DE2818645A1 - Milchnahrung fuer saeuglinge und verfahren zur herstellung derselben - Google Patents
Milchnahrung fuer saeuglinge und verfahren zur herstellung derselbenInfo
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Description
PATENTANWALT
DR. RICHARD KNEISSC 2 7. APR. 1978 '
DR. RICHARD KNEISSC 2 7. APR. 1978 '
Wicbnrmyerstr. 46 γ
D-8000 MÜNCHEN 22
Tel. 089/295125
Tel. 089/295125
S 668
SOCIETE DES PRODUITS NESTLÖ S.A.
Vevey/Schweiz
Milchnahrung für Säuglinge und Verfahren zur Herstellung derselben
09844/1D34
2818845
- 5 BESCHREIBUNG:
Die Erfindung bezieht sich auf eine Milchnahrung für Säuglinge mit niedrigem Geburtsgewicht, d.h. für Neugeborene,
die eine schwache Konstitution besitzen, nicht ausgereift sind oder zu früh geboren wurden.
Es wurden bereits zahlreiche Anstrengungen unternommen, um diätetische Produkte aus Tiermilch herzustellen, die
sich als Ersatz für Muttermilch eignen. Die Milch von weiblichen Milchtieren, insbesondere Kuhmilch, unterscheidet
sich häufig von Muttermilch durch einen zu hohen Gehalt an Proteinen und Asche, wie auch durch einen zu niedrigen Gehalt
an Lactose. Dies hat zur Folge, daß die Tiermilch den Möglichkeiten und Bedürfnissen von Säuglingen nicht entspricht.
Insbesondere ist die osmotische Belastung häufig wegen des hohen Gehalts an Asche und Proteinen allzu hoch.
Außerdem wird die Energieaufnahme als Folge der Schwierigkeiten bei der Absorption der Milchfette nicht garantiert.
So wurden verschiedene Verfahren entwickelt, die es insbesondere gestatten, aus Kuhmilch Produkte herzustellen, die
adaptiert oder "humanisiert" sind und deren Zusammensetzung sich soweit wie möglich derjenigen von Muttermilch nähert.
Gemäß einem Verfahren wird eine humanisierte Milch dadurch
hergestellt, daß Molke auf Ionenaustauschharzen teilweise entsalzt wird und sie hiernach Milch zugesetzt wird, die
mit Fetten, Mineralsalzen und Vitaminen angereichert ist.
Bei einem anderen Verfahren wird eine getrennte Elektrodialyse von Milchserum und Magermilch durchgeführt, worauf die
beiden erhaltenen Produkte in einem bestimmten Verhältnis vereinigt werden und Lactose, Fette und Mineralsalze hinzugefügt
werden. Dabei wird eine Milch mit einer Zusammensetzung erhalten, die praktisch mit derjenigen von Muttermilch
identisch ist.
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Andere Entwicklungen waren auf die Lösung von spezielleren Problemen gerichtet. Beispielsweise wurde eine flüssige Nahrung
auf der Basis einer Lösung von Maltosacchariden für Säuglinge, insbesondere für Frühgeborene oder Kinder von diabetischen
Müttern, vorgeschlagen, welche sich dazu eignet, den Energiebedarf der Säuglinge zufriedenzustellen ohne eine Hyperglykämie
hervorzurufen.
Diese Arbeiten betreffen die Ernährungsphysiologie, insbesondere die Adaptation der Nahrung an Muttermilch. Ein anderer Aspekt
liegt in der Adaptation an die Immunoglobulinverhältnisse der Muttermilch. So wurde ein allgemeines Verfahren zur Herstellung
eines diätetischen Produkts für Neugeborene und Säuglinge beschrieben, bei welchem in die Milch immunisierende Faktoren
einverleibt werden, welche bei oraler Aufnahme in den Blutkreislauf des Säuglings überführt werden, ohen daß jedoch nähere
Einzelheiten und die Resultate einer solchen passiven Immunisierung mitgeteilt wurden.
