aus Fig. 2 ersichtlich unterbricht die Vorderkante 8 der sich
abwälzenden Tuchschlaufe die Lichtschranke 9. Hierdurch wird über das Lichtschrankenschaltelement
9' ein Schalter 10 betätigt, durch den ein Impulsgeber 11 an den Zähler 12 angeschaltet
wird. Der Impulsgeber 11 ist schematisch durch ein am Fördeband 2 und am Wäschestück
1 anliegendes Meßrad einer bekannten Impulserzeugereinrichtung dargstellt. Die einzelnen
Schaltleitungen sind schematisch durch gestrichelte Linien angedeutet. Die verwendeten
Schaltelemente sind an sich bekannt.
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Die am Eingang befindliche Lichtschranke 14, die durch das enlaufende
Tuch unterbrochen war, dient als Taster zum Abfühlen der Endkante des Tuches 1.
Wenn dieEndkante 13 die Lichtschranke 14 freigibt (Fig. 3), liefert das Lichtschrankenschaltelement
14' ein Signal an den Schalter 10, durch welches dieser den Zähler 12 auf einen
zweiten Impulsgeber 15 schaltet, dessen Impulsfolgefrequenz viermal so hoch ist
als diejenige des Impulsgebers 11. Ist beispielsweise die Frequenz des Impulsgebers
111 = fO, so ist die Frequenz des Impulsgebers 15P2 = 4f0. Der Zähler 12 zählt die
Impulse des Imypvlsgebers 15 weiter bis zu einem Endwert,der der Länge der Förderstrecke
von der Lichtschranke am Eingang bis zur Faltstelle der nachfolgenden Einschiebefaltvorrichtung
16, ausgedrückt in einer Anzahl von Impulsen mit der Frequenz fO entspricht abzüglich
der Länge der Tuchschlaufe, die sich z. B. aus Fig. 2 ergibt von der Lichtschranke
4 bis zur Lichtschranke 14, und die der in Impulsen gezählten Wegstrecke entspricht,
die das Wäschestück von der Lichtschranke 14 am Eingang zurücklegt, bis es mit seiner
vorderen Schlaufenkante 8 die Lichschranke 9 unterbricht. Beträgt beispielsweise
der am Zähler eingestellte Endwert 782 und sind nach dem Unterbrechen der Lichtschranke
9 182 Impulse der Frequenz fO gezählt worden (dies ist die Restlänge des Tuches
in Fig. 2 von der Lichtschranke 14 bis zur Tuchendkante 13), so zählt der Zähler
nach dem Umschalten durch die Lichtschranke 14 noch 600 weitere Impulse der Frequenz
4fO des Impulsgebers 15, der vom Förderband 2 angetrieben wird.
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Bei Erreichen dieses Endwerts befindet sich das gefaltete Tuch mit
seiner Mitte genau an der Faltstelle der Einschiebefaltvorrichtung 16.
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Diese ist eine bekannte Einrichtung mit einer Riemenanordnung 17,
18.
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Der Zähler 12 betätigt bei Erreichen seines Endwertes die Blaseinriditung
19 der Faltvorrichtung 16. Das Tuch wird in bekannter Weise zwischen die Riemenwalzen
20 und 21 geschoben und gefaltet, wie in Fig. 4 angedeutet.
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Der Taster bzw. die Lichtschranke 9, 9' ist längs der Förderstrecke
zwischen der Lichtschranke 14 und der Einschiebefaltvorrichtung 16 verschiebbar
angeordnet. Hierdurch wird eine Ldngenvorwahl erreicht; denn sind Tücher, welche
kürzerS als die in Fig. 2 zwischen der Lichtschranke 4 und der Lichtschranke 14
sich erstreckenden Tuchschlaufe werden, da der Zählerendwert nicht erreicht wird,
nicht durch die Faltvorrichtung 16 gefaltet. Beim nächsten Wäschestück kann dann
der Zähler, wenn das Tuch mit seinem Anfang die Lichtschranke 14 passiert, zurückgestellt
werden.
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Ein Verschieben der Lichtschranke 9, 9' in Richtung auf die Faltvorrichtung
16 bewirkt eine Verminderung des Abstandes, indem die einzelnen Tücher durch die
Faltmaschine geführt werden können. Natürlich kann im Rahmen der Erfindung die Lichtschranke
9, 9' auch bis an die Stelle der Lichtschranke 14, 14' verschoben werden.
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Fig. 5 zeigt eine Variante zu der in den vorhergehenden Figuren dargestellten
Ausführungsform. Sie unterscheidet sich von dieser dadurch, daß hier der Taster
bzw. die Lichtschranke 9, 9' weggelassen und ersetzt ist durch einen weiteren Zähler
22, durch den die gleiche Wirkung erzielt wird. Dieser Zähler 22 ist durch den Taster
bzw. die Lichtschranke 14, 14' am Eingang, wenn diese durch die Vorderkante 3 des
Wäschestückes 1 betätigt wird, einschaltbar und zählt dann die seinem Eingang zugeführten
Impulse des Impulsgebers 11. Erst bB Erreichen einer an dem Zähler voreingestellten
Anzahl von Impulsen schaltet dieser Zähler die Leitung vom Impulsgeber 11 an den
Zähler 12.
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Die vorgewählte Impulsanzahl entspricht dann daSchlaufenlänge, wie
sie beispielsweise in Fig. 2 dargestellt ist. Der Zähler 22 leistet also das gleiche,
wie vorher die Lichtschranke 9, 9'. Mit dem Auslöseimpuls zur Betätigung der Faltvorrichtung
16 werden gleichzeitig auch die Zähler 12 und 22 zurückgestellt und der Schalter
10 in eine Aus-Stellung gebracht.Dies ist, weil selbstverständlich, in der Zeichnung
nicht extra dargestellt.
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