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DE2818260A1 - Verfahren zur herstellung von butendiol - Google Patents

Verfahren zur herstellung von butendiol

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DE2818260A1
DE2818260A1 DE19782818260 DE2818260A DE2818260A1 DE 2818260 A1 DE2818260 A1 DE 2818260A1 DE 19782818260 DE19782818260 DE 19782818260 DE 2818260 A DE2818260 A DE 2818260A DE 2818260 A1 DE2818260 A1 DE 2818260A1
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Germany
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catalyst
butynediol
lead
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hydrogenation
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DE19782818260
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DE2818260C2 (de
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Eugene Victor Hort
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GAF Corp
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/17Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by hydrogenation of carbon-to-carbon double or triple bonds
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J23/00Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
    • B01J23/38Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of noble metals
    • B01J23/54Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of noble metals combined with metals, oxides or hydroxides provided for in groups B01J23/02 - B01J23/36
    • B01J23/56Platinum group metals
    • B01J23/62Platinum group metals with gallium, indium, thallium, germanium, tin or lead
    • B01J23/622Platinum group metals with gallium, indium, thallium, germanium, tin or lead with germanium, tin or lead
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Butendiol
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die katalytische Teilhydrierung von Butindiol in Butendiol, insbesondere auf ein Verfahren zur Herstellung von Butendiol in hoher Ausbeute.
  • Die katalytische Teilhydrierung von 1,4-Butindiol (Butindiol) in 1,4-9utendiol (Butendiol) in Anwesenheit zahircicher unterschiedlicher Katalysatoren und nach verschiedenen Verfahren ist bekannt.
  • Bei diesen Verfahren wird die Hydrierung des Butindiols bei der Butendiolstufe abgebrochen und nicht bis zu einem vollständig hydrierten Butandiol fortgesetzt. Dieser Stand der Technik findet sich in den folgenden Veröffentlichungen: US PSS 2 681 938, 2 953 605, 2 961 471, 3 119 879, 3 192 168, 3 477 962, DT PSS 1 115 238, 2 431 929, H.Lindlar, Helv.Chim.Acta 35, 446 (1952), R.L.Augustine "Catalytic Hydrogenation", Marcel Dekker (New York), 1965 und T.Fukada, Bull.Chem.Soc.Japan 31, 343-7 (1958).
  • Die bekannten Verfahren haben jedoch bezüglich eines oder mehrerer der bei einem großtechnischen Verfahren gewünschten Merkmale Nachteile. Für ein wirklich erfolgreiches, großtechnisches Verfahren zur Herstellung von Butendiol durch katalytische Hydrierung von Butindiol sollten folgende Merkmale erfüllt sein: 1.) Butendiol sollte in hohen Ausbeuten aus relativ konzentrierten Butindiollösungen hergestellt werden, 2.) das Verfahren sollte nach Destillation keine wesentlichen Mengen an nicht-flüchtigen Teeren oder Rückständen bilden, die die Ausbeute an destilliertem Produkt vermindern würden, 3.) das Verfahren sollte bezüglich der Teilhydrierung von Butindiol nur in Butendiol selektiv sein und keine wesentlichen Butandiolmengen bilden, bis praktisch alles Butindiol verbraucht worden ist, 4.) das Verfahren sollte keine wesentlichen Mengen an Nebenprodukten, wie Acetale, bilden, die die Ausbeute an destilliertem Produkt weiter verringern, 5.) das Verfahren sollte ein hohes Verhältnis des bevorzugten cis-Butendiolisomeren gegenüber dem trans-Butendiolisomeren liefern, 6.) das Verfahren sollte Butendiol in einem relativ kurzzeitigen Verfahrenszyklus liefern, der die Hydrierungs- und Katalysatorabtrennstufe umfaßt, 7.) das Verfahren sollte eine einfache, wirtschaftliche Weise zur schnellen Abtrennung des Katalysators von den flüssigen Reaktionsprodukten erlauben, 8.) das Verfahren sollte einen Katalysator benötigten, der die obigen Ziele erreicht und wiederholt ohne schnellen Verlust seiner Wirksamkeit verwendet werden kann.
  • Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren zur katalytischen Teilhydrierung von Butindiol in Butendiol in hoher Ausbeute und aus relativ konzentrierten Butindiollösungen. Bei diesem Verfahren wird praktisch alles Butindiol in cis-Butendiol umgewandelt, das nur sehr geringe Mengen an Verunreinigungen, wie Butandiol, Acetale und trans-Butendiol, enthält, wobei nur wenig nicht-flüchtige Rückstand vorkommen und die Ausbeuten an destilliertem Produkt daher hoch sind. Weiterhin sind die Geschwindigkeit von Hydrierung und Katalysatorabtrennung hoch, was einen kurzen Gesamtzyklus für das Verfahren ergibt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Butendiol in hoher Ausbeute ist dadurch gekennzeichnet, daß man zuerst unter Rühren eine wässrige, konzentrierte, etwa 10-50 Gew.-% Butindiol enthaltende Lösung mit Wasserstoff in Anwesenheit von etwa 0,1-10 Eew.-%, bezogen auf das Gewicht des Butindiols, eines Katalysators hydriert, der im wesentlichen aus einem Übergangstonerdepulver als Träger und Palladium in einer Menge von etwa 0,5-15 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Katalysators, besteht und mit Blei in einem Atomverhältnis von Blei zu Palladium von mindestens 0,03 modifiziert ist. Die Reaktion wird bei einer Temperatur von etwa 30-700C. und einem Druck von atmosphärischem Druck bis etwa 21 atü durchgeführt. Dann wird der Katalysator von der Lösung abgetrennt und das Butendiolprodukt durch Destillation gewonnen.
  • Wie erwähnt, umfaßt die erfindungsgemäße katalytische Teilhydrie rung die Umsetzung von Butindiol mit Wasserstoff in Anwesenheit eines Hydrierungskatalysators. Die Reaktion erfolgt bei relativ niedrigen Drucken, d.h. von atmosphärischem Druck bis 21 atü und bei einer Reaktionstemperatur von etwa 30-700C. in einem wässrigen M edium unter Rühren und in Anwesenheit eines verbesserten, fein zerteilten, bleimodifizierten Palladiumkatalysators auf einem Übergangstonerdeträger.
  • Der erfindungsgemäße neue Katalysator ist Palladium auf einem Übergangstonerdeträger, dem ein Bleisalz oder eine andere Bleiverbindung in einem Atomverhältnis von Blei zu Palladium von mindestens 0,03, vorzugsweise zwischen etwa 0,03-0,25 und insbesondere zwischen etwa 0,07-0,14, zugefügt wurde.
  • Die Teilhydrierung erfolgt in einem geeigneten Reaktor, z.B. einem Autoklaven, der mit einem wirksamem Rührer versehen ist und Mittel zur Wasserstoffeinführung aufweist.
  • Die Reaktion wird eingeleitet, indem man den Autoklaven mit einer geeigneten, wässrigen Butindiollösung und dem Katalysatorpulver bei der Reaktionstemperatur beschickt und Wasserstoff auf den vorgeschriebenen Druck einführt. Die Reaktion wird fortgesetzt, bis praktisch alles Butindiol verbraucht ist, d.h. bis etwas weniger als 1 Mol Wasserstoff pro Mol Butindiol absorbiert worden ist und vorzugsweise weniger als 2 % des ursprünglichen Butindiols zurückbleibt.
  • Nach der Hydrierung wird der Reaktorinhalt sich absetzen gelassen und die wässrige Flüssigkeit abgezogen und filtriert. Dann wird Wasser abdestilliert und die organischen Flüssigkeiten bei vermindertem Druck destilliert. Dadurch erhält man Butendiol in relativ reiner Form in hoher Ausbeute.