Alle diese Versuche haben indessen nicht zu einer Nahrung geführt,
welche vollständig alle Bedürfnisse von Säuglingen mit geringem Geburtsgewicht erfüllen. In der Tat ist Muttermilch für Frühgeborene
nicht die ideale Nahrung, und zwar hauptsächlich aufgrund ihres hohen Gehalts an Lactose. Gleiches gilt für humanisierte
Milch, die ebenfalls nicht genau an diese besondere physiologische Situation adaptiert ist. Darüber hinaus enthält Muttermilch reichlich
immunisierende Prinzipien gegen enteropathogene Bakterien und Viren, beispielsweise gegen gram-negative Bakterien von
der Art Escherichia coli, welche Gastroenteriten hervorrufen, die durch starke Diarrhöe mit Wasserverlust bei Neugeborenen
begleitet sind, insbesondere sekretorische IgA, während die bekannten maternisierten Kuhmilchsorten keine Immunoglobuline enthalten,
deren Aktivität im Verlauf des technologischen Verfahrens bewahrt worden ist, weshalb sie nicht in der Lage sind, Neugeborene
zu schützen, die in den ersten Monaten besonders schwach sind.
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— *7 -~
Die erfindungsgemäße Nahrung erfüllt in optimaler Weise
die Ernährungsbedürfnisse des Säuglings, wobei seine Nierenfunktion
geschont wird. Eine Ausführungsform dieser Nahrung verleiht dem Neugeborenen eine passive Immunisation
gegen pathogene Enterobakterien im Intestinaltrakt.
Die erfindungsgemäße Nahrung ist dadurch gekennzeichnet,
daß sie auf 100 Gew.-Teile Trockenmasse die folgenden Stoffe enthält:
Milchfett,
e/Pflanze
e/Pflanze
Milchfett,
21-27 Teile Lipide, welche/Pflanzenfett und Triglyceride von mittlerer Kettenlänge umfassen, wobei die letzteren bis 50 Gew.-% des Fettgemischs ausmachen,
21-27 Teile Lipide, welche/Pflanzenfett und Triglyceride von mittlerer Kettenlänge umfassen, wobei die letzteren bis 50 Gew.-% des Fettgemischs ausmachen,
13-16 Teile Proteine, von denen mindestens 50 Gew.-% lösliche
Proteine sind,
50-63 Teile Kohlehydrate,
1,5-2 Teile Mineralsalze und
1-3 Teile Wasser.
1-3 Teile Wasser.
Eine bevorzugte erfindungsgemäße Nahrung ist dadurch gekennzeichnet,
daß sie auf 100 g Trockenmasse
mindestens 320 mg Calcium,
höchstens 600 mg Kalium,
höchstens 150 mg Natrium,
höchstens 600 mg Kalium,
höchstens 150 mg Natrium,
eine solche Phosphormenge, daß das CaIcium/Phosphor-Gewichts
verhältnis mindestens 1,4 beträgt, wie auch die folgenden Mindestmengen an Vitaminen und Oligoelementen
enthält:
Eisen 6,0 mg
Kupfer 0,3 mg
Zink 1,8 mg
Jod 25 pg
Folsäure 80 ug
Vitamin C 200 mg
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| Vitamin | A |
| Vitamin | E |
| Vitamin | B1 |
| Vitamin | B2 |
| Vitamin | B6 |
| Vitamin | B12 |
| Vitamin | PP |
| Calcxumpantothenat |
1300 I.E. 10 mg
0,35 mg 0,5 mg 0,9 mg 1,7 pg 5,2 mg 2,6 mg
0,35 mg 0,5 mg 0,9 mg 1,7 pg 5,2 mg 2,6 mg
Das Fettgemisch enthält vorzugsweise 45-55 Gew.-% Milchfett, 9-15 % eines Pflanzenöls, beispielsweise Maisöl,
und 35-45 Gew.-% Triglyceride mittlerer Kettenlänge, wobei die Linolsäure 8-13 % der gesamten Fettsäuren ausmacht.
Das Gemisch gestattet eine vorzügliche Resorption, die zumindest derjenigen von Muttermilch gleich ist.
Der Gehalt und die Natur der Proteine werden vorzugsweise so ausgewählt, daß sich ein erhöhter Nährwert ergibt, wobei
jedoch auf die fehlende Ausreifung der Nierenfunktion bei Neugeborenen, insbesondere bei Frühgeborenen, Rücksicht genommen
wird, da die Proteine einen wichtigen Beitrag bei der osmotischen Nierenbelastung leisten. So ist es vorteilhaft,
wenn der Proteingehalt unter 15 Gew.-Teilen liegt und das Proteingemisch 27-33 Gew.-Teile Casein auf 67-73
Gew.-Teile lösliche Proteine enthält. Ungefähr 3 g Proteine/100 cal sind für das gewichtsmäßige (im Mittel 7,5-12
g/kg/Tag) und größenmäßige Wachstum und für die Normalisierung des Gehalts an Serumproteinenbex Frühgeborenen optimal.
Im Gegensatz zu "humanisierten" Milchprodukten, welche ähnliche Werte ergeben, wie sie bei den Präkwashiokor-Zuständen
beobachtet v/erden, normalisieren sich der Whitehead-Index
und das Älanin/Valin-Verhältnis rasch. Die löslichen
Proteine, die im wesentlichen in einem nicht-denaturierten
Zustand vorliegen,'besitzen einen erhöhten Nährwert ("Protein
Efficiency Ratio" zwischen 3,4 und 3,8), und zwar aufgrund ihrer Zusammensetzung hinsichtlich der Aminosäuren
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(insbesondere des Cystingehalts), welche eine optimale Ausnutzung der Aminosäuren sicherstellt. Dies bezeugt der erhöhte
Plasmaalbumingehalt (höher als bei einer an Proteinen reicheren Milch, deren Proteine jedoch diejenigen einer
nicht-modifizierten Kuhmilch sind) und der Stickstoffretentionskoeffizient.
Der Proteingehalt ist vollständig mit den Nierenfunktionen
und metallischen Funktionen von Frühgeborenen verträglich. Dies bezeugen: die Abwesenheit einer Hypertyrosinämie,
sogar ohne Anreicherung des Regimes mit Vitamin C, die Urinosmolarität, welche bei etwa 200 mOsmol/1 liegt, wie
auch das Basengleichgewicht (beispielsweise wird der pH-Wert des Bluts zwischen 7,3 und 7,5 gehalten).
Gemäß einer besonderen Ausführungsform besteht ein Teil
der löslichen Proteine aus einem Konzentrat von nicht-denaturierten aktiven Immunoglubulinen (IgG). Diese stammen
vorzugsweise aus der Milch von weiblichen Milchtieren, die durch irgendein geeignetes Verfahren hyperimmunisiert worden
sind. Da jedoch die Kuh als Produktionstier dient, handelt es sich hierbei insbesondere um I G (speziell um IG-),
während die Ig von Muttermilch im wesentlichen aus IA bestehen .
So können alle Arten von Antikörpern hergestellt und in die Nahrung einverleibt werden, beispielsweise in Form eines
Proteinkonzentrats, das reich an Ig ist und das gemäß dem Verfahren der CH-PA 4679/77 erhalten worden ist. Vorzugsweise
werden Antikörper verwendet, die gegen pathogene Enterobakterien, insbesondere gegen E. coli, aktiv sind. Die
Nahrung wird vorteilhafterweise an gegen E. coli aktiven Ig mit 0,8-6 g, vorzugsweise 1-3 g/Ig-Konzentrat, auf 100 g
Trockenmasse angereichert.
Selbstverständlich können die Antikörper dem Pulver vor der
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Konditionierung oder als Variante! der rekonstituierten
Milch vor der Verwendung hinzugefügt werden.
Die Kohlehydrate bestehen aus Lactose und einer Zugabe von Glucose, d.h. aus einem Material, das sich rasch in Glucose
metabolisieren kann, da Glucose bevorzugt wird. Der Gehalt des Gemischs an Lactose liegt vorzugsweise bei höchstens
75 %. Das Gemisch enthält vorteilhafterweise 25-29 Gew.-% Glucose auf 71-75 Gew.-% Lactose. Es berücksichtigt
die Resorptionsschwierigkeiten von Lactose bei Frühgeborenen, da die Glucose ein augenblickliches Energieangebot
liefert.
Der Gehalt an Mineralsalzen, der wesentlich für die Nierenbelastung
verantwortlich ist, wird so niedrig wie möglich gehalten, so daß die ürinosmolarität sehr schwach ist, beispielsweise
18-22 mOsmol/kg/Tag. Das Calcium stellt dabei einen erhöhten Anteil der anwesenden Mineralsalze.