  • Die allgemeinen Konzentrationen der Reaktionsteilnehmer im vorliegenden Verfahren werden in der folgenden Tabelle I genannt Tabelle 1 allgemeine Konzentrationen der Reaktionsteilnehmer im Verfahren qeeignet bevorzugt optimal Butindiolkonzentration (Gew.- der wässrigen Lösung) 10-50 25-45 30-40 Katalysatorkonzentration (Gew.-% des Butindiols) 0,1-10 0,4-3 1-2 Katalysatorzusammensetzung Palladiumgehalt; Gew.- 5-15 3-10 4-6 Bleigehalt (Atomverhält- mindestens nis von Blei:Palladium) 0,03 0,03-0,25 0,07-0,14 Die Bleikomponente des erfindungsgemäßen Katalysators wird geliefert, indem man dem Ausgangsmaterial aus Palladium-auf-Übergangstonerde direkt ein Bleisalz oder eine andere Bleiverbindung zufügt.
  • Das Bleisalz oder die andere Verbindung ist vorzugsweise mindestens etwas im wässrigen Medium löslich, so daß es bzw. sie durch' den Träger absorbiert werden kann. Geeignete Bleimaterialien umfassen das Acetat, Nitrat, Chlorid, Bromid, Citrat, Oxid, Carbonat usw. Extrem unlösliche Bleiverbindungen, z.B. das Sulfid, sind ungeeignet.
  • Wie erwähnt, beträgt das Atomverhältnis von Blei zu Palladium im Katalysator der vorliegenden Erfindung mindestens 0,03. Bei diesem oder vorzugsweise einem höheren Verhältnis ist ausreichend Blei anwesend, um unerwünschte Nebenreaktionen, die gewöhnlich während der Hydrierung mit Palladium auf Tonerdekatalysatoren erfolgen, in erheblichem Maß zu inhibieren und dadurch die Ausbeute an Butendiol zu erhöhen.
  • Obgleich der Wirkungsmechanismus des Bleis im Systen nicht ganz verstanden wird, werden vermutlich Bleiionen auf der Katalysatoroberfläche absorbiert und anschließend zu metallischem Blei hydriert, das die aktiven, für die Bildung von Nebenprodukten verantwortlichen Stellen blockiert ohne die Hydrierungsreaktion selbst ernstlich zu stören.
  • Geeignete Übergangstonerdeträger werden in der US PS 4 002 694 beschrieben; sie bestehen aus wasserfreier Tonerde mit einem H2Q/ A1203 Mol-Verhältnis von etwa 0,02 bis etwa 0,5 und haben ein Oberflächengebiet von mindestens etwa 10 m2/g, vorzugsweise über 25 m2/g. Diese Übergangstonerden werden hergestellt aus geeigneten Quellen, z.B. Tonerdehydraten einschließlich Tonerdemono-, -di- und -trihydraten und gemischten Alkali- oder ErdalkaliocidZ Tonerdeoxiden, wie sie in der oben genanntEn Patentschrift erwähnt werden. Diese Palladium-auf-Tonerde-Katalysatoren sind im Handel aus verschiedenen industriellen Ouellen erhältlich.
  • Palladium-auf-Ton erde-Katalysatoren sind aufgrund ihrer hohen Selektivität gegenüber dem bevorzugten cis-Butendiolisomeren bei der Hydrierung vorteilhaft, und weil sie von der Produktlösung leicht durch Absetzen abgetrennt werden können. Bei Verwendung ohne Bleizugabe gibt es Einschränkungen, da sie die Bildung nichtflüchtiger Nebenprodukte begünstigen, die als teerige Rückstände im Destillationsprodukt erscheinen. Mit der hier beschriebenen Bleimodifikation wird jedoch wesentlich weniger Rückstand gebildet, und daher können Palladium-auf-Tonerde-Ka-talysatoren mit Vorteil verwendet werden.
  • Die folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung, ohne sie zu beschränken.