Von den Vitaminen wird der Gehalt an Vitamin C so eingestellt,
daß jedem Risiko einer Hypertyrosinämie vorgebeugt wird, während die Zugabe von Folsäure die Erhöhung des Gehalts
derselben im Blut gestattet. Die Nahrung kann außer den bereits erwähnten Vitaminen Vitamin D in einer Menge
von 1 500 bis 2 000 I.E. je 100 g Pulver enthalten.
Andere Oligoelemente, wie z.B. Zink, können ebenfalls einverleibt
werden.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung der oben definierten Milchnahrung aus frischer Milch,
Milchfett, Nichtmilchfett, entsalzter Molke, Proteinen von ultrafiltrierter Molke , Mineralsalzen, Vitaminen und Oligoelementen,
welches durch die folgenden Stufen gekennzeichnet ist:
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frische Milch wird geklärt und durch Zusatz von Milchfett standardisiert,
ein Gemisch aus Nichtmilchfett wird zugesetzt,
das erhaltene Gemisch wird pasteurisiert, konzentriert,
homogenisiert, abgekühlt und mit praktisch vollständig entsalzter Molke und mit weitgehend nicht-denaturierten löslichen
Proteinen, die durch Ultrafiltration von Molke erhalten worden sind, versetzt,
das Gemisch wird unter solchen Bedingungen, bei denen eine Denaturierung der Proteine nicht auftritt, vorerhitzt und
getrocknet,
das erhaltene Pulver wird mit wasserfreier Glucose versetztj
und
das Produkt wird unter Ausschluß von Sauerstoff konditioniert.
Die verschiedenen Stufen des Verfahrens sind in dem beigefügten Schema dargestellt.
Zwar wird es bevorzugt, die wasserlöslichen Vitamine und das Calcium nach der Zugabe der entsalzten Molke und der
UF-Proteine zuzugeben, jedoch kann man sie auch gemäß einer Variante vor der Pasteurisation zugeben.
Wenn die frische Milch nicht genug Calcium enthält, dann
kann man Calcium nötigenfalls zusetzen, vorteilhafterweise
in Form des Citrats oder Carbonate, wobei das Citrat bevorzugt wird.
Die fettlöslichen Vitamine werden vorteilhafterweise dem Gemisch
von Nichtmilchfetten zugegeben.
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Die praktisch vollständig entsalzte Molke enthält die löslichen Proteine in einem weitgehend nicht-denaturierten
Zustand und ist vom Hauptteil der Elektrolyte weitgehend befreit. Sie wird vorteilhafterweise in Form eines Pulvers
verwendet, das aus Süßmolke erhalten wird durch weit getriebene Entsalzung, beispielsweise durch Ionenaustausch,
inverse Osmose oder Elektrodialyse (Ionenaustausch und Elektrodialyse werden bevorzugt), Konzentrierung und Trocknung
unter solchen Bedingungen, welche die Proteine bewahren und die Herstellung eines bakteriologisch annehmbaren
und nicht-hygroskopen Pulvers gestatten.
Die löslichen Proteine werden durch Ultrafiltration von Molke
erhalten, wobei im allgemeinen ein Druck unter 7 Bar und eine Membrane verwendet wird, die eine Auswahlzone zwischen
10 und 5*10 aufweist und so ausgewählt wird, daß sie einen erhöhten Durchsatz ergibt und daß sie für Milchsäure, Lactose,
Asche und kurzkettige Polypeptide durchlässig und für lösliche Proteine undurchlässig ist. Die ausgewählte Temperatur
vermeidet eine Oxydation des thermischen Abbaus des Produkts und verringert das Risiko von strukturellen Änderungen.