  • B e i s p i e 1 1 Wirkung von Bleiacetat Es wurde eine Reihe einzelner Hydrierungen mit gelegentlicher Zugabe von Bleiacetat in der als Reaktorbeschickung verwendeten Butindiollösung durchgeführt. Die Versuche erfolgten mit einer Anfangsbeschickung bon 500 g 35-iger wässriger Sutindiollösung (175 g, 2,0 Mol Butindiol) und 2,05 g 5 % Palladium-auf-Tonerde-Katalysator. Zu verschiedenen Zeiten wurde Bleiacetattrihydrat der Butindiollösung zugefügt. Dann erfolgte Hie Hydrierung bei einer Temperatur von 50 C. und einem Druck von 2,9 atü in einem 1-l-Autoklaven aus rostfreiem Stahl unter Rühren mit einer wirksamen, hochtourigen Turbine.
  • Nachdem etwas weniger als die theoretische Wasserstoffmenge zur Umwandlung von Butindiol in Butendiol zugefügt worden war, wurde das Produkt sich 1 Stunde absetzen gelassen, um den Katalysator von der Lösung zu trennen. Dann wurde der Inhalt der Lösung untersucht und durch Gas-Chromatographie analysiert. Nach Bedarf wurde weiterer Wasserstoff eingeführt, um den endgültigen Butindiolgehalt auf unter 1 % der Diola zu verringern. Nach Erzielung eines annehmbaren Reaktionsproduktes wurde dieses abgezogen, worauf der Katalysator in einem kleinen Sumpf am Reaktorboden zurückblieb.
  • Für den nächsten Versuch wurden frische 500 9 Butindiol zugefügt und das Verfahren wiederholt.
  • Das hydrierte Produkt wurde zur Entfernung von Spuren des nicht abgesetzten Katalysators filtriert, und ein 200-g-Aliquot wurde vollständig destilliert. Nach Entfernung von Wasser wurde das rohe Butendiol bis zu einer Blasentemperatur von 200°C. bei 1 torr Druck gesammelt.
  • Die Ergebnisse dieser Versuchsreihe sind in Tabelle II und III angegeben: Tabelle II Pb(Ac)2.3H2O Zeit Gewicht: 0 (B) Vers. (g. insges) Hrs. (A) Destillat Rückst. % Ausbeute 1 0 3,0 49,3 16,5 74ç9 2 0 2,7 50,4 18,7 72,9 3 0,025 2,8 54)5 11,1 83,1 4 0,025 3,2 54,2 11,5 82,5 5 0,025 3,7 54,7 10,7 83,6 6 0,025 3,8 54 6 1013 84,1 7 01025 4,6 55,4 10,2 84,5 8 0,025 4,4 54,9 10,8 8356 9 0,040 4,8 58,7 7,4 88)8 10 0,040 5,0 59,5 6,0 90,8 11 0,040 5,2 59,8 6,1 90,7 12 0,055 80 60,7 5s9 91,2 13 0,055 8,3 62,7 4,5 93,3 A = für die Hydrierung erforderliche Zeit B = Ausbeute an organischem Destillat als Prozentsatz des organischen Destillates plus Rückstand Die Analysedaten des Destillates sind in Tabelle III genannt: Tabelle III Verhältn. von Gas Chromatograph-Flächen-% (C) cis/trans Vers B1D B2D B2D Acetal B3D andere B2D(D) 1 0,51 98,32 0,57 0,06 0,54 3216 2 0,49 98,13 0,51 0,09 0,78 37,5 3 0,28 98,91 0,30 0,03 0,48 57,9 4 0,29 99,15 0,23 0,03 0,30 65 0 5 0,27 98;31 0,16 0,99 0,27 64,0 6 0,23 98,45 0,16 OJ99 0,17 65,7 7 0,30 98,46 0,20 0,72 0,32 67,9 8 0,36 98,86 0,24 0,11 0,43 80,6 9 0,24 98,09 0.19 0,83 0,65 40,9 10 0182 98710 0,46 0110 0,52 38,9 11 0,40 98,61 0,23 0,49 0,27 6771 12 0,29 98,33 0X26 0,79 0,31 62,7 13 0,34 97,95 0,28 0,89 0,54 56,7 (c) = B1D - Butandiol; B2D - Butendiol; B2D Acetal - Butendiolhydroxybutyraldehydacetal; B3D - Butindiol (D) = Verhältnis von cis- zu trans-Butendiol, bestimmt durch Gas-Chromatographie der Acetate Nach dieser Versuchsreihe wurden 1,75 g Katalysator durch Filtrieren gewonnen.
  • Die Daten von Tabelle II zeigen, daß die Ausbeute an Butendiol durch Verringerung des nicht-flüchtigen Rückstandes wesentlich erhöht wird. Wie weiterhin ersichtlich, verringert die absatzweise Bleizugabe die Menge - zuerst langsam und dann schneller. Weiter führt die Zugabe von Blei zu einer verbesserten Reinheit aufgrund verminderter Mengen an Butandiol, Acetal, tans-Butendiol und anderer Verunreinigungen B e i s p i e l 2 Bestimmung der Hydrierungsmongen und Ausbeuten als Funktion des Bleigehaltes Gemäß Beispiel 1 wurden verschiedene Einzelversuche durchgeführt um die Ausbeuten an Destillat und die relativen Hydrierungsgemengen als Funktion des Bleigehaltes im Katalysator zu bestimmen. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in Tabelle IV und der beiliegenden Zeichnung angegeben.
  • Tabelle IV Atomverhältn. Relative Pb(Ac)2.3H20 Pb/Pd % Ausbeute Hydrierung (g².) O 0,000 75 100 0,025 0,068 84 94 0,040 0,109 90 67 0,055 0,150 91 45 0,070 0,190 90 25 0i100 0,273 87 11 Die beiliegende Zeichnung ist eine Kurve der Daten von Tabelle IV, in welcher die prozentualen Ausbeuten und relativen Hydrierungsmengen gegen das Atom-Verhältnis von Pb zu Pd im erfindungsgemäßen Katalysator aufgetragen sind.
  • Die Zeichnung veranschaulicht die deutliche positive Wirkung der Anwendung eines Ph zu Pd Atom-Verhältnisses von mindestens 0,03 auf die prozentuale Butendiolausbeute.
  • Tabelle VI Gas Chromatographisch-Flächenprozent Vers. B1D B2D B2D QAcetal B3D andere1 0,60 99,18 0,55 0,02 0,65 2 0,29 97,70 0,49 0,72 0,60 3 0,18 98,93 0,22 0,30 0,37 4 0,14 98,75 0,18 0,56 0,37 5 0,20 98,47 0,21 0,87 0,25 6 0,23 98,52 0,23 0,54 0,48 B e i s p i e 1 3 Palladium-auf-Kohle-Katalysator Vergleichsweise wurde ein Palladium-auf-Kohle-Katalysator anstelle des Palladium-auf-Tonerde-Katalysators in einer ähnlichen Versuchsreihe wie in Beispiel 1 verwendet. Die Reihe wurde jedoch nach 2 Versuchen beendet, da 0,2 g des relativ flockiger Katalysators bei der üblichen Entnahme des ersten Versuches übergeführt wurden.
  • Tabelle VII Pb(Ac)2.3H2O Zeit Gewicht: g Vers. R, kumulati9v Hr. Destillat Rückst. % Ausbeute 1 0 3,5 59,7 6,3 90,5 2 0,025 4X0 59,6 6,1 90X7 Tabelle VIII Gas Chromatographisch-Flächenprozent Vers. B1D B2D B2D Acetal B3D andere 1 2,2 95,6 1,1 0,7 0,4 2 1,4 97,0 0,7 0,6 0,3 Die festgestellte Erhöhung der Ausbeute von 78,5 auf 90 % ist praktisch linear mit einem erhöhten Atom-Verhältnis von Pb zu Pd von 0,03 auf 0,11. Dann erreicht die Ausbeute ein Maximum von etwa gl0 bei einem Verhältnis von 0,14 und sinkt danach langsam auf etwa 87 % bei einem Verhältnis von 0,273.
  • Die erhöhte Butendiolausbeute wird begleitet von einer Verminderung der relativen Hydrierungsgeschwindigkeit. Diese kann jedoch gegebenenfalls durch verwendung von mehr Katalysator oder einer höheren Reaktionstemperatur oder eines höheren Druckes innerhalb des @ngegebenen, geeigneten Bereiches kompensiert werden.