Andererseits bleiben die Ionenkonzentration und der pH im Konzentrat konstant. Man kann also die löslichen Proteine
konzentrieren, ohne die Lactose und die Asche zu konzentrieren. Nötigenfalls kann man das Konzentrat mit Wasser
waschen, d.h. eine Diafiltration vornehmen und eine
Eindampfung anschließen. Das Produkt erhält anschließend eine thermische Behandlung und eine Trocknung unter solchen
Bedingungen, welche eine Bewahrung der Proteine und eine Eliminierung von Hefen, Schimmelpilzen und coliformen Bakterien
gestatten. Das erhaltene Pulver besitzt vorzugsweise die folgenden Charakteristiken:
Proteine (Gesamtstickstoff χ 6,38) Minimum 80 %
Feuchtigkeit Maximum 5 %
Fette Maximum 7 %
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Lactose Maximum 4 %
Asche Maximum 2 %
Ausmaß der Denaturierung der Maximum 30 %. Proteine
Es ist klar, daß man beim erfindungsgemäßen Verfahren die
Herstellungsweise, die Reihenfolge der Zugabe und die Mengen der verschiedenen Bestandteile, die in die Zusammensetzung
der Milchnahrung Eingang finden, verändern kann, ohne vom Bereich der Erfindung abzuweichen.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert, worin die Mengen und Verhältnisse in Gewicht ausgedrückt
sind, sofern nichts anderes angegeben ist.
Man klärt frische Milch durch Zentfifugierung und standardisiert
sie so, daß eine Menge Kuhmilch erhalten wird, die einen Gehalt an Milchfett von 113 kg auf 145 kg Trockenmasse
außer Fett aufweist. Die Standardisierung erfolgt durch Mischen von genauen Mengen Magermilch oder Vollmilch und
Rahm, dessen Zusammensetzung vorher bestimmt wird. Dann gibt man direkt zur Leitung 24 kg Maisöl, welches die fettlöslichen
Vitamine enthält, und 96 kg Triglyceride von mittlerer Kettenlänge, die aus Kokosnußöl erhalten worden sind,
zu, wobei man vorzugsweise eine Kolbenpumpe zu Hilfe nimmt. Gemäß einer Abwandlung kann die Zugabe des Öls und der Triglyceride
in den Tank erfolgen, der die standardisierte Milch enthält, vorausgesetzt, daß stark gerührt wird, um ein
Aufsteigen des Fetts zu verhindern und eine gute Homogenität der Masse sicherzustellen. Das Gemisch wird dann einer kurzen
Pasteurisierung, höchstens 60 sek, bei 110°C unterworfen, wobei ein Röhrenapparat verwendet wird, worauf es dann
durch kontinuierliches Kochen konzentriert wird, beispielsweise in einem Fallfilmverdampfer, bis ein Gehalt an Trok-
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kenmasse von 30-34 % erreicht ist. Das Konzentrat wird dann in einen Puffertank überführt und schließlich bei
einer Temperatur von 50 C unter einem Druck von 100-150
kg/cm homogenisiert und im Puffertank auf eine Temperatur von 8°C abgekühlt. Hierauf werden 381 kg entsalztes
Molkepulver, 50 kg Proteine von ultrafiltrierter Molke und wasserlösliche Vitamine zugesetzt.
Die Auflösung erfolgt in einem Bottich, der mit einem Turbomischer
(1500 U/min) ausgerüstet ist, wobei das Pulver von entsalzter Molke und die ultrafiltrierten Proteine mit
Hilfe eines Dosierungsvxbrators oder einer Dosierungsschnecke in einer Weise zugegeben werden, daß ein Endgemisch
mit einem Gehalt an Trockenmasse von 40-45 % erhalten wird.
Die entsalzte Molke wird durch Elektrodialyse oder durch Leiten über ein Ionenaustauschharz oder aber durch eine
Vereinigung dieser beiden Techniken, nämlich Elektrodialyse und anschließenden Ionenaustausch, sowie Trocknung erhalten.
Das Pulver besitzt je 100 Teile die folgende mittlere Zusammensetzung:
Wasser 3,30
Fett 0,80
Proteine
(Gesamtstickstoff χ 6,38) 12,00
Lactose 83,10
Asche 0,75
Calciumcitrat 0,05
Die ultrafiltrierten Molkeproteine werden durch Ultrafiltration
von Molke und Trocknung erhalten. Sie sind schwach denaturiert und ihre mittlere Zusammensetzung je 100 Teile
ist wie folgt:
Wasser 4,6
Fett 6,5
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Proteine 81,0
(Gesamtstickstoff χ 6,38)
Lactose 3,9
Asche 1 , 6
Verschiedenes 2,4
Man fügt nun dem Mischbottich 5 kg Calcium (in Form von kolloidalem Calciumcitrat und eventuell in Form von Calciumcarbonat)
und kleine Mengen Eisen (in Form von ammoniakalischem Eisencitrat), Kupfer (in Form des Kupfer/Lysin-Komplexes)
und Jod (in Form von Kaliumjodid) hinzu, wobei man 10 bis 15 min rührt.