  • Beim großtechnischen Betrieb wird außerdem die Hydrierungsgeschwindigkeit häufing durch eine Diffusion von Wasserstoff in den Katalysator begrenzt, weshalb ein Abfall in der Katalysatoraktivitat zu einem wesentlich geringeren Abfall dieser Geschwindigkeit führt.
  • B e i s p i e l 4 Verwendung von Bleioxid Blei als Hier wurde/Bleioxid, Pb3O4 in Pulverform in einer ähnlichen Versuchs@@ihe wie in Beispiel 1 verwendet. Die Tabellen V -und VI zeigen,daß die Wirkung der Bleizugabe in dieser rorm dieselbe ist wie mit den stärker löslichen Bleisalzen.
  • Tabelle V Pb3O4 Zeit Gewicht; g Vers. g, ingesamt Hrs. Destillat Rückstand % Ausbeute 1 0 5,0 48,5 14,6 76,9 2 0>024 6,0 57,0 7,1 88,9 3 0,024 6,7 59,3 6,5 90,1 4 0,024 6X0 60,5 6,0 91,0 5 0,024 6,5 61,1 5,5 91,7 6 0,024 6,4 60,3 6,8 89,9 Die Daten der obigen Tabelle VII zeigen, daß mit oder ohne Blei der Rückstand gering und die Hydrierungsgeschwindigkeit gut sind.
  • Wie jedoch aus Tabelle VIII ersichtlich, ist die Selektivität wesentlich schlechter als mit Palladium-auf-Tonerde, und weiter waren die Absetzeigenschaften des flockiger Katalysators schlecht, so daß eine wesentlich längere Zeit zur Trennung des Katalysators von der Flüssigkeit notwendig ist.
  • L e e r s e i t e

Claims (7)

  1. pa t e n t a n s p r ü c h e 1.- Verfahren zur Herstellung von Butendiol in hoher Ausbeute durch katalytische Teilhydrierung von Butindiol, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wässrige Butindiollösung einer Konzentration von etwa 10-50 Gew.-% mit Wasserstoff in Anwesenheit eines Katalysators in einer Menge von etwa 0,1-10 Gew.-%, bezogen auf das Butindiol, bei einer Temperatur von etwa 30-70 0C. und einem Druck zwischen atmosphärischem Druck und etwa 21 atü umsetzt, wobei der Katalysator im wesentlichen aus Palladium in einer Menge von etwa 0,5-15 Gew. des Katalysators und Blei in einem Atomverhältnis von Blei zu Palladium von mindestens 0,03 auf einem Übergangs-Tonerdepulver als Träger besteht.
  2. 2.- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Atomverhältnis mindestens 0,03 beträot, jedoch unter 0,25 liegt und vorzugsweise zwischen 0,07-0,14 liegt.
  3. 3.- Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man weiterhin die Hydrierung fortsetzt, bis weniger als 2 % des ursprünglichen Butindiols anwesend sind und dann die Lösung vom Katalysator abbrennt.
  4. 4.- Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennen durch Absetzen erfolgt.
  5. 5.- Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wässrige Lösung mit einem Butindiolgehalt von 25-45 Gew.-%, vorzugsweise 30-40 Gew.-%, hydriert.
  6. 6.- Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man 0,4-3 Gew.-%, vorzugsweise 1-2 Gew.-%, Katalysator, bezogen auf das Butindiol, verwendet.
  7. 7.- Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Katalysator mit einem Palladiumgehalt von 3-10 Gew.-, vorzugsweise 4-6 Gew.-%, verwendet.
DE2818260A 1977-05-20 1978-04-26 Verfahren zur Herstellung von Butendiol Expired DE2818260C2 (de)

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EP0646562A1 (de) * 1993-09-30 1995-04-05 BASF Aktiengesellschaft Verfahren zur selektiven Hydrierung von Butindiol-1,4 zu Buten-2-diol-1,4 und dafür geeigneter Katalysator

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