Hierauf führt man eine Pasteurisierung des erhaltenen Gemischs
in einem Röhrenapparat oder in einem Plattenapparat bei einer Temperatur von 70 bis 80°C und bei einer solchen
Verweilzeit durch, daß die Serumproteine der entsalzten Molke, die gegenüber Wärme sehr empfindlich sind, möglichst
wenig denaturiert werden. Hierauf trocknet man das Produkt durch Sprühtrocknung bei niedrigem oder hohem Druck in
einem Turm, wobei die zu trocknende Flüssigkeit in Form feiner Tröpfchen in einem Heißluftstrom mit einer Temperatur
unterhalb 38O°C dispergiert ist und einen Gehalt an Trockenmasse von 35-45 % aufweist.
Man fügt nun dem erhaltenen abgekühlten Pulver 156 kg wasserfreie Glucose durch trockenes Einmischen in einen Mischer
zu. Das Produkt wird dann in verschlossenen Behältern, aus welchen die Luft durch Stickstoff oder durch ein Stickstoff/Kohlendioxid-Gemisch
ausgespült worden ist, konditioniert.
Auf diese Weise wird ein Pulver erhalten, dessen Zusammensetzung je 100 g wie folgt ist:
Proteine 14,4 g davon 4,4 g Casein
und 10,0 g lösliche Proteine
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Lipide 24,0g
Kohlehydrate 56,9 g
Asche 1,7 g
Wasser 3,0 g
Calcium 350 mg
Phosphor 200 mg
Kalium 370 mg
Natrium 103 mg
sowie die folgenden kleinen Mengen an Vitaminen und Oligoelernenten:
6,0 mg 0,3 mg 1 ,8 mg
25 pg
80 pg 200 mg
10 mg 0,35 mg 0,5 mg 0,9 mg 1,7 pg
5, 2 mg Calciumpantothenat 2,6 mg
Die Rekonstituierung des Produkts erfolgt durch Auflösen von 15 g Pulver in 90 ml Wasser.
| Eisen | C |
| Kupfer | E |
| Zink | B1 |
| Jod | B2 |
| Folsäure | B6 |
| Vitamin | B12 |
| Vitamin | PP |
| Vitamin | |
| Vitamin | |
| Vitamin | |
| Vitamin | |
| Vitamin | |
kg Ig-Konzentrat, das gemäß Beispiel 2 oder 4, bzw. 2 kg
des Pulvers, das gemäß Beispiel 3 der CH-PA 4679/77 erhalten worden ist, v/erden innig mit 15 kg Glucose gemischt.
Hierauf wird dieses Produkt mit 84 kg des gemäß Beispiel 1 erhaltenen Pulvers homogen gemischt,, worauf eine sterile
Konditionierung durchgeführt wird. Eine isokalorische Er-
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nährung (140 cal/kg/Tag) liefert 250 mg Ig-Konzentrat/kg/
Tag, hergestellt gemäß Beispiel 2 oder 4, bzw. 500 mg Ig-Konzentrat/kg/Tag, hergestellt gemäß Beispiel 3 der CH-PA
4679/77.
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1?
Leerseite
Claims (10)
1. Milchnahrung für Säuglinge mit niedrigem Geburtsgewicht,
insbesondere für Frühgeborene, dadurch gekennzeichnet, daß sie auf 100 Gew.-Teile Trockenmasse die folgenden
Substanzen enthält:
21-27 Teile Lipide, welche Milchfett, Pflanzenfett und Triglyceride von mittlerer Kettenlänge umfassen, wobei
die letzteren 30-50 Gew.-% des Fettgemischs ausmachen,
13-16 Teile Proteine, von denen mindestens 50 Gew.-% lösliche Proteine sind,
50-63 Teile Kohlehydrate,
1,5-2 Teile Mineralsalze und
1-3 Teile Wasser.
1,5-2 Teile Mineralsalze und
1-3 Teile Wasser.
2. Milchnahrung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie auf 100 g Trockenmasse unter den Mineralsalzen
mindestens 320 mg Calcium,
höchstens 600 mg Kalium,
höchstens 150 mg Natrium und
eine solche Phosphormenge, daß das Calcium/Phosphor-Gewichtsverhältnis
mindestens 1,4 beträgt, wie auch die folgenden Mindestmengen an Vitaminen und Oligoelementen enthält:
Eisen 6,0 mg
Kupfer 0,3 mg
Zink 1,8 mg
Jod 25 pg
Folsäure 80 ;ug
Vitamin C 200 mg
Vitamin A 1300 I.E.
Vitamin E 10 mg
ORlGSNAL INSPECTED
Vitamin B1 v 0,35 mg
Vitamin B2 0,5 mg
Vitamin Bg 0,9 mg
Vitamin B _ 1,7 pg
Vitamin pp 5, 2 mg
Calciumpantothenat 2,6 mg
3. Milchnahrung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fettgemisch 45-50 Gew.-% Milchfett,
9-15 Gew.-% eines Pflanzenöls, insbesondere Maisöl, und 35-45 Gew.-% Glyceride von mittlerer Kettenlänge
enthält, wobei die Linolsäure 8-13 Gew.-% der gesamten Fettsäuren ausmacht.
4. Milchnahrung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an Proteinen unter 15 Gew.-%
liegt und daß das Proteingemisch 27-33 Gew.-% Casein auf 67-73 Gew.-% lösliche Proteine enthält.
5. Milchnahrung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie darüber hinaus aktive Anti-Coli-Immunoglobuline
in Form eines Proteinkonzentrats mit einem Gehalt von 25-40 Gew.-% Ig enthält, und zwar in einer
Menge von 0,8-6 und vorzugsweise 1-3 Gew.-Teilen Konzentrat auf 100 Gew.-Teile Trockenmasse.
6. Milchnahrung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohlehydrate 25-29 Gew.-% Glucose
auf. 71-75 Gew.-% Lactose enthalten.
7. Milchnahrung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie darüber hinaus auf 100 g Trockenmasse
1 500 bis 2 000 I.E. an Vitamin D enthält.
8. Verfahren zur Herstellung einer Milchnahrung nach Anspruch 1 oder 2, wobei von frischer Milch, Milchfett,
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Nichtmilchfett, entsalzter Molke, ultrafiltrierten
Holkeproteinen, Mineralsalzen, Vitaminen und Oligoelementen
ausgegangen wird, gekennzeichnet durch die f&lgenden Stufenr
frische Milch wird geklärt und durch Zusatz von Milchfett standardisiert r
ein Gemisch aus Nichtmilchfetten- wird zugesetzt,
das erhaltene Gemisch wird pasteurisiert, konzentriert, homogenisiert, abgekühlt und mit praktisch
vollständig entsalzter Molke und mit weitgehend nichtdenaturierten löslichen Proteinen, die durch Ultrafiltration
von Molke erhalten worden sind, versetzt,
das Gemisch wird unter solchen Bedingungen, bei denen eine Denaturierung der Proteine nicht auftritt, vorerhitzt
und getrocknet,
das erhaltene Pulver wird mit wasserfreier Glucose trocken gemischt und
das Produkt wird unter Ausschluß von Sauerstoff konditioniert.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die fettlöslichen Vitamine dadurch zugegeben werden,
daß sie in dem Gemisch aus Nichtmilchfetten aufgelöst werden.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die wasserlöslichen Vitamine, Oligoelemente und
Mineralsalze nach der Zugabe der entsalzten Molke und der ultrafiltrierten Proteine zugegeben werden.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH521677A CH621048A5 (de) | 1977-04-27 | 1977-04-27 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE2818645A1 true DE2818645A1 (de) | 1978-11-02 |
| DE2818645C2 DE2818645C2 (de) | 1986-09-04 |
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ID=4289890
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|---|---|---|---|
| DE2818645A Expired DE2818645C2 (de) | 1977-04-27 | 1978-04-27 | Milchnahrung für Säuglinge und Verfahren zur Herstellung derselben |
